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Meine Geschichte.. BITTE LESEN!! (sehr lang)

18. November 2010 um 10:49

Im Mai 2010 wurde ich schwanger. Als ich erfuhr, dass ich schwanger bin war ich so glücklich wie noch nie in meinem Leben zuvor. Ich wünschte mir schon seit ich denken kann, ein Kind. Doch leider war etwas nicht in Ordnung. Die Nackentransparenz meines Babys war nicht gut und meine Blutwerte eine reine Katastrophe für eine 20-jährige. Mir wurde von verschiedenen Ärzten zu einer Fruchtwasserpunktion geraten, die ich durchführen liess. Ich musste auf eine Liege liegen und vor mir war eine riesige Leinwand mit dem Ultraschall. Man sah also das Kind und den Einstich der Nadel ganz gross. Der ganze Bauch und UL wurde desinfiziert usw. Dann wurde mit einer riesigen Spritze, also Nadel, durch die Bauchdecke gestochen und etwas Fruchtwasser genommen. Der Stich war zu vergleichen mit einer Blutabnahme (oder etwas mehr) Es ging also Doch als die Nadel drin war und sie das Fruchtwasser Entnahme hatte ich heftige Schmerzen. Aber das ging gleich wieder weg als sie die Nadel wieder rauszogen. Es wurde wieder desinfiziert und man kontrollierte auf dem US ob es dem Baby gut geht und ob es ein Blutgerinnsel gibt. Es war alles i.O. und der Arzt sagte wir müssen 2 Tage warten und dann zum Gespräch kommen. Ich wollte nie über ein ungeborenes Leben entscheiden. Ich war mir sicher, dass das Kind gesund sein wird. Leider wurde aber das Down-Syndrom, Trisomie 21 festgestellt. Ich war am Boden zerstört. Mein Mann und ich mussten beide weinen und für mich fiel eine Traumwelt zusammen. Ich habe nur nach dem Kopf gehandelt. Mein Herz wollte mein Kind niemals loslassen. Doch ich wusste, in unserer Situation, ohne Erfahrung würden wir das niemals mit einem behinderten Kind schaffen. Nur schon finanziell könnten wir einem behinderten nicht das bieten, was es verdient. Wir würden uns psychisch kaputt machen aber auch die Ehe würde auf dem Spiel stehen. Und das mit 20 und mein Mann ist 23! Wir haben sehr viele Gespräche mit der Familie, Freunden, Ärzten und Menschen, welche schon Down Syndrom Kinder haben geführt. Doch alle rieten uns zu einer Abtreibung. Diese Herausforderung zu meistern wäre fast unmöglich. Es war die schwerste Entscheidung meines Lebens, ich hoffe ich werde so etwas nie mehr durchmachen müssen. Wir entschieden uns deshalb für einen Abbruch. Ich war dann genau in der 16. SSW. Das Kind war schon 12 cm gross und deshalb musste ich das Kind wie bei einer normalen Geburt gebären. Ich musste auch 1 1/2 Tage im KH bleiben... Es war schrecklich...Ich wurde behandelt als wäre man der letzte Dreck...Ich bekam zuerst an einem Montag 2 Tabletten (Myfegne) und musste dann nach Hause gehen und dann 2 Tage später musste ich wieder ins KH und dann wurden mir vaginal 4 Tabletten eingeführt...Sie sagten mir ich müsse auf der Kloschüssel in einen Behälter mein Kind zur Welt bringen der HORROR...Natürlich wollte mein Kleiner SO nicht auf die Welt kommen...Nach grossen Schmerzen und 4 Stunden Wehen kam er immer noch nicht und dann haben sie mir nochmals 4 Tabletten eingeführt Ich hatte dann wieder etwa 2 Stunden Wehen und als er einfach nicht kommen wollte sagte meine Mutter mir ich solle ein bisschen rumlaufen und sie hatte total Recht... Eine halbe Stunde später ist mir die Fruchtblase (im Stehen) geplatzt und dann bin ich sofort aufs Bett. Die Ärzte und Krankenschwestern waren total unvorbereitet und unfreundlich. Sie haben gedacht es wäre wie eine normale Abtreibung Halloo??? Ich war im 4. Monat. Als meint kleiner Engel kam, spürte ich nur Leere und tiefste Trauer. Ich sah ihn bestimmt 10 Minuten noch an. Ich brauchte das für mich. Ich MUSSTE ihn ansehen. Auch heute weiss ich das es richtig war ihn anzusehen. Er war das SCHÖNSTE was ich jemals gesehen hatte. So hübsch und leider so unschuldig Danach wurde noch eine operative Ausschabung unter Vollnarkose gemacht. Und zuletzt noch das Schlimmste! Ich wollte mein Kind kremieren lassen und dann die Urne bekommen um sie nachher mit meinem Mann zu verstreuen...Und die Ärztin sagte mir nur, Dann können sie das Kind mit einem PLASTIKSACK nach Hause nehmen!!!!!!! Ich müsse es selber zum Bestattungsamt bringen... das war das Unglaublichste, was ich jemals in meinem Leben gehört habe... Danach habe ich dem Bestattungsamt angerufen und sie haben mir gesagt, das sei VERBOTEN, NIEMALS dürfe man so etwas machen. Das KH muss das Kind in die Pathologie (Totenabteilung) bringen und dann von dort bringt man es zum Bestattungsamt. Schlussendlich ist es dann auch so gewesen... Aber das solche Dinge in der Schweiz (Europa) passieren ist einfach unglaublich!!

