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Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch: Ein Erfahrungsbericht

12. November 2011 um 15:54 Letzte Antwort: 26. November 2011 um 22:44

Ich schreibe hier nicht als betroffene Frau, sondern als Mutter einer jungen 19-jährigen Tochter, die sich in der vorletzten Woche zu einem medikamentösen Abbruch entschlossen hat, und möchte mir hier die Erfahrungen von der Seele schreiben, die wir in der letzten Woche gemacht haben.

Es begann alles am letzten Sonntag, als meine Tochter mich gegen Abend anlief und mir anvertraute, dass sie schwanger sei. Sie und ihr Freund hatten verhütet, aber etwas schien schiefgelaufen zu sein. Da sie sich selbst noch nicht in der Rolle als Mutter sehen könne und auch noch keinerlei Berufsausbildung hat, hätte sie sich zu einem SSA entschlossen.

Ich habe mich in dieser Situation sehr hilflos gefühlt und ihr gesagt, dass ich zu ihr stehen würde, unabhängig von der Entscheidung, selbst wenn sie im letzten Moment ihre Meinung ändern und das Kind bekommen würde. Es wäre für mich absolut in Ordnung gewesen.

Ich selbst bin Mutter von zwei Kindern, Witwe und habe meine Beiden ohne große familiäre Unterstützung allein großziehen müssen. Es war sicher oftmals sehr, sehr schwer und ich weiß, dass ich nicht immer die perfekte Mutter war, aber ich kann sagen, dass ich beide Kinder mit all meiner Liebe, Geduld und viel Verständnis erzogen habe und zu beiden eine innige und liebevolle Bindung habe.

Ich habe also ihre Entscheidung akzeptiert, denn schließlich ist es ihr Leben und ihre Zukunft über die sie entscheidet und sie ist diejenige, die entweder mit der einen oder anderen Entscheidung und den Konsequenzen daraus, irgendwie weiterleben muss.

Kurzum: Sie war zu diesem Zeitpunkt schon bei ihrer Gynäkologin und bei ProFamilia gewesen, hatte sich alle Unterlagen besorgt und den gesamten Ablauf mit Hilfe von vermeintlichen Freunden und Freundinnen geplant.

Aus irgend einem Grund hatte ich von Anfang an ein ganz schlechtes Gefühl und habe nur gewußt, dass ich sie unter gar keinen Umständen in dieser Situation allein lassen darf, und diese Gefühle wurden leider auf das Schlimmste bestätigt.

Es fing damit an, dass die vermeintlichen Freunde plötzlich wie vom Erdboden verschwunden waren. Also habe ich meine Tochter begleitet, und was wir dann in der Praxis erleben mussten, war unbeschreiblich.

Meine Tochter hatte beim ersten Termin Tabletten bekommen, die die Versorgung des Fötus unterbrachen. Bis hierhin war alles wie von ihr geplant gelaufen. Beim zweiten Termin jedoch stellte sich heraus, dass ihre Gynäkologin, die sie wegen des SSA angelaufen hatte, eine absolute SSA-Gegnerin ist. Sie bekam abermals Tabletten (von einer Schwester), aber sollte diesmal den eigentlichen Abtreibungsprozess von zirka 2 Stunden im vollen Wartebereich neben Schwangeren und jungen Müttern mit kleinen Kindern durchstehen

Als die Wehen einsetzten habe ich um einen Rückzugsraum für meine Tochter gebeten und dieser wurde uns verwehrt. In meiner Verzweifelung habe ich sie in das Behinderten-WC der Praxis gezogen. Sie hat sich dort leicht übergeben und konnte sich vor Schmerzen nicht mehr auf den Füßen halten. Sie war gezwungen, sich dort auf die kalten und nackten Fliesen zu legen und die Schmerzen bis zum Ende durchzustehen. Ich habe sie während dieser Zeit in meinen Armen gehalten, sie gestreichelt und getröstet so gut ich konnte.

Die Ärztin hat sich nicht mehr um uns gekümmert, sondern weiter die anderen Patientinnen behandelt.

Erst als als die Schmerzen nachließen und die Blutung einsetzte, kam eine der Schwestern und meine Tochter durfte sich für eine halbe Stunde auf eine Ruheliege in einem der Behandlungszimmer ausruhen. Die Ärztin hat dann einen Kollegen geschickt, der das Zimmer mit den Worten betrat:

Ich könnte ja jetzt schadenfroh sein, aber ich habe gehört, dass Sie sich übergeben haben ... (bereit die 2. Runde einzuläuten).

Als ich ihm dann mitteilte, dass die Blutungen bereits eingesetzt hätten, wurden wir zurück ins Wartelzimmer geschickt um dort auf die Ultraschalluntersuchung, die durch die Bauchdecke gemacht wurde, zu warten.

Während dieser Zeit wurde am Patientenempfang, der sich direkt am Wartebereich befindet, heftig getuschelt und sich das Maul zerrissen.

Abschliessend: Wir wurden nach Hause geschickt, mußten den Abgang des Fötus selbst kontrollieren und die blutige Vorlage samt Fötus selbst entsorgen.

Ich bin noch heute dabei, um Fassung zu ringen, denn das Ganze war wie eine Art Bestrafungsprozess abgelaufen.

Meine Tochter hat auf der gesamten Heimfahrt geweint.

Ich bin froh, dass es ihr mittlerweile wieder besser geht Sie steht auch weiterhin zu ihrer Entscheidung.

