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Kinderlos glücklich

2. Februar 2013 um 5:42 Letzte Antwort: 8. November 2013 um 12:18

Hallo zusammen,

ich wollte mal etwas darüber loswerden, dass man auch ohne Kinder glücklich sein kann.
Wir haben jahrelang versucht, Kinder zu bekommen. Ich habe mehrere Scheinschwangerschaften hinter mir und habe jedes Jahr mehrere Heulanfälle bekommen, weil ich mir unnütz vorkam, in meinem Körper, der nicht in der Lage war, dieses kleine Wunder zu vollbringen. Ende letzten Jahres dann, habe ich umgedacht. Habe mich auf ein Leben ohne Kinder eingestellt. Es hat auch durchaus Vorteile. Ich kann arbeiten, Geld verdienen, es für uns ausgeben. Wir müssen auf nichts großartiges verzichten, können Pläne verfolgen. Das Wochenende gehört uns. Wir können dann so lange schlafen, wie wir wollen, im Bett frühstücken. Wir können das Geld für uns ausgeben und schöne Zeit miteinander und unseren Freunden verbringen.

Ich weiß, dass jetzt viele von euch denken, dass das egoistisch sei und dass man kein tieffühlender Mensch sein könne, wenn man keine Kinder hat.

Dem widerspreche ich hiermit. Mein Mann ist ein sehr empathischer Mensch und ich bin auch ein ziemliches Sensibelchen. Aber wer weiß, vielleicht steht uns ausgerechnet das im Wege. Letztes Jahr war ich schwanger. Genaue sechs Wochen. Ich hatte in dieser Zeit so viel Angst, dass sich die Schwangerschaft nicht hält ... Und dann hielt sie auch nicht. Zumindest wissen wir jetzt, dass es aber möglich ist und wir beide fruchtbar sind. Trotzdem habe ich mich vom Kinderwunsch verabschiedet. Ich bin mittlerweile über 35, mein Mann ist 51. Wir hätten es schon gerne gehabt, später mit dem Kind mithalten zu können, aber wenn es so spät käme .... wir werden auch nicht jünger.

Wir waren von Anfang an beide bereit, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen, aber es hat nicht sein sollen. Manchmal sollte man einfach die Tatsachen akzeptieren. Deshalb bin ich in unserem Fall gegen die künstliche Befruchtung. Ich sehe ein Kind als Geschenk. Würde ich mich künstlich befruchten lassen und das Kind wäre schwer krank ..., ich würde es höchstwahrscheinlich bereuen. Und ich möchte froh sein, dass es unser Kind gibt.

Vielleicht ist das hier, für die eine oder andere eine Hilfe gewesen.

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16. Februar 2013 um 13:53

Respekt!
Du bist eine starke Frau! Vielleicht klappts ja jetzt ohne Druck dich noch mit Nachwuchs... und wenn nicht habt ihr euch und haltet zusammen! Ihr scheint fest im Leben zu stehen. Wünsche euch als gute!

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16. Februar 2013 um 23:26

Finde es top
Für mich stand und steht Familie auch auf Nr 1 aber ich gebe dir recht,wenns nicht sein soll,soll es nicht sein! Ich finde es klasse das du so denkst und lebst! Üben noch am 3 Kind das schon 12 Monate mit einer Pause also jetzt 9 üz und es klappt einfach nicht! Wenn es in dem nächsten üz nicht klappt will ich auch einfach nicht mehr hibbeln. Was bringt das leben wenn man nur depri ist? Finde dieser Text gibt mut! Machmal muss man einfach einen Schlussstrich ziehen! Falls es irgendwann trotzdem noch klappt wäre ich natürlich sehr glücklich und ich denke du auch! alles gut dir und deinem Mann egal ob irgendwann doch mit Kind oder ohne!

