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Missed abortion - erfahrungsberichte

2. November 2015 um 9:30 Letzte Antwort: 20. November 2015 um 15:27

Hallo Ihr Lieben! Ich habe lwider am Freitag erfahren, dass sich mein Baby nicht weiterentwickelt hat, es ist bei 5+5, rechnerisch bin ich heute 8+3. Ich will keine Ausschabung und warte auf den natürlichen Abgang. Hat das noch jemand gemacht? Wie ging es euch? Wie lange dauerte die Blutung? Wue war das kleine Wochenbett? Hat auch jemand es ganz anders erlebt? Hab gelesen, es gibt auch die Möglichkeit Medis zu nehmen? Vielen Dank! Ina mit Lukas (2) an der Hand und Abschied im Bauch

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2. November 2015 um 9:40

Hey
Es tut mir sehr sehr leid für dich ... Ich musste es leider dieses Jahr sxhon zweimal erleben... Zweimal missed abortion in jeweils der 10. Woche!
Beim ersten Mal wollte ich sofort die Ausschabung, weil mich der Gedanke ein totes Baby in mir zu tragen fertig gemaxht hat!!
Beim zweiten wollte ich gerne warten, dass es von alleine abgeht, aber die Ärztin sagte es könne. Wochen dauern und ich wollte nicht so lange warten... Es war vorher wochenlang genug Bangen, ob es etwas wird oder nicht!
Medikamente, die zu einer natürlichen Geburt führen, kann man nur bis zu einem bestimmten HCG Wert bekommen!

Die Ausschabungen waren absolut nicht schlimm oder schnerzhaft und ich würde mich wieder dafür entscheiden, wenn es zu einer MA käme... Aber zwei MA's sind hoffentlich genug

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2. November 2015 um 9:59

Hallo
Das tut mir sehr leid für dich! Ich weiss wie schlimm sowas ist.
Ich hatte damals die blutung erst in der 13 ssw bekommen, aber die entwicklung war schon 8/9woche gestört. Also hat es ca 4-5 wochen gedauert.
Auf der einen seite tat es mir schon gut zu sehen das die natur allein anfängt meinen körper zu regenerieren und durch die blutungen konnte ich auch anfangen zu begreifen das es endgültig ist, aber mir wurde danals erklärt, das wenn da rückstände in der Gebärmutter bleiben sich entzündungen bilden können oder die nächste SS gestört wird durch die reste und das wollt ich mir auf keinen fall vorwerfen das es wegen sowas nicht mehr klappt.
Ausserdem hatte ich bei den blutungen schon schlimm schmerzen und immerwieder sturzblutungen. Also garkein vergleich zu ner normalen periodenblutung!
Die as selber war von schmerzen her nicht schlimm, man hat danach halt 1-2 wochen ausfluss.
Es ist hart, egal wie du dich entscheidest, aber ich würde auf die ärzte vertrauen.
Wünsch dir viel kraft und das du dein kleines folgewunder noch bekommst!

