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Meldung Mutterschutz/Elternzeit Arbeitgeber

30. März 2007 um 7:21 Letzte Antwort: 19. April 2007 um 12:23

Möchte gern wissen wann ich meinem Arbeitgeber mitteilen muß, wann ich in Mutterschutz gehe. Habe zwar schon rausbekommen, daß man es wohl schriftlich machen muß aber nicht wann - oder war das die Elternzeit?. Was ist wenn sich am Geburtstermin noch was ändert ( wurde 2 Wochen zurück gestuft ). Sagt mir das vorher meine Ärztin wann es soweit ist.? Mutterschutz wird doch dann irgenwie hinten wieder drann gehangen wenns zu früh kommt - aber beim Arbeitgeber büß ich dann die arbeitsfreie Zeit ein.
Die gleiche Frage gilt eigendlich auch für die Elternzeit. Mein Freund will die ersten zwei Monate nehmen ( da hab ich ja noch Mutterschutz ), will aber noch warten - da auf Arbeit gerade schlechte Stimmung ist. Wann muß er überhaupt sagen, daß er Vater wird.
Wann und wo muß ich irgendwas beantragen?

Ist mein erstes Kind - da will ich doch gleich alles richtig machen.

Wär lieb, wenn mir jemand helfen könnte.

Birgit 19 + 0

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30. März 2007 um 10:20

Hallo
Du musst Deinen Arbeitgeber mitteilen per ärztlichem Attest, dass Du schwanger bist und wann der errechnete Geburtstermin ist (hab ich bereits in der 12. SSW gemacht) und der setzt dann von sich aus die Mutterschutzfrist fest. Das ist nicht deine Aufgabe. Wenn Dein Kind vor dem errechneten Termin kommt, bleibt die Mutterschutzfrist so bestehen, wie vom Arbeitgeber Dir mitgeteilt, d. h. Du hast evtl. sogar mehr als 8 Wochen nach der Geburt Mutterschutz. Wenn es später kommt, müsste sich das Ende der Mutterschutzfrist eigentlich nach hinten verschieben. Da bin ich mir allerdings nicht sicher, aber dass müsste Dir Dein Arbeitgeber beantworten können.

Direkt nach der Geburt bzw. 8 Wochen vor Beginn der Elternzeit muss feststehen, wer Elternzeit nehmen will und dies auch dem Arbeitgeber mitteilen. Dein Freund sollte dem Arbeitgeber vielleicht der Fairness halber so früh wie möglich mitteilen, dass er Elternzeit nehmen möchte. So kann sich auch sein Arbeitgeber rechtzeitig darauf einstellen. Es kann sein, dass der Arbeitgeber ein Attest von Deinem FA haben will. Das sollte er dann auch vorlegen.
Deine angestrebte Lösung ist nicht schlecht:
1. Du bekommst Mutterschaftsgeld und den Ausgleich bis zum ursprünglichen Nettogehalt von Deinem Arbeitgeber für die Zeit des Mutterschutzes.
2. Dein Mann bekommt das Elterngeld für zwei volle Monate.
3. Wenn Du im Anschluss an Deinen Mann direkt die Elternzeit nimmst, bekommst Du volle 12 Monate Elterngeld. Würdest Du die Elternzeit direkt im Anschluss an den Mutterschutz nehmen, würde das Elterngeld mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet, so dass Du rein rechnerisch und tatsächlich nur auf 10 Monate Elterngeld kommst. Ihr hättet damit zwei Monate Elterngeld gerettet. Mein Mann und ich überlegen diese Variante nämlich auch.

Kindergeld musst Du direkt nach der Geburt beantragen und wenn es über Deinen Arbeitgeber (wie im öffentlichen Dienst) gezahlt werden soll, musst Du den Kindergeldantrag und eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde vorlegen. Sonst müsste das bei der Arge gemacht werden, soweit ich weiß.
Elterngeld muss auch schriftlich beantragt werden, sollte auch so schnell wie möglich geschehen, da es nur bis zu 3 Monate rückwirkend gezahlt wird. Wo Du es genau beantragst, fragst Du am besten bei der Stadtverwaltung nach. Die helfen Dir da sicherlich gerne weiter.

Übrigens gibt es die Vordrucke für Kinder- und Elterngeld im Internet auszudrucken. Ich habe diese bereits soweit wie möglich ausgefüllt und zuhause in einer Schublade liegen. Das erleichtert die ganze Sache ungemein. Bei den Vordrucken im Internet steht auch dabei, welche Unterlagen die Ämter zusätzlich von Dir verlangen. Je früher Du damit anfängst, alles zusammenzutragen, umso schneller ist der ganze Papierkram nach der Geburt erledigt.

So ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

LG, Annett
18+5


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30. März 2007 um 19:09
In Antwort auf tinwoman

Hallo
Du musst Deinen Arbeitgeber mitteilen per ärztlichem Attest, dass Du schwanger bist und wann der errechnete Geburtstermin ist (hab ich bereits in der 12. SSW gemacht) und der setzt dann von sich aus die Mutterschutzfrist fest. Das ist nicht deine Aufgabe. Wenn Dein Kind vor dem errechneten Termin kommt, bleibt die Mutterschutzfrist so bestehen, wie vom Arbeitgeber Dir mitgeteilt, d. h. Du hast evtl. sogar mehr als 8 Wochen nach der Geburt Mutterschutz. Wenn es später kommt, müsste sich das Ende der Mutterschutzfrist eigentlich nach hinten verschieben. Da bin ich mir allerdings nicht sicher, aber dass müsste Dir Dein Arbeitgeber beantworten können.

Direkt nach der Geburt bzw. 8 Wochen vor Beginn der Elternzeit muss feststehen, wer Elternzeit nehmen will und dies auch dem Arbeitgeber mitteilen. Dein Freund sollte dem Arbeitgeber vielleicht der Fairness halber so früh wie möglich mitteilen, dass er Elternzeit nehmen möchte. So kann sich auch sein Arbeitgeber rechtzeitig darauf einstellen. Es kann sein, dass der Arbeitgeber ein Attest von Deinem FA haben will. Das sollte er dann auch vorlegen.
Deine angestrebte Lösung ist nicht schlecht:
1. Du bekommst Mutterschaftsgeld und den Ausgleich bis zum ursprünglichen Nettogehalt von Deinem Arbeitgeber für die Zeit des Mutterschutzes.
2. Dein Mann bekommt das Elterngeld für zwei volle Monate.
3. Wenn Du im Anschluss an Deinen Mann direkt die Elternzeit nimmst, bekommst Du volle 12 Monate Elterngeld. Würdest Du die Elternzeit direkt im Anschluss an den Mutterschutz nehmen, würde das Elterngeld mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet, so dass Du rein rechnerisch und tatsächlich nur auf 10 Monate Elterngeld kommst. Ihr hättet damit zwei Monate Elterngeld gerettet. Mein Mann und ich überlegen diese Variante nämlich auch.

Kindergeld musst Du direkt nach der Geburt beantragen und wenn es über Deinen Arbeitgeber (wie im öffentlichen Dienst) gezahlt werden soll, musst Du den Kindergeldantrag und eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde vorlegen. Sonst müsste das bei der Arge gemacht werden, soweit ich weiß.
Elterngeld muss auch schriftlich beantragt werden, sollte auch so schnell wie möglich geschehen, da es nur bis zu 3 Monate rückwirkend gezahlt wird. Wo Du es genau beantragst, fragst Du am besten bei der Stadtverwaltung nach. Die helfen Dir da sicherlich gerne weiter.

Übrigens gibt es die Vordrucke für Kinder- und Elterngeld im Internet auszudrucken. Ich habe diese bereits soweit wie möglich ausgefüllt und zuhause in einer Schublade liegen. Das erleichtert die ganze Sache ungemein. Bei den Vordrucken im Internet steht auch dabei, welche Unterlagen die Ämter zusätzlich von Dir verlangen. Je früher Du damit anfängst, alles zusammenzutragen, umso schneller ist der ganze Papierkram nach der Geburt erledigt.

So ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

LG, Annett
18+5


Vielen lieben Dank Annett!
Na klar, Du konntest mir sogar sehr viel weiter helfen.

Mein Arbeitgeber weiß seit der 9.Woche Bescheid. Mein Freund zögert nur noch es auf Arbeit zu sagen - man weiß ja nie wie der Arbeitgeber so reagiert.? Aber da gibts wohl keine Pflicht bis wann er es sagen muß - denke mal er wird das dann so im Mai machen.

Die Idee mit der Elternzeit kam mir auch nur durch einen Arbeitskollegen, der vor kurzem Vater geworden ist - hat nämlich auch die ersten 2 Monate genommen.

Ist auch ein guter Tip, daß die Anträge im Internet vorliegen. Da werd ich gleich mal schauen.

Nochmal großes Dankeschön!!!

