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Kinderarmut

13. September 2007 um 11:10

In der letzten Diskusion, in der ich mitgeschrieben habe, ging es über themen wie das man seinem kind liebe, gute wirtschaftliche verhältnisse... bieten sollte.
manche wollten einem dann doch echt klar machen, dass es in manchen familien nicht soo gut ausshieht aber wir doch in deutschland sind und es hier keine armut gäbe...

ich mache meine ausbildung zur erzieherin und wir haben einen text von der caritas bekommen "in Deutschland wird ARMUT geleugnet".

- es sind geschätzte 3 Millionen Kinder in Deutschland die in Armut leben.

- Rund eine Million der Sozialhilfeempfänger sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

-Über 7,6 % derjenigen, die in Haushalten mit Kindern lebten, waren 1996 in Westdeutschland einkommensarm, bei den größeren Familien mit 3 und mehr Kinder sogar 16,2%. Im osten fallen Ergebnisse noch höher aus, bei den Familien mit mehr als 2 Kindern spring die Quote auf 45,5%.

- Großen Einfluss auf das Armutrisiko hat die Anzahl der Geschwister: Hat ein Kind in den alten Bundesländern 2 oder mehr Geschwister, steigt das Risiko, arm zu sein, auf das Zweifache im Vergleich zu geschwisterlosen Kindern.In den neuen Bundesländern steigt es auf das Dreifache.

-Bri den Alleinerziehenden mit zwei Kindern finden sich beinahe 60% Sozialhilfeempfänger
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Armut bedeutet für Kinder eine starke Beschränkung ihrer Erfahrungen, Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten, d.h eine Verringerung der Chancen des einzelnen KIndes, seuine individuellen Anlagen zu entfalten.
Armut bedeutet auch für Kinder, auf Güter in hohem Ausmaß verzichten zu müssen. [...]
Außerdem ist Armut oft mit Fehlernährung und gesundheitlichen Belastungen verbunden.
Kinder die in Armut leben tendieren einer Seits oft zu depressiven Verhalten, Ängstlichkeit und Gefühl der Hilflosigkeit, andererseits zu aggressiven Verhalten und Normverstößen.
Seit langem ist auch bekannt, dass Kinder aus wirtschaftlich schlechter gestellten Elternhäsuern in ihrer Sprach und Intelligenzentwicklung mit Kindern aus besser situierten Elternhäusern nicht mithalten nd den Besuch weiterführender Schulen weniger anstreben.

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und nun sagt doch noch mal einer das es auf wirtschaftliche Verhältnisse heut zu Tage nicht mehr ankommt!!

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13. September 2007 um 14:22

...
stimme bianca zu, es geht darum wie man mit dem geld umgeht. glaubst du etwa wirklich, wenn es mehr geld für kinder geben würde das es bei ihnen angkommt?! ich denke nicht.
im übrigen kann man armut beliebig definieren.

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13. September 2007 um 17:06
In Antwort auf nekane_12873998

...
stimme bianca zu, es geht darum wie man mit dem geld umgeht. glaubst du etwa wirklich, wenn es mehr geld für kinder geben würde das es bei ihnen angkommt?! ich denke nicht.
im übrigen kann man armut beliebig definieren.

^^
man die überschrift meines textes scheint ja schon einmal zu stimmen...
"in Deutschland wird ARMUT geleugnet"...
ich denke nicht das damit die familien gemeint sind die sich im monat noch 15 euro für eine musikschule leisten können, damit sind die familien gemeint die am existenzminimum leben, die nicht mal genug geld für nahrung haben und ihre kinder nach der schule in irgendwelche kantinen für arme schicken müssen! dieser text ist fakt da brauch man nichts anmerken was nicht stimmt!

@ bianca ich finde es schön das du deinen kindern, obwohl du wenig geld hast noch etwas leistest und bietest vor allem sachen bei denen sie lernen und spaß haben, aber das können eben nicht alle eltern!