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2. November 2015 um 10:42


Hallo Ina!
Es tut mir sehr leid, dass du das nun dein Baby gehen lassen musst!!
Bei mir war es von den Schwangerschaftswochen her fast genau so wie bei dir. Bei 8 5 haben bei mir leichte Blutungen eingesetzt, bin ins Kh und da sagten sie mir ich sei 6 6 ohne herzschlag, da war mir klar, dass es nix wird denn meine Fa hatte den Herzschlag schon gesehen. Die im kh wollten mich zur Beobachtung da behalten, was ich aber wg meiner kleinen Tochter nicht wollte. Eine mögliche As bei andauernder Blutung wurde mir auch schon angekundigt. Darauf hin hab ich mich erstmsl mit dem Thema ansich auseinandergesetzt, weil ich eine as nicht wollte (hatte noch nie ne op oder narkose, es war ne grausige Vorstellung für mich...) und hab mich in Sachen natürlicher Abgang schlau gemacht. Somit war für mich klar, dass ich erstmal warte wie es weiter geht und ob ich das auch allein schaffe...meine Hebamme stand mir auch mit rat und tat zur Seite... Die Blutungen wurden stärker, bis dann Samstag spät Abends sich die Blutungen vrstärkten, die schmerzen ebefalls und letztendlich wehenähnliche Schmerzen einsetzen und der Abgang erfolgte. Im Laufe des Sonntags wurden die Blutungen dann auch schon weniger. Montag bin ich dann zu meiner Fa um den hcg und die gbm zu kontrollieren. Es sah gut aus, bis auf wenige Schleimhautreste war alles weg (sorry, hört sich irgendwie hart an ) ich bin dann alle 2 Tage zum fa zum blutabnehmen, da der hcg ja auf 0 sinken muss, um sicher zu gehen, dass sich nicht doch nich gewebereste verstecken und entzündungen hervor rufen. Bei der 2. Abnahme war der hcg auch noch ziemlich hoch und sie wollte mich sicherheitshalber doch zur as schicken. Ein alptraum und ich fragte, ob wir nicht noch eine Blutabnahme warten könnten...ich wollte nicht, dass alles umsonst war! Unter murren stimmte sie zu und 2 Tage später war der hcg von 3400 auf 330 gesunken, also alles bestens. Hcg wurde noch einmal kontrolliert und dieser war dann auch auf 0. Die Blutungen wurden immer weniger, innnerhalb 1 Woche nach Abgang war es vorbei...
Es ist natürlich schwer zu sagen, wann die Blutung nun bei dir einsetzt, ich könnte mir aber gut vorstellen, dass es aufgrund des Entwicklungsstandes nicht mehr all zu lange dauert. Es ist ja auch immer so ne psychische Sache...ich war froh, dass ich quasi erst mit beginn der Blutung wusste, dass was nicht stimmt und nicht wochenlang auf das Einsetzen der Blutung warten musste.
An deiner Stelle würde ich meinem Körper noch min ne Woche Zeit geben, um es selbst regeln zu können...natürlich auch länger, wenn dich das psychisch nicht zu sehr belastet. Was ganz klar ist, ist dass wenn du extreme Schmerzen, Blutungen hast und/oder dein Bewusstsein verlierst, ab ins Kh!!
Wünsche Dir alles Gute!!!

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2. November 2015 um 12:47

Danke euch
Ich denke auch, dass es noch dauern kann bis die Blutung einsetzt, aber mir ist das lieber als Narkose und Risiken der AS. Mein Doc hält das Risiko der kleinen Geburt für vertretbar, hab Blutgruppe A+ und wohne im Ruhrgebiet, also viele Kliniken und schnelle Wege. Was ich noch wissen wollte: Wie ging es Euch danach? Schmerzen, Hormonumstellung? Muss ich mich wie bei einer richtigen Geburt auf Nachwehen und Hitzewallungen einstellen? Oder merkt man nix? Danke Ihr Lieben, ohne dieses Forum hätte ich es nie geschafft für Selbstbestimmung zu kämpfen.

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2. November 2015 um 13:08

Hallo
Hitzewallungen oder sowas hatte ich nicht. Ich hatte immermal so krämpfe, weil sich ja die gebärmutter wieder zurückbildet und ich hatte einige wochen schlimm haarausfall, aber das muss bei dir nicht zwangsläufig auch so sein. Ich glaube man sagt um so weiter die SS war um so stärker ausgeprägt die " nachwehen".
Alles gute dir!

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2. November 2015 um 13:09
In Antwort auf sookie151

Hallo
Hitzewallungen oder sowas hatte ich nicht. Ich hatte immermal so krämpfe, weil sich ja die gebärmutter wieder zurückbildet und ich hatte einige wochen schlimm haarausfall, aber das muss bei dir nicht zwangsläufig auch so sein. Ich glaube man sagt um so weiter die SS war um so stärker ausgeprägt die " nachwehen".
Alles gute dir!

Ach so!
Und wichtig! Geh so lange zum Blut abnehmen und HCG kontrollieren nach der Blutung bis er unter 4 ist. Das ist bei der natürlichen und er as gleich wichtig!

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2. November 2015 um 16:10

Ich...
...hatte nichts der gleichen. Außer der psychischen Aspekte, ging es mir, als wäre nie etwas gewesen...

Alles Gute weiterhin!!

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2. November 2015 um 20:00

Update
Es fühlt sich an wie ne beginnende Mens und der Muttermund hat sich ein bisschen geöffnet, sieht so aus, als hätte mein Körper es begriffen. Ich bin erleichtert und traurig zu gleich..

Danke Danke Danke, dass ihr hier so offen schreibt. Jede Geschichte ist einzigartig wie unsere Sternchen und traurig, aber es tut gut verstanden zu werden.

