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Meine Nichte will immer wieder neue Kinder gebären

11. Mai 2016 um 10:46 Letzte Antwort: 18. Mai 2016 um 8:55

Ich wollte mal nachfragen, ob es eine psychische Störung ist, wenn man jedes Jahr schwanger wird. Meine Nichte, 25 Jahre, hat bereits 3 Kleinkinder, ihr Mann ist seit Jahren arbeitslos. Sie leben in ärmlichen Verhältnissen und kommen schlecht über die Runden. Das kleinste Kind ist 12 Monate alt, jetzt ist sie wieder schwanger. Beide kommen schon schlecht mit den 3 Kindern zurecht, jetzt will sie trotzdem das 4. haben, egal wie. Welche Störung liegt da vor??

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11. Mai 2016 um 12:43

Mit dem Begriff "psychische Störung" wäre ich schon mal sehr vorsichtig
Und es ist erst einmal anmaßend, von einer psychischen Störung auszugehen, wenn jemand schnell hintereinander mehrere Kinder bekommt. Klar kann da eine Störung dahinter stecken, es kann aber einfach sein, dass die Nichte das so für sich entschieden hat.

Ich finde es problematisch, wenn alles, wofür man nicht direkt eine Erklärung hat oder was nicht in das eigene Weltbild passt, direkt verurteilt werden muss. Und das reine Indiz "viele Kinder" steht noch lange nicht für eine psychische Störung. Viele Kinder waren früher durchaus normal (und da waren vier noch keine hohe Zahl) , und Familie von der Leyen ist mit sieben Kindern gesegnet. Auch Überforderung wird mit Sicherheit jede Mutter schon mal erlebt haben, dafür reichen auch schon weniger Kinder, und Arbeitslosigkeit ist in den seltensten Fällen ein Persönlichkeitsmerkmal.

Warum lässt du deine Nichte nicht einfach ihr Leben leben? Du kannst deins ja durchaus ganz anders gestalten - ohne, dass es von irgendjemandem beurteilt wird.

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11. Mai 2016 um 14:29

Hmmm
Eine Frage was heißt für dich arme Verhältnisse???

Ich muss dir ehrlich sagen das ich keine psychische Störung habe ich wollte meine 5 Kinder haben weil ich Kinder aber alles liebe und wenn ich dir mal sagen darf wir sind keine Millionäre aber wir können unseren 5 Kindern liebe bieten !!!

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11. Mai 2016 um 15:37


Also ich finde, es sollte jedem selbst überlassen sein, wie viele Kinder er bekommt. Desweiteren geht auch die berufliche bzw. finanzielle Situation niemanden etwas an. Es wird immer Toleranz und Verständnis für die eigene Situation gefordert aber für andere, oftmals ein anderer Maßstab in die Hand genommen. Selbstverständlich sehe auch ich, dass hier nicht die geeigneten Randbedingungen vorliegen aber anstatt dich hier über deine Nichte auszulassen, frag sie lieber, ob du sie in irgendeiner Weise unterstützen kannst oder frag sie doch einfach wieso und weshalb sie sich für diesen Lebensweg entscheiden.

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12. Mai 2016 um 10:37

"Ordentliche Berufe"
gibt es aber nicht wie Sand am Meer. Und auch sie bieten keine absolute Sicherheit. Arbeitslos werden kann man trotzdem und wenn es parallel dem Partner passiert, sitzt man eben zu zweit da.

Ich rede auch nicht davon, dass es die besten Umstände sind, um ein viertes Kind zu bekommen. Aber da es keine absoluten Sicherheiten gibt, gibt es auch keine absolut richtige Situation für das erste, zweite, dritte, vierte oder zwanzigstes Kind. Und eine solche Situation steht noch lange nicht für eine psychische Störung.