Aber ich habe den Nachuntersuchungstermin für sie bei einem anderen Arzt vereinbart, um meiner Tochter weitere seelische Grausamkeiten zu ersparen.

Desweiteren überlege ich, ob es Sinn die Ärztekammer über diesen Vorfall zu informieren.

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13. November 2011 um 1:36

Krass...
Ich habe sowas schreckliches noch nie in meinem leben gehoert...
Ich kann euch nur empfehlen, die ganze geschichte aufschreiben, mit namen, datum... Und mir ein rechtsanwalt aufzusuchen, einfach um beratung... Und wenn du was unternehmen kannst... Wuerde es tun. Deine tochtet hat bestimmt ein schaden fuers leben
Wuensche euch alles gute

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13. November 2011 um 10:59

Erfahrungsbericht SSA
Ja, sicher darfst Du fragen. Sie war in der 6. Woche. Laut Gynäkologin wäre ein medikamentöser Abbruch nur noch bis zur 7. Woche möglich gewesen.

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13. November 2011 um 11:10
In Antwort auf laia_12647184

Krass...
Ich habe sowas schreckliches noch nie in meinem leben gehoert...
Ich kann euch nur empfehlen, die ganze geschichte aufschreiben, mit namen, datum... Und mir ein rechtsanwalt aufzusuchen, einfach um beratung... Und wenn du was unternehmen kannst... Wuerde es tun. Deine tochtet hat bestimmt ein schaden fuers leben
Wuensche euch alles gute

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch: Ein Erfahrungsbericht
Vielen Dank für Deine Nachricht und die guten Wünsche, die ich gern weiterleite. Ich hoffe sehr, dass das Ganze ohne seelische Folgeschäden bleibt. Es geht ihr mittlerweile wieder ganz gut. Was die Zukunft bringen wird, kann niemand sagen. Da werden wir abwarten müssen. Ich werde die Sache auf jeden Fall weiterverfolgen und entsprechende Schritte gegen diese Art der Behandlung unternehmen.

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13. November 2011 um 14:17
In Antwort auf ayasha_11881646

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch: Ein Erfahrungsbericht
Vielen Dank für Deine Nachricht und die guten Wünsche, die ich gern weiterleite. Ich hoffe sehr, dass das Ganze ohne seelische Folgeschäden bleibt. Es geht ihr mittlerweile wieder ganz gut. Was die Zukunft bringen wird, kann niemand sagen. Da werden wir abwarten müssen. Ich werde die Sache auf jeden Fall weiterverfolgen und entsprechende Schritte gegen diese Art der Behandlung unternehmen.


Das ist gut... Und wie es aussieht, deine tochter hat auch viel glueck mit dir, das du dir so sehr um sie kuemmerst... Ich freue mich, das es deine tochter gut geht und hoffe, das ihr alles schnell abklaeren koennt
Alles gute fuer euch beide

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13. November 2011 um 17:28

...
Was mich an dem Bericht sonst noch stört:
1. 7. Woche = Embryo, nicht Fötus
2. Die Entsorgung des Gewebes, des Embryos durch die Frau selbst ist bei einem medikamentösen Abbruch meist üblich. Entweder ist die Frau schon vorher zu Hause, selbst wenn sie in der Praxis ist, wird sie nach einigen Stunden nach Hause geschickt, egal ob der Abgang bereits stattgefunden hat.
3. Seit wann verabreichen Abtreibungsgegner die Abtreibungspille? Ein Arzt der das tut, steht normalerweise auch dahinter. In kleineren Kreiskrankenhäuser kann durchaus der diensthabende Gynäkologe nicht unbedingt mit Abtreibungen einverstanden sein, das gibt es, aber es handelte sich hier ja um eine Praxis.
4. Es gibt kein Anrecht bei einem medikamentösen Abbruch auf einen privaten Rückzugsraum und eine Abschirmung von anderen Patienten. Manchmal ist es möglich, aber kein Arzt kann sich leisten jeder Patientin für Stunden einen Privatraum zur Verfügung zu stellen.

Das Entschuldigt nicht das Verhalten und die fiesen Bemerkungen der Ärzte. Diese sollten an die zuständigen Stellen gemeldet werden. Aber kann ich fragen weshalb sich deine Tochter für den medikamentösen Abbruch entschieden hat, wenn Ihr die Entsorgung des Gewebes als schrecklich empfindet? Das gehört dazu und war nicht anders zu erwarten.

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13. November 2011 um 17:48
In Antwort auf laia_12647184


Das ist gut... Und wie es aussieht, deine tochter hat auch viel glueck mit dir, das du dir so sehr um sie kuemmerst... Ich freue mich, das es deine tochter gut geht und hoffe, das ihr alles schnell abklaeren koennt
Alles gute fuer euch beide

-
sind hier einige noch ganz butter?
@ tatjana:
Eine Abbruchentscheidung ist immer schwierig und das heißt nicht, dass man das Gewebe -selbstverständlich- entsorgen kann!!

- Kann dem nur beistiften, sich da an zuständigen Stellen zu beschweren! - Schaut da nicht drüber hinweg, auch wenn es jetzt schon besser geht.

