Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Loslassen vom Kinderwunsch-geht es jemandem ähnlich?

Loslassen vom Kinderwunsch-geht es jemandem ähnlich?

19. Oktober 2016 um 12:02

Wir haben einen Sohn von 19 Monaten und wollten immer gerne ein zweites Kind, aber aus verschiedenen Gründen wird das nun nichts. Irgendwie hatte ich es mir einfacher vorgestellt diesen Wunsch loszulassen. Der Verstand ist vernünftig und weiß dass das Thema abgehakt ist, aber das Herz hinkt so weit hinterher. Nun bekommen im Umfeld so viele Kinder, das erste, zweite....mein Gefühl sagt mir ich möchte dazu ganz viel Abstand haben, mich fernhalten von allen, von Schwnageren, Babys, aber das geht ja auf die Dauer auch nicht. Habe aber das Gefühl sonst kann ich nie richtig loslassen. Wahrscheinlich wird es mit der Zeit besser.. Geht es hier jemandem ähnlich und wie geht ihr damit um?

Mehr lesen

19. Oktober 2016 um 13:22

Ich habe so eine Entscheidung grad hinter mir. Die Vernunft und wirklich schwere gesundheitliche gründe sprechen gegen ein weiteres Kind. Nach mehreren Monaten mit vielen Diskussionen, Tränen weil ich mich einfach nicht von kiwu verabschieden konnte und nun bangen ob es die richtige Entscheidung war haben wir beschlossen es noch mal zu versuchen. Ich hatte einfach Angst es immer zu bereuen nicht auf mein Herz gehört zu haben. Ich konnte auch einfach noch nicht ruhig auf fremde Bäuche gucken..... ich glaube es würde schon sehr weh tun überall zu sehen wie sich andere ihren Herzenswunsch erfüllen.
Welche Gründe sind denn so schwerwiegend dass sie trotz deines Herzens schwerer wiegen als dein Wunsch? LG Anigpe    

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Oktober 2016 um 13:30
In Antwort auf anigpe

Ich habe so eine Entscheidung grad hinter mir. Die Vernunft und wirklich schwere gesundheitliche gründe sprechen gegen ein weiteres Kind. Nach mehreren Monaten mit vielen Diskussionen, Tränen weil ich mich einfach nicht von kiwu verabschieden konnte und nun bangen ob es die richtige Entscheidung war haben wir beschlossen es noch mal zu versuchen. Ich hatte einfach Angst es immer zu bereuen nicht auf mein Herz gehört zu haben. Ich konnte auch einfach noch nicht ruhig auf fremde Bäuche gucken..... ich glaube es würde schon sehr weh tun überall zu sehen wie sich andere ihren Herzenswunsch erfüllen.
Welche Gründe sind denn so schwerwiegend dass sie trotz deines Herzens schwerer wiegen als dein Wunsch? LG Anigpe    

Oh da hast Du ja schon einiges hinter Dir, das tut mir leid! Abert toll dass Ihr den Mut finden konntet es nochmal zu versuchen. 

Ich hatte eine Eileiterschwangerschaft 2013, seitdem nur noch einen Eileiter, und vor zwei Monaten eine Fehlgeburt in der 9. Woche mit Ausschabung, wären wahrscheinlich Zwillinge geworden. Zudem hat es bis zu der Schwangerschaft fast ein Jahr gedauert bis es geklappt hat, das war sehr sehr belastend. Ich gehe zudem auf die 40 zu und meine Ärztin sagte mir mit der Vorgeschichte ist unsere Chance auf eine intakte Schwangerschaft einfach gering und die Risiken sehr hoch. Bei meinem Sohn hatte ich in der 12. Woche auch massive Blutungen. Alles in allem sind mittlerweile Angst und Panik so groß dass es einfach nicht mehr geht. Mein Mann hatte zudem nie einen Kinderwunsch und hat das alles nur mir zuliebe getan. Mit fast 40 denke ich sollte einfach dann auch mal Schluß sein, seit über drei Jahren dreht sich alles nur um das Thema schwanger werden, schwanger bleiben, ^Ängste und Sorgen, ich kann einfach nicht mehr. Ich wünschte mir oft mein Herz wäre so vernünftig wie mein Verstand und würde akzeptieren wie es ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Oktober 2016 um 13:58

