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Mein Freund hat mehr Angst vor der Entbindung als ich

26. August 2014 um 14:55 Letzte Antwort: 26. August 2014 um 16:27

Hallo Ihr Lieben!

Ende November erwarte ich mein erstes Kind. Mein Partner und ich freuen uns schon wahnsinnig und können es auch kaum abwarten bis der Kleine ist. Ich weiß auch, dass mein Freund ein Super Vater sein wird (gut, vermutlich geht jede da von aus )

Mein Freund wird nun in letzter Zeit immer öfter gefragt (warum auch immer), ob er den bei der Entbindung dabei sein will. Es ist nun so, dass er denkt das Kind kommt in einem blutigen Schlachtfeld zur Welt (mal übertrieben gesagt). Er hat ein Problem mit Blut, Wunden etc. (wohl wie viele Männer).
Klar habe ich ihm schon gesagt, dass er davon nix mitbekommen wird, wenn er hinter mir steht und auch kein Blut im günstigen Falle da sein wird.
Es bringt auch nix wenn ich ihm ständig sage, dass schon alles gut gehen wird. Eigentlich ist das auch alles garnicht so schlimm, da ich schon oft gelesen habe, dass bei Männern die Erwartungshaltung bei der Geburt ziemlich hoch geschraubt wird.
Nur ärgert es mich, dass ihm jetzt ständig eingeredet wird, er MUSS dabei sein da er es hinterher bereuen würde. Ich möchte seine Gefühle berücksichtigen. Klar wünsche ich mir seine Anwesenheit bei der Geburt, aber zwingen kann ich ihn nicht. Nur durch dieses Ständige "du musst, du solltest" wird mir quasi schon eingeredet, er sei nur ein guter Vater, wenn er von Anfang mit dabei ist! Das ärgert mich. Heute wurde er gefragt, ob er die Nabelschnur durchtrennen will. Ich weiß, dass es NULL mit dem Baby zu tun, dass er sich da ein wenig anstellt und ich darf das auch nicht persönlich nehmen. Es pikt mich nur an, dass es schon eine Art Pflicht zu sein scheint, mit dem Partner bei der Entbindung alles zu teilen.
Wie gesagt, ich wünsche mir auch, er "steht das durch" und gibt mir Kraft, ist für mich da, aber ich möchte mir auch den Druck nehmen das von ihm zu erwarten.
Nur fällt mir das schwer, wenn ständig Druck von allen Seiten aufgebaut ist er müsste auf jeden Fall dabei sein. Ich will nicht wütend auf ihn sein.
Kann mich jemand beruhigen oder hat jemand ähnliche Erfahrungen? Es geht jetzt wie gesagt nicht darum, auf den Männern rumzuhacken von wegen "die Frau ist ja schließlich auch stark" sondern wie man dem anderen Geschlecht mehr Verständnis entgegebenbringen kann ohne diese Erwartungshaltung! Danke für eure Antworten Leni

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26. August 2014 um 15:57

Danke..
... für die Antwort Lollypop.

Ich würde mir ja auch wünschen, mein Freund wäre Feuer und Flamme. Das kann ich natürlich nicht abstreiten.
Ich habe immer noch dieses Idealbild einer perfekten Partnerschaft vor Augen, dass beide Parteien immer das Gleiche wollen, gerade in so einer Situation.
Es ist verflixt.
Aber du würdest auch sagen, dass ich es nicht persönlich nehmen muss, wenn er nicht will oder Bedenken hat oder?

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26. August 2014 um 16:27

Richtig,
das Problem ist immer, dass man das Gesellschaftsbild und sein Idealbild auf seine eigene Beziehung überträgt.
Und wenn dann was entgegen der landläufigen Vorgehensweise läuft, wird gleich alles in Frage gestellt.

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