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13. November 2011 um 18:51
In Antwort auf adria_11905061

...
Was mich an dem Bericht sonst noch stört:
1. 7. Woche = Embryo, nicht Fötus
2. Die Entsorgung des Gewebes, des Embryos durch die Frau selbst ist bei einem medikamentösen Abbruch meist üblich. Entweder ist die Frau schon vorher zu Hause, selbst wenn sie in der Praxis ist, wird sie nach einigen Stunden nach Hause geschickt, egal ob der Abgang bereits stattgefunden hat.
3. Seit wann verabreichen Abtreibungsgegner die Abtreibungspille? Ein Arzt der das tut, steht normalerweise auch dahinter. In kleineren Kreiskrankenhäuser kann durchaus der diensthabende Gynäkologe nicht unbedingt mit Abtreibungen einverstanden sein, das gibt es, aber es handelte sich hier ja um eine Praxis.
4. Es gibt kein Anrecht bei einem medikamentösen Abbruch auf einen privaten Rückzugsraum und eine Abschirmung von anderen Patienten. Manchmal ist es möglich, aber kein Arzt kann sich leisten jeder Patientin für Stunden einen Privatraum zur Verfügung zu stellen.

Das Entschuldigt nicht das Verhalten und die fiesen Bemerkungen der Ärzte. Diese sollten an die zuständigen Stellen gemeldet werden. Aber kann ich fragen weshalb sich deine Tochter für den medikamentösen Abbruch entschieden hat, wenn Ihr die Entsorgung des Gewebes als schrecklich empfindet? Das gehört dazu und war nicht anders zu erwarten.

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch: Ein Erfahrungsbericht
Nun, ich habe ganz ehrlich nicht gewusst, wie das Ganze überhaupt abläuft. Für mich war das absolutes Neuland. Fötus oder Embryo? Also, da sie in der 6. Woche war = Fötus. Die Ärztin war die, die sie sonst auch konsultiert hat. Dass das so ablaufen würde war für uns nicht vorhersehbar. Und die Ultraschalluntersuchung wurde gemacht, bevor wir nach Hause gehen konnten. Das sind die Fakten.

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13. November 2011 um 19:00
In Antwort auf adria_11905061

...
Was mich an dem Bericht sonst noch stört:
1. 7. Woche = Embryo, nicht Fötus
2. Die Entsorgung des Gewebes, des Embryos durch die Frau selbst ist bei einem medikamentösen Abbruch meist üblich. Entweder ist die Frau schon vorher zu Hause, selbst wenn sie in der Praxis ist, wird sie nach einigen Stunden nach Hause geschickt, egal ob der Abgang bereits stattgefunden hat.
3. Seit wann verabreichen Abtreibungsgegner die Abtreibungspille? Ein Arzt der das tut, steht normalerweise auch dahinter. In kleineren Kreiskrankenhäuser kann durchaus der diensthabende Gynäkologe nicht unbedingt mit Abtreibungen einverstanden sein, das gibt es, aber es handelte sich hier ja um eine Praxis.
4. Es gibt kein Anrecht bei einem medikamentösen Abbruch auf einen privaten Rückzugsraum und eine Abschirmung von anderen Patienten. Manchmal ist es möglich, aber kein Arzt kann sich leisten jeder Patientin für Stunden einen Privatraum zur Verfügung zu stellen.

Das Entschuldigt nicht das Verhalten und die fiesen Bemerkungen der Ärzte. Diese sollten an die zuständigen Stellen gemeldet werden. Aber kann ich fragen weshalb sich deine Tochter für den medikamentösen Abbruch entschieden hat, wenn Ihr die Entsorgung des Gewebes als schrecklich empfindet? Das gehört dazu und war nicht anders zu erwarten.

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch: Ein Erfahrungsbericht
Das habe ich noch vergessen: Die Tabletten wurden nicht von der Ärztin selbst verabreicht. Das hat eine Schwester übernommen. Und medikamentöser Abbruch, weil es schonender ist als ein operativer Eingriff. Aber ich denke, all das tut nichts zu Sache. Meine Tochter ist noch sehr jung und nichts rechtfertigt dieses Verhalten!

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14. November 2011 um 0:47


Hallo liebe butterfly.

Das mit deiner Tochter tut mir sehr Leid.

Wundert mich allerdings, dass eine Ärztin die gegen SSA's ist, welche durchführt...

Das Maul zerreißen der anderen ist natürlich scheiße und gehört sich einfach nicht.
Aber bis auf den Bauchdecken US finde ich eure Geschichte nicht so schlimm..

...Ich meinte das nicht böse oder will deine Gefühle verletzen, aber ich erzähl mal von mir...

Ansonsten:
Ich hatte mit 19 auch einen med. Abbruch.
Saß auch zu erst im Wartezimmer! Bei anderen.
Dann wurde mir furchtbar übel und ich war im Bad und habe mehrmals gebrochen.
Danach bin ich zur Arzthelferin und habe gefragt, ob ich mich hinlegen könne und erst dann durfte ich auf eine Liege, denn sie hatten nur eine (kleine Praxis) und die stand im CTG raum. Alle Geräte wurden rausgeräumt und der Betrieb auf dem Flur aufgenommen.
Ich hatte echt heftige Wehen, aber manchmal wirds leider so heftig bei einem SSA.
Nach einen abschließenden vaginalen Ultraschall durfte ich nach Hause - und habe Binden & Gewebe etc. auch selbst entsorgt.

Bei der Nachsorge wird ja dann noch kontrolliert, ob das Gewebe bestimmungsgemäß abgegangen ist.

