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Männer und IVF???

27. Juli 2010 um 9:47

Hallo,
ich habe mal eine Frage an alle die schon eine IVF gemacht haben oder kurz davor sind.
Bei uns sehen die Chancen nach mehr als 3 Jahren erfolgloser Babyplanung eher schlecht aus da ich PCO Syndrom habe und mein rechter Eileiter verschlossen ist. Ich habe nun schon öfter über IVF oder ähnliches nachgedacht und auch mit meinem Mann darüber gesprochen aber ist nicht wirklich dafür. Wie ging es euren Männern? Waren sie gleich dafür oder musstet ihr sie überreden. Ihn stört es einfach das es nicht natürlich passiert mit der Zeugung und er meint das der Arzt einen ja befruchtet nicht er und er hat Angst das etwas vertauscht werden könnte oder so ähnlich.. Naja wir gehen am Donnerstag zu einem Infoabend in eine Kinderwunschklinik und ich möchte mir mal anhören was die zu meinen Befunden raten würden. Und ich habe die Hoffnung meinem Mann die Angst und Zweifel vor der IVF vielleicht nehmen zu können wenn er näheres darüber erfährt.
Wie ging es euch? Ich freue mich über eure Erfahrungen.
lg Nicki

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27. Juli 2010 um 10:18

Hallo Nicki
Mein Freund hat schon ein Kind und wollte eigentlich auch nur auf natürlichen Weg ein Kind mit mir. Da ich aber Kinderlos bin, hat er eigentlich recht schnell in meinen Kinderwunsch eingewilligt. Haben dann auch 2 Jahren geübt, um dann letztes Jahr zu erfahren, das bei mir beide Eileiter zu sind . Er hatte und hat auch sicher jetzt noch (wir sind mit einer Kyro am Start) Bedenken, das was vertauscht werden kann. Ich habe versucht ihm das praktisch zu erklären Wenn die in der KIWU-Praxis was vertauschen würden, würde das ja bedeuten das sie schlampig arbeiten und Ende wäre es mit der Goldgrube. Ich gehe für mich davon aus, das sie sich der Wichtigkeit und Genauigkeit voll bewusst sind.
Seine Aussage war dann nur noch, wenn das Kind uns nicht ähnlich sieht, lässt er einen Test machen.

Das der Arzt, in unserem Fall eine Ärztin, das Kind "macht", das hat er nie so empfunden.

Ich drücke dir die Daumen, das deinem Mann die Bedenken beim Infoabend genommen werden können und ihr bald starten könnt.

Ps: für meinen war das schlimmste immer, der kleine Raum mit dem Plastikbecher

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27. Juli 2010 um 10:40

Männer
Meinem Mann fiel die Entscheidung, sich in eine KiWu zu begeben auch sehr schwer. Die Erkenntnis, daß er auf natürlichem Weg kein Kind zeugen kann, bei uns liegt es am Sperma, hat ihn tief in seinem Selbstverständnis als Mann erschüttert. Auch die Spermaabgaben auf Kommando fand er belastend. Aber im Lauf der Behandlung hat er sich dann mit der Diagnose arangiert und sich nun sogar mit Fremdsperma einverstanden erklärt, weil nach 4 erfolglosen ICSIs klar ist, daß wir ein gemeinsames Kind nicht haben können.
Das Kind, mit dem ich durch Spendersamen hoffentlich ss werde, betrachtet er als unser Kind.
Der Infoabend wird Deinem Mann sicher helfen. Und vertauscht wird da bestimmt nichts.

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27. Juli 2010 um 11:04
In Antwort auf daphne_12075258

Hallo Nicki
Mein Freund hat schon ein Kind und wollte eigentlich auch nur auf natürlichen Weg ein Kind mit mir. Da ich aber Kinderlos bin, hat er eigentlich recht schnell in meinen Kinderwunsch eingewilligt. Haben dann auch 2 Jahren geübt, um dann letztes Jahr zu erfahren, das bei mir beide Eileiter zu sind . Er hatte und hat auch sicher jetzt noch (wir sind mit einer Kyro am Start) Bedenken, das was vertauscht werden kann. Ich habe versucht ihm das praktisch zu erklären Wenn die in der KIWU-Praxis was vertauschen würden, würde das ja bedeuten das sie schlampig arbeiten und Ende wäre es mit der Goldgrube. Ich gehe für mich davon aus, das sie sich der Wichtigkeit und Genauigkeit voll bewusst sind.
Seine Aussage war dann nur noch, wenn das Kind uns nicht ähnlich sieht, lässt er einen Test machen.

