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Männer im Kreissaal werden traumatisiert

4. Februar 2010 um 16:29

So war der heutige Beitrag bei RTL, dass die Hebammen Alarm schlagen.

Meine Geburt ist fast 10 Monate her und es war keine leichte und endete mit einem Kaiserschnitt, ich bin sehr froh darüber, dass mein Mann mir zur Seite stand. Ich finde wer Kinder machen kann, sollte auch bei so einem Grenzerlebnis wie die Geburt, seine Frau unterstützen und nicht alleine lassen!

Man kann ja vereinbaren, dass man nicht unbedingt in das Geschehen direkt rein schaut und wenn es zu viel wird, er auch raus gehen darf.

Was die Hebammen gegen die Männer im Kreissaal haben, kann ich nur vermuten.
Wahrscheinlich will man da keine Zeugen haben, falls es was schief laufen sollte und im Doppelpack ist die Frau der Hebammen auch nicht mehr so ausgeliefert?!

Ich habe es nicht bereut meinen Mann mitgenommen zu haben, bin auch sehr froh, dass es auch sein Wunsch war. Ich fühlte mich auch sehr sicher mit ihm an meiner Seite und auch in Sachen Sexualität hat sich nichts verändert.
Ich würde gerne aber auch eure Meinung zu diesem Thema lesen.

LG
Finne

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4. Februar 2010 um 16:38

Also..
Ich finde, wenn ein Mann absolut gar nicht dabei sein möchte, weil er kein Blut, keine Schmerzen etc. sehen kann bei seiner Frau, sollte man darauf Rücksicht nehmen. Wenn er aber dabei sein möchte, soll er das auch ruhig. Ich finde auch ein Mann muss nicht unbedingt hinschauen wenn das Köpchen grad rausschaut, dass das traumatisierend wirkt, kann ich mir gut vorstellen, würde mir nicht anders gehen. Aber Händchen halten Kraft und Mut zusprechen, soviel sollte ein Mann schon aushalten Schliesslich hat er es ja auch gemeinsam mit mir gezeugt.
Manche Hebammen sind echt ziemlich grob, da kann ich mir schon vorstellen, dass seelischer Beistand für die sich nicht wehren könnende Frau ziemlich störend ist. Aber es ist wichtig das die werdende Mama sich wohl fühlt, alles andere steht an zweiter Stelle..

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4. Februar 2010 um 16:47


Was werden denn dann die Frauen im Kreissaal, wenn die Männer schon traumatisiert werden???
Warum nicht Frauen im Kreissaal werden traumatisiert??? Die Schmerzen sind ja auch nicht ohne.

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4. Februar 2010 um 16:58


das stimmt aber. männer sollten wirklich in sich gehen ob sie das wollen. denn es kann wirklich sehr traumatiesierend sein. nicht alle männer können es ertragen wie die frau da liegt, mit schmerzen und soweiter was alles passiert, männer können ja nicht wirklich was anrichten...

wir müssen ja auch dabei sein uns bleibt ja nix anderes über und wir bekommen ja es auch nicht so mit. wir haben ja keine chance uns unten rein zugucken usw.

es wurde ja von der natur so eingerichtet, frauen bekommen babys, das heißt, männer sind davon ja nicht betroffen, nur was die zeugung angeht, alles andere erleben sie ja passiv...

es ist wirklich kein quatsch...

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4. Februar 2010 um 17:59

Danke
Danke für eure Meinungen, die scheinen auch relativ ähnlich zu sein.

Sollte ich das zweite Kind erwarten, würde ich meinen Mann auch wieder mitnehmen, es ist eben so, dass die mentale Unterstützung sehr wichtig ist. Er hat auch meine Wünsche geäußert, als ich nicht mehr konnte, das hatten wir vor der Geburt alles vorher noch besprochen gehabt.

Man sollte natürlich keinen Mann zwingen. Es ist ja auch unwichtig ob er da rein schaut oder nicht, Hauptsache ist doch, dass die Frau es nicht alleine durchstehen muss.

Ist schon interessant, dass im TV so ein Beitrag kommt und nicht z.B dass viele Hebammen, die PDA ablehnen solange es nur geht und wie die Frauen dabei leiden. Ich habe irgendwie das Gefühl es wird allgemein wenig an die Frauen gedacht.

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4. Februar 2010 um 18:15

...
Ich würde nicht so negativ über Hebis schreiben!!!
Das find ich nicht gut!!!
Ich kenne einige Hebis und von denen sind alle der Meinung,dass ein Mann im Kreißsaal ne große Hilfe für die Frau sein kann!!!

