Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

KiWu mit 26

10. Oktober um 22:49 Letzte Antwort: 19. Oktober um 20:32

Hallo

ich würde gerne mal die Meinung anderer daran vielleicht interessierter Damen zu meinem Anliegen hören

Ich bin 26 und schließe im April nächsten Jahres meinen Mathemaster ab. Studiere seit meinem Abi. 1 Jahr Orientierung, 3 Jahre Bachelor, Master etwas über Regelstudienzeit, da ich zw.zeitlich in einer anderen Stadt studierte. Wie das so ist  
Ich arbeite bereits nebenbei 2 Tage/Woche (aktuell meist Homeoffice) in einem Unternehmen, das mich wohl auch übernehmen würde. Ich würde auch gern fest dort arbeiten. Angenehme Arbeitsatmosphäre, nahe meiner Wohnung, abwechslungsreiche Aufgaben, auch Aufstiegschancen.
Wohl unnötige Zusatzinfo: In meinem Team bin ich die einzige Frau.

Nun habe ich allerdings im Laufe der letzten anderthalb Jahre einen starken KiWu entickelt. Mein Freund und ich sind fast 5 Jahre zusammen und wollen zusammen Kinder, alles ist super. Sind gerade erst in eine schöne Wohnung umgezogen (unsere 2. Wohnung zsm.).
2 Freundespaare von uns haben übrigens bereits ein Baby . Vllt steckt das in Maßen an. Möchte aber auch mit unter 29/30 ein Kind bekommen.

Mein Freund schließt auch erst Anfang nächsten Jahres sein Studium ab. Auch möchten wir zumindest ein paar Monate vor meiner SS im Job sein, weshalb wir erst Mitte nä. Jahres ernsthaft anfangen wollen/würden

Nun habe ich allerdings auch wissenschaftliches Interesse und nachdem mir meine Bachelorarbeit Spaß machte, finde ich nun die Arbeit an meiner Masterthesis spannend. Im Studium hatte ich alle möglichen Noten, aber (wissenschaftliches) Schreiben war schon immer meins und darin bin ich sehr gut, was meine Noten z.B. in der Bachelorarbeit bestätigen. Habe mich also jetzt auf eine wiss.Mitarbeiter-Stelle meiner Uni beworben und bin nun sogar in die enge Auswahl der Kandidat*innen (wohl eher Kandidaten in dem Themenbereich^^) derer gekommen, die zum Interview eingeladen wurden, das nächsten Monat stattfinden soll. Eine Promotion reizt mich schon sehr. Die Arbeit an super interessanten Forschungsthemen in einem zukunftsträchtigen Bereich.
Die Stelle wäre sogar fully funded also angemessen bezahlt.
Ich müsste mich sehr gut auf das Bewerbungs-Interview vorbereiten, was gut Zeit kostet, die ich dann nicht in meine Thesis investieren kann, weshalb ich es nur machen möchte, wenn ich 100% die Stelle auch haben will und mir danach keine Ich -mach-es-doch-nicht-Gedanken mehr mache. 
Ich weiß aber, dass ich wie gesagt nächstes Jahr schwanger werden möchte.
Und ich weiß schon, wie stressig tw. Studieren ohne Kind war, eben weil man weiß, man MUSS sowieso dies und jenes noch absolvieren, also MUSS man so schnell wie möglich Zeit darauf verwenden, alles verstehen, sich Gedanken machen, auch mal Nachtschicht schieben, alles planen etc. Ich möchte auch mal "ankommen" und was in der Hand haben. Bei Promotion müsste ich in etwa 4 Jahren (mit 1. Kind dann) von Neuem auf Jobsuche gehen. Klar besser wissenschaftlich qualifiziert. Aber z.B. bei meinem jetzigen Unternehmen hätte ich dann die Chance vertan.
Eine Promotion wäre noch stressiger als Studieren. Und dann ein Kind bekommen und den gesamten Prozess verlängern / alles schieben?
Ich denke, um Stress zu vermeiden und den Doktorvater nicht zu überrumplen, würde ich dann eher das Schwangerwerden herausschieben (müssen).
Klar-meinen Arbeitgeber im Job würde ich wohl auch etwas überrumpeln, wenn ich mit 27 und gerade fest angestellt sage, ich bin schwanger. Aber gut, dass ich als Frau irgendwann schwanger werde, ist wahrscheinlich. Ich bin im "besten Alter". Und je später man es macht und je fester man eingeplant ist für Aufgaben, desto schwerer ist man für die Zeit zu ersetzen. Die Einarbeitung in meiner Abt. ist recht aufwändig und umfasst einiges, und ich bin dann perfekt eingearbeitet.Würde auch recht flott wieder anfangen wollen, ob in Teilzeit oder mit teilweisem Homeoffice. Das Unternehmen hat auch eine eigene Kita. 

