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Mann des Lebens oder Kind - extrem verzweifelt

14. Dezember 2013 um 17:51


huhu ihr lieben.
ich bin gerade extrem verzweifelt, und weiß, dass es keinen "guten" ausweg gibt.
ich bin - als nebeninfo - seit dem sommer sowieso depressiv und in behandlung (psycho und medikamentös). mein freund ist seit sommer in neuseeland und kommt ende mai zurück.
als wir zusammenkamen (vor 2 jahren) hatten weder er noch ich nen kinderwunsch.
das hat sich bei mir vor nem jahr oder so radikal geändert, was ich nie gedacht hätte. er ist von "er will niemals kinder" zu "er weiß es nicht" gewechselt, aber ich glaube nicht, dass er je kinder will, und ich will - wenn dann - keinen halbherzigen vater.
das ding ist, dass ich unbedingt kinder möchte. aber er ist auch der mensch, der am besten zu mir passt. ich weiß, das klingt blöd, aber es kann niemanden geben, mit dem ich mich so gut verstehen werde wie mit ihm. weshalb die entscheidung: kind oder er irgendwie wie die wahl zwischen pest und cholera ist.
ich weiß, dass es nur 4 möglichkeiten gibt:

1.) ihn verlassen und mir jemanden "suchen" mit dem ich ein kind kriegen kann - jemanden, den ich nicht wirklich lieben würde, also deprimierend.

2.) mich künstlich befruchten lassen und mit ihm zusammen bleiben (also in dänemark künstlich befruchten lassen)

3.) ihm ein kind unterjubeln - scheidet aus, sowas mach ich nicht, damit kann ich nicht leben

4.) mit ihm zusammenbleiben ohne kind

alles erscheint mit so verdammt hoffnungslos, dass ich gerade nur weinen kann und nicht mehr aufhären kann.
er weiß auch um meinen wunsch und so, aber das ändert ja nichts - niemand sollte "dem anderen zuliebe" bei so einem wichtigen thema "kompromisse" machen, das wär ja fürs kind mega schlimm und für den kompromissmacher.

ich denke, da ich eh depressiv bin, macht es die situation noch krasser grad. aber ich weiß einfach nicht, wie ich da rauskomme. wenn ich mir sage: erstmal sehen, wenn er wieder da ist, dann weiß ich, dass mich selbst hinhalte und mir etas vormache - das problem bleibt ja bestehen.

ich weiß einfach nicht, wie ich mich von der person trennen soll, die perfekt zu mir passt....es erscheint mir alles so absurd. das problem ist, dass es es nicht besser macht, dass gerade viele freunde kinder kriegen - mit partner , den sie offenbar lieben. ich denke: okay, man kann nicht alles haben. manche haben vielleicht alles, aber da sheißt ja nicht, dass ich nichts habe. ich habe essen, eltern, freunde, einen freund und kann wählen zwischen kind oder freund, ich darf nicht jammern. nur die verzweiflung interessiert das nicht.

naja, weiß auch nicht, warum ich das poste, ich weiß ja schon selbst, dass es keinen positiven ausweg geben kann ....

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14. Dezember 2013 um 19:34

Irgendwie
vermisse ich Punkt 5:
Du trennst dich von deinem jetzigen Partner (vielleicht wäre er ja ein guter, bester Freund....), findest einen, den du liebst (nein, es gibt nicht nur den einen, sondern viele Personen, die zu einem passen und die man lieben kann...) und der dich liebt. Einer, dessen Lebensentwurf mit deinem besser harmoniert... Ich weiß, ist schwer vorstellbar, wenn man mit einer geliebten Person zusammen ist, aber es ist so.

Es kommt nun mal vor, dass Paare sich mit den Jahren voneinander weg entwickeln und unterschiedliche Interessen und Prioritäten im Leben setzen... Und so etwas, wie die Einigkeit über den Kinderwunsch, ist was ganz essenzielles, finde ich. Herrscht da Uneinigkeit, das hast du selber erkannt, bleibt immer einer auf der Strecke.

Klar, schön ist der Gedanke nicht und verdammt hart. Man muss sich darüber im Klaren sein, was man will und worauf man verzichten könnte. Es ist schwierig, weil man jemanden verlässt, der jetzt für einen da ist, aber wofür? Für etwas, das noch gar nicht physich da ist, sondern bisher "nur" einen Wunsch darstellt.
Du kannst mit deinem Partner, wenn er wieder da ist, ja mal ne Liste machen, z.B.: Das will ich erreicht haben, bevor ich 40 bin.
Seit ihr euch da in den "lebenswichtigen" Punkten einig?

Ich will gar nicht appellieren, deinen Partner zu verlassen, sondern dir wünschen, erst mal richtig darüber klar zu werden, wie du dir den Rest deines Lebens vorstellst. Und das, wenn du psychisch wieder auf dem Damm bist und nicht mitten in einer Depression.

Vor ca. 13 Jahren war ich an so einem Punkt, an dem ich mir genaue Vorstellungen vom meinem Traumpartner gemacht habe. Was will ich, wo kann ich Kompromisse eingehen, was geht auf gar keinen Fall.... Was soll ich sagen, bin seit fast 12 Jahren glücklich vergeben.

Alles Gute!

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