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14. November 2011 um 10:49


Warum denn überhaupt ein Ultraschall, wenn der Abgang noch nicht stattgefunden hat? Vielleicht wollte der Arzt einfach etwas tun zur Beruhigung.
Eine Einzelbehandlung ist da leider nicht möglich. Deine Tochter hat wohl eine Kostenübernahme bekommen, da hast wohl gar nicht mitbekommen, was das kostet. Nur soviel: Nach Abzug der Kosten für die Medikamente verdient die Ärztin irgendwas zwischen hundert und zweihundert Euro an einem medikamentösen Abbruch, maximal. Würde ein Arzt bei jeder Patientin eine Durchgehende Betreuung von der Einnahme der Tabletten bis zum Abgang anbieten, inkl. Einzelzimmer, dann wäre seine Praxis längst pleite. Deshalb hatte es der medikamentöse Abbruch auch schwer sich in Deutschland zu etablieren. Wie ich ja schon geschrieben haben, Warten im Wartezimmer (alternativ zu Hause), eigene Entsorgung des Materials etc. gehört zu einem medikamentösen Abbruch dazu. Unter Umständen kann man der Ärztin den Vorwurf machen, im Voraus nicht genügend dein Tochter informiert zu haben, was sie erwartet. Aber der Vorgang wie ihn beschreibst ist nicht sonderbar. Bei einem medikamentösen Abbruch ist auch nicht vorhersehbar, welche Schmerzen die Patientin erwarten, von leichten Regelschmerzen bis zu einem Kollaps ist alles drin, aber auch darüber sollte vorher informiert werden. Das Problem der Praxis könnte sein:
1. Zu wenig Information
2. Blöde Kommentare der Ärzte

Hier kannst du vielleicht ansetzen, das ist das Problem, der Rest nicht.
Das Problem daß die Ärztin zu wenig hinter dem Abbruch stand, könnte seinen Ursprung darin haben, daß sie die eigene Frauenärztin der Tochter ist, wie du schreibst, also keine auf Abruptiones spezialisierte Ärztin. Vielleicht ist es wirklich ein Problem der Kommunikation, die Ärztin hat, entgegen ihrer Überzeugung dem Wunsch der Tochter entsprochen, den Abbruch zu machen, obwohl sie dies ungern tut? Oder hat sie sich selbst angeboten? Fragen über Fragen. Ich möchte dich keinesfall angreifen, das Erlebte war für Euch sicher traumatisch. Aber ein Teil gehört einfach zu einem Abbruch dazu, kommt noch die seelische Belastung dazu, sieht es schon schlimm aus.

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14. November 2011 um 12:01


Es wird unterschiedlich gehandhabt, bei einigen Ärzten bleibt man, bei anderen kann man sofort gehen und wieder bei anderen bekommt man schon im voraus die Medikamente mit nach Hause. Aber auf jeden Fall hätte die Ärztin sagen sollen, wie es bei ihr ist.

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14. November 2011 um 16:05


Ich bin 4 h beim Arzt geblieben und das war bei mir genau das Richtige.
Wenn ich mir da vorstelle, alleine zu hause gewesen zu sein...

Da fällt mir grad noch was auf..."die eigene Frauenärztin der Tochter ist, wie du schreibst, also keine auf Abruptiones spezialisierte Ärztin.".
Ich dachte, der Abbruch darf NICHT vom "normalen" FA / dem FA, der die SS festgestellt hat, vorgenommen werden??
Ich musste auf jeden Fall zu einem anderen FA!

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14. November 2011 um 20:16

Hallo
habe nun die Beiträge meiner Vorrednerinnen nicht gelesen, aber es tut mir echt leid. Das war sicher sehr hart und Bedarf wahrscheinlich auch sehr viel Feingefühl.

Ich habe heute selbst die ersten 3 Tabletten genommen und muss sagen, dass es mir dabei vom Personal her gut erging. Was mich leider enttäuscht ist, dass mein Arzt mir nicht sagte, dass ich die Pille nicht in der Stillzeit nehmen dürfe und ich stille aber Die anderen zwei Tabletten darf ich Mittwoch zu Hause nehmen, da ich keine Anti D Spritze benötige. Wäre für deine Tochte sicher auch angenehmer gewesen. Es ist echt schade, dass ein junges Mädchen soetwas durchmachen musste, denn andersherum schimpfen immer alle auf die jungen Mamis, weil sie nichts in der Hand haben bevor sie ein Kind bekommen. Wünsche euch alles Gute für eure Zukunft

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14. November 2011 um 22:41

Vielen herzlichen Dank an Euch alle
für die vielen Nachrichten! Es hat uns sehr geholfen. Wir hatten heute einen Termin bei einem anderen Arzt - und er hat sich ganz toll und einfühlsam mit uns unterhalten. Er sagte, dass er ganz genau aus den genannten Gründen keinen Abbruch in der Praxis vornimmt, aber er hat uns verstanden und ganz lieb mit meiner Tochter geredet. Die starken Schmerzen und das Erbrechen sind möglicherweise auf eine Unverträglichkeit zurückzuführen. Er sagte, so etwas passiert selten - aber es kann eben passieren. Ich habe mich mittlerweile wieder etwas beruhigt und hoffe, dass es jetzt wieder bergauf geht. Nochmals vielen Dank für die vielen Nachrichten. Es ist super, dass es so ein Forum wie dieses gibt! Es hat uns bzw. mir geholfen den ganzen Stress besser zu verarbeiten. Euch allen viele Grüße und alles Gute!

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15. November 2011 um 11:44
In Antwort auf honey_11949605


Ich bin 4 h beim Arzt geblieben und das war bei mir genau das Richtige.
Wenn ich mir da vorstelle, alleine zu hause gewesen zu sein...

