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Kinderwunsch und Schilddrüsenüberfunktion....

15. April 2018 um 20:54 Letzte Antwort: 27. April 2018 um 12:55

Hallo zusammen.  Mein Name ist Micha, ich bin 43, meine Lebenspartnerin ist 35 Jahre. Ich habe eine 17- Jährige Tochter aus erster Ehe.
Wir möchten nun seit geraumer Zeit auch Kinder, aber es klappt nicht.
Sie hatte mal vor einigen Jahren mit Ihrem ex-Mann zusammen  einen Test machen lassen, der Bescheinigte wohl, dass hormonell alles in Ordnung sei. Tatsächlich verstrickte sich der Ex-Mann seinerzeit in eine Affäre, aus der ein gesundes Kind hervorging. An ihm lag es also nicht.

Nun meint sie, es liegt an ihr, da ich auch bereits eine Gesunde Tochter habe.

Tatsächlich wurde vor 2 Jahren bei einem Klinikaufenthalt eine Funktionsstörung der Schilddrüse festgestellt. Allerdings eine Überfunktion.

Vom Kinder kriegen würde ihr seinerzeit abgeraten. "Wird nix, und wenn, ist das Kind behindert".....

Mittlerweile wurde sie eingestellt, die Schilddrüse ist aber immer noch fast doppelt so gross wie normal. Negativer Nebeneffekt ( so wurde es uns erklärt): Bei jedem  "Versuch" bildet sich an der Gebärmutter eine Zyste ( hatten wir schon 4 mal).

OP wird angeraten, allerdings Risikobehaftet. 

Nun meinte eine Bekannte, wir sollen mal eine Kinderwunschklinik aufsuchen, die beleuchten das Thema von verschiedenen Seiten. Macht das Sinn? Grundsätzlich glauben wir schon, zu wissen, dass es daran liegt. Oder ist eine Schwangerschaft trotz Schilddrüsenproblem möglich bezw. Dann sinnvoll, wenn man die Risiken bedenkt? Oder sollten wir uns weiter auf die Schilddrüse konzentrieren? Habt ihr schonmal ähnliches erlebt? 

WAS kostet so eine Kinderwunschberatung, die Tests etc? Übernimmt die KK irgend etwas?

Freue mich auf Feedback. Gruss Micha      

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23. April 2018 um 13:02
In Antwort auf michamichi2015

Hallo zusammen.  Mein Name ist Micha, ich bin 43, meine Lebenspartnerin ist 35 Jahre. Ich habe eine 17- Jährige Tochter aus erster Ehe.
Wir möchten nun seit geraumer Zeit auch Kinder, aber es klappt nicht.
Sie hatte mal vor einigen Jahren mit Ihrem ex-Mann zusammen  einen Test machen lassen, der Bescheinigte wohl, dass hormonell alles in Ordnung sei. Tatsächlich verstrickte sich der Ex-Mann seinerzeit in eine Affäre, aus der ein gesundes Kind hervorging. An ihm lag es also nicht.

Nun meint sie, es liegt an ihr, da ich auch bereits eine Gesunde Tochter habe.

Tatsächlich wurde vor 2 Jahren bei einem Klinikaufenthalt eine Funktionsstörung der Schilddrüse festgestellt. Allerdings eine Überfunktion.

Vom Kinder kriegen würde ihr seinerzeit abgeraten. "Wird nix, und wenn, ist das Kind behindert".....

Mittlerweile wurde sie eingestellt, die Schilddrüse ist aber immer noch fast doppelt so gross wie normal. Negativer Nebeneffekt ( so wurde es uns erklärt): Bei jedem  "Versuch" bildet sich an der Gebärmutter eine Zyste ( hatten wir schon 4 mal).

OP wird angeraten, allerdings Risikobehaftet. 

Nun meinte eine Bekannte, wir sollen mal eine Kinderwunschklinik aufsuchen, die beleuchten das Thema von verschiedenen Seiten. Macht das Sinn? Grundsätzlich glauben wir schon, zu wissen, dass es daran liegt. Oder ist eine Schwangerschaft trotz Schilddrüsenproblem möglich bezw. Dann sinnvoll, wenn man die Risiken bedenkt? Oder sollten wir uns weiter auf die Schilddrüse konzentrieren? Habt ihr schonmal ähnliches erlebt? 

WAS kostet so eine Kinderwunschberatung, die Tests etc? Übernimmt die KK irgend etwas?