Ich wäre ehrlich gesagt sehr enttäuscht,vielleicht sogar sauer,wenn mein Mann nen Rückzieher gemacht hätte,bzw machen würde...
Das muss doch schon ne gaaanz üble Geburt sein,dass ein Mann wirklich traumatisiert ist danach!!!
Ein heftiges Erlebnis ist es sicher für die Männer,aber schließlich haben wir Frauen ja auch Einiges "auszuhalten"!!!
Und,mit etwas Abstand ist doch sicher jeder Papi froh,bei so einem Ereignis wie der Geburt seines Kindes dabeigewesen zu sein...

LG Sina,
(die dieses traumatisierende Erlebnis bald zum
4. Mal "durchmacht"... )

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4. Februar 2010 um 18:32

Komisch...
Irgendwie schein ich ein komisches Krankenhaus erwischt zu haben.
Die Hebi die den GVK macht arbeitet da auch. Wir machen so nen Partnerkurs und sie hat da erstmal über Blut, Schleim, Darmentleerungen, Fruchtwasser und sonstige Ausscheidungen die da aus dem Körper der Frau kommen können, referiert. Also wenn einer der Männer die da bei dem Kurs dabei sind hinterher noch sagt, sie hätten nicht gewusst was da kommen kann, haben die irgendwie nicht zugehört.
Die Hebi meinte, teilweise bettelt sie die Frauen förmlich an eine PDA zu nehmen, wenn sie merkt, daß die Eröffnungsphase zu sehr anstrengt.
Im GVK gabs einen Film, der nichts beschönigt hat. Und uns Mädels ist da schlechter geworden als den Männern.

Mein Mann hat MICH gar nicht gefragt, ob es ok ist, wenn er mitkommt. Seine Mutter hat ihn ganz am Anfang mal gefragt ob er bei der Geburt dabei sein will und er nur: "Na, sicher!!!"
Ich: "Oh wirklich? Gut daß wir drüber gesprochen haben!"
Ich mein, wenn er raus muss eine (oder auch zwölf) Kippen rauchen oder es sich nicht angucken will, wenn ich anfange zu kotzen find ich das nicht schlimm. Er kann immer rausgehen wenn er will. Das einzige was ich ihm noch wirklich einbläuen muss ist, daß er für mich die Schnauze aufmachen und meine Interessen vertreten muss wenn ich es nicht mehr kann und sich nicht von der Situation einschüchtern lassen soll nach dem Motto "Hmmmm, ist doch Deine Geburt und ich hab da gar nichts zu kamellen!"
Das geht gar nicht.

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4. Februar 2010 um 18:41

Ach..
du kennst doch rtl!! alles panikmache.. hauptsache sie haben was zu berichten.
ich denke zudem dass man die meinung von manchen hebammen nicht auf alle hebammen beziehen kann
viele sind da ja sehr verständnisvoll und für die ist es gar keine frage das der vater dabei ist

'männer im kreißsaal traumatisiert'' .. find ich schon blöd solche beiträge.. ne geburt wird immer als super eklig und 'unsexy' hingestellt.. aber nie als was besondres oder schönes

klar is es nich 'schön' aber die vom fernsehn brauchen auch nich immer alles so fürchterlich hinzustellen -.-* kein wunder dass man oft aus mündern von männern sowas hört wie 'ööh nach der geburt ausgeleirt, ih eklig geburt.. bla bla'
dumme leute halt

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4. Februar 2010 um 18:47

..
Ich möchte natürlich auf keinen Fall alle Hebbis in eine Schublade stecken, es sind auch sehr gute und auch einfühlsame dabei und eben auch die andere Sorte.

Ein Spruch von einer Hebamme nach meinem Notkaiserschnitt zu der Frage warum denn mein kleiner so weheleidug weint? (der hatte eine Infektion durch das grüne Fruchtwasser, das wussten wir aber zu dem Zeitpunkt noch nicht!) war die Antwort, na ja der kleine bekommt ja keine Schmerzmittel, so wie sie!!! Der Ton war wirklich bösartig, es war eine ältere Hebamme und ich war sehr froh sie nicht bei der Geburt erwischt zu haben!!! Das Gesicht habe ich mir und den Namen auf alle Fälle gemerkt!

Und da ich auch aus dem Bereich in meinem Bekanntenkreis Leute habe, weiß ich manche Sachen, die ich unakzeptabel finde. Viele sind viel zu bestimmend und vergessen leider auch, dass die Gebärende ein Patient ist auf den man Rücksicht haben muss, aber das es eine Grenzsituation ist, wird es leider manchmal nicht beherzigt.