Na ja ich durfte dann einen Tag später nach Hause gehen und hatte 2 Wochen Dauerblutung (stärker als Mens). Danach war eigentlich alles wieder in Ordnung. Ich bekam dann auch 1 Monat später wieder wie normal meine Periode. Es ist verheilt, doch die Wunde in meinem Herz bleibt für immer. Mein Kleiner durfte nicht Leben Manchmal frage ich mich noch immer, habe ich das richtige getan? Weiss ich was das Richtige ist? Ich glaub das weiss man NIE Ich kann heute eigentlich gut zu meiner Entscheidung stehen. Ich denke wir hätten es einfach nicht geschafft und wären unglücklich gewesen. Unser Kleiner wäre somit natürlich auch nicht glücklich gewesen. Ich wollte und will einem Kind einfach das beste Leben schenken das es verdient. Es sollte nicht gehänselt, ausgestossen und von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden (was heute bei uns leider so ist)... ich könnte mein Kind nicht leiden sehen und ihm sagen, dass es nun mal etwas anders ist als die anderen Kinder. Geschweige denn, ein weiteres Kind bekommen. Die nächsten Kinder leiden auch darunter, der Kleine steht durch seine Behinderung immer im Vordergrund. Ich möchte meine Kinder alle gleich behandeln und jedem gleich viel Zuneigung geben (soweit das natürlich möglich ist).
Ich habe es selbst bei meiner Kindheit gemerkt. Mein Bruder ist extrem hyperaktiv. Er hat das ADHS Symptom. Er nimmt täglich seit er 5 Jahre alt ist Ritalin. Er ist heute 18 und braucht es aber immer noch täglich, da er sonst wirklich nicht auszuhalten ist. Er war immer im Mittelpunkt, ich wurde immer etwas in die Ecke gestellt. UND er hatte keine Behinderung, nur eine Krankheit. Aber es ist eine schwere Entscheidung und jeder muss sie selbst treffen. Ich bewundere andere die es mit einem solchen Kind schaffen oder geschafft haben. Ich ziehe den Hut vor Ihnen und trotzdem weiss ich, wir hätten es nur sehr sehr schwer geschafft.

Wir gehen seit dem beide zum Psychiater und ich kann das nur empfehlen. Es tut sehr gut über die Probleme zu sprechen. Plötzlich erscheinen andere Probleme die man immer verdrängt oder gar nicht wahrgenommen hat.

