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Mit 35 J. + 4 Mon. in der 11. SSW - Was haltet Ihr von einer Chromosomenuntersuchung?

10. Februar 2005 um 14:57

Hallo,

bin nun in der 11. SSW und mit 35 J. + 4 Mon. eine sog. "Risikoschwangere". Mein FA sprach von der Möglichkeit, eine frühzeitige Chromosomenuntersuchung durchzuführen. Das Risiko einer Fehlgeburt wird mit 1-3% bei einer solchen Untersuchung angegeben und erscheint mir persönlich zu hoch.

Vor einem halben Jahr hätte ich mir gar keine Gedanken darüber machen müssen und nun denke ich laufend daran....

Was meint Ihr dazu?

Vielen Dank!

HeiDo

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10. Februar 2005 um 15:08

Hallo
Also mir wäre das Risiko auch zu hoch. Ich war zwar noch nicht schwanger, aber wir arbeiten grade daran. Meine Nachbarin ist mit 42 Jahren schwanger geworden. War nicht geplant. Es hieß, sie können keine Kinder mehr kriegen. Künstliche Befruchtung usw. hat alles nichts gebracht. Tja, und dann war sie plötzlich doch schwanger. Jedenfalls ist bei ihr alles gut gegangen und sie hat diese Untersuchungen nicht machen lassen.

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10. Februar 2005 um 15:09

Was ist die Konsequenz?
Das erscheint mir die wichtigste Frage... Ich nehme mal an, das Du über das Risiko sprichst, ein Trisomie-Kind zu bekommen. Wenn Du für Dich entscheiden kannst, ein Kind abzutreiben, weil es eine Trisomie hat, dann mach den Test.
Wenn Du allerdings Dein Kind bekommen möchtest, wie es nun mal ist, dann ist der Test vielleicht gar nicht nötig. Viele Freundinnen haben ihre Kinder (oder 2./3. kinder) relativ spät bekommen und es haben die meisten auf diese frühgeburtliche Diagnostik verzichtet, weil sie die Entscheidung für das Kind schon getroffen hatten,...
Die Frage ist also, ob Du Dir das Leben mit einem (mehr oder weniger)behinderten Kind vorstellen kannst oder nicht.
Wenn Du Dir über Deine Konsequenz nach einem positiven Test im Klaren bist, weißt Du auch, ob Du die Gefahr einer Fehlgeburt eingehst oder nicht.
LG Phyllis

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10. Februar 2005 um 15:11
In Antwort auf leta_12706627

Was ist die Konsequenz?
Das erscheint mir die wichtigste Frage... Ich nehme mal an, das Du über das Risiko sprichst, ein Trisomie-Kind zu bekommen. Wenn Du für Dich entscheiden kannst, ein Kind abzutreiben, weil es eine Trisomie hat, dann mach den Test.
Wenn Du allerdings Dein Kind bekommen möchtest, wie es nun mal ist, dann ist der Test vielleicht gar nicht nötig. Viele Freundinnen haben ihre Kinder (oder 2./3. kinder) relativ spät bekommen und es haben die meisten auf diese frühgeburtliche Diagnostik verzichtet, weil sie die Entscheidung für das Kind schon getroffen hatten,...
Die Frage ist also, ob Du Dir das Leben mit einem (mehr oder weniger)behinderten Kind vorstellen kannst oder nicht.
Wenn Du Dir über Deine Konsequenz nach einem positiven Test im Klaren bist, weißt Du auch, ob Du die Gefahr einer Fehlgeburt eingehst oder nicht.
LG Phyllis

VORgeburtliche Diagnostik meinte ich!
grmpf! *vertippmichdauernd*

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10. Februar 2005 um 15:29

Hallo heido
mh...ich war auch anfang 35 als ich schwanger wurde ( stehe jetzt kurz vor entbindung und werde im mai 36 ).

meine frauenärztin hat mich nicht weiter wuschig gemacht, aber ich erinnere mich noch genau, dass der arzt bei der feindiagnostik mir ins gewissen redete: ja, 35...risikoschwangerschaft...fruchtwasseruntersuch-ung...die trägt die kasse sogar automatisch etc.

ich war auch ganz schön durch den wind und hin-und hergerissen. klar, einesteils dachte ich: wenn du die untersuchung machst und es ist ok, dann gehst du sicher beruhigter durch die schwangerschaft.

auf der anderen seite aber das risiko einer fehlgeburt ( ich hatte vor 3 jahren eine missed abortion und weiß, dass ich dieses verlorene kind nie vergessen werde )und das wichtigste: was wäre, wenn ein defekt festgestellt wird?