Im Grunde habe ich mir nun schon meine Frage bewantwortet: Promovieren ist Stress für mich. Ich muss mir das nicht antun. Ich muss die gewünschte SS nicht aufschieben. Irgendwie ist es aber auch verwunderlich, wenn ich sehe, wie einige gute männliche Studenten "gechillt" studieren, sich über Familienplanung kaum Gedanken machen, promovieren, eine Freundin Anfang 20 haben, die eh noch keine Kinder will, und dann mit 35 mal ans Kinderkriegen denken. Trotz auch mir bekannter Gegenbeispiele - das ist der Hauptgrund dafür, dass viel mehr Männer als Frauen in Führungspositionen sind. Jetzt mal abgesehen von der Zeit, die man als Frau ausfällt (ist wegen des Stillens ja auch in gewissem Maße natürlich bedingt).
Es gibt auch mir bekannte junge Frauen, die promovieren. Eine bekam sogar direkt zw. Master und Promotion eine Tochter. Alle anderen werden bestimmt erst mir über 30 Mutter. Was ja auch völlig ok ist. Nur nicht so gewünscht von mir für mich.

Also was würdet ihr an meiner Stelle tun? Wie würdet ihr es machen?
Job+SS oder Promotion+SS oder Promotion pur oder sogar Job pur?

Das interessiert mich sehr. 
Liebe Grüße
Marie
 

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11. Oktober um 8:12

Egal ob Job oder Promotion ich würde beides erstmal ohne Kind machen. 
Klar die Zeiten ändern sich dennoch ist es schwer als Mama (gerade von Kleinkindern) oder in Teilzeit (falls gewünscht) einen guten Job zu bekommen bzw. Karriere zu machen. Ein Studium mit Baby stelle ich mir sehr anstrengend vor. 

Ich würde nur im nächsten Jahr an deiner Stelle schwanger werden wenn du einen guten Rückhalt durch deinen Partner und Familie hast.

Warum willst du unbedingt vor 30 Mama werden?

 

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11. Oktober um 8:26

Danke erstmal fürs Lesen meines Textes da oben.
Naja ich wäre dann 27 und fest angestellt. Erst kurz, aber arbeite nebenbei dort schon eine Zeit lang. Irgendwann fällt man ja ohnehin aus, also warum warten?
Gesetzt mal den Fall, ich würde nicht an der Uni bleiben.

Vor 30 ist kein Muss! Aber einfach bald und ich würde ungern noch 3 Jahre warten. Da ich auch am liebsten 3 Kinder möchte und es mit 35 schon "Risiko" ist.

 

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11. Oktober um 9:21
In Antwort auf mulan2218

Danke erstmal fürs Lesen meines Textes da oben.
Naja ich wäre dann 27 und fest angestellt. Erst kurz, aber arbeite nebenbei dort schon eine Zeit lang. Irgendwann fällt man ja ohnehin aus, also warum warten?
Gesetzt mal den Fall, ich würde nicht an der Uni bleiben.

Vor 30 ist kein Muss! Aber einfach bald und ich würde ungern noch 3 Jahre warten. Da ich auch am liebsten 3 Kinder möchte und es mit 35 schon "Risiko" ist.

 

Natürlich fällst du irgendwann aus aber das was du vor den Kindern erreicht hast, kann dir keiner mehr nehmen (vor allem das Gehalt). Mit Kids ist es sehr schwierig eine Karriere aufzubauen. Ich sehe das bei Kolleginnen die Kinder haben und lange in Teilzeit gearbeitet haben. Da war die letzten 15 Jahre nichts mit einer Gehaltserhöhung oder sonstigem Aufstieg.
Es gibt Ausnahmen aber diese Mütter sind maximal ein Jahr (wenn überhaupt) in Elternzeit gewesen und sind Vollzeit wieder eingestiegen und waren auch berei Überstunden abzuleisten. 
Versteh mich nicht falsch, ich finde es auch nicht gut Müttern solche Steine in den Weg zu legen und ich bin überzeugt, dass man auch mit Kindern und Teilzeit z.b. eine Führungskraft sein kann aber leider sehen das bis heute nur wenige Betriebe so. 