Nun bin ich wieder schwanger ich bin überglücklich und könnte Luftsprünge machen. Ich bin jetzt in der 4 SSW.. Aber es kann sein das ich es verlieren werde Ich habe Schmierblutung und meine FÄ kann noch nichts sehen, da es einfach viiiiel zu früh ist. Aber ich hoffe es kommt alles gut, und sonst kommt es so wie es sein muss. Das ist Schicksal, ich kann es nicht beeinflussen. Aber wenn das Kind wieder Trisomie 21 hätte, dann würde ich es wahrscheinlich nicht mehr abtreiben. Ich weiss, ich stehe das ganze nicht ein zweites Mal durch. 2 Mal durch die Hölle? Nein, das geht nicht. Dann nehme ich das Kind und liebe es wie mein Leben und versuche ihm alles zu geben was es braucht. Ich werde mein ganze Kraft einsetzten solange ich leben werde.

Zum Schluss noch mal: Ich wünsche keiner Frau, eine solche Entscheidung jemals treffen zu müssen. Doch leider passiert es und man MUSS sich für oder gegen das Kind entscheiden. Ich akzeptiere jede Entscheidung, denn ich weiss wie schlimm das hin und her, ja und nein ist.

Ich wünsche Allen nur das Beste auf Erden und entscheidet für EUCH!

glg Nina

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18. November 2010 um 10:53

Sorry...
... dass ich das nochmals poste (habe schon vor ein paar Wochen einen ähnlichen Thread gepostet) Aber ich musste mir nochmal Luft machen und vielleicht kann ich anderen damit helfen...

glg nina

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18. November 2010 um 11:47
In Antwort auf bella_12641481

Sorry...
... dass ich das nochmals poste (habe schon vor ein paar Wochen einen ähnlichen Thread gepostet) Aber ich musste mir nochmal Luft machen und vielleicht kann ich anderen damit helfen...

glg nina

Alles alles gute...
wir haben ja schon mal geschrieben, es ist schön zu lesen das du und dein mann eine beratung machts, und noch schöner zu lesen das du wieder schwanger bist!!
ich wünsche euch alles gute und drücke euch die daumen das alles okay ist.


Lg kruemmel27

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18. November 2010 um 12:06
In Antwort auf lilian_12507424

Alles alles gute...
wir haben ja schon mal geschrieben, es ist schön zu lesen das du und dein mann eine beratung machts, und noch schöner zu lesen das du wieder schwanger bist!!
ich wünsche euch alles gute und drücke euch die daumen das alles okay ist.


Lg kruemmel27


daankeschöön... Ich hoffe wirklich auch das nun alles gut kommt mal sehen...

glg nina

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18. November 2010 um 12:56
In Antwort auf bella_12641481


daankeschöön... Ich hoffe wirklich auch das nun alles gut kommt mal sehen...

glg nina

Oh du arme, fühl dich umarmt
ich drück dir all meine daumen das diesmal alles in ordnung ist mit. deinem würmchen...
echt schrecklich was wir frauen alles durch stehen müssen

du sagt falls ein 2 mal würdest du das nicht nochmal durmachen, aber meinst du nicht du hättest kein schlechtes gewissen über deinem ersten würmchen
wenn beim 2 würmchen auch anomalien festgestellt werden, und du es trotzdem austrägst

lg lejlaaa

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18. November 2010 um 15:47
In Antwort auf lejlaaa

Oh du arme, fühl dich umarmt
ich drück dir all meine daumen das diesmal alles in ordnung ist mit. deinem würmchen...
echt schrecklich was wir frauen alles durch stehen müssen

du sagt falls ein 2 mal würdest du das nicht nochmal durmachen, aber meinst du nicht du hättest kein schlechtes gewissen über deinem ersten würmchen
wenn beim 2 würmchen auch anomalien festgestellt werden, und du es trotzdem austrägst

lg lejlaaa

@ lejlaaa
vielen dank! dass kann ich wirklich gebrauchen und hoffe inständig dass alles gut wird...

Ja da hast du wohl Recht...Ich hätte bestimmt ein schlechtes Gewissen.. Aber ich weiss nicht ob ich nochmal ein Kind gehen lassen könnte ... Aber ich weiss es nicht...

