Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Mit 19 schwanger - Abbruch oder behalten

Mit 19 schwanger - Abbruch oder behalten

4. Juni 2018 um 20:09 Letzte Antwort: 21. Juni 2018 um 22:35

Hallo zusammen,

wie oben schon zu lesen ist, bin ich 19 und schwanger. Ich bin mittlerweile in der 12. Woche, wissen tu ich es jedoch bereits seit der 6.
Ich möchte euch erst mal etwas zu meinem Leben erzählen: Ich bin im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Mein Freund und ich sind „erst“ seit 9 Monaten zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung, er wohnt bei Düsseldorf und ich hinter Kassel. Er ist im
2 Ausbildungsjahr zum Elektroniker.
Für mich stand eigentlich von Anfang fest, dass ich dieses Kind nicht möchte.
9 Monate sind keine lange Zeit, ich wollte, dass meine Kinder mit beiden Eltern aufwachsen können. Nach 9 Monaten kann es da schnell passieren, dass man sich trennt, so seh ich das. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht lieben würden, dass tue ich sehr stark, aber man kann eben nach 9mo nie wissen, was noch kommt. Bei unserer Entfernung müssten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich nicht mehr arbeiten kann eine Wohnung finden und diese komplett einrichten. Zu Hause lebt er mit 7 Personen in einer 4 Zimmer Wohnung, das ist zu eng. Wenn er fertig wäre würde es zurück zu mir gehen, damit ich meine Ausbildung fertig machen kann. 
Nun, er möchte dieses Kind um jeden Preis behalten. Unsere Gespräche über dieses Thema verliefen meist wiefolgt: er fängt an zu weinen, ich fange an zu weinen. Irgendwann wird er wütend und wirft mir Dinge an den Kopf wie „du denkst nur an dich.“ „was bist du für ein Mensch, das du das machen kannst.“ „du willst doch nur Party machen.“ „ich gehe jetzt und komme nicht mehr wieder.“ Das ist der Grund, wieso ich mich getraut habe, den nächsten Schritt zu machen. Deswegen die 12. Woche. Mittlerweile ist er diesbezüglich anders, er will das Kind auch jetzt noch, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Vielleicht etwas zu spät.
so, ich kann mir ein Leben mind Kind nicht vorstellen. Ich sehe mich noch überhaupt nicht in der Mutterrolle und fühle mich auch nicht bereit dazu. Ich hatte eigentlich noch vieles vor, aber mit Kind ist alles viel komplizierter und man ist nunmal eingeschränkt. Dazu kommt noch die Entfernung und die Dauer der Beziehung, wie oben erwähnt. 
Letzte Woche waren wir beim Frauenarzt und da habe ich gesehen, wie groß das Kind eigentlich schon ist. Ich entwickle immer mehr Schuldgefühle meinem Freund und dem Kind gegenüber. Jedes Mal denke ich mir, dass sie eine viel bessere Freundin/ Mutter verdient hätten und weiß nicht, ob ich das noch übers Herz bringen kann, nach dem ich gesehen habe, wie es sich bewegt und wie groß es ist. Ich habe Angst, diesen Schritt, das Kind wegzugeben, irgendwann sehr, sehr zu bereuen. Vielleicht kann ich später keine mehr haben, wer weiß das schon. Trotzdem weiß ich, dass ich jetzt einfach noch keins haben kann und will. 
Dieses ständige hin und her macht mich sehr kaputt. Genauso wie die Streitereien mit meinem Freund. Ich kann langsam nicht mehr, diese Fällt mir extrem Schwer und verzweifle.

Eine Begründung warum ich euch allen diese langen Text geschrieben habe kann ich nicht nennen. Ich glaub das musste einfach mal raus und ich wollte andere Stellungsnahmen zu meiner „Geschichte“ haben. Vielleicht gibt es auch Frauen, die etwas Ähnliches erlebt haben. Welche, die genauso fühlen wie ich. Ich möchte andere Seiten hören. Wie habt ihr euch entschieden, warum? Bereut ihr es oder seid ihr glücklich mit eurer Entscheidung? Welche auch immer das sein mag. 
Schreibt mir, meldet euch, erzählt wie es bei euch war/ ist und wie es euch geht. 

Mehr lesen

4. Juni 2018 um 20:13
In Antwort auf christina11199

Hallo zusammen,

wie oben schon zu lesen ist, bin ich 19 und schwanger. Ich bin mittlerweile in der 12. Woche, wissen tu ich es jedoch bereits seit der 6.
Ich möchte euch erst mal etwas zu meinem Leben erzählen: Ich bin im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Mein Freund und ich sind „erst“ seit 9 Monaten zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung, er wohnt bei Düsseldorf und ich hinter Kassel. Er ist im
2 Ausbildungsjahr zum Elektroniker.
Für mich stand eigentlich von Anfang fest, dass ich dieses Kind nicht möchte.
9 Monate sind keine lange Zeit, ich wollte, dass meine Kinder mit beiden Eltern aufwachsen können. Nach 9 Monaten kann es da schnell passieren, dass man sich trennt, so seh ich das. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht lieben würden, dass tue ich sehr stark, aber man kann eben nach 9mo nie wissen, was noch kommt. Bei unserer Entfernung müssten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich nicht mehr arbeiten kann eine Wohnung finden und diese komplett einrichten. Zu Hause lebt er mit 7 Personen in einer 4 Zimmer Wohnung, das ist zu eng. Wenn er fertig wäre würde es zurück zu mir gehen, damit ich meine Ausbildung fertig machen kann. 
Nun, er möchte dieses Kind um jeden Preis behalten. Unsere Gespräche über dieses Thema verliefen meist wiefolgt: er fängt an zu weinen, ich fange an zu weinen. Irgendwann wird er wütend und wirft mir Dinge an den Kopf wie „du denkst nur an dich.“ „was bist du für ein Mensch, das du das machen kannst.“ „du willst doch nur Party machen.“ „ich gehe jetzt und komme nicht mehr wieder.“ Das ist der Grund, wieso ich mich getraut habe, den nächsten Schritt zu machen. Deswegen die 12. Woche. Mittlerweile ist er diesbezüglich anders, er will das Kind auch jetzt noch, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Vielleicht etwas zu spät.
so, ich kann mir ein Leben mind Kind nicht vorstellen. Ich sehe mich noch überhaupt nicht in der Mutterrolle und fühle mich auch nicht bereit dazu. Ich hatte eigentlich noch vieles vor, aber mit Kind ist alles viel komplizierter und man ist nunmal eingeschränkt. Dazu kommt noch die Entfernung und die Dauer der Beziehung, wie oben erwähnt. 
Letzte Woche waren wir beim Frauenarzt und da habe ich gesehen, wie groß das Kind eigentlich schon ist. Ich entwickle immer mehr Schuldgefühle meinem Freund und dem Kind gegenüber. Jedes Mal denke ich mir, dass sie eine viel bessere Freundin/ Mutter verdient hätten und weiß nicht, ob ich das noch übers Herz bringen kann, nach dem ich gesehen habe, wie es sich bewegt und wie groß es ist. Ich habe Angst, diesen Schritt, das Kind wegzugeben, irgendwann sehr, sehr zu bereuen. Vielleicht kann ich später keine mehr haben, wer weiß das schon. Trotzdem weiß ich, dass ich jetzt einfach noch keins haben kann und will. 
Dieses ständige hin und her macht mich sehr kaputt. Genauso wie die Streitereien mit meinem Freund. Ich kann langsam nicht mehr, diese Fällt mir extrem Schwer und verzweifle.

Eine Begründung warum ich euch allen diese langen Text geschrieben habe kann ich nicht nennen. Ich glaub das musste einfach mal raus und ich wollte andere Stellungsnahmen zu meiner „Geschichte“ haben. Vielleicht gibt es auch Frauen, die etwas Ähnliches erlebt haben. Welche, die genauso fühlen wie ich. Ich möchte andere Seiten hören. Wie habt ihr euch entschieden, warum? Bereut ihr es oder seid ihr glücklich mit eurer Entscheidung? Welche auch immer das sein mag. 
Schreibt mir, meldet euch, erzählt wie es bei euch war/ ist und wie es euch geht. 

Korrigiere: ..ich mich NICHT getraut habe, den nächsten Schritt zu machen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
4. Juni 2018 um 20:25

Naja zum abtreiben wäre es jetzt ja auch zu spät schätze ich...du bräuchtest ja das Beratungsgespräch mit pro Famila von denen du den Schein bekommst und den op Termin einschließlich op bis Ende der 12. Woche...

Ich bin mit unserem 2. Kind ungeplant schwanger geworden und nach langem hin und her haben wir uns dann für den Krümel entschieden. Bis jetzt bereue ich es nicht zumindest würde ich das jetzt so nicht sagen...aber diese tierische Freude wie bei unserer Tochter ist (noch) nicht da

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
4. Juni 2018 um 20:29
In Antwort auf nyx444

Naja zum abtreiben wäre es jetzt ja auch zu spät schätze ich...du bräuchtest ja das Beratungsgespräch mit pro Famila von denen du den Schein bekommst und den op Termin einschließlich op bis Ende der 12. Woche...

