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Mein Freund interessiert sich nicht für meine Schwangerschaft.

27. März 2018 um 21:46 Letzte Antwort: 28. März 2018 um 21:46

Hallo ihr Lieben.


Ich fühle mich im Moment ein bisschen allein gelassen und weiß nicht, an wen ich mich wenden soll - vielleicht finde ich ja hier jemanden, der mir ein bisschen Mut machen kann.


Ich bin zur Zeit in der 24. Woche schwanger. Die Schwangerschaft war ungeplant (trotz Pille) und hat meines und das Leben meines Freundes natürlich gehörig auf den Kopf gestellt.
Wir haben uns für das Kind entschieden, auch wenn es natürlich viele Veränderungen für uns bedeutet - für ihn einen neuen Job, bei dem er mehr verdient, für mich den Umzug in eine andere Stadt und in eine gemeinsame Wohnung und den Abbruch meiner Ausbildung zur Musicaldarstellerin, da die körperliche, zeitliche und finanzielle Belastung für mich nicht gleichzeitig mit einem Baby zu stemmen ist. 
Ich bin 23 Jahre alt, habe mir immer Kinder gewünscht, nur eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt, mein Freund ist 31. und hatte in seinem Lebensplan eigentlich keine Kinder vorgesehen, hat mir aber mehrmals versichert, dass er absolut bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und dass wir das zusammen auf jeden Fall schaffen.
Dieser Zuspruch und das Versprechen, dass er mich unterstützt waren mir eine große Hilfe, überhaupt den Gedanken zuzulassen, dass ein Abbruch (der mich persönlich wahrscheinlich psychisch ziemlich zerstört hätte) nicht meine einzige Option ist und hat mir ermöglicht, mich für unser Kind zu entscheiden.


Er ist 31, war vorher hauptberuflich als selbstständiger Bühnenkünstler unterwegs und hat jetzt erstmal noch einen Job (32St/Woche) in dem Beruf angenommen, den er ursprünglich gelernt hat, um ein bisschen mehr finanzielle Sicherheit bieten zu können. 
Dafür bin ich ihm unendlich dankbar und versuche im Gegenzug, den Haushalt zu übernehmen und für Essen zu sorgen, damit er keine Zusatzbelastung neben der Arbeit hat. Ich möchte ihn gern unterstützen, wo ich kann.


Leider fühle ich mich aber mittlerweile, im Verlauf der Schwangerschaft, in meinen Sorgen und Ängsten und in der Vorbereitung alles andere als unterstützt.


Ich war bisher allein bei jedem Vorsorge Termin, mein Freund hat kein Interesse daran, das Baby mal selbst auf dem Ultraschall zu sehen. Auf die Bilder, die ich ihm natürlich trotzdem nach jedem Termin zeige, kommt kaum eine Reaktion. 


Es kommt selten, bis quasi gar nicht vor, dass er mal eine Hand auf meinen Bauch legt, wenn das Kleine strampelt. Er fragt nicht, zeigt kein Interesse, wenn ich erzähle, was das Baby gerade so treibt oder getrieben hat und wirkt eher genervt, wenn ich anfange, über das Baby oder verwandte Themen zu sprechen. 
Das tue ich überhaupt sehr selten, weil ich mich aufgrund seiner bisherigen Reaktionen nicht mehr wohl bei dem Thema fühle.
Ich traue mich schon gar nicht mehr, meine Sorgen und Ängste anzusprechen, weil ich ihn mit dem Thema nicht belästigen möchte.
Da ich, wie er, völlig unvorbereitet in die Schwangerschaft gestolpert bin, habe ich davon aber natürlich eine ganze Menge.


Für meine Schwangerschaftsbeschwerden hat er ebenfalls wenig Verständnis.
Sorgen und Ängste meinerseits tut er gern als übertrieben und blödsinnig ab, meistens wird er irgendwann ungehalten, wenn ich nicht gleich aufhöre, darüber zu sprechen.
Jegliche Vorbereitung, die mit dem Kind und mit der Schwangerschaft verbundenen Terminen zu tun hat, mache natürlich auch ich.
Besorgungen mache ich, Überlegungen zum Kinderzimmer treffe ich auch allein. 
Meine Mutter hatte mir zu Weihnachten ein Buch über Schwangerschaft und Geburt geschenkt, in der Hoffnung, dass wir uns das mal gemeinsam angucken können. Er hat aber daran leider gar kein Interesse.