Das der Arzt, in unserem Fall eine Ärztin, das Kind "macht", das hat er nie so empfunden.

Ich drücke dir die Daumen, das deinem Mann die Bedenken beim Infoabend genommen werden können und ihr bald starten könnt.

Ps: für meinen war das schlimmste immer, der kleine Raum mit dem Plastikbecher

Danke
für eure Aufmunterung. Wir werden sehen wie er sich nach dem Donnerstag entscheidet. Gleich bin ich auch noch nicht dafür eine IVF oder ähnliches machen zu lassen, da der psychische Druck sicher auch enorm ist und wir das Geld im Moment auch gar nicht haben, aber ich möchte einfach mal wissen welche Möglichkeiten wir haben und wie das alles ablaufen würde wenn wir uns dafür entscheiden.
Ich denke mir ja auch manchmal vielleicht sollte es einfach nicht sein. Wenn wir kein Baby bekommen hat es vielleicht das Schicksal so bestimmt. Wir sind ja auch so glücklich miteinander und es ist vielleicht auch nicht gut wenn man das Schicksal herausfordert in der Richtung. Ich weis es nicht. Nach über 3 Jahren warten und allen möglichen Therapien bin ich auch schon etwas genervt von alldem und denke mir manchmal ich lasse jetzt mal alles sein.. aber im Hinterkopf hat man halt doch immer vielleicht sollte man doch einfach alles probiert haben..
das mit dem Raum und dem Plastikbecher stört meinen Mann weniger da er das beim Spermiogramm schon hatte..
danke auf jeden fall und ich freue mich auch über weitere geschichten..
lg Nicki

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27. Juli 2010 um 20:28


Hallo Bärchen,
ja ich glaube die Männer tun sich da schwerer, obwohl das meiste ja doch an uns hängt. Ich habe schlimme Endo und es war nach einem Jahr üben klar, dass ohne medizinische Hilfe nichts geht. Mein Mann wäre auch ohne Kinder glücklich gewesen, aber er wusste wie wichtig es für mich ist. Daher hat er mitgemacht. Ich habe ihn allerdings auch weitgehen rausgehalten. Ich bin zu den meisten Terminen alleine gegangen und da wir sehr nah bei unserem KIWU wohnen blieb ihm auch das Zimmerchen mit dem Plastikbecher erspart! Ich bin aber eh ein Mensch, der viele Sachen lieber allein durchsteht und daher war das alles okay so.
Wir haben eine 3jährige Tochter durch die ivf und ich habe gerade positiv für ein Geschwisterchen getestet. Bin aber noch etwas vorsichtig, da ich 2 FG hatte.

Also, ich denke du wirst ihn schon überzeugen! Meistens können sie uns ja doch nichts abschlagen Ich wünsche euch einen guten Start in die KiWu-Behandlung!

LG nette

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28. Juli 2010 um 12:25

Hallo
Hallo Bärchen!
Bei uns war es eher mein Mann, der gesagt hat lass uns anstatt nur zum FA lieber mal in eine KiWu-Klinik gehen!
Mein FA hat immer nur Blut abgenommen und wir kamen
so keinen Schritt weiter. Jetzt bin ich sehr froh darüber,
denn der KiWu-Doc hat gleich per US verschlossene EL
vermutet, was sich dann in der OP auch bestätigt hat. Kann
so etwas ein FA übersehen ???? Habe nun einen neuen FA.

Mein Mann steht voll und ganz hinter mir und darauf bin ich
total stolz! Er sagt ganz klar, es hätte ja auch an ihm liegen
können und dann hätte ich das gleiche für ihn gemacht!

Wovor hat dein Mann Angst? Die Eizellen sind schließlich
von Dir und die Spermien von ihm ... also trotzdem fast
ganz natürlich! Außerdem suchen sich die Spermien bei
der IVF selbst die Eizelle und befruchten diese.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, das du deinen
Mann für die IVF gewinnen kannst! Meld dich mal nach
eurem Besuch des Vortrages.
Ich könnte nicht mehr ruhig schlafen, wenn ich nicht sagen
kann ich hab alles für mein/unser Wunschkind probiert-!

