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Meine erfahrungen vom kaiserschnitt

16. Mai 2016 um 11:56

Hallo ihr Lieben. Nachdem ich hier oft Fragen gestellt habe und diese oft nett beantwortet wurden, möchte ich für diejenigen, die sich über einen Kaiserschnitt Gedanken machen einmal meine Erfahrung beschrieben. Nachdem ich mich auf Grund einer beginnenden Schwangerschaftsvergiftung für einen Kaiserschnitt entschieden habe, war der Tag der Tage dann die 38+2 Schwangerschaftswoche. Die Arztin hat bewusst bis zu diesem Tag gewartet, weil die Chance auf ein allein zurechtkommendes Baby ab dann am wahrscheinlichsten sei. Am Morgen sind wir um 06:30 Uhr in die Klinik gefahren. Wir kamen in den Kreißsaal und ich wurde für ca 20 Minuten ans CTG angeschlossen. Nachdem das durch war, wurden wir nach Oben auf Station gebracht und mussten dort noch ca. zwei Stunden warten. Da ich sechs Stunden vorher nichts mehr essen durfte und zwei Stunden vorher nichts trinken, bekam ich einen Tropf angehängt. Um ca. 09:00 Uhr wurde ich dann abgeholt und mit meinem Bett in Richtung OP geschoben. In der Zeit zog mein Freund sich um und wartete bis er zu mir konnte. Ich kam zuerst in den Aufwachraum, dort stellten sich die Ärzte und Anästhesisten vor. Alle waren sehr nett und haben mich super mit Späßen abgelenkt. Nach ca 30-40 Minuten ging es dann endlich in den OP. Vorher musste ich aber noch vom Bett auf die Liege steigen. Im OP stellten sich noch mehr Ärzte und die Hebamme vor. Ich musste mich aufrecht hinsetzen, den Rücken gerade machen und die Schultern und Nacken zum Buckel machen. Die Spinalanästhesie wurde gelegt (tat überhaupt nicht weh) und ich spürte sofort Beine und Po kribbeln und angenehm warm werden. Ich konnte mich noch minimal bewegen, durfte aber natürlich nicht . Ich hab mich schnell hingelegt und dann wurde auch schon das berühmte grüne Tuch / der Vorhang vor gespannt. Mein Freund kam dann endlich rein, setzte sich an meinen Kopf und da haben sie auch schon angefangen. Ich hab den Start gar nicht richtig mitbekommen. Ich hab dann gefragt ob sie schon angefangen haben. Demnach... ich habe nichts gemerkt . Nach ca zwei Minuten hörte ich unseren Sohn plötzlich schreien und ich konnte meine Tränen vor Freude nicht zurück halten. Nach Gratulationen und einer Untersuchung an ihm wurde er mir dann auf die Brust gelegt und ich konnte kuscheln während ich zugenäht wurde. Zeitweise hatte ich niedrigen Blutdruck, das war aber nicht schlimm und ich ganz normal, schließlich ist es immernoch eine OP. Mein Freund ging dann für die letzten 10 Minuten raus und ich wurde zugenäht. Danach wurde ich aufs Bett gehoben und mit unserem Sohn zu ihm in den Kreißsaal gefahren wo mein Freund wartete. Wir lagen noch etwas mehr als zwei Stunden dort, könnten kuscheln und genießen, bis es dann auf Station ging. Die Tage danach waren ebenfalls ok. Die Schmerzen wurden von Tag tu Tag schlagartig in Sprüngen besser. Fazit, ich würde es immer wieder machen und die Panikmache ist (in meinem Fall war es so) vollkommen unbegründet. Meine Bettnachbarin hatte sich nach meinem Bericht ebenfalls spontan dafür entschieden, weil ihre Tochter 12 Tage drüber war. Auch sie war vollkommen zufrieden und fand das alles nicht schlimm. Wem also ein Kaiserschnitt bevor steht und Bedenken hat: Alles nur halb so wild und klingt schlimmer, als es ist . Tortzdem, es ist und bleibt eine OP, dessen muss man sich bewusst sein.

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16. Mai 2016 um 23:15

Gabelung
Echt? Also bei mir nicht
OP begann kurz vor 8 und um 8.03 Uhr war er geboren
Ca 8.45 war ich zurück im Kreisssaal inklusive entkabeln, umlagern in der Schleuse etc

Ansonsten war beim KS ähnlich gut wie deiner francileinchen

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17. Mai 2016 um 17:01


Was hattest du denn bitte in Mathe?
8.45-8.03 sind 42 Minuten
Abkabeln und umlagern vll 15 Min

Bleiben 20-30 Min zum nähen

Und danke ich war ziemlich klar und meine Handyuhr kann ich grad noch so lesen xD

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17. Mai 2016 um 20:06

Huhu
ich hatte auch einen Kaiserschnitt wg. Querlage und kann deine guten Erfahrungen nur teilen. Der Kaiserschnitt war entspannt, ohne Komplikationen und Schmerzen hatte ich danach vielleicht einen Tag lang. Auch meinem Baby ging es gut damit und wir konnten auch gleich stillen. Leider wird einem viel Angst gemacht, als würde man sich einer OP am offenen Herzen unterziehen. Aber so schlimm ist es wirklich nicht.

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17. Mai 2016 um 20:11

Das
zunähen dauerte bei mir insgesamt ca. 20 Minuten. Die 10 Minuten bezogen sich auf die Zeit für mich "alleine" ohne Freund im OP. Tatsächlich waren es nur 20 Minuten, hab extra nachgefragt. Das längste war die Vorbereitung.

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17. Mai 2016 um 20:13

Und
klat Risiken gibt es immer, das bestreite ich nicht. aber es wird oft Panik gemacht die wie ich finde jedem, der einen Kaiserschnitt machen muss wie ich z.B. oder in der Not bei einem Geburtsstop oder was auch immer, nur unnütz Angst macht. ich wollte gerne mal aus der positiven Sicht erzählen.

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