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Meine ELSS und Fragen

10. Juli 2013 um 14:44 Letzte Antwort: 5. August 2013 um 22:11

Hallo liebe Mädels,

ich hatte im März eine Not-OP wegen nicht erkannter ELSS.
Ich wusste das ich schwanger war und hatte quasi von Anfang an (1 Woche nach vermutlicher Zeugung) Schmerzen in der rechten Seite. Mit der SS hatte ich nicht gerechnet (trotz 1 Woche überfällig und KiWu seit 1/2 Jahr) und war umso überraschter als der Test positiv war... (Aufgrund der Schmerzen dachte ich es wäre 1 Zyste)
War gleich beim Arzt und habe mich erkundigt... Erklärung: Mutterbänder dehnen sich
1 Woche später wieder Termin... Fruchtblase war zu sehen hätte aber größer sein müssen und insgesamt mehr zu sehen sein müssen... Erklärung für Schmerzen: Darm ist gereizt
2 Tage später (Freitag) hatte ich leichte Blutungen und bin ins Krankenhaus... die Fruchtblase war schon weg und die Schleimhaut auch dabei abzugehen. Verdacht auf ELSS war da, aber beide EL unauffällig... die Schmerzen, die ich nun schon seit Wochen hatte spielten für die Ärzte anscheinend keine Rolle. Samstag noch eine unauffällige Ultraschalluntersuchung, Beta-HCG war stark gesunken... und anschliesende Ausschabung.
Bin trotz Verdacht auf ELSS entlassen worden mit der Aussage, dass nichts zu sehen ist und man die Testergebnise der Ausschabung abwarten müsse. Montag war ich beim FA und habe Beta-HCG kontrollieren lassen.
Habe ihn darauf angesprochen das ich immer noch die selben Schmerzen rechts habe... Erklärung: man muss abwarten, aber er glaubt nicht an ELSS
Di habe ich mittags plötzlich starke Schmerzen bekommen (hatte allerdings Sa nach der Ausschabung ähnlich starke Schmerzen)... habe beim FA angerufen und gefragt ob das von der ausschabung kommt. Er meinte das kann von der Ausschabung kommen und der Beta-HCG wäre weiter gefallen, was ja gut ist. Habe ihm natürlich erstmal geglaubt und mich hingelegt und geschohnt. Das ganze habe ich bis Mi Früh durchgehalten (hatte da eh wieder einen Termin beim FA)... zu diesem Zeitpunkt konnte ich nichts mehr, weder liegen, noch stehen, sitzen oder sonst was.
FA hat beim Ultraschall festgestellt das der rechte Eileiter (der mir ja auch seit Wochen weh tat) geplatzt ist und sich im Bauch Blut gesammelt hat. Ich bin dann sofort ins KH und Not operiert worden.

Im Nachhinein ist es ein absolutes Wunder das ich nicht verblutet bin und soger der Eileiter erhalten geblieben ist.

Obwohl ich dafür sehr dankbar bin komme ich mit dem Verlust des Kindes sehr schlecht klar.
Außerdem gibt es in unserem Bekanntenkreis zur Zeit einen regelrechten Babyboom. Zwischen einer engen Bekannten und mir wären 2 Wochen Unterschied gewesen.

Nun meine 2 wichtigsten Fragen:
Hat euch irgendwas über den Verlust des Babys hinweggeholfen?
Wie habt ihr es geschafft mit anderen Schwangeren umzugehen?

Sorry für den halben Roman.

Freue mich über viele Antworten.


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11. Juli 2013 um 10:23

ELSS
Hallo , wenn man alles so ließt klingt das wie ein Krimi. Ich hatte Anfang Juni eine ELSS - OP , mit entfernung des linken Eileiters. Nach einer Diagnose Fehlgeburt. Dann doch nicht , ein paar Tage strengste Bettruhe in der Hoffnung das dass Baby bleibt. Hatte den Kinderwunsch auch schon fast aufgegeben und nach über fünf Jahren - endlich - dann das
Ich komme nicht gerade gut damit klar, überall glüccklich Schwangere zusehen. Ich denke manchmal, jetzt sind alle Schwanger nur du nicht. Warum ist das passiert , hab ich was falsch gemacht?! Vielleicht doch evt die Arbeit?!
Wie weit warst du?
Sei froh das dein Eileiter erhalten worden ist! Sind sie durchgängig?

