Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Kinder vor dem Studium?

Letzte Nachricht: Gestern um 13:53
09.09.21 um 12:57

Hallo ihr Lieben!

So, dann starte ich mal direkt mit einer kurzen Vorgeschichte. Letztes Monat dachte ich, dass ich schwanger bin, ungeplant. Ich habe die Kupferspirale seit drei Monaten, aber trotzdem habe ich mich plötzlich so schwanger "gefühlt" und auch meine Tage kamen nicht. Ende vom Lied: Ich habe einen Test gemacht und der war negativ. Aber statt mich darüber zu freuen (es ist gerade ein wirklich unpassender Zeitpunkt für ein Kind, Freund studiert noch, sind auf Wohnungssuche, etc.), war ich traurig. Und das hat mich zum Nachdenken gebracht. Der "Plan" war nämlich, dass ich nächstes Jahr studieren gehe (Hebamme) und wir danach eine Familie gründen. 

Also habe ich eine Pro und Kontra Liste angefangen mit Gründen, schon vor dem Studium Kinder zu bekommen. Achja, und derzeit habe ich schon einen Beruf, den ich gerne mache. Ich denke nur, dass es mir als Hebamme auch sehr gut gefallen würde. So, aber jetzt die Liste: 

Pro: 
1) Ich wollte schon immer jung Mama werden und ich weiß, dass das einfach mein Ding ist. Momentan bin ich 22, mit Studienbeginn dann 23 und ich wäre dann mit 26 fertig. Danach noch 1, 2 Jahre arbeiten und dann wäre ich auch schon gut 28 beim ersten Kind. Ich weiß, dass das heutzutage noch jung für das erste Kind, aber ich möchte einfach früher damit anfangen.  2) Meine aktuelle Arbeitsstelle hat gute, kinderfreundliche Arbeitszeiten (meistens bis am frühen Nachmittag) und dazu kommen 10 Urlaubswochen im Jahr. Somit wäre also die Kinder Betreuung gut unter einem Hut zu bringen.  3) Dazu kommt noch die Erfahrung, die ich mit den Kindern mache. Es ist sicher leichter als Hebamme zu arbeiten, wenn man selber schon Kinder geboren hat.  4) Wenn ich dann später erst studieren gehe, kann ich mir schon sicherer sein, ob der Beruf, den ich studieren will, wirklich das richtige für mich ist. Und falls ich dann noch studieren gehe, kann ich immer noch gut 20 Jahre in dem Beruf arbeiten. 

5) Als Hebamme arbeite ich in Nachtschichten. Und falls ich zuerst studieren gehe, werden die Kinder dann noch ganz klein sein, wenn ich in Nachtschichten arbeite. Ich weiß, wenn man einen guten Familienzusammenhalt hat (den ich auch habe), kann man sich das gut einplanen, aber ich weiß nicht, ob ich das möchte. Ich möchte halt, die ersten Jahre, vor allem wenn sie noch so klein sind, ganz ausnutzen. Und ich denke, das mit den Nachtschichten klappt besser, wenn die Kinder älter sind. 
Kontra:

1) Beim Studium muss man lernen und das wird mit Kindern nicht immer einfach sein. Aber ich denke, dass man das mit älteren Kindern schon eher hinbekommen wird als mit jüngeren. 

2) Mit Kindern ist man beim Studium nicht mehr so flexibel. Obwohl das bei mir nicht wirklich ein Studium wäre, sondern eine Fachhochschule. Also mit geregelten Stundenplan. 

Also ich und auch mein Freund denken momentan, dass es besser wäre, in den nächsten 2, 3 Jahren Kinder zu bekommen und nicht bis nach dem Studium zu warten. Vielleicht sind wir da aber auch zu blauäugig. 

Was denkt ihr? Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit dem Thema oder könnt noch weitere Pro und Kontras auflisten? 

Bin gespannt auf eure Meinungen!  

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09.09.21 um 16:53

Also es sollte schon finanziell passen. Wenn Dein Freund noch kein Einkommen hat, wäre es ziemlich blauäugig es darauf anzulegen ein Kind zu gekommen. Außerdem wäre es gut mal zwei drei Jahre zusammen in einer Wohnung gewohnt zu haben. 

Vielleicht wärst Du sogar traurig, wenn Du erst schwanger wirst und das mit deinem Studium dann doch nicht mehr so klappt. Es kann immer etwas sein, dass es wegen einem Kind nicht möglich ist, zu studieren. Außerdem wäre es auch neben dem Studium von deinem Freund sehr anstrengend sich um ein Kind zu kümmern. 

 

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09.09.21 um 17:48

Hm..... also mit Kindern ist alles einfach viel schwerer. Fertig.
Ich kenne manche, die im Studium Kind(er) bekommen haben. Eiens ging meistens noch. Manche haben aber schon beim ersten abgebrochen. Das zweite Kind hat es dann wohl mega-schwer gemacht und das war dann oft das Ende.

Also ich würde es nicht machen. Ich hab ne zeitlang auch überlegt, ob ich (mit Kindern) noch studieren soll, aber schon allein die Weiterbildung war für die wenigen Wochen eine Herausforderung.

Zum Thema Hebamme, die Mutter ist: Ich hatte auch eine wudnerbare Hebamme, die selbst noch nicht Mutter war. Ich hatte viele tolle Hebammen, die Mutter waren. Und ich hatte eine Nicht-Mutter-Hebamme, die bei der Geburt echt versagt hat, aber da weiß ich auch nicht, ob das anders gelaufen wäre, wenn sie Mutter gewesen wäre.
Ich denke das ist was menschliches. Und es gibt ja Hebammen und Hebammen.

Als außerklinisch und auch Alleingebärende hab ich da sicher nen anderen Anspruch an eine Hebamme als manch andere Frau. Meine Schwägerin kam z.B. mit dem zweiten Kind zur Geburt in die Klinik, eine ganz junge Hebamme nahm sie in empfang, (ob die Kinder hatte weiß keiner ^^) und sie dachte sie: Ne! Also mit der will ich kein Kind kriegen! - Die Wehen hörten auf und sie kam tags drauf mit Wehen wieder und konnte beruhigt mit einer alten und auf sie eben erfahren wirkenden Hebamme ihr Kind bekommen.

