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Meine Geschichte,will Mut machen

6. März 2007 um 15:18 Letzte Antwort: 18. März 2007 um 12:41

Hallo erstmal,
Ich lese hier schon seit ein paar Tagen und habe mich entschlossen auch meine Geschichte hier lesbar zu machen. Es tut so gut,dass es hier Menschen mit dem gleichen Schicksal gibt.
Mein Freund und ich entschlossen uns Anfang 2002 dafür ein Kind zu bekommen.Im Dezember 2002 erfuhr ich, dass ich schwanger bin.Wir waren überglücklich und ich durfte in der 6.Woche das Herzchen von meinem Baby schlagen sehen,ich war so stolz.
2Tage nach dieser Untersuchung,am 3.Advent bekam ich plötzlich starke Bauchschmerzen und Blutungen.Wir sind sofort ins Krankenhaus, wo etliche Untersuchungen folgten und bei jeder Untersuchung sah ich mein halbtotes Baby auf dem Monitor,denn das Herzchen schlug nur noch sehr schwach.Ich war die ganze Zeit am Heulen.
Es folgten zwei Tage mit Schmerzen(jetzt weiß ich dass das Wehen waren)und Vorwürfen "hatte ich irgendwas falsch gemacht?)Dann die Diagnose: Kein Herzschlag mehr- Ausschabung. Obwohl ich damit gerechnet hatte traf es mich wie ein Schlag ich dachte nur die können mir doch nicht mein Kind wegnehmen.Noch auf dem OP tisch wäre ich am liebsten weggelaufen.Ich hab noch nie so viele Tränen geweint....
Als ich aufwachte waren die Schmerzen weg aber ich fühlte mich so unglaublich leer...und die Sprüche die von allen Seiten kamen:war ja erst 6.woche das ist ja noch garnichts ect taten so verdammt weh.
Anfang 03 teilte mir mein Frauenarzt erneut mit,dass ich schwanger war.Am nächsten Tag wieder Unterleibsschmerzen....
Mein Freund und ich waren uns einig,wir wollten es erstmal sein lassen mit dem Kinderkriegen. Ich hatte die Nase voll von Krankenhäusern.
Doch der Kinderwunsch war stärker als erwartet und im Sommer2003 war ich wieder schwanger. Ich konnte nicht zum Arzt gehen ich hatte solche Angst vor einer erneuten FG.
Als ich mich endlich überwand doch hinzugehen (ich wollte ja auch wissen ob alles gut werden könnte) war ich in der 11.Woche und es sah alles gut aus.Nur soviel:ich hatte eine wunderschöne Schwangerschaft,eine Geburt ohne Komplikationen und meine kleine Tochter ist gesund und munter und wird jetzt bald 3 Jahre alt.
Ich hoffe ich kann einigen von euch etwas Mut machen, die Hoffnung nicht aufzugeben.
Würde mich auch gerne über Erfahrungen austauschen.

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6. März 2007 um 17:24

Hallo vani
Ich weiß was du durchmachst.Die Zeit bis zur 12.Woche war für mich auch die schlimmste, danach konnte ich etwas lockerer damit umgehen. Versuch dir etwas zeit für dich und dein wachsendes Leben zu nehmen.Klingt vielleicht blöd aber ich hab mich zwischendurch immer mal wieder ganz bewußt auf meinen Bauch konzentriert.Und meinem wachsenden Baby in Gedanken gesagt wie lieb ich es jetzt schon hab und wie sehr wir uns auf es freuen.Das hat mir sehr geholfen,denn auch ich hab nen sehr anstrengenden Beruf und mir kam es oft vor als hätte ich zuwenig Zeit für meinen Bauch.
Halte mich bitte auf dem laufenden und ich drücke gaaaaaaanz fest die Daumen!!!!!!
Liebe Grüße

