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Monate nach einem schwangerschaftsabbruch

1. Juli 2015 um 18:35

hallo zusammen.
am 08.06.2015 wäre mein Kind geboren wurden wenn ich es nicht medikamentös abgetrieben hätte. gerade momentan geht es mir sehr schlecht. ich war mir meiner Entscheidung damals unsicher.... mein mittlerweile ex hat mir das jeden tag eingeredet das ich abtreiben soll. ich hatte niemanden den ich mich hätte anvertrauen können oder wollen. ich habe immer gesagt ich treibe nicht ab und trotzdem tat ich es. ich weine so viel ich weiß auch nicht ob ich das jemals verkraften kann das ich mein Kind getötet habe, ich hatte in meinen leben schon sehr viele negative Erfahrungen sammeln müssen die auch sehr schmerzhaft waren aber dafür konnte ich nichts... für die Abtreibung schon ..... ich träume ständig von meinen Kind. wie ich es in meinen armen halte....usw... ich bin in vielen dingen sehr emotional besonders wenn irgendwelche Szenen im fernsehen laufen wo Babys erscheinen. ich habe das Gefühl den sinn meines Lebens vernichtet zu haben. ich bin sehr hilflos. mein freund hat sich natürlich kurz nach der Abtreibung aus den staub gemacht, waren kurz vorher zusammen gezogen und der haut ab. in einer heimlichen Nacht und nebel Aktion. bis heute muss der mich daran erinnern wie sehr er sein Kind vermisst!!! Auf das Thema reagiere ich immernoch empfindlich. ich denke viel zu oft was wäre wenn........auch jetzt gerade im Moment kann ich meine tränen nicht stoppen, meine Schwester ist jetzt schwanger ich freue mich riesig für sie aber für mich ist das nicht so einfach....
.ich würde am liebsten mein Fehler wieder gut machen. Und mein ex hat mir das auch schon öfters geschrieben. Mein Herz das blutet schreiiiiiiiiit ja. natürlich sind kopf und herz uneins!!
wer hat auch ähnliche Erfahrungen gemacht??
Was hat euch geholfen?

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2. Juli 2015 um 23:08

Ich fühle mit dir ...
... auch wenn ich keine ähnlichen Erfahrungen gemacht habe. Aber ich kann mir vorstellen, dass es jetzt, so kurz nach dem Geburtstermin, besonders schwer für dich auszuhalten ist, dass du dich gegen dein Baby entschieden hast - erst recht, wenn die Beziehung zu deinem Freund, von dem du dich hast überreden lassen, kaputt gegangen ist und deine Schwester schwanger ist. Das ist alles überhaupt nicht leicht für dich, und ich glaube, es ist gut, dass du das nicht verdrängst, sondern dich dem stellst.

Du würdest deinen Fehler gern wieder gut machen, schreibst du, aber du weißt, dass das nicht geht. Du kannst nur daraus lernen ... und damit leben lernen. Vielleicht wirst du dann irgendwann in der Lage sein, auch anderen zu helfen, denen es ebenso geht wie jetzt dir.

Was hilft? Ich glaube, letztendlich hilft nur Vergebung. Dass du dich nicht ewig dafür marterst, dass du dich so entschieden hast. Wenn ein Kind einen schlimmen Fehler gemacht hat, der ihm wirklich leid tut, dann kann es hoffen, auf verständnisvolle Eltern zu treffen, die zwar wissen, dass das nicht gut war, aber ihr Kind trotzdem lieben und ihm vergeben, damit ein Neuanfang möglich ist.

Wer kann dir jetzt vergeben?

Wenn du an Gott glaubst, könntest du ihm alles sagen und ihn bitten, dass er dir vergibt.
Du könntest auch deinem Kind einen Brief schreiben und es um Vergebung bitten.
Und du selbst bist gefragt: auch du darfst dir selbst vergeben! Du musst nicht dein Leben lang traurig und voller Selbstvorwürfe weiterleben. Zwar wird eine Wunde in dir zurückbleiben, aber die muss nicht - wie sie es jetzt natürlich tut, weil alles noch so frisch ist - dein ganzes Leben bestimmen.

Es gibt Organisationen, meist christliche, die bieten z.B. Seminare an für Frauen, die unter ihrer Abtreibung leiden.

Du könntest ein Extra-Forum für Frauen nach Abtreibung suchen und dort schreiben.

Du könntest auch eine Therapie beginnen, wenn du merkst, dass es dich sehr beeinträchtigt.

