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Kombiniert medikamentös-instrumenteller SSA

30. Juni 2010 um 23:10

Hallo zusammen,

hat hier jemand Erfahrung mit der für Kinderlose empfohlenen Methode aus einer Kombination von Mifegyne und instrumentellem Eingriff? Habe dazu leider keine Erfahrungen im Netz gefunden und möchte kein Versuchskaninchen sein. Ist eh alles schlimm genug.

Danke und viele Grüße
Aralia

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1. Juli 2010 um 17:42

Aralia24
Hallo Aralia24,
Du empfindest das ganze eh schon als schlimm genug. Wie soll dies dann anschließend sein? Leider schreibst Du nichts über Deine Situation. Aber die logischen Argumente des Verstandes zählen häufig anschließend wenig, wenn das Herz weh tut.
Gerne darfst Du Dich bei ausweg-pforzheim.de melden, die sind einfühlsam und fit und können Dir manchen Tip geben und prakitsche Hilfe anbieten. Damit Du nicht einen Weg gehen mußt, der schlimm für Dich ist. Nähere Informationen kannst Du Dir ergoogeln unter Abtreibungspille Mifegyne, Leb3ensgeschichten org.
LG Itemba

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1. Juli 2010 um 20:07

Liebe Aralia...
ein medikamentöser Abbruch beinhaltet die Einnahme von Mifegyne, welches das Progestron blockt, zur Schleimhautablösung führt und den Muttermund öffnet. Nach zwei Tagen nimmt man dann Prostaglandine (z.B Cytotec), was Kontraktionen der gebärmutter und die Austreibung der Leibesfrucht einleitet. Einige wenige Frauen bekommen bereits nur durch das Mifegyne Blutungen, die meisten aber erst durch das 2. Medikament.
Mifegyne wird auch eingesetzt, um einen instrumentellen Eingriff zu erleichtern, da ja der Muttermund dadurch schon weich und geöffnet ist. Das ist also durchaus nicht unüblich. Da ich selsbt einen rein medikamentöse Abbruch hatte (also Mifegyne und Prostaglandine), kann ich dir leider nicht viel weiteres dazu sagen. Der rein medikamentöse Abbruch wird bis höchstens zur 9. SSW durchgeführt, wobei die "Erfolgsquote" bei bis zu 7. Woche höher ist.
Ich würde mich wieder für diese Methode entscheiden (wobei ich hoffe, nie wieder in die Situation zu Kommen!), aber da ich nicht weiß in welcher Woche du bist, kann ich auch nichts genaues raten.
Liebe Grüße!

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1. Juli 2010 um 20:40
In Antwort auf nainsm_12077256

Liebe Aralia...
ein medikamentöser Abbruch beinhaltet die Einnahme von Mifegyne, welches das Progestron blockt, zur Schleimhautablösung führt und den Muttermund öffnet. Nach zwei Tagen nimmt man dann Prostaglandine (z.B Cytotec), was Kontraktionen der gebärmutter und die Austreibung der Leibesfrucht einleitet. Einige wenige Frauen bekommen bereits nur durch das Mifegyne Blutungen, die meisten aber erst durch das 2. Medikament.
Mifegyne wird auch eingesetzt, um einen instrumentellen Eingriff zu erleichtern, da ja der Muttermund dadurch schon weich und geöffnet ist. Das ist also durchaus nicht unüblich. Da ich selsbt einen rein medikamentöse Abbruch hatte (also Mifegyne und Prostaglandine), kann ich dir leider nicht viel weiteres dazu sagen. Der rein medikamentöse Abbruch wird bis höchstens zur 9. SSW durchgeführt, wobei die "Erfolgsquote" bei bis zu 7. Woche höher ist.
Ich würde mich wieder für diese Methode entscheiden (wobei ich hoffe, nie wieder in die Situation zu Kommen!), aber da ich nicht weiß in welcher Woche du bist, kann ich auch nichts genaues raten.
Liebe Grüße!