Zum Geburtsvorbereitungskurs will er auf keinen Fall mit, was mich ehrlich gesagt traurig macht und verunsichert. Mir würde es Sicherheit geben, ihn an meiner Seite zu wissen, aber ich möchte ihn natürlich auch nicht zwingen, zumal der Kurs für ihn natürlich auch Geld kosten würde.


Ob er bei der Geburt dabei sein wird, weiß ich bis jetzt nicht. Ich habe das eine oder andere Mal versucht, ihn darauf anzusprechen, er weicht dem Thema allerdings aus. Mittlerweile habe ich das Gefühl, er möchte eigentlich lieber nicht dabei sein, zögert aber die Antwort hinaus, um mich nicht zu verletzen. 
Ich habe wahnsinnige Angst davor, das ohne ihn durchzustehen und weiß auch nicht, wen ich sonst mitnehmen sollte. Ich habe in der neuen Stadt keine engen Freunde und meine Mutter wohnt leider 600km entfernt. 


Ich verstehe, dass ihn die Umstellung stresst und ich kann mir vorstellen, dass so eine Schwangerschaft als Mann ein ziemlich abstraktes Konzept und schwer zu greifen sein kann. 
Ebenso bin ich ihm dankbar dafür, dass er sein Leben verändert hat, um uns finanziell zu unterstützen und kann nachvollziehen, dass diese Veränderung hart für ihn ist. Es verändert sich viel für ihn, was er so eigentlich nie geplant hatte und ich verstehe absolut, dass ihn das belastet.
Mich aber eben genauso - zusätzlich zu der körperlichen Belastung und der Tatsache, dass ich deutlich jünger bin als er, keine abgeschlossene Berufsausbildung habe und meinen Traum für unser gemeinsames Kind an den Nagel gehängt habe.


Ich fühle mich zur Zeit einfach wahnsinnig überfordert, unverstanden und allein gelassen. Ich weiß nicht, wohin mit meinen Ängsten und habe das Gefühl, ihn in etwas hineingezogen zu haben, was er nicht wollte und fühle mich unerwünscht und störend, ebenso wie es sich anfühlt, als sei das Kind ein Störfaktor für ihn und nur mit Stress verbunden, obwohl es noch nicht einmal auf der Welt ist. 
Ich habe ihm diese Entscheidung aber definitiv nicht aufgezwungen. Seit klar war, dass ih schwanger bin habe ich ihm die Option offen gelassen, ihn da komplett rauszuhalten (ihn also auch nicht als Vater anzugeben), auch wenn ich mich für das Kind entscheide und das auch klar so kommuniziert. Er wollte das aber gemeinsam mit mir durchziehen. 


Jetzt fühle ich mich wie gesagt ein bisschen hilflos und kann mich auch nicht wirklich auf das Kind freuen, weil ich eben das Gefühl habe, nur der Klotz am Bein zu sein. Ich habe einfach nur Angst und bin unsicher.


Reagiere ich vielleicht über? Wie war das bei euch? Ist es vielleicht ganz normal, dass Männer sich so verhalten?
 

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27. März 2018 um 22:22
In Antwort auf libertina

Hallo ihr Lieben.


Ich fühle mich im Moment ein bisschen allein gelassen und weiß nicht, an wen ich mich wenden soll - vielleicht finde ich ja hier jemanden, der mir ein bisschen Mut machen kann.