Es ist gut, dass du hier anfängst, den Schmerz nicht mehr nur in dir zu vergraben, indem du darüber schreibst. Ich wünsche dir, dass du die für dich passende Hilfe findest!

Alles Gute für dich,

Anka

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3. Juli 2015 um 11:31
In Antwort auf joana_12262172

Ich fühle mit dir ...
... auch wenn ich keine ähnlichen Erfahrungen gemacht habe. Aber ich kann mir vorstellen, dass es jetzt, so kurz nach dem Geburtstermin, besonders schwer für dich auszuhalten ist, dass du dich gegen dein Baby entschieden hast - erst recht, wenn die Beziehung zu deinem Freund, von dem du dich hast überreden lassen, kaputt gegangen ist und deine Schwester schwanger ist. Das ist alles überhaupt nicht leicht für dich, und ich glaube, es ist gut, dass du das nicht verdrängst, sondern dich dem stellst.

Du würdest deinen Fehler gern wieder gut machen, schreibst du, aber du weißt, dass das nicht geht. Du kannst nur daraus lernen ... und damit leben lernen. Vielleicht wirst du dann irgendwann in der Lage sein, auch anderen zu helfen, denen es ebenso geht wie jetzt dir.

Was hilft? Ich glaube, letztendlich hilft nur Vergebung. Dass du dich nicht ewig dafür marterst, dass du dich so entschieden hast. Wenn ein Kind einen schlimmen Fehler gemacht hat, der ihm wirklich leid tut, dann kann es hoffen, auf verständnisvolle Eltern zu treffen, die zwar wissen, dass das nicht gut war, aber ihr Kind trotzdem lieben und ihm vergeben, damit ein Neuanfang möglich ist.

Wer kann dir jetzt vergeben?

Wenn du an Gott glaubst, könntest du ihm alles sagen und ihn bitten, dass er dir vergibt.
Du könntest auch deinem Kind einen Brief schreiben und es um Vergebung bitten.
Und du selbst bist gefragt: auch du darfst dir selbst vergeben! Du musst nicht dein Leben lang traurig und voller Selbstvorwürfe weiterleben. Zwar wird eine Wunde in dir zurückbleiben, aber die muss nicht - wie sie es jetzt natürlich tut, weil alles noch so frisch ist - dein ganzes Leben bestimmen.

Es gibt Organisationen, meist christliche, die bieten z.B. Seminare an für Frauen, die unter ihrer Abtreibung leiden.

Du könntest ein Extra-Forum für Frauen nach Abtreibung suchen und dort schreiben.

Du könntest auch eine Therapie beginnen, wenn du merkst, dass es dich sehr beeinträchtigt.

Es ist gut, dass du hier anfängst, den Schmerz nicht mehr nur in dir zu vergraben, indem du darüber schreibst. Ich wünsche dir, dass du die für dich passende Hilfe findest!

Alles Gute für dich,

Anka

Kann dich verstehen..
Hey ..
Ich kann deinen Schmerz darüber sehr nachvollziehen. Ich war in deiner selben situation. Habe abgetrieben weil mein damaliger Freund das wollte. Und es war auch eine unsichere Entscheidung. Am Anfang ging es mir auch gut damit...nur kam der schmerz eines tages schleichend zurück. Ich hatte alpträume , habe viel geweint und mir den kopf darüber zerbrochen was wäre wenn ich es nicht getan hätte, ,,tausend fragen und schuldgefühle plagten mich.

Ich hatte mich dann entschieden mir einen Therapeuten zu suchen um mit ihm darüber zu sprechen. Und heute nach 3 jahren kann ich damit endlich Leben ohne seelische schmerzen oder schuldgefühle.

Mann lernt mit der zeit damit zu leben. Man hat sich damals nun dafür entschieden und muss lernen mit dieser Entscheidung umzugehen.

Ich weis jetz nicht wie alt du bist. Ich bin auch ein stückweit froh darüber das ich diesen kerl nicht als vater meines kindes haben muss.

Du wirst wieder jemanden kennenlernen der dich liebt und auch aus Liebe ein kind mit dir möchte und dich danach nicht sitzen lässt.

Suche dir jemanden therapeutisches zum reden das ich überhaupt nicht schlimm und muss dir Auch nicht unangenehm sein.

Ich wünsche dir viel Glück und Kraft.