Ich bin mit unserem 2. Kind ungeplant schwanger geworden und nach langem hin und her haben wir uns dann für den Krümel entschieden. Bis jetzt bereue ich es nicht zumindest würde ich das jetzt so nicht sagen...aber diese tierische Freude wie bei unserer Tochter ist (noch) nicht da

Das habe ich bereits alles, würde nur noch der Termin fehlen.
Habe bis zur 14. Woche Zeit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
4. Juni 2018 um 21:04

Kannst du dich mit der Sichtwrise anfreunden?
Euer Baby hat euch als Eltern ausgesucht, weil es euch cool findet und weiß, dass ihr das gewuppt bekommt. Sicherlich macht ihr es anders als die Eltern mit 40,aber das ist doch egal. Und ob eine Beziehung mit 40 länger hält oder von besserer Qualität ist, ist fraglich.
Jetzt bekommt euer Leben eben eine Richtung und ihr habt ne dicke Aufgabe  vor euch, ja. Aber mit Verstand und ein wenig Hilfe von außen, könnt ihr auch immernoch (mal) Party machen, in den Urlaub fahren und Ausbildung weiter machen... Viel Glück. 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
5. Juni 2018 um 14:48

Wenn ich deinen Text lese, dann lese ich vor allem ganz viel Unsicherheit und Angst. 
Soll ich dir was sagen, das ist völlig normal! Es existiert leider in vielen Köpfen das Bild der perfekten Mutter, schwachsinn! Wirf es über Bord. 
Du schreibst du hast das Kleine auf dem Ultraschall gesehen und seitdem hast du ernste Bedenken dass richtige zu tun, ich glaube dein Herz hat schon entschieden. 
Und Zweifel gehören dazu. Um dir ein Beispiel zu nennen, ich bin aktuell mit unserem zweiten Kind schwanger in der 35. ssw und habe meinen Mann vor 1 Woche gesagt dass ich Angst habe und manchmal nicht weiß ob es richtig war. Warum habe ich das gesagt? Weil auch ich Zweifel habe und manchmal sehr unsicher bin. Ich habe Ängste meinem großen nicht mehr gerecht zu werden und möchte verhindern dass er darunter leidet. 
Du siehst also, Zweifel gehören immer dazu. Ich kann dir nir raten, in diesem Punkt nicht nur auf deinen Kopf zu hören sondern auch dein Herz sprechen zu lassen. Es gibt immer Mittel und Wege die euch beim leben mit dem Kind helfen. Und du wirst die Mama die dein Kind braucht, denn es hat sich euch ausgesucht. Und noch so nebenbei, es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt für ein Kind, denn irgendwas ist immer. Aber ihr könnt es zu eurem Zeitpunkt machen.

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
5. Juni 2018 um 16:40

Den 1. Grund habe ich im Text genannt.
Der 2.: Ich wollte diese Entscheidung nicht in übereile treffen, das ist keine leichte Entscheidung und ich wollte, dass ich mir sicher bin.

Und kein einziges Verhütungsmittel gewährt 100&igen Schutz, nur mal so zur Info.

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Juni 2018 um 6:48
In Antwort auf christina11199

Hallo zusammen,

wie oben schon zu lesen ist, bin ich 19 und schwanger. Ich bin mittlerweile in der 12. Woche, wissen tu ich es jedoch bereits seit der 6.
Ich möchte euch erst mal etwas zu meinem Leben erzählen: Ich bin im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Mein Freund und ich sind „erst“ seit 9 Monaten zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung, er wohnt bei Düsseldorf und ich hinter Kassel. Er ist im
2 Ausbildungsjahr zum Elektroniker.
Für mich stand eigentlich von Anfang fest, dass ich dieses Kind nicht möchte.
9 Monate sind keine lange Zeit, ich wollte, dass meine Kinder mit beiden Eltern aufwachsen können. Nach 9 Monaten kann es da schnell passieren, dass man sich trennt, so seh ich das. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht lieben würden, dass tue ich sehr stark, aber man kann eben nach 9mo nie wissen, was noch kommt. Bei unserer Entfernung müssten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich nicht mehr arbeiten kann eine Wohnung finden und diese komplett einrichten. Zu Hause lebt er mit 7 Personen in einer 4 Zimmer Wohnung, das ist zu eng. Wenn er fertig wäre würde es zurück zu mir gehen, damit ich meine Ausbildung fertig machen kann. 
Nun, er möchte dieses Kind um jeden Preis behalten. Unsere Gespräche über dieses Thema verliefen meist wiefolgt: er fängt an zu weinen, ich fange an zu weinen. Irgendwann wird er wütend und wirft mir Dinge an den Kopf wie „du denkst nur an dich.“ „was bist du für ein Mensch, das du das machen kannst.“ „du willst doch nur Party machen.“ „ich gehe jetzt und komme nicht mehr wieder.“ Das ist der Grund, wieso ich mich getraut habe, den nächsten Schritt zu machen. Deswegen die 12. Woche. Mittlerweile ist er diesbezüglich anders, er will das Kind auch jetzt noch, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Vielleicht etwas zu spät.
so, ich kann mir ein Leben mind Kind nicht vorstellen. Ich sehe mich noch überhaupt nicht in der Mutterrolle und fühle mich auch nicht bereit dazu. Ich hatte eigentlich noch vieles vor, aber mit Kind ist alles viel komplizierter und man ist nunmal eingeschränkt. Dazu kommt noch die Entfernung und die Dauer der Beziehung, wie oben erwähnt. 
Letzte Woche waren wir beim Frauenarzt und da habe ich gesehen, wie groß das Kind eigentlich schon ist. Ich entwickle immer mehr Schuldgefühle meinem Freund und dem Kind gegenüber. Jedes Mal denke ich mir, dass sie eine viel bessere Freundin/ Mutter verdient hätten und weiß nicht, ob ich das noch übers Herz bringen kann, nach dem ich gesehen habe, wie es sich bewegt und wie groß es ist. Ich habe Angst, diesen Schritt, das Kind wegzugeben, irgendwann sehr, sehr zu bereuen. Vielleicht kann ich später keine mehr haben, wer weiß das schon. Trotzdem weiß ich, dass ich jetzt einfach noch keins haben kann und will. 
Dieses ständige hin und her macht mich sehr kaputt. Genauso wie die Streitereien mit meinem Freund. Ich kann langsam nicht mehr, diese Fällt mir extrem Schwer und verzweifle.

Eine Begründung warum ich euch allen diese langen Text geschrieben habe kann ich nicht nennen. Ich glaub das musste einfach mal raus und ich wollte andere Stellungsnahmen zu meiner „Geschichte“ haben. Vielleicht gibt es auch Frauen, die etwas Ähnliches erlebt haben. Welche, die genauso fühlen wie ich. Ich möchte andere Seiten hören. Wie habt ihr euch entschieden, warum? Bereut ihr es oder seid ihr glücklich mit eurer Entscheidung? Welche auch immer das sein mag. 
Schreibt mir, meldet euch, erzählt wie es bei euch war/ ist und wie es euch geht. 

Also ich finde die Dauer einer Beziehung sagt nichts über die Stabilität aus. Auch wer 40 Jahre zusammen bleibt, hat sich mal frisch kennengelernt.

Als ich positiv testete waren wir auch erst 9 monate zusammen. Mein Mann lebte in Köln, ich in Erfurt (300km).

 Also praktisch die selbe ausgangslage. Er war dort gebunden und ich auch. Was ihr mit der ausbildung tun sollt, kann ich dir nicht raten. Aber nachdem du ja sowieso ein baby haben wirst und erstmal zuhause bleibst (ich weiß nicht ob elternzeiz auch während der ausbildung geht, aber denke schon) sehe ich bei dir eher die chance zu ihm zu ziehen. Immerhin muss er bald für seine familie sorgen.

Wenb du jetzt schon schuldgefühle hast, stell dir mal vor wie das wird, wenn das baby hypotetisch kommen würde, aber du abgetrieben hast. Diese entscheidung ist unwiferruflich und eine neue schwangerschaft ist keine wiederbelebung.

Mein mops ist nun 9 wochen alt. Papa liegt neben mir. Ich kann dir sagen: es wird nicht leicht. Weder jetzt noch zum richtigen zeitpunkt.
Ihr werdet streiten, du wirst fett und emotional. Er wird fett und emotional 😂 mein mann war ein topmodel, aber jetzt ist er schwabbelig. Du wirst nicht mehr schlafen und dann verrückt vom schlafmangel. Dir wird alles weh tun. aber da ist dieses kleine wesen, was sein leben und sein wohlbefinden in deine hände gelegt hat und auf dich angewiesen ist, dich liebt und dich braucht. Und alles wird unwichtig, wenn es hunger hat oder eine umarmung braucht. 
Es findet sich immer ein weg. 😊

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Juni 2018 um 9:07
In Antwort auf pretenziosa

Also ich finde die Dauer einer Beziehung sagt nichts über die Stabilität aus. Auch wer 40 Jahre zusammen bleibt, hat sich mal frisch kennengelernt.

Als ich positiv testete waren wir auch erst 9 monate zusammen. Mein Mann lebte in Köln, ich in Erfurt (300km).

 Also praktisch die selbe ausgangslage. Er war dort gebunden und ich auch. Was ihr mit der ausbildung tun sollt, kann ich dir nicht raten. Aber nachdem du ja sowieso ein baby haben wirst und erstmal zuhause bleibst (ich weiß nicht ob elternzeiz auch während der ausbildung geht, aber denke schon) sehe ich bei dir eher die chance zu ihm zu ziehen. Immerhin muss er bald für seine familie sorgen.

Wenb du jetzt schon schuldgefühle hast, stell dir mal vor wie das wird, wenn das baby hypotetisch kommen würde, aber du abgetrieben hast. Diese entscheidung ist unwiferruflich und eine neue schwangerschaft ist keine wiederbelebung.