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3. November 2015 um 15:43

Mal eine frage dazu
Habe hier gelesen, dass ihr mitbekommen habt, als es rauskam?
Ich hatte letztes Jahr das selbe, Schwangerschaftstest positiv und zwei Wochen später plötzlich starke Blutungen und auch sehr lange, aber gesehen habe ich nichts, was auf ein "baby" hinweist.
Kommt es dabei auf den stand der Schwangerschaft an, dass man da was sieht?
Ich dachte nur bei jedem Toilettengang: das könnte grade mein baby sein...

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3. November 2015 um 19:05

Noch nichts neues
Der Muttermund ist tief, weich und geöffnet, wie wenn die Tage bevorstehen. Ich hab viel Ausfluss und immer wieder mensartige Schmerzen, aber noch kein Blut. Es ist erleichternd, auch dass die Schwangerschaftssymptome weniger werden. Der Körper arbeitet und meine Trauer auch. Heute kam unser Baumsetzling für den Erinnerungsbirnbaum. Es ist schön sich vorzustellen wie der Baum im Frühjahr blüht und im Winter Früchte tragen wird, vielleicht ich ja auch wieder? Ich dachte immer ich könnte mit einer FG nicht umgehen, aber ich wachse daran. Es ist trauriger als die Depression, aber ohne diese abgrundtiefe Verzweiflung und Einsamkeit. Jetzt habe ich Menschen um mich rum, die mitfühlen.

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3. November 2015 um 22:16

@
ich hatte das selbe im mai bei 6+1 stehen geblieben. ich bin direkt zur as. hätte es anders nicht ertragen. danach war mein Zyklus gleich wieder normal. 3 Monate Pause und nun 4+6 geklappt im 2ÜZ. Wünsche dir viel kraft

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5. November 2015 um 13:42

Arzttermin war furchtbar
Auf dem Ultraschall war schon nix mehr zu erkennen. Die Fruchthülle ist stark deformiert und die Schleimhaut nicht mehr durchblutet. Plötzlich macht der Doc Stress mit der Ausschabung.

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9. November 2015 um 13:10

Immer noch
keine Blutung. Sitze in der Klinik und warte auf die Narkose-Aufklärung. Der Embryo wurde resorbiert, auf dem US sah man nur die leere Fruchthülle.. Morgen dann wohl OP.

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9. November 2015 um 13:28

@ina
Ina, hab still deine Geschichte mitverfolgt.
Ich wünsch dir alles alles Gute und dass du das alles bald überwunden hast.
Wird der Eingriff in Vollnarkose gemacht?
VLG

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9. November 2015 um 14:34

Danke
Ja leider. Vollnarkose und intubiert wird auch. Ich hab echt Angst.

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9. November 2015 um 20:14

...
Mach dich wegen der Narkose nicht verrückt...
Wenn du wieder wach bist, ist alles vorbei..

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9. November 2015 um 20:28

@ Ina
Es tut mir sehr sehr leid für dich ...
Aber was Narkose und intubieren angeht, kann ich dir die Angst nehmen. Ich hatte dieses Jahr zwei Ausschabungen wo ich genau das gleiche hatte mit Narkose und intubieren... und du merkst NICHTS davon, absolut nichts!! Beim ersten Mal war ich auch super nervös, aber es war wirklich unbegründet.

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9. November 2015 um 20:54

Es tut gut
zu lesen, dass viele die AS gut überstanden haben. Der Aufklärungsbogen liest sich ja eher so "Sie werden unfruchtbar oder sterben, geben sie ihren Organspendeausweis ab und machen sie ihr Testament." Sorry dass ich so drastisch schreibe, aber es war echt ne harte Zeit seit Donnerstag.

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20. November 2015 um 15:27

Ende der Geschichte und Danke an alle
Hallo Ihr Lieben!

Ich hab mich lange nicht gemeldet, musste erst mal alles verarbeiten. Jetzt möchte ich aber noch erzählen, wie es weiterging und mich bei allen für Ihre lieben Worte und das Teilen Eurer Erfahrungen bedanken.

Am 05.11. (6 Tage nach der Diagnose) war ich erneut bei meinem Frauenarzt. Ich hatte schon ein bisschen trauern können, gespürt wie die Schwangerschaftssymptome zurückgingen und hofft darauf, dass er mich weiter abwarten lassen würde oder ich Cytotec bekommen könnte um es etwas anzustupsen, denn auf Dauer erschien mir die Warterei auf die Blutung doch ziemlich belastend.

Auf dem US sah man die deformierte Fruchthülle und eine kaum noch durchblutete Schleimhaut, der HCG im Blut lag noch bei 15000.