Ich bin zur Zeit in der 24. Woche schwanger. Die Schwangerschaft war ungeplant (trotz Pille) und hat meines und das Leben meines Freundes natürlich gehörig auf den Kopf gestellt.
Wir haben uns für das Kind entschieden, auch wenn es natürlich viele Veränderungen für uns bedeutet - für ihn einen neuen Job, bei dem er mehr verdient, für mich den Umzug in eine andere Stadt und in eine gemeinsame Wohnung und den Abbruch meiner Ausbildung zur Musicaldarstellerin, da die körperliche, zeitliche und finanzielle Belastung für mich nicht gleichzeitig mit einem Baby zu stemmen ist. 
Ich bin 23 Jahre alt, habe mir immer Kinder gewünscht, nur eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt, mein Freund ist 31. und hatte in seinem Lebensplan eigentlich keine Kinder vorgesehen, hat mir aber mehrmals versichert, dass er absolut bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und dass wir das zusammen auf jeden Fall schaffen.
Dieser Zuspruch und das Versprechen, dass er mich unterstützt waren mir eine große Hilfe, überhaupt den Gedanken zuzulassen, dass ein Abbruch (der mich persönlich wahrscheinlich psychisch ziemlich zerstört hätte) nicht meine einzige Option ist und hat mir ermöglicht, mich für unser Kind zu entscheiden.


Er ist 31, war vorher hauptberuflich als selbstständiger Bühnenkünstler unterwegs und hat jetzt erstmal noch einen Job (32St/Woche) in dem Beruf angenommen, den er ursprünglich gelernt hat, um ein bisschen mehr finanzielle Sicherheit bieten zu können. 
Dafür bin ich ihm unendlich dankbar und versuche im Gegenzug, den Haushalt zu übernehmen und für Essen zu sorgen, damit er keine Zusatzbelastung neben der Arbeit hat. Ich möchte ihn gern unterstützen, wo ich kann.


Leider fühle ich mich aber mittlerweile, im Verlauf der Schwangerschaft, in meinen Sorgen und Ängsten und in der Vorbereitung alles andere als unterstützt.


Ich war bisher allein bei jedem Vorsorge Termin, mein Freund hat kein Interesse daran, das Baby mal selbst auf dem Ultraschall zu sehen. Auf die Bilder, die ich ihm natürlich trotzdem nach jedem Termin zeige, kommt kaum eine Reaktion. 


Es kommt selten, bis quasi gar nicht vor, dass er mal eine Hand auf meinen Bauch legt, wenn das Kleine strampelt. Er fragt nicht, zeigt kein Interesse, wenn ich erzähle, was das Baby gerade so treibt oder getrieben hat und wirkt eher genervt, wenn ich anfange, über das Baby oder verwandte Themen zu sprechen. 
Das tue ich überhaupt sehr selten, weil ich mich aufgrund seiner bisherigen Reaktionen nicht mehr wohl bei dem Thema fühle.
Ich traue mich schon gar nicht mehr, meine Sorgen und Ängste anzusprechen, weil ich ihn mit dem Thema nicht belästigen möchte.
Da ich, wie er, völlig unvorbereitet in die Schwangerschaft gestolpert bin, habe ich davon aber natürlich eine ganze Menge.


Für meine Schwangerschaftsbeschwerden hat er ebenfalls wenig Verständnis.
Sorgen und Ängste meinerseits tut er gern als übertrieben und blödsinnig ab, meistens wird er irgendwann ungehalten, wenn ich nicht gleich aufhöre, darüber zu sprechen.
Jegliche Vorbereitung, die mit dem Kind und mit der Schwangerschaft verbundenen Terminen zu tun hat, mache natürlich auch ich.
Besorgungen mache ich, Überlegungen zum Kinderzimmer treffe ich auch allein. 
Meine Mutter hatte mir zu Weihnachten ein Buch über Schwangerschaft und Geburt geschenkt, in der Hoffnung, dass wir uns das mal gemeinsam angucken können. Er hat aber daran leider gar kein Interesse.


Zum Geburtsvorbereitungskurs will er auf keinen Fall mit, was mich ehrlich gesagt traurig macht und verunsichert. Mir würde es Sicherheit geben, ihn an meiner Seite zu wissen, aber ich möchte ihn natürlich auch nicht zwingen, zumal der Kurs für ihn natürlich auch Geld kosten würde.


