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Mein Chef schei... auf Mutterschutzvorschriften...

19. Oktober 2016 um 12:29 Letzte Antwort: 21. Oktober 2016 um 18:14

Hi,
hat jemand Erfahrungen damit?
ich arbeite in einer kleinen Werkstatt ohne Betriebsrat oder dergleichen.
Ich arbeite im Büro, im gleichen Raum ist aber auch unsere kleine Küche, der Drucker, der Scanner etc.
Eine Tür trennt mich zum Büro meines Chefs und eine weitere zur Werkstatt.
Nun ist es so, dass in der Werkstatt immer wieder Motoren laufen - bei einer Zweiradwerkstatt selbstverständlich auch viele Zweitakter, die richtig schön dunsten.
Ich hatte in der Vergangenheit schon viel Ärger wegen diesem Thema mit meinem Chef, weil die Tür zur Werkstatt eigentlich ständig offen steht und die Abgase dann durch den Türschlitz (Schlitz ist gut, ist schon ein Spalt von gut 2-3cm) in mein Büro ziehen. Er meint immer, er riecht nichts - naja, das heißt ja nicht wirklich was.
Ich stehe quasi alle paar Minuten auf und mach die Tür zu.
Desweiteren habe ich auch häufig Ärger mit dem Chef, weil er meine Bürotür offen lässt. Ich mache sie dann sofort wieder zu, teilweise schreit er mich dann an, dass die gefälligst offen zu stehen hat, er habe keine Lust ständig die Tür auf und zu zumachen und solange er hin und her laufen muss, hat die offen zu bleiben (er muss halt oft zum Drucker, zum Kühlschrank und so).
Soviel zur Ausgangssituation.
Ich bin jetzt in der 6.SSW und habe ihm auch bereits Bescheid gesagt, gerade WEIL ich eigentlich dachte, dass dann auf die Schadstoffbelastung geachtet würde. Aber ihn scheint das gar nicht zu interessieren. Ich sollte Montag auch helfen ein Fahrzeug zu schieben - habe mich geweigert, auch das gab Ärger.
Ehrlich, ich habe hier nur noch Ärger deswegen! Und ich sitze hier fast nur noch bei offenem Fenster, was bei den Außentemperaturen auch nicht so schön ist. Ich sag ihm immer, dass das aus Mutterschutzsicht nicht okay ist - das ist ihm egal, manchmal sagt er sogar, das sei alles Quatsch, ich soll mich nicht so anstellen, früher hätten Frauen im 9ten Monat noch auf dem Acker gearbeitet bla bla bla.

Ich habe jetzt schon mit der BG telefoniert. Ja toll, die sagen, sie schicken jemanden raus, der sich das anschaut. Aber was bringt das? Die waren ja schon öfters hier wegen Arbeitnehmerschutzvorkehrungen. Aber die kündigen sich vorher an - also beseitigt mein Chef die nicht zugelassenen Arbeitsmittel kurzfristig (z.B. unbefestigte Leitern, Flex ohne Schutz etc.) und wenn sie weg sind, holt er sie wieder raus. Selbst wenn die unangekündigt hier auftauchen würden, würde er doch einfach die Türen geschlossen halten und alles ist gut - was bringt das?
Desweiteren sagen sie, bei mir soll ein Bluttest gemacht werden, wenn die Schadstoffbelastung in der Blutkonzentration die Grenzwerte überschreiten würden, könnte ich ein BV bekommen. Ja toll, ich versuche ja selbstverständlich die Grenzwerte nicht zu überschreiten - darum sitze ich hier bei offenem Fenster.
Hat jemand eine Idee, was ich sonst noch machen könnte?

 

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19. Oktober 2016 um 12:50

Wirklich Tipps geben kann man dir nicht da du die BG ja schon informiert hast. Zur Not öfter dort anrufen und Druck machen ansonsten mit deinem Fall sprechen ob der ein bv ausstellt. Ansonsten musst du das gemecker "überhören" und so weiter machen wie bisher. Oder du musst kündigen, mehr kann man denke ich nicht machen..

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19. Oktober 2016 um 13:00

Das hört sich ja gruselig an!

Ich persöhnlich würde zum FA gehen und ein BV ausstellen lassen. Soll er doch selber zusehen wie er klar kommt.

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20. Oktober 2016 um 2:26

Bei größeren Betrieben hat der Werksarzt eine Gefährdungsbeurteilung abzugeben. Bei dir könnte eine Gefährdung wegen Drucker (wenn Laser) und der Abgase vorliegen. Körperliche Arbeit wie Auto anschieben ist sowieso passée.

Zur Not kannst du mit dem Hausarzt sprechen, ob er dir ein Beschäftigungsverbot erteilen kann (hier wahrscheinlich wegen psychischer Belastung).

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20. Oktober 2016 um 7:12

Achtung: ein Beschäftigungsverbot ist ganz klar einer Krankschreibung vorzuziehen!!! (U.a. wegen Krankengeld nach 6 Wochen)
Im Fall der TE trifft auch klar ein BV zu, keine Krankschreibung. 
Nix für ungut 😉

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20. Oktober 2016 um 9:44

Genau, Hauptsache weg von dort.

Liebe TE, ganz wichig - bite dort aber trotzdem nicht kündigen, sei der Ärger auch noch so groß! 

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21. Oktober 2016 um 18:14

Ich hatte ähnliches problem nur das ich selbst in der werkstatt gearbeitet habe. Habe meiner gyn alles erzählt. Sie meinte sofort gemeindeaufsichtsamt anrufen und dort bescheid geben. Die können dir ein BV ausstellen. Und kontrollieren auch. Theoretisch darf die gyn nur ein Bv ausstellen wenn es gesundheitlich nötig ist ansonsten verstößt sie gegen das gesetzt so hat mir das meine ärztin erklärt. Naja da mein Chef keine Ahnung hat oder haben will hat mir meine Gyn jetzt einen Zettel mitgegeben ein gefährdubgsprotokoll das muss mein Chef ausfüllen und meine Gyn schaut sich das an und kümmert sich um das BV. Bin ihr da auch sehr dankbar für. Mich stresst die Situation total, bin aber momentan noch krankgeschrieben. Ist aber über die gesamte Schwangerschaft nicht erstrebenswert wegen Krankengeld usw. Ich hoffe bei dir klappt das auch noch.

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