nun gibt es ja allerhand gendefekte, aber bei schwangeren über 30 spricht man ja vor allem vom risiko des auftretens einer trisomie 21, welches mit jedem jahr ansteigt. so, was also, wenn mein kind diese behinderung hätte? einfach wegmachen? wenn ich diese kinder sehe, dann krümmt sich bei mir das herz zusammen, wenn ich daran denke, dass man so einem kind auf grund der möglichkeiten der modernen frühdiagnostik das recht auf ein leben nimmt, denn sie sind sehr liebebedürftig und umgängig.

klar, die frage ist für mich immer die gesellschaft: wie wird so ein kind integriert, was wird aus ihm, wenn die eltern mal nicht mehr da sind etc.

mein freund sagte, er könne sich auch vorstellen, mit einem behinderten kind fußball zu spielen ( er ist 7 jahre jünger als ich und hat schon einen sohn ). das hat mich sehr gerührt. wir haben es dann bei feindiagnostik, nackenfaltenmessung etc belassen.

ich habe viel mit einer kollegin gesprochen, die bei ihrem 3. kind 36 war und welcher der arzt auch 'ins gewissen' redete, sie solle eine fruchtwasseruntersuchung machen. sie und ihr mann haben sich dagegen ausgesprochen und letztendlich hat sie einen süßen sohn bekommen, der dieses jahr eingeschult wurde.

etliche meiner freundinnen, die mein alter bzw sogar älter sind, haben letztes jahr gesunde kinder entbunden und die haben nicht mal die nackenfaltenmessung, feindiagnostik etc. in anspruch genommen.

weißt du, ich kenne viele, deren eltern über 35 waren und die gesund und proper zur welt gekommen sind.merkwürdiger weise kenne ich wiederum etliche junge mütter, die kinder mit behinderungen bekommen haben ( auch trisomie 21 ).

ich denke, es ist schon toll, welche pränatalen diagnostikmöglichkeiten es gibt. aber ich fands schlimm, wie manche ärzte einem angst machen und man sich wie beim babydesigner vorkommt...ist ja schön, dass man behinderungen feststellen kann, aber wie gehts dann weiter? sagt man sich so einfach: weg damit, auf ein neues? und wie sicher ist so eine diagnostik überhaupt?
und wenn wir schon mal beim ausschließen sämtlicher genetischer risiken sind: was ist mit den risiken, denen das kind und man selbst bei der geburt ausgesetzt ist?

nun, alter hin, alter her...ich denke, meine frauenärztin hat da schon weise worte gesprochen: jeder, der schwanger wird, sollte sich darüber im klaren sein, dass es IMMER risiken geben kann ( aber sicher auch nicht muss ).

an jedem selbst zu entscheiden, wie er damit umgeht.

alles gute für dich und dein kleines.
lieber gruß
annana

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10. Februar 2005 um 15:31

Schwere Entscheidung
Hallo HeiDo
Ich bin 39 Jahre und hab vor 12 Wochen mein erstes Kind zur Welt gebracht. Ich hab mich damals zur Fruchtwasseruntersuchung entschieden, weil ich mir nicht vorstellen konnte, mit einem behinderten Kind fertig zu werden. Ich danke Gott, dass alles o.k. ist und meine Kleine ein kerngesundes Baby ist. Es war eine unwahrscheinlich hohe psychische Belastung, bis die Ergebnisse endlich da waren. Es hat fast 4 Wochen gedauert! Zu allem Überfluss hab ich auch noch Diabetes und keiner konnte mir sagen, ob es dadurch zu Schädigungen in der Frühschwangerschaft gekommen ist (Werte waren wahrscheinlich schon hoch, als ich schwanger
wurde).
Das Risiko einer Fehlgeburt ist bei dieser Untersuchung laut meinem Arzt nur noch bei ca. 0,5%. Und ich muss sagen, das hat mich am wenigsten belastet... die Angst vor dem Ergebnis war grösser.
Falls ich nochmal ein Kind bekommen sollte, weiss ich nicht genau, ob ich es wieder machen lassen würde. Obwohl ich genau weiss, dass ich mir ein Leben lang Vorwürfe machen würde, wenn das Kind schwer behindert zur Welt käme und nur durch medizinische Kunst am Leben bliebe. Ich bin Krankenschwester und hab leider schon viel solche Fälle gesehen.
Tja, jetzt hab ich Dir wahrscheinlich auch nicht weitergeholfen...
Ich wünsche Dir, egal wie Du Dich entscheidest, eine schöne Schwangerschaft und vorallem ein gesundes Baby!!!!
LG
Anita

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10. Februar 2005 um 15:54
In Antwort auf xanthe_12682530

Hallo
Also mir wäre das Risiko auch zu hoch. Ich war zwar noch nicht schwanger, aber wir arbeiten grade daran. Meine Nachbarin ist mit 42 Jahren schwanger geworden. War nicht geplant. Es hieß, sie können keine Kinder mehr kriegen. Künstliche Befruchtung usw. hat alles nichts gebracht. Tja, und dann war sie plötzlich doch schwanger. Jedenfalls ist bei ihr alles gut gegangen und sie hat diese Untersuchungen nicht machen lassen.