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13. September 2007 um 19:40

!
achso na dann sag ich meiner politik lehrerin das wir das thema nicht weiter durchnehmen müssen, ist garnicht so schlimm wie es im text steht in deutschland geht es allen kindern gut...
und die ganzen reportagen im fernsehen über irgendwelche hilfen wo kinder oder auch erwachsene hin kommen können damit sie mal eine warme mahlzeit bekommen oder wo sie sich gemüse und salat mitnehmen können den man im laden nicht mehr verkaufen kann die sind auch alle gestellt! alles supi heir in deutschland

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14. September 2007 um 9:29

Komisch
WIr lebten bis vor 2 Monaten auch noch von Hartz4. Unser Kind musste NICHT hungern, und es reichte sogar noch für ein angemeldetes Auto.
Klar, es ist nicht viel Geld. ABER es reicht durchaus für Essen. Man muss sich nur am Riemen reissen.
Und es heisst ja auch nicht, dass man ewig von Hartz4 leben muss. Aber wenn man sich selbst bemitleidet und den A... nicht hoch bekommt, dann ist das klar.

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14. September 2007 um 10:15
In Antwort auf romy_12636946

Komisch
WIr lebten bis vor 2 Monaten auch noch von Hartz4. Unser Kind musste NICHT hungern, und es reichte sogar noch für ein angemeldetes Auto.
Klar, es ist nicht viel Geld. ABER es reicht durchaus für Essen. Man muss sich nur am Riemen reissen.
Und es heisst ja auch nicht, dass man ewig von Hartz4 leben muss. Aber wenn man sich selbst bemitleidet und den A... nicht hoch bekommt, dann ist das klar.

Eumelchen
genauso ist es, es kommt auch darauf an wie man mit dem geld umgeht. wenn man es natürlich sinnlos ausgibt dann reicht es natürlich nicht

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27. September 2007 um 13:46

Mein Senf
Hier haben sich so viele Menschen zu diesem Thema geäußert die keine Ahnung haben. Jetzt bin ich Mal dran.

Kinderarmut in Deutschland gibt es doch! Ob der Staat oder Eltern, die unfähig sind mit ihrem Geld zu wirtschaften, die Schuld tragen ist nicht relevant. Meiner Meinung nach. Die Kinder leiden trotzdem.

Ich bin selbst in seeeehr schlechten und armen Verhältnissen groß geworden. Meine Mutter, zwei Onkel und zwei meiner Tanten (gelegentlich auch Oma mit ihrer Schwester) haben in einem Einfamilienhaus zusammen gelebt. Wir Kinder (6 Stück/ jede zwei) mittendrin (Väter gab es keine). Die hygienischen Bedingungen waren katastrophal. Oft haben einfache Dinge wie Toilettenpapier gefehlt. Ganz zu schweigen von Brot und ähnlichem. Hungern mussten wir im eigentlichem Sinne nicht (nicht so wie Kinder in der 3. Welt) aber ob Zuckerwasser und hartes Brot mit Kakao bestreut wirklich nahrhaft sind lass ich Mal dahin gestellt. Zum aufräumen war die Sippschaft zu faul und zum wirtschaften zu dumm oder egoistisch.

Allgemein kann ich sagen, daß keiner dieser Menschen eine Ausgeburt an Intelligenz ist. Sie konnten uns weder Werte noch Wissen vermitteln. Einzige Oma hat immer wieder versucht uns wenigstens ein wenig stabilität zu bieten und hat sich auch gerne mit uns beschäftigt. Von ihr habe ich viel Kraft und auch ein wenig Wissen (vor allem über soziales Verhalten) fürs Leben vermittelt bekommen. Sie war der wertvollste Mensch für mich.

Trotz all dieser Misstände ist aus drei von uns Kindern etwas geworden. Nämlich strebsame, arbeitende und anständige Menschen. Und das obwohl man mit aller Kraft versucht hat uns weiter in die Schublade zu sperren in die wir von Anbeginn unseres Lebens gesteckt wurden. Speziell die Menschen aus der Nachbarschaft haben an meiner Kinderseele sehr viel Schaden angerichtet. Wir wurden beäugt wie Parasiten und auch offen so behandelt. Traurige Welt.

Warum ich das alles erzähle? Kinder aus sozial benachteiligten Familien müssen nicht "enden wie ihre Eltern" und werden nicht grundsätzlich auch zum Sozialfall. Ich bin froh in meinem Leben dem ein oder anderen Menschen begegnet zu sein der mir trotz meines "sozialen Standes" das Gefühl gegeben hat etwas erreichen zu können und etwas wert zu sein. Es macht mich traurig zu sehen, daß immer noch so viele Menschen die gleichen Vorurteile gegen diese Kinder haben wie in meiner eigenen Kindheit auch. Und ich würde mich freuen wenn ich mit meinem Beitrag hier erreiche, daß der ein oder andere in Zukunft diese besonderen Kinder, die nur eine Chance wollen, mit anderen Augen zu betrachten.

