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Kinderschlaf/-träume

24. Januar 2002 um 7:45 Letzte Antwort: 24. Januar 2002 um 19:31

Hallo, Ihr da draußen,

heute morgen muß ich mich mal an Euch wenden, denn ich bin sicher, daß ich nicht die einzig betroffene bin.
Meine Tochter ist gut 4 Jahre alt(im Mai wird sie 5),und ich werde immer wieder unsanft mit ihren Träumen konfrontiert, und weiß mir langsam keinen Rat mehr.
Sie schläft meist ca 20.oo Uhr, und manchmal hat sie bereits nach nicht mal einer Stunde einen heftigen Traum. Er äußert sich in Form von anfänglichem Weinen, was dann in Schreien übergeht, sie hat vor irgendetwas Angst, brabbelt unverständliche Worte( obwohl sie ganz normal sprechen kann altersentsprechend), gestikuliert wild, und vorgestern stand sie sogar aus dem Bett auf, und lief durch die Wohnung, als würde sie jemand verfolgen. Das ist nicht jede Nacht so, eigentlich kam es in den letzten Monaten kaum vor.Und sie kann mir auch nie erzählen, was sie träumt, wenn ich sie danach frage. Vor gut einem Jahr allerdings passierte es jede Nacht und flößte mir wirklich Angst ein, da sie nie wach wird, mich alsoo gar nicht wahrnimmt, wenn ich bei ihr bin, sie beruhigen möchte.Ich war dann teiweise schon so verzweifelt, daß ich zu weinen anfing, zu schreien, weil ich mir nicht anders zu helfen wußte, denn dieses Verhalten hat mich unheimlich erschreckt und hilflos gemacht.Nun wa r eigentlich monatelang Ruhe, und vorgestern fing das wieder an, und ich habe Angst.
Ich muß an dieser Stelle erwähnen, daß sie vor gut einem Jahr sehr viele Veränderungen verabeiten mußte ( Trennung vom Kindsvater, da er aggressiv mir gegenüber war in ihrer Anwesenheit).
Mittlerweile hat sich aber unsere Situation sehr stabilisiert, ich bin in ein anderes Bundesland gezogen, und habe einen neuen Mann hier kennengelernt, den meine Tochter von beginn an aktzeptiert hat. Die familiäre Situation ist wesentlich harmonischer, als mit ihrem Vater. Meine Vermutung ist, daß sie im Traum Dinge verabeitet, die sie erlebt hat, aber nicht genau ausdrücken kann. Weiterhin ist mir immer wieder aufgefallen, daß sie sich sehr gut an Dinge erinnern kann, die sie mit grade mal 2 Jahren erlebt hat.
Ich bin noch nicht berufstätig, also den ganzen Tag für sie da, bringe sie in den Kindergarten, und wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander, auch abends bin ich zu Hause und wochenends meist auch, vielleicht 1x in 2 Monaten übernachtet sie mal für eine Nacht bei meinen Schwiegereltern, damit ich mal weggehen kann.
und sicher habe ich nun einiges vergessen, was für Euch als Leser interessant zu wissen wäre- drum stellt mir ruhig Fragen, denn ich bin etwas durcheinander...

Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir einfach eure eigenen Erfahrungen mitteilen könntet, oder aber auch Literatur und gegebenfalls Beratungsstellen.

Ich habe einfach Angst, daß sie im Traum sich noch Verletzungen zuzieht, und ich mich nicht richtig verhalte.

Ich weiß, daß Kinder träumen, wie wir Erwachsenen auch, aber wirklich in diesem Ausmaß?? ist das völlig normal???

Bitte helft mir,


Vielen, vielen Dank- Eure Nicole

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24. Januar 2002 um 9:51

Zunächst herzlichen Dank
Liebe temptress,


erst mal lieben Dank, daß du dir so viel Mühe gemacht hast, und in einem gewissen Sinne hast Du sicher recht, wenn Kinder Figuren sehen, woher sie sie auch immer kennen, und sich damit auseinandersetzen.
Aber ich sehe meine Problematik etwas anders, weil sich das Verhalten wieder so zeigt, wie bereits vor einem Jahr, und da war ich mir sicher, daß es um Verarbeitungsprozesse bezüglich ihres Vaters ging. Dennoch werde ich wohl nicht umhin kommen, sie einfach weiter zu beobachten, und sie " machen zu lassen"
Wenn auch mit sehr gemischten, ängstlichen Gefühlen, und eben dieser Hilflosigkeit.Ich möchte ihr so gerne das gefühl geben in solch einer Situation, daß ich bei ihr bin, sie beruhige, aber sie nimmt es ja nicht wahr, steigert sich in den Prozeß rein..das gefällt mir nicht, und ich will mich nicht mit der Tatsache abfinden, nichts tun zu können, oder eventuell etwas zu übersehen, was sich eventuell später als Fehler darstellen könnte, vertsehst Du?
Trotzdem lieben Dank, und weiterhin alles Liebe..


Nicole

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24. Januar 2002 um 10:21

Träume sind nicht immer Schäume...
Liebe Nicole,
es ist sicher für Dich eine schwirige Situation und Du hast immer die Angst im Nacken, was passiert wohl diese Nacht?