Ob er bei der Geburt dabei sein wird, weiß ich bis jetzt nicht. Ich habe das eine oder andere Mal versucht, ihn darauf anzusprechen, er weicht dem Thema allerdings aus. Mittlerweile habe ich das Gefühl, er möchte eigentlich lieber nicht dabei sein, zögert aber die Antwort hinaus, um mich nicht zu verletzen. 
Ich habe wahnsinnige Angst davor, das ohne ihn durchzustehen und weiß auch nicht, wen ich sonst mitnehmen sollte. Ich habe in der neuen Stadt keine engen Freunde und meine Mutter wohnt leider 600km entfernt. 


Ich verstehe, dass ihn die Umstellung stresst und ich kann mir vorstellen, dass so eine Schwangerschaft als Mann ein ziemlich abstraktes Konzept und schwer zu greifen sein kann. 
Ebenso bin ich ihm dankbar dafür, dass er sein Leben verändert hat, um uns finanziell zu unterstützen und kann nachvollziehen, dass diese Veränderung hart für ihn ist. Es verändert sich viel für ihn, was er so eigentlich nie geplant hatte und ich verstehe absolut, dass ihn das belastet.
Mich aber eben genauso - zusätzlich zu der körperlichen Belastung und der Tatsache, dass ich deutlich jünger bin als er, keine abgeschlossene Berufsausbildung habe und meinen Traum für unser gemeinsames Kind an den Nagel gehängt habe.


Ich fühle mich zur Zeit einfach wahnsinnig überfordert, unverstanden und allein gelassen. Ich weiß nicht, wohin mit meinen Ängsten und habe das Gefühl, ihn in etwas hineingezogen zu haben, was er nicht wollte und fühle mich unerwünscht und störend, ebenso wie es sich anfühlt, als sei das Kind ein Störfaktor für ihn und nur mit Stress verbunden, obwohl es noch nicht einmal auf der Welt ist. 
Ich habe ihm diese Entscheidung aber definitiv nicht aufgezwungen. Seit klar war, dass ih schwanger bin habe ich ihm die Option offen gelassen, ihn da komplett rauszuhalten (ihn also auch nicht als Vater anzugeben), auch wenn ich mich für das Kind entscheide und das auch klar so kommuniziert. Er wollte das aber gemeinsam mit mir durchziehen. 


Jetzt fühle ich mich wie gesagt ein bisschen hilflos und kann mich auch nicht wirklich auf das Kind freuen, weil ich eben das Gefühl habe, nur der Klotz am Bein zu sein. Ich habe einfach nur Angst und bin unsicher.


Reagiere ich vielleicht über? Wie war das bei euch? Ist es vielleicht ganz normal, dass Männer sich so verhalten?
 

Hast du mal mit ihm darüber gesprochen?

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27. März 2018 um 22:34
In Antwort auf aylin591

Hast du mal mit ihm darüber gesprochen?

Ich hab es ein paar Mal versucht. Leider bisher erfolglos. 
Er geht einfach nicht wirklich auf das ein, was ich sage. Wechselt das Thema oder gibt nichtssagende Antworten.
Im Moment ist es auch schwieriger geworden, mit ihm zu sprechen. Wenn er nachhause kommt, möchte er erstmal seine Ruhe, dann beschäftigt er sich meistens am PC und ist dann auch ziemlich schnell im Bett. Und wenn Ruhe wäre, mal wieder richtig miteinander zu sprechen, hat er meistens ein Hörbuch an. 

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27. März 2018 um 22:36

Wie wäre es wenn du diesen Beitrag hier aus dem Forum in Briefform an deinen Freund verfasst? Ich bin mir nämlich nicht sicher ob er so genau weiß wie es dir eigentlich geht. Vielleicht braucht er auch von dir klarere Ansagen was du dir von ihm wünschst, was du gerade brauchst? Ich könnte mir vorstellen dass er halt gerade ziemlich mit sich und seiner Zukunft beschäftigt ist, die ja durch die spontane Familiengründung auch erst mal umgestellt werden musste. 
Mein Freund hat von Anfang an alles was unseren Nachwuchs betrifft interessiert, er war mit im Geburtsvorbereitungskurs und hat auch den Namen ausgesucht. Bei uns war der Nachwuchs aber auch gemeinsam geplant entstanden.