Geht voll am Thema vorbei.

ICH würd mit Kind solche Großprojekte nicht angehen, weil Kinder haben für mich selbst ein Großprojekt ist. Und ich bin als Mutter nicht bereit, Abstriche zu machen.

Da musst du selbst einschätzen, auch wie viel Schlaf du z.B. brauchst und wie Streßressistent du bist.
Udn es hängt halt vom Kind ab. Mit meiner Großen hätte das vermutlich laufen können. Mit meinem großen Sohn wäre alles den Bach runter gegangen. Der war überhaupt nicht irgendwas-außer-er-selbst-kompatiel.

LG

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09.09.21 um 22:30
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Also es sollte schon finanziell passen. Wenn Dein Freund noch kein Einkommen hat, wäre es ziemlich blauäugig es darauf anzulegen ein Kind zu gekommen. Außerdem wäre es gut mal zwei drei Jahre zusammen in einer Wohnung gewohnt zu haben. 

Vielleicht wärst Du sogar traurig, wenn Du erst schwanger wirst und das mit deinem Studium dann doch nicht mehr so klappt. Es kann immer etwas sein, dass es wegen einem Kind nicht möglich ist, zu studieren. Außerdem wäre es auch neben dem Studium von deinem Freund sehr anstrengend sich um ein Kind zu kümmern. 

 

Danke für deine Antwort!

Wir würden ja noch nicht jetzt starten, ich dachte, das hätte ich eh geschrieben. Erst in so 3 Jahren. Er wird nächstes Jahr mit dem Studium fertig und hat dann schon gut 2 Jahre gearbeitet und ich arbeite jetzt ja auch schon. Also finanziell wäre es möglich. Und wir wohnen auch schon 1 Jahr zusammen, das habe ich wohl etwas ungenau geschrieben. Wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen, größeren Wohnung in unserem Wunschort. Momentan wohnen wir wegen seinem Studium weiter weg. Also wegen Geld und Wohnung müssten wir uns weniger Sorgen machen.  

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09.09.21 um 22:40
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Hm..... also mit Kindern ist alles einfach viel schwerer. Fertig.
Ich kenne manche, die im Studium Kind(er) bekommen haben. Eiens ging meistens noch. Manche haben aber schon beim ersten abgebrochen. Das zweite Kind hat es dann wohl mega-schwer gemacht und das war dann oft das Ende.

Also ich würde es nicht machen. Ich hab ne zeitlang auch überlegt, ob ich (mit Kindern) noch studieren soll, aber schon allein die Weiterbildung war für die wenigen Wochen eine Herausforderung.

Zum Thema Hebamme, die Mutter ist: Ich hatte auch eine wudnerbare Hebamme, die selbst noch nicht Mutter war. Ich hatte viele tolle Hebammen, die Mutter waren. Und ich hatte eine Nicht-Mutter-Hebamme, die bei der Geburt echt versagt hat, aber da weiß ich auch nicht, ob das anders gelaufen wäre, wenn sie Mutter gewesen wäre.
Ich denke das ist was menschliches. Und es gibt ja Hebammen und Hebammen.

Als außerklinisch und auch Alleingebärende hab ich da sicher nen anderen Anspruch an eine Hebamme als manch andere Frau. Meine Schwägerin kam z.B. mit dem zweiten Kind zur Geburt in die Klinik, eine ganz junge Hebamme nahm sie in empfang, (ob die Kinder hatte weiß keiner ^^) und sie dachte sie: Ne! Also mit der will ich kein Kind kriegen! - Die Wehen hörten auf und sie kam tags drauf mit Wehen wieder und konnte beruhigt mit einer alten und auf sie eben erfahren wirkenden Hebamme ihr Kind bekommen.

Geht voll am Thema vorbei.

ICH würd mit Kind solche Großprojekte nicht angehen, weil Kinder haben für mich selbst ein Großprojekt ist. Und ich bin als Mutter nicht bereit, Abstriche zu machen.

Da musst du selbst einschätzen, auch wie viel Schlaf du z.B. brauchst und wie Streßressistent du bist.
Udn es hängt halt vom Kind ab. Mit meiner Großen hätte das vermutlich laufen können. Mit meinem großen Sohn wäre alles den Bach runter gegangen. Der war überhaupt nicht irgendwas-außer-er-selbst-kompatiel.

LG

Hallo, danke für deine Antwort!

Ja, stimmt natürlich, das es mit Kindern alles etwas schwerer wird. Meine Gedanken sind allerdings, dass ich so oder so relativ bald dann Kinder bekommen möchte. Falls ich studiere dann halt mit 28, 29 und falls ich nicht gleich studiere mit 24, 25. Falls ich studiere müsste ich dann zwar mit Kindern nicht mehr lernen, aber ich glaub die Arbeit an sich ist auch so anstrengend. Und ich denke, da wäre es mir lieber, dann Kinder im Alter von so 10 Jahren zu haben als welche, die so 3, 4 Jahre alt sind. Mhmm, schwierig. 🤔

Und ja, wahrscheinlich kommts immer auf die Hebamme an und nicht ob sie schon Kinder hat oder nicht. Ich denke nur auch, dass ich dann, wenn ich älter bin, auch schon mehr weiß, ob ich das wirklich arbeiten möchte oder nicht. 

Die Entscheidung ist schwierig...

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10.09.21 um 20:42
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Hallo, danke für deine Antwort!

Ja, stimmt natürlich, das es mit Kindern alles etwas schwerer wird. Meine Gedanken sind allerdings, dass ich so oder so relativ bald dann Kinder bekommen möchte. Falls ich studiere dann halt mit 28, 29 und falls ich nicht gleich studiere mit 24, 25. Falls ich studiere müsste ich dann zwar mit Kindern nicht mehr lernen, aber ich glaub die Arbeit an sich ist auch so anstrengend. Und ich denke, da wäre es mir lieber, dann Kinder im Alter von so 10 Jahren zu haben als welche, die so 3, 4 Jahre alt sind. Mhmm, schwierig. 🤔

Und ja, wahrscheinlich kommts immer auf die Hebamme an und nicht ob sie schon Kinder hat oder nicht. Ich denke nur auch, dass ich dann, wenn ich älter bin, auch schon mehr weiß, ob ich das wirklich arbeiten möchte oder nicht. 