LG

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28. September 2007 um 13:30

Wer setzt
den Maßstab? Meiner Meinung nach bedeutet Armut, daß es Menschen nicht möglich ist sich mit den nötigsten Dingen wie Lebensmitteln, warmer Kleidung und auch Bildung, zu versorgen. Selbst wenn die Eltern die Möglichkeit hätten und es doch nicht schaffen. Kinder sind dazu nicht in der Lage und leben dann gezwungener Maßen in Armut. Dein Statement ist einfach zu oberflächlich. Sorry.

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1. Oktober 2007 um 9:36

ALG2
Ich hab die ersten 4 Monate nach der Geburt von meinem Sohn von ALG2 gelebt.
Verdammte scheiße ich hatte noch nie vorher und auch nie mehr danach so viel Geld.Die Wohnung die mir bezahlt wurde konnt ich mir nicht leisten und mein Freund verdient nicht grad wenig und ich geh auch wieder halbtags Arbeiten.
Ich denke das es wohl ehr an den Eltern liegt und nich an dem Geld was sie haben.
Ehr kuken sich die Kinder das schlechte Verhalten bei den Schlechen Eltern ab

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9. Oktober 2007 um 1:34

Vielleicht..
solltest du selbst mal diesen tollen "text" kritisch hinterfragen,und hinter die kulissen blicken?
nur weil er von der caritas ist,heisst das noch lange nicht,das das die ganze und reine warheit ist *gg*

und gerade das thema "kinderarmut" ist ja derzeit sehr populär,in politik und vor allem den medien.

das es viele familien gibt,die an der armutsgrenze leben in deutschland,leugne ich keinesfalls,allerdings ist es auch immer eine frage,wie man damit umgeht,beispiele dafür wurden hier in diesem thread schon genannt.

und bei "assis",die sowieso nichts,aber auch gar nichts im leben hinbekommen,und selbst strunzdumm sind,nunja,da würde auch ein tausender mehr im monat den kindern nicht wirklich was bringen,die würden dann vermutlich jeden tag bei mc doof "essen", ihren kindern teureres spielzeug kaufen,der fernseher würde gegen son flachbildding ausgetauscht,und dvd plötzlich gekauft anstatt ausgeliehen...

entwicklung und förderung der kinder ist nur in letzter konsequenz eine frage des geldes,und menschen/paare,die sich deswegen ernsthaft gedanken machen,bzw. dies erkennen,finden auch möglichkeiten,trotz wenig geld,ihren kindern dies zukommen zu lassen.

ee hat nähmlich zu aller erst was mit der eigenen intelligenz und lebenseinstellung zu tun.

zumindest,ist das meine meinung

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9. Oktober 2007 um 12:50

@susa:
na du scheinst deine abtreibung ja garnicht verkraftet zu haben so oft wie du imemr hier schreibst. dazu noch was und wie lang du schon in diesem forum bist...
wir hatten ja schon öfter das vergnügen,nicht?

na bevor wir in armen verhältnissen ein kind bekommen können wir ja lieber alle abtreiben wie du es getan hast. am besten bekommen nur noch die reichen kinder.

was willst du mit diesem dummen beitrag sagen? und ichd enke du hast dir einen falschen beruf gewählt...

LG *anja*

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9. Oktober 2007 um 21:50

Eigenartig,
ich habe 13 Geschwister, wir konnten das Geld nicht rausschmeißen, haben aber auch nie gehungert. Kenne viele Familien mit mehr als 2 Kindern, wo ich von keiner mit wirklichen Geldproblemen wüßte. Frage ist, ab wann zähle ich als arm und liegt das vielleicht auch daran, dass manche mit Geld einfach nicht umgehen können?! Habe selber bald drei Kinder, wir haben ein eigenes Haus und ich bin 23! Meine Schwester ist 22 und bekommt nächstes Jahr ihr 4., Geldprobleme gleich null. Meine Eltern waren ne Zeitlang Hartz 4 Empfänger, war schon schwierig für meine Ma, ist aber trotzdem irgendwie gegangen. Wegen Geld abtreiben finde ich ne absolut schlechte Ausrede. Kannst dir ja mal bei ner Beratungsstelle erzählen lassen, was dir alles zusteht. Wir bekommen schon pro Kind ca. 150 Euro Kindergeld, 300 Euro das erste Jahr Elterngeld, was es sonst für andere noch gibt von den Krankenkassen usw., keine Ahnung, kommt aber nicht wenig zusammen.

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