Hallo Sonne
Klingt als hättest du da auch eine anstrengende Zeit hinter dir. Emotional vor allem. Trotzdem finde ich die Aussage deiner Frauenärztin schon recht gewagt. Ende 30 / Anfang 40 ist ja nun nicht wirklich mehr ungewöhnlich und auch wenn es leicht erhöhte Risiken gibt gehen doch die allermeisten SS gut aus.
Für mich würde sich da vor allem die Frage stellen ob ich mich auch einer erneuten Enttäuschung gewachsen fühle. Was belastet mehr-  das Gefühl nicht komplett zu sein oder die Angst bzw das Risiko dass es auch ein drittes mal nicht klappt? 
Auch ich würde mir da eine Altersgrenze setzen und bin da jetzt auch nicht mehr ewig von entfernt.  
Vielleicht kann man ja den aktiven kiwu ein wenig beenden- aber bis zu meiner oder hier deiner persönlichen Altersgrenze muss man ja auch nicht zwingend was dagegen tun?! 
Meine Schwägerin ist just vor einigen Monaten mit 41 das erste mal Mama geworden. 4x icsi- unzählige clomifenzyklen waren erfolglos. Dann hat sie beschlossen es soll wohl nicht sein und ihr Leben neu geordnet. Gekündigt und traumjob angefangen. Nicht mal 5 Monate später war sie schwanger- ohne Hilfe. Wir finden Sie übrigens alle nicht zu alt und rate- jetzt überlegen Sie ob sie mit 41 es noch wagen am geschwisterchen zu basteln....

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Oktober 2016 um 14:53

ach süße, der kopf sagt nein und der bauch ja. guck mal wie es bei mir war, ich habe auch ganz lange gesagt, ich möchte kein weiteres mehr aufgrund der letzten ss (die du ja kennst) und auch wegen anderer dinge (wie du weißt) und dann irgendwie, fing man an drüber nach zu denken und so langsam keimte dann doch der wunsch. 

wenn sich bei mir nun beruftechnisch, sich alles entwickelt, würde auch der kiwu wieder auf eis gelegt werden weil mir dann der beruf wichtiger wäre aber bei euch. 

j. ist so ein goldstück und ich denke, ein brüderchen oder schwesterchen würde ihm vielleicht auch sehr gut tun. 
nein, ich will dich nun nicht überreden aber wer will eigentlich kein weiteres kind und wer wird auf dauer unglücklich sein weil im herzen eine wunde entstanden ist? denn offenbar, ist da eine die dir weh tut. 

ich glaube, du solltest dir da noch einmal richtig gedanken bei machen und dir klar werden, was genau du dir eigentlich wünscht und mal den kopf, kopf sein lässt. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Oktober 2016 um 16:18
In Antwort auf anigpe

Hallo Sonne
Klingt als hättest du da auch eine anstrengende Zeit hinter dir. Emotional vor allem. Trotzdem finde ich die Aussage deiner Frauenärztin schon recht gewagt. Ende 30 / Anfang 40 ist ja nun nicht wirklich mehr ungewöhnlich und auch wenn es leicht erhöhte Risiken gibt gehen doch die allermeisten SS gut aus.
Für mich würde sich da vor allem die Frage stellen ob ich mich auch einer erneuten Enttäuschung gewachsen fühle. Was belastet mehr-  das Gefühl nicht komplett zu sein oder die Angst bzw das Risiko dass es auch ein drittes mal nicht klappt? 
Auch ich würde mir da eine Altersgrenze setzen und bin da jetzt auch nicht mehr ewig von entfernt.  
Vielleicht kann man ja den aktiven kiwu ein wenig beenden- aber bis zu meiner oder hier deiner persönlichen Altersgrenze muss man ja auch nicht zwingend was dagegen tun?! 
Meine Schwägerin ist just vor einigen Monaten mit 41 das erste mal Mama geworden. 4x icsi- unzählige clomifenzyklen waren erfolglos. Dann hat sie beschlossen es soll wohl nicht sein und ihr Leben neu geordnet. Gekündigt und traumjob angefangen. Nicht mal 5 Monate später war sie schwanger- ohne Hilfe. Wir finden Sie übrigens alle nicht zu alt und rate- jetzt überlegen Sie ob sie mit 41 es noch wagen am geschwisterchen zu basteln....