Denke auch, dass
du dir erst die Frage stellen solltest, ob das Ergebnis Konsequenzen für dich hätte.
Ich bin 34, Kinderkrankenschwester auf einer Früh- und Neugeborenenstation und gerade selbst zum ersten Mal schwanger.
Meiner Meinung nach kann man mit einem Kind mit Trisomie 21 sicher sehr glücklich sein. Eine Fehlgeburt in einer fortgeschrittenen Schwangerschaft aber wäre für mich sehr schlimm. eine Abtreibung undenkbar. Aber die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen.
Sollte es bei einer Fruchtw.-Untersuchung nicht zu einer Fehlgeburt kommen, besteht aber immer noch das Risiko einer Frühgeburt. Und auch die kann mit vielen Komplikationen einhergehen, auch dann bist du vor späteren Behinderungen nicht gefeit.
Fazit: ich persönlich würde es nicht machen.
LG Flauschi

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10. Februar 2005 um 17:07

Wenn mein Kleiner...
...zur Welt kommt, werde ich bereits 35 sein und das seit 2 Monaten (hab ich April Geburtstag und am 25. Juni Entbindungstermin). Es ist schon irgendwie eigenartig, dass man plötzlich ab 35 zu der "Risikogruppe" gehört und vorher kein Mensch etwas sagt in diese Richtung. Ich selbst habe mich für die Nackenfaltenmessung entschieden, wenn diese Untersuchung auch keine 100%ige Sicherheit geben kann, aber mir war das Risiko einer Fruchtwasseruntersuchung einfach zu groß. Ich hätte es nicht ertragen, hätte ich meinen Kleinen dadurch verloren. Ich bin der Meinung, dass immer ein Risiko vorhanden ist, egal, wie alt du bist. Natürlich steigt es mit dem Alter, aber nicht so extrem, dass man sich dermaßen verunsichern lassen sollte.
Ein paar Beispiele: die Nachbarin meiner Kollegin hat ihr Baby mit 22 bekommen und es hatte Trisomie 21. Meine Chefin bekam ihr zweites Kind mit 43 und es total gesund. Mein Bruder kam zur Welt, als meine Mutter 39 war und alles hat gepasst (sie ließ die Fruchtwasseruntersuchung machen und es passierte nichts). Es gibt sicher unzählige Beispiele mehr, sowohl schöne als auch traurige.
Ich denke, du allein kannst nur entscheiden, ob ja oder nein. Was, wenn das Ergebnis negativ ist? Würdest du das Baby abtreiben? Was, wenn du zu den 0,5% gehörst, bei denen der Fetus abgeht?
Ist es dein erstes Kind? Meines ja. Ich freu mich schon sehr auf mein Spätzchen.
Ich weiß nicht, ob ich dir helfen konnte und inwieweit du Vertrauen ins Leben hast bzw. wie gefestigt du selbst bist.
Du wirst aber ganz bestimmt das Richtige für dich machen, egal, wie du dich entscheidest.
Ich wünsche dir in jedem Fall alles erdenklich Gute und ein gesundes Baby - wird schon gut gehen!
Lisa

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10. Februar 2005 um 18:02

Dir auch hallo.
Ich bin 23 Jahre alt und war letztes Jahr schwanger.
Habe eine Chromosomenuntersuchung machen lassen, leider etwas später (22. SSW).
Durch Zufall wurde festgestellt dass mein Kind geistig und körperlich behindert sein würde. Haben uns schweren Herzens für einen Abbruch entschieden.

Wenn du dich für eine solche Untersuchung entscheidest, musst du dir schon vorher im Klaren sein, wie du dich entscheidest, sollte das Ergebnis negativ ausfallen.

Falls du Näheres wissen willst, dann melde dich.