Unsere 1. IVF verlief leider negativ; jetzt stecken wir gerade
mitten in unserem 2. Versuch diesmal ICSI-! Ich bin im
Nachhinein froh darüber diesen Weg gegangen zu sein und
noch weiterhin bis zum ZIEL zu gehen auch wenn dieser
manchmal nicht gerade einfach ist.

LG Nicki

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29. Juli 2010 um 13:14

Wir hatten...
...nie diese Diskusion. Bei uns liegt der Fehler auch bei mir. Aber mein Mann war von Anfang ab sofort dabei, denn wir wussten, es ist unsere einzige Chance, ein Kind zu bekommen. Daher war es für uns beide ganz klar. Er wollte schon immer Kinder haben, daher war er auch immer optimistisch und mir sogar auch die Ängste weggenommen. Er hat auch richtig mitgemacht, Spritzen gegeben, meine Launen vertragen. Ich möchte es hier schon so schreiben, weil ich echt stolz auf ihn bin und mir auch wohl bewusst ist, dass nicht jeder Mann damit so umgeht. Das tut mir dann leid für die Frauen. Ich drücke dir die Daumen, dass dein Mann doch die Ängste überwindet und ihr eurem Wunsch näher kommt. Bei uns hat es doch zu lang gedauert - 8 Jahre - mit Pausen aber und verschiedensten Versuchen dann doch bei 2. IVF.

Ganz liebe Grüße und

olomouc + baby 28. ssw

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30. Juli 2010 um 16:09
In Antwort auf olomouc

Wir hatten...
...nie diese Diskusion. Bei uns liegt der Fehler auch bei mir. Aber mein Mann war von Anfang ab sofort dabei, denn wir wussten, es ist unsere einzige Chance, ein Kind zu bekommen. Daher war es für uns beide ganz klar. Er wollte schon immer Kinder haben, daher war er auch immer optimistisch und mir sogar auch die Ängste weggenommen. Er hat auch richtig mitgemacht, Spritzen gegeben, meine Launen vertragen. Ich möchte es hier schon so schreiben, weil ich echt stolz auf ihn bin und mir auch wohl bewusst ist, dass nicht jeder Mann damit so umgeht. Das tut mir dann leid für die Frauen. Ich drücke dir die Daumen, dass dein Mann doch die Ängste überwindet und ihr eurem Wunsch näher kommt. Bei uns hat es doch zu lang gedauert - 8 Jahre - mit Pausen aber und verschiedensten Versuchen dann doch bei 2. IVF.

Ganz liebe Grüße und

olomouc + baby 28. ssw

So
wir waren ja gestern beim Infoabend. war sehr interessant und die ärzte waren alle sehr nett. haben dann auch eine halbe stunde mit einem arzt gesprochen und er meinte das es höchst wahrscheinlich auf eine IVF hinauslaufen wird. Durch das PCO und den kaputten Eileiter. Wobei er meint das meistens der zweite Eileiter dann auch nicht 100% funktioniert wenn einer Probleme macht.
Bezüglich des PCO und der dadurch bedingten erhöhten männlichen Hormone meinte er kann man schon noch mehr probieren da hier nicht viel gemacht wurde bisher. Wir haben uns jetzt dazu entschieden das ich mir mal einen Spezialisten für das PCO suche um hier mal alles richtig einzustellen. Nebenbei werden wir Geld sparen und wenn es im nächsten halben Jahr nicht so klappt wollen wir Anfang 2011 die IVF wagen. Mein Mann hat das gestern auch alles interessant gefunden und ich denke das er schon ein wenig scheu verloren hat. Und nebenbei hat er endlich gesehen was ich schon alles auf mich nehmen musste die letzten Jahre als ich dem Arzt alle Befunde vorgelegt habe war er ganz erstaunt. Klar er wusste das ich da und dort war aber wenn man alles auf einmal sieht. Da meinte er dann doch auch zum Arzt das er mich ja nicht ewig quälen kann nur weil Komplexe hat weil er das Baby dann nicht selber "gezeugt" hat... Was ja eigentlich Unsinn ist aber Männerdenken halt..
Naja wir werden sehen wie es weiter geht.
lg Nicki

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2. August 2010 um 13:25

Suuuuper
Hallo Bärchen,

das sind doch gute Nachrichten! Das ist sicherlich der richtige Weg für euch beide. Ich freue mich für dich und so drücke ich gaaaaaanz die Daumen, dass ihr evtl. doch noch IVF umgehen könnt - und wenn nicht, dass es nächstes Jahr bald klappt!

Ganz liebe Grüße!

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