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Kurz davor...

24. September 2008 um 13:56 Letzte Antwort: 28. September 2008 um 16:27

Hallo zusammen,

nachdem ich gelesen haben wie Manche Frauen hier in der Luft zerrissen wurden habe ich etwas Angst zu posten, aber ich muss es irgendwie los werden.

Eigentlich war ich mein Leben lang der Meinung, Abtreibung käme für mich nie in Frage.
Ich hätte auch ein behindertes Kind angenommen. Und ein Kind nicht zu bekommen weil es "nicht passt" war für mich ein Gedanke von einem anderen Planeten.

Heute weiss ich aus eigener Erfahrung, dass wenn man dann in eine solche Situation gerät, plötzlich alles anders sein kann als man dachte.

Ich habe einen Sohn (4) den ich sehr liebe. Ein Wunschkind.
Leider ist meine Ehe kaputt und wir schaffen es gerade mal, ein einigermaßen gutes Klima für unseren Sohn zu halten. Mal mehr, mal weniger.
Es ist für mich mit einem Kind schwer genug.
Ich habe mich gerade eben dazu entschlossen mein Leben in die Hand zu nehmen und noch mal ein Studium anzufangen, da ich nicht berufstätig bin und nach der langen Auszeit nicht mehr in meinen alten Beruf komme. Ich war vor der Schwangerschaft ein Jahr lang arbeitslos.

Da ich vermute dass sich mein Mann und ich über kurz oder lang trennen werden, habe ich Angst ohne qualifizierten Job da zu stehen und den Unterhalt für mich und mein Kind nicht alleine erwirtschaften zu können. (Klar, ich weiss dass er unterhaltpflichtig ist, aber auch nur für eine gewisse Zeit, und dann muss ich mir irgendeinen Job suchen.)

Und da werde ich schwanger - Panik!

Mir war sofort klar dass ich das Kind nicht haben möchte - noch mal für die nächsten 3-4 Jahre nur ums Kind kümmern.
Finanziell abhängig bleiben, weil ich meinen Berufsweg nicht weiter gehen kann.
Noch fester gebunden an einen Mann den ich nicht liebe oder alleinerziehend mit 2 Kindern!?

Wäre ich noch jünger (ich bin 32), würde ich vielleicht in den saueren Apfel beissen und das alles noch mal hinten an stellen, aber wenn ich jetzt das Kind bekomme dann kann ich mit 35/36 auch nicht noch ein Studium anfangen.
Mit Anfang 40 und 10-12 Jahren aus dem Berufsleben raus nimmt mich doch kein Arbeitgeber mehr!

Ich möchte das Kind nicht bekommen.
Ich befinde mich schon in einer unschönen Situation, und mit einem weiteren Kind hätte ich mein Schicksal besiegelt.
Dann hätte ich wohl keine Kraft mich von meinem Mann zu trennen.
Ich bin glücklich und dankbar für mein gesundes Kind, aber für mehr habe ich einfach keine Kraft.
Ein Kind in eine kaputte Ehe zu setzen, das kann ich einfach nicht.

Die Entscheidug ist mir sehr schwer gefallen, denn besonders wenn man schon ein Kind hat, dann weiß man sehr gut worum es da gerade geht.

Ich bitte insbesondere die AbtreibungsgegnerInnen auf das Gehacke zu verzichten.
Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Das habe ich selber festgestellt.

Es mag für manche Frauen richtig sein, ein Kind trotz schwieriger Umstände zu bekommen, diesen Frauen gebührt mein Respekt.
Ich kann auch Frauen gut verstehen, die verzweifelt versuchen schwanger zu werden, oder die Fehlgeburten erlitten haben, und deswegen kein Verständnis aufbringen können für Frauen in meiner Situation.

Ich bedauere dass es in diesem Punkt keine Gerechtigkeit im Leben gibt.

Gibt es hier ein paar Frauen, die mir Mut machen können, bitte? Ich bin so verzweifelt.

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24. September 2008 um 15:14

Hallo!
Ich denke eben auch, man kann vorher lange eine Meinung haben, sobald man dann aber wirklich in der Situation ist, sieht alles wieder komplett anders aus!

