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Kinderwunsch und Job wechseln?

2. Mai 2014 um 18:44

Hallo zusammen,

nachdem ich zwar schon ziemlich viel durch einige Foren geschaut habe, komme ich einfach zu keiner Entscheidung.

Ich werde im August 32 und mein Freund und ich wünschen uns ein Kind. Die Pille habe ich vor drei Monaten bereits abgesetzt, so richtig losgelegt haben wir allerdings noch nicht.
Ich bin nun seit einem Jahr bei meinem derzeitigen Arbeitgeber und der Job gefällt mir ganz und gar nicht. Die Kollegen sind super nett und ich kann sogar mit dem Fahrrad hinfahren, das ist aber auch das Einzige was mich dort hält. Wir mussten an Wochenende Seminare machen, um zu schauen, wer zur Firma passt und wer nicht. Zwei sind inzwischen rausgeworfen worden und mit zwei weiteren werden momentan fiese Psychospielchen gespielt, um sie rauszuekeln. Aussagen und Richtlinien ändern sich von Tag zu Tag, Emails, Ausdrucke und Scans werden abgefangen und gelesen und und und. Ich fühle mich dort nicht mehr wohl und bewerbe mich momentan fleißig.
Ich gehe davon aus, dass ich eine Zusage bekomme, bei der Firma, wo ich bereits schon eine Zusage erhalten hatte, mich aber für meine derzeitig Firma entschieden hatte. Rein inhaltlich wäre es wirklich mein Wunschjob, das war es schon damals, aber ich muss jeden Tag 70 km hinfahren (also 140km), das hatte mich davon abgehalten.

Gleichzeitig wünsche ich mir aber sehr ein Baby und bekomme allmählich eine Art Torschlusspanik, denn viele meiner Freundinnen sind momentan schwanger und da ich gerne zwei Kinder haben möchte, finde ich fast 32 auch nicht mehr wirklich jung.

Was würdet ihr machen? Jetzt einfach versuchen schwanger zu werden und ggf. beim alten Arbeitgeber dann bleiben, wenn es schnell klappt.?
Oder erstmal pausieren und den anderen Job klar machen und dann mit der Unterschrift sofort wieder loslegen (vor Oktober werde ich nicht anfangen können)? Allerdings glaube ich dass die ganz schön sauer sind, wenn ich sofort schwanger werde...
Oder den Job wechseln, die Probezeit abwarten und dann loslegen? Allerdings bin ich dann mit der ganzen Planung fast ein Jahr weiter und wir würden im April 2015 das mit dem Kind versuchen anzugehen.

Ich bin hin und her gerissen. Am liebsten würde ich sofort loslegen und es einfach drauf ankommen lassen. Dann denke ich aber, es wäre besser, wenn ich zumindest den neuen Job sicher habe, denn die Chance wird nie wieder kommen. Aber anfangen und direkt in den Mutterschutz gehen... auch irgendwie blöd. Oder doch einfach bei dem alten Arbeitgeber durchhalten, schließlich sind die Kollegen echt klasse...

Ich freue mich auf eure Meinungen! Danke schonmal!

Viele Grüße,
Katinkabell82

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2. Mai 2014 um 23:47

Den Eiertanz
kenn ich. Werde auch dieses Jahr 32 und bin schon sechs Jahre mit meinem Menne zusammen. Er arbeitet an der Uni, also Zeitverträge und drei bis fünf Bewerbungen an andere Unis pro Jahr. Ich hab mit Ende 20 nochmal angefangen zu studieren. Bin die letzten fünf Jahre fünfmal umgezogen.

Wenn z. B. mal was großes im Haushalt kaputt geht, ist das schon ein Problem, weil wir nie wissen, ob in den nächsten Monaten doch wieder ein Umzug ansteht und man die eventuelle Neuanschaffung dann doch nicht mehr braucht.
So eigentlich kleine Entscheidungen sind bei uns auch schon oft ein Eiertanz. Hinzu kommt, daß meine Uni 90km entfernt ist, pendle also 180km am Tag. Familie hamwer beide in unserer Wahlheimat keine. Nur einpaar Freunde und Bekannte.

Alles kniffelig, daher haben wir auch lange gewartet. Dieses Jahr dann musste meine Kupferkette nach fünf Jahren entfernt werden und wir haben entschieden, trotzallem nicht weiter zu verhüten. Sind jetzt im ersten Übungszyklus
Uns hats einfach gelangt zu warten. Schließlich sind Kinder kein Weltuntergang. Irgendwie wirds schon klappen. Selbst wenn jetzt die eine oder andere Option flöten geht, kommen wieder neue.

Ich finds generell zum Ausflippen, daß der Arbeitsmarkt immer noch auf Männer ausgerichtet ist, daß eine Schwangerschaft schon ein berufliches oder gar existentielles Risiko für Frauen ist!
Aber gut, das ist ein episches Thema hierzulande.


Hoffe, ich konnte dir etwas Mut machen und den Tunnelblick erweitern

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