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12. Mai 2016 um 11:42

@twinsmom
Ich stimme dir voll zu.
Ich verstehe die Leute auch nicht die Kinder bekommen und Kinder bekommen und für die es selbstverständlich ist das die Allgemeinheit dieses finanziert.
Ich bekomme auch das ko**en wenn ich lese
"Ich nehme 3 Jahre Elternzeit, bekomme ja H4 und das STEHT MIR ZU und dann muss ich mich nicht bewerben"
KO*Z
Ander hätten das auch gerne, können aber nicht weil sie ihren Lebensunterhalt nunmal selbst bestreiten

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12. Mai 2016 um 21:03

Ich finde das nicht schlimm!
Momentan bin ich mit dem 3.Kind schwanger, mein Mann hat zudem ein Kind aus früherer Beziehung, welches am WE und in den Ferien oft bei uns ist. Es ist doch toll, wenn Kinder Geschwister haben! Diesen Einzelkind-Trend finde ich eher nicht gut. Wer es möchte, den verurteile ich aber auch nicht. Dass heutzutage vielen Menschen ihre Karriere vor geht und manche Kinder den ganzen Tag fremd betreut werden, finde ich eher bedenklich! Ein 4. oder 5.Kind könnte ich mir für mich durchaus vorstellen und das hat nichts mit einer psychischen Störung zu tun!

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13. Mai 2016 um 9:15

Vielleicht hätte ich den ganzen Tag (!!) fremd betreut hervorheben sollen!
Ein Beispiel: Bei uns in der Nachbarschaft gibt es eine Familie, da kommt das Kind in Kindergarten und wird dort dann täglich um 17 Uhr von der Tagesmutter abgeholt. Um 19/20 Uhr kommt dann die Mutter von ihrer Karriere heim. Für so was fehlt mir das Verständnis, sorry! Genauso wie Mütter die nach 4-6 Monaten wieder arbeiten gehen wollen (!), nicht müssen. Diese Extreme finde ich einfach erschreckend und das wird immer mehr. Jeder für sich muss seinen Weg finden. Ich für mich werde trotz 3-4 Kindern halbtags arbeiten, 2-3x die Woche vormittags. Momentan bin ich in Mutterschutz und dann Elternzeit. Habe bislang Samstag morgens gearbeitet, finde das tut auch gut um mal raus zu kommen.

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13. Mai 2016 um 9:15

Mhm
dem kann ich jetzt so nicht zustimmen. Auch ich wurde damals in der Krippe betreut und mir hat es nicht geschadet. Auch mein Kind werde ich nach einem Jahr Elternzeit Halbtags in eine solche geben. Finanziell ist es sonst nicht möglich, den erarbeiteten Standard zu halten. Schade finde ich, dass ich schon jetzt für diese Sichtweise Sätze hören muss wie "ich hab mein Kind doch nicht bekommen, um es dann abzugeben" oder "ich will schließlich für mein Kind da sein" oder noch schöner "Echt? Das könnte ich meinem Kind nicht antun". Natürlich von denen, die vom Amt leben und das teilweise besser, als so mancher Berufstätige. Das ist sehr anmaßend dem gegenüber, der für dessen Leben mit aufkommt. Trotzdem, jedem das seine

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13. Mai 2016 um 9:24
In Antwort auf misstwinsun

Mhm
dem kann ich jetzt so nicht zustimmen. Auch ich wurde damals in der Krippe betreut und mir hat es nicht geschadet. Auch mein Kind werde ich nach einem Jahr Elternzeit Halbtags in eine solche geben. Finanziell ist es sonst nicht möglich, den erarbeiteten Standard zu halten. Schade finde ich, dass ich schon jetzt für diese Sichtweise Sätze hören muss wie "ich hab mein Kind doch nicht bekommen, um es dann abzugeben" oder "ich will schließlich für mein Kind da sein" oder noch schöner "Echt? Das könnte ich meinem Kind nicht antun". Natürlich von denen, die vom Amt leben und das teilweise besser, als so mancher Berufstätige. Das ist sehr anmaßend dem gegenüber, der für dessen Leben mit aufkommt. Trotzdem, jedem das seine

