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Liebe Mütter, ich brauche eure Hilfe!

18. Februar 2017 um 17:48 Letzte Antwort: 19. Februar 2017 um 20:13

Hallo ihr Lieben,

ich schlage mich nun schon länger mit einem Problem herum und ich finde einfach keine Lösung: Ich weiß nicht, ob ich Mutter werden soll oder nicht!

Das Verzwickte ist, ich liebe Kinder, ich bin Erzieherin und liebe meinen Beruf, ich bin auch ein absoluter Kindermagnet, sehr einfühlsam, lustig, verrückt, kenne mich mittlerweile recht gut aus bzgl. Erziehungsfragen und typischen Ängsten von Müttern und what to do. Ich glaube, ich wäre grundsätzlich eine tolle Mutter, habe tausend kreative Ideen für die Freizeitgestaltung und ganz viel Liebe in mir.

So, jetzt aber zum Problem. Ich kann das alles sehr gut auf der Arbeit und in meinem Familien- und Freundeskreis, aaaaber: sobald ich Feierabend habe bin ich FAUL! Es gibt für mich nichts schöneres, als alle Klamotten von mir zu reißen, meine Jogginghose überzuziehen und mich auf die Couch zu schmeißen und einen Serienmarathon zu beginnen. Ich liebe es auszuschlafen, und mache das jedes Wochenende mind. bis 11 Uhr morgens. Ich genieße es, den ganzen Tag ein Buch zu lesen, in Ruhe Musik zu hören, stundenlang zu baden.

Wenn ich mehr als zwei Mal pro Woche irgendwelche Verpflichtungen habe, bin ich schon genervt und wünsche mich endlich auf meine Couch, Haustür hinter mir zu und Ruhe. Ich liebe es zu Reisen, mit Rucksack fremde Welten zu entdecken, Thailand, Malaysia, Bali, und ich will noch viel mehr sehen und die Freiheit des Meeres und des Windes in meinen Haaren spüren.

Aber ich liebe es auch, mein Gesicht in den Locken meiner Nichte zu vergraben, mich über altkluge Witze kaputt zu lachen, die spannende Entwicklung meiner Kinder in der Kita zu beobachten, Ärmchen um mich, "ich hab dich lieb", ich wünsche mir diese unendliche Liebe und habe Angst, irgendwann ohne Familie dazustehen, und alleine alt und grau zu werden.

Ich werde diesen Sommer 37 und es heißt, jetzt anfangen oder es wird langsam knapp!!

Aber ich habe Angst! Angst, dass mich mein Kind nervt, da ich eben wesentlich mehr Augenmerk auf meine Freiheit und meine Ruhe lege als die meisten anderen Frauen um mich herum. Angst, dass ich nicht mehr ich sein kann, Angst, dass ich es nicht aushalte, immer morgens um 6 geweckt zu werden und nur noch in Familienhotels in Europa Urlaub machen kann. Angst, wieder Geldsorgen zu haben wie früher...

Ich will ein Kind und ich will es nicht. Und ich wünsche mir von euch Müttern ganz ehrlich eine Meinung: So wie ich vom Typ her bin, packe ich das? Gibt es Mütter unter euch, die vorher ähnlich waren und es trotzdem nicht bereuen?

Danke!
Jana



 

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18. Februar 2017 um 18:00

Ich sag es mal so: Wenn man danach SUCHT, findet man immer etwas was gegen Kinder spricht.  Jedoch sollte man einfach den Mut haben über den eigenen Schatten zu springen und irgendwann mal wenn dein eigenes Fleisch und Blut dich anlächelt, wirst du sagen...
... War mein früheres Leben aber eintönig und langweilig...
War bei mir auch so...

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18. Februar 2017 um 18:46

Oh man .... dein alltag nach Feierabend klingt himmlisch 

Wi gern ich nur einen punkt davon abhaken würde 

Ich hab zwei wunderbare mädels 4 und 2.5 jahre alt.. und ich wollte unbedingt ganz früh mama werden (22)
Heute brauch ich einmal die Woche einen abend wo ich wieder feiern gehe - leider ohne auszuschlafen, da spätestens um halb 8 die mama gefordert wird...