Es ist schwer... Aber es könnte auch sein das ich es nicht behalten würde... Es kommt dann wirklich wieder auf die Situation drauf an.. Aber du hast schon Recht....

Hoffe einfach es wird alles gut...

Vielen Dank für deinen Eintrag!

glg nina

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18. November 2010 um 17:06

Ich
verstehe dich. Ich habe grossen Respekt vor Frauen die das schaffen. Ich hätte mir das einfach nicht zugetraut...Und ich kenne leider auch schwerbehinderte Downie Und das würde mir jeden Tag mein Herz zerreissen wenn ich mein Kind so sehen müsste. Wir wussten bei uns ja noch nicht ob es Herzfehler usw hat. Trisomie 21 ist das eine..Aber Herzfehler und so weiter (es gibt noch vieles mehr) das wäre noch viel schlimmer. Es gibt natürlich auch "normale" Downies... Bei denen merkt man es fast nicht und sie können (wie du sagt) sogar einen Realabschluss machen. Aber meistens sind das leider die wenigsten...

Aber eben... jeder hat eine andere Meinung und wenn man dann wirklich vor dieser Entscheidung steht, ist es sehr sehr schwer...

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18. November 2010 um 18:23

Hallo Federlein
Deine Geschichte macht mich sehr traurig,schlimm finde ich das du normal gebären musstest und danach wie die Ärzte dein Kind in den Sack stecken wollten ich verstehe das du trauern wolltest und finde das schön von dir.Schade hast du das gemacht vielleicht wär die Behinderung doch nicht so schlimm gewesen? Ich finde auch ein Behindertes Kind hat ein Recht auf Leben.Und das es nicht einfach wäre ist klar aber vielleicht wärt ihr auch an der Aufgabe geistig gewachsen und eure Beziehung wäre stärker geworden,wenigstens willst du es in Zukunft nicht mehr machen finde ich gut.
Aber wie war das mit deinem Bruder ?Ich finde ADHS sollte man nie mit Ritalin behandeln sondern mit viel Liebe und Aufmerksamkeit,Ritalin ist nämlich eine Droge und steht unter dem Betäubungsmittelgesetz.
Gruss

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18. November 2010 um 18:26
In Antwort auf bella_12641481

@ lejlaaa
vielen dank! dass kann ich wirklich gebrauchen und hoffe inständig dass alles gut wird...

Ja da hast du wohl Recht...Ich hätte bestimmt ein schlechtes Gewissen.. Aber ich weiss nicht ob ich nochmal ein Kind gehen lassen könnte ... Aber ich weiss es nicht...

Es ist schwer... Aber es könnte auch sein das ich es nicht behalten würde... Es kommt dann wirklich wieder auf die Situation drauf an.. Aber du hast schon Recht....

Hoffe einfach es wird alles gut...

Vielen Dank für deinen Eintrag!

glg nina

Das wird es bestimmt....
ich weiss es ist schwerer gesagt als getan. aber mach dich nicht verrückt es wird bestimmt alles ok sein
ich selbst lebe nach alles im leben hat einen grund und was mich nicht umbringt macht mich nur stärker
geniess einfach die schwangeren zeit
gaaaaanz lg lejlaaa

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18. November 2010 um 19:37
In Antwort auf amanda_11971126

Hallo Federlein
Deine Geschichte macht mich sehr traurig,schlimm finde ich das du normal gebären musstest und danach wie die Ärzte dein Kind in den Sack stecken wollten ich verstehe das du trauern wolltest und finde das schön von dir.Schade hast du das gemacht vielleicht wär die Behinderung doch nicht so schlimm gewesen? Ich finde auch ein Behindertes Kind hat ein Recht auf Leben.Und das es nicht einfach wäre ist klar aber vielleicht wärt ihr auch an der Aufgabe geistig gewachsen und eure Beziehung wäre stärker geworden,wenigstens willst du es in Zukunft nicht mehr machen finde ich gut.
Aber wie war das mit deinem Bruder ?Ich finde ADHS sollte man nie mit Ritalin behandeln sondern mit viel Liebe und Aufmerksamkeit,Ritalin ist nämlich eine Droge und steht unter dem Betäubungsmittelgesetz.
Gruss