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28. März 2018 um 7:40

die meisten männer die ich kenne konnten auch nie wirklich was anfangen mit dem thema ss ... sie enthielten sich eigentlich auch komplett und wurden dennoch liebevolle väter... klar ist es nicht optimal (mir würde es genauso gehen wie dir, wenn mein mann so desinteressiert wirkt) aber lass den kopf nicht hängen ... du könntest ja auch deine mutter im notfall fragen ob sie sich die zeit kurz vor der entbindung urlaub nimmt und zu dir kommt als unterstützung ...

das mit dem brief finde ich eine gute idee denn ich bin der selben meinung wie juppiduh
denn es ist nunmal so dass er für sich keine kinder im plan hatte und klar nach der ersten euphorie sitzt der schock dieser umstellung tief und er muss es erstmal verarbeiten

wenn du mit ihm redest versuche nicht anklagend zu werden bleib ruhig und sachlich (sogut es geht)

zu deinen ängsten und offenen fragen kannst du dich auch beraten lassen bei profamilia oä.

fühl dich gedrückt

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28. März 2018 um 7:56

Ich find es relativ normal, dass er da nicht so viel Interesse zeigt und ihm das Thema auch mal ein bisschen unangenehm ist. Mein Mann ist da eigentlich total gleich - nur hab ich halt im Gegensatz zu dir die Gewissheit, dass er das Kind wirklich wollte, weil es lange geplant war - aber ich kann nachvollziehen, dass sein Verhalten dich verunsichert, gerade auch weil du ja auch noch so jung bist.

Mein Mann interessiert sich auch nicht für die Erledigungen, Besorgungen, Fortschritt der Schwangerschaft (er hat nicht die geringste Ahnung in welchem Monat ich bin), will nicht mit zum Arzt oder zum GVK, etc.
Dadurch dass ich halt 30 bin und viele Pärchen in meinem Umfeld habe, die am Basteln, schwanger sind oder schon Kinder haben, kenne ich das auch von vielen werdenden Vätern so. Oft können Männer mit dem Nachwuchs erst etwas anfangen, wenn man ein bisschen mit ihnen spielen kann, also wenn sie ein paar Monate alt sind.
Sicher wünscht man sich manchmal einen Mann der sich für die Schwangerschaft interessiert, sich Testberichte für Babysitze durchliest etc. - aber ich denke mir dass es auch gewisse Vorteile hat, wenn man schalten und walten kann wie man will. Ich kann alles Babyzeug kaufen, das mir so richtig gut gefällt, er redet mir nie bei irgendwas rein und ich werde z.B. nicht gefragt ob ich dem Baby heute eh Mozart vorgespielt, Goethe vorgelesen und mit ihm ganz viel gesprochen habe. Stattdessen kann ich den ganzen Tag zocken, irgendeinen Müll essen und meinem Mann einreden, dass ich wegen der Schwangerschaft das Klo nicht mehr putzen darf
Irgendwann hat mein Mann mal einen Rappel gehabt und sich plötzlich für meine Ernährung interessiert - da hab ich einen ordentlichen Schrecken bekommen und mir gedacht, dass es gar nicht so schlecht ist, dass er sich normal nicht einmischt

Was den GVK angeht: ich hab da ein ganz simples Argument gebracht, damit er mitgeht - falls ich nämlich einen Kaiserschnitt habe, dann muss er sich erstmal um das Kind kümmern und ich werde in erster Linie im Bett liegen müssen. Da hat er dann sofort zugestimmt.
Schwangerschaftsbuch: Lese ich ihm vor während er Fußball schaut oder zockt.
Arzttermine: Da hab ich ihn so lange angemeckert, bis er zum ersten Ultraschall mitgekommen ist. Jetzt bin ich in der 25. Woche und beim Termin im April wird er das zweite und wahrscheinlich letzte Mal mitkommen.

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28. März 2018 um 8:18

Ich hab meinem Mann schon von Anfang an gesagt, dass da kein Weg dran vorbeiführt, dass er bei der Geburt dabei sein muss. Er muss nicht hinsehen, er muss keine Nabelschnur durchschneiden, aber ich hab keine Lust stundenlang alleine Wehen auszustehen, während er nebenan im Café sitzt oder so. Da hat es bei mir gar keine Diskussionsgrundlage gegeben.