Ich verstehe Dich sehr gut. Manche Entscheidungen müssen einfach auch nach dem Aspekt Vernunft getroffen werden.

Hast Du denn schon den Termin bei der Beratung gehabt? bzw. mit Deinem Arzt darüber gesprochen?

Ich hatte vor einigen Jahren einen Abbruch, habe es nie bereut, nie!
Ich erzähle Dir gerne mehr darüber wenn Du möchtest....

Liebe Grüße Nora

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24. September 2008 um 15:41
In Antwort auf berlin_13021259

Hallo!
Ich denke eben auch, man kann vorher lange eine Meinung haben, sobald man dann aber wirklich in der Situation ist, sieht alles wieder komplett anders aus!

Ich verstehe Dich sehr gut. Manche Entscheidungen müssen einfach auch nach dem Aspekt Vernunft getroffen werden.

Hast Du denn schon den Termin bei der Beratung gehabt? bzw. mit Deinem Arzt darüber gesprochen?

Ich hatte vor einigen Jahren einen Abbruch, habe es nie bereut, nie!
Ich erzähle Dir gerne mehr darüber wenn Du möchtest....

Liebe Grüße Nora

Danke...
für Eure lieben Antworten...

Ich hatte schon den Beratungstermin, und auch das Vorgespräch beim Gyn.
Einen Termin für die OP habe ich auch schon, eigentlich wäre er morgen gewesen.
Ich habe ihn aber noch mal verschoben auf den 6.10., da ich diesbezüglich Probleme mit meinem Mann habe.
Ich habe ihm die Schwangerschaft natürlich nicht verschwiegen.
Er ist gegen den Abbruch, und ich möchte es mit ihm noch mal ausführlich besprechen.
Er wird mich wahrscheinlich noch nicht mal danach abholen, weil er das nicht unterstützen will.

Glaubt aber mal nicht dass es bei ihm moralische Gründe sind weshalb er dagegen ist.
Er sieht es als Ablehnung ihm gegenüber, dass ich sein Kind nicht bekommen möchte.
Er hat ja nicht ganz unrecht damit. Wenn unsere Beziehung in Ordnung wäre würde ich mich wahrscheinlich über ein zweites Kind freuen.

@Nora: ich würde sehr gerne hören wie es bei Dir war!

Liebe Grüße,
C

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24. September 2008 um 16:58

Drück dich mal ganz lieb....
es gibt eine Geschichte, da geht es darum, ob man wegen einem Einzelnen, viele ins Unglück stürzen darf, damit dann alle unglücklich sind. Oder ob der Einzelne geopfert werden muss, damit viele wieder die Chance auf Glück haben...

Du hast nur dieses eine Leben.... du hast das Recht darauf, jetzt dein Leben in die Hand zu nehmen. Du hast das Recht darauf, alles dafür zu tun, damit du die Chance auf Glück hast...

Jetzt stellst du die Weichen für deine Zukunft. Ein Studium, verbesserte Job-Chancen... Finanzielle Aspekte damit du deinem Kind einen vernünftige Bildung geben kannst...

Dein Leben, deine Zukunft....

und wer weiss, sehr wahrscheinlich kommt dein Traummann, der dir und deinem Kind das Glück schenkt nachdem ihr euch sehnt....

Und dann, wirst du noch ein Baby bekommen, in einem vernünftigen gesichertem Rahmen.... in einer intakten liebevollen Familie...

Eurer Wunschbaby....

Ich wünsche dir alles Glück und Liebe dieser Welt....

Ja, es ist jetzt Richtig für die Zukunft das Richtige zu tun....

Denk nicht mehr so viel nach, es bringt nichts. Man kann ein Problem auch zerdenken... und dann ist es nicht mehr nur ein Problem sondern es werden immer mehr...

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24. September 2008 um 20:40
In Antwort auf val_11847700

Danke...
für Eure lieben Antworten...