Grüßchen

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11. Juli 2013 um 11:44
In Antwort auf tanis_12668935

ELSS
Hallo , wenn man alles so ließt klingt das wie ein Krimi. Ich hatte Anfang Juni eine ELSS - OP , mit entfernung des linken Eileiters. Nach einer Diagnose Fehlgeburt. Dann doch nicht , ein paar Tage strengste Bettruhe in der Hoffnung das dass Baby bleibt. Hatte den Kinderwunsch auch schon fast aufgegeben und nach über fünf Jahren - endlich - dann das
Ich komme nicht gerade gut damit klar, überall glüccklich Schwangere zusehen. Ich denke manchmal, jetzt sind alle Schwanger nur du nicht. Warum ist das passiert , hab ich was falsch gemacht?! Vielleicht doch evt die Arbeit?!
Wie weit warst du?
Sei froh das dein Eileiter erhalten worden ist! Sind sie durchgängig?

Grüßchen

ELSS
Hallo, tut mir leid, dass du das auch mitmachen musstest.
Vor allem nach 5 Jahren... das muss besonders hart sein.

Ich war fast in der 8. Woche und du?
Ob die Eileite durchgängig sind konnten sie nicht sagen, da durch das platzen erst mal alles anders aussah. Davor hatte ich aber nie Probleme mit ihnen, auch keine Auffälligkeiten o.ä. Laut Ärzte war es wohl einfach Pech.

Genau die Gedanken kenne ich auch. Da ist schon mal ein Ei befruchtet und dann sowas. Man fühlt sich von seinem eigenen Körper verarscht.
Gestern kam wieder die Nächste mit der freudigen Botschaft schwanger zu sein. Im Moment habe ich wirklich Probleme in der Nähe von Schwangern zu sein. Ich denke dann immer "aha, so würde ich jetzt also aussehen".
Wie kommst du damit klar?

Viele liebe Grüße

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11. Juli 2013 um 17:12
In Antwort auf lavone_12058901

ELSS
Hallo, tut mir leid, dass du das auch mitmachen musstest.
Vor allem nach 5 Jahren... das muss besonders hart sein.

Ich war fast in der 8. Woche und du?
Ob die Eileite durchgängig sind konnten sie nicht sagen, da durch das platzen erst mal alles anders aussah. Davor hatte ich aber nie Probleme mit ihnen, auch keine Auffälligkeiten o.ä. Laut Ärzte war es wohl einfach Pech.

Genau die Gedanken kenne ich auch. Da ist schon mal ein Ei befruchtet und dann sowas. Man fühlt sich von seinem eigenen Körper verarscht.
Gestern kam wieder die Nächste mit der freudigen Botschaft schwanger zu sein. Im Moment habe ich wirklich Probleme in der Nähe von Schwangern zu sein. Ich denke dann immer "aha, so würde ich jetzt also aussehen".
Wie kommst du damit klar?

Viele liebe Grüße

ELSS
Ich war 7. Woche...
Ich hatte ja immer Probleme mit Zysten. Durch eine OP letzten Jahres und diese jetzt - weiß ich das ich auch Vernarbungen und Verwachsungen habe. Kommt wohl durch OPs oder Entzündungen.
Klar kommen:
naja , mal so und mal so. Eher schlecht. Weil ich glaube damit meine Chancen jetzt erst recht geringer sind und vor allem da ich glaube das der rechte Eileiter auch zu sein wird.
Ich fragte ja mal hier im Forum nach Meinungen über Heilpraktiker oder Osteopahten. Ob jemand damit Erfahrung gemacht hat- kam aber keine Reaktionen.
Klar beschäftigt das einen sehr, man ist ja auch nicht mehr die "allerjüngste" . Nur die anderen können absolut nichts dafür! Das Vergleichen wird bestimmt noch lange so gehen , wie weit wäre ich jetzt , was wäre es geworden , wie würde es aussehen...
Dein Tag wird mit Sicherheit auch noch kommen- wenn bei dir alles so weit in Ordnung ist!
Zu mir sagte man schon, ich hätte schließlich schon ein Kind!
Ja das stimmt - nur jetzt könnte ich es genießen.

Grüßchen

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12. Juli 2013 um 20:44

Frage!!!
Hallo, ich bin heute in der 4+5 ssw. Ich habe seit kurz nach dem ES mehrmals taglich ein ziehen und stechen im leistenbereich. War es so auch bei dir??? Habe Angst vor einer ELSS

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15. Juli 2013 um 9:05
In Antwort auf peggy_12739006

Frage!!!
Hallo, ich bin heute in der 4+5 ssw. Ich habe seit kurz nach dem ES mehrmals taglich ein ziehen und stechen im leistenbereich. War es so auch bei dir??? Habe Angst vor einer ELSS

Erstmal ruhig bleiben
Hallo, bleib erstmal ruhig. Ziehen und stechen kann wirklich auch von einer normalen SS kommen. Aber ja, bei mir war es genauso. Bleib trotzdem ruhig, bei dir muss das nicht so ein. Geh aber vorsichtshalber zum Arzt, rede über deine Ängste und lass dich nicht einfach so abwimmeln. Wichtig ist das regelmäßig kontrolliert wird, ob in der Gebärmutter ein Embryo zu sehen ist. Wenn du plötzlich starke Schmerzen bekommst, dann gleich ins Krankenhaus.