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28. März 2018 um 8:25

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen gemein, aber irgendwie beruhigt mich das ein wenig, dass andere Männer auch so sind. 
Bei mir ist das alles noch ganz frisch und ich habe auch noch keine Bestätigung vom Arzt. Trotzdem war mein Partner eher geschockt als fröhlich darüber. Er meinte allerdings auch, dass ich ihm ein paar Tage Zeit geben soll sich mit dem Gedanken anzufreunden. Ein großer Fan meiner Schwangerschaft wird er glaube ich trotzdem nicht werden 🙈 
Ich drücke die Daumen, dass unsere Männer trotzdem gute Papas werden.

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28. März 2018 um 9:51
In Antwort auf tiffi0777

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen gemein, aber irgendwie beruhigt mich das ein wenig, dass andere Männer auch so sind. 
Bei mir ist das alles noch ganz frisch und ich habe auch noch keine Bestätigung vom Arzt. Trotzdem war mein Partner eher geschockt als fröhlich darüber. Er meinte allerdings auch, dass ich ihm ein paar Tage Zeit geben soll sich mit dem Gedanken anzufreunden. Ein großer Fan meiner Schwangerschaft wird er glaube ich trotzdem nicht werden 🙈 
Ich drücke die Daumen, dass unsere Männer trotzdem gute Papas werden.

Aber sicher werden sie das da musst du nur ein bisschen Geduld haben - es ist ja auch irgendwo logisch, dass sie da noch nicht so eine Bindung aufbauen wie wir. Wir spüren das Kind die ganze Zeit in unserem Bauch, merken wie uns die Energie genommen wird, müssen permanent auf zig Sachen aufpassen, bekommen ordentlich Hormone ab.
Für einen Mann ist da einfach nur so ein kleines, merkwürdiges Baby in deinem Bauch, das sie bitte so schnell wie möglich lieben sollen und alles ist auf einmal viel anstrengender. Auch wenn das Kleine da ist wird es sicher ein bisschen dauern, bis er sich an das Baby gewöhnt hat, das erstmal gar nichts tut außer an deiner Brust rumzusaugen, in die Windeln zu machen und zu weinen.

Wie gesagt, erst wenn sie süß sind und man mit ihnen ein bisschen spielen kann erwachen die Vatergefühle. So kenn ich das zumindest aus meinem Bekanntenkreis.

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28. März 2018 um 11:25
In Antwort auf libertina

Hallo ihr Lieben.


Ich fühle mich im Moment ein bisschen allein gelassen und weiß nicht, an wen ich mich wenden soll - vielleicht finde ich ja hier jemanden, der mir ein bisschen Mut machen kann.


Ich bin zur Zeit in der 24. Woche schwanger. Die Schwangerschaft war ungeplant (trotz Pille) und hat meines und das Leben meines Freundes natürlich gehörig auf den Kopf gestellt.
Wir haben uns für das Kind entschieden, auch wenn es natürlich viele Veränderungen für uns bedeutet - für ihn einen neuen Job, bei dem er mehr verdient, für mich den Umzug in eine andere Stadt und in eine gemeinsame Wohnung und den Abbruch meiner Ausbildung zur Musicaldarstellerin, da die körperliche, zeitliche und finanzielle Belastung für mich nicht gleichzeitig mit einem Baby zu stemmen ist. 
Ich bin 23 Jahre alt, habe mir immer Kinder gewünscht, nur eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt, mein Freund ist 31. und hatte in seinem Lebensplan eigentlich keine Kinder vorgesehen, hat mir aber mehrmals versichert, dass er absolut bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und dass wir das zusammen auf jeden Fall schaffen.
Dieser Zuspruch und das Versprechen, dass er mich unterstützt waren mir eine große Hilfe, überhaupt den Gedanken zuzulassen, dass ein Abbruch (der mich persönlich wahrscheinlich psychisch ziemlich zerstört hätte) nicht meine einzige Option ist und hat mir ermöglicht, mich für unser Kind zu entscheiden.