Danke
Liebe achso,
herzlichen Dank für deine konstruktive Antwort. Ich habe Angst, den rein medikamentösen Abbruch zu machen, weil mir gesagt wude, dass diese Methode so schmerzhaft sei? Du hast also damit 'gute' Erfahrungen gemacht? Hast du das hier schon im Forum beschrieben? Ich habe leider nichts dazu gefunden. Dachte an die 2. von dir beschriebene Variante, also Einsatz von Mifegyne zur Öffnung des Muttermunds mit anschließender Absaugung.
Es beruhigt mich aber schon, dass du das Verfahren kennst und meinst, es sei nicht unüblich.
Also, vielen Dank noch mal an dich und liebe Grüße!

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1. Juli 2010 um 20:58
In Antwort auf pernel_12087455

Danke
Liebe achso,
herzlichen Dank für deine konstruktive Antwort. Ich habe Angst, den rein medikamentösen Abbruch zu machen, weil mir gesagt wude, dass diese Methode so schmerzhaft sei? Du hast also damit 'gute' Erfahrungen gemacht? Hast du das hier schon im Forum beschrieben? Ich habe leider nichts dazu gefunden. Dachte an die 2. von dir beschriebene Variante, also Einsatz von Mifegyne zur Öffnung des Muttermunds mit anschließender Absaugung.
Es beruhigt mich aber schon, dass du das Verfahren kennst und meinst, es sei nicht unüblich.
Also, vielen Dank noch mal an dich und liebe Grüße!

Liebe aralia24
ich hatte am 15.04.10 einen ssa. ich musste 3 stunden vorher zwei tabletten nehmen um den muttermund "weich" zu machen und danach die absaugmethode. ich glaube es ist üblich, dass vor der absaugung solch ein medikament genommen wird.

liebe grüße
simone

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1. Juli 2010 um 22:02
In Antwort auf quanna_12827891

Liebe aralia24
ich hatte am 15.04.10 einen ssa. ich musste 3 stunden vorher zwei tabletten nehmen um den muttermund "weich" zu machen und danach die absaugmethode. ich glaube es ist üblich, dass vor der absaugung solch ein medikament genommen wird.

liebe grüße
simone

Liebe Simone
danke dir für deine Antwort. Weisst du zufällig noch, was das für ein Medikament war, also wie das hieß?
Liebe Grüße
Aralia

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1. Juli 2010 um 22:06
In Antwort auf pernel_12087455

Danke
Liebe achso,
herzlichen Dank für deine konstruktive Antwort. Ich habe Angst, den rein medikamentösen Abbruch zu machen, weil mir gesagt wude, dass diese Methode so schmerzhaft sei? Du hast also damit 'gute' Erfahrungen gemacht? Hast du das hier schon im Forum beschrieben? Ich habe leider nichts dazu gefunden. Dachte an die 2. von dir beschriebene Variante, also Einsatz von Mifegyne zur Öffnung des Muttermunds mit anschließender Absaugung.
Es beruhigt mich aber schon, dass du das Verfahren kennst und meinst, es sei nicht unüblich.
Also, vielen Dank noch mal an dich und liebe Grüße!

Die Methode....
mit den Medikamenten ist zum einen natürlich langwieriger (und für viele dadurch psychisch belastender) und zum anderen auch bei den meisten schmerzhafter.

Ich habe leider auch die gesamten Möglichkeiten an Nebenwirkungen gehabt, also Erbrechen, Durchfall, Unwohlsein, Schweißausbrüche, Unterleibs-Schmerzen (nach Schmerztablette ging's gut), aber nur etwa 1 Stunde. Zu meiner Geschichte kannst du nachlesen unter:
http://forum.gofeminin.de/forum/f117/__f3020_f117-Kind-oder-Abbruch.html

Aber wie gesagt, ich würde trotzdem diese Methode bevorzugen, weil sie der Frau mehr Möglichkeiten zur Eigenkontrolle gibt, kaum Spätfolgen hat, am ehesten einem "natürlichen" Abort ähnelt und durch die Dauer und Vorgehensweise den bewußten Abschied von der SS ermöglicht (Ich habe meinen Embryo nach dem Abgang gesehen und das Mini-Würmchen in meinem Lieblingspark begarben. Mir hat es geholfen, alles besser zu verstehen, aber auch zu sehen, dass das kleine Ding in mir eben noch kein Mensch war, noch nicht mal Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen hatte)