Ich hatte schon den Beratungstermin, und auch das Vorgespräch beim Gyn.
Einen Termin für die OP habe ich auch schon, eigentlich wäre er morgen gewesen.
Ich habe ihn aber noch mal verschoben auf den 6.10., da ich diesbezüglich Probleme mit meinem Mann habe.
Ich habe ihm die Schwangerschaft natürlich nicht verschwiegen.
Er ist gegen den Abbruch, und ich möchte es mit ihm noch mal ausführlich besprechen.
Er wird mich wahrscheinlich noch nicht mal danach abholen, weil er das nicht unterstützen will.

Glaubt aber mal nicht dass es bei ihm moralische Gründe sind weshalb er dagegen ist.
Er sieht es als Ablehnung ihm gegenüber, dass ich sein Kind nicht bekommen möchte.
Er hat ja nicht ganz unrecht damit. Wenn unsere Beziehung in Ordnung wäre würde ich mich wahrscheinlich über ein zweites Kind freuen.

@Nora: ich würde sehr gerne hören wie es bei Dir war!

Liebe Grüße,
C

Hey Du!
Also in Deinem ersten Bericht hast Du sehr überzeugt geklungen, jetzt irritiert mich fast ein bißchen dass Du den Termin um immerhin ganze 11 Zage verschoben hast. Bist Du denn unsicher?? Möchtest Du Dir Entscheidung nochmal offen lassen?

Also Du wolltest wissen wie es bei mir war:
Ich hatte einen medikamentösen Abbruch. Ich persönlich habe es als sehr sanft empfunden. Habe allerdings auch schon von Frauen gehört, die schmerzen während des Abgangs hatten.

Ich mußte das erste Mal hin, habe eine Tablette bekommen, die innerlich alles löckert. Man spürt davon nichts. Zwei Tage später bekam ich wieder eine Tablette und durfte nach Hause. Allein diese Tatsache vermittelte mir ein Gefühl der Sicherheit. Denn wenn echte Risiken bestünden, dürfte man doch nicht nach Hause?!

Ein paar Stunden später begannen Blutungen, und schließlich kam der Fruchtsack heraus. Es war nicht cshmerzhaft und auch nicht moralisch belastend.
Es hat noch zwei Tage etwas geblutet, aber ich war nicht eingeschränkt oder so.

Auch der Anblick des Fruchtsacks hat mich beruhigt, es war ja wirklich nur Haut, nichts menschliches, gar nichts!

Würde mich freuen wenn Du Dich wieder meldest,
liebe Grüße Nora

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24. September 2008 um 22:06
In Antwort auf val_11847700

Danke...
für Eure lieben Antworten...

Ich hatte schon den Beratungstermin, und auch das Vorgespräch beim Gyn.
Einen Termin für die OP habe ich auch schon, eigentlich wäre er morgen gewesen.
Ich habe ihn aber noch mal verschoben auf den 6.10., da ich diesbezüglich Probleme mit meinem Mann habe.
Ich habe ihm die Schwangerschaft natürlich nicht verschwiegen.
Er ist gegen den Abbruch, und ich möchte es mit ihm noch mal ausführlich besprechen.
Er wird mich wahrscheinlich noch nicht mal danach abholen, weil er das nicht unterstützen will.

Glaubt aber mal nicht dass es bei ihm moralische Gründe sind weshalb er dagegen ist.
Er sieht es als Ablehnung ihm gegenüber, dass ich sein Kind nicht bekommen möchte.
Er hat ja nicht ganz unrecht damit. Wenn unsere Beziehung in Ordnung wäre würde ich mich wahrscheinlich über ein zweites Kind freuen.

@Nora: ich würde sehr gerne hören wie es bei Dir war!