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10. März 2007 um 17:29

Leider ging es bei mir 2 mal schief
Hallo nelanni,

ich hatte vor 3 Wochen meine 2.FG. Ich will mir jetzt aber auch Zeit lassen weil ich nicht in der Lage bin eine 3. FG durchzustehen. Natürlich hoffe ich das alles klappt. Doch leider wede ich auch immer wieder von Ängsten geblagt. Bei der 2 Schwangerschaft hatt ich schreckliche Alpträume von FG, kein Herzschlag usw. Ich werde auf jeden Fall nicht aufgeben. Laß mich jetzt mal durchchecken und hoffe, daß ich beim nächsten Mal keine Alpträume habe und dass alles gut geht.

Liebe Grüße
Chrispa03

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10. März 2007 um 17:32

RE: Meine Geschichte, will Mut machen
liebe nelanni,

dein eintrag hat mir soeben eine ganze menge mut gemacht. genau, was du erreichen wolltest
im moment bin ich am boden zerstört.
meine geschichte:
im august 2005 haben mein partner und ich (wir sind jetzt seit 5,5 jahren zusammen) aufgehört zu verhüten. es hat bis sep 06 gedauert, bis ich schwanger wurde. ich hatte die hoffnung schon fast verloren. eigentlich ist das quatsch, denn wir haben es nie so bewusst versucht, wie man es könnte, aber ich war immer der meinung, dass ich ohne probleme wenn ich möchte kinder bekommen werde. der kinderwunsch war bei mir schon früh da und immer sehr groß. ich habe drei jüngere geschwister und hatte auch so in meiner jugend immer viel mit kindern zu tun. es war für mich immer klar, dass ich früh mutter werden möchte. 2005 hatten sich dann auch die ganzen lebensumstände meines freundes und mir so ergeben, dass wir uns rundum dazu bereit fühlten, ein kind zu bekommen. wie gesagt, es hat über ein jahr gebraucht, bis ich schwanger wurde. als es dann im sep06 soweit war, waren wir überglücklich. ich habe den ersten arzt-termin in der 7 SSW gehabt, schon da wurde mir gesagt, dass kein herzschlag vorhanden ist. ich war unter schock. für mich ist eine welt zusammen gebrochen. mein damaliger arzt war sehr unsensibel. für ihn war es nicht mehr als routine. auch hat er mir nicht wirklich erklärt, was passiert war, woher es kam usw. usw. ich habe daraufhin den arzt erstmal gewechselt. in der 9. woche konnten wir also sicher gehen, dass kein herzschlag vorhanden ist und für die 10. woche wurde eine ausschabung angesetzt. physisch lief alles glatt, ich hatte auch danach keinerlei beschwerden, meine regel verlief normal. die ausschabung war im november. psychisch habe ich es nicht wirklich gut verkraftet. ich habe es verdrängt, mehr oder weniger. mich in meiner arbeit verkrochen und es einfach aus meinem kopf verbannt. vor knapp drei wochen blieb meine regel aus. ich habe bis vor einer woche mit einem schwangerschaftstest gewartet. dann habe ich mich sicher genug gefühlt und mir gesagt, ich hätte keine angst mehr davor. der test war positiv. ich habe mich sehr darüber gefreut. auch mein freund war überglücklich. diese zweite schwangerschaft hat sich anders angefühlt als die erste. ich hatte die typischen symptome wie müdigkeit, übelkeit und dass mir oft schwindelig war, aber meine brust hat nicht so sehr gespannt wie in der ersten schwangerschaft und auch die anderen anzeichen waren nicht ganz so stark. gestern nacht habe ich plötzlich starke blutungen bekommen. bei der ersten schwangerschaft sagte man mir, mein körper hätte einfach nicht gemerkt, dass es sich um eine nicht-intakte schwangerschaft handelte, deshalb musste sie durch die ausschabung abgebrochen werden. in den meisten fällen würde der körper es jedoch bemerken und die schwangerschaft von selbst abstoßen. die meisten frauen bekämen das noch nicht einmal mit, da sie einfach ihre regel "zu spät" bekommen.
nun denke ich, dass es gestern wohl so war. mein körper hat die schwangerschaft, die wohl wieder nicht intakt war, einfach ausgespült. da ich keine schmerzen habe/hatte, bin ich nicht gleich ins krankenhaus. ich habe eine ziemliche phobie vor krankenhäusern und werde also montag zu meiner frauenärztin um mich untersuchen zu lassen. dass jetzt noch eine schwangerschaft besteht, ich bin mir sicher, das ist nicht der fall. dazu waren die blutungen zu stark. es war auch nicht nur reines blut, es war wie die blutung nach der ausschabung, die ja auch alles herausschwemmt. ich weiß, das risiko eine weitere fehlgeburt zu erleiden ist nun nach zwei missed abortions erheblich gestiegen. ich wünsche mir nichts mehr als ein kind und es tut mir schon verdammt weh zu sehen, wie ich selbst dieser ganzen sache gegenüber aus selbstschutz immer unemotionaler werde. ich war mir diesesmal so sicher, dass alles gut laufen würde. im mai werde ich 26. mein freund wird in ein paar tagen 37. ich weiß es klingt verrückt, aber ich habe das gefühl mir rennt die zeit davon.
gleichzeitig aber habe ich so unglaubliche angst davor noch eine weitere fehlgeburt zu haben, dass ich überhaupt nicht weiß, wie schnell ich wieder bereit dazu sein werde, eine weitere schwangerschaft in angriff zu nehmen...
es hat mir sehr gut getan zu lesen, dass es doch einige frauen gibt, die mit den gleichen ängsten kämpfen und dass es immer wieder frauen gibt, bei denen auch nach mehrfachen fehlgeburten eine schöne, intakte schwangerschaft problemlos verlaufen kann. das gibt mir sehr viel hoffnung !