Wünsch dir viel Glück und das alles gut läuft.

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19. Juli 2013 um 20:19

Meine Erfahrung
Hallo,

ich hoffe Deine Fragen sind noch aktuell. Ich will Dir auch ein paar Worte schreiben. Ich hatte Ende Feb eine Fehlgeburt in der 10.SSW und weiss, wie schmerzhaft das ist, ein Baby zu verlieren. Das war sogar meine erste SS und gleich FG. Ich war ueber Wochen traurig, aber eine Sache hat mir geholfen das zu vergessen. Ende Maerz haben wir mit meinem Mann einen Schiurlaub gemacht, und der hat mir sehr geholfen. Da ich sogar Schifahren gelernt habe (mein zweiter Versuch), war das eine gute Abwechslung und ich konnte total abschalten. Danach ging es mir viel besser und ich habe mehr an die Zukunft gedacht. Ich war optimistisch, dass das naechste Mal klappen wird. Und natuerlich war ich dankbar, dass ich ueberhaupt schwanger werden konnte. Anderen Frauen gelingt das ueber Jahre nicht. Diese zwei Gedanken gaben mir Trost und Hoffnung. Ich muss aber zugeben, dass ich heute, wenn ich eine schwangere Frau sehe immer daran denke, on mein Bauch genauso gross waere ohne die FG. Zum Glueck bin ich jetzt wieder schwanger 8.SSW. Jetzt eben war ich beim Arzt, da ich seit 3 Tagen stechende Schmerzen links und rechts habe und gleich Angst hatte, ob ich das Baby wieder verliere. Zum Glueck zeigte der Ultraschall - Groesse und Platz, wo Baby liegt sind genau richtig, ausserdem das klieine Herz schlaegt schon. Also erstmal kein Grund zur Sorge.
Also zusammenzufassen, finde etwas, was Dir hilft, voll und ganz vom Erlebnis abzuschalten. Denke positiv und glaube an die Zukunft. Ach ja, und vergiss nicht FG und ELSS trifft mehr Frauen, als Du denkst. Ich habe das festgestellt, erst nachdem ich ein paar Freundinnen ueber die FG erzaehlt habe. Sie kannten genug andere mit solcher Erfahrung. Du weisst also nicht, was Deine Freundinnen, die jetzt gluecklich und normal schwanger sind, durchgemacht haben. Denn nur wenige erzaehlen darueber.
Ich hoffe, ich konnte Dir zumindest ein bisschen helfen.
Alles Gute und viel Glueck bei der naechsten SS!

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22. Juli 2013 um 8:44
In Antwort auf grazia_12542544

Meine Erfahrung
Hallo,

ich hoffe Deine Fragen sind noch aktuell. Ich will Dir auch ein paar Worte schreiben. Ich hatte Ende Feb eine Fehlgeburt in der 10.SSW und weiss, wie schmerzhaft das ist, ein Baby zu verlieren. Das war sogar meine erste SS und gleich FG. Ich war ueber Wochen traurig, aber eine Sache hat mir geholfen das zu vergessen. Ende Maerz haben wir mit meinem Mann einen Schiurlaub gemacht, und der hat mir sehr geholfen. Da ich sogar Schifahren gelernt habe (mein zweiter Versuch), war das eine gute Abwechslung und ich konnte total abschalten. Danach ging es mir viel besser und ich habe mehr an die Zukunft gedacht. Ich war optimistisch, dass das naechste Mal klappen wird. Und natuerlich war ich dankbar, dass ich ueberhaupt schwanger werden konnte. Anderen Frauen gelingt das ueber Jahre nicht. Diese zwei Gedanken gaben mir Trost und Hoffnung. Ich muss aber zugeben, dass ich heute, wenn ich eine schwangere Frau sehe immer daran denke, on mein Bauch genauso gross waere ohne die FG. Zum Glueck bin ich jetzt wieder schwanger 8.SSW. Jetzt eben war ich beim Arzt, da ich seit 3 Tagen stechende Schmerzen links und rechts habe und gleich Angst hatte, ob ich das Baby wieder verliere. Zum Glueck zeigte der Ultraschall - Groesse und Platz, wo Baby liegt sind genau richtig, ausserdem das klieine Herz schlaegt schon. Also erstmal kein Grund zur Sorge.
Also zusammenzufassen, finde etwas, was Dir hilft, voll und ganz vom Erlebnis abzuschalten. Denke positiv und glaube an die Zukunft. Ach ja, und vergiss nicht FG und ELSS trifft mehr Frauen, als Du denkst. Ich habe das festgestellt, erst nachdem ich ein paar Freundinnen ueber die FG erzaehlt habe. Sie kannten genug andere mit solcher Erfahrung. Du weisst also nicht, was Deine Freundinnen, die jetzt gluecklich und normal schwanger sind, durchgemacht haben. Denn nur wenige erzaehlen darueber.
Ich hoffe, ich konnte Dir zumindest ein bisschen helfen.
Alles Gute und viel Glueck bei der naechsten SS!