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11. Oktober um 12:47

"Mit Kids ist es sehr schwierig eine Karriere aufzubauen" - ja bestimmt. Ich merke aktuell (wegen Corona), wie ältere Kollegen (40-50J.) mit Kindern zw. 3-12J. an Ihre totalen Belastungsgrenzen zu manchen Zeiten stoßen, weil sie im Homeoffice sind und Kinder auch zuhause sind. 
Hätten diese Männer anstatt ihrer Frauen vor Jahren die Elternzeit genommen, wären sie vielleicht ein wenig schlechter bezahlt oder nicht ganz so angesehen im Unternehmen? Möglich. 

Das mit der "Fürhungskraft" war nicht auf mich bezogen, sondern generell gemeint.

Ich persönlich muss nicht gezwungenermaßen so weit aufsteigen in einem speziellen Job, sondern bin an einem (halbwegs) erfüllenden Job interessiert, wo die Work-Life-Balance ernst genommen wird, was bei mir im Unternehmen sogar tatsächlich der Fall ist.
Mein Ehrgeiz geht vielmehr ins Lernen von Neuem, neuen Methoden, Programmiersprachen (auch gefragt in Jobs), Sprachen, mich weiterzubilden usw. und da finde ich sicherlich einen Weg. Ich sehe bei mir nicht die eine Karriere, die ein Kind kaputt machen würde. 

3 Jahre mit der SS zu warten, nur um in irgendeiner besseren Position zu sein, und dort dann auszufallen, kommt für mich eigentlich nicht infrage. 
Es geht mit meiner Frage auch darum, ob Job oder Promotionsstelle wohl geeigneter wäre.
 

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18. Oktober um 18:53
In Antwort auf mulan2218

Hallo

ich würde gerne mal die Meinung anderer daran vielleicht interessierter Damen zu meinem Anliegen hören

Ich bin 26 und schließe im April nächsten Jahres meinen Mathemaster ab. Studiere seit meinem Abi. 1 Jahr Orientierung, 3 Jahre Bachelor, Master etwas über Regelstudienzeit, da ich zw.zeitlich in einer anderen Stadt studierte. Wie das so ist  
Ich arbeite bereits nebenbei 2 Tage/Woche (aktuell meist Homeoffice) in einem Unternehmen, das mich wohl auch übernehmen würde. Ich würde auch gern fest dort arbeiten. Angenehme Arbeitsatmosphäre, nahe meiner Wohnung, abwechslungsreiche Aufgaben, auch Aufstiegschancen.
Wohl unnötige Zusatzinfo: In meinem Team bin ich die einzige Frau.

Nun habe ich allerdings im Laufe der letzten anderthalb Jahre einen starken KiWu entickelt. Mein Freund und ich sind fast 5 Jahre zusammen und wollen zusammen Kinder, alles ist super. Sind gerade erst in eine schöne Wohnung umgezogen (unsere 2. Wohnung zsm.).
2 Freundespaare von uns haben übrigens bereits ein Baby . Vllt steckt das in Maßen an. Möchte aber auch mit unter 29/30 ein Kind bekommen.

Mein Freund schließt auch erst Anfang nächsten Jahres sein Studium ab. Auch möchten wir zumindest ein paar Monate vor meiner SS im Job sein, weshalb wir erst Mitte nä. Jahres ernsthaft anfangen wollen/würden