Das kann ich auch unterschreiben!
Ich finde auch, den Kindern tut es gut in eine Krippe zu gehen. Nur unten genanntes Beispiel der Mutter die ihr Kind in den Kindergarten bringt, dort wird es um 17 Uhr von der Tagesmutter abgeholt und sie kommt dann um 19/20 Uhr gibt es leider sehr oft. Hierfür fehlt mir das Verständnis. Es geht hierbei nicht um s Überleben sondern um einen exklusiven Lebensstandard.
Halbtags ist doch toll, da kann man schon 2x pro Woche arbeiten gehen. Nur warum keine 3 oder 4 Kinder? Ich finde das toll und möchte es für mich so haben. Meinen Kindern fehlt es an nichts. Leider wird man wenn man 3-5 Kinder hat gleich in diese "Assi-Schiene" gezwängt oder es ist von einer psychischen Störung die Rede. Das finde ich unmöglich! Ich bin weder das eine noch das andere. Es liegt doch in der Natur des Menschen sich fortzupflanzen, früher war das normal. Meine Kinder wachsen liebevoll, wohlbehütet und verantwortungsvoll auf, ihnen fehlt es absolut an nichts. Denke es kommt auf den Einzelfall an. Auch kenne ich eine Mutter mit 4 Kindern die läuft rauchend mit Kind aufm Arm rum, die Kinder sind sehr ungepflegt, das ist auch erschreckend.

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13. Mai 2016 um 9:29

Naja, nicht jede Frau, die nicht arbeiten geht
lässt sich vom Staat durchfüttern!! Da muss man auch n bißchen aufpassen. Diese Anfeindungen wenn man nicht arbeiten geht zeitweise verstehe ich auch nicht. Wenn manche das nicht müssen, nur kein Neid!!! Ich für mich komme gerne auch mal raus, um was anderes zu sehen, darum möchte ich schon wieder 2x pro Woche arbeiten gehen. Wenn es den Kindern gut geht, es ihnen an nichts fehlt ist es doch egal was die Mutter macht. Ob sie zuhause ist oder arbeiten geht. Ich finde es toll, wenn sich Mütter um ihre Kinder kümmern!

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13. Mai 2016 um 9:30

JEDOCH:
Ich finde aber, der Staat könnte Mütter besser finanziell unterstützen,die wieder arbeiten gehen. Es kann ja nicht sein, dass ich arbeiten gehe und zBsp. 600 Euro verdiene und davon 300 Euro Kinderbetreuungskosten abdrücken kann. Da läuft was sehr schief.

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13. Mai 2016 um 9:36
In Antwort auf hale_12880622

Das kann ich auch unterschreiben!
Ich finde auch, den Kindern tut es gut in eine Krippe zu gehen. Nur unten genanntes Beispiel der Mutter die ihr Kind in den Kindergarten bringt, dort wird es um 17 Uhr von der Tagesmutter abgeholt und sie kommt dann um 19/20 Uhr gibt es leider sehr oft. Hierfür fehlt mir das Verständnis. Es geht hierbei nicht um s Überleben sondern um einen exklusiven Lebensstandard.
Halbtags ist doch toll, da kann man schon 2x pro Woche arbeiten gehen. Nur warum keine 3 oder 4 Kinder? Ich finde das toll und möchte es für mich so haben. Meinen Kindern fehlt es an nichts. Leider wird man wenn man 3-5 Kinder hat gleich in diese "Assi-Schiene" gezwängt oder es ist von einer psychischen Störung die Rede. Das finde ich unmöglich! Ich bin weder das eine noch das andere. Es liegt doch in der Natur des Menschen sich fortzupflanzen, früher war das normal. Meine Kinder wachsen liebevoll, wohlbehütet und verantwortungsvoll auf, ihnen fehlt es absolut an nichts. Denke es kommt auf den Einzelfall an. Auch kenne ich eine Mutter mit 4 Kindern die läuft rauchend mit Kind aufm Arm rum, die Kinder sind sehr ungepflegt, das ist auch erschreckend.