Und da ist auch noch ein sehr großer Konkurrenzkampf zwischen Ärzten und Hebammen.. Wenn man die Geschichte anschaut, waren ja die Geburten früher ausschließlich Hebammensache und heute ist es nicht mehr. Deswegen fühlen sich auch die Hebammen von ihrem Platz gedrängt und nicht genug anerkannt etc.

Und leider gibt es auch immer wieder welche, die meinen, dass früher keine Schmerzmittel gab und es auch so ging, warum sollte es heute es anders gehen, warum sollen da die Frauen es heute besser haben?!

Ich finde jede Hebamme ist für ihren Ruf zuständig! Das spricht sich schnell herum.
Ich hatte eine gute erwischt gehabt, die habe ich schon zig mal weiter empfohlen, genauso wie ich empfohlen haben, die andere zu meiden.

Da sollten sich Frauen gegenseitig unterstützen.

Übrigens es wird auch schriftlich notiert was für eine Quote von Dammschnitten und Einsetzung von Schmerzmitteln eine Hebamme hat.

Lg Finne

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4. Februar 2010 um 19:00

..
Ich wünsche den werdenden Mamis eine schöne Geburt, eine nette Hebamme an eueren Seite und je nach dem wie er mögt den Papa des Babys dabei oder vielleicht aber auch nicht.

LG Finne

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4. Februar 2010 um 20:04

Wir haben...
...das letzte Mal im GVK alle möglichen Stellungen Vierfüßler mit/ohne Pezziball, Hocke, Käferstellung, Käferstellung seitlich, Hocker, Lehne vom Gebärbett mal durchprobiert und mussten uns auch auf Anweisung rund machen und die Luft anhalten.
Kann ich nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren. Da merkt man sofort, was einem eher liegt und was gar nicht und kann der Hebamme auch nen Vogel zeigen, wenn die meint, man müsste jetzt mal in eine Position gehen die man selber total unbequem findet.

Ich glaube, die Hebi wird mich umbringen, wenn sie erfährt, was ich als Position bevorzuge, denn ich denke, da wird sie nur extrem schwer ans Geschehen rankommen. Aber ehrlich gesagt ist das in dem Moment NICHT MEIN PROBLEM!!!

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4. Februar 2010 um 20:12

Also
mein Freund war dabei und hat auch das geschehen untenrum mitbekommen . Er meinte eben, das er nicht traumatisiert ist wäre ja wohl auch nen ding . Es ist sein Kind und ein natürlicher prozess. finde es selbst auch nicht als unangenehm das er das untenrum so alles gesehen hat. ich finde das muss jedes paar selbst entscheiden

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5. Februar 2010 um 0:10

Hmmmmm
mein freund will nicht mit rein.
er kann eh kein blut sehen und er meint er würde umkippen wenn er mich da leiden siht könnt er es garnicht ertragen.
ich lasse ihm die wahl. zwingen geht ja nicht. er überlegt sich das auch noch.
aber ich denke er wird eh nicht anders können und mit dabei sein.
aber es stimmt schon das bei vielen sich das sex leben verändert hat. kenne viele freunde.
ich meine wenn der mann genau savor steht ist es ja auch keine schön ansicht..
sieht ja auch teils brutal aus auch wenns für uns frauen das etwas einzigartiges ist..

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5. Februar 2010 um 9:52

Also mein Freund will
auch dabei sein und das von Anfang an...
Er ist auch bei jeder Untersuchung mit dabei und kennt ja wohl meine Punani am besten...
Ich hatte die ganze SS mit Kotzanfällen zu kämpfen und jedes mal hat ers aufgewischt wenn wir irgendwo waren.
Und dann will ich das mein Freund "an meiner Seite" ist und dort auch seinen Platz hat. Klar, sind die teilweisen Instrumente da schon angsteinflösend, aber er "spürts" ja net...

Ich wär schon entäuscht, wenn er nicht dabei wäre...^^

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5. Februar 2010 um 13:27

...
Hallo littlesushi78,
Für mich ist es tatsächlich, dass der Mann seine Frau unterstützt. Ich habe übrigens meinen Mann nicht fragen müssen. Er hat von sich aus gesagt, es sei sein Wunsch mit dabei zu sein und hätte er es nicht gesagt, dann hätte ich ihn gefragt.
Man verlangt doch nichts Unmögliches dabei von einem Mann oder? Er muss nicht zwischen die Beine schauen und schon gar nicht ist die Anwesenheit von ihm gezwungen. Er hat die Wahl jede Zeit raus zu gehen. Die Wehen sind ja auch nicht gleich von 0 auf 100..
Finde es nur nicht richtig, dass der Mann so dargestellt wird, als würde er so gar nichts ab können. Wenn man überlegt was Frauen alles bei der Geburt ertragen müssen, da muss er dann doch NUR beistehen.
Irgendwie wird immer alles im Sinne des Mannes gedacht.. er würde ja mit seiner Frau dann nicht mehr schlafen wollen etc. Es gibt auch durchaus Frauen die nicht danach mit ihren Männern wollen.
Wir haben doch nun mal eine schwierigere Aufgabe zu meistern. Ich denke da ist es wirklich nicht Zuviel verlangt, einfach mal da zu sein und Händchen zu halten.
Wenn ich mich in die Situation versetze da ganz alleine schaffen zu müssen, alleine der Gedanke traumatisiert mich schon!