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19. Februar 2013 um 20:34

Danke euch!
Genau deshalb habe ich diesen Beitrag auch geschrieben: um Mut zu machen und zum Loslassen zu animieren. Oft steht der Wunsch allein im Weg. Frau muss sich aber den Kopf nicht zermartern. Man kann auch eine sehr liebevolle und liebenswerte Person sein, ohne dass man ein Kind geboren haben muss. Wir haben dann eben eine andere Aufgabe im Leben. Vielleicht stehen wir uns mit dem Traum von Kindern selbt im Weg und sehen nicht, was uns vielleicht glücklicher machen würde, als nur die Rolle der Hausfrau und Mutter. Nicht nur Kinder sind wertvoll. Es gibt auch wertvolle
Erwachsene, die man begleiten kann. So viele "verlorene Kinder". Ich bin nicht mehr traurig. Und freue mich, dass ihr meine Einstellung unterstützt. Danke.

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21. August 2013 um 18:54

Sehe ich genauso
Finde deinen Text echt gut. Ich kann aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen hätte mich aber auch so gegen Kinder entschieden. Wir führen eine reine Wochenendbeziehung und wenn ich dann sehe zu welchen Problemen die Kinder bei allen Bekannten (wir sind die einzigen im Bekanntenkreis ohne KInd) führen sei es nun berufsmäßig oder familiär schätze ich mich glücklich das es so ist

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21. August 2013 um 21:06

Vorteile
Ja, nettesie23, ich entdecke auch nach so vielen Jahren des "Verrücktmachens" endlich die Vorteile der Kinderlosigkeit. Man ist nicht zwangsläufig egoistisch oder rücksichtslos, nur weil man keine Kinder großzieht. Ich kannte und sehe heute noch genug egoistische und rücksichtlose Mütter und Väter, die ich mir auch nicht mal als Eltern wünschen würde. Kinderlose Frauen sind oft sehr sanft, verletzlich und haben viel Charme. Oft wird dann auch in der Partnerschaft viel Rücksicht auf den anderen genommen und die gegenseitigen Bedürfnisse werden respektiert. Man kümmert sich umeinander, anstatt zu kämpfen und zu streiten, wer jetzt der Verantwortungsträger ist.
Ich genieße es, die Nummer Eins zu sein, genauso wie für meinen Partner zu sorgen und ihn zu verwöhnen. Anstatt Vorwürfe und unfairer Erwartungen bringen wir uns Dankbarkeit entgegen und akzeptieren die Schwächen des anderen. Das steht im Familientrubel oft hinten an, weil man ja für die Kinder stark zu sein habe.
Ich denke mittlerweile, dass für uns beide die Kinderlosigkeit viel Freiheit und Energiekapazitäten mit sich bringt, die wir in unserem Umfeld, bei Freunden, Arbeitskollegen und Familienmitgliedern zum Nutzen einsetzen können. Wir sind mit unseren Gedanken nicht auf einen kleinen Familienkreis und die dazugehörende Verantwortung beschränkt, sondern können unsere Interessen auf das Außerhalb von zu Hause ausdehnen. Mittlerweile freue ich mich, dass ich die Möglichkeit habe, mir meine Aufgaben selbst auszusuchen und in Ruhe älter und reifer werden kann. Es ist schön, statt fremdbestimmt, selbstbestimmt sein Leben zu meistern und es ist einfacher, mit anderen Dinge auszuhandeln, ohne sie endlos erklären und gegen den Trotz ankämpfen zu müssen. Kinder zu erziehen erfordert so viel Geduld und es verspricht nicht zwangsläufig Erfolg oder eine Absicherung fürs Alter. Die Enttäuschung, vom eigenen Kind im Stich gelassen zu werden tut einer Mutter zutiefst weh, die dann u.U. verbittert. Ich bringe mich in Beziehungen immer mehr ein als andere und eine Zurückweisung meines eigenen Kindes würde mich mit größter Wahrscheinlichkeit in tiefe Depressionen stürzen. Aus meinem letzten Griechenlandurlaub habe ich eine Weisheit mitgebracht, die sich in diesem Fall bewährt: "Das was dir passiert, ist für dich das Beste". Und heute habe ich die Überzeugung, dass die kinderlose Freiheit und Unabhängigkeit genau das ist, was ich mir schon als kleines Kind gewünscht habe. Ich bin froh, dass es ist, wie es ist.