Da fällt mir grad noch was auf..."die eigene Frauenärztin der Tochter ist, wie du schreibst, also keine auf Abruptiones spezialisierte Ärztin.".
Ich dachte, der Abbruch darf NICHT vom "normalen" FA / dem FA, der die SS festgestellt hat, vorgenommen werden??
Ich musste auf jeden Fall zu einem anderen FA!

Doch, klar
der Eingriff darf vom selben Arzt vorgenommen werden, der die SS feststellt. Nur Beratung und Eingriff dürfen nicht vom selben Arzt vorgenommen werden (in Deutschland. In der Schweiz und Österreich schon).

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15. November 2011 um 11:52

Finde das schon krass
Ich denke, ÄrztInnen, die nicht für den Abbruch eingerichtet sind und ihm erst noch ablehnend gegenüber stehen, sollten den auch nicht durchführen, sondern an geeignetere Stellen weiter weisen.
Vor allem scheint mir die vorherige Information über den Ablauf schlecht gewesen zu sein, und die ist eben sehr wichtig, damit sich die Frauen darauf einstellen können, was sie erwartet und dass es eben manchmal (nicht oft) doch recht heftige Schmerzen geben kann. Aber warum wurden ihr keine Schmerzmittel gegeben???
Es bürgert sich immer mehr ein, das zweite Mittel (Prostaglandin) der Frau mit nach Hause zu geben. Dort hat sie dann ihre Ruhe und das hat sich sehr bewährt. Allerdings muss sie eben gut informiert sein und auch jederzeit anrufen oder Hilfe suchen können, sollte es ausnahmsweise zu sehr starken Blutungen oder Schmerzen kommen.

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15. November 2011 um 12:26
In Antwort auf bettin_11904783

Doch, klar
der Eingriff darf vom selben Arzt vorgenommen werden, der die SS feststellt. Nur Beratung und Eingriff dürfen nicht vom selben Arzt vorgenommen werden (in Deutschland. In der Schweiz und Österreich schon).

Sie meint bestimmt
darf nicht von Ärzten ohne Spezialisierung vorgenommen werden. Wenn man woanders hingeschickt wird, liegt das nur daran dass der Arzt grundsätzlich keine Abbrüche vornimmt.
Anders wäre es ja auch völliger Humbuk!!

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16. November 2011 um 1:32
In Antwort auf bettin_11904783

Finde das schon krass
Ich denke, ÄrztInnen, die nicht für den Abbruch eingerichtet sind und ihm erst noch ablehnend gegenüber stehen, sollten den auch nicht durchführen, sondern an geeignetere Stellen weiter weisen.
Vor allem scheint mir die vorherige Information über den Ablauf schlecht gewesen zu sein, und die ist eben sehr wichtig, damit sich die Frauen darauf einstellen können, was sie erwartet und dass es eben manchmal (nicht oft) doch recht heftige Schmerzen geben kann. Aber warum wurden ihr keine Schmerzmittel gegeben???
Es bürgert sich immer mehr ein, das zweite Mittel (Prostaglandin) der Frau mit nach Hause zu geben. Dort hat sie dann ihre Ruhe und das hat sich sehr bewährt. Allerdings muss sie eben gut informiert sein und auch jederzeit anrufen oder Hilfe suchen können, sollte es ausnahmsweise zu sehr starken Blutungen oder Schmerzen kommen.


Ich habe auch zu den Prostaglandinen Schmerzmittel bekommen und dieses dann beim Brechen natürlich auch mithinausbefördert...hat bei mir leider gar nix gebracht.
Aber vllt hätte es in dem Fall der Tochter schon was gebracht..wer weiß. Aber dem Nachhausegehen stehe ich doch sehr skeptisch gegenüber. Aber vermutlich nur, weils bei mir doch sehr heftig war (starke Wehen, beinahe Kreislaufzusammenbruch).

Wie dem auch sei, hauptsache ist doch, dass es butterflys Tochter wieder besser geht!

Im Nachhinein kann man ja nicht mehr viel machen, außer der Ärztin vorzuwerfen, dass sie das "Kind" zu wenig informiert hat. Das es zu starken Schmerzen und starken Blutungen inklusive Erbrechen etc. kommen KANN, muss man einfach sagen. Auch wenn es selten ist.

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18. November 2011 um 22:13

Hallo,
bin geschockt über den Beitrag!
Das muss sich erst mal setzen - wie unmenschlich ist das den.
Ich akzeptiere die Entscheidung deiner Tochter keine Frage. ich musste im März auch einen medizinischen Abbruch in der 14 ssw vornehmen. Da mein Sohn nach der Geburt nicht lebensfähig gewessen wäre. Ich war die gesamte dauer von drei Tage stationär. Ich habe schon gehört das es wohl auch ambulant geht aber nicht im Wartezimmer oder WC. Unverantwortlich diesen Arzt muss man bremsen.

Bekamm deine Tochter danach noch die Reste abgesaugt unter einer Narkose? Das muss auch sein damit sich nichts entzündet und so.
Und die Föten werden auch gesammelt nach Vorschrift entsorgt oder in eine Sammelstätte gelegt. Das darf ja nicht wahr sein.
Ich rege mich nur auf........

Das es so etwas gibt was ist das für eine Praxis? Ich würde nicht lange überlegen und den Fall umgehend melden und anzeigen. Für alle Frauen die sonst noch so etwas in dieser Praxis erleben müssen.
Ich denke auch das eine Betreuung für deine Tochter wichtig wäre nicht das das Spätfolgen hat. Ich meine psychisch.