Ich habe sowohl den Eingriff selbst wie auch den psychischen Aspekt dadurch für mich sehr gut bewältigen können! Aber da ist jede Frau anders. Für manche ist es eher quälend, das so mitzuerleben, da ist ein kurzer operativer Eingriff mit Narkose besser. Überleg einfach, was für dich die beste Möglichkeit wäre. Du kennst dich selsbt am besten!
Liebe Grüße!

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1. Juli 2010 um 22:08
In Antwort auf nainsm_12077256

Die Methode....
mit den Medikamenten ist zum einen natürlich langwieriger (und für viele dadurch psychisch belastender) und zum anderen auch bei den meisten schmerzhafter.

Ich habe leider auch die gesamten Möglichkeiten an Nebenwirkungen gehabt, also Erbrechen, Durchfall, Unwohlsein, Schweißausbrüche, Unterleibs-Schmerzen (nach Schmerztablette ging's gut), aber nur etwa 1 Stunde. Zu meiner Geschichte kannst du nachlesen unter:
http://forum.gofeminin.de/forum/f117/__f3020_f117-Kind-oder-Abbruch.html

Aber wie gesagt, ich würde trotzdem diese Methode bevorzugen, weil sie der Frau mehr Möglichkeiten zur Eigenkontrolle gibt, kaum Spätfolgen hat, am ehesten einem "natürlichen" Abort ähnelt und durch die Dauer und Vorgehensweise den bewußten Abschied von der SS ermöglicht (Ich habe meinen Embryo nach dem Abgang gesehen und das Mini-Würmchen in meinem Lieblingspark begarben. Mir hat es geholfen, alles besser zu verstehen, aber auch zu sehen, dass das kleine Ding in mir eben noch kein Mensch war, noch nicht mal Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen hatte)

Ich habe sowohl den Eingriff selbst wie auch den psychischen Aspekt dadurch für mich sehr gut bewältigen können! Aber da ist jede Frau anders. Für manche ist es eher quälend, das so mitzuerleben, da ist ein kurzer operativer Eingriff mit Narkose besser. Überleg einfach, was für dich die beste Möglichkeit wäre. Du kennst dich selsbt am besten!
Liebe Grüße!

Wobei ich...
noch mal hinzufügen möcjhte, dass ich was Krankheit oder Schmerzen angeht, echt ein totales "Weichei" bin, es aber trotzdem wieder so machen würde!

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2. Juli 2010 um 11:45
In Antwort auf pernel_12087455

Liebe Simone
danke dir für deine Antwort. Weisst du zufällig noch, was das für ein Medikament war, also wie das hieß?
Liebe Grüße
Aralia

Klar bzw. nein
auf den tabletten stand searle darauf. waren zwei kleine tabletten. nach der einnahme bekam ich unterleibsschmerzen, aber nur 10 minuten.

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31. Juli 2010 um 22:13

Erfahrungsbericht
Nachdem ich vor meinem SSA sehr dankbar für die wenigen objkektiven Erfahrungsberichte hier war, aber leider keinen über einen medikamentös-instrumentellen gefunden habe, hier meine Geschichte:

Vorüberlegungen:
Ich habe mich, wie wahrscheinlich fast alle Frauen, sehr hart mit der Entscheidung getan. Nachdem ich aber einmal entschieden hatte, dass ich das Kind nicht austragen werde, habe ich die Entscheidung nie bereut. Meine FA hat mich in eine 'Abtreibungsklinik' geschickt, die mir auch von Pro Familia (sehr gute Beratung dort, aber unbedingt genügend Vorlaufzeit einplanen, die sind ausgebucht!) empfohlen wurde. Den Termin in der Klinik habe ich telefonisch vereinbart. Ich wollte mich noch einmal beraten lassen, ob ein rein medikamentöser Abbruch nicht doch verträglicher wäre. Zur Sicherheit hat man mir am Telefon gleich noch einen OP Termin für den Tag darauf gegeben.