Mein mops ist nun 9 wochen alt. Papa liegt neben mir. Ich kann dir sagen: es wird nicht leicht. Weder jetzt noch zum richtigen zeitpunkt.
Ihr werdet streiten, du wirst fett und emotional. Er wird fett und emotional 😂 mein mann war ein topmodel, aber jetzt ist er schwabbelig. Du wirst nicht mehr schlafen und dann verrückt vom schlafmangel. Dir wird alles weh tun. aber da ist dieses kleine wesen, was sein leben und sein wohlbefinden in deine hände gelegt hat und auf dich angewiesen ist, dich liebt und dich braucht. Und alles wird unwichtig, wenn es hunger hat oder eine umarmung braucht. 
Es findet sich immer ein weg. 😊

Wie alt bist du wenn ich fragen darf?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Juni 2018 um 10:23
In Antwort auf christina11199

Hallo zusammen,

wie oben schon zu lesen ist, bin ich 19 und schwanger. Ich bin mittlerweile in der 12. Woche, wissen tu ich es jedoch bereits seit der 6.
Ich möchte euch erst mal etwas zu meinem Leben erzählen: Ich bin im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Mein Freund und ich sind „erst“ seit 9 Monaten zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung, er wohnt bei Düsseldorf und ich hinter Kassel. Er ist im
2 Ausbildungsjahr zum Elektroniker.
Für mich stand eigentlich von Anfang fest, dass ich dieses Kind nicht möchte.
9 Monate sind keine lange Zeit, ich wollte, dass meine Kinder mit beiden Eltern aufwachsen können. Nach 9 Monaten kann es da schnell passieren, dass man sich trennt, so seh ich das. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht lieben würden, dass tue ich sehr stark, aber man kann eben nach 9mo nie wissen, was noch kommt. Bei unserer Entfernung müssten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich nicht mehr arbeiten kann eine Wohnung finden und diese komplett einrichten. Zu Hause lebt er mit 7 Personen in einer 4 Zimmer Wohnung, das ist zu eng. Wenn er fertig wäre würde es zurück zu mir gehen, damit ich meine Ausbildung fertig machen kann. 
Nun, er möchte dieses Kind um jeden Preis behalten. Unsere Gespräche über dieses Thema verliefen meist wiefolgt: er fängt an zu weinen, ich fange an zu weinen. Irgendwann wird er wütend und wirft mir Dinge an den Kopf wie „du denkst nur an dich.“ „was bist du für ein Mensch, das du das machen kannst.“ „du willst doch nur Party machen.“ „ich gehe jetzt und komme nicht mehr wieder.“ Das ist der Grund, wieso ich mich getraut habe, den nächsten Schritt zu machen. Deswegen die 12. Woche. Mittlerweile ist er diesbezüglich anders, er will das Kind auch jetzt noch, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Vielleicht etwas zu spät.
so, ich kann mir ein Leben mind Kind nicht vorstellen. Ich sehe mich noch überhaupt nicht in der Mutterrolle und fühle mich auch nicht bereit dazu. Ich hatte eigentlich noch vieles vor, aber mit Kind ist alles viel komplizierter und man ist nunmal eingeschränkt. Dazu kommt noch die Entfernung und die Dauer der Beziehung, wie oben erwähnt. 
Letzte Woche waren wir beim Frauenarzt und da habe ich gesehen, wie groß das Kind eigentlich schon ist. Ich entwickle immer mehr Schuldgefühle meinem Freund und dem Kind gegenüber. Jedes Mal denke ich mir, dass sie eine viel bessere Freundin/ Mutter verdient hätten und weiß nicht, ob ich das noch übers Herz bringen kann, nach dem ich gesehen habe, wie es sich bewegt und wie groß es ist. Ich habe Angst, diesen Schritt, das Kind wegzugeben, irgendwann sehr, sehr zu bereuen. Vielleicht kann ich später keine mehr haben, wer weiß das schon. Trotzdem weiß ich, dass ich jetzt einfach noch keins haben kann und will. 
Dieses ständige hin und her macht mich sehr kaputt. Genauso wie die Streitereien mit meinem Freund. Ich kann langsam nicht mehr, diese Fällt mir extrem Schwer und verzweifle.

Eine Begründung warum ich euch allen diese langen Text geschrieben habe kann ich nicht nennen. Ich glaub das musste einfach mal raus und ich wollte andere Stellungsnahmen zu meiner „Geschichte“ haben. Vielleicht gibt es auch Frauen, die etwas Ähnliches erlebt haben. Welche, die genauso fühlen wie ich. Ich möchte andere Seiten hören. Wie habt ihr euch entschieden, warum? Bereut ihr es oder seid ihr glücklich mit eurer Entscheidung? Welche auch immer das sein mag. 
Schreibt mir, meldet euch, erzählt wie es bei euch war/ ist und wie es euch geht. 

Hallo  

Also in meiner Familie gibt es ien ähnliches Bsp. 
Meine Schwester ist mit 19 schwanger geworden, hat auch erst das 1. Ausbildungsjahr begonnen und hat sich für das Kind entscheiden. Ihr Freund war auch mit dem studium nicht ganz fertig. Sie haben sich eine Wohnung genommen. 
Unterstützt wurde sie von unseren Eltern und Schwiegereltern. 
Was ich damit sagen will, es ist alles machbar sofern du es willst. Und da du jetzt schon Schuldgefühle hast, solltest du nicht an Abtreibung denken und auch nicht an Adoption, weil du in dir drinnen dich schon als "Mutter" fühlst. 
Sie hat überigens ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.  

Es ist alles eine Frage der Organisation und glaube mir, siehst du das Kind das erste mal lächeln wirst du für alles entschädigt.  

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Juni 2018 um 10:49

Liebe Christina,
ich finde, Du schreibst sehr nachvollziehbar, was Du die letzten Wochen erlebt hast und was Ihr zusammen durchgestanden habt. Die Umstellung auf ein Kind ist tatsächlich groß und daher ist Dein Hin und Her voll verständlich.
Es bedeutet viel für Dich, für Euch gemeinsam – und natürlich für das Kind, das Du mittlerweile wirklich als solches wahrnimmst.
Du berichtest zuerst von Eurer Wohn- und Ausbildungssituation. So kann man sich alles gut vorstellen. Und Ihr habt eigentlich schon einen richtig guten Plan, so dass Ihr zusammensein könnt und jeder von Euch die Ausbildung beenden kann. Dass Dein Freund auf diese Weise aus der „heimlichen Enge“ (also sein Daheim) herauskommen kann, ist ja eigentlich ein großes Glück. Und für Eure Beziehung ist es ein gutes Zeichen, wenn Ihr das Zusammenwohnen plant und jeder zu Schritten bereit ist. Ihr seht auf diese Weise also das Kind also als Festigung Eurer Beziehung an. 
Daher kann ich Dir nur Mut machen, an Eure Beziehung wirklich zu glauben. Denn sie ist so stabil, wie Ihr sie macht. Das darf man nicht aus dem Auge verlieren. Beziehungen sind kein „Schicksal“ und klappen oder klappen nicht, sondern: zwei richten sich ihre Beziehung ein.
Also nicht nur eine Wohnung.
An Herausforderungen zeigt sich dann, wie tragfähig eine Beziehung ist, und wie bereit man ist, füreinander da zu sein.
Die Schwangerschaft ist jetzt eine echt große Herausforderung und es kann Eurer Beziehung – wenn Ihr Euch drauf einlasst – einen großen Schub geben, eine wirkliche Vertiefung.
Daher vielleicht die Tränen bei Euch beiden!?
Was sagt Ihr Euch denn gegenseitig, bevor die Tränen kommen?
 
Die Vorwürfe danach sind natürlich unfair und auch irgendwie unrealistisch, und weil Du das merkst, denke ich, konntest Du nicht einfach zur Abtreibung gehen.
Ihr seid noch nicht auf den Punkt gekommen!?
 
Es sind aber zwei „Punkte“. Eure Beziehung – ob Ihr sie einfach wagt und Euch vertraut.
Und der „Punkt“, der jetzt in der 12. Woche schon ganz schön groß ist.
Eigentlich könntet Ihr Euch darauf einigen, weil er ja das Kind wollte und Du jetzt spürst, dass Du den „Punkt“ nicht so übergehen kannst. Schuldgefühle sind im Moment schon eine wichtige Stimme aus Deinem Inneren und  eher keine falschen Schuldgefühle (die gibt es ja auch).
 
So und dann sehe ich noch eine Punkt. Das bist Du selbst. Wie Du mit Dir ringst, Dich nicht bereit fühlst und all das. Das verstehe ich sooooo gut!!
Du warst nicht darauf eingestellt und traust es Dir nicht zu – und willst es einfach nicht. Nicht jetzt.
Da möchte ich Dich am liebsten in den Arm nehmen, lange, bis die Tränen geweint sind. Und Dich dann sehr ermutigen.
Du wirst Deine Sache ganz prima machen! Für Dein Kind bist natürlich DU die beste Mutter (und für Deinen Freund die beste Freundin!). Dieser Katzenjammer am Anfang, die Angst und die Tränen, das gehört auch ein bisschen dazu. Man ist nicht seelisch nicht so stabil in der ersten Zeit der Schwangerschaft. Und gerade diese erste Zeit hast Du nun schon geschafft!! Das mittlere Drittel wird von vielen Frauen als das beste empfunden. Da ist alles umgestellt, die Übelkeit ist weg. War Dir eigentlich sehr übel?

Liebe Christiana, wie geht es Dir mit dem Gedanken, dass es jetzt so gut ist, wie es ist und Du mit Deinem Freund beherzt den Weg weitergehst? Ohne Infragestellung. Einfach mal so tun als ob es klar ist. Jetzt und dann von jetzt an mal ein paar Tage ... Gibt das nicht auch ein Kribbeln im Bauch, wie das jetzt alles schön werden kann? Wie eine Reise in ein neues Land!? Ihr beiden Abenteurer.
Habt doch Vertrauen, auch zueinander und in Eure Beziehungskraft!
Es gibt so viele Paare, die sind lange Jahre zusammen und brechen gerade dann auseinander, wenn es um ein Kind geht. 
Euch ist es nun so „geschenkt“ (könnte man doch auch sagen) und Ihr beide macht das Beste draus: Nämlich eine Beziehungsbasis. Ist das nicht der Stoff, aus dem das Glück ist!?
Wie geht es Dir mit dieser Perspektive?
Würde mich wirklich interessieren.
Ganz liebe Grüße von Catie
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
6. Juni 2018 um 21:13
In Antwort auf christina11199