Hatte zwei Fehlgeburten mit schmerzen und Blutungen hab die Bilder bis heute nicht vergessen. Nach dem Abbruch im März musste ich Stätionär da das aus der Vergangenheit nocht unbewußt tief sizte . Mann sollte das nicht einfach abhacken und verdrängen und denken das passt schon. Eine Gruppenterapie ode Einzelgespräche


LG Sahnesonne

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19. November 2011 um 12:29
In Antwort auf milada_12741516

Hallo,
bin geschockt über den Beitrag!
Das muss sich erst mal setzen - wie unmenschlich ist das den.
Ich akzeptiere die Entscheidung deiner Tochter keine Frage. ich musste im März auch einen medizinischen Abbruch in der 14 ssw vornehmen. Da mein Sohn nach der Geburt nicht lebensfähig gewessen wäre. Ich war die gesamte dauer von drei Tage stationär. Ich habe schon gehört das es wohl auch ambulant geht aber nicht im Wartezimmer oder WC. Unverantwortlich diesen Arzt muss man bremsen.

Bekamm deine Tochter danach noch die Reste abgesaugt unter einer Narkose? Das muss auch sein damit sich nichts entzündet und so.
Und die Föten werden auch gesammelt nach Vorschrift entsorgt oder in eine Sammelstätte gelegt. Das darf ja nicht wahr sein.
Ich rege mich nur auf........

Das es so etwas gibt was ist das für eine Praxis? Ich würde nicht lange überlegen und den Fall umgehend melden und anzeigen. Für alle Frauen die sonst noch so etwas in dieser Praxis erleben müssen.
Ich denke auch das eine Betreuung für deine Tochter wichtig wäre nicht das das Spätfolgen hat. Ich meine psychisch.

Hatte zwei Fehlgeburten mit schmerzen und Blutungen hab die Bilder bis heute nicht vergessen. Nach dem Abbruch im März musste ich Stätionär da das aus der Vergangenheit nocht unbewußt tief sizte . Mann sollte das nicht einfach abhacken und verdrängen und denken das passt schon. Eine Gruppenterapie ode Einzelgespräche


LG Sahnesonne

Hallo sahnesonne
du darfst nicht unterschlagen, dass das, was du erlebt hast, etwas ganz anderes ist als ein ganz frühzeitiger medikamentöser Abbruch. Und selbstverständlich braucht es in 98% der Fälle bei einem frühzeitigen medikamentösen Abbruch KEINE Absaugung anschliessend. Das ist ja gerade einer der Vorteile der Methode !!!
Dass ich es auch nicht gut finde, wenn die Frau mit Bauchkrämpfen im Wartezimmer sitzt oder ins WC muss, habe ich geschrieben. Am besten finde ich, wenn die Frau, mit einer guten Information und einem Kontakttelefon für Notfälle versehen, die zweite Tablette zu Hause nehmen kann.

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19. November 2011 um 15:45
In Antwort auf bettin_11904783

Hallo sahnesonne
du darfst nicht unterschlagen, dass das, was du erlebt hast, etwas ganz anderes ist als ein ganz frühzeitiger medikamentöser Abbruch. Und selbstverständlich braucht es in 98% der Fälle bei einem frühzeitigen medikamentösen Abbruch KEINE Absaugung anschliessend. Das ist ja gerade einer der Vorteile der Methode !!!
Dass ich es auch nicht gut finde, wenn die Frau mit Bauchkrämpfen im Wartezimmer sitzt oder ins WC muss, habe ich geschrieben. Am besten finde ich, wenn die Frau, mit einer guten Information und einem Kontakttelefon für Notfälle versehen, die zweite Tablette zu Hause nehmen kann.

HI!
Ich hatte 2009 und 2010 zwei nicht aktive Schwangerschaften 7 und 9 Woche. Wurde auch mit medikamenten eingeleitet und beides mal danach leicht die Reste abgesaugt. Eimal habe ich es in der Praxis durchgemacht und das zweite mal zuhause. Ist wohl von Arzt zu Arzt verschieden.

Gruß

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21. November 2011 um 10:11
In Antwort auf milada_12741516

HI!
Ich hatte 2009 und 2010 zwei nicht aktive Schwangerschaften 7 und 9 Woche. Wurde auch mit medikamenten eingeleitet und beides mal danach leicht die Reste abgesaugt. Eimal habe ich es in der Praxis durchgemacht und das zweite mal zuhause. Ist wohl von Arzt zu Arzt verschieden.

Gruß

@sahnesonne
das war dann auch kein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch. Vermutlich hast du ein Medikament (Mifegyne? Cytotec?) zur Aufweichung des Muttermundes erhalten vor der Absaugung.
Aber bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in den ersten 7-9 Wochen braucht es definitiv in mindestens 95% der Fälle keine Absaugung - sonst ist das ein Kunstfehler. Und normalerweise haben die Frauen keine (etwa 20%) oder schwache Schmerzen. Starke Schmerzen, die stärkere Schmerzmittel brauchen, betreffen etwa 20% der Frauen.
Es gibt in diesem frühen Stadium auch keinen Föten, sondern einen kleinen Fruchtsack. Der winzige Embryo misst zwischen 2mm (5. SSW) und 20 mm (9. SSW).

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22. November 2011 um 15:30

In die Toiletten
-egal ob "Fruchtsack" oder "Fötus", wie auch immer die Bezeichnung ist. Bei meinem medikamentösen Abbruch (ich war leider überhaupt nicht bereit für ein Kind).. ging "das Etwas" auch in die Toilette. Egal wie Mensch es nennen mag, was da heraus kam und einfach herunter gespült werden musste, es hat mich danach zutiefst bewegt, traurig, fertig gemacht - zumal ich extrem viel Blut verlor und fast ohnmächtig geworden wäre, ohne das jemand nahe der Patiententoilette stand.

