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Kinderwunsch ist da, aber auch riesige ANGST

11. November 2007 um 12:19 Letzte Antwort: 11. November 2007 um 14:23

Hallo liebe Forum-Mitglieder!

Ich bin neu hier und bin auf der Suche nach Gleichgesinnten bzw. Frauen denen es ähnlich geht wie mir.

Also ich lebe in einer glücklichen Beziehung (haben auch vor kurzem geheiratet), haben ein Haus (das Nest ist also vorbereitet), zwei feste Jobs und wir sind jetzt auch Ü30. *gg* Schon vor Monaten ist der Wunsch nach Nachwuchs in mir (uns) gewachsen. Das Alter ist allemal da und auch alles andere ist eigentlich perfekt. Nach der Hochzeit habe ich jetzt die Pille abgesetzt (habe ich 13 Jahre genommen!!!). Was ich aber niemendem erzählt habe, ausser euch jetzt.
Die Fragerei nervt mich so schon "Wann geht es denn bei euch mit der Familienplanung mal los" usw. uws. Wenn ich dann womöglich erzählen würde, dass der erste Grundstein gelegt ist, dann würde ich wahrscheinlich in 4wöchigem Abstand gefragt werden, ob ich meine Tage bekommen habe oder nicht. Und das will ich auf gar keinen Fall. Es kann ja noch ewig dauern. Man weiß es nicht. Bei meiner Schwester (zurzeit schwanger) hat es zwar nach einem Mal sofort geklappt und bei meiner Mutter damals auch, aber ich habe auch eine Freundin bei der wird es nie klappen, wie sich jetzt nach 5 Jahren Versuchen leider herausgestellt hat. Deshalb rede ich erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Zum Reden habe ich ja euch, oder?

Pille ist jetzt abgesetzt und es kann quasi losgehen, aber trotz dem ich mich freuen würde, wenn es so wäre habe ich auch total große Angst. Mein Leben wird sich dann total verändern. Zum Beispiel habe ich einen wirklich super Job, mit guter Bezahlung, netten Arbeitskollegen und spitzen Arbeitszeiten. Da ich in einer Kleinstadt lebe, sind solche Jobs hier rar gesäht und ich habe Angst, dass ich den Einstieg nicht wieder schaffe bzw. dass die Firma mir keine adäquate Halbtagsstelle anbieten kann. Und ganztags fände ich persönlich sehr schade, da man die wichtigsten Entwicklungsschritte quasi verpassen würde.
Wo ich jetzt gerade von der Arbeit spreche ist Geld auch ein großer Angstfaktor für mich. Kann ich mir das alles leisten? Kann ich dem Kind finanziell gerecht werden? Geldsorgen sind neben Gesundheit natürlich für mich die schlimmsten. Ich weiß, dass Geld alleine noch lange nicht glücklich macht, aber es erleichtert ungemein. Wir haben nicht zuletzt wegen des Hauses eine Menge finanzieller Verpflichtungen. Die monatlichen Fixkosten sind nicht unerheblich und wenn ein Gehalt komplett wegfällt ist das schon heftig. Das 1. Jahr lässt sich durch das Elterngeld problemlos bewältigen, aber was dann? Ich bin zwar kein Luxusgirl und kann sparen, wirtschaften und verzichten, aber ihr wisst auch wie teuer das leben heutzutage ist.

Dann habe ich auch noch Angst, dass ich nur noch als Mutter und nicht mehr als Frau gesehen werde. Ist das sehr egoistisch von mir? Oder ändert sich diese Einstellung durch die Hormonumstellung?

Dann habe ich zwei (über alles geliebte) Hauskater. Echte Racker, die mir die Bude auf den Kopf stellen, wofür ich sie aber noch mehr mag. Toxoplasmosegefahr ist geringer, als bei ungewaschenem Gemüse und Katzenklo würde mein Mann dann machen, aber wie läuft es wenn das Baby da ist? Nach draussen lassen kann ich sie nicht, dass wäre ihr Todesurteil. Ich hatte noch einen dritten Liebling, der immer soviel Tamtam gemacht hat, bis ich ihn nach draussen gelassen habe. Das hat er ganze drei Wochen überlebt, dann musst ich ihn leider von der (viel befahrenen) Strasse holen. Wie verhalte ich mich mit Baby und Katzen?

Meine größte Angst aber ist ein behindertes Kind zu bekommen. Vor allem geistige Behinderungen. Mein Mann arbeitet mit behinderten Kindern, deshalb weiss ich wie schlimm es Menschen treffen kann. Er hat mich schon öfter mal mitgenommen, wenn er Notdienst o.ä. hatte und ich war jedesmal bestossen und beklemmt vor Mitleid.
Da hoffe ich aber darauf, dass die Natur sich selbst hilft.

Ich habe noch tausend andere beängstigende Gedanken im Kopf. Die kann ich gar nicht alle auflisten. Vielleicht denke ich auch einfach zuviel nach. Mein Mann nennt mich manchmal nicht umsonst "The Brain". *gg* Er sagt immer ich soll einfach alles auf mich zukommen lassen und man könne nich alles planen und durchdenken. Lösungen und Auswege für Probleme kann man erst dann finden, wenn man direkt mit dem Problem konfrontiert ist, sagt er.
Aber so einfach lässt sich meine Rechenmaschine nicht abstellen. *seuft*

Geht es euch auch so? Oder denkt ihr ich bin noch nicht so weit? Kann es sein, dass ich durch meine Denkerei gar nicht schwanger werde? Ich will ja schwanger werden. Zumal es jetzt auch schön wäre, da meine Schwester auch gerade zum 1. Mal schwanger ist und man so gleich jemanden hätte mit dem man sich austauschen könnte und die Kinder wären dann auch im selben (Spiel-)Alter.

Ich kann ja nicht die Einzige sein der es so geht, oder?
Also schreibt mir, ich freue mich.

Ganz liebe Grüße
Pixel77


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11. November 2007 um 14:23

Danke Lucy
Danke für die lieben Worte. Ich kann meine Gedanken zwar nicht abstellen, aber wir werden es weiter "drauf ankommen lassen". Alles andere muss sich dann ergeben. Wenn es so sein soll, dann ist es so und wenn nicht, dann später. Gratuliere dir übrigens zu deiner Schwangerschaft. Du hast es ja bald geschafft. Schön.

Ich sehe im Moment auch überall schwangere Frauen. Ist mir vorher nie so aufgefallen. Das kommt wahrscheinlich weil man sich jetzt intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Wir fahren übernächstes WE auf so eine Art nachträgliche Hochzeitsreise. Und ich habe mal so grob nachgerechnet, dass ich dann meinen Eisprung haben müsste (sofern sich meine P nicht durchs Absetzen extrem verschiebt), vielleicht klappt es ja dann. *gg* Viel Zeit, Entspannung und Zweisamkeit.... wer weiß...

Wie lange hat es denn bei dir gedauert bis du schwanger geworden bist?

LG
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