Hallo zusammen,

wie oben schon zu lesen ist, bin ich 19 und schwanger. Ich bin mittlerweile in der 12. Woche, wissen tu ich es jedoch bereits seit der 6.
Ich möchte euch erst mal etwas zu meinem Leben erzählen: Ich bin im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Mein Freund und ich sind „erst“ seit 9 Monaten zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung, er wohnt bei Düsseldorf und ich hinter Kassel. Er ist im
2 Ausbildungsjahr zum Elektroniker.
Für mich stand eigentlich von Anfang fest, dass ich dieses Kind nicht möchte.
9 Monate sind keine lange Zeit, ich wollte, dass meine Kinder mit beiden Eltern aufwachsen können. Nach 9 Monaten kann es da schnell passieren, dass man sich trennt, so seh ich das. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht lieben würden, dass tue ich sehr stark, aber man kann eben nach 9mo nie wissen, was noch kommt. Bei unserer Entfernung müssten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich nicht mehr arbeiten kann eine Wohnung finden und diese komplett einrichten. Zu Hause lebt er mit 7 Personen in einer 4 Zimmer Wohnung, das ist zu eng. Wenn er fertig wäre würde es zurück zu mir gehen, damit ich meine Ausbildung fertig machen kann. 
Nun, er möchte dieses Kind um jeden Preis behalten. Unsere Gespräche über dieses Thema verliefen meist wiefolgt: er fängt an zu weinen, ich fange an zu weinen. Irgendwann wird er wütend und wirft mir Dinge an den Kopf wie „du denkst nur an dich.“ „was bist du für ein Mensch, das du das machen kannst.“ „du willst doch nur Party machen.“ „ich gehe jetzt und komme nicht mehr wieder.“ Das ist der Grund, wieso ich mich getraut habe, den nächsten Schritt zu machen. Deswegen die 12. Woche. Mittlerweile ist er diesbezüglich anders, er will das Kind auch jetzt noch, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Vielleicht etwas zu spät.
so, ich kann mir ein Leben mind Kind nicht vorstellen. Ich sehe mich noch überhaupt nicht in der Mutterrolle und fühle mich auch nicht bereit dazu. Ich hatte eigentlich noch vieles vor, aber mit Kind ist alles viel komplizierter und man ist nunmal eingeschränkt. Dazu kommt noch die Entfernung und die Dauer der Beziehung, wie oben erwähnt. 
Letzte Woche waren wir beim Frauenarzt und da habe ich gesehen, wie groß das Kind eigentlich schon ist. Ich entwickle immer mehr Schuldgefühle meinem Freund und dem Kind gegenüber. Jedes Mal denke ich mir, dass sie eine viel bessere Freundin/ Mutter verdient hätten und weiß nicht, ob ich das noch übers Herz bringen kann, nach dem ich gesehen habe, wie es sich bewegt und wie groß es ist. Ich habe Angst, diesen Schritt, das Kind wegzugeben, irgendwann sehr, sehr zu bereuen. Vielleicht kann ich später keine mehr haben, wer weiß das schon. Trotzdem weiß ich, dass ich jetzt einfach noch keins haben kann und will. 
Dieses ständige hin und her macht mich sehr kaputt. Genauso wie die Streitereien mit meinem Freund. Ich kann langsam nicht mehr, diese Fällt mir extrem Schwer und verzweifle.

Eine Begründung warum ich euch allen diese langen Text geschrieben habe kann ich nicht nennen. Ich glaub das musste einfach mal raus und ich wollte andere Stellungsnahmen zu meiner „Geschichte“ haben. Vielleicht gibt es auch Frauen, die etwas Ähnliches erlebt haben. Welche, die genauso fühlen wie ich. Ich möchte andere Seiten hören. Wie habt ihr euch entschieden, warum? Bereut ihr es oder seid ihr glücklich mit eurer Entscheidung? Welche auch immer das sein mag. 
Schreibt mir, meldet euch, erzählt wie es bei euch war/ ist und wie es euch geht. 

Hallo nochmal,

ich war bin gerade viel am nachdenken.. wie so oft in letzter Zeit eigentlich.. 

Ich dachte mir, dass ich einfach mal erneut schreibe wie es mir geht, das macht es mir auch leichter, wenn es raus ist. Die, die es interessiert können es sich ja durchlesen und sich melden..

Also. Ich habe am Freitag (übermorgen) einen Termin zur Abtreibung. Diesen habe ich aber schon seit ca Veröffentlichung dieses Beitrages. Ich weiß nicht, ob mir das überhaupt weiterhilft, aber ich bin der Meinung, dass es was anderes ist sich diesen Ablauf, den Besuch beim Arzt etc. vorzustellen. Und letztendlich dort zu sein. Vielleicht merke ich ja dann, was ich wirklich will oder eben (nicht) kann.

Ich habe mit einigen Leuten darüber geredet. Viele versuchen mich aufzumuntern und mir Mut zu machen. So auch unter diesem Beitrag von mir. Was wirklich total lieb ist und ich mir auch sehr zu Herzen nehme.. aber irgendwie kann, und will ich mich nicht mit diesen Gedanken anfreunden. Ich kann noch so viel lesen, auch unter Beiträgen von anderen Leuten in einer ähnlichen Situation. Ich will das einfach noch nicht. Ich empfinde irgendwie nichts für dieses Kind und habe Angst, dass wenn ich es mir aufzwänge, es auch später nicht besser wird. Dass ich dieses Kind nicht so lieben kann, wie es es eigentlich verdient hätte. Auch darüber lese ich vieles. Dass es mit der Zeit kommt etc. Aber ich kann mir das momentan nur sehr schwer vorstellen. Ich verbinde mit dieser Schwangerschaft nur negatives.. die noch sehr frische Beziehung, die Angst alleinerziehend zu sein, die Entfernung, unsere Ausbildungen, das finanzielle, eine Wohnung mit kaum Geld, das Alter (er 21), das gezwungene um- und zusammenziehen in eine 300km entfernte Stadt, das Leben, dass meiner Meinung nach, sehr, sehr anders und eingeschränkt verlaufen wird ab dem Zeitpunkt der Geburt.. 
Ich wollte mir einfach Zeit mit der Kinderplanung lassen, zumindest die Ausbildung noch fertig machen. Und jedes Mal frage ich mich, warum das passieren musste. Es gibt so viele Paare die es sich wünschen, aber nicht können, und dann passiert grade uns, und ich kann mich einfach nicht darauf freuen.. lange dachte ich, dass ich gar keine kinder kriegen kann, aufgrund eines unregelmäßigen zykluses und einem leicht erhöhten Testesteronwert. Habe mich irgendwie schon damit abgefunden, und jetzt sowas. Da kommen mir auch jedes Mal wieder diese Schuldgefühle hoch. So viele andere Frauen, würden sich darüber freuen, und ich kann es einfach nicht. Das nagt sehr an mir. 
Ich hab das Gefühl, ich kann weder mit der einen, noch mit der anderen Entscheidungen glücklich werden. Auch, weil ständig dieser Gedanke besteht, dass ich nach einer evtl Abtreibung nicht mehr kann, aus welchen Gründen auch immer.. 
und trotz allem achte ich darauf, was ich esse, was ich trinke und vieles mehr.. auch, wenn es mich sehr nervt zurzeit..
Ich habe auch von dem Kind geträumt, warum auch immer..

Ich glaube, man merkt in meinen Texten, wie durcheinander und überfordert ich bin. Ich meinen Kopf herrscht Momenten ein einziges Chaos, und ich bin wirklich langsam am Ende. Ich weiß nicht, was richtig und falsch ist. Ich wünschte manchmal, dass würde einfach aufhören.. dass ich diese Entscheidung, die mich so belastest, nicht treffen müsste.. da ich selber nicht weiß, was das beste für alle ist/ wäre. Viel denke ich auch an meinen Freund und seine Familie, die würden sich alle freuen, das macht es mir auch nicht leichter. 
Aber so ist es nunmal, als Frau geboren zu werden. Diese Entscheidung kann nur ich treffen.. und das macht mich langsam kaputt.. manchmal habe ich daran gedacht, es einfach zu beenden, mein Leben. Dann kann ich nichts falsch machen.. aber letztendlich ist das wahrscheinlich nur eine Bestätigung meiner Verzweiflung. 
Vielleicht hätte ich es schon direkt am Anfang abgetrieben, wenn ich mich nicht hätte von meinem Freund beeinflussen lassen.. damals wollte ich es ganz sicher nicht, jetzt hab ich gesehen, dass es bereits aussieht, wie ein ganz normaler Mensch, dass es alles hat. Ob ich es jetzt noch einfach so absaugen lassen kann.. da wären die Schuldgefühle glaube ich so riesig.. 

oh man, ich ziehe mal nen kutt, das war schon wieder viel zu viel Text. Den ich erneut unter Tränen geschrieben habe

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
7. Juni 2018 um 12:58

Doch, möchte ich. Diese Zweifel bestehen ja nicht wegen dem Kind, sonst wäre es wahrscheinlich schon längst nicht mehr da, sondern wegen der Situation.

Aber warum wäre das hart? Viele Frauen bekommen nach einer Abtreibung noch Kinder. Einige auch aus meiner Familie, und sie sind jetzt auch glücklich.

Das war er und ist er jetzt auch noch, ja, aber er hat sich in der hinsicht geändert. Er möchte mich nicht verlieren, sagt, was er möchte, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Egal welche es ist. Auch, wenn es schwer für ihn werden würde.
Zumal mit einem Kind eine Beziehung ebenfalls schnell zu Ende gehen kann, eine Kind groß zuziehen ist ebenfalls eine große Herausforderungen und mit viel Stress verbunden. Oder nicht?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
7. Juni 2018 um 15:14

Liebe Christina,
 
Deine Verzweiflung ist wirklich riesengroß. Und Du hast Dir wieder alles von der Seele geschrieben und musstest dabei weinen ....  
Ich möchte Dich am liebsten in den Arm nehmen, bis Du ausgeweint hast. Und dann möchte ich Dir am liebsten sagen, dass Du gar nichts entscheiden musst, sondern dass alles gut ist, wie es ist, und gut wird. Es ist jetzt einfach so, wie es ist. Du machst nichts falsch, wenn Du Dein Kind bekommst!
So, das wollte ich Dir mal so sagen. 
Wie kam der Gedanke eigentlich in Dich?

Ist das vielleicht die Qual: der Gedanke, dass man/frau ein Kind nicht einfach selbstverständlich bekommen „darf“, sondern es sich gut überlegen muss und sicher sein muss, dass alles gut gehen wird, wenn man sich für das Kind entscheidet!?