-in dieser Hinsich sehe ich mich auch als "Patientin", die nicht genügend Information erhielt..
Ich bereue diese Art der Abtreibung darum durchaus und würde jeder weiteren Frau, die sich für einen Abbruch entscheidet, nochmals auf den Weg geben: ES LANDET IN DER TOILETTE.

Es sollte diesbezüglich alternative Handlungsmethoden geben, für die sich Frau in dieser Situation entscheiden könnte.. ich denke da an Maßnahmen, die eine rituelle Beerdigung des Fötus ermöglichen würden.

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23. November 2011 um 12:03
In Antwort auf an0N_1255896699z

In die Toiletten
-egal ob "Fruchtsack" oder "Fötus", wie auch immer die Bezeichnung ist. Bei meinem medikamentösen Abbruch (ich war leider überhaupt nicht bereit für ein Kind).. ging "das Etwas" auch in die Toilette. Egal wie Mensch es nennen mag, was da heraus kam und einfach herunter gespült werden musste, es hat mich danach zutiefst bewegt, traurig, fertig gemacht - zumal ich extrem viel Blut verlor und fast ohnmächtig geworden wäre, ohne das jemand nahe der Patiententoilette stand.

-in dieser Hinsich sehe ich mich auch als "Patientin", die nicht genügend Information erhielt..
Ich bereue diese Art der Abtreibung darum durchaus und würde jeder weiteren Frau, die sich für einen Abbruch entscheidet, nochmals auf den Weg geben: ES LANDET IN DER TOILETTE.

Es sollte diesbezüglich alternative Handlungsmethoden geben, für die sich Frau in dieser Situation entscheiden könnte.. ich denke da an Maßnahmen, die eine rituelle Beerdigung des Fötus ermöglichen würden.

Das ist eben nicht egal
wie man das nennt. Man sollte die exakten Ausdrücke wählen:
bis zur 10. Woche etwa ist der richtige Ausdruck "Embryo", danach ist es ein Fötus. Und bei einem ganz frühen medikamentösen Abbruch wird eben die ganze "Frucht", das Plazentagewebe samt dem winzigen Embryo, ausgestossen, daher kann man auch das Wort Fruchtsack verwenden.

Ganz früh in der Schwangerschaft (bis 7. Woche ab letzter Mens) geht diese Frucht tatsächlich meist in die Toilette - nicht viel anders als bei einer starken Mensblutung eben.

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24. November 2011 um 19:43
In Antwort auf bettin_11904783

Das ist eben nicht egal
wie man das nennt. Man sollte die exakten Ausdrücke wählen:
bis zur 10. Woche etwa ist der richtige Ausdruck "Embryo", danach ist es ein Fötus. Und bei einem ganz frühen medikamentösen Abbruch wird eben die ganze "Frucht", das Plazentagewebe samt dem winzigen Embryo, ausgestossen, daher kann man auch das Wort Fruchtsack verwenden.

Ganz früh in der Schwangerschaft (bis 7. Woche ab letzter Mens) geht diese Frucht tatsächlich meist in die Toilette - nicht viel anders als bei einer starken Mensblutung eben.

.
nein, es ist eben nicht nur einfach wie eine starke "Mensblutung", dass kann bei dir ja so gewesen sein

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24. November 2011 um 19:56


sorry, bist du bekloppt?! Woran bitte misst du, wann jemand Verantwortung tragen kann und wann nicht.

Kann ich sie deswegen nicht tragen, weil ich am Ende darauf aufmerksam machen möchte, dass es sich durchaus wie eine "Totgeburt" anfühlen (!) kann?!

Das es eben nicht nur ein bißchen Blut ist,
dass es eben nicht mal ne kurze Sache ist, wie ne Zigarette rauchen?!

Ist es verantortungsvoll zu sagen, dass kommt dann halt in den Sondermüll und sonst mach dir da mal keine Gedanken..

Ich kann abtreiben und trotzdem sagen, dass mir nicht gefällt wie damit umgegangen wird, denn sonst wäre ich ja wohl schon ziemlich entrückt von der tatsächlichen Realität.

Ich habe mich nicht darum gekümmert, den Fruchtsack "aufzufangen", gerade weil alle gesagt haben, es ist eben nur Blut was da raus kommt.

Und ansonsten kann man abgetriebene Kinder nicht so einfach begraben, dafür muss man diesem Kind einen Namen geben und sonst noch lustig paradoxe Sachen veranstalten...

Frauen werden jede Methode als für sich unterschiedlich empfinden, dafür gibt es keine Regel und auch kein Patentrezept.



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25. November 2011 um 13:26

Wenn Mifegyne
in der ersten Stunde nach Einnahme erbrochen wird, wird eine zweite Dosis verabreicht.
Für das zweite Medikament (Prostaglandin) wird bei Frauen, die schon Übelkeit empfinden, das Medikament vaginal verabreicht (in die Scheide eingeführt). Wenn es nach oraler Einnahme (schlucken) erbrochen wird, muss ebenfalls eine zweite Dosis verabreicht werden.