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10. Februar 2005 um 18:07
In Antwort auf svana_12919543

Denke auch, dass
du dir erst die Frage stellen solltest, ob das Ergebnis Konsequenzen für dich hätte.
Ich bin 34, Kinderkrankenschwester auf einer Früh- und Neugeborenenstation und gerade selbst zum ersten Mal schwanger.
Meiner Meinung nach kann man mit einem Kind mit Trisomie 21 sicher sehr glücklich sein. Eine Fehlgeburt in einer fortgeschrittenen Schwangerschaft aber wäre für mich sehr schlimm. eine Abtreibung undenkbar. Aber die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen.
Sollte es bei einer Fruchtw.-Untersuchung nicht zu einer Fehlgeburt kommen, besteht aber immer noch das Risiko einer Frühgeburt. Und auch die kann mit vielen Komplikationen einhergehen, auch dann bist du vor späteren Behinderungen nicht gefeit.
Fazit: ich persönlich würde es nicht machen.
LG Flauschi

Ich bin dafür
Natürlich sollte jeder selber wissen wie er dann mit dem Ergebnis umgeht. Aber nach dem man bei mir in der 2. SS festgestellt hatte, daß mein Kind einen offenen Brustkorb hatte und das Herz frei lag, war ich dankbar für die Fruchtwasseruntersuchung. Das Kind wäre nicht überlebensfähig gewesen. Ich hab mich damal schmerzhaft für den Abruch entschieden. Was sicher auch für mich gut war. Was wäre, wenn ich es bis zum Schluß hätte austragen müssen. Es wäre für mich ps. bestimmt sehr schlimm gewesen.
Ich würde es auch jetzt in meiner dritten SS machen. Je nach Schweregrad würde ich mich dann entscheiden. Der Risikofaktor ist gering, auch wenn es ihn gibt und sicher schon Frauen dabei ihr Kind verloren haben. Aber für mich war es gleichzeitig damals eine Erlösung.

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10. Februar 2005 um 20:44
In Antwort auf cerys_11923290

Ich bin dafür
Natürlich sollte jeder selber wissen wie er dann mit dem Ergebnis umgeht. Aber nach dem man bei mir in der 2. SS festgestellt hatte, daß mein Kind einen offenen Brustkorb hatte und das Herz frei lag, war ich dankbar für die Fruchtwasseruntersuchung. Das Kind wäre nicht überlebensfähig gewesen. Ich hab mich damal schmerzhaft für den Abruch entschieden. Was sicher auch für mich gut war. Was wäre, wenn ich es bis zum Schluß hätte austragen müssen. Es wäre für mich ps. bestimmt sehr schlimm gewesen.
Ich würde es auch jetzt in meiner dritten SS machen. Je nach Schweregrad würde ich mich dann entscheiden. Der Risikofaktor ist gering, auch wenn es ihn gibt und sicher schon Frauen dabei ihr Kind verloren haben. Aber für mich war es gleichzeitig damals eine Erlösung.

Mmh
In deinem Fall hätte ich es wohl auch gemacht. Nicht lebensfähig ist aber nicht das gleiche wie behindert. Hat man den offenen Brustkorb erst durch die FW-Untersuchung festgestellt? Sowas sieht man doch schon im Ultraschall. Oder nicht? Naja, vielleicht nur in der Klinik.
LG Flauschi

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11. Februar 2005 um 15:44
In Antwort auf svana_12919543

Mmh
In deinem Fall hätte ich es wohl auch gemacht. Nicht lebensfähig ist aber nicht das gleiche wie behindert. Hat man den offenen Brustkorb erst durch die FW-Untersuchung festgestellt? Sowas sieht man doch schon im Ultraschall. Oder nicht? Naja, vielleicht nur in der Klinik.
LG Flauschi

Hallo Flauschi
Ja mann hat es erst im Krankenhaus festgestellt nach dem beide Bluttest schlecht waren. Mann kann es mit einem 3D-Ultraschall halt besser sehen.

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11. Februar 2005 um 15:59
In Antwort auf cerys_11923290

Hallo Flauschi
Ja mann hat es erst im Krankenhaus festgestellt nach dem beide Bluttest schlecht waren. Mann kann es mit einem 3D-Ultraschall halt besser sehen.

Versteh mich bitte nicht falsch!
Ich frage mich nur, ob man dann dafür eine Fruchtwasser-Untersuchung braucht. Ich versuche, Nutzen und Schaden gegeneinander abzuwegen und finde FÜR MICH keinen plausiblen Grund, eine durchführen zu lassen. Und ich weiss, dass sehr viele schwere Behinderungen/ Krankheiten gut durch US festzustellen sind. Diese Untersuchung halte ich für sehr wichtig und gut. Und da besteht halt kein Risiko.
LG Flauschi

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