Nun habe ich allerdings auch wissenschaftliches Interesse und nachdem mir meine Bachelorarbeit Spaß machte, finde ich nun die Arbeit an meiner Masterthesis spannend. Im Studium hatte ich alle möglichen Noten, aber (wissenschaftliches) Schreiben war schon immer meins und darin bin ich sehr gut, was meine Noten z.B. in der Bachelorarbeit bestätigen. Habe mich also jetzt auf eine wiss.Mitarbeiter-Stelle meiner Uni beworben und bin nun sogar in die enge Auswahl der Kandidat*innen (wohl eher Kandidaten in dem Themenbereich^^) derer gekommen, die zum Interview eingeladen wurden, das nächsten Monat stattfinden soll. Eine Promotion reizt mich schon sehr. Die Arbeit an super interessanten Forschungsthemen in einem zukunftsträchtigen Bereich.
Die Stelle wäre sogar fully funded also angemessen bezahlt.
Ich müsste mich sehr gut auf das Bewerbungs-Interview vorbereiten, was gut Zeit kostet, die ich dann nicht in meine Thesis investieren kann, weshalb ich es nur machen möchte, wenn ich 100% die Stelle auch haben will und mir danach keine Ich -mach-es-doch-nicht-Gedanken mehr mache. 
Ich weiß aber, dass ich wie gesagt nächstes Jahr schwanger werden möchte.
Und ich weiß schon, wie stressig tw. Studieren ohne Kind war, eben weil man weiß, man MUSS sowieso dies und jenes noch absolvieren, also MUSS man so schnell wie möglich Zeit darauf verwenden, alles verstehen, sich Gedanken machen, auch mal Nachtschicht schieben, alles planen etc. Ich möchte auch mal "ankommen" und was in der Hand haben. Bei Promotion müsste ich in etwa 4 Jahren (mit 1. Kind dann) von Neuem auf Jobsuche gehen. Klar besser wissenschaftlich qualifiziert. Aber z.B. bei meinem jetzigen Unternehmen hätte ich dann die Chance vertan.
Eine Promotion wäre noch stressiger als Studieren. Und dann ein Kind bekommen und den gesamten Prozess verlängern / alles schieben?
Ich denke, um Stress zu vermeiden und den Doktorvater nicht zu überrumplen, würde ich dann eher das Schwangerwerden herausschieben (müssen).
Klar-meinen Arbeitgeber im Job würde ich wohl auch etwas überrumpeln, wenn ich mit 27 und gerade fest angestellt sage, ich bin schwanger. Aber gut, dass ich als Frau irgendwann schwanger werde, ist wahrscheinlich. Ich bin im "besten Alter". Und je später man es macht und je fester man eingeplant ist für Aufgaben, desto schwerer ist man für die Zeit zu ersetzen. Die Einarbeitung in meiner Abt. ist recht aufwändig und umfasst einiges, und ich bin dann perfekt eingearbeitet.Würde auch recht flott wieder anfangen wollen, ob in Teilzeit oder mit teilweisem Homeoffice. Das Unternehmen hat auch eine eigene Kita. 

Im Grunde habe ich mir nun schon meine Frage bewantwortet: Promovieren ist Stress für mich. Ich muss mir das nicht antun. Ich muss die gewünschte SS nicht aufschieben. Irgendwie ist es aber auch verwunderlich, wenn ich sehe, wie einige gute männliche Studenten "gechillt" studieren, sich über Familienplanung kaum Gedanken machen, promovieren, eine Freundin Anfang 20 haben, die eh noch keine Kinder will, und dann mit 35 mal ans Kinderkriegen denken. Trotz auch mir bekannter Gegenbeispiele - das ist der Hauptgrund dafür, dass viel mehr Männer als Frauen in Führungspositionen sind. Jetzt mal abgesehen von der Zeit, die man als Frau ausfällt (ist wegen des Stillens ja auch in gewissem Maße natürlich bedingt).
Es gibt auch mir bekannte junge Frauen, die promovieren. Eine bekam sogar direkt zw. Master und Promotion eine Tochter. Alle anderen werden bestimmt erst mir über 30 Mutter. Was ja auch völlig ok ist. Nur nicht so gewünscht von mir für mich.

Also was würdet ihr an meiner Stelle tun? Wie würdet ihr es machen?
Job+SS oder Promotion+SS oder Promotion pur oder sogar Job pur?

Das interessiert mich sehr. 
Liebe Grüße
Marie
 

Ganz schwierige Entscheidung. Du musst dir selbst die Frage stellen, ob eine steile Karriere mit gutem Geld dein Leben am Ende mehr berreichert als eine eigene Familie. Und ganz wichtig: Wie sieht dein Partner das Ganze?

Mein Mann und ich erwarten zur Zeit unser erstes Kind. Ich habe nach meinem Studium noch eine Ausbildung gemacht, die ich im Januar abschließen werde und mein Mann studiert auch noch, arbeitet aber wie du nebenher in einem Unternehmen. Die "Nachteile", die ein Kind in dieser Situation mit sich bringt sind uns durchaus bewusst und trotzdem haben wir es einfach darauf ankommen lassen. Jetzt sind wir schwanger und könnten nicht glücklicher sein. Was mein Leben bringt, wird sich zeigen, aber es ist mir egal, ob ich am Ende Karriere mache, solange ich ein glückliches Leben führe(n kann).