Die Entscheidung ist schwierig...

Mit Kindern ändern sich halt auch die Prioritäten. Und das weiß man vorher nicht, wo man hinterher steht.
Ich würde heute eine Menge anders machen. Im Laufe der Zeit hätte ich immer wieder irgendwas anders gemacht, als ich es gemacht hätte.
Naja.

Ja, 10-jährige Kinder machen schon manches leichter. Aber die brauchen auch ihre Mutter. Meine Tochter ist 11. Steht am Rande der Pupertät. Das ist dann anders schwer. Und auch diese Kinder brauchen Zeit, auch wenn man sie nicht mehr überall mit hinnehmen muss. Ich könnt mir für mich, wnn sie jetzt mein kleinstes wäre, keine Vollzeitausbildung oder -studium vorstellen. Einfach weil ich das als Mutter gar nicht möchte: Voll arbeiten.
Was nicht in Teilzeit geht mache ich auch nicht.

Ich selbst musste erst noch herausfinden, was für eine Mutter ich bin. Ich bin mit heut noch nicht ganz sicher.
Aber ich bin froh, eine Ausbildung zu haben und hab mir so manches Mal in den Hintern beißen können, welche Wege ich nicht gegangen bin, die ich in mancher Situation eben für besser gehalten hätte. Da war auch mal die Idee zu einem Studium dabei, das war so vor 4 Jahren wo ich dachte, dass ich das derzeit gerne machen würde.

Hebamme ist halt so oder so recht krass. Selbst als Krankenschwester kann man theoretisch eine Stelle finden, bei der man nur früh arbeiten muss.
Als Hebamme ginge das höchstens, wenn du nur Rückbildungsgymnastik machst und vielleicht noch Vorsorgen und Wochenbettbetreuung.

Geburt findet ja rund um die Uhr statt, aber das brauch ich dir ja nicht zu erzählen.
Hebamme hatte ich mir auch mal gedacht. Das war so vor etwa 9-10 Jahren. XD

Versuch einfach frü dich einzuschätzen, wie du als Mutter leben willst.
Also mir geht es da vor allem um Zeit für dein Kind. Und ich finde, dass man sich das schön reden kann, wie man will: Wenn man ordentlich studieren will, dann geht das einfach von der Zeit mit Kind ab. die wenigsten lernens im Schlaf.

 

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10.09.21 um 23:42
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Mit Kindern ändern sich halt auch die Prioritäten. Und das weiß man vorher nicht, wo man hinterher steht.
Ich würde heute eine Menge anders machen. Im Laufe der Zeit hätte ich immer wieder irgendwas anders gemacht, als ich es gemacht hätte.
Naja.

Ja, 10-jährige Kinder machen schon manches leichter. Aber die brauchen auch ihre Mutter. Meine Tochter ist 11. Steht am Rande der Pupertät. Das ist dann anders schwer. Und auch diese Kinder brauchen Zeit, auch wenn man sie nicht mehr überall mit hinnehmen muss. Ich könnt mir für mich, wnn sie jetzt mein kleinstes wäre, keine Vollzeitausbildung oder -studium vorstellen. Einfach weil ich das als Mutter gar nicht möchte: Voll arbeiten.
Was nicht in Teilzeit geht mache ich auch nicht.

Ich selbst musste erst noch herausfinden, was für eine Mutter ich bin. Ich bin mit heut noch nicht ganz sicher.
Aber ich bin froh, eine Ausbildung zu haben und hab mir so manches Mal in den Hintern beißen können, welche Wege ich nicht gegangen bin, die ich in mancher Situation eben für besser gehalten hätte. Da war auch mal die Idee zu einem Studium dabei, das war so vor 4 Jahren wo ich dachte, dass ich das derzeit gerne machen würde.

Hebamme ist halt so oder so recht krass. Selbst als Krankenschwester kann man theoretisch eine Stelle finden, bei der man nur früh arbeiten muss.
Als Hebamme ginge das höchstens, wenn du nur Rückbildungsgymnastik machst und vielleicht noch Vorsorgen und Wochenbettbetreuung.

Geburt findet ja rund um die Uhr statt, aber das brauch ich dir ja nicht zu erzählen.
Hebamme hatte ich mir auch mal gedacht. Das war so vor etwa 9-10 Jahren. XD

Versuch einfach frü dich einzuschätzen, wie du als Mutter leben willst.
Also mir geht es da vor allem um Zeit für dein Kind. Und ich finde, dass man sich das schön reden kann, wie man will: Wenn man ordentlich studieren will, dann geht das einfach von der Zeit mit Kind ab. die wenigsten lernens im Schlaf.

 

Hm, da hast du wohl recht. Also muss ich mich wohl wirklich entscheiden, ob ich zuerst studieren gehen für einen Job, der oft anstrengend und schwer unter dem Hut zu bekommen ist oder ob ich im aktuellen, leichter machbaren Beruf bleibe und dafür voll für die Kinder da sein kann.. 

Vom Gefühl her würde ich eher das zweite wählen. Auch wenns komisch klingt, aber ich weiß, dass ich mit den Kindern richtig aufgehen werde und mir das Mama Leben gut gefällt. Ich arbeite momentan im Kindergarten und kann mir so schon ca. vorstellen, wie es werden wird. Es war irgendwie schon immer so mein Lebenswunsch Kinder zu haben und mit dem Studium bin ich mir ja nicht mal hundertprozentig sicher...

Schwierig, schwierig immer diese Entscheidungen... 

Also meine Entscheidung steht wohl schon ziemlich fix, aber ich höre mir gerne noch weitere Erfahrungen und Meinungen an! 