ADHS
ist eine neurobiologische Erkrankung, die kriegst du doch nicht mit Liebhaben weg, Zilly.
Je nach Schweregrad brauchen nicht alle ADHS-Kids Ritalin o.a. Medis, aber sie und die Eltern brauchen eine Behandlung und Hilfe z.B. in Form eines verhaltenstherpeutischen Programms, damit das Kind in der Lage ist, sein Leben und die Anprüche, die z.B in der Schule gestellt werden überhaupt zu meistern.
Dass heutzutage ADHS eine Modediagnose ist und viele Kinder vielleicht fälschlich behandelt werden, steht auf einem anderen Blatt. Die, die aber wirklich betroffen sind, können oft überhaupt erst durch Ritalin wieder ein normales Leben führen.

Und ich sitze am anderen Ende der Fahnenstange und behandle Erwachsene, die leider als Kinder NICHT diagnostiziert und behandelt wurden, die deshalb z.B. ihre Ausbildung nicht geschafft haben, ihr Leben nicht strukturiert kriegen, Süchte, Depressionen oder schwere Persönlichkeitsstörungen entwickelt haben. Unbehandeltes ADHS führt schlimmstensfalls in den Knast - jeder 2. bis4. Gefängnisinsasse hat ADHS.

Je früher eine Behandlung einsetzt, desto größer sind die Chancen für eine normale Entwicklung. Liebe kann dabei bestimmt hilfreich sein aber ausreichend ist sie nicht.

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19. November 2010 um 7:20
In Antwort auf amanda_11971126

Hallo Federlein
Deine Geschichte macht mich sehr traurig,schlimm finde ich das du normal gebären musstest und danach wie die Ärzte dein Kind in den Sack stecken wollten ich verstehe das du trauern wolltest und finde das schön von dir.Schade hast du das gemacht vielleicht wär die Behinderung doch nicht so schlimm gewesen? Ich finde auch ein Behindertes Kind hat ein Recht auf Leben.Und das es nicht einfach wäre ist klar aber vielleicht wärt ihr auch an der Aufgabe geistig gewachsen und eure Beziehung wäre stärker geworden,wenigstens willst du es in Zukunft nicht mehr machen finde ich gut.
Aber wie war das mit deinem Bruder ?Ich finde ADHS sollte man nie mit Ritalin behandeln sondern mit viel Liebe und Aufmerksamkeit,Ritalin ist nämlich eine Droge und steht unter dem Betäubungsmittelgesetz.
Gruss

@ zilly
Ja du hast zum Teil schon recht... Aber es hätte auch sein können das die Behinderung sehr schlimm gewesen wäre... Und dann? Es wäre einfach sehr sehr schwer geworden...

Nun zu meinem Bruder.. Er geht seit 20 Jahren zum Psychiater....Meine Eltern, meine Schwester, Ich gingen früher auch zur Familientherapie... Mein Bruder ist sehr krank... Er kann ohne Ritalin niemals (jetzt) ein Leben führen. Er macht eine super Ausbildung (Informatiker in der IWC) Aber ohne das Ritalin würde das nicht gehen... Es ist nun schon besser da er ja auch älter wird aber er kann sich nicht konzentrieren... Und ich meine als er klein war war er ein Monster (Sorry für den Ausdruck) ES WAR SEHR SEHR SCHLIMM..wir gingen NIE auf Besuch..Das war nicht möglich.... Er hat zuhause alles kaputt gemacht, Wände verschmiert, Lampen runtergerissen, Stroh in der Garage verbrannt, Sideboard umegworfen und und und... Es war wirklich schlimm und ohne das Ritalin wären meine Eltern jetzt psychisch am Ende. Aber so geht es ihm super, es ermöglicht ihm ein richtiger Leben und er ist sehr glücklich damit. Aber ich hoffe auch das er für später wenn er auch mal Kinder haben sollte, dass er das Ritalin nicht mehr so oft brauch wie jetzt täglich... Aber man wird es sehen...