Danke Dir für Deine lieben Worte!

Meine Ärztin sagte dass im höheren Alter einer Fehlgeburt schon eine andere Bedeutung zukommt als in jüngeren Jahren, dass das dann das Risiko hoch ist erneut eine zu haben. Eben weil das Alter der Mutter evtl. schuld daran ist, Qualität der Eizelle etc.
Das ist die Frage...was belastet mehr..im Moment würde ich sagen die Angst und Panik wieder wochenlang zum Frauenarzt zu rennen , immer in der Hoffnung es ist alles gut, nur schlechte Nachrichten zu bekommen, womöglich wieder eine Eiliterschwangerschaft, denn dieses Risiko ist ja auch erhöht, bis ich eines morgens wieder in einer Blutlache wach werde und zur Ausschabung unterm Messer lande. Der Gedanke an Zwillinge war so wundervoll, und dann war alles vorbei. Aber was ist wenn diese Erinnerungen und Ängste verblassen, in zwei Jahren bin ich 40, und dann ist es vielleicht zu spät, ja da habe ich schon Angst vor wenn ich ehrlich bin. 

Es einfach darauf ankommen lassen dafür bin ich nicht der Typ, das könnte ich nicht. Ich bin der "ganz oder gar nicht Extrem Typ", entweder jeden Zyklus Ovus, gezieltes üben im fruchtbaren Zeitraum, nervös auf die Periode warten....oder mein Mann lässt sich sterilisieren und die Entscheidung ist endgültig. Ich bewundere die, die damit abschließen können und trotzdem nicht verhüten, und sagen entweder passiert es doch noch oder nicht, wie es Deine Schwägerin konnte. Mich würde das psychisch fertig machen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Oktober 2016 um 16:21
In Antwort auf susannes5

ach süße, der kopf sagt nein und der bauch ja. guck mal wie es bei mir war, ich habe auch ganz lange gesagt, ich möchte kein weiteres mehr aufgrund der letzten ss (die du ja kennst) und auch wegen anderer dinge (wie du weißt) und dann irgendwie, fing man an drüber nach zu denken und so langsam keimte dann doch der wunsch. 

wenn sich bei mir nun beruftechnisch, sich alles entwickelt, würde auch der kiwu wieder auf eis gelegt werden weil mir dann der beruf wichtiger wäre aber bei euch. 

j. ist so ein goldstück und ich denke, ein brüderchen oder schwesterchen würde ihm vielleicht auch sehr gut tun. 
nein, ich will dich nun nicht überreden aber wer will eigentlich kein weiteres kind und wer wird auf dauer unglücklich sein weil im herzen eine wunde entstanden ist? denn offenbar, ist da eine die dir weh tut. 

ich glaube, du solltest dir da noch einmal richtig gedanken bei machen und dir klar werden, was genau du dir eigentlich wünscht und mal den kopf, kopf sein lässt. 

Danke Dir liebe Susanne!
Ich dachte ich sei wirklich im Abschließen des Wunsches viel viel weiter, aber das ich Tante geworden bin hat mich emotional so dermaßen reingerissen wie ich es niemals erwartet hätte, und in dem Fall kann ich nichtmal Abstand halten. Rausfinden was ich eigentlich will und den Kopf Kopf sein lassen, das sind meine Schwachstellen...kennst mich ja schon ein bißchen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Oktober 2016 um 22:33
In Antwort auf sanne1178

Wir haben einen Sohn von 19 Monaten und wollten immer gerne ein zweites Kind, aber aus verschiedenen Gründen wird das nun nichts. Irgendwie hatte ich es mir einfacher vorgestellt diesen Wunsch loszulassen. Der Verstand ist vernünftig und weiß dass das Thema abgehakt ist, aber das Herz hinkt so weit hinterher. Nun bekommen im Umfeld so viele Kinder, das erste, zweite....mein Gefühl sagt mir ich möchte dazu ganz viel Abstand haben, mich fernhalten von allen, von Schwnageren, Babys, aber das geht ja auf die Dauer auch nicht. Habe aber das Gefühl sonst kann ich nie richtig loslassen. Wahrscheinlich wird es mit der Zeit besser.. Geht es hier jemandem ähnlich und wie geht ihr damit um?