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11.09.21 um 11:43
In Antwort auf

Hm, da hast du wohl recht. Also muss ich mich wohl wirklich entscheiden, ob ich zuerst studieren gehen für einen Job, der oft anstrengend und schwer unter dem Hut zu bekommen ist oder ob ich im aktuellen, leichter machbaren Beruf bleibe und dafür voll für die Kinder da sein kann.. 

Vom Gefühl her würde ich eher das zweite wählen. Auch wenns komisch klingt, aber ich weiß, dass ich mit den Kindern richtig aufgehen werde und mir das Mama Leben gut gefällt. Ich arbeite momentan im Kindergarten und kann mir so schon ca. vorstellen, wie es werden wird. Es war irgendwie schon immer so mein Lebenswunsch Kinder zu haben und mit dem Studium bin ich mir ja nicht mal hundertprozentig sicher...

Schwierig, schwierig immer diese Entscheidungen... 

Also meine Entscheidung steht wohl schon ziemlich fix, aber ich höre mir gerne noch weitere Erfahrungen und Meinungen an! 

Und zum Schluß bleibt noch die Frage: Was, wenn es lange nicht oder gar nicht mit Kindern klappt?

Man geht so selbstverständlich davon aus, dass man Kinder bekommt, obwohl man das nicht wissen kann und leider auch manche Menschen nicht mit Nachwuchs gesegnet werden.

Meine Schwägerin ist jahrelang nicht schwanger geworden. Dann hat sie eine zweite Ausbildung angefangen und dann kam Kin d1 kurz nach der Zwischenprüfung. Weil sie nicht wusste, ob sie noch ein Kind haben würde, nachdem sie  -glaub - 6 Jahre nicht schwanger geworden war, nahm der Vater Elternzeit und sie beendete ihr Ausbildung. Joha, kurz nach der Abschlußprüfung kam Nummer 2 und mittlerweile ist sie seit etwa 17 Jahre glücklich als Hausfrau und Mutter mit mittlerweile 4 Kindern Zuhause.

Meine andere Schwägerin wollte die Ausbildung abbrechen, als sie schwanger war. Denn sie wusste, sie wollte nur Hausfrau und Mutter sein. Meine (wie ich finde recht übergriffigen) Schwiegereltern haben sie genötigt, die Ausbildung zu beenden und sich verbeamten zu lassen. Das Kind wuchs dann im ersten Jahr wochenweise bei den Schwiegis auf. Find ich slebst furchtbar.
Gut, Schwägerins Mann wurde dann etwa 20 Jahre später berufsunfähig und als Beamtin konnte sie mit ihren nun relativ großen Kindern (übrigens auch 4 Stk) direkt wieder einsteigen und verdient nun die Brötchen für die Familie.

Meine nächste Schwägerin hat ihre erste Ausbildung abgebrochen, dann als Helferin beim Pflegedienst 15 Jahre zufrieden gearbeitet, als der jüngere in den KiGa kam und ist dann in den Betrieb ihres Mannes mit eingestiegen.

Die Lebenswege können so verschlungen sein.
Ich habe nach dem ersten Kind auch nicht mehr in meinem erlernten Beruf gearbeitet und bin dann, als mein jüngster in den KiGa kam, auch TZ quereingestiegen und bin damit auch weitgehenst zufrieden gewesen.
Trotzdem hätte ich heute eben viel anders gemacht, aber das konnte ich vorher einfach nicht wissen.

Meine Schwester arbeitet seit der Ausbildung im selben Betrieb, hat ihre beiden Kinder bekommen und arbeit immer noch da, hat einen guten Stand und man nimmt viel Rücksicht auf sie, weil sie geschätzt ist und Mutter. Das ist auch viel wert, wenn man einen Platz hat, mit dem man zufrieden ist. Und einen guten, rücksichtsvollen AG.

Und dann ist die Welt grad so im Wandel, dass man doch sowieso nichts recht planen kann.

Irgendwann sind die Kinder groß. Bist du dann mit deinem Beruf noch zufrieden? Irgendwnan füllt man das Leben wieder mit etwas anderem als dem Nachwuchs. Wenn man eine Großfamilie produziert, dann kann man evtl von der Kindererziehung gleich in die Enkel-Betreuung übergehen, wenn einen das erfüllt.
Ich selbst haben recht bald gemerkt, dass nur Zuhause sein nichts für mich ist. Da ist es gut, wenn man eine Arbeit für die Seele hat. Aber umsetzbar muss das auch sein.
Als Mutter fühlt man sich eh sehr schnell zerrissen.

Alles Liebe, gute Entscheidungsfindung!

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12.09.21 um 21:08

Hallo liebe roselover,

Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann, aber ich schreibe mal ein paar Denkanstöße, die mir dazu einfallen.

Also bei dir geht es ja nicht darum, ob du sofort starten solltest, sondern eher darum, ob du nun noch ein Studium beginnst und davor schiebst und sich die Zeit somit verschiebt. Wobei ich 28 für das erste Kind noch immer nicht alt finde. Du hast ja schon einen Job und eine abgeschlossene Ausbildung. Hättest du das nicht wäre meine Meinung sehr klar. Denn mein eigener Vater ist recht früh berufsunfähig gewoden, hätte meine Mutter nicht so einen guten und sicheren Job gehabt wäre mein Leben wohl sehr anders verlaufen. Meiner Mutter habe ich sehr viel zu verdanken, denn sie hat meinen Bruder und mich als Alleinverdienderin durch das Studium gebracht, ohne das wir viel Arbeiten mussten oder Schulden haben. Daher war es mir sehr wichtig, dass ich eine abgeschlossene Ausbildung habe und sicher in einem Job stehe, der mir nicht nur Spaß macht, sondern mit dem ich zur Not auch eine Familie ernähren könnte, bevor ich ein Kind bekomme.