Er ist 31, war vorher hauptberuflich als selbstständiger Bühnenkünstler unterwegs und hat jetzt erstmal noch einen Job (32St/Woche) in dem Beruf angenommen, den er ursprünglich gelernt hat, um ein bisschen mehr finanzielle Sicherheit bieten zu können. 
Dafür bin ich ihm unendlich dankbar und versuche im Gegenzug, den Haushalt zu übernehmen und für Essen zu sorgen, damit er keine Zusatzbelastung neben der Arbeit hat. Ich möchte ihn gern unterstützen, wo ich kann.


Leider fühle ich mich aber mittlerweile, im Verlauf der Schwangerschaft, in meinen Sorgen und Ängsten und in der Vorbereitung alles andere als unterstützt.


Ich war bisher allein bei jedem Vorsorge Termin, mein Freund hat kein Interesse daran, das Baby mal selbst auf dem Ultraschall zu sehen. Auf die Bilder, die ich ihm natürlich trotzdem nach jedem Termin zeige, kommt kaum eine Reaktion. 


Es kommt selten, bis quasi gar nicht vor, dass er mal eine Hand auf meinen Bauch legt, wenn das Kleine strampelt. Er fragt nicht, zeigt kein Interesse, wenn ich erzähle, was das Baby gerade so treibt oder getrieben hat und wirkt eher genervt, wenn ich anfange, über das Baby oder verwandte Themen zu sprechen. 
Das tue ich überhaupt sehr selten, weil ich mich aufgrund seiner bisherigen Reaktionen nicht mehr wohl bei dem Thema fühle.
Ich traue mich schon gar nicht mehr, meine Sorgen und Ängste anzusprechen, weil ich ihn mit dem Thema nicht belästigen möchte.
Da ich, wie er, völlig unvorbereitet in die Schwangerschaft gestolpert bin, habe ich davon aber natürlich eine ganze Menge.


Für meine Schwangerschaftsbeschwerden hat er ebenfalls wenig Verständnis.
Sorgen und Ängste meinerseits tut er gern als übertrieben und blödsinnig ab, meistens wird er irgendwann ungehalten, wenn ich nicht gleich aufhöre, darüber zu sprechen.
Jegliche Vorbereitung, die mit dem Kind und mit der Schwangerschaft verbundenen Terminen zu tun hat, mache natürlich auch ich.
Besorgungen mache ich, Überlegungen zum Kinderzimmer treffe ich auch allein. 
Meine Mutter hatte mir zu Weihnachten ein Buch über Schwangerschaft und Geburt geschenkt, in der Hoffnung, dass wir uns das mal gemeinsam angucken können. Er hat aber daran leider gar kein Interesse.


Zum Geburtsvorbereitungskurs will er auf keinen Fall mit, was mich ehrlich gesagt traurig macht und verunsichert. Mir würde es Sicherheit geben, ihn an meiner Seite zu wissen, aber ich möchte ihn natürlich auch nicht zwingen, zumal der Kurs für ihn natürlich auch Geld kosten würde.


Ob er bei der Geburt dabei sein wird, weiß ich bis jetzt nicht. Ich habe das eine oder andere Mal versucht, ihn darauf anzusprechen, er weicht dem Thema allerdings aus. Mittlerweile habe ich das Gefühl, er möchte eigentlich lieber nicht dabei sein, zögert aber die Antwort hinaus, um mich nicht zu verletzen. 
Ich habe wahnsinnige Angst davor, das ohne ihn durchzustehen und weiß auch nicht, wen ich sonst mitnehmen sollte. Ich habe in der neuen Stadt keine engen Freunde und meine Mutter wohnt leider 600km entfernt. 


Ich verstehe, dass ihn die Umstellung stresst und ich kann mir vorstellen, dass so eine Schwangerschaft als Mann ein ziemlich abstraktes Konzept und schwer zu greifen sein kann. 
Ebenso bin ich ihm dankbar dafür, dass er sein Leben verändert hat, um uns finanziell zu unterstützen und kann nachvollziehen, dass diese Veränderung hart für ihn ist. Es verändert sich viel für ihn, was er so eigentlich nie geplant hatte und ich verstehe absolut, dass ihn das belastet.
Mich aber eben genauso - zusätzlich zu der körperlichen Belastung und der Tatsache, dass ich deutlich jünger bin als er, keine abgeschlossene Berufsausbildung habe und meinen Traum für unser gemeinsames Kind an den Nagel gehängt habe.