Die Klinik - 1. Termin:
Vorteil eines solch spezialisierten Arztes ist, dass er sehr erfahren ist. Nachteil ist, dass Abtreibungsgegner vor der Türe rumlungern. Die haben mich aber, wahrscheinlich auf Grund meines Alters, kaum belästigt. Aber den jungen Frauen haben diese selbstgerechten Gestalten ganz schön zu schaffen gemacht. Am besten einfach ignorieren.
In der Klinik wurde ich sehr freundlich empfangen, klar, die leben ja davon. In einem städtischen Krankenhaus wäre das vielleicht anders gewesen. Der Arzt hat mich mit Ultraschall (außen) untersucht. Neben dem Embryo war ein großer Blutfleck zu sehen und der Arzt meinte, wenn ich das Kind doch bekommen möchte, müsste ich jetzt mind. 1 Woche Bettruhe halten. Aber ich wollte/konnte ja nicht. Mich hat der Ultraschallanblick sehr beruhigt. Das war vielleicht kein Zellhaufen, wie manche sagen. Aber ein Baby war es auch nicht!!! Den medikamentösen Abbruch hat er mir schnell ausgeredet, da dieser wohl sehr häufig mit großen Schmerzen verbunden ist und ich leider sehr wehleidig bin. Und das medikamentös-instrumentell heißt, dass 24 Stunden vor dem OP Eingriff bei kinderlosen Frauen eine Tab. Mifegyne (die Abtreibungspille) gegeben wird, um den Muttermund zu öffnen, Infektionen vorzubeugen usw. Die Mifegyne habe ich gleich vor Ort genommen. Ich wurde sehr lange und ausführlich beraten und auch noch mal befragt, ob ich mir wirklich sicher sei.

Die Klinik - 2. Termin:
Am nächsten Tag um 9 Uhr hat mich mein Freund (jetzt Ex) in der Klinik abgeliefert. Ich hatte mich zu einer Vollnarkose entschieden und nach einem Gespräch mit der Anästhesistin wurde ich durch eine Tür zu Schließfächern geführt. Dort sollte ich mir ein Nachthemd und Socken anziehen, meine Sachen einschließen und wurde erst mal ins Bett gelegt. Der Raum war auch gleichzeitig der Ruheraum mit ca. 8 Betten. dort lagen Frauen, die wie ich auf den Eingriff warteten oder Frauen, die es bereits hinter sich hatten. Eine K-Schwester hat mir eine Kanüle gesetzt, dann ging es los in den OP. Dazwischen habe ich noch 2 oder 3 Frauen aus dem OP zurückkommen sehen, die alle ganz schön sch** aussahen. Darauf wurde ich leicht panisch, aber es waren alle so nett, dass ich mich wieder beruhigt habe. Von der OP habe ich natürlich nichts mitbekommen. Danach wurde ich wieder an mein Bettchen geführt und ich durfte endlich wieder was essen und trinken (für eine VN muss frau nüchtern sein). Nach einer weiteren halben Stunde hat mich der FA noch einmal untersucht (Ultraschall), dann durfte ich gehen. Mir wurden noch Cytotec Tabletten mitgegeben, damit sich die Gebärmutter schneller zurückbildet.

Danach:
Am Nachmittag des Abbruchs war ich total fertig. Ich hatte auch starke Schmerzen. Als erstes habe ich meinen Freund rausgeschmissen, dann habe ich ca. 12 Stunden geschlafen. Am nächsten Tag war ich noch etwas schräg drauf. Körperlich und auch seelisch ging es mir 2 Tage danach wieder bestens. Ich hatte sehr starke Schwangerschaftsbeschwerden, spannende Brüste, sher starke Übelkeit, Kreislaufprobleme. Alles weg. Ich war einfach nur erleichtert.

Wer selber vor der Entscheidung steht und Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden, am besten per PN.

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