Sobald dies der Fall ist steht in meinen Augen nichts dagegen, ein Kind zu bekommen. Ich selbst fühlte mich erst mit 31 bereit. Nach Studium und drei Jahren im Beruf. Tatsächlich wäre ein Leben ohne Beruf nichts für mich. Ich arbeite jetzt in Teilzeit und das auch schon seitdem ich aus dem Mutterschutz raus bin. War ich im Büro, war mein Mann an den Tagen in Elternzeit. Das ist in meinem Job gut umsetzbar. Als Hebamme tatsächlich nur, wenn man keine Geburten betreut. Die Kurse und auch die Besuche im Wochenbett lassen sich da anders planen.
Ist halt tatsächlich schwer dir einen Tipp zu geben, da die Prioritäten sich verschieben, sobald man ein Kind hat. Man weiß aber nie wie stark. Man darf aber nicht nur berücksichtigen wie es wohl mit Kindern ist zu arbeiten, sondern muss auch darüber nachdenken, dass diese irgendwann aus dem Haus sind. Da finde ich einen Job wichtig, der einen erfüllt. Denn Kinder sind nicht dafür verantwortlich uns ein Leben lang Erfüllung zu bringen. Diese Verantwortung sollte man selbst in der Hand halten, unsere Kinder haben nicht verdient diese aufgebürdet zu bekommen.

Mit älteren Kindern ist es denke ich einfacher sich beruflich neu zu orientieren. Denn Kinder haben ja nicht nur die Mama, sondern eben auch einen Papa, der beruflich mal kürzer treten kann, um für das Kind da zu sein. Gerade wenn man frühzeitig dafür sorgt, dass Kinder einen guten Draht zum Papa haben kann der ebenfalls toll für sie da sein. Wüsste nicht, was ich kann und mein Mann nicht. Abgesehen davon den Kleiderschrank unserer Kleinen zu strukturieren und auszusortieren

Auch den Punkt, dass es nicht sofort mit Kindern klappen könnte, sollte man meiner Meinung nach nicht ganz außer Acht lassen. Also deswegen ander Träume aufzuschieben kann bedeuten, dass man sie erst einmal auf unbestimmte Zeit aufschiebt.

Kein einfaches Thema, aber es ist eben auch eine Entscheidung, die das Leben verändert. Ich hoffe du findest eine, mit der du auch rückblickend zufrieden bist.

Katha

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13.09.21 um 10:04
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Und zum Schluß bleibt noch die Frage: Was, wenn es lange nicht oder gar nicht mit Kindern klappt?

Man geht so selbstverständlich davon aus, dass man Kinder bekommt, obwohl man das nicht wissen kann und leider auch manche Menschen nicht mit Nachwuchs gesegnet werden.

Meine Schwägerin ist jahrelang nicht schwanger geworden. Dann hat sie eine zweite Ausbildung angefangen und dann kam Kin d1 kurz nach der Zwischenprüfung. Weil sie nicht wusste, ob sie noch ein Kind haben würde, nachdem sie  -glaub - 6 Jahre nicht schwanger geworden war, nahm der Vater Elternzeit und sie beendete ihr Ausbildung. Joha, kurz nach der Abschlußprüfung kam Nummer 2 und mittlerweile ist sie seit etwa 17 Jahre glücklich als Hausfrau und Mutter mit mittlerweile 4 Kindern Zuhause.

Meine andere Schwägerin wollte die Ausbildung abbrechen, als sie schwanger war. Denn sie wusste, sie wollte nur Hausfrau und Mutter sein. Meine (wie ich finde recht übergriffigen) Schwiegereltern haben sie genötigt, die Ausbildung zu beenden und sich verbeamten zu lassen. Das Kind wuchs dann im ersten Jahr wochenweise bei den Schwiegis auf. Find ich slebst furchtbar.
Gut, Schwägerins Mann wurde dann etwa 20 Jahre später berufsunfähig und als Beamtin konnte sie mit ihren nun relativ großen Kindern (übrigens auch 4 Stk) direkt wieder einsteigen und verdient nun die Brötchen für die Familie.

Meine nächste Schwägerin hat ihre erste Ausbildung abgebrochen, dann als Helferin beim Pflegedienst 15 Jahre zufrieden gearbeitet, als der jüngere in den KiGa kam und ist dann in den Betrieb ihres Mannes mit eingestiegen.

Die Lebenswege können so verschlungen sein.
Ich habe nach dem ersten Kind auch nicht mehr in meinem erlernten Beruf gearbeitet und bin dann, als mein jüngster in den KiGa kam, auch TZ quereingestiegen und bin damit auch weitgehenst zufrieden gewesen.
Trotzdem hätte ich heute eben viel anders gemacht, aber das konnte ich vorher einfach nicht wissen.

Meine Schwester arbeitet seit der Ausbildung im selben Betrieb, hat ihre beiden Kinder bekommen und arbeit immer noch da, hat einen guten Stand und man nimmt viel Rücksicht auf sie, weil sie geschätzt ist und Mutter. Das ist auch viel wert, wenn man einen Platz hat, mit dem man zufrieden ist. Und einen guten, rücksichtsvollen AG.

Und dann ist die Welt grad so im Wandel, dass man doch sowieso nichts recht planen kann.

Irgendwann sind die Kinder groß. Bist du dann mit deinem Beruf noch zufrieden? Irgendwnan füllt man das Leben wieder mit etwas anderem als dem Nachwuchs. Wenn man eine Großfamilie produziert, dann kann man evtl von der Kindererziehung gleich in die Enkel-Betreuung übergehen, wenn einen das erfüllt.
Ich selbst haben recht bald gemerkt, dass nur Zuhause sein nichts für mich ist. Da ist es gut, wenn man eine Arbeit für die Seele hat. Aber umsetzbar muss das auch sein.
Als Mutter fühlt man sich eh sehr schnell zerrissen.

Alles Liebe, gute Entscheidungsfindung!

Danke! Ich bin gespannt, wie es dann schlussendlich wird - planen kann man das Leben ja eh nie. 

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13.09.21 um 10:09
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Hallo liebe roselover,

Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann, aber ich schreibe mal ein paar Denkanstöße, die mir dazu einfallen.