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25. November 2011 um 13:35
In Antwort auf an0N_1255896699z

.
nein, es ist eben nicht nur einfach wie eine starke "Mensblutung", dass kann bei dir ja so gewesen sein

Ich hatte nie
einen medikamentösen Abbruch (das gab's zu meiner Zeit noch nicht). Aber ich bin in laufendem Kontakt mit ÄrztInnen, die das praktizieren und kenne die Fachliteratur.
Die Blutungen sind von Frau zu Frau verschieden, ebenso wie die Schmerzen. Bei den meisten ist der Blutverlust eben wie eine starke Mens. Wenn es bei dir anders war, dann gehörst du zu den Ausnahmen.

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25. November 2011 um 19:25

Hallo,
doch da kannst du Fehlgeburten, Abbrüche beisetzen wenn du das willst. Bei uns ist das alle drei Monate solange wird das Überrest beziehungsweise Embryo oder Fötus vorschrieftsgemäsß aufbewahrt. Eine Gedenk und Sammelstätte auf dem normalen Friedhof. Und dann mit allen in einem kleinen Sarg in die Erde gelassen. Das ist ne richtige öffentliche Beerdigung bei uns, für alle denen Ihre Reste darin liegen. Mit katholischem und evangelischem Pfarrer. Bis 500g kann dort alles kostenlos aber Spenden erwünscht beigesetzt werden.
Mann wird nur als Frau nicht immer darauf hingewiesen.
Wir haben unsere Fehlgeburten sowie den medizinisch notwendigen Abbruch auch dort zur Ruhe gesetzt.
Somit haben wir einen Platz der Trauer und können unsere Sternenkinder jeder Zeit besuchen.

Lg

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25. November 2011 um 21:30
In Antwort auf an0N_1255896699z

In die Toiletten
-egal ob "Fruchtsack" oder "Fötus", wie auch immer die Bezeichnung ist. Bei meinem medikamentösen Abbruch (ich war leider überhaupt nicht bereit für ein Kind).. ging "das Etwas" auch in die Toilette. Egal wie Mensch es nennen mag, was da heraus kam und einfach herunter gespült werden musste, es hat mich danach zutiefst bewegt, traurig, fertig gemacht - zumal ich extrem viel Blut verlor und fast ohnmächtig geworden wäre, ohne das jemand nahe der Patiententoilette stand.

-in dieser Hinsich sehe ich mich auch als "Patientin", die nicht genügend Information erhielt..
Ich bereue diese Art der Abtreibung darum durchaus und würde jeder weiteren Frau, die sich für einen Abbruch entscheidet, nochmals auf den Weg geben: ES LANDET IN DER TOILETTE.

Es sollte diesbezüglich alternative Handlungsmethoden geben, für die sich Frau in dieser Situation entscheiden könnte.. ich denke da an Maßnahmen, die eine rituelle Beerdigung des Fötus ermöglichen würden.

In klo runter spülen ist da normal
wie ne stärkere periode eben

beerdigen? also bitte, lass mal die Kirche im Dorf, da könnt man ja jeden Blinddarm und Gallenblase beerdigen, anstatt im Krankenhausmüll dann zu verbrennen

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26. November 2011 um 12:14

Info
Diese Sammelstätten gibt es mittlerweile in fast allen Städten man muss sich nur informieren!
Es ist für alles unter 500 g und es ist jedem seine Entscheidung ob man die Beisetzung möchte oder nicht !!!
Es ist ein Leben von Anfang an ab der Befruchtung das ist so.
Es ist eine persönliche sowie religöse Einstellung.
Und Gefühl und Trauer ist immer dabei, egal wie weit die SSW ist, auch wenn es im Unterbewusstsein sitzt.
Jeder muss seinen Weg finden damit zu leben !

Hast du so was schon erlebt Abbruch oder so?


Übrigens ist das selbst "Beisetzen" Im Topf, Wald... nicht legal !!!!!

LG

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26. November 2011 um 16:32
In Antwort auf milada_12741516

Info
Diese Sammelstätten gibt es mittlerweile in fast allen Städten man muss sich nur informieren!
Es ist für alles unter 500 g und es ist jedem seine Entscheidung ob man die Beisetzung möchte oder nicht !!!
Es ist ein Leben von Anfang an ab der Befruchtung das ist so.
Es ist eine persönliche sowie religöse Einstellung.
Und Gefühl und Trauer ist immer dabei, egal wie weit die SSW ist, auch wenn es im Unterbewusstsein sitzt.
Jeder muss seinen Weg finden damit zu leben !

Hast du so was schon erlebt Abbruch oder so?


Übrigens ist das selbst "Beisetzen" Im Topf, Wald... nicht legal !!!!!

LG

.
So hatte ich das auch in Erinnerung, dass es nicht "erlaubt" ist.
Wär ja verrückt, wenn alle Frauen irgendwo ihre Mutterkuchen
vergraben dürften..

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26. November 2011 um 19:05

Gallenblase
und ein unerwünschter, deshalb abgesaugter Fruchtsack sind ein paar Zellen, mehr nicht, und mir gings besser, wenns alles raus ist

deshalb der Vergleich

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26. November 2011 um 21:08

..hi,ich bin nicht für eine Abtreibung..aber..
..(es wird zu einem Roman d.h)..deine überlegung mit Ärztekammer finde ich Gut!

Und finde es Toll,dass Du für deine Kinder da bist!
Lg sema

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26. November 2011 um 22:44

Egal,
aber meine zwei Fehlgeburten die abgesaugten Reste davon - das gleiche das ins Klo gehen würde, wurde auch mit anderen Resten beigesetzt.
Das heißt bei uns hat nicht immer alles menschliche Gestalt was beigesetzt wird.

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