Das stimmt, bei dem Thema muss man jede Familie separat betrachten. Leichter und wesentlich stressfreier ist es jedoch, einfach nur auf die eigene zu schauen und den Rest machen zu lassen. Trotz des Ärgers über so manch einen und deren Meinung ...

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13. Mai 2016 um 9:54

Wenn ich aber weiter oben lese...
"Es geht hierbei nicht um s Überleben sondern um einen exklusiven Lebensstandard.
Halbtags ist doch toll, da kann man schon 2x pro Woche arbeiten gehen." - da geht mir auch die Hutschnur hoch. Zum Einen wird sich hier auch wieder erdreistet, über andere Familien zu urteilen, ohne zu wissen, warum die Mutter hier vielleicht wirklich so lange arbeiten geht. Meine Mutti zum Beispiel war alleinerziehend mit zwei Kindern, hat 40 Stunden die Woche gearbeitet, um genug zu verdienen und von Donnerstag-Samstag zusätzlich nach der Arbeit eine Weiterbildung gemacht, um einen besseren Beruf machen zu können. Sie war mir immer eine liebevolle Mutter, auch wenn wir oft auf Hortbetreuung und auf Oma angewiesen waren..
Und wenn es genügt, 2x pro Woche arbeiten zu gehen als Mutti, dann ist das wirklich toll - aber es ist ein Ideal, das leider für die wenigsten Mamis möglich ist. Mein Freund und ich wünschen uns sehnlichst Nachwuchs, aber ich weiß jetzt schon, dass ich leider nach mindestens einem Jahr wieder voll arbeiten gehen muss, sonst reicht es nicht. Sollen wir jetzt deshalb keine Kinder bekommen, sind wir dann die "Schlechten", die "Rabeneltern", weil wir von vornherein wussten, dass ich als Mutti leider keine Vollzeit- oder Halbzeit-Hausfrau sein kann?

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13. Mai 2016 um 9:58


Da stimme ich dir ohne wenn und aber zu!

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18. Mai 2016 um 8:55
In Antwort auf buechersuchti27

Wenn ich aber weiter oben lese...
"Es geht hierbei nicht um s Überleben sondern um einen exklusiven Lebensstandard.
Halbtags ist doch toll, da kann man schon 2x pro Woche arbeiten gehen." - da geht mir auch die Hutschnur hoch. Zum Einen wird sich hier auch wieder erdreistet, über andere Familien zu urteilen, ohne zu wissen, warum die Mutter hier vielleicht wirklich so lange arbeiten geht. Meine Mutti zum Beispiel war alleinerziehend mit zwei Kindern, hat 40 Stunden die Woche gearbeitet, um genug zu verdienen und von Donnerstag-Samstag zusätzlich nach der Arbeit eine Weiterbildung gemacht, um einen besseren Beruf machen zu können. Sie war mir immer eine liebevolle Mutter, auch wenn wir oft auf Hortbetreuung und auf Oma angewiesen waren..
Und wenn es genügt, 2x pro Woche arbeiten zu gehen als Mutti, dann ist das wirklich toll - aber es ist ein Ideal, das leider für die wenigsten Mamis möglich ist. Mein Freund und ich wünschen uns sehnlichst Nachwuchs, aber ich weiß jetzt schon, dass ich leider nach mindestens einem Jahr wieder voll arbeiten gehen muss, sonst reicht es nicht. Sollen wir jetzt deshalb keine Kinder bekommen, sind wir dann die "Schlechten", die "Rabeneltern", weil wir von vornherein wussten, dass ich als Mutti leider keine Vollzeit- oder Halbzeit-Hausfrau sein kann?

Nein das hast du falsch verstanden
Ich finde es allerdings komisch wenn man als Mutter sagt dass einem die Karriere am Wichtigsten ist. Es ist schon extrem finde ich, wenn das Kind wirklich ausschließlich zum Schlafen zuhause ist bei solch einem Grund. Aber jeder wie er will.

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