Also bei dir geht es ja nicht darum, ob du sofort starten solltest, sondern eher darum, ob du nun noch ein Studium beginnst und davor schiebst und sich die Zeit somit verschiebt. Wobei ich 28 für das erste Kind noch immer nicht alt finde. Du hast ja schon einen Job und eine abgeschlossene Ausbildung. Hättest du das nicht wäre meine Meinung sehr klar. Denn mein eigener Vater ist recht früh berufsunfähig gewoden, hätte meine Mutter nicht so einen guten und sicheren Job gehabt wäre mein Leben wohl sehr anders verlaufen. Meiner Mutter habe ich sehr viel zu verdanken, denn sie hat meinen Bruder und mich als Alleinverdienderin durch das Studium gebracht, ohne das wir viel Arbeiten mussten oder Schulden haben. Daher war es mir sehr wichtig, dass ich eine abgeschlossene Ausbildung habe und sicher in einem Job stehe, der mir nicht nur Spaß macht, sondern mit dem ich zur Not auch eine Familie ernähren könnte, bevor ich ein Kind bekomme.

Sobald dies der Fall ist steht in meinen Augen nichts dagegen, ein Kind zu bekommen. Ich selbst fühlte mich erst mit 31 bereit. Nach Studium und drei Jahren im Beruf. Tatsächlich wäre ein Leben ohne Beruf nichts für mich. Ich arbeite jetzt in Teilzeit und das auch schon seitdem ich aus dem Mutterschutz raus bin. War ich im Büro, war mein Mann an den Tagen in Elternzeit. Das ist in meinem Job gut umsetzbar. Als Hebamme tatsächlich nur, wenn man keine Geburten betreut. Die Kurse und auch die Besuche im Wochenbett lassen sich da anders planen.
Ist halt tatsächlich schwer dir einen Tipp zu geben, da die Prioritäten sich verschieben, sobald man ein Kind hat. Man weiß aber nie wie stark. Man darf aber nicht nur berücksichtigen wie es wohl mit Kindern ist zu arbeiten, sondern muss auch darüber nachdenken, dass diese irgendwann aus dem Haus sind. Da finde ich einen Job wichtig, der einen erfüllt. Denn Kinder sind nicht dafür verantwortlich uns ein Leben lang Erfüllung zu bringen. Diese Verantwortung sollte man selbst in der Hand halten, unsere Kinder haben nicht verdient diese aufgebürdet zu bekommen.

Mit älteren Kindern ist es denke ich einfacher sich beruflich neu zu orientieren. Denn Kinder haben ja nicht nur die Mama, sondern eben auch einen Papa, der beruflich mal kürzer treten kann, um für das Kind da zu sein. Gerade wenn man frühzeitig dafür sorgt, dass Kinder einen guten Draht zum Papa haben kann der ebenfalls toll für sie da sein. Wüsste nicht, was ich kann und mein Mann nicht. Abgesehen davon den Kleiderschrank unserer Kleinen zu strukturieren und auszusortieren

Auch den Punkt, dass es nicht sofort mit Kindern klappen könnte, sollte man meiner Meinung nach nicht ganz außer Acht lassen. Also deswegen ander Träume aufzuschieben kann bedeuten, dass man sie erst einmal auf unbestimmte Zeit aufschiebt.

Kein einfaches Thema, aber es ist eben auch eine Entscheidung, die das Leben verändert. Ich hoffe du findest eine, mit der du auch rückblickend zufrieden bist.

Katha

Hallo liebe Katha für deine Gedanken zum Thema!

Ich selbst fühle mich bereit für Kinder, mein Partner auch und die gegebenen Mittel (Geld, Wohnung, Arbeit, usw) sind in 2, 3 Jahren gegeben. Ich denke, dass es für uns das Beste ist, wenn wir dann diesen Weg gehen. Der Wunsch nach Kindern hat sich bei mir schon früh ausgeprägt (mit 15), ich arbeite mit Kindern und fühle mich gut vorbereitet.  

Ich denke, dass wir das gut hinbekommen werden. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. 

 

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13.09.21 um 16:14

Blauäugig seid ihr auf jeden Fall nicht!
Wenn ihr euch das beide wünschen, dann warum eigentlich nicht!!!
Besonders wenn man 22 ist. Und außerdem wenn man schon Beruf hat.
Was kann man noch sagen?
Studieren.. Naja.. dafür hast du immer Zeit. Besonders in unserem Land, wenn wir manchmal 50-jährige Studenten oft treffen können. Also ist wirklich kein Problem.
Jung Eltern werden hätte für mich eher nur Vorteile.
Man hat genug Energie. Kinder brauchen das sehr.
Mich interessiert noch anderes. Wie alt ist dein Freund? Wie lange seid ihr schon zusammen? Bist du sicher, dass er genau der Mensch ist, mit dem du das Baby haben willst? (Nicht böse gemeint, ich frage nur).
Ja, auch wichtig natürlich ist, das man finanziell für das Baby bereit ist.
Wie sieht es bei euch aus? Arbeitet dein Freund? Schafft ihr das jetzt?
Wenn ja, dann kann ich einfach alles Gute wünschen!)
Also der Wunsch groß ist, dann einfach starten!
 

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13.09.21 um 19:24
In Antwort auf

Blauäugig seid ihr auf jeden Fall nicht!
Wenn ihr euch das beide wünschen, dann warum eigentlich nicht!!!
Besonders wenn man 22 ist. Und außerdem wenn man schon Beruf hat.
Was kann man noch sagen?
Studieren.. Naja.. dafür hast du immer Zeit. Besonders in unserem Land, wenn wir manchmal 50-jährige Studenten oft treffen können. Also ist wirklich kein Problem.
Jung Eltern werden hätte für mich eher nur Vorteile.
Man hat genug Energie. Kinder brauchen das sehr.
Mich interessiert noch anderes. Wie alt ist dein Freund? Wie lange seid ihr schon zusammen? Bist du sicher, dass er genau der Mensch ist, mit dem du das Baby haben willst? (Nicht böse gemeint, ich frage nur).
Ja, auch wichtig natürlich ist, das man finanziell für das Baby bereit ist.
Wie sieht es bei euch aus? Arbeitet dein Freund? Schafft ihr das jetzt?
Wenn ja, dann kann ich einfach alles Gute wünschen!)
Also der Wunsch groß ist, dann einfach starten!
 

Hallo Klarissa!