Liebe Sanne,

ich habe Deine Geschichte verfolgt und den Eindruck, dass Du mit einer entgültigen Entscheidung gegen ein weiteres Kind, also Sterilisation, nicht gut klar kommen würdest. Du führst ständig die Argumente und Denkweisen der anderen an (Mein Mann möchte dies, meine Gynäkologin sagt das, meine befreundete Ärztin denkt ich komme in die Wechseljahre), aber findest nicht den Mut Dir Deine eigenen Wünsche zuzugestehen, ordnest sie den Denkweisen und Meinungen der anderen unter.

Als allererstes würde ich die Frauenärztin wechseln. Unbedingt und sofort. Fachliche Qualifikation hin und her, wer seine Patienten so demotiviert, weiterführende Untersuchungen aufschiebt (in Deinem Alter hättest Du nach einem halben Jahr ohne Erfolg darauf ein Anrecht), ist in meinen Augen kein guter Arzt. 

Dann würde ich mit Deinem Partner Klartext reden. Dass Du mit der Sache wahrscheinlich nicht abschließen kannst und eine Sterilisation die Wunden nur oberflächlich begraben würde, der monatliche Nervenkitzel zwar rausgenommen wäre, aber Du langfristig nicht glücklich würdest. Zumal solche Entscheidungen aufgrund der Emotionalität nicht wenige Wochen nach einer Fehlgeburt gefällt werden sollten. Babys im Freundeskreis tun ihr übriges. Ihm muss klar sein, dass das noch weite Kreise ziehen kann.

Und schliesslich und ganz wichtig (!) musst Du auch an Dir selbst arbeiten. Du bist so verzagt und pessimistisch, kannst Dir selbst nicht mehr trauen. Suche Dir einen guten Heilpraktiker, Psychologen, Coach o.ä. um Dein Selbstbewusstsein auf Vordermann zu bringen. 

Wenn Du in einigen Jahrzehnten auf Dein Leben zurückblickst, möchtest Du dann nicht sagen können, dass du zumindest alles mögliche versucht hast, um ein weiteres Kind zu bekommen. Bereut werden letztendlich meistens die Dinge, die man nicht getan hat.

Fühl Dich mal virtuell gedrückt und lass Dir gesagt sein: Ich hatte in meinem Bekanntenkreis mehrere "hoffnungslose Fälle" in Punkto Schwangerschaft. Gesundheitliche Probleme, mehrere Fehlgeburten etc. Sie alle haben nun ein gesundes Kind bzw. mehrere, nach unkomplizierter Schwangerschaft. Genau das wünsche ich Dir auch.

6 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Oktober 2016 um 7:47

@waldmeisterin top! ich kenne sanne seit beginn unserer beider schwangerschaften und ja, sie hört viel zu wenig auf sich selbst. 

das sie den FA wechseln soll, sag ich ihr schon ewig! grässliche frau! da kann einen wirklich alles bei vergehen.

ich würde vielleicht mal in eine kiwu klinik gehen und gucken, ob du da vielleicht nicht besser beraten bist, zumal du nun ja auch wahnsinnig viel abgenommen hast!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Oktober 2016 um 11:29

Dankeschön Ihr Lieben,
es stimmt, Hoffnungen machen mir wenige, eigentlich niemand. Ich weiß auch dass meine Mutter sich unbedingt ein zweites Enkelkind von uns wünscht, mir aber insgeheim und im stillen einen Vorwurf daraus macht dass das alles nicht früher passiert ist und ich schon so alt bin. Von Kind auf hat man mir eingebläut bloß nicht spät Kinder zu kriegen, das sei für das Kind so schrecklich, sie selber hatte eine alte Mutter uns es sei immer grausam für sie gewesen, sie ist immer gemobbt worden deshalb als Kind und Teenie. Das sitzt auch irgendwie tief, ich habe ja schon ein schlechtes Gewissen meinem Sohn gegenüber dass ich bei seiner Geburt schon 36 war. Aber mein Mann ist mir halt so sehr spät im Leben erst begegenet.