Und ich bin manchmal froh wenn ich abends arbeiten gehe (1 mal die woche) unf erst wieder komme wenn die beiden schlafen... einen tag kein zahnputz und umzieh drama... keone disskusionen wie rum das kissen liegt und ob mit oder ohne kuscheldecke geschlafen wird 

Und dann kommt die heißt ersehnte Geschäftsreise... 2 tage ganz weit weg... und ich fühl mich ... leer... keiner der mich knutscht, der meine Aufmerksamkeit sucht oder auf liebe Worte für ein gemaltes Bild sucht...niemand der sagt 'ich hab dich lieb' und kein geliebter kinderduft....

Deeine Freizeit klingt verlockend... die hätte ich auch gern... theoretisch...praktisch dann viel lieber mit kind ausschlafen (nur bis halb 9 aber das ist auch toll)

Die tage sind anders... weniger faul aber sooo viel wertvoller.

Für nichts würde ich es mehr eintauschen 
(uund kleine auszeiten sollte man sich trotzdem gönnen)

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18. Februar 2017 um 20:35

Normalerweise ist ein Kind ja eine gemeinsame Entscheidung von zwei Menschen die sich lieben und vertrauen Wie sieht es denn aus bei dir, hast du einen festen Partner? Wie steht der dem Thema gegenüber? Wenn man einen Partner und womöglich noch Familie hat die zu seinem steht udn einem auch mal was abnimmt dann hat man ja weiterhin zumindest ein paar Freiräume. Zumindest stelle ich mir das so vor ich habe zwar einen Partner, aber selbst um eine Stunde joggen gehen die Woche muss ich betteln und sonst haben wir auch niemanden der uns mal helfen würde (die Kinder sind knapp 2 und 3). 
Aber gut, ich wusste ja was auf mich zukommt, und ausschlafen und reisen werde ich dann ganz viel wenn ich mal in Rente bin

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19. Februar 2017 um 19:38

Ja, ich habe einen Partner, der sich auch jetzt schon darauf freut, wenn wir anfangen. Meine Familie allerdings wohnt 500km weit weg und er hat nicht mehr viel Familie

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19. Februar 2017 um 20:13
In Antwort auf jancis_12447128

Hallo ihr Lieben,

ich schlage mich nun schon länger mit einem Problem herum und ich finde einfach keine Lösung: Ich weiß nicht, ob ich Mutter werden soll oder nicht!

Das Verzwickte ist, ich liebe Kinder, ich bin Erzieherin und liebe meinen Beruf, ich bin auch ein absoluter Kindermagnet, sehr einfühlsam, lustig, verrückt, kenne mich mittlerweile recht gut aus bzgl. Erziehungsfragen und typischen Ängsten von Müttern und what to do. Ich glaube, ich wäre grundsätzlich eine tolle Mutter, habe tausend kreative Ideen für die Freizeitgestaltung und ganz viel Liebe in mir.

So, jetzt aber zum Problem. Ich kann das alles sehr gut auf der Arbeit und in meinem Familien- und Freundeskreis, aaaaber: sobald ich Feierabend habe bin ich FAUL! Es gibt für mich nichts schöneres, als alle Klamotten von mir zu reißen, meine Jogginghose überzuziehen und mich auf die Couch zu schmeißen und einen Serienmarathon zu beginnen. Ich liebe es auszuschlafen, und mache das jedes Wochenende mind. bis 11 Uhr morgens. Ich genieße es, den ganzen Tag ein Buch zu lesen, in Ruhe Musik zu hören, stundenlang zu baden.

Wenn ich mehr als zwei Mal pro Woche irgendwelche Verpflichtungen habe, bin ich schon genervt und wünsche mich endlich auf meine Couch, Haustür hinter mir zu und Ruhe. Ich liebe es zu Reisen, mit Rucksack fremde Welten zu entdecken, Thailand, Malaysia, Bali, und ich will noch viel mehr sehen und die Freiheit des Meeres und des Windes in meinen Haaren spüren.