ELSS
Hallo,

ja, die Fragen sind noch aktuell. Danke für deine Antwort.
Es war auch meine erste SS. Ich versuche auch mir die positiven Seiten vor Augen zu halten.

Schön das es bei dir so schnell wieder geklappt hat.
Viel Glück für deine SS.

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1. August 2013 um 0:26

Hallo Du!
Deine Odysee tut mir richtig leid.
Ich glaube jeder hier hat ähnliches erlebt und leider gibt es keine wirklich töstenden Worte.
Nach zwei ESS habe ich mich für eine künstliche Befruchtung entschieden, welche gleich geklappt hat. Vor zwei Monaten hatte ich meine dritte ESS (und meine Freundinnen sind alle mit Baby 2 oder 3 schwanger) und ich bin heute noch immer über die erste traurig. Mein Mann ist immer an meiner Seite und auch meine Familie. Jedoch ist das Bewußtsein, ein Baby verloren zu haben allgegenwärtig. Aber lass dich nicht entmutigen!Wer will bekommt auch.Lass dir Zeit traurig zu sein ,wütend, heul dich auch ein drittes Mal aus, reden mit denen den du vertraust. Der Rest wird klappen und dann wird der Schmerz weniger.Ich kenne einige die auch eine ESS hatte und das zweite und dritte Mal war kein Problem...Kopf hoch, Angst zur Seite ..DU (IHR) SCHAFF(S)T DAS...es gibt immer einen Weg..!Liebe Grüße

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5. August 2013 um 22:11

Zeit
Liebe xh4,

Es tut mir so leid, dass Du diese schlimme Sache erleben musstest.
Bei mir ist meine Not-OP mit Entfernung des linken Eileiters jetzt 7Wochen her. Und die Zeit bis jetzt war echt hart. Die ersten Wochen konnte ich nur heulen. Aber es wurde immer besser. Momentan ist es so, dass ich die Tage ganz gut rum kriege, die Abende sind nach wie vor teilweise von sehr viel Trauer geprägt. Aber ich merke, dass es von Woche zu Woche besser wird.
Einen ganz großen Schritt in die positive Richtung konnte ich nochmal tun, als ich von der FÄ das Ergebnis bekam, dass alles in Ordnung ist, ich theoretisch wieder ungeschützt Verkehr haben darf, alle Rechnungen vom Krankenhaus und Arzt bezahlt waren, und ich die Sache für mich einfach abhaken konnte, und es nicht mehr ständig aktuell war.

Eine Riesenhilfe waren immer meine Freunde, Arbeitskollegen, natürlich Familie und mein Mann. Lass die Hilfe zu. Rede, rede, rede. Soviel Du willst und wann Du willst. Nimm Dir das Recht raus im Mittelpunkt zu stehen. Irgendwann wirst Du merken, dass Du nicht mehr drüber reden magst. Dann kommuniziere das auch.

Ganz große Probleme hatte ich zu Beginn auch mit allen Schwangeren. Bis zu einem Erlebnis. Zwei Wochen nach meiner OP kam eine sehr liebe Arbeitskollegin mit ihrem Neugeborenen in der Arbeit zu Besuch. Davor hatte ich Riesenbammel. Was, wenn ich mich für sie nicht freuen kann? Was, wenn ich wieder heulen muss (es wusste natürlich nicht jeder)? Aber es kam ganz anders. Sie kam rein mit ihrer süßen, kleinen Tochter. Und alles war gut. Ich hatte nur noch Augen für das Baby. Also, mach Dir keine Sorgen. Das wird schon. Und wenn Deine Gefühle anders sind, rede mit Deiner Freundin offen darüber, welche Ängste Du hast. Sie wird Dir niemals böse sein.

Und nochmals, lass Dir Zeit soviel Du brauchst. Und wenn Du reden willst, rede.
Ich drück Dir die Daumen
222nana222

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