Ich habe also gefragt welche Optionen ich hätte, rechnerisch war ich Ende der 8. SSW. Die Chancen für einen natürlichen Abgang stünden nicht sehr gut und es bestünde die Gefahr von Gerinnungsstörungen oder Blutvergiftung wurde mir erklärt. Er würde mich eine möglichst baldige Ausschabung empfehlen. Ich habe gefragt, ob er diese selbst machen würde (mein Doc operiert ambulant in seiner Praxis), aber er verneinte da er in den nächsten zwei Wochen keinen Anästhesisten habe und man so lange nicht mehr warten könne. Ich sagte, ich wolle wenigstens das Wochenende abwarten und er sagte ich solle mich am Montag wieder melden.

Das ganze Wochenende war geprägt von Panik vor der ersten OP meines Lebens, vor Komplikationen wie Asherman-Syndrom und Zervix-Insuffizienz. Ich konnte nicht mehr trauern, ich war einfach nur in Schockstarre. Gleichzeitig wurde mir aber auch klar, dass ich nicht stark genug bin um gegen ärztlichen Rat und ohne die Hilfe einer Hebamme etwas Anderes durchzuziehen. Ich bin nicht lebensmüde und mir war schon klar, dass ich eine regelmäßige Überwachung der Blutwerte benötige. Wenn es keine Hebamme gibt, die das bei mir zuhause macht, hieße das wöchentlich zum Arzt, zwischen die Schwangeren ins Wartezimmer setzen, bangend auf die Blutergebnisse warten. Und das vielleicht noch 3 bis 4 Wochen ohne die Garantie dass es dann wirklich von alleine losgeht und alles komplett rauskommt.

Als die Blutung dann nicht einsetzte, rief ich also Montagmorgen in der Praxis an und ließ mir die Überweisung fertigmachen. Montagnachmittag war ich dann in der Klinik, in der mein Sohn geboren wurde zur Aufklärung. Ich kam zu dem Oberarzt, der damals meine Entlassungsuntersuchung gemacht hatte. Er hatte sehr viel Verständnis, erklärte sehr ausführlich und hat mir Mut gemacht, dass wir uns nächstes Mal wieder im Kreißsaal sehen. Das Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten war hingegen grauenvoll und auch an diesem Tag fuhr ich verheult wieder nach Hause.

Der 10.11. (9+4) war der Tag der OP. Um 6 Uhr nahm ich die zweifache Dosis Cytotec und gegen 7 Uhr begann die Schmierblutung. Um 9 Uhr sollte ich da sein und mich auf der Wöchnerinnenstation melden. Auch hier kamen also wieder Erinnerungen hoch und ich saß zwischen den Neu-Mamas mit ihren Babys. Gegen 10 Uhr bekam ich mein OP-Hemdchen und lag allein und ohne Ablenkung frierend im Krankenhausbett. Um halb 11 hatte man dann Mitleid und gab mir ein Beruhigungsmittel, das umgehend geholfen hat, dem ich aber leider auch einige Gedächtnislücken verdanke.

Um 12 Uhr kam ich in den OP. Der diensthabende Anästhesist war sehr nett, hörte sich meine Geschichte in Ruhe an und ließ sich zu meinem Glück überzeugen, die Intubation sein zu lassen (Halleluja!). Kaum war das Medikament in der Vene, war ich auch schon weg.

Aufgewacht bin ich in einem normalen Bett, Krankenschwestern um mich rum und völlig ohne Nachwirkungen. Normalerweise spüre ich eine vaginale Untersuchung noch Stunden später, aber hier war tatsächlich alles so als wäre nichts gewesen. Ich hatte eine leichte Schmierblutung und Unterleibskrämpfe, da sich die Gebärmutter ja noch zurückbilden musste. Aber das war es auch.

Ich musste vier Stunden zur Überwachung dableiben und kam zu einer sehr netten Frau aufs Zimmer, die glücklicherweise keine Wöchnerin war, sondern auch zur OP da war.

Eine Woche später (18.11.) war ich zur Nachuntersuchung bei meinem Gyn. Es ist immer noch etwas Blut in der Gebärmutter, die Schmierblutung hält also an. HCG ist auf 73 runter. Es sieht alles gut aus und ich kann endlich wieder trauern statt nur mit Angst beschäftigt zu sein.

LG und vielen Dank Euch allen, die ihr an mich gedacht habt!
Ina

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