Ich tu mich mit einem Arztwechsel echt schwer. Sie hat als einzige damals meine Eieiterschwangerschaft entdeckt und hat mich so vor schlimmerem bewahrt, sie war fachlich so top in meiner Schwangerschaft. Aber als ältere Mutter wird man nicht so freundlich und verständnisvoll behandelt wie eine Patientin in den Zwanzigern, dass weiß ich aus sicherer Quelle. Wir wohnen auch so dass Ärzte echt rar sind. Ich muss da mal überlegen was ich mache.

Ich denke meinem Mann habe ich jetzt klargemacht dass ich mit einer Vasektomie noch nicht zurecht komme und er versteht das glaub ich auch. Ist halt schwierig, da er nie einen Kinderwunsch hatte und dieses Familienleben nur mir zu Liebe mitlebt. Er macht das echt toll, aber ich wüsste halt auch anders wäre er sehr glücklich und jede Komplikation bin im Grunde ich dann schuld.

Ich bin leider auch sehr stark übergewichtig. Seit März habe ich 27 kg abgenommen, weitere 21 kg habe ich auf dem Weg zum Normalgewicht noch vor mir. Die werde ich erstmal angehen. Und das Kinderwunschthema so lange komplett zur Seite schieben. Heute Nacht habe ich darüber stundenlang nachgedacht und versucht rauszufinden wohin der Weg gehen könnte.  Vielleicht kommt mit dem Normalgewicht ein bisschen Vertrauen in meinen Körper zurück, denn das habe ich nach ELSS und FG komplett verloren und fühle mich nur noch als Versagerin. Denn ich weiß ja das Übergewicht das Fehlgeburtsrisiko nun auch erhöht, erst recht wenn man älter ist. Wenn ich mich wieder wohler in meinem Körper fühle, vielleicht geht es dann auch meiner Psyche wieder besser und der Kinderwunsch schafft es nochmal stärker zu sein als die Angst vor einer weiteren schlimmen Enttäuschung.  Das schlechte Gewissen wegen dem Alter wird wohl immer bleiben.
Mit Schilddrüse und co. ist bei mir alles top, dass hat meine Hausärztin vor der Fehlgeburt noch gecheckt, daran kann es nicht gelegen haben.
 



 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. Oktober 2016 um 0:04
In Antwort auf sanne1178

Dankeschön Ihr Lieben,
es stimmt, Hoffnungen machen mir wenige, eigentlich niemand. Ich weiß auch dass meine Mutter sich unbedingt ein zweites Enkelkind von uns wünscht, mir aber insgeheim und im stillen einen Vorwurf daraus macht dass das alles nicht früher passiert ist und ich schon so alt bin. Von Kind auf hat man mir eingebläut bloß nicht spät Kinder zu kriegen, das sei für das Kind so schrecklich, sie selber hatte eine alte Mutter uns es sei immer grausam für sie gewesen, sie ist immer gemobbt worden deshalb als Kind und Teenie. Das sitzt auch irgendwie tief, ich habe ja schon ein schlechtes Gewissen meinem Sohn gegenüber dass ich bei seiner Geburt schon 36 war. Aber mein Mann ist mir halt so sehr spät im Leben erst begegenet.

Ich tu mich mit einem Arztwechsel echt schwer. Sie hat als einzige damals meine Eieiterschwangerschaft entdeckt und hat mich so vor schlimmerem bewahrt, sie war fachlich so top in meiner Schwangerschaft. Aber als ältere Mutter wird man nicht so freundlich und verständnisvoll behandelt wie eine Patientin in den Zwanzigern, dass weiß ich aus sicherer Quelle. Wir wohnen auch so dass Ärzte echt rar sind. Ich muss da mal überlegen was ich mache.