GLG Nina

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19. November 2010 um 7:20
In Antwort auf nainsm_12077256

ADHS
ist eine neurobiologische Erkrankung, die kriegst du doch nicht mit Liebhaben weg, Zilly.
Je nach Schweregrad brauchen nicht alle ADHS-Kids Ritalin o.a. Medis, aber sie und die Eltern brauchen eine Behandlung und Hilfe z.B. in Form eines verhaltenstherpeutischen Programms, damit das Kind in der Lage ist, sein Leben und die Anprüche, die z.B in der Schule gestellt werden überhaupt zu meistern.
Dass heutzutage ADHS eine Modediagnose ist und viele Kinder vielleicht fälschlich behandelt werden, steht auf einem anderen Blatt. Die, die aber wirklich betroffen sind, können oft überhaupt erst durch Ritalin wieder ein normales Leben führen.

Und ich sitze am anderen Ende der Fahnenstange und behandle Erwachsene, die leider als Kinder NICHT diagnostiziert und behandelt wurden, die deshalb z.B. ihre Ausbildung nicht geschafft haben, ihr Leben nicht strukturiert kriegen, Süchte, Depressionen oder schwere Persönlichkeitsstörungen entwickelt haben. Unbehandeltes ADHS führt schlimmstensfalls in den Knast - jeder 2. bis4. Gefängnisinsasse hat ADHS.

Je früher eine Behandlung einsetzt, desto größer sind die Chancen für eine normale Entwicklung. Liebe kann dabei bestimmt hilfreich sein aber ausreichend ist sie nicht.

@ achso
Gebe dir total Recht!! Hast es auf den Punkt gebracht, genau so ist es!

GLG Nina

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19. November 2010 um 9:01
In Antwort auf nainsm_12077256

ADHS
ist eine neurobiologische Erkrankung, die kriegst du doch nicht mit Liebhaben weg, Zilly.
Je nach Schweregrad brauchen nicht alle ADHS-Kids Ritalin o.a. Medis, aber sie und die Eltern brauchen eine Behandlung und Hilfe z.B. in Form eines verhaltenstherpeutischen Programms, damit das Kind in der Lage ist, sein Leben und die Anprüche, die z.B in der Schule gestellt werden überhaupt zu meistern.
Dass heutzutage ADHS eine Modediagnose ist und viele Kinder vielleicht fälschlich behandelt werden, steht auf einem anderen Blatt. Die, die aber wirklich betroffen sind, können oft überhaupt erst durch Ritalin wieder ein normales Leben führen.

Und ich sitze am anderen Ende der Fahnenstange und behandle Erwachsene, die leider als Kinder NICHT diagnostiziert und behandelt wurden, die deshalb z.B. ihre Ausbildung nicht geschafft haben, ihr Leben nicht strukturiert kriegen, Süchte, Depressionen oder schwere Persönlichkeitsstörungen entwickelt haben. Unbehandeltes ADHS führt schlimmstensfalls in den Knast - jeder 2. bis4. Gefängnisinsasse hat ADHS.

Je früher eine Behandlung einsetzt, desto größer sind die Chancen für eine normale Entwicklung. Liebe kann dabei bestimmt hilfreich sein aber ausreichend ist sie nicht.

ADHS
Hi passt zwar jetzt nicht zum Thema und ich weiss bei deiner ausbildung als Psychologin lernt man das anders.Aber ich finde Ritalin starker Tubak eine regelrechte Droge das Kind wird unter Drogen gesetzt es bekommt auch eine Abhängigkeit es verändert auch dem Charakter ein Kind kann Essstörungen Wachstumsstörungen oder wird sogar Selbstmordgefährdet ! Ich halte gar nichts von dem das Leben lang starke Betäubungsmittel zu nehmen dazu noch von Kindesalter an. Die Eltern sollen das doch selber nehmen damit sie wissen was sie ihrem Kind antun!

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