Schau, daran merkst Du, wie absurd das ist.
Du würdest Dich im Leben keinen Schritt mehr gehen trauen, wenn Du vorher wissen müsstest, dass alles gut geht.
Aber einer Frau am Anfang der Schwangerschaft wird das zugemutet. Wo man eh so „zerbrechlich“ ist. Hm.
Ich denke, bei Dir kam schon durch allein durch diese Frage diese Überforderung. – Ist die Entscheidung getroffen (besser gesagt "abgelehnt" oder vergessen), wird viel Kraft frei. Und auch die Liebe kann sich entfalten.

Weißt Du, dass Du das Kind unbedingt so lieben möchtest, wie es das verdient hat .... Das ist ja schon die Liebe.
Dass man das Beste für jemand möchte.
Liebe ist der Entschluss, jemand Gutes zu tun. Dein Kind wird sich nicht bei Dir beschweren, ganz sicher nicht! Es wird auch keinen Grund finden! Du wirst es lieben. Du wirst hingerissen sein .. und dann deshalb weinen. Ganz sicher.
Dass Du davon träumst und auf Essen und Trinken achtest ... alles wegen der Liebe. Dass Du so lange nicht nachgeben hast bis es so groß ist: Liebe.
 
Liebe Christina, Dich stört fast bisschen die Freude der Familie Deines Freundes. Wer würde sich denn „auf Deiner Seite“ freuen? Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob sich jemand von Deiner Familie mit Dir freut: Die Freude der Familie Deines Freundes (oh, wie kompliziert ) gilt auch Dir und gibt auch Dir Kraft. Denn Ihr wollt ja für das Kleine zusammenhalten, oder!? Manchmal ist es auch schön, in der „anderen Familie“ etwas zu erleben, was man von zuhause nicht so kennt oder nicht so bekommt. Spricht also wieder für Eure Beziehung. Dass Ihr eben alles zusammenlegt.

Ich denke, alles was Du angstvoll ansiehst, birgt in sich ein großes Glück. Ich mache jetzt mal einen Versuch mit Dir.
Wenn Deine Enkel vor Dir sitzen, kannst Du stolz erzählen:
„Damals war ich noch jung und noch gar nicht so lange mit Eurem Opa zusammen und wir haben nicht mal am gleichen Ort gewohnt. Aber dann haben wir fest zusammengehalten. Wir sind jeweils zueinander gezogen, damit beide die Ausbildung fertigmachen konnte und wir trotzdem schon zusammen sein konnten und miteinander für unser Kleines sorgen (ob es nun Papa oder Mama Eurer Enkel ist, darfst Du Dir ausmalen) ... und heute bin ich froh, dass Ihr da seid! Eure/Euer Mami/Papa war immer stolz, dass er/sie so eine junge Mami hat!“
Wie klingt das für Dich? 
 
Liebe Christina,
Du darfst wirklich Vertrauen ins Leben haben!
Der Angstblick tritt immer mehr in den Hintergrund, je mehr alles Wirklichkeit wird, und Du Tag für Tag als Mutter schaffst! In finanziellen Fragen gibt es übrigens Unterstützung! Da kann ich Dir noch weiterhelfen.
 
Jetzt aber nochmal ganz zu Dir: Du bist nicht bereit und Du hattest fast gedacht, dass Du evtl. gar keine Kinder bekommen könntest.
Du merkst an beiden Möglichkeiten, dass es etwas gibt im Leben, was man nicht in der Hand hat.
Das eigene Leben und das eigene Schicksal annehmen und das Beste draus machen, das ist doch die Aufgabe jedes Menschen.
Jetzt ist es seeehr lang geworden und ich hoffe sehr, dass Dich meine Worte erreichen!
Nicht nur per Internet, sondern von Herz zu Herz.
Lieb umarmt und ganz liebe Grüße von Catie
 

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
8. Juni 2018 um 21:46

2016 wurden in Deutschland 600 Abtreibungen durchgeführt bei Frauen zwischen 45 und 55. 200 Kinder durften das Licht der Welt erblicken.
Ob jung, ob alt,..
Was loest diese Statistik innerlich aus? Bei jedem wohl etwas anderes..

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
8. Juni 2018 um 21:54
In Antwort auf christina11199

Hallo zusammen,

wie oben schon zu lesen ist, bin ich 19 und schwanger. Ich bin mittlerweile in der 12. Woche, wissen tu ich es jedoch bereits seit der 6.
Ich möchte euch erst mal etwas zu meinem Leben erzählen: Ich bin im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Mein Freund und ich sind „erst“ seit 9 Monaten zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung, er wohnt bei Düsseldorf und ich hinter Kassel. Er ist im
2 Ausbildungsjahr zum Elektroniker.
Für mich stand eigentlich von Anfang fest, dass ich dieses Kind nicht möchte.
9 Monate sind keine lange Zeit, ich wollte, dass meine Kinder mit beiden Eltern aufwachsen können. Nach 9 Monaten kann es da schnell passieren, dass man sich trennt, so seh ich das. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht lieben würden, dass tue ich sehr stark, aber man kann eben nach 9mo nie wissen, was noch kommt. Bei unserer Entfernung müssten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich nicht mehr arbeiten kann eine Wohnung finden und diese komplett einrichten. Zu Hause lebt er mit 7 Personen in einer 4 Zimmer Wohnung, das ist zu eng. Wenn er fertig wäre würde es zurück zu mir gehen, damit ich meine Ausbildung fertig machen kann. 
Nun, er möchte dieses Kind um jeden Preis behalten. Unsere Gespräche über dieses Thema verliefen meist wiefolgt: er fängt an zu weinen, ich fange an zu weinen. Irgendwann wird er wütend und wirft mir Dinge an den Kopf wie „du denkst nur an dich.“ „was bist du für ein Mensch, das du das machen kannst.“ „du willst doch nur Party machen.“ „ich gehe jetzt und komme nicht mehr wieder.“ Das ist der Grund, wieso ich mich getraut habe, den nächsten Schritt zu machen. Deswegen die 12. Woche. Mittlerweile ist er diesbezüglich anders, er will das Kind auch jetzt noch, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Vielleicht etwas zu spät.
so, ich kann mir ein Leben mind Kind nicht vorstellen. Ich sehe mich noch überhaupt nicht in der Mutterrolle und fühle mich auch nicht bereit dazu. Ich hatte eigentlich noch vieles vor, aber mit Kind ist alles viel komplizierter und man ist nunmal eingeschränkt. Dazu kommt noch die Entfernung und die Dauer der Beziehung, wie oben erwähnt. 
Letzte Woche waren wir beim Frauenarzt und da habe ich gesehen, wie groß das Kind eigentlich schon ist. Ich entwickle immer mehr Schuldgefühle meinem Freund und dem Kind gegenüber. Jedes Mal denke ich mir, dass sie eine viel bessere Freundin/ Mutter verdient hätten und weiß nicht, ob ich das noch übers Herz bringen kann, nach dem ich gesehen habe, wie es sich bewegt und wie groß es ist. Ich habe Angst, diesen Schritt, das Kind wegzugeben, irgendwann sehr, sehr zu bereuen. Vielleicht kann ich später keine mehr haben, wer weiß das schon. Trotzdem weiß ich, dass ich jetzt einfach noch keins haben kann und will. 
Dieses ständige hin und her macht mich sehr kaputt. Genauso wie die Streitereien mit meinem Freund. Ich kann langsam nicht mehr, diese Fällt mir extrem Schwer und verzweifle.

Eine Begründung warum ich euch allen diese langen Text geschrieben habe kann ich nicht nennen. Ich glaub das musste einfach mal raus und ich wollte andere Stellungsnahmen zu meiner „Geschichte“ haben. Vielleicht gibt es auch Frauen, die etwas Ähnliches erlebt haben. Welche, die genauso fühlen wie ich. Ich möchte andere Seiten hören. Wie habt ihr euch entschieden, warum? Bereut ihr es oder seid ihr glücklich mit eurer Entscheidung? Welche auch immer das sein mag. 
Schreibt mir, meldet euch, erzählt wie es bei euch war/ ist und wie es euch geht. 

Niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen. Klar ist, du und dein Kind dürften eine schwierige Zeit durchmachen. Finanziell bist du auf dem Trockenen,  im schlimmsten Falle wirst du alleinerziehend sein.

Mein Rat: Reiss dich zusammen und werde erwachsen. Du musst jetzt das Kunststück vollbringen, was selbst erwachsenen Frauen wie mir schwerfällt. Bekomme das Kind, bringe deine Ausbildung zu Ende und beginne im Anschluss direkt ein Studium. Beim Eintritt ins Berufsleben bist du älter, für die Betreuung sollte also gesorgt sein. Verlasse dich nicht auf den Vater, denke an dich und was du im Leben erreichen kannst bzw. willst.

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
9. Juni 2018 um 8:26
In Antwort auf seelenwanderung

2016 wurden in Deutschland 600 Abtreibungen durchgeführt bei Frauen zwischen 45 und 55. 200 Kinder durften das Licht der Welt erblicken.
Ob jung, ob alt,..
Was loest diese Statistik innerlich aus? Bei jedem wohl etwas anderes..

Naja 45 - 55 da ist auch die Gefahr von Missbildungen grösser. 
Das kann man nicht vergleichen oder?! 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
9. Juni 2018 um 8:38

Ich würde das Kind behalten... 

Auch wenn du sagst du hast keine Gefühle für das Kind.  Sehe ich das anders.  Wenn es so wäre,  hättest du früher abgetrieben.

Jetzt ist dein Baby "fertig"  entwickelt,  es ist fast so gross wie deine Hand. 

Es muss nur noch fertig wachsen,  dann hast du ein Wunder,
ein halbes DU und ein halbes ER geboren.  ist das nicht ein süsser Gedanke???

Eigentlich bringst und mit einer Abtreibung ein Stück DU um....

Was ich auch schlimm finde... 
Das gesunde Baby kommt jetzt in den Müll... 
In 3 Jahren kommt n neues....  Furchtbar... 

Psychisch auch nicht zu verachten..
Du wirst immer denken... 
Oh das erste Baby wäre jetzt xxx Jahre... 
Säh es gleich aus?
Wären sie gute Freunde... 
Würde sie schön spielen.... 

Vergisst das nicht...

Was wäre,  wenn das deine einzige Chance auf ein Baby wäre.... 
Und es nicht mehr klappt...?
Das wäre auch eine sehr schlimme Situation.