Freue mich auf Feedback. Gruss Micha      

Die Schilddrüse ist für viele Stoffwechselvorgänge im Körper verantwortlich. Dies geschieht durch das Schilddrüsenhormon TSH -Thyreoidea Stimulierendes Hormon, das von der Schilddrüse ins Blut abgegeben wird. Steigt der TSH-Wert über eine bestimmte Grenze, bedeutet dies eine Unterfunktion der Schilddrüse. Bei zu niedrigem TSH-Wert kommt es zu einer Überfunktion. Beide Schilddrüsenfunktionsstörungen können eine ganze Reihe von Krankheiten hervorrufen. Die Liste ist lang und reicht von Gewichtsverlust über Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen bis hin zu Rastlosigkeit und Schlafstörungen. Längerfristig kann eine unbehandelte Schilddrüsenfunktionsstörung zu Herzproblemen führen.
Nicht nur bei der Empfängnis spielt die Schilddrüsenfunktion eine Rolle. Kommt es während der Schwangerschaft zu Funktionsstörungen, kann dies zum Teil zu einem dramatischen Verlauf mit einem erhöhten Risiko auf Missbildungen des Kindes und Fehl- oder Totgeburten führen. Dies gilt insbesondere bei einer Überfunktion der Schilddrüse. Es handelt sich hierbei um eine Risikoschwangerschaft, die eine engmaschige Überwachung durch den Arzt notwendig macht. Hatten Sie bereits eine Fehlgeburt, sollte Ihr FA deshalb unbedingt auch Ihre Schilddrüsenwerte untersuchen, um bei einer weiteren Schwangerschaft eventuellen Risiken vorzubeugen.

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27. April 2018 um 12:55
In Antwort auf michamichi2015

Hallo zusammen.  Mein Name ist Micha, ich bin 43, meine Lebenspartnerin ist 35 Jahre. Ich habe eine 17- Jährige Tochter aus erster Ehe.
Wir möchten nun seit geraumer Zeit auch Kinder, aber es klappt nicht.
Sie hatte mal vor einigen Jahren mit Ihrem ex-Mann zusammen  einen Test machen lassen, der Bescheinigte wohl, dass hormonell alles in Ordnung sei. Tatsächlich verstrickte sich der Ex-Mann seinerzeit in eine Affäre, aus der ein gesundes Kind hervorging. An ihm lag es also nicht.

Nun meint sie, es liegt an ihr, da ich auch bereits eine Gesunde Tochter habe.

Tatsächlich wurde vor 2 Jahren bei einem Klinikaufenthalt eine Funktionsstörung der Schilddrüse festgestellt. Allerdings eine Überfunktion.

Vom Kinder kriegen würde ihr seinerzeit abgeraten. "Wird nix, und wenn, ist das Kind behindert".....

Mittlerweile wurde sie eingestellt, die Schilddrüse ist aber immer noch fast doppelt so gross wie normal. Negativer Nebeneffekt ( so wurde es uns erklärt): Bei jedem  "Versuch" bildet sich an der Gebärmutter eine Zyste ( hatten wir schon 4 mal).

OP wird angeraten, allerdings Risikobehaftet. 

Nun meinte eine Bekannte, wir sollen mal eine Kinderwunschklinik aufsuchen, die beleuchten das Thema von verschiedenen Seiten. Macht das Sinn? Grundsätzlich glauben wir schon, zu wissen, dass es daran liegt. Oder ist eine Schwangerschaft trotz Schilddrüsenproblem möglich bezw. Dann sinnvoll, wenn man die Risiken bedenkt? Oder sollten wir uns weiter auf die Schilddrüse konzentrieren? Habt ihr schonmal ähnliches erlebt? 

WAS kostet so eine Kinderwunschberatung, die Tests etc? Übernimmt die KK irgend etwas?

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Besonders die Schilddrüse beeinflusst die Fruchtbarkeit. Besteht eine Schilddrüsenüberfunktion  oder Schilddrüsenunterfunktion , kann das zu Zyklusstörungen führen, bleibt die Regelblutung zeitweise oder vollständig aus, ist die Fruchtbarkeit herabgesetzt, und die Chancen für eine Schwangerschaft verringern sich. 
Kommt es trotzdem zur Empfängnis, ist bei einer unbehandelten Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion das Risiko für eine Fehlgeburt besonders in den ersten Schwangerschaftsmonaten erhöht. Schilddrüsenhormone spielen in der Schwangerschaft eine wesentliche Rolle bei der geistigen und körperlichen Entwicklung des Babys – und zwar schon ab dem Zeitpunkt der Befruchtung.
Wenn Sie bereits wegen einer Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion in Behandlung sind und jetzt schwanger werden wollen, sollten Sie einen Termin bei Ihrem behandelnden Schilddrüsenarzt vereinbaren. Dieser kontrolliert, ob die Schilddrüsenblutwerte im geeigneten Bereich liegen oder ob die Medikamentendosierung angepasst werden muss, um optimale Bedingungen für eine Empfängnis zu schaffen, bei einer Unterfunktion ist es vielleicht nötig, etwas mehr Schilddrüsenhormon einzunehmen. Die richtige Dosis Schilddrüsenhormone trägt dazu bei, dass sich das wachsende Baby gut entwickelt. Bei einer Überfunktion versucht man, die zugrundeliegende Krankheit so zu behandeln, dass die Einnahme von Thyreostatika während der Schwangerschaft nicht mehr nötig ist bzw. nur ganz geringe Mengen eingenommen werden müssen.

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