ich wäre über jeden erfahrungsaustausch froh.

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18. März 2007 um 12:41
In Antwort auf alvina_12745689

RE: Meine Geschichte, will Mut machen
liebe nelanni,

dein eintrag hat mir soeben eine ganze menge mut gemacht. genau, was du erreichen wolltest
im moment bin ich am boden zerstört.
meine geschichte:
im august 2005 haben mein partner und ich (wir sind jetzt seit 5,5 jahren zusammen) aufgehört zu verhüten. es hat bis sep 06 gedauert, bis ich schwanger wurde. ich hatte die hoffnung schon fast verloren. eigentlich ist das quatsch, denn wir haben es nie so bewusst versucht, wie man es könnte, aber ich war immer der meinung, dass ich ohne probleme wenn ich möchte kinder bekommen werde. der kinderwunsch war bei mir schon früh da und immer sehr groß. ich habe drei jüngere geschwister und hatte auch so in meiner jugend immer viel mit kindern zu tun. es war für mich immer klar, dass ich früh mutter werden möchte. 2005 hatten sich dann auch die ganzen lebensumstände meines freundes und mir so ergeben, dass wir uns rundum dazu bereit fühlten, ein kind zu bekommen. wie gesagt, es hat über ein jahr gebraucht, bis ich schwanger wurde. als es dann im sep06 soweit war, waren wir überglücklich. ich habe den ersten arzt-termin in der 7 SSW gehabt, schon da wurde mir gesagt, dass kein herzschlag vorhanden ist. ich war unter schock. für mich ist eine welt zusammen gebrochen. mein damaliger arzt war sehr unsensibel. für ihn war es nicht mehr als routine. auch hat er mir nicht wirklich erklärt, was passiert war, woher es kam usw. usw. ich habe daraufhin den arzt erstmal gewechselt. in der 9. woche konnten wir also sicher gehen, dass kein herzschlag vorhanden ist und für die 10. woche wurde eine ausschabung angesetzt. physisch lief alles glatt, ich hatte auch danach keinerlei beschwerden, meine regel verlief normal. die ausschabung war im november. psychisch habe ich es nicht wirklich gut verkraftet. ich habe es verdrängt, mehr oder weniger. mich in meiner arbeit verkrochen und es einfach aus meinem kopf verbannt. vor knapp drei wochen blieb meine regel aus. ich habe bis vor einer woche mit einem schwangerschaftstest gewartet. dann habe ich mich sicher genug gefühlt und mir gesagt, ich hätte keine angst mehr davor. der test war positiv. ich habe mich sehr darüber gefreut. auch mein freund war überglücklich. diese zweite schwangerschaft hat sich anders angefühlt als die erste. ich hatte die typischen symptome wie müdigkeit, übelkeit und dass mir oft schwindelig war, aber meine brust hat nicht so sehr gespannt wie in der ersten schwangerschaft und auch die anderen anzeichen waren nicht ganz so stark. gestern nacht