Träumen, als Verarbeitung und Dingen im Fernsehen oder die Vorstellung von irgendwelchen Monstern sind in Kindesalter auch normal.
Auch meine Tochter (sie ist 3 Jahre alt) träumt viel und auch lautstark mit Ängsten, das sie weint. Aber Dein Kind schreit und ist apatisch, wie Du das beschreibst. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es sich nur um Schlafwandeln handelt. Das würde mir auch Angst machen. Ich halte dieses Träumen nicht unbedingt für normal.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sie Probleme hat, die familäre Situation mit allen Veränderungen (ob gut oder schlecht) zu bewältigen. Auch wenn Du einen neuen Partner hast mit dem sie offensichtlich gut auskommt heißt das ja noch lange nicht, dass sie auch die Aggressivität des Kindesvaters gegen Dich, was sie gesehen hat, verarbeitet hat. Wir können nicht immer erklären, was so ein kleines Kind von dem versteht was es sieht (oder auch vielen Kinder angetan wird) oder inwieweit es alles nervlich verarbeitet.

Ich würde auf jedem Fall dem Kinderarzt konsultieren und ihm die Sache schildern. Wenn er keine Abhilfe schaffen kann, sollte er zumindestens Adressen von Beratungsstellen vermitteln können. Ich würde mir lieber fachlich Gewissheit verschaffen, als möglicherweise irgendwas zu übergehen.

Ich wünsche Dir bald wieder ruhige Nächte.

Alles Liebe für Euch. Kati

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24. Januar 2002 um 12:13

Nachtschreck
Hallo Nicole,
erst letztens habe ich einen Bericht über den sogenannten "Nachtschreck" gelesen, in dem beschrieben wird das Kinder einfach aus dem Schlaf herausgerissen werden, wildes Zeug brabbeln, Angst haben ect. Also ganz das was Du beschreibst. Leider weiß ich nicht mehr wo ich es gelesen habe. Ich weiß nur noch, das dort empfohlen wurde die Kinder zu wecken!
Vielleicht suchst Du Dir einfach noch Info´s dazu, ich kann Dir leider nicht mehr anbieten Wünsche Dir aber viel Glück, gute Nerven und bald wieder schöne Träume
*winke* Monika

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24. Januar 2002 um 12:37

... ich nochmal....
... jetzt habe ich mich für Dich ein bischen schlau gemacht und habe bei www.eltern.de etwas gefunden. Du muß nur bei "suchen:Nachtschreck" eingeben
byby Monika

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24. Januar 2002 um 15:35

Vielleicht doch zum Kinderarzt?
Bei unserem Sohnemann (eigentlich ist er ja "nur" der Sohn meines Mannes) war es ähnlich. Zwar nicht ganz so extrem, denn er ließ sich recht leicht wecken und konnte oft auch erzählen, was er geträumt hatte.Er war damals aber schon 5 und ging damit vielleicht etwas anders um. Auf jeden Fall hatte er fast jede Nacht mindestens einen furchtbaren Albtraum und war dann immer total verstört. Wir waren dann mit ihm beim Kinderarzt und der hat uns an einen Kinderpsychologen verwiesen, denn diese Träume hatten mit der Trennung seiner Eltern zu tun. Er hatte leider die ganze schreckliche Geschichte mitbekommen (Seine Mutter hatte versucht, meinen Mann mit einer Axt zu erschlagen!!).
Heute hat unser Großer äußerst selten mal einen Albtraum - meist nur nach Besuchen bei seiner Mutter - und ist insgesamt sehr viel ausgeglichener.

Dsa große Problem bei den lieben Kleinen ist scheinbar, daß sie viel zu viel mitbekommen, was sie noch gar nicht verstehen können. Und was sie nicht verstehen, können sie auch nicht verarbeiten. Das müssen wir ihnen dann wohl helfen.

Ich wünsche dir und deinem Töchterlein alles Gute
Stoffel

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24. Januar 2002 um 19:31
In Antwort auf paloma_12722357

Vielleicht doch zum Kinderarzt?
Bei unserem Sohnemann (eigentlich ist er ja "nur" der Sohn meines Mannes) war es ähnlich. Zwar nicht ganz so extrem, denn er ließ sich recht leicht wecken und konnte oft auch erzählen, was er geträumt hatte.Er war damals aber schon 5 und ging damit vielleicht etwas anders um. Auf jeden Fall hatte er fast jede Nacht mindestens einen furchtbaren Albtraum und war dann immer total verstört. Wir waren dann mit ihm beim Kinderarzt und der hat uns an einen Kinderpsychologen verwiesen, denn diese Träume hatten mit der Trennung seiner Eltern zu tun. Er hatte leider die ganze schreckliche Geschichte mitbekommen (Seine Mutter hatte versucht, meinen Mann mit einer Axt zu erschlagen!!).
Heute hat unser Großer äußerst selten mal einen Albtraum - meist nur nach Besuchen bei seiner Mutter - und ist insgesamt sehr viel ausgeglichener.

Dsa große Problem bei den lieben Kleinen ist scheinbar, daß sie viel zu viel mitbekommen, was sie noch gar nicht verstehen können. Und was sie nicht verstehen, können sie auch nicht verarbeiten. Das müssen wir ihnen dann wohl helfen.

Ich wünsche dir und deinem Töchterlein alles Gute
Stoffel

Vielen DANK
Ihr seid echt ALLE so lieb.......
Ich wußte, daß es hier das richtige Forum ist, dieses Problem anzusprechen.
IHR habt ALLE ein bißchen dazu beigetragen, daß ich mich wohl doch nicht irre, und mir eventuell fachliche Hilfe holen sollte.
Vorallem und im Wesentlichen im Sinne meiner Tochter.
Habt herzlichen Dank, und ich bin natürlich nach wie vor weiterhin an guten Tips und Erfahrungen interessiert.

Es ist schön, zu wissen, daß man hier nicht alleine ist...


Nicole

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