Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Legale private Leihmutterschaft: Zu krass oder ein gutes Modell?

Letzte Nachricht: Gestern um 0:18
M
maja99
16.10.22 um 9:56

In meinem Umkreis gibt es jezt zwei Frauen, die eine privat Leihmutterschaft im Ausland vollziehen, was ich sehr spannend aber auch krass finde.

Mich würde aber Eure Meinung dazu interessieren.

In den Fällen ist der Mann gesund und zeugungsfähig, während die Ehefrau unfruchtbar ist, die Freundinnen sind die deutschen Leihmütter.

Das Modell geht dann so:  Der Mann zeugt mit einer ausgesuchten Leihmutter auf natürlichem Wege ein Kind im Ausland (z.B. auf Bali, in Südamerika, in der Ukraine), da dieses Modell in Deutschland derzeit noch verboten ist (ändert sich aber gerade). Die deutsche Leihmutter muss die Schwangerschaft mehrheitlich auch im Ausland verbringen, das Wunschelternpaar zahlt Unterkunft und Vepflegung in dieser Zeit. In diesem Land wird das Kind dann auch geboren und der Vater als echter leiblicher Vater in die Geburtsurklunde eingetragen.

Danach nimmt der Vater das Kind mit nach Deutschland, was leicht ist, da es sein leibliches Kind ist, die leibliche Mutter stimmt dem natürlich zu. Die Zahlung muss im Ausland erfolgen. Nachdem das Kind zwei Jahre beim Wunschelternpaar gelebt hat, stellt die Ehefrau Antrag auf Adoption und die leibliche Mutter stimmt zu. 

Insgesamt bekommt die Leihmutter 25.000,- Euro, 12.500 bei der Geburt und 12.500 bei Zustimmung zur Adoption. Das Wunschelternpaar trägt alle Kosten.

Dieses Modell hat angeblich viele Vorteile gegenüber den herkömmlichen Leihmuttermodellen:

- Deutsche Leihmutter, die man in seinem privaten Umfeld sehr genau aussuchen kann
- Das Kind hat nicht drei Mütter, was ich als Kind auch sehr schräg finden würde (siehe Artikel unten)
- Das Modell ist, so wie oben genannt, angeblich komplett legal, auch wenn das Kind später nach Deutschland kommt und alls Beteiligten Deutsche sind. Die Zeugung, Zahlung und geburts muss abe im Ausland stattfinden. Es gibt ein juristisches Gutachten dazu, welches das absichert. 
- Das Kind hat einen leiblichen Vater, mit dem es lebt und ist auf natürliche Weise gezeugt worden, was ich als Herkunftsgeschichte sehr wichtig finde. 
- Das Modell ist für die Wunscheltern deutlich günstiger, als über eine Klinik mit ausländischer Leihmutter (70.000,- Euro).
- Man kann sich die leibliche Mutter aus seinem eigenem Umfeld selbst aussuchen und alles genau steuern.

Trotzdem finde ich das Model insgesamt krass und die Ehefrau muss ja auch akzeptieren, dass der Vater Sex mit der Leihmutter hat.    Insgesamt ist dieses Modell aber für Leute gut, denen ein natürlicher Zeugungsvorgang sehr wichtig ist. Die Nachfrage ist offenbar sehr hoch. 

Spannend ist auch dieser Artikel: 

Ist Euch sowas auch schon angeboten worden, was ist Eure Meinung dazu?

 

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mascha11
mascha11
16.10.22 um 10:01

Nach meinem Verständnis von Leihmutterschaft stellt die Leihmutter sich zur Verfügung den Embryo auszutragen, aber es werden nicht ihre eigenen Eizellen verwendet. 

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L
lissy1208
16.10.22 um 13:40

Wenn ich nicht auf natürlichem Weg hätte schwanger werden können, hätten wir evt ein Kind adoptiert. Leihmutterschaft wär nie zur Debatte gestanden. Auch wenn ich weiss, dass es nicht so einfach ist, ein Kind zu adoptieren (kenne zwei Paare, die mehrere Kinder adoptiert haben).

Aber für uns wäre es nicht so wichtig gewesen, dass zumindest ein Elternteil das leibliche Elternteil ist.

Haben Deine Bekannten auch festgehalten, dass sie das Baby auf alle Fälle aufziehen werden - auch wenn es behindert auf die Welt kommen sollte? Denn auszuschliessen ist das nie, auch wenn die Mütter gesund sind. Kann ja auch bei der Entbindung was schief gehen...

Vor einigen Jahren war in den Zeitungen von "Bridget" zu lesen... Einem Baby, dass behindert zur Welt kam - und die "Bestelleltern" wollten es nicht. Sie wollten sogar, dass alle medizinischen Massnahmen eingestellt werden und das Kleine stirbt. Dem Wunsch wurde aber nicht statt gegeben. Ich hab das damals in den Medien verfolgt, weil mir das Baby so leid tat. Glücklicherweise hat sich eine Krankenschwester sehr darum angenommen. Ein australisches Ehepaar hatte mit eigenen Ei- und Samenzellen in Thailand ein Baby von der Leihmutter austragen lassen. Es wurden Zwillinge, eins davon behindert - das liessen die "Auftraggeber" (anders kann man es nicht sagen, denn anscheinend sahen sie ja das Baby nur als Ware) in Thailand zurück. Insgesamt sind aber mehr Fälle bekannt, wo ein behindertes Kind von der Leihmutter ausgetragen und dann nicht gewünscht wurde. Und die Dunkelziffer wird um einiges höher geschätzt...

Also, wenn Deine Bekannten auch schriftlich festgehalten haben, dass sie das ausgetragene Baby auf alle Fälle annehmen werden - ok. 

Also so die Ideallösung bei unerfülltem Kinderwunsch ist eine Leihmutter sicher nicht. Aber d i e Lösung gibt es vielleicht auch nicht.

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U
user2046530015
Gestern um 0:18

Die Leihmutterschaft hat ins unsere Leben ein Kind mitgebracht und wir sind sehr dankbar und glücklich, deshalb beschlossen wir noch ein Programm zu starten und jetzt ist es fast am Ende.. Vor kurzem habe ich ein ukrainisches Gesetz über Leihmutterschaft gefunden, das ins Deutsche übersetzt wurde. Sehr nützliche Informationen, ich rate allen, die an diesem Thema interessiert sind, sie zu lesen. https://leihmutterschaft-zentrum.de/pdf/leihmuttershaft_law.pdf

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user2046530015
Gestern um 0:18

Die Leihmutterschaft hat ins unsere Leben ein Kind mitgebracht und wir sind sehr dankbar und glücklich, deshalb beschlossen wir noch ein Programm zu starten und jetzt ist es fast am Ende.. Vor kurzem habe ich ein ukrainisches Gesetz über Leihmutterschaft gefunden, das ins Deutsche übersetzt wurde. Sehr nützliche Informationen, ich rate allen, die an diesem Thema interessiert sind, sie zu lesen. https://leihmutterschaft-zentrum.de/pdf/leihmuttershaft_law.pdf

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