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21. August 2013 um 21:50


Respekt für deinen Text...

ich habe auch recht lange gebraucht um schwanger zu werden und bin jetzt mutter einer mittlerweile 2,5 jährigen tochter. wie das schicksal es so will ist sie chronisch krank aber um nix in der welt würde ich das rückgängig machen. ich habe nicht eine sekunde mit dem gedanken verschwendet "hätte ich doch lieber..."
denn erst als mutter, lernt und fühlt man was bedinungslose liebe bedeutet. keine freundin, kein mann...kein hund und auch keine katze kommen dem nahe oder könnten das ersetzten. wir sind als familie stark wie ein baum gewachsen, jeder schlägt seine wurzeln und doch sind wir eins. und das eine partnerschaft anfängt zu leiden liegt einzig und alleine daran das man sich keine zeit nimmt und freiräume schafft, das ist aber eigenes versagen und nicht erkennen. wir nehmen und bewusst zeit für den jeweils anderen und sind die letzten jahre sehr gut damit zurecht gekommen. man darf sich selber nicht vergessen und vor allem akzeptieren das man ebend nicht nur mama oder papa ist sondern auch mann und frau. bei uns nimmt sich jeder zeit für sich selbst, wir unterstützen und gegenseitig in allem was wir uns wünschen und vor haben. sicherlich ist man nicht so frei wie ohne kind, vor allem wenn es klein und auf seine eltern angewiesen ist aber das ist normal dafür bedarf es nicht mal gesunden menschenverstand um das zu verstehen. babys werden zu kindern und irgendwann auch erwachsen. enttäuscht muss man im leben oft zurückstecken. es kommt darauf an wie man damit umgeht. eltern sein ist nicht alles und für den einen oder anderen auch nicht das wichtigste aber es ist eine ebene die mit keiner anderen zu vergleichen ist und ich bin froh das ich dies erleben darf.
und enttäuscht sein wenn dein kind dich im stich lässt? was passiert wenn dein partner dich im stich lässt? muss man sich da dann für ein single leben entscheiden?
natürlich kann man auch kinderlos glücklich sein, warum nicht? nur weil alle anderen kinder haben muss man nicht auch welche haben! da gebe ich dir recht! jedoch glaube ich liegt es unweigerlich in unsere natur nachkommen zu zeugen...
ob ich später mal stolz sein werde auf meine tochter? ob sie mich nicht enttäuscht oder gar ich sie? ob sie mich im alter pflegen wird? ob man einfach lieber aufhören sollte an "was wenn?" zu denken?! ja- den wir leben im hier und jetzt und glück kann man nicht finden es ist ein zustand für den man sich bewusst entscheiden kann!
ich finde es ein wenig beschämend zu lesen das kinder nicht zwangsläufig erfolg versprechen...ich setzt doch kein kind in die welt damit es so ist wie ich es will oder gar das macht was ich will?!
Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.

J. W. von Goethe


shiva

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22. August 2013 um 21:20

So wie es eben ist ...
jedem das Seine.