Wünsch Dir eine schöne Kugelzeit!

Birgit

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19. April 2007 um 12:23
In Antwort auf tinwoman

Hallo
Du musst Deinen Arbeitgeber mitteilen per ärztlichem Attest, dass Du schwanger bist und wann der errechnete Geburtstermin ist (hab ich bereits in der 12. SSW gemacht) und der setzt dann von sich aus die Mutterschutzfrist fest. Das ist nicht deine Aufgabe. Wenn Dein Kind vor dem errechneten Termin kommt, bleibt die Mutterschutzfrist so bestehen, wie vom Arbeitgeber Dir mitgeteilt, d. h. Du hast evtl. sogar mehr als 8 Wochen nach der Geburt Mutterschutz. Wenn es später kommt, müsste sich das Ende der Mutterschutzfrist eigentlich nach hinten verschieben. Da bin ich mir allerdings nicht sicher, aber dass müsste Dir Dein Arbeitgeber beantworten können.

Direkt nach der Geburt bzw. 8 Wochen vor Beginn der Elternzeit muss feststehen, wer Elternzeit nehmen will und dies auch dem Arbeitgeber mitteilen. Dein Freund sollte dem Arbeitgeber vielleicht der Fairness halber so früh wie möglich mitteilen, dass er Elternzeit nehmen möchte. So kann sich auch sein Arbeitgeber rechtzeitig darauf einstellen. Es kann sein, dass der Arbeitgeber ein Attest von Deinem FA haben will. Das sollte er dann auch vorlegen.
Deine angestrebte Lösung ist nicht schlecht:
1. Du bekommst Mutterschaftsgeld und den Ausgleich bis zum ursprünglichen Nettogehalt von Deinem Arbeitgeber für die Zeit des Mutterschutzes.
2. Dein Mann bekommt das Elterngeld für zwei volle Monate.
3. Wenn Du im Anschluss an Deinen Mann direkt die Elternzeit nimmst, bekommst Du volle 12 Monate Elterngeld. Würdest Du die Elternzeit direkt im Anschluss an den Mutterschutz nehmen, würde das Elterngeld mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet, so dass Du rein rechnerisch und tatsächlich nur auf 10 Monate Elterngeld kommst. Ihr hättet damit zwei Monate Elterngeld gerettet. Mein Mann und ich überlegen diese Variante nämlich auch.

Kindergeld musst Du direkt nach der Geburt beantragen und wenn es über Deinen Arbeitgeber (wie im öffentlichen Dienst) gezahlt werden soll, musst Du den Kindergeldantrag und eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde vorlegen. Sonst müsste das bei der Arge gemacht werden, soweit ich weiß.
Elterngeld muss auch schriftlich beantragt werden, sollte auch so schnell wie möglich geschehen, da es nur bis zu 3 Monate rückwirkend gezahlt wird. Wo Du es genau beantragst, fragst Du am besten bei der Stadtverwaltung nach. Die helfen Dir da sicherlich gerne weiter.

Übrigens gibt es die Vordrucke für Kinder- und Elterngeld im Internet auszudrucken. Ich habe diese bereits soweit wie möglich ausgefüllt und zuhause in einer Schublade liegen. Das erleichtert die ganze Sache ungemein. Bei den Vordrucken im Internet steht auch dabei, welche Unterlagen die Ämter zusätzlich von Dir verlangen. Je früher Du damit anfängst, alles zusammenzutragen, umso schneller ist der ganze Papierkram nach der Geburt erledigt.

So ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

LG, Annett
18+5


Elterngeld
hallo Annette,

ich möchte dich in Bezug der 14 monatigen ELterngeld was fragen.ich und meine Frau sind beide berufstätig und im Juli ist sowiet!!

ich habe heute morgen beim Versorgungsamt angerufen, nachhdem ich deine Beitrag gelesen habe.Mir wurde gesagt, egal wie man die Elternzeit teilt, bekommt die Frau immer 12 monate, wobei die 2 monate mit der Mutterschaftsgeld verrechnet wird.also als Ergebnis kommt man wieder auf 10 Monate Elterngeld. Ich kann auf jeden Fall 2 Monate Vetergeld bekommen , wenn ich auch aufhöre.

meine Frage wie rettest du 2 Monate Elterngeld ?? Kannst due es nochmal erläutern mit der Zeitangaben , wie und wann mann die Elterngeld beantragen muss.

mit freundlichen Grüssen

Dipl. -Ing. Üstün Cenk


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