habe ich plötzlich starke blutungen bekommen. bei der ersten schwangerschaft sagte man mir, mein körper hätte einfach nicht gemerkt, dass es sich um eine nicht-intakte schwangerschaft handelte, deshalb musste sie durch die ausschabung abgebrochen werden. in den meisten fällen würde der körper es jedoch bemerken und die schwangerschaft von selbst abstoßen. die meisten frauen bekämen das noch nicht einmal mit, da sie einfach ihre regel "zu spät" bekommen.
nun denke ich, dass es gestern wohl so war. mein körper hat die schwangerschaft, die wohl wieder nicht intakt war, einfach ausgespült. da ich keine schmerzen habe/hatte, bin ich nicht gleich ins krankenhaus. ich habe eine ziemliche phobie vor krankenhäusern und werde also montag zu meiner frauenärztin um mich untersuchen zu lassen. dass jetzt noch eine schwangerschaft besteht, ich bin mir sicher, das ist nicht der fall. dazu waren die blutungen zu stark. es war auch nicht nur reines blut, es war wie die blutung nach der ausschabung, die ja auch alles herausschwemmt. ich weiß, das risiko eine weitere fehlgeburt zu erleiden ist nun nach zwei missed abortions erheblich gestiegen. ich wünsche mir nichts mehr als ein kind und es tut mir schon verdammt weh zu sehen, wie ich selbst dieser ganzen sache gegenüber aus selbstschutz immer unemotionaler werde. ich war mir diesesmal so sicher, dass alles gut laufen würde. im mai werde ich 26. mein freund wird in ein paar tagen 37. ich weiß es klingt verrückt, aber ich habe das gefühl mir rennt die zeit davon.
gleichzeitig aber habe ich so unglaubliche angst davor noch eine weitere fehlgeburt zu haben, dass ich überhaupt nicht weiß, wie schnell ich wieder bereit dazu sein werde, eine weitere schwangerschaft in angriff zu nehmen...
es hat mir sehr gut getan zu lesen, dass es doch einige frauen gibt, die mit den gleichen ängsten kämpfen und dass es immer wieder frauen gibt, bei denen auch nach mehrfachen fehlgeburten eine schöne, intakte schwangerschaft problemlos verlaufen kann. das gibt mir sehr viel hoffnung !

ich wäre über jeden erfahrungsaustausch froh.

Hallo saravita
Schön,dass ich dir etwas Mut machen konnte.Wie ist die Untersuchung bei der Ärztin gelaufen?Ich bin jetzt 27 und mein Freund ist32.Ich kann Dir nur sagen es ist mit Sicherheit noch lange nicht zu spät für ein (oder mehrere) Kids. Ich wurde immer gefragt ob das auch wirklich ein Wunschkind wäre weil ich mit 24 ja noch viel zu jung wäre.Jaja, die anderen wissen ja immer alles besser.
Vielleicht hast du ja Lust mir von Deinem Arztbesuch zu berichten.es hört sich zwar alles nicht so gut an aber ich drücke trotzdem ganz fest die Daumen!!

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