Ich wünsche euch alles Gute 

4 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
9. Juni 2018 um 10:36

Ah ok... Dann ist es jetzt eh zu spät... 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
9. Juni 2018 um 12:52
In Antwort auf nadu2punkto

Ah ok... Dann ist es jetzt eh zu spät... 

Ich war nicht bei den Termin

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
9. Juni 2018 um 14:22
In Antwort auf christina11199

Hallo zusammen,

wie oben schon zu lesen ist, bin ich 19 und schwanger. Ich bin mittlerweile in der 12. Woche, wissen tu ich es jedoch bereits seit der 6.
Ich möchte euch erst mal etwas zu meinem Leben erzählen: Ich bin im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. Mein Freund und ich sind „erst“ seit 9 Monaten zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung, er wohnt bei Düsseldorf und ich hinter Kassel. Er ist im
2 Ausbildungsjahr zum Elektroniker.
Für mich stand eigentlich von Anfang fest, dass ich dieses Kind nicht möchte.
9 Monate sind keine lange Zeit, ich wollte, dass meine Kinder mit beiden Eltern aufwachsen können. Nach 9 Monaten kann es da schnell passieren, dass man sich trennt, so seh ich das. Was nicht bedeutet, dass ich ihn nicht lieben würden, dass tue ich sehr stark, aber man kann eben nach 9mo nie wissen, was noch kommt. Bei unserer Entfernung müssten wir bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich nicht mehr arbeiten kann eine Wohnung finden und diese komplett einrichten. Zu Hause lebt er mit 7 Personen in einer 4 Zimmer Wohnung, das ist zu eng. Wenn er fertig wäre würde es zurück zu mir gehen, damit ich meine Ausbildung fertig machen kann. 
Nun, er möchte dieses Kind um jeden Preis behalten. Unsere Gespräche über dieses Thema verliefen meist wiefolgt: er fängt an zu weinen, ich fange an zu weinen. Irgendwann wird er wütend und wirft mir Dinge an den Kopf wie „du denkst nur an dich.“ „was bist du für ein Mensch, das du das machen kannst.“ „du willst doch nur Party machen.“ „ich gehe jetzt und komme nicht mehr wieder.“ Das ist der Grund, wieso ich mich getraut habe, den nächsten Schritt zu machen. Deswegen die 12. Woche. Mittlerweile ist er diesbezüglich anders, er will das Kind auch jetzt noch, aber unterstützt mich nun in meiner Entscheidung. Vielleicht etwas zu spät.
so, ich kann mir ein Leben mind Kind nicht vorstellen. Ich sehe mich noch überhaupt nicht in der Mutterrolle und fühle mich auch nicht bereit dazu. Ich hatte eigentlich noch vieles vor, aber mit Kind ist alles viel komplizierter und man ist nunmal eingeschränkt. Dazu kommt noch die Entfernung und die Dauer der Beziehung, wie oben erwähnt. 
Letzte Woche waren wir beim Frauenarzt und da habe ich gesehen, wie groß das Kind eigentlich schon ist. Ich entwickle immer mehr Schuldgefühle meinem Freund und dem Kind gegenüber. Jedes Mal denke ich mir, dass sie eine viel bessere Freundin/ Mutter verdient hätten und weiß nicht, ob ich das noch übers Herz bringen kann, nach dem ich gesehen habe, wie es sich bewegt und wie groß es ist. Ich habe Angst, diesen Schritt, das Kind wegzugeben, irgendwann sehr, sehr zu bereuen. Vielleicht kann ich später keine mehr haben, wer weiß das schon. Trotzdem weiß ich, dass ich jetzt einfach noch keins haben kann und will. 
Dieses ständige hin und her macht mich sehr kaputt. Genauso wie die Streitereien mit meinem Freund. Ich kann langsam nicht mehr, diese Fällt mir extrem Schwer und verzweifle.

Eine Begründung warum ich euch allen diese langen Text geschrieben habe kann ich nicht nennen. Ich glaub das musste einfach mal raus und ich wollte andere Stellungsnahmen zu meiner „Geschichte“ haben. Vielleicht gibt es auch Frauen, die etwas Ähnliches erlebt haben. Welche, die genauso fühlen wie ich. Ich möchte andere Seiten hören. Wie habt ihr euch entschieden, warum? Bereut ihr es oder seid ihr glücklich mit eurer Entscheidung? Welche auch immer das sein mag. 
Schreibt mir, meldet euch, erzählt wie es bei euch war/ ist und wie es euch geht. 

Hallo Christina, 
Ich habe deine Einträge und die Antworten heute mit Spannung mitgelesen. Und was mir aufgefallen ist, und ich super finde, ist, dass du mit deiner Situation sehr gewissenhaft und fürsorglich umgehst. Für mich spiegeln sich viele Ängste und Sorgen und und auch kleine Freuden in deinen Beiträgen wider, die ich auch habe. Ich bin 36 und jetzt in der 7. Woche. Bei mir läuft auch alles nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe-die Beziehungsumstände und leider hatte ich ein Fehlgeburt von Zwillingen im Dezember letzten Jahres. Ich dachte nicht wirklich an eine Abtreibung, aber ich kann deine Verzweiflung und deine Überforderung in deinen Zeilen bei mir auch wiederfinden. Im Moment bin ich auch am ringen mit mir, ob ich mich schon auf meine jetzige Schwangerschaft freuen will/oder darf-ich hab verständlicherweise Angst vor einer weiteren Fehlgeburt.
Ich denke mittlerweile jede Frau macht in der Zeit der Schwangerschaft ihre ganz persönlichen schwierigen und auch schönen Momente durch, die unbeschreiblich sind. Danke für deine Offenheit-dass du darüber schreibst und erzählst. Ich habe durch meine Fehlgeburt gelernt, dass es wichtig ist, sich in irgendeiner Form mitzuteilen und sich selbst und das heranwachsende Leben wichtig zu nehmen. Das sehe ich bei dir-und Hut ab-ich weiß nicht, ob ich das in deinem Alter gekonnt hätte!
Ich kenne auch Frauen in meinem Alter, die in jungen Jahren ein Abtreibung hatten.sie verarbeiten das erst jetzt oder (leider)  immer noch nicht. Bei dir hatte ich von  deinem ersten Beitrag an., das Gefühl - wie auch immer du dich entscheidest- du bist dran. Nimmst dich und auch deinen Freund und den Krümel wichtig. Das finde ich super - und du verdrängst auch nichts- mach weiter so!
Ich persönlich freue mich, dass du dich für das Kind entschieden hast. Aber auch wenn du es anders gemacht hättest, würde ich es nicht wagen, darüber zu urteilen!
Ich wünsche dir und deinen Lieben das Allerbeste für alles weitere

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !
11. Juni 2018 um 16:13

Als aller erstes waren es Übelkeit und Kreislaufprobleme die mich stutzig gemacht haben. Das ausbleiben war dann letztendlich der Grund für den Schwangerschaftstest.

Aber ist das wichtig?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Juni 2018 um 19:27
In Antwort auf christina11199

Hallo nochmal,

ich war bin gerade viel am nachdenken.. wie so oft in letzter Zeit eigentlich.. 

Ich dachte mir, dass ich einfach mal erneut schreibe wie es mir geht, das macht es mir auch leichter, wenn es raus ist. Die, die es interessiert können es sich ja durchlesen und sich melden..

Also. Ich habe am Freitag (übermorgen) einen Termin zur Abtreibung. Diesen habe ich aber schon seit ca Veröffentlichung dieses Beitrages. Ich weiß nicht, ob mir das überhaupt weiterhilft, aber ich bin der Meinung, dass es was anderes ist sich diesen Ablauf, den Besuch beim Arzt etc. vorzustellen. Und letztendlich dort zu sein. Vielleicht merke ich ja dann, was ich wirklich will oder eben (nicht) kann.

Ich habe mit einigen Leuten darüber geredet. Viele versuchen mich aufzumuntern und mir Mut zu machen. So auch unter diesem Beitrag von mir. Was wirklich total lieb ist und ich mir auch sehr zu Herzen nehme.. aber irgendwie kann, und will ich mich nicht mit diesen Gedanken anfreunden. Ich kann noch so viel lesen, auch unter Beiträgen von anderen Leuten in einer ähnlichen Situation. Ich will das einfach noch nicht. Ich empfinde irgendwie nichts für dieses Kind und habe Angst, dass wenn ich es mir aufzwänge, es auch später nicht besser wird. Dass ich dieses Kind nicht so lieben kann, wie es es eigentlich verdient hätte. Auch darüber lese ich vieles. Dass es mit der Zeit kommt etc. Aber ich kann mir das momentan nur sehr schwer vorstellen. Ich verbinde mit dieser Schwangerschaft nur negatives.. die noch sehr frische Beziehung, die Angst alleinerziehend zu sein, die Entfernung, unsere Ausbildungen, das finanzielle, eine Wohnung mit kaum Geld, das Alter (er 21), das gezwungene um- und zusammenziehen in eine 300km entfernte Stadt, das Leben, dass meiner Meinung nach, sehr, sehr anders und eingeschränkt verlaufen wird ab dem Zeitpunkt der Geburt.. 
Ich wollte mir einfach Zeit mit der Kinderplanung lassen, zumindest die Ausbildung noch fertig machen. Und jedes Mal frage ich mich, warum das passieren musste. Es gibt so viele Paare die es sich wünschen, aber nicht können, und dann passiert grade uns, und ich kann mich einfach nicht darauf freuen.. lange dachte ich, dass ich gar keine kinder kriegen kann, aufgrund eines unregelmäßigen zykluses und einem leicht erhöhten Testesteronwert. Habe mich irgendwie schon damit abgefunden, und jetzt sowas. Da kommen mir auch jedes Mal wieder diese Schuldgefühle hoch. So viele andere Frauen, würden sich darüber freuen, und ich kann es einfach nicht. Das nagt sehr an mir. 
Ich hab das Gefühl, ich kann weder mit der einen, noch mit der anderen Entscheidungen glücklich werden. Auch, weil ständig dieser Gedanke besteht, dass ich nach einer evtl Abtreibung nicht mehr kann, aus welchen Gründen auch immer.. 
und trotz allem achte ich darauf, was ich esse, was ich trinke und vieles mehr.. auch, wenn es mich sehr nervt zurzeit..
Ich habe auch von dem Kind geträumt, warum auch immer..

