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Kündigung während Schwangerschaft - wie reagiere ich am besten????

12. April 2013 um 13:54

Hallo ihr Lieben,

ich habe vor kurzem erfahren das ich schwanger bin, ich war auch schon beim FA, der mich widerrum direkt ins Krankenhaus einweisen ließ mit Verdacht auf Eileiterschwangerschaft. Zum Glück konnte dieser Verdacht zu 99% entkräftet werden.

Ich bin jetzt seit Montag krank geschrieben und habe heute die Kündigung meines Arbeitsvertrages erhalten.
Wie reagiere ich nun am besten?
Ich weiß nur, das ich meinen Chef innerhalb von 2 Wochen von meiner Schwangerschaft in Kenntnis setzen muss.

Ich dachte, wenn mein Chef schon so ein netter Mensch ist, der, wenn ich anrufe, um zu sagen, dass ich im Krankenhaus bin, nicht mal fragt was denn los ist (was ich ihm am Telefon sowieso nicht gesagt hätte) oder wie es mir geht und nicht mal ein Gute Besserung kommt und stattdessen einfach einen Brief mit der Kündigung bringen lässt, das ich dann auch einfach einen Brief zurück schicke.

Ursprünglich wollte ich um ein Gespräch bitten, weil ich es schlicht für unhöflich erachte, etwas von dieser Wichtigkeit einfach schriftlich zukommen zu lassen. Und weil ich nicht wollte, das er denkt ich wäre schon bei Einstellung schwanger gewesen. Ich arbeite dort nämlich erst seit anfang März.
Die Schwangerschaft war absolut ungeplant und passt momentan eigetnlich so gar nicht in unser Leben, aber wir freuen uns trotzdem sehr.

Jetzt frage ich mich nur, was soll ich genau in diesen Brief rein schreiben? Und soll ich es persönlich vorbei bringen und es unterschreiben lassen oder per Einschreiben schicken???
Ich bin ungefähr in der 5. / 6. Woche schwanger.
Durch den Verdacht auf ELS habe ich von meinem FA noch nichts für den AG ausgestellt bekommen, am Montag muss ich nochmal ins Krankenhaus für eine abschließende Untersuchung, aber dort stellen sie mir sowas nicht aus oder? Sowas muss ich bei meinem FA holen?

Danke im voraus!

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12. April 2013 um 15:54

Alsoo ..
Du hast erst Anfang März dort angefangen zu arbeiten ? Dann bist du doch wohl noch in der Probezeit? Also bist du trotz Schwangerschaft nicht vor einer Kündigung geschützt. Das trifft nur ein wenn du aus der Probezeit raus bist. Das ist auch so wenn du nur einen befristeten Arbeitsvertrag hast und du kurz vorm auslaufen des Vertrages schwanger wirst. Auch dann muss der AG den Vertrag nicht verlängern. Hab das selber gerade durch leider

Lg nina + wurm 16+5

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12. April 2013 um 16:04

@poserin: Quatsch!!!
Der Kündigungsschutz bei Schwangerschaft greift sofort, auch innerhalb der Probezeit.
Bei befristeten Verträgen ist das was anderes, weil sie nicht gekündigt werden, sondern einfach enden.

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12. April 2013 um 16:12

@fabiana
Ich würde auch nicht viel dazu schreiben. Vielleicht irgendwas in die Richtung, daß du den Erhalt der Kündigung bestätigst, dieser aber aufgrund von 9 MuSchG unzulässig ist. Dazu die Bestätigung des FA über die Schwangerschaft und das alles per Einschreiben.
Vielleicht bittest du trotzdem noch um einen Gesprächstermin um den weiteren Ablauf zu besprechen, wenn du vorhast, trotz dieser netten Art und Weise bis zum Mutterschutz weiterzuarbeiten.

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12. April 2013 um 19:59

Hey
hatte im Februar das gleiche Problem. Geh am besten zum Anwalt und lass den das schriftlich anzeigen. Du brauchst diese Bestätigung vom Fa und sonst nichts. Die Kündigung ist unwirksam. Dein Anwalt wird beim zuständigen Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage erheben und der Test regelt sich von selbst. Alles gute und eine schöne kugelzeit

Lg Kugel mit Küken 13+2

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13. April 2013 um 12:57

Hallo
Also wichtig ist es echt,dass du ein schreiben vom Arzt bekommst. Würde es dann ebenfalls über einen Anwalt laufen lassen! Falls du das nicht möchtest musst du auf jeden Fall schriftlich haben, dass du deinem Arbeitgeber die Schwangerschaft innerhalb der zwei Wochen angezeigt hast.

Alles Gute!

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13. April 2013 um 15:13

Moment Automatisch ist die Kündigung nicht ungültig- Vorsicht!
Also, ich habs grad durch und weiß daher exakt bescheid!

Man darf Dich nicht kündigen, auch nicht in der Probezeit, aber dennoch ist die Kündigung nicht automatisch unwirksam.

Du mußt innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung reagieren (am besten gleich).
ABER nicht zum Anwalt, das macht man selbst weil ganz einfach...

Hol díe Bestätigung vom Arzt über die SS mit dem errechneten ET und schreibe dazu dass du hiermit die SS offiziell anzeigst und dass Du davon ausgehst dass er nun unter dieser Bedingung nicht an der Kündigung festhält.
Er soll Dir innerhalb einer Woche schriftlich bestätigen dass er die Kündigung zurück nimmt.

Wichtig ist dass er rein schreibt, dass er die Kündigung vom 12.04. (oder wann sie eben ausgestellt wurde) zurück nimmt und Dich weiterhin beschäftigt (Das Datum ist wichtig).

Er wird wissen dass die Voraussetzungen nun anders sind...

Wenn er das bestätigt hat, ist es gültig und ausreichend.
Sollte er das nicht tun, geh zum Arbeitsgericht mit Vertrag und Kündigung und reiche "Kündigungsschutzklage" ein.
Ganz einfach und kostenlos, kein Anwalt nötig!

Einfach zu denken, die Kündigung ist eh unwirksam ist fatal, denn würdest Du nun gar nichts unternehmen, würde sie eben durch Dein Nichtstun wirksam werden.

Ach und ich würde das per Einschreiben mit Rückschein schicken.
Mein AG hat mir sofort bestätigt dass er die Kündigung zurück nimmt die sind ja auch nicht doof!

Alles Gute!

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