Liebe Grüße,
C

Caramia
Hallo Caramia,
den Verdacht hatte ich beim Lesen Deiner Zeilen auch. Daß Du nicht rein gererell gegen ein 2. Kind wärst,sondern daß die kaputte Ehe da eine große Rolle spielt. Du schreibst, daß es eine Art Ablehnung gegen Deinen Mann ist, die Dich dazu treibt dieses Kind nicht zu wollen und daß Du Dich sonst über ein Kind freuen würdest. Hmm, für mich klingst dies nach einer Art von "Rachefeldzug gegen Deinen Mann." Du hast Deinen Termin immerhin schon ein paar Tage verschoben, um Dich noch einmal ausführlich mit ihm besprechen zu können. Hut ab, daß Du dies getan hast. Ich persönlich habe jedoch Bedenken, daß Deine Rechnung an diesem Punkt aufgeht. Denn eine Abtreibung ist nur in 2. Linie einen Akt gegen Deinen Mann. Vielmehr triffst Du Dich und Dein Kind damit. Denn eine Abtreibung kann manche körperliche und psychische Auswirkungen haben (vor-abtreibung.de; Knopf Risiko), diese trägst vermutlich dann Du alleine. Eine Frau sagte nach ihrem Abbruch.:"Das schmerzhafteste an der Abtreibung war, daß ich dadurch den innerlichen Draht zu meinem 3.jährigen Sohn verlor, er ist mir dadurch zum Fremden geworden." Eine Abtreibung kann Dich evt. unter Umständen sehr viele Jahre Deines Lebens belasten, besonders wenn Du bis jetzt immer gegen eine Abtreibung warst und durch Deine 1. Schwangerschaft schon weißt, worum es geht. Du befindest Dich gerade in einerm Ausnahmezustand, da ist es vermutlich nicht gut gegen eine Grundüberzeugung zu verstoßen. Denn das Leben geht nach einer Abtreibung weiter. Und da zählen dann häufig die rationenllen Gründe von zuvor nur noch wenig. Und das Kind, das in Dir heranwächst ist unschuldig. Es ist nicht sein Vater, sondern es ist auch ein Teil von Dir und es ist eine eigene Persönlichkeit.
Du hast Angst, dann noch 3-4 Jahre an einen Mann, den Du nicht liebst, fest gebunden zu sein. Ich denke, Du solltest eine Abtreibung nicht von dem Weiterbestand Deiner Ehe abhänig machen. Denn auch eine Abtreibung, wird Deine Ehe nicht retten können, sondern vielleicht noch einen größeren Keil zwischen Euch treiben. Und dann wird das Zusammenleben noch mal schwieriger, vielleicht sogar unerträglich.
Ein Studium ist auch mit 2 kleinen Kindern machbar. Du mußt Dich mal an der Uni erkundigen, welche Möglichkeiten es mit Uni-Hort und Mütterinsiativen gibt. Das sind Mütter, die alle studieren, und immer eine Mutter hütet alle Kinder,immer abwechselnd nach Plan, damit alle ihr Studium machen können. Da gibt es echt viele Möglichkeiten.
Vielleicht möchtest Du mal mit jemand Fremden über die ganze Verzweiflung reden, dann kannst Du Dich unter profemina.de melden.
LG Itemba

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24. September 2008 um 23:36

Eine chance
du rechtfertigst dich so sehr dass du dein baby nicht willst dass ich leider denke es wird dir das herz zerbrechen. du bist 32. deine uhr tickt so langsam. bist du dir sicher du willst keine kinder mehr? dasjenige das abgetrieben wird wird dein herz nie verlassen. in zehn jahren denkst du vielleicht, wer war dieses kind? bitte überleg nicht zuviel höre einfach auf dein herz. dein leben ist nicht beendet mit 2 kindern. aber nach der abtreibung scheint dir vielleicht alldas was du jetzt so sehr willst, job etc. überhaupt nicht mehr wichtig. das leben nach einer abtreibung ist nie mehr wie vor der abtreibung, denn du wirst dich immer fragen, was wäre wenn.... viel kraft, du triffst die entscheidung die für dich stimmt, rückgängig machen ist aber nicht mehr möglich.

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25. September 2008 um 9:20

Hey du!
ich war mal in einer ähnlichen - wenn natürlich auch nicht gleichen - Situation wie du und ich habe mich GEGEN ein Kind entschieden und es auch nie bereut.
Ich führe heute (natürlich mit Abstrichen, aber die hat man immer) das Leben, dass ich immer führen wollte und würde mich als einen glücklichen Menschen bezeichnen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ICH das mit Kind nicht geschafft hätte. Ich schließe nicht aus, dass es andere Menschen gibt, die alles unter einen Hut bekommen: Alleinerziehend, zuhause Ausziehen (was ich dringend musste, sonst wäre ich auch wahnsinnig geworden), arbeiten und ein Studium. Ich wusste damals, dass ICH es nicht schaffe, ich habe mir das nicht zugetraut alles zu schaffen. Ich finde das auch kein Zeichen von Schwäche, sondern eher ein Zeichen von stärke zu sagen, dass es einfach irgendwann zu viel ist.

Leicht ist mir die Entscheidung auch nicht gefallen, und ich mache mir manchmal meine Gedanken, wie mein Leben wohl mit Kind wäre... vielleicht auch schön? Aber es sind bei mir keine Gedanken, die mich traurig machen sondern nur welche, die mich dazu antreiben, mehr aus meinem Leben zu machen und sie helfen mir, wenn ich mal in einer schlechten Lage bin!

Ich will dir auf gar keinen Fall raten, abzutreiben oder das Kind zu behalten, dass musst du natürlich am Ende selber wissen. Hier gibt es genau so wenig ein richtig oder falsch wie ein Schwarz oder weiß!
Das Problem bei einer solchen Frage ist immer, dass da Herz und Versand nicht immer zusammen passen. Rational weißt du glaube ich, dass du das Kind nicht willst. Die Frage ist, was dein Herz sagt.. da kann ich nicht rein schauen. Mein Rat ist nur eine Entscheidung zu treffen, die sich mit beiden vereinbaren lässt!

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25. September 2008 um 14:34
In Antwort auf itemba

Caramia
Hallo Caramia,
den Verdacht hatte ich beim Lesen Deiner Zeilen auch. Daß Du nicht rein gererell gegen ein 2. Kind wärst,sondern daß die kaputte Ehe da eine große Rolle spielt. Du schreibst, daß es eine Art Ablehnung gegen Deinen Mann ist, die Dich dazu treibt dieses Kind nicht zu wollen und daß Du Dich sonst über ein Kind freuen würdest. Hmm, für mich klingst dies nach einer Art von "Rachefeldzug gegen Deinen Mann." Du hast Deinen Termin immerhin schon ein paar Tage verschoben, um Dich noch einmal ausführlich mit ihm besprechen zu können. Hut ab, daß Du dies getan hast. Ich persönlich habe jedoch Bedenken, daß Deine Rechnung an diesem Punkt aufgeht. Denn eine Abtreibung ist nur in 2. Linie einen Akt gegen Deinen Mann. Vielmehr triffst Du Dich und Dein Kind damit. Denn eine Abtreibung kann manche körperliche und psychische Auswirkungen haben (vor-abtreibung.de; Knopf Risiko), diese trägst vermutlich dann Du alleine. Eine Frau sagte nach ihrem Abbruch.:"Das schmerzhafteste an der Abtreibung war, daß ich dadurch den innerlichen Draht zu meinem 3.jährigen Sohn verlor, er ist mir dadurch zum Fremden geworden." Eine Abtreibung kann Dich evt. unter Umständen sehr viele Jahre Deines Lebens belasten, besonders wenn Du bis jetzt immer gegen eine Abtreibung warst und durch Deine 1. Schwangerschaft schon weißt, worum es geht. Du befindest Dich gerade in einerm Ausnahmezustand, da ist es vermutlich nicht gut gegen eine Grundüberzeugung zu verstoßen. Denn das Leben geht nach einer Abtreibung weiter. Und da zählen dann häufig die rationenllen Gründe von zuvor nur noch wenig. Und das Kind, das in Dir heranwächst ist unschuldig. Es ist nicht sein Vater, sondern es ist auch ein Teil von Dir und es ist eine eigene Persönlichkeit.
Du hast Angst, dann noch 3-4 Jahre an einen Mann, den Du nicht liebst, fest gebunden zu sein. Ich denke, Du solltest eine Abtreibung nicht von dem Weiterbestand Deiner Ehe abhänig machen. Denn auch eine Abtreibung, wird Deine Ehe nicht retten können, sondern vielleicht noch einen größeren Keil zwischen Euch treiben. Und dann wird das Zusammenleben noch mal schwieriger, vielleicht sogar unerträglich.
Ein Studium ist auch mit 2 kleinen Kindern machbar. Du mußt Dich mal an der Uni erkundigen, welche Möglichkeiten es mit Uni-Hort und Mütterinsiativen gibt. Das sind Mütter, die alle studieren, und immer eine Mutter hütet alle Kinder,immer abwechselnd nach Plan, damit alle ihr Studium machen können. Da gibt es echt viele Möglichkeiten.
Vielleicht möchtest Du mal mit jemand Fremden über die ganze Verzweiflung reden, dann kannst Du Dich unter profemina.de melden.
LG Itemba

Hallo Itemba,
ich glaube du hast mich in einem Punkt mißverstanden.
Dass ich das Kind nicht will, ist ganz bestimmt kein Rachefeldzug gegen meinen Mann, nichts läge mir ferner.
Ich denke nur, dass er nicht ganz Unrecht hat wenn er sich abgelehnt fühlt, denn wäre unsere Beziehung gut, hätte ich auch ein gutes Gefühl für ein zweites Kind. Durch meine Entscheidung wird es ihm halt vor Augen geführt was alles bei uns im Argen ist.

Und du hast Recht, eine Abtreibung kann einen noch größeren Keil zwischen uns treiben.
Deshalb habe ich den Termin auch noch mal verschoben, damit ich es ihm plausibel erklären kann warum ich das Kind nicht will.
Eine Abtreibung wird unsere Ehe nicht retten, ein zweites Kind wird es aber auch nicht können.

LG,
Caramia

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25. September 2008 um 21:36
In Antwort auf berlin_13021259

Hey Du!
Also in Deinem ersten Bericht hast Du sehr überzeugt geklungen, jetzt irritiert mich fast ein bißchen dass Du den Termin um immerhin ganze 11 Zage verschoben hast. Bist Du denn unsicher?? Möchtest Du Dir Entscheidung nochmal offen lassen?

Also Du wolltest wissen wie es bei mir war:
Ich hatte einen medikamentösen Abbruch. Ich persönlich habe es als sehr sanft empfunden. Habe allerdings auch schon von Frauen gehört, die schmerzen während des Abgangs hatten.

Ich mußte das erste Mal hin, habe eine Tablette bekommen, die innerlich alles löckert. Man spürt davon nichts. Zwei Tage später bekam ich wieder eine Tablette und durfte nach Hause. Allein diese Tatsache vermittelte mir ein Gefühl der Sicherheit. Denn wenn echte Risiken bestünden, dürfte man doch nicht nach Hause?!

Ein paar Stunden später begannen Blutungen, und schließlich kam der Fruchtsack heraus. Es war nicht cshmerzhaft und auch nicht moralisch belastend.
Es hat noch zwei Tage etwas geblutet, aber ich war nicht eingeschränkt oder so.

Auch der Anblick des Fruchtsacks hat mich beruhigt, es war ja wirklich nur Haut, nichts menschliches, gar nichts!

Würde mich freuen wenn Du Dich wieder meldest,
liebe Grüße Nora

Ein so früher Abbruch .....
mit Tabletten dürfte für caramia nicht mehr möglich sein. Je länger sie wartet umso weiter ist das Kind entwickelt und umso "größer" ist auch der Eingriff.

Habe 3 Kinder und hatte vor 7 Wochen meinen Abbruch. Nach dem Einführen eines vaginalzäpfchens am vorabned bekamm ich 4 Stunden später leichte Wehen und verlor mein Kind bereits in der Nacht in der 9 Woche. Vom Gefühl her wie der Ausstoß der Nachgeburt. Und dann lag es da, eighüllt im Gewebe.... viel größer als ich dachte.

Ich bin immer gegen Abtreibung gewesen, war da auch nicht sehr kompromissbereit. Das Problem ist hier garnicht was andere tun, das Problem bin ich. Für mich war es nicht in Ordnung, für andere mag das anders aussehen und das ist auch in Ornung so. Ich mißgönne es keiner Frau gut damit klarzukommen.

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25. September 2008 um 21:52

Alleinerziehend....
....mit 3 KInder war ich vor einigen Wochen nochmals in andere Umstände geraten. Meine großen waren schwer dagegen, der Vater auch, ein großer Teil der liebenden Familie. Die Zeit raste, mir dauerübel, kein Schlaf und schließlich dir Tat. Ich ließ den Abbruch vornehmen. Keine wirklich gute Idee, da ich immer dagegen war.

Heute sehe ich meine Großen an und immer wieder sehe ich ihre Ablehnung und in mir ist auch Ablehnung gegen sie. Ich will keinen Kontakt zu denen, die gesagt haben, wie schrecklich, wie soll sie nur noch ein KInd großziehen. War alles holes Gewäsch, was für eine gute Mutter ich sei?

Ich könnte jetzt noch viel von dem Geröllhaufen schreiben, der seit einiger Zeit mein Seelenleben ist. Ich kann dir keinen Mut zu Abbruch machen. In der verbleibenden Schwangerschaftszeit kann soviel geschehen, aber wenn es fort ist, kannst du es nicht zurückholen.

Eigentlich denke ich, du willst es bekommen, aber nur wenn dein Mann entsprechende Konzessionen macht. Ein KInd als Ehe kitt ist nicht fair, ein Abbruch als Trennungseinleitung ist es auch nicht.

Heute weiß ich für m i c h : ich war nicht wirklich entscheidungsfähig und bin einfach nur durch die verschiedenen Stationen getrudelt um mich jetzt hier ohne adäquate Hilfe wiederzufinden.

Ich wünsche dir alles Gute und das die Entscheidung findest mit der du am besten Weiterleben kannst.

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28. September 2008 um 16:20
In Antwort auf talibe_12079695

Eine chance
du rechtfertigst dich so sehr dass du dein baby nicht willst dass ich leider denke es wird dir das herz zerbrechen. du bist 32. deine uhr tickt so langsam. bist du dir sicher du willst keine kinder mehr? dasjenige das abgetrieben wird wird dein herz nie verlassen. in zehn jahren denkst du vielleicht, wer war dieses kind? bitte überleg nicht zuviel höre einfach auf dein herz. dein leben ist nicht beendet mit 2 kindern. aber nach der abtreibung scheint dir vielleicht alldas was du jetzt so sehr willst, job etc. überhaupt nicht mehr wichtig. das leben nach einer abtreibung ist nie mehr wie vor der abtreibung, denn du wirst dich immer fragen, was wäre wenn.... viel kraft, du triffst die entscheidung die für dich stimmt, rückgängig machen ist aber nicht mehr möglich.

Hallo Nana
auch ich habe mich so gerechtfertigt. heute weiß ich, das ich mein kind wohl bei mir haben wollte. aber ich konnte nicht frei entscheiden. ich was wie in trance.

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28. September 2008 um 16:27

Überleg nochmal
Ich möchte dich nicht dazu bringen , das Baby zu behalten. Ich selbst habe abgetrieben und weiß, wie du dich fühlst. Das ganze ist jetzt 5 Monate her und seitdem nichts mehr wie es einmal war. ich vermisse mein Baby und hätte es niemals tun dürfen. Ich bin 33 und habe auch schon einen großen Sohn. Ich kann dir nur sagen, das wenn du noch Zeit hast, dann verbringe sie mit deinem Baby alleine. Geh spazieren und hör in dich hinein. Vielleicht gehst du mal in ein Babygeschäft oder eine Neugeborenen Station und fragst ob du ein Baby in den Arm nehmen darfst. Bitte, versteh mich nicht falsch. Ich verurteile dich nicht , bin auch die letzte die das könnte, aber vielleicht bleibt dir mein Schmerz erspart. Heute weiß ich, das kein Geld der Welt, kein Beruf, keine Karriere , keine Familie es wert sind, auf dieses kleine Wesen zu verzichten. In 5 /12 Wochen wäre meine kleine Maus da. Ich kann es nicht glauben, das ich das getan habe, wo ich Kinder über alles liebe.

Denk noch einmal in Ruhe ( ich weiß, die hat man dann kaum ) nach!

Egal, wie du dich entscheidest , ich wünsche dir von Herzen alles Gute, es ist deine Entscheidung und da sollte dir niemand rein reden.


VVVVlg Manu

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