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22. August 2013 um 21:40

Shiva,
mit Erfolg meine ich, dass alle Eltern sich wünschen, auf ihre Kinder stolz zu sein. Ich habe auch nicht gesagt, oder gemeint, dass man auf Kinderkriegen verzichten sollte. Es liegt vielleicht in unserer Natur, Nachkommen zu zeugen, aber die Natur meint wohl auch, dass es auch Ausnahmen geben muss, und wir gehören eben dazu. Ich habe das Pro und Kontra zehn Jahre lang gezwungernermaßen erwogen und habe genug Beispiele und Aussagen von jungen aber auch Eltern, deren Kinder mittlerweile erwachsen sind, gesammelt und verarbeitet. Ich wage deshalb zu behaupten, dass ich aufgrund der vielen Informationen ein objektives Bild schaffen und für meine Situation die beste Einstellung herausziehen konnte. Bedingungslose Liebe ist übrigens auch möglich, wenn man kein Kind zur Welt gebracht hat. Das ist eine Sache der inneren Reife und Einstellung. Ich wiederhole, ich sage nicht, es sei besser, keine Kinder zu bekommen, obwohl das vielleicht meiner Meinung nach, auf den einen oder anderen zutreffen würde. Ich finde aber auch, dass jeder andere eine Entscheidung gegen die Elternschaft (gewollt oder ungewollt) respektieren sollte und sich neidfrei damit auseinandersetzen könnte. Das würde lediglich von freiem und realistischem Denken zeugen und es wäre ein Schritt in eine schönere Welt, indem wir bei uns anfangen würden und somit auf die Notwendigkeit verzichten könnten, diesbezüglich unsere Hoffnungen in unsere Kinder zu setzen. Die haben's schon schwer genug.

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26. August 2013 um 15:35
In Antwort auf aimi_12266758

Vorteile
Ja, nettesie23, ich entdecke auch nach so vielen Jahren des "Verrücktmachens" endlich die Vorteile der Kinderlosigkeit. Man ist nicht zwangsläufig egoistisch oder rücksichtslos, nur weil man keine Kinder großzieht. Ich kannte und sehe heute noch genug egoistische und rücksichtlose Mütter und Väter, die ich mir auch nicht mal als Eltern wünschen würde. Kinderlose Frauen sind oft sehr sanft, verletzlich und haben viel Charme. Oft wird dann auch in der Partnerschaft viel Rücksicht auf den anderen genommen und die gegenseitigen Bedürfnisse werden respektiert. Man kümmert sich umeinander, anstatt zu kämpfen und zu streiten, wer jetzt der Verantwortungsträger ist.
Ich genieße es, die Nummer Eins zu sein, genauso wie für meinen Partner zu sorgen und ihn zu verwöhnen. Anstatt Vorwürfe und unfairer Erwartungen bringen wir uns Dankbarkeit entgegen und akzeptieren die Schwächen des anderen. Das steht im Familientrubel oft hinten an, weil man ja für die Kinder stark zu sein habe.
Ich denke mittlerweile, dass für uns beide die Kinderlosigkeit viel Freiheit und Energiekapazitäten mit sich bringt, die wir in unserem Umfeld, bei Freunden, Arbeitskollegen und Familienmitgliedern zum Nutzen einsetzen können. Wir sind mit unseren Gedanken nicht auf einen kleinen Familienkreis und die dazugehörende Verantwortung beschränkt, sondern können unsere Interessen auf das Außerhalb von zu Hause ausdehnen. Mittlerweile freue ich mich, dass ich die Möglichkeit habe, mir meine Aufgaben selbst auszusuchen und in Ruhe älter und reifer werden kann. Es ist schön, statt fremdbestimmt, selbstbestimmt sein Leben zu meistern und es ist einfacher, mit anderen Dinge auszuhandeln, ohne sie endlos erklären und gegen den Trotz ankämpfen zu müssen. Kinder zu erziehen erfordert so viel Geduld und es verspricht nicht zwangsläufig Erfolg oder eine Absicherung fürs Alter. Die Enttäuschung, vom eigenen Kind im Stich gelassen zu werden tut einer Mutter zutiefst weh, die dann u.U. verbittert. Ich bringe mich in Beziehungen immer mehr ein als andere und eine Zurückweisung meines eigenen Kindes würde mich mit größter Wahrscheinlichkeit in tiefe Depressionen stürzen. Aus meinem letzten Griechenlandurlaub habe ich eine Weisheit mitgebracht, die sich in diesem Fall bewährt: "Das was dir passiert, ist für dich das Beste". Und heute habe ich die Überzeugung, dass die kinderlose Freiheit und Unabhängigkeit genau das ist, was ich mir schon als kleines Kind gewünscht habe. Ich bin froh, dass es ist, wie es ist.