Ich denke meinem Mann habe ich jetzt klargemacht dass ich mit einer Vasektomie noch nicht zurecht komme und er versteht das glaub ich auch. Ist halt schwierig, da er nie einen Kinderwunsch hatte und dieses Familienleben nur mir zu Liebe mitlebt. Er macht das echt toll, aber ich wüsste halt auch anders wäre er sehr glücklich und jede Komplikation bin im Grunde ich dann schuld.

Ich bin leider auch sehr stark übergewichtig. Seit März habe ich 27 kg abgenommen, weitere 21 kg habe ich auf dem Weg zum Normalgewicht noch vor mir. Die werde ich erstmal angehen. Und das Kinderwunschthema so lange komplett zur Seite schieben. Heute Nacht habe ich darüber stundenlang nachgedacht und versucht rauszufinden wohin der Weg gehen könnte.  Vielleicht kommt mit dem Normalgewicht ein bisschen Vertrauen in meinen Körper zurück, denn das habe ich nach ELSS und FG komplett verloren und fühle mich nur noch als Versagerin. Denn ich weiß ja das Übergewicht das Fehlgeburtsrisiko nun auch erhöht, erst recht wenn man älter ist. Wenn ich mich wieder wohler in meinem Körper fühle, vielleicht geht es dann auch meiner Psyche wieder besser und der Kinderwunsch schafft es nochmal stärker zu sein als die Angst vor einer weiteren schlimmen Enttäuschung.  Das schlechte Gewissen wegen dem Alter wird wohl immer bleiben.
Mit Schilddrüse und co. ist bei mir alles top, dass hat meine Hausärztin vor der Fehlgeburt noch gecheckt, daran kann es nicht gelegen haben.
 



 

Ich finde dass Deine Mutter da keine Wünsche bezüglich Enkelkinder anzumelden hat. Das ist eine Sache zwischen Dir und Deinem Mann. Außerdem: Sie hat ja bereits einen Enkel von Dir. Da würde ich mir derartiges Vorschreiben, doch bitte möglichst bald ein weiteres Enkelkind zu präsentieren, verbitten, das setzt Dich ja nur noch mehr unter Druck.

Ich wünsche Dir einfach mal Skadi-artige Gelassenheit: Dass Ihr es in ein paar Monaten nochmal ganz entspannt angehen könnt, ohne Zeitlimit, ohne jegliche Hilfsmittel, ohne Zyklusbeobachtungen und zu starkes in sich reinhorchen, und mit einer "Sch...egaleinstellung": Es klappt oder es klappt nicht. Vergiss bei der ganzen Grübelei über eine weitere Schwangerschaft auch nicht, deinen Sohn zu genießen. Ihn hast Du. Das ist auch viel Wert. Alles Gute!

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Oktober 2016 um 12:04

@gabelung Danke Dir für Deine lieben Worte!

@schnuckweide unsere Freunde und Bekannte sind alle Ende 20 Anfang 30, also im perfekten Alter zum Kinder kriegen. Von daher hab ich da leider niemanden dem es ähnlich geht in höherem Alter noch Eltern zu werden.

@waldmeisterin Ja da sagst du etwas.....meinen Sohn genießen...das gelingt mir sehr oft nicht, weil ich merke wie ich mit allem hadere was die letzten Jahre alles schief gegangen ist.
Ich werde versuchen daran zu arbeiten. Er macht es einem leider auch nicht allzu einfach, von seiner Entwicklung her ist er sehr weit zurück und die Schere zu Gleichaltrigen wird von Monat zu Monat größer und seine Unzufriedenheit auch, da wird noch sehr viel auf uns zukommen an Therapien und co.


Ich habe mir jetzt zum Ziel gesetzt bis zum nächsten Sommer mein Normalgewicht erreicht zu haben und dann werden wir über das Thema Kinderwunsch noch einmal nachdenken, ob wir es noch einmal versuchen oder nicht.
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest