Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Kündigung und Schwangerschaft

16. Juni um 17:11 Letzte Antwort: 30. Juni um 17:48

Hallo ihr lieben,

Ich habe eine Frage an dieRechtsexpertinnen unter euch.

Folgendes ist bei uns in der Firma eingetreten. Aufgrund von corona kann mein Chef mich zur Zeit nicht weiter anstellen (450&euro und hat mir am 4.06.mündlich die Kündigung ausgesprochen zum 15.07.
es soll einen Aufhebungsvertrag geben. Diesen habe ich bis heute aber noch nicht erhalten und konnte so logischerweise nichts unterschreiben.
jetzt vermute ich, das es am Wochenebde bei uns geschnackelt hat und ich am 28.06.testen könnte.

Anfang juli nach meinem Resturlaub soll ich meine kündigung dann unterschreiben kommen. 
wenn ich jetzt dann positiv getestet hsben sollte, kann mein Chef mich doch nicht kündigen oder wie sieht das aus? Ich bin ja schwanger geworden in der "normalen Anstellung"

Im netz stehen zig vVarianten und ich blicke nicht mehr durch.

Vielleicht war ja schonmal jemand in der selben Situation und kann mir helfen.

Liebe Grüße und Danke 

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16. Juni um 19:20

In der selben Situation war ich zwar (zum Glück) nie, aber da ich Juristin bin, gebe ich trotzdem meinen Senf dazu 

Eine mündliche Kündigung ist unzulässig. Solange du nichts schriftliches bekommen hast, wurdest du nicht wirksam gekündigt. Einen Aufhebungsvertrag musst du nicht unterschreiben und das solltest du auch keinesfalls einfach so tun! 

Eine Schwangere darf nicht gekündigt werden. Sobald du eine schriftliche (!) Kündigung erhälst, hast du 14 Tage Zeit deine Schwangerschaft mitzuteilen. Dann musst du aber tatsächlich schwanger sein und das auch nachweisen können. Eine Vermutung reicht da leider nicht.

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16. Juni um 22:01
In Antwort auf naschkatze

In der selben Situation war ich zwar (zum Glück) nie, aber da ich Juristin bin, gebe ich trotzdem meinen Senf dazu 

Eine mündliche Kündigung ist unzulässig. Solange du nichts schriftliches bekommen hast, wurdest du nicht wirksam gekündigt. Einen Aufhebungsvertrag musst du nicht unterschreiben und das solltest du auch keinesfalls einfach so tun! 

Eine Schwangere darf nicht gekündigt werden. Sobald du eine schriftliche (!) Kündigung erhälst, hast du 14 Tage Zeit deine Schwangerschaft mitzuteilen. Dann musst du aber tatsächlich schwanger sein und das auch nachweisen können. Eine Vermutung reicht da leider nicht.

Super, vielen Dank 😊

Reicht dann mein positiver test oder muss es eine bestätigung vom arzt sein?

Und falls ich nicvt sschwanger sein sollte, muss ich diesen Aufhebungsvertrag also nicht unterschreiben wenn ich nicht will und bin trotzdem gekündigt oder wie darf ich das dann verstehen?

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17. Juni um 15:12
In Antwort auf wunschkind20172

Super, vielen Dank 😊

Reicht dann mein positiver test oder muss es eine bestätigung vom arzt sein?

Und falls ich nicvt sschwanger sein sollte, muss ich diesen Aufhebungsvertrag also nicht unterschreiben wenn ich nicht will und bin trotzdem gekündigt oder wie darf ich das dann verstehen?

Also einen Test würde ich deinem Chef jetzt nicht unter die Nase halten
Du kannst ihn erstmal mündlich darüber informieren, solltest dir aber schon sicher sein, dass auch tatsächlich eine Ss besteht. Am besten ist natürlich, du warst schon beim Frauenarzt und der hat es bestätigt.
Viele Arbeitgeber fordern dann eine ärztliche Schwangerschaftsbescheinigung an, um auch sicher zu gehen, dass tatsächlich eine Ss besteht.
Wenn der Arbeitgeber eine Bescheinigung fordert, muss er allerdings auch die Kosten dafür übernehmen. Ich glaube, bei mir waren das 10/11 € oder so.

Es gibt Arbeitgeber, die versuchen die Kosten gerne mal auf die Arbeitnehmerin abzuwälzen, was aber unzulässig ist, sofern er derjenige ist, der eine Bescheinigung verlangt.



 

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17. Juni um 20:19
In Antwort auf missdalton

Also einen Test würde ich deinem Chef jetzt nicht unter die Nase halten
Du kannst ihn erstmal mündlich darüber informieren, solltest dir aber schon sicher sein, dass auch tatsächlich eine Ss besteht. Am besten ist natürlich, du warst schon beim Frauenarzt und der hat es bestätigt.
Viele Arbeitgeber fordern dann eine ärztliche Schwangerschaftsbescheinigung an, um auch sicher zu gehen, dass tatsächlich eine Ss besteht.
Wenn der Arbeitgeber eine Bescheinigung fordert, muss er allerdings auch die Kosten dafür übernehmen. Ich glaube, bei mir waren das 10/11 € oder so.

Es gibt Arbeitgeber, die versuchen die Kosten gerne mal auf die Arbeitnehmerin abzuwälzen, was aber unzulässig ist, sofern er derjenige ist, der eine Bescheinigung verlangt.



 

Ach krass, siehst das wusste ich auch nicht mit den Kosten für die Bescheinigung.

logischerweise halte ich ihn den Test nicht unter die Nase, werde es ihm aber natürlich im Fall der Fälle direkt mitteilen.

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17. Juni um 20:19
In Antwort auf missdalton

Also einen Test würde ich deinem Chef jetzt nicht unter die Nase halten
Du kannst ihn erstmal mündlich darüber informieren, solltest dir aber schon sicher sein, dass auch tatsächlich eine Ss besteht. Am besten ist natürlich, du warst schon beim Frauenarzt und der hat es bestätigt.
Viele Arbeitgeber fordern dann eine ärztliche Schwangerschaftsbescheinigung an, um auch sicher zu gehen, dass tatsächlich eine Ss besteht.
Wenn der Arbeitgeber eine Bescheinigung fordert, muss er allerdings auch die Kosten dafür übernehmen. Ich glaube, bei mir waren das 10/11 € oder so.

Es gibt Arbeitgeber, die versuchen die Kosten gerne mal auf die Arbeitnehmerin abzuwälzen, was aber unzulässig ist, sofern er derjenige ist, der eine Bescheinigung verlangt.



 

Ach krass, siehst das wusste ich auch nicht mit den Kosten für die Bescheinigung.

logischerweise halte ich ihn den Test nicht unter die Nase, werde es ihm aber natürlich im Fall der Fälle direkt mitteilen.

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18. Juni um 14:16
In Antwort auf wunschkind20172

Super, vielen Dank 😊

Reicht dann mein positiver test oder muss es eine bestätigung vom arzt sein?

Und falls ich nicvt sschwanger sein sollte, muss ich diesen Aufhebungsvertrag also nicht unterschreiben wenn ich nicht will und bin trotzdem gekündigt oder wie darf ich das dann verstehen?

Grundsätzlich ist es dir überlassen, wie du die Schwangerschaft beweist. Wie hier schon geschrieben wurde, würde ich auch die Bescheinigung vom Frauenarzt einreichen. Der Schwangerschaftstest beweist ja nicht, dass du schwanger bist. Da steht ja kein Name drauf 

Einen Aufhebungsvertrag musst du niemals unterschreiben - egal, ob du schwanger bist oder nicht! Dein Arbeitgeber kann dich dann, falls du nicht schwanger bist, betriebsbedingt kündigen, wenn er deine Arbeitskraft dauerhaft nicht mehr braucht und es auch keine Möglichkeit gibt dich woanders einzusetzen. Dagegen kannst du dann nicht viel machen.   

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18. Juni um 20:38
In Antwort auf wunschkind20172

Super, vielen Dank 😊

Reicht dann mein positiver test oder muss es eine bestätigung vom arzt sein?

Und falls ich nicvt sschwanger sein sollte, muss ich diesen Aufhebungsvertrag also nicht unterschreiben wenn ich nicht will und bin trotzdem gekündigt oder wie darf ich das dann verstehen?

Du brauchst einen Auflösungsvertrag grundsätzlich gar nicht unterschreiben, völlig unabhängig von einer potentiellen Schwangerschaft.

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29. Juni um 20:53

Lieben Dank nochmal für eure Antworten.

Ich habe positiv getestet und somit waren meine Sorgen alle umsonst 

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30. Juni um 17:48
In Antwort auf wunschkind20172

Lieben Dank nochmal für eure Antworten.

Ich habe positiv getestet und somit waren meine Sorgen alle umsonst 

Herzlichen Glückwunsch! 

Dann geh am besten noch diese Woche zum Frauenarzt und lass dir die Schwangerschaft bestätigen. 

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