Ich glaube, man merkt in meinen Texten, wie durcheinander und überfordert ich bin. Ich meinen Kopf herrscht Momenten ein einziges Chaos, und ich bin wirklich langsam am Ende. Ich weiß nicht, was richtig und falsch ist. Ich wünschte manchmal, dass würde einfach aufhören.. dass ich diese Entscheidung, die mich so belastest, nicht treffen müsste.. da ich selber nicht weiß, was das beste für alle ist/ wäre. Viel denke ich auch an meinen Freund und seine Familie, die würden sich alle freuen, das macht es mir auch nicht leichter. 
Aber so ist es nunmal, als Frau geboren zu werden. Diese Entscheidung kann nur ich treffen.. und das macht mich langsam kaputt.. manchmal habe ich daran gedacht, es einfach zu beenden, mein Leben. Dann kann ich nichts falsch machen.. aber letztendlich ist das wahrscheinlich nur eine Bestätigung meiner Verzweiflung. 
Vielleicht hätte ich es schon direkt am Anfang abgetrieben, wenn ich mich nicht hätte von meinem Freund beeinflussen lassen.. damals wollte ich es ganz sicher nicht, jetzt hab ich gesehen, dass es bereits aussieht, wie ein ganz normaler Mensch, dass es alles hat. Ob ich es jetzt noch einfach so absaugen lassen kann.. da wären die Schuldgefühle glaube ich so riesig.. 

oh man, ich ziehe mal nen kutt, das war schon wieder viel zu viel Text. Den ich erneut unter Tränen geschrieben habe

Hallo nochmal ihr alle.

Nach etwas längerer Zeit wollte ich euch mal wieder von meiner momentanen Situation berichten und wie es mir geht:

Wie ihr alle wisst habe „ich“ jetzt die Entscheidung getroffen, das Kind zu behalten. 
Momentan geht es mir aber sehr, sehr schlecht mit dieser Entscheidung. Ich muss sehr oft daran denken, was jetzt auf uns und mich zukommen wird. Wie schon erwähnt, das ist nicht gerade wenig. Ich weiß gar nicht, wie wir das Packen sollen. Keiner von uns beiden hat sonderlich viel angespart. Und eine Wohnung und Auto ist nichts was man mal mit 2 Monatsgehältern finanzieren und halten könnte. Aber wir müssen nunmal raus. Das macht mir schon viele Sorgen.. wir brauchen aber auch unbedingt ein Auto, meiner Meinung nach. Wenn ich dann irgendwann bei ihm bin für mind ein Jahr, möchte ich trotzdem noch meine Familie und Freunde in meiner Heimat besuchen. Ich glaube, das kann man verstehen. Aber ich setze mich nicht mit einem kleinen Kind in Bus, Bahn oder fremdes Auto. Da möchte ich schon für mich sein, wenn irgendwas ist. Geschreie, Pampers, stillen etc. Ebenfalls nachvollziehbar, denke ich.. nun ein 1.000€ Auto wird aber nicht reichen, bei etlichen langen Strecken möchte ich auch, das es was aushält und ich mir nicht jede 3. Fahrt sorgen machen muss. Auch nachvollziehbar? Ich hoffe.. ich hatte noch nichtmal nen richtigen Urlaub mit ihm. Das erscheint euch vielleicht oberflächlich, aber das bin ich nicht. Ich wollte einfach meine Zweisamkeit mit ihm am Strand genießen. So vieles sehen und erleben, nur wir zwei.. aber denkt bitte, wie gesagt, nicht schlecht von mir.. das war einfach so nen kleiner Wunsch von mir..
So und das nächste was mich sehr belastet ist, es allen erzählen zu müssen. Ich habe Angst, es meinen Eltern zu erzählen. Sie halten nicht sonderlich viel von mir, warum auch immer. Meine Mutter macht mich jedes mal fertig. Schreit und beleidigt wegen Dingen, die überhaupt keinen Grund geben so zu reagieren. Dann erzählt sie meinem Vater, wie katastrophal ich doch sei. Die Wahrheit interessiert ihn aber nicht, ich bin die Tochter, die Frau, ich habe mich zu fügen, zu gehorchen und leise zu sein. Und wenn es Ärger mit meiner Mutter gibt, kriege ich Ärger dafür, obwohl ich eigentlich nichts getan habe. Manchmal auch mit körperlicher Gewalt. Das tun beide. Zudem kriege Ich die Schuld für total absurde Dinge. Mein kleiner Bruder ist vor 2 Jahren sitzen geblieben und schlecht in der Schule. Dafür kriege ich die Schuld.. mein großer Bruder hätte mir doch damals so super geholfen und ich will nichts mit dem jüngsten machen. Dabei will er nicht und flüchtet sich irgendwie jedes Mal, wenn ich ihm Aufgaben o.ö. gebe. Aber anstatt ihn mal zurecht zu weisen, kriege ich die Schuld. Sie geben mir das Gefühl, ich wäre das schlimmste Kind, das es nur geben kann. Oft weine ich vor ihnen, wegen ihnen, dann kommt es einfache raus, aber das interessiert sie nicht. Jedes mal wird gesagt ich solle ausziehen.. mein Bruder war bis 27 daheim.. Ich bin halt das katastrophale Kind, während meine 2 Brüder so super sind. Dabei ist es komplett anders rum.. aber das wäre eine zu lange Geschichte, um euch alles zu erzählen.. Ich wollte euch nur das Verhältnis zwischen meinen Eltern und mir verdeutlichen. Das ich furchtbare Angst habe, es ihnen zu erzählen. Angst vor der Reaktion.. Angst vor den Taten.. wenn sie wissen, dass ich schwanger geworden bin, bekräftigt dies doch nur noch ihre Sichtweise..
Dann habe ich Angst es meinem großen Bruder zu erzählen. Er ist 30 und hat noch keine Kinder.. zu ihm habe ich eigentlich ein gutes Verhältnis, aber oft bemängelt und kritisiert er mich, in vielerlei Hinsicht. Was wird er dann sagen, wenn ich mit 19 mitten in der Ausbildung schwanger bin? Ich glaub ich will es gar nicht hören. 
Ich habe Angst, es meinem Arbeitgeber zu erzählen. Und somit auch der Schule. Ich habe eine sehr oberflächliche Klasse. Versteh Mich mit niemandem wirklich gut, will ich aber auch nicht. Seit der Grundschule bis zur 10. habe ich blöde Kommentare bekommen. Ich sei fett und all sowas. Nicht immer, ich war nicht das Mobbingziel, falls ihr das denkt, eigentlich hatten sie auch kein Problem mit mir, ich hatte auch Freunde. Aber ich war mit Kerlen in einer Klasse, die sich für was besseres hielten und sich stark gefühlt haben, wenn sie sowas sagten. Vieles war ernst gemeint, vieles aber wahrscheinlich auch nicht. Trotzdem hat sich das alles in mein Hirn eingebrannt und ich war seit ewigkeiten nicht mehr im Freibad und trage keine kurzen Hosen mehr.. auch wenn ich weiß, dass ich nie wirklich fett war und bin. Es waren nur ein paar Kilo mehr, nichts gravierendes. Ich habe es trotzdem nie vergessen. Ich habe kein großes Selbstbewusstsein, weil mir weder in der Schule, noch zu Hause gezeigt und gesagt wurde, wieso ich eins haben sollte. Und da soll ich stolz mit einer Kugel bei der Arbeit und in der Schule herumstolzieren? Das kann ich nicht.. ich freue mich jetzt schon auf die schiefen Blicke und das Gerede hinter meinem Rücken von all den Leuten, die ich mal kannte und kenne.. ich habe zwar auch Freunde, die hinter mir stehen, aber aufmuntern können Sie mich in der Hinsicht nicht. 
  
Wer weiß zudem überhaupt, ob das mit meinem Freund halten wird so lange.. da habe ich, wie schon des Öfteren erwähnt, auch große Angst vor. 
 
Ach, und.. Ich habe riesige Angst vor der Geburt. Die Schmerzen, Komplikationen etc. Einer meiner Hüften ist seit der Geburt nicht komplett ausgereift, waren mal beim Arzt deswegen. Der hat was gesehen, aber nicht, wie gravierend es ist. Ab einem bestimmten grad kann es zu Problemen in während Schwangerschaft und Geburt kommen. Hm. Sollte zum Facharzt, war nie da. Warum auch so unbedingt? Hab ja nicht damit gerechnet, es jetzt schon zu sein. Jetzt frage ich mich, ob man das überhaupt noch herausfinden kann. Wäre es nicht mit einem Röntgenbild am besten zu erkennen wie weit das fortgeschritten ist? Geht ja auch nicht mehr. Und dann lieg ich da, in den Wehen. Aber die Hüfte macht nicht mit und Kind kommt nicht gesund zur Welt wegen etlichen Komplikationen.. 

So, das war mal die Kurzfassung meiner momentanen Sorgen. Eigentlich empfindet man eine Schwangerschaft ja als etwas wunderschönes, aber ich verbinde damit nur negatives. Nicht nur das, eben auch diese Freiheit und unabhängigkeit, die ich dann nicht mehr habe, wofür ich eigentlich nicht bereit war es aufzugeben. Nur negatives..
oft kann ich meine Tränen noch nichtmal bei der Arbeit zurückhalten, wenn mir diese Dinge durch den Kopf gehen. Vielleicht übertreibe ich auch, ich weiß es nicht, aber mich belastet es zur Zeit sehr.. und ich glaube nicht, dass das die Hormone sind, das ist wie gesagt wirklich, wirklich schwer für mich..

mein Freund versucht mich aufzumuntern. „Wir schaffen das schon.“ „so wie dir geht ätlichen frauen.“ „die Freude auf das Kind kommt schon noch.“ Joa, hilft aber nicht. Ich freue mich nicht, im Gegenteil. Ich weiß auch nicht, ob ich das überhaupt so richtig können werde irgendwann. Was ist da denn überhaupt positives dran? Das Kind? Ich hätte kein Problem damit, wenn es sich erst in 3 Jahren angekündigt hätte.. es klingt hart, ich weiß. Und ich fühle mich auch schlecht, sowas zu denken.. Aber so ist das momentan leider.. ​

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
21. Juni 2018 um 22:35
In Antwort auf christina11199

Hallo nochmal ihr alle.