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3. Juli 2015 um 13:43
In Antwort auf joana_12262172

Ich fühle mit dir ...
... auch wenn ich keine ähnlichen Erfahrungen gemacht habe. Aber ich kann mir vorstellen, dass es jetzt, so kurz nach dem Geburtstermin, besonders schwer für dich auszuhalten ist, dass du dich gegen dein Baby entschieden hast - erst recht, wenn die Beziehung zu deinem Freund, von dem du dich hast überreden lassen, kaputt gegangen ist und deine Schwester schwanger ist. Das ist alles überhaupt nicht leicht für dich, und ich glaube, es ist gut, dass du das nicht verdrängst, sondern dich dem stellst.

Du würdest deinen Fehler gern wieder gut machen, schreibst du, aber du weißt, dass das nicht geht. Du kannst nur daraus lernen ... und damit leben lernen. Vielleicht wirst du dann irgendwann in der Lage sein, auch anderen zu helfen, denen es ebenso geht wie jetzt dir.

Was hilft? Ich glaube, letztendlich hilft nur Vergebung. Dass du dich nicht ewig dafür marterst, dass du dich so entschieden hast. Wenn ein Kind einen schlimmen Fehler gemacht hat, der ihm wirklich leid tut, dann kann es hoffen, auf verständnisvolle Eltern zu treffen, die zwar wissen, dass das nicht gut war, aber ihr Kind trotzdem lieben und ihm vergeben, damit ein Neuanfang möglich ist.

Wer kann dir jetzt vergeben?

Wenn du an Gott glaubst, könntest du ihm alles sagen und ihn bitten, dass er dir vergibt.
Du könntest auch deinem Kind einen Brief schreiben und es um Vergebung bitten.
Und du selbst bist gefragt: auch du darfst dir selbst vergeben! Du musst nicht dein Leben lang traurig und voller Selbstvorwürfe weiterleben. Zwar wird eine Wunde in dir zurückbleiben, aber die muss nicht - wie sie es jetzt natürlich tut, weil alles noch so frisch ist - dein ganzes Leben bestimmen.

Es gibt Organisationen, meist christliche, die bieten z.B. Seminare an für Frauen, die unter ihrer Abtreibung leiden.

Du könntest ein Extra-Forum für Frauen nach Abtreibung suchen und dort schreiben.

Du könntest auch eine Therapie beginnen, wenn du merkst, dass es dich sehr beeinträchtigt.

Es ist gut, dass du hier anfängst, den Schmerz nicht mehr nur in dir zu vergraben, indem du darüber schreibst. Ich wünsche dir, dass du die für dich passende Hilfe findest!

Alles Gute für dich,

Anka

Danke
Danke für deine lieben verständnisvollen Worte. Trotz das du diese Erfahrung nicht gemacht hast schöpfe ich die kraft aus deinem text. Ich brauche jetzt diesen positiven Zuspruch. Dankeschön es tut meiner seele gut. Ganz liebe grüße

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3. Juli 2015 um 13:56
In Antwort auf abram_12875460

Kann dich verstehen..
Hey ..
Ich kann deinen Schmerz darüber sehr nachvollziehen. Ich war in deiner selben situation. Habe abgetrieben weil mein damaliger Freund das wollte. Und es war auch eine unsichere Entscheidung. Am Anfang ging es mir auch gut damit...nur kam der schmerz eines tages schleichend zurück. Ich hatte alpträume , habe viel geweint und mir den kopf darüber zerbrochen was wäre wenn ich es nicht getan hätte, ,,tausend fragen und schuldgefühle plagten mich.

Ich hatte mich dann entschieden mir einen Therapeuten zu suchen um mit ihm darüber zu sprechen. Und heute nach 3 jahren kann ich damit endlich Leben ohne seelische schmerzen oder schuldgefühle.

Mann lernt mit der zeit damit zu leben. Man hat sich damals nun dafür entschieden und muss lernen mit dieser Entscheidung umzugehen.

Ich weis jetz nicht wie alt du bist. Ich bin auch ein stückweit froh darüber das ich diesen kerl nicht als vater meines kindes haben muss.

Du wirst wieder jemanden kennenlernen der dich liebt und auch aus Liebe ein kind mit dir möchte und dich danach nicht sitzen lässt.

Suche dir jemanden therapeutisches zum reden das ich überhaupt nicht schlimm und muss dir Auch nicht unangenehm sein.

Ich wünsche dir viel Glück und Kraft.

Danke dir
Es ist schön das du deine Erfahrung mit mir teilst. Dankeschön. Es hilft mir ungemein von dir Ratschläge zu bekommen und zu wissen was dir geholfen hat. Für jedes positive Wort bin ich dankbar...... Ich weiss zumindest das ich diesen Fehler nie wueder begehen werde und auch jede Frau davon abrate...
zu meinem alter. Ich bin leider schon 30...ganz liebe grüße.

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