Danke für deine Antwort! Ja, wir wünschen es uns wirklich sehr und eigentlich sind wir ja wirklich im perfekten Alter dafür.  

Du deinen Fragen: Mein Freund ist auch 22 und wir sind seit 3 Jahren zusammen. Und ja, ich weiß, dass er der Richtige dafür ist. 

Er studiert momentan noch und ist in einem Jahr fertig mit dem Studium. Danach wollen wir nach einer größeren Wohnung schauen und auch erstmal heiraten. Die Kinderplanung würde dann erst anfangen in so 2 Jahren ca. Da haben wir dann beide hoffentlich (also ich hab ja schon) eine feste Arbeitsstelle. Finanziell wird es also gehen. 

Also von jetzt ist noch nicht die Rede, aber meine ursprüngliche Frage war ja, ob es besser wäre in ca. 2 Jahren vor dem Studium oder danach, wenn man schon so 27 ist, mit der Planung anzufangen. Aber wir haben uns ja jetzt entschieden für das frühere.  

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14.09.21 um 12:51
In Antwort auf

Danke für deine Antwort!

Wir würden ja noch nicht jetzt starten, ich dachte, das hätte ich eh geschrieben. Erst in so 3 Jahren. Er wird nächstes Jahr mit dem Studium fertig und hat dann schon gut 2 Jahre gearbeitet und ich arbeite jetzt ja auch schon. Also finanziell wäre es möglich. Und wir wohnen auch schon 1 Jahr zusammen, das habe ich wohl etwas ungenau geschrieben. Wir sind gerade auf der Suche nach einer neuen, größeren Wohnung in unserem Wunschort. Momentan wohnen wir wegen seinem Studium weiter weg. Also wegen Geld und Wohnung müssten wir uns weniger Sorgen machen.  

Ich finde, dass die Voraussetzungen gut klingen.

- Ihr wohnt schon zusammen und wisst deshalb, dass das Zusammenleben klappt. Ein Kind zu bekommen, ist natürlich eine zusätzliche Herausforderung. Problematisch fände ich es, zwei Herausforderungen für eure Beziehung auf einmal stemmen zu wollen.

- Finanziell passt es. Ggf. kannst du sonst auch elternunabhängiges Bafög beantragen oder dich um ein Stipendium bewerben?

Ich habe meinen Sohn mit 22 im Studium bekommen. Ich habe ihn zuerst mitgenommen und dann kam mir das digitale Corona-Semester zu Gute. Jetzt schreibe ich meine Masterarbeit. Ich würde es auf jeden Fall wieder so machen.

Ich muss aber dazu sagen, dass es immer vom Kind und vom Studium abhängig ist. Klar, auf den Charakter deines Kindes hast du keinen Einfluss. Aber was planbar und voraussehbar ist: Wie strikt ist das Studium organisiert? Wie arbeitsaufwendig? Gibt es eine Anwesenheitspflicht?

Und dann musst du dir überlegen, was dir wichtig ist bzgl. Betreuung. Ich habe einige Freundinnen, die mit Kind studieren. Meine Nachbarin studiert Zahnmedizin und das Kind ist von 8 bis 17 Uhr in der Betreuung. Viele nehmen eine Tagesmutter in Anspruch oder die Kinder gehen zumindest halbtags in die Kita. Bei einer anderen Freundin hat ihr schon arbeitender Mann erst mal Elternzeit genommen. Bei widerrum einer anderen sind die Schwiegereltern bereits in Rente und nehmen ihren Enkel an zwei Tagen pro Woche zu sich. Wie sieht euer familiäres Umfeld aus? Hättest du Unterstützung? Könntest du dir vorstellen, dein Kind schon relativ früh betreuen zu lassen?

Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, ins Studentenwohnheim zu ziehen. Bei uns gibt es extra Wohnungen für Studierende mit Kindern. Gibt es ein Familienberatungsbüro in deiner Uni / Hochschule? Falls du die Möglichkeit hast, kannst du dort mal einen Beratungstermin vereinbaren.

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16.09.21 um 8:50
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Ich finde, dass die Voraussetzungen gut klingen.

- Ihr wohnt schon zusammen und wisst deshalb, dass das Zusammenleben klappt. Ein Kind zu bekommen, ist natürlich eine zusätzliche Herausforderung. Problematisch fände ich es, zwei Herausforderungen für eure Beziehung auf einmal stemmen zu wollen.

- Finanziell passt es. Ggf. kannst du sonst auch elternunabhängiges Bafög beantragen oder dich um ein Stipendium bewerben?

Ich habe meinen Sohn mit 22 im Studium bekommen. Ich habe ihn zuerst mitgenommen und dann kam mir das digitale Corona-Semester zu Gute. Jetzt schreibe ich meine Masterarbeit. Ich würde es auf jeden Fall wieder so machen.

Ich muss aber dazu sagen, dass es immer vom Kind und vom Studium abhängig ist. Klar, auf den Charakter deines Kindes hast du keinen Einfluss. Aber was planbar und voraussehbar ist: Wie strikt ist das Studium organisiert? Wie arbeitsaufwendig? Gibt es eine Anwesenheitspflicht?

Und dann musst du dir überlegen, was dir wichtig ist bzgl. Betreuung. Ich habe einige Freundinnen, die mit Kind studieren. Meine Nachbarin studiert Zahnmedizin und das Kind ist von 8 bis 17 Uhr in der Betreuung. Viele nehmen eine Tagesmutter in Anspruch oder die Kinder gehen zumindest halbtags in die Kita. Bei einer anderen Freundin hat ihr schon arbeitender Mann erst mal Elternzeit genommen. Bei widerrum einer anderen sind die Schwiegereltern bereits in Rente und nehmen ihren Enkel an zwei Tagen pro Woche zu sich. Wie sieht euer familiäres Umfeld aus? Hättest du Unterstützung? Könntest du dir vorstellen, dein Kind schon relativ früh betreuen zu lassen?

Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, ins Studentenwohnheim zu ziehen. Bei uns gibt es extra Wohnungen für Studierende mit Kindern. Gibt es ein Familienberatungsbüro in deiner Uni / Hochschule? Falls du die Möglichkeit hast, kannst du dort mal einen Beratungstermin vereinbaren.