Die "sichere" Variante ist natürlich den Job anzunehmen und dann schwanger zu werden. Dann seid ihr auf jeden Fall abgesichert, es ist weniger Stress und du musst nicht am Ende mit Kind auf die Jobsuche gehen. Außerdem kenne ich auch Beispiele von Frauen, die trotz Kinderpause am Ende noch im Unternehmen aufgestiegen sind (gerade wenn sie jung Mutter geworden sind!!!). Wenn dein Traum aber ist zu promovieren, dann mach das unbedingt. Ob mit oder ohne Kind. Dein Freund wird ja (hoffentlich) auch einen Job haben, der Geld einbringt und vielleicht bekommt ihr auch noch anders Unterstützung von der Familie oder so. Dann ist es auch "egal" wie lange du für deinen Doktor brauchst.

Ich kann verstehen, wenn du lieber jung Mutter werden möchtest, da ich selbst immer diesen Wunsch hatte. Und wenn du mehr Kinder willst sowieso. Es ist eine Prioritätenentscheidung und wie gesagt, statt explizit zu versuchen schwanger zu werden könnt ihr es auch einfach darauf ankommen lassen und vielleicht nimmt eine Schwangerschaft oder eben keine Schwangerschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt dir die Entscheidung ab

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen und viel Erfolg bei deiner Entscheidung.

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19. Oktober um 20:32
In Antwort auf ladybug307

Ganz schwierige Entscheidung. Du musst dir selbst die Frage stellen, ob eine steile Karriere mit gutem Geld dein Leben am Ende mehr berreichert als eine eigene Familie. Und ganz wichtig: Wie sieht dein Partner das Ganze?

Mein Mann und ich erwarten zur Zeit unser erstes Kind. Ich habe nach meinem Studium noch eine Ausbildung gemacht, die ich im Januar abschließen werde und mein Mann studiert auch noch, arbeitet aber wie du nebenher in einem Unternehmen. Die "Nachteile", die ein Kind in dieser Situation mit sich bringt sind uns durchaus bewusst und trotzdem haben wir es einfach darauf ankommen lassen. Jetzt sind wir schwanger und könnten nicht glücklicher sein. Was mein Leben bringt, wird sich zeigen, aber es ist mir egal, ob ich am Ende Karriere mache, solange ich ein glückliches Leben führe(n kann).

Die "sichere" Variante ist natürlich den Job anzunehmen und dann schwanger zu werden. Dann seid ihr auf jeden Fall abgesichert, es ist weniger Stress und du musst nicht am Ende mit Kind auf die Jobsuche gehen. Außerdem kenne ich auch Beispiele von Frauen, die trotz Kinderpause am Ende noch im Unternehmen aufgestiegen sind (gerade wenn sie jung Mutter geworden sind!!!). Wenn dein Traum aber ist zu promovieren, dann mach das unbedingt. Ob mit oder ohne Kind. Dein Freund wird ja (hoffentlich) auch einen Job haben, der Geld einbringt und vielleicht bekommt ihr auch noch anders Unterstützung von der Familie oder so. Dann ist es auch "egal" wie lange du für deinen Doktor brauchst.

Ich kann verstehen, wenn du lieber jung Mutter werden möchtest, da ich selbst immer diesen Wunsch hatte. Und wenn du mehr Kinder willst sowieso. Es ist eine Prioritätenentscheidung und wie gesagt, statt explizit zu versuchen schwanger zu werden könnt ihr es auch einfach darauf ankommen lassen und vielleicht nimmt eine Schwangerschaft oder eben keine Schwangerschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt dir die Entscheidung ab

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen und viel Erfolg bei deiner Entscheidung.

Vielen lieben Dank für die Antwort!
Glückwunsch zur Schwangerschaft!



Naja es war nie mein Traum zu promovieren. Aber ich weiß, ich hätte das Zeug dazu und es hat einen Reiz.
Ob mir die dann folgende stressige Zeit gut täte, ist eine andere Sache.

Mein Freund kann sich ebenfalls in 1-2 Jahren sehr gut ein Baby vorstellen. 

Man wird nun sehen, was das nächste halbe Jahr in Sachen Entscheidung bringt

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