Danke!
Liebe suntsa, ich bin grad zufällig auf Deinen Text gestoßen und will Dir danke sagen. Du sprichst mir aus der Seele, mit dem was Du schreibst. Ich habe mich zwar noch nicht 100 prozentig von meinem Kinderwunsch verabschiedet - befinde mich gerade im zweiten Versuch einer künstlichen Befruchtung - aber ich sehe gerade dem vermeintlichen SuperGAU ins Auge, was ist wenn es wirklich nicht klappt. Ich bin fast 40 und mein Mann ist es schon und wir probieren seit Jahren alles Mögliche. So langsam habe ich auch keine Lust mehr und beginne, mein Leben wieder zu genießen. Es hat wirklich viele Vorteile, keine Kinder zu haben und natürlich sind wir deshalb keine schlechteren Menschen. Bei mir ist es nur einfach so, dass ich etwas hinterlassen will auf dieser Welt, etwas das mich sozusagen überlebt. Aber das kann ja auch ein soziales Engagement sein oder einfach ein großes offenes Herz für andere. Jedenfalls nochmal vielen lieben Dank für Deine Zeilen! Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt und so ist es am besten.
Liebe Grüße und alles Gute, stoffffel

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27. August 2013 um 23:04

Hallo helenaxxx,
ich finde nicht, dass ich meine Einstellung zur IVF im "abfälligen" Ton wiedergegeben habe. Du empfindest das vielleicht so, aber ich kann nichts dafür, wie meine Ausführungen bei dir ankommen. Ich werde mich an dieser Stelle auch nicht dafür rechtfertigen, warum ich das so sehe. Wer der Meinung ist, dass IVF etwas für ihn (sie) ist, wäre ich die letzte, die es einem ausreden wollte. Das ist bei dir anscheinend falsch angekommen. Mit Empathie hat das nichts zu tun. Auch das Forum sehe ich nicht als falsch gewählt. Ich habe es komplett durchgelesen und sehr wohl das Leid der Frauen mitbekommen, bei denen es mit der Schwangerschaft NICHT klappt. Für DIESE Frauen ist mein Beitrag gedacht. Wenn du hier weiter liest, wirst du auch feststellen, dass er auch schon seinen Zweck erfüllen konnte (Danke an dieser Stelle an stoffffel, nettesie23, prinzessinheidi und knuddel819).

Das Leben ist mehr, eine Frau ist mehr, als dass sie sich nur über das Muttersein definieren müsste. Zwischen den Zeilen lese ich bei dir, dass ich schlechtes Gewissen haben und mich für ein Nichts halten müsste, bloss weil ich keine Mutter bin. Das finde ich beleidigend und erst recht sehr unsensibel.
Du hast anscheinend nicht verstanden, dass man manche Dinge nicht erzwingen kann, auch nicht muss und lernen kann, Tatsachen zu akzeptieren. Darum geht es hier.

Wenn du einer Frau, die seit Jahren vergeblich versucht, ein Kind zu bekommen sagst, "mach weiter damit", sagst du ihr, sie soll sich weiter das Kind wünschen, sich und den Partner massiv unter Druck setzen, Unmengen an Geld ausgeben, sich ständig selbst für ihre "Unfähigkeit" bestrafen und ihr wertvolles Leben somit einfach nicht zu leben. Ich habe nichts dagegen, wenn eine Frau sich freiwillig dazu entscheidet, dieses Märtyrium weiter über sich ergehen zu lassen. Mein Ding ist es nicht.

Ich habe eine Nichte, bei deren Geburt ich dabei war. Ich habe sie noch vor der Mutter im Arm gehalten und eine starke Bindung aufgebaut. Sie war ein paar Jahre auch "meine" Tochter. Aber aufgrund von gewissen Umständen musste ich dieses Band trennen. Ich weiß, wie es ist, wenn das Kind nachts aufgrund von Kolliken schreit und in deinen Armen Erleichterung findet und seelig einschläft. Ich weiß auch, wie es sich anfühlt, wenn dir das Kind sagt, du seist Penelope. Und Penelope sei ein lieber Mensch. Ein ganz lieber Mensch. Und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man es in einem Moment hört, in dem man gerade schrecklich an sich zweifelt. Das sind nur Beispiele. Ich kenne es, Muttergefühle zu haben. Ich bin nicht aus Stein. Und die bedingungslose Liebe der Kinder zu bekommen ist mir nicht fremd. Diese Erfahrung war sehr wertvoll für mich und ich möchte es nicht missen.