Danke für die Antwort!

Wir haben uns jetzt für die Variante "zuerst Kinder und dann studieren" entschieden. Ich bin mir ja auch noch nicht hundertprozentig sicher, ob ich noch studieren gehen will. Und falls es mit den Kindern z.b. nicht gleich klappt, kann man den Plan ja nochmal umdenken. Aber so wäre es mal geplant. 

Studentenwohnheim käme für uns nicht so in Frage, weil wir ja dann endlich in der Nähe unserer Freunde und Familie wohnen wollen (aktuell wohnen wir ja auch 2 Stunden entfernt von ihnen wegen dem Studium von meinem Freund). Und beim Studentenwohnheim wären wir dann wieder gut 40 Minuten entfernt. 

Und zuviel fremdbetreuen möchte ich die Kinder auch nicht. Vor allem, wenn sie so klein sind, möchte ich die Zeit noch auskosten. Den ganzen Tag in die Krippe käme für mich nicht in Frage (ich arbeite ja auch in diesem Gebiet und weiß, wie anstrengend das für Kleinen nach einem ganzen Tag ist). Halbtags könnte ich mir da schon eher vorstellen bzw. zu Familien und Freunden. 

Es würde natürlich alles irgendwie gehen, aber ich habe das Gefühl, dass ich derzeit auch nicht die Motivation für ein Studium hätte, wenn ich dauernd den Gedanken "Jetzt hättest schon Kinder haben können" im Kopf habe. 

Ich denke, dass das für uns der richtige Weg ist. 

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20.09.21 um 15:34
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Hallo Klarissa!

Danke für deine Antwort! Ja, wir wünschen es uns wirklich sehr und eigentlich sind wir ja wirklich im perfekten Alter dafür.  

Du deinen Fragen: Mein Freund ist auch 22 und wir sind seit 3 Jahren zusammen. Und ja, ich weiß, dass er der Richtige dafür ist. 

Er studiert momentan noch und ist in einem Jahr fertig mit dem Studium. Danach wollen wir nach einer größeren Wohnung schauen und auch erstmal heiraten. Die Kinderplanung würde dann erst anfangen in so 2 Jahren ca. Da haben wir dann beide hoffentlich (also ich hab ja schon) eine feste Arbeitsstelle. Finanziell wird es also gehen. 

Also von jetzt ist noch nicht die Rede, aber meine ursprüngliche Frage war ja, ob es besser wäre in ca. 2 Jahren vor dem Studium oder danach, wenn man schon so 27 ist, mit der Planung anzufangen. Aber wir haben uns ja jetzt entschieden für das frühere.  

Also nochmal.
Ich wusste nicht, dass dein Freund noch Student ist Dachte, dass er schon feste Arbeitsstelle hat.
Deswegen hab ich gesagt, dass hier besser früher ist.
Aber jetzt würde ich ein bisschen anders antworten.
Soweit ich verstanden hab, finanziell ist es nicht so gut bei euch. Du studierst, er studiert.
Also wo habt ihr Geld her? Eltern?
Wenn auch Nebenverdienst... Denke ich nicht, dass es genug ist.
Das Ding ist, dass man viel Geld fürs Baby braucht. Besonders wenn du ein Student bist.
Hilfe von Elter ist immer gut. Aber in dieser Situation ist das nicht so gute Idee.
Wie kannst du 100 pro sicher sein, dass es finanziell gehen wird.
Hier hast du keine Garantie.
Du weißt nicht immer, was morgen kommt. Und hier sagst du, dass in 2 Jahren alles super sein wird.
Also keine Ahnung....
 

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23.09.21 um 10:07
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Also nochmal.
Ich wusste nicht, dass dein Freund noch Student ist Dachte, dass er schon feste Arbeitsstelle hat.
Deswegen hab ich gesagt, dass hier besser früher ist.
Aber jetzt würde ich ein bisschen anders antworten.
Soweit ich verstanden hab, finanziell ist es nicht so gut bei euch. Du studierst, er studiert.
Also wo habt ihr Geld her? Eltern?
Wenn auch Nebenverdienst... Denke ich nicht, dass es genug ist.
Das Ding ist, dass man viel Geld fürs Baby braucht. Besonders wenn du ein Student bist.
Hilfe von Elter ist immer gut. Aber in dieser Situation ist das nicht so gute Idee.
Wie kannst du 100 pro sicher sein, dass es finanziell gehen wird.
Hier hast du keine Garantie.
Du weißt nicht immer, was morgen kommt. Und hier sagst du, dass in 2 Jahren alles super sein wird.
Also keine Ahnung....
 

Ich stell es nochmal richtig, ich glaub es gibt da ein kleines Missverständnis.

Also: Momentan studiere ich NICHT. Ich habe momentan schon einen guten Beruf. Mein Freund studiert noch 1 Jahr, dann ist er fertig. Die Frage war allerdings, ob wir, nachdem mein Freund fertig ist mit dem Studium (auch nachdem er schon 1, 2 Jahre gearbeitet hat) mit Kindern anfangen wollen oder ob ich, wenn mein Freund schon arbeiten geht dann, studieren gehen soll. Damit würde sich die Kinder Planung halt nach hinten verschieben.

Soweit würde es uns finanziell gut gehen, denn falls wir uns in 2 Jahren ca. beschließen mit Kindern anzufangen, habe ich schon einige Jahre gearbeitet und er dann auch. Die ursprüngliche Frage war halt nur, ob es besser ist gleich Kinder zu bekommen (auf der Basis, dass man schon einen Beruf hat) oder zuerst noch zu studieren um einen anderen Beruf zu erlernen und dann erst mit so 28 Kinder zu bekommen. 

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Gestern um 13:53
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Ich stell es nochmal richtig, ich glaub es gibt da ein kleines Missverständnis.

Also: Momentan studiere ich NICHT. Ich habe momentan schon einen guten Beruf. Mein Freund studiert noch 1 Jahr, dann ist er fertig. Die Frage war allerdings, ob wir