Ich fühle mich zur Zeit einfach wahnsinnig überfordert, unverstanden und allein gelassen. Ich weiß nicht, wohin mit meinen Ängsten und habe das Gefühl, ihn in etwas hineingezogen zu haben, was er nicht wollte und fühle mich unerwünscht und störend, ebenso wie es sich anfühlt, als sei das Kind ein Störfaktor für ihn und nur mit Stress verbunden, obwohl es noch nicht einmal auf der Welt ist. 
Ich habe ihm diese Entscheidung aber definitiv nicht aufgezwungen. Seit klar war, dass ih schwanger bin habe ich ihm die Option offen gelassen, ihn da komplett rauszuhalten (ihn also auch nicht als Vater anzugeben), auch wenn ich mich für das Kind entscheide und das auch klar so kommuniziert. Er wollte das aber gemeinsam mit mir durchziehen. 


Jetzt fühle ich mich wie gesagt ein bisschen hilflos und kann mich auch nicht wirklich auf das Kind freuen, weil ich eben das Gefühl habe, nur der Klotz am Bein zu sein. Ich habe einfach nur Angst und bin unsicher.


Reagiere ich vielleicht über? Wie war das bei euch? Ist es vielleicht ganz normal, dass Männer sich so verhalten?
 

Klingt, als gehst du in die Richtung "allerinerziehende Mama". Das tut mir leid. 

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28. März 2018 um 16:36

Mein freund war in den ss auch eher distanziert und hat da nicht wirklich drüber gesprochen..aber vielleicht nicht ganz so extrem wie bei dir.....in der 1.ss war er genau 1x beim ultraschall...in der 2. war er anfangs jedes mal dabei, weil ich ihn darum gebeten hatte....hatte so angst jedesmal, weil ich zwischen den beiden kindern 2 fg in folge hatte....bauch streicheln oder sowas hat er auch nie gemacht....gvk habe ich beides mal nicht gemacht, vermute aber das ich ihn dazu auch nicht wirklich gebracht hätte....
Ein ss-buch hat er auch nie gelesen, aber ich auch nicht wirklich..

Er war bei keiner geburt dabei, weil er es nicht wollte...ich hätte ihn dazu nie gezwungen. Natürlich hätte man den partner gern dabei, aber nicht um jeden preis. Andere sehen das anders, aber für mich war es ok....

Unsere söhne sind jetzt 3 jahre und knapp 7 monate und was soll ich sagen, er ist dennoch ein guter vater geworden. Er macht alles....er liebt seine söhne über alles...der grosse ist sogar ein absolutes papakind. Schon süss wenn man die beiden sieht....
 

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28. März 2018 um 21:46
In Antwort auf juppiduh

Wie wäre es wenn du diesen Beitrag hier aus dem Forum in Briefform an deinen Freund verfasst? Ich bin mir nämlich nicht sicher ob er so genau weiß wie es dir eigentlich geht. Vielleicht braucht er auch von dir klarere Ansagen was du dir von ihm wünschst, was du gerade brauchst? Ich könnte mir vorstellen dass er halt gerade ziemlich mit sich und seiner Zukunft beschäftigt ist, die ja durch die spontane Familiengründung auch erst mal umgestellt werden musste. 
Mein Freund hat von Anfang an alles was unseren Nachwuchs betrifft interessiert, er war mit im Geburtsvorbereitungskurs und hat auch den Namen ausgesucht. Bei uns war der Nachwuchs aber auch gemeinsam geplant entstanden.

Das mit dem Brief finde ich auch gut, vielleicht brauch er Zeit um nachzudenken und weiß es erst mit dir zu schätzen wenn du auch etwas kälter zu ihm bist.. schwierig aber ich wünsche dir ganz viel Glück 

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