Nach etwas längerer Zeit wollte ich euch mal wieder von meiner momentanen Situation berichten und wie es mir geht:

Wie ihr alle wisst habe „ich“ jetzt die Entscheidung getroffen, das Kind zu behalten. 
Momentan geht es mir aber sehr, sehr schlecht mit dieser Entscheidung. Ich muss sehr oft daran denken, was jetzt auf uns und mich zukommen wird. Wie schon erwähnt, das ist nicht gerade wenig. Ich weiß gar nicht, wie wir das Packen sollen. Keiner von uns beiden hat sonderlich viel angespart. Und eine Wohnung und Auto ist nichts was man mal mit 2 Monatsgehältern finanzieren und halten könnte. Aber wir müssen nunmal raus. Das macht mir schon viele Sorgen.. wir brauchen aber auch unbedingt ein Auto, meiner Meinung nach. Wenn ich dann irgendwann bei ihm bin für mind ein Jahr, möchte ich trotzdem noch meine Familie und Freunde in meiner Heimat besuchen. Ich glaube, das kann man verstehen. Aber ich setze mich nicht mit einem kleinen Kind in Bus, Bahn oder fremdes Auto. Da möchte ich schon für mich sein, wenn irgendwas ist. Geschreie, Pampers, stillen etc. Ebenfalls nachvollziehbar, denke ich.. nun ein 1.000€ Auto wird aber nicht reichen, bei etlichen langen Strecken möchte ich auch, das es was aushält und ich mir nicht jede 3. Fahrt sorgen machen muss. Auch nachvollziehbar? Ich hoffe.. ich hatte noch nichtmal nen richtigen Urlaub mit ihm. Das erscheint euch vielleicht oberflächlich, aber das bin ich nicht. Ich wollte einfach meine Zweisamkeit mit ihm am Strand genießen. So vieles sehen und erleben, nur wir zwei.. aber denkt bitte, wie gesagt, nicht schlecht von mir.. das war einfach so nen kleiner Wunsch von mir..
So und das nächste was mich sehr belastet ist, es allen erzählen zu müssen. Ich habe Angst, es meinen Eltern zu erzählen. Sie halten nicht sonderlich viel von mir, warum auch immer. Meine Mutter macht mich jedes mal fertig. Schreit und beleidigt wegen Dingen, die überhaupt keinen Grund geben so zu reagieren. Dann erzählt sie meinem Vater, wie katastrophal ich doch sei. Die Wahrheit interessiert ihn aber nicht, ich bin die Tochter, die Frau, ich habe mich zu fügen, zu gehorchen und leise zu sein. Und wenn es Ärger mit meiner Mutter gibt, kriege ich Ärger dafür, obwohl ich eigentlich nichts getan habe. Manchmal auch mit körperlicher Gewalt. Das tun beide. Zudem kriege Ich die Schuld für total absurde Dinge. Mein kleiner Bruder ist vor 2 Jahren sitzen geblieben und schlecht in der Schule. Dafür kriege ich die Schuld.. mein großer Bruder hätte mir doch damals so super geholfen und ich will nichts mit dem jüngsten machen. Dabei will er nicht und flüchtet sich irgendwie jedes Mal, wenn ich ihm Aufgaben o.ö. gebe. Aber anstatt ihn mal zurecht zu weisen, kriege ich die Schuld. Sie geben mir das Gefühl, ich wäre das schlimmste Kind, das es nur geben kann. Oft weine ich vor ihnen, wegen ihnen, dann kommt es einfache raus, aber das interessiert sie nicht. Jedes mal wird gesagt ich solle ausziehen.. mein Bruder war bis 27 daheim.. Ich bin halt das katastrophale Kind, während meine 2 Brüder so super sind. Dabei ist es komplett anders rum.. aber das wäre eine zu lange Geschichte, um euch alles zu erzählen.. Ich wollte euch nur das Verhältnis zwischen meinen Eltern und mir verdeutlichen. Das ich furchtbare Angst habe, es ihnen zu erzählen. Angst vor der Reaktion.. Angst vor den Taten.. wenn sie wissen, dass ich schwanger geworden bin, bekräftigt dies doch nur noch ihre Sichtweise..
Dann habe ich Angst es meinem großen Bruder zu erzählen. Er ist 30 und hat noch keine Kinder.. zu ihm habe ich eigentlich ein gutes Verhältnis, aber oft bemängelt und kritisiert er mich, in vielerlei Hinsicht. Was wird er dann sagen, wenn ich mit 19 mitten in der Ausbildung schwanger bin? Ich glaub ich will es gar nicht hören. 
Ich habe Angst, es meinem Arbeitgeber zu erzählen. Und somit auch der Schule. Ich habe eine sehr oberflächliche Klasse. Versteh Mich mit niemandem wirklich gut, will ich aber auch nicht. Seit der Grundschule bis zur 10. habe ich blöde Kommentare bekommen. Ich sei fett und all sowas. Nicht immer, ich war nicht das Mobbingziel, falls ihr das denkt, eigentlich hatten sie auch kein Problem mit mir, ich hatte auch Freunde. Aber ich war mit Kerlen in einer Klasse, die sich für was besseres hielten und sich stark gefühlt haben, wenn sie sowas sagten. Vieles war ernst gemeint, vieles aber wahrscheinlich auch nicht. Trotzdem hat sich das alles in mein Hirn eingebrannt und ich war seit ewigkeiten nicht mehr im Freibad und trage keine kurzen Hosen mehr.. auch wenn ich weiß, dass ich nie wirklich fett war und bin. Es waren nur ein paar Kilo mehr, nichts gravierendes. Ich habe es trotzdem nie vergessen. Ich habe kein großes Selbstbewusstsein, weil mir weder in der Schule, noch zu Hause gezeigt und gesagt wurde, wieso ich eins haben sollte. Und da soll ich stolz mit einer Kugel bei der Arbeit und in der Schule herumstolzieren? Das kann ich nicht.. ich freue mich jetzt schon auf die schiefen Blicke und das Gerede hinter meinem Rücken von all den Leuten, die ich mal kannte und kenne.. ich habe zwar auch Freunde, die hinter mir stehen, aber aufmuntern können Sie mich in der Hinsicht nicht. 
  
Wer weiß zudem überhaupt, ob das mit meinem Freund halten wird so lange.. da habe ich, wie schon des Öfteren erwähnt, auch große Angst vor. 
 
Ach, und.. Ich habe riesige Angst vor der Geburt. Die Schmerzen, Komplikationen etc. Einer meiner Hüften ist seit der Geburt nicht komplett ausgereift, waren mal beim Arzt deswegen. Der hat was gesehen, aber nicht, wie gravierend es ist. Ab einem bestimmten grad kann es zu Problemen in während Schwangerschaft und Geburt kommen. Hm. Sollte zum Facharzt, war nie da. Warum auch so unbedingt? Hab ja nicht damit gerechnet, es jetzt schon zu sein. Jetzt frage ich mich, ob man das überhaupt noch herausfinden kann. Wäre es nicht mit einem Röntgenbild am besten zu erkennen wie weit das fortgeschritten ist? Geht ja auch nicht mehr. Und dann lieg ich da, in den Wehen. Aber die Hüfte macht nicht mit und Kind kommt nicht gesund zur Welt wegen etlichen Komplikationen.. 

So, das war mal die Kurzfassung meiner momentanen Sorgen. Eigentlich empfindet man eine Schwangerschaft ja als etwas wunderschönes, aber ich verbinde damit nur negatives. Nicht nur das, eben auch diese Freiheit und unabhängigkeit, die ich dann nicht mehr habe, wofür ich eigentlich nicht bereit war es aufzugeben. Nur negatives..
oft kann ich meine Tränen noch nichtmal bei der Arbeit zurückhalten, wenn mir diese Dinge durch den Kopf gehen. Vielleicht übertreibe ich auch, ich weiß es nicht, aber mich belastet es zur Zeit sehr.. und ich glaube nicht, dass das die Hormone sind, das ist wie gesagt wirklich, wirklich schwer für mich..

mein Freund versucht mich aufzumuntern. „Wir schaffen das schon.“ „so wie dir geht ätlichen frauen.“ „die Freude auf das Kind kommt schon noch.“ Joa, hilft aber nicht. Ich freue mich nicht, im Gegenteil. Ich weiß auch nicht, ob ich das überhaupt so richtig können werde irgendwann. Was ist da denn überhaupt positives dran? Das Kind? Ich hätte kein Problem damit, wenn es sich erst in 3 Jahren angekündigt hätte.. es klingt hart, ich weiß. Und ich fühle mich auch schlecht, sowas zu denken.. Aber so ist das momentan leider.. ​

Unser Sohn war ein Wunschkind. Aber worauf ich mich da genau freuen sollte, wusste ich auch nicht. Stell es dir mal wie auswandern vor. Anderes Land, anderes essen usw natürlich nicht aber neues Leben, das man neu organisieren muss. Das geht aber von ganz alleine. Man merkt dann, wer einem eine hilfe ist, dass man viele Leute nicht braucht, man ein kleines Baby mit Fernsehen nicht zum Schlafen bringen kann und eben irgendwann jede Schnecke das Kind glücklicher macht als teures Spielzeug.
Es gibt ELTERN kurse, erste Hilfe Kurse und Beratungen. Da kann man sich ja mal was raussuchen, die oft panischen Eltern, die alle s richtig machen wollen, sehen und selber erfahren, dass man alles richtig macht. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Frühere Diskussionen
Minipille onefra sanol abgesetzt
Von: melli.1
neu
|
21. Juni 2018 um 18:03
Temperatur frage
Von: user2885
neu
|
20. Juni 2018 um 17:10
Teste die neusten Trends!
experts-club