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5. Februar 2010 um 13:50

..
@seriema
Das hätte ich selber nicht besser schreiben können! Ich bin auch der Meinung, dass der Mann wissen sollte, wie schwer es ist Kinder zu bekommen.
Es gibt ja auch Familien, da kennen die keine Grenzen! Wollen nicht verhütten aus unterschiedlichsten Gründen und die Frau muss es hinterher ausbaden und zwar alleine, weil der Mann nicht mit zur Geburt möchte.
Die sollen ruhig wissen, wie das funktioniert.

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5. Februar 2010 um 14:00


ich hätte meinen mann an den haaren ins KH geschleift ,wenn er nicht freiwillig mitgekommen wäre

1. wenn ich schon das kind zur welt bringen muss ,darf er sich dabei ruhig etwas nützlich machen .........sich um mich kümmern ,mich etwas verhätscheln ,mit mir reden ,papierkram erledigen ,meinen laufburschen spielen ,etc .....

2. kann er ruhig sehen wie schwer es ist ein kind zu gebären ......nicht geschminkt schwanger verabschieden und wieder kommen wenn man frisch geduscht und wieder geschminkt ist und man da mit einem seeligen lächeln auf den lippen liegt ........nene ,das dazuwischen darf er ruhig erfahren .....

3. wen soll ich denn zur schnecke machen ,wenn er nicht da ist ........ bin eine von den frauen die wärend der geburt wild schimpfend den mann für all das übel verantwortlich macht und niiiiiiiewieder kinder will .......jetzt bekomm ich mein 3.

meine meinung und ich bin froh das er auch beim 3. mal dabei ist

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5. Februar 2010 um 14:03


Also ich denke nicht, daß mein Mann da traumatisiert rauskommt.
Von der Tatsache mal abgesehen, daß er freiwillig mit will, hat er während der ganzen Schwangerschaft wahrscheinlich mehr Nervenkrieg mitgemacht als er es bei der Geburt könnte. Bin 2x operiert worden und da hat er mich schon genug leiden sehen.
Und ich glaub meine Stimmungsschwankungen und mein durchgehendes Gejammere sollten ihn schon genug abgehärtet haben.

Im GVK haben wir übrigens von der Hebi eine "nette" Illustration gezeigt bekommen. Bei irgendeinem Indianerstamm gab es früher Gebärhütten. Die hatten 2 Stockwerke, in dem unteren hat die Frau das Kind zur Welt gebracht und in dem oberen stand ihr Mann. Der hatte 2 Schnüre um die Hoden gebunden, die in den unteren Stock liefen und die die Frau in der Hand hatte. - Da gewinnt das Wort MitLEID nochmal richtig an Ausdruckskraft.

Mein Mann meinte, er würde da die moderne Variante mit daneben stehen bevorzugen.

Also soviel zum Thema "Männer sind/waren bei Naturvölkern nicht in das Geburtsgeschehen involviert".

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5. Februar 2010 um 14:18


*lach* witzige Vorstellung, da hatte mein Mann wohl noch richtig Glück mit mir gehabt, dass ich nicht so gemein bin

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5. Februar 2010 um 14:42

Doch
ich kann das schon verstehen. im kreißsaal ist ausnahmesituation. das ganze blut, kot, fruchtwasser, blähungen, schreie, risse, schnitte, nachgeburt ->das ist alles ist zwar normal und gehört dazu, aber es ist ja trotzdem nicht gerade lecker und ich bin mir auch nicht sicher, dass die männer wissen, worauf sie sich da einlassen

ich war sehr froh, dass mein mann (2 x) bei mir war und mir war es in dem moment auch nicht unangenehm. trotzdem: ICH war beschäftigt und habe ja im grunde genommen nicht sehr viel mitbekommen. mein mann tut mir schon leid, dass er das alles sehen musste. es hat sich bei uns auch nichts verändert, aber ich denke schon, dass er das alles nicht auf die leichte schulter genommen hat.


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