Trotzdem ist es eine TATSACHE, über die es nichts zu diskutieren gibt, dass ich KEINE Kinder haben werde. Und wirklich, ich habe keine Lust, mir von dir sagen zu lassen, dass "Freunde, Reisen und Haustiere" nichts wert wären, bloss weil man kein Kind zur Welt gebracht hat. Man kann Freunde lieben und von ihnen geliebt werden, während der Reisen wundervolle Begegnungen machen, eine sehr energiespendende Zeit erleben und Tiere sind oft sensibler, als so mancher Mensch.

Ich halte es für einen großen Fehler, sein Lebensglück von Nachkommen abhängig zu machen. Stoffffel hat recht, wenn sie sagt, dass sie auch auf eine andere Art und Weise der Nachwelt etwas hinterlassen kann. Und das erfordert mitunter oft nicht weniger Engagement und harte Arbeit als Kinder großzuziehen.

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28. August 2013 um 15:00

Muss mich jetzt auch nochmal zu Wort melden...
Jeder definiert Glück eben anders. Und man kann auch nicht "denken", dass man ohne Kinder glücklich sein kann. Entweder man ist es, oder man ist es nicht. Ich glaube auch nicht, dass das Leben mit Kindern so wahnsinnig viel besser oder glücklicher ist. Es ist nur anders. Man strebt ja auch immer nach Dingen, die man gerade nicht hat. Ich meine, es ist ein Trugschluss, zu denken, ja wenn ich dann ein Kind habe, dann erst bin ich glücklich. Nein. Ich bin jetzt glücklich. Mit meinem Mann, mit meinen Freunden, mit meinem Hund. Nicht in der Zukunft. Trotzdem wünsche ich mir im Moment auch nichts sehnlicher als ein Kind. Es ist mein Traum, ja. Aber wenn er sich nicht erfüllt, soll ich dann deswegen den Rest meines Lebens unglücklich sein? Oder anders ausgedrückt, "darf" ich dann nicht glücklich sein? Mir wird gar nichts anderes übrig bleiben, als mein Glück in anderen Dingen zu suchen. Und zu finden. Das wünsche ich Euch allen!

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29. August 2013 um 20:17

Ich würde
an deiner Stelle mehr nachdenken, bevor du pauschalisierst, verallgemeinerst und Urteile fällst, ohne dass du überhaupt weißt, über wen oder was du sprichst. Du solltest dich schämen.
So ein Denken zeugt nicht von viel Horizont. Aber das kann ich hier wohl nicht erwarten. Werde daher verzichten, es hier weiter zu kommentieren.

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31. August 2013 um 20:05

Vielen Dank,
aber deine "Analyse" und "Hilfe" sind vollkommen überflüssig. Es geht mir gut. Ich fühle mich wohl so, wie es ist. Würden wir unerwarteterweise irgendwann ein Kind bekommen, würde ich mich freuen und es willkommen heißen. Aber wenn nicht, dann bin ich trotzdem glücklich und zufrieden. Von den Bemühungen in dieser Hinsicht sehe ich einfach ab. Und ich fühle mich gut damit.