Aber ich liebe es auch, mein Gesicht in den Locken meiner Nichte zu vergraben, mich über altkluge Witze kaputt zu lachen, die spannende Entwicklung meiner Kinder in der Kita zu beobachten, Ärmchen um mich, "ich hab dich lieb", ich wünsche mir diese unendliche Liebe und habe Angst, irgendwann ohne Familie dazustehen, und alleine alt und grau zu werden.

Ich werde diesen Sommer 37 und es heißt, jetzt anfangen oder es wird langsam knapp!!

Aber ich habe Angst! Angst, dass mich mein Kind nervt, da ich eben wesentlich mehr Augenmerk auf meine Freiheit und meine Ruhe lege als die meisten anderen Frauen um mich herum. Angst, dass ich nicht mehr ich sein kann, Angst, dass ich es nicht aushalte, immer morgens um 6 geweckt zu werden und nur noch in Familienhotels in Europa Urlaub machen kann. Angst, wieder Geldsorgen zu haben wie früher...

Ich will ein Kind und ich will es nicht. Und ich wünsche mir von euch Müttern ganz ehrlich eine Meinung: So wie ich vom Typ her bin, packe ich das? Gibt es Mütter unter euch, die vorher ähnlich waren und es trotzdem nicht bereuen?

Danke!
Jana



 

Hey, 

ich liebe auch meine Freizeit, meine Faulheit und eig. mag ich fremde Kinder nicht besonders. Da bist du mir sogar einen Schritt voraus  

Aber meine Tochter ist das Beste, was mir hätte passieren können. Sie bereichert unseren Tag so sehr  

Natürlich fällt das lange ausschlafen weg, aber es gibt trotzdem Sonntage, die wir ganz gammelig alle auf der Couch mit Chips und Fernsehen verbringen. Dann geht's mal einen Tag nicht an die frische Luft.

Wir machen trotzdem weiterhin Urlaub im Wohnwagen in ganz Europa. Sie wurde als Baby einfach mitgenommen. Ob sie zu Hause schläft und pupst, oder in Italien, ist ihr ja egal gewesen  Heute freut sie sich auf jeden Urlaub und fragt schon seit Wochen, wann wir denn wieder am Strand sind.

Mein Mann und ich nehmen uns die Maus auch regelmäßig gegenseitig ab, sodass jeder auch mal was für sich machen kann.

Und wir bauen unsere "Lebenspläne" nicht nur um das Familienleben herum, sondern das ist alles ein Teil das zusammengehört. Mein Mann hat eine wichtige berufliche Weiterbildung angefangen, da war unsere Maus 3 Monate alt und ich in Elternzeit. Egal, er hat seinen Job gekündigt und diese Weiterbildung mit Hilfe von Bafög in 6 Monaten erfolgreich bestanden. Er hat jetzt einen tollen Job mit einem super Verdienst. Ich mache seit letztem Sommer abends meinen staatlich geprüften Betriebswirt und das an 3 Abenden in der Woche. Natürlich ist das alles nicht "leicht", aber wir haben Ziele und Träume und unser Kind wird da einfach mitgenommen. 
Und das Familienleben macht uns so viel Freude, dass wir sogar Wiederholungstäter sind und in ca. 1 Monat unser zweites Mädchen bekommen  Ich bin aktuell in der 36. Ssw. Geplant und gewollt, trotz Abendstudium. 

Wie andere geschrieben haben, es gibt immer einen Grund gegen ein Kind. Aber man muss einfach auf sein Bauchgefühl hören und es einfach wagen, wenn der Wunsch da ist.

Und niemand schreibt einem vor, wie das "perfekte-so-muss-das-Leben-mit-Kind-sein- Leben" sein muss.  Ich hoffe man versteht, wie ich es meine. 

LG
Schaf mit Töchterchen 3,5 Jahre und Baby inside 36. Ssw 
 

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