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18. September 2013 um 14:27


Hallo,
ich selber finde wann man Kinder bekommt oder ob man Sie überhaupt bekommt ist jedem selber Überlassen. natürlich muss man bedenken, dass es aber einem gewissen alter nicht mehr von Vorteil ist ein Kind zu zeugen. Aber in den Beiträgen kann man finde ich auch entnehmen das es für das paar glaube ich schwer war das ganze so zu akzeptieren. Wenn Sie sagt ich bin und fühle mich so glücklich wie ich bin dann finde ich das gut und wünsche den beiden alles gute. Ich selber versuche seit Februar mit meinem Paner ein Baby zu zeugen und ich werde überglücklich sein wenn es klappt. Ich denke ein baby ist einfach das i-pünckchen in einer Beziehung es schweißt zusammen und verbindet. natürlich muss man mit Kindern mehr verantwortung übernehemen aber ich denke man macht es dann auch gerne....

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19. September 2013 um 20:46
In Antwort auf hedy_12377848


Hallo,
ich selber finde wann man Kinder bekommt oder ob man Sie überhaupt bekommt ist jedem selber Überlassen. natürlich muss man bedenken, dass es aber einem gewissen alter nicht mehr von Vorteil ist ein Kind zu zeugen. Aber in den Beiträgen kann man finde ich auch entnehmen das es für das paar glaube ich schwer war das ganze so zu akzeptieren. Wenn Sie sagt ich bin und fühle mich so glücklich wie ich bin dann finde ich das gut und wünsche den beiden alles gute. Ich selber versuche seit Februar mit meinem Paner ein Baby zu zeugen und ich werde überglücklich sein wenn es klappt. Ich denke ein baby ist einfach das i-pünckchen in einer Beziehung es schweißt zusammen und verbindet. natürlich muss man mit Kindern mehr verantwortung übernehemen aber ich denke man macht es dann auch gerne....

Ich danke dir
und wünsche euch viel Glück auf dem Weg zu einer Familie. Das Beste ist, du konzentrierst dich auf Dinge, die dir Spaß machen und denkst nur nebenbei an deinen Eisprung. Und vergisst deinen Wunsch direkt beim Herzeln. Nimm dir einfach etwas Schönes vor und bring da deine Energie rein. In einen glücklichen Körper zieht eher ein "Mitbewohner" ein :cool. Für eine Frau ist der Kinderwunsch nicht ohne, deshalb sollten es auch andere ernst nehmen. Rede deshalb darüber mit Leuten, die dir wohlgesonnen sind, damit du bei dem ganzen locker bleibst. Es schwuppt schon

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8. November 2013 um 11:52

Interview für eine französiche Journalistin?
Hallo Suntsa,
Ich habe Ihre Nachrichte gelesen und finde es sehr interessant. Ich bin persönlich eine französiche Journalistin, die mit Marie-Claire arbeite und ich bin dabei, einen Artikel ûber die deutsche Frauen, die kinderlos sind, jeder das was eine klare Entscheidung, noch das Schwangerschaft einfach nicht geschehen ist, aber für die kinderlos sein, ist nicht ein Misserfolg.
Vielleicht würden Sie einverstanden sein, um mir zu treffen, wenn ich in Deutschland bin? Ich soll mit dem Artikel um den 25 November verdig sein, dass heisst ich soll bald kommen!
Dann, das hängt vor Ihre Stadt, und natürlich, wenn Sie eine bisschen Zeit für eine Treffung haben!
Das kann auch kurz sein, wenn Sie sehr beschäftigt sind. Ich würde gern besser diese deutsche Erscheinung verstehen, dass ein grosser Augenmass der Frauen keine Kinder haben (kein guter Mann, KArriere, Freiheit...)

Alles gutes zu Ihnen,

Delphine Bauer
Journalistin
+33 (0) 6 22 71 92 29
www.youpress.fr

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8. November 2013 um 12:18

Toll das du so denkst
Es war bestimmt schwer für euch immer wieder zu versuchen schwanger zu werden und die vielen Rückschläge durchzustehen.
Ich bewundere dich das ihr euch jetzt damit abgefunden habt keine Kinder zu haben und so gut damit zurecht kommt.

ich versuche momentan auch immer wieder einen Plan für unser Leben zu machen wenn wir kein weiteres Kind bekommen können. Wir haben schon ein Mädchen und mit einem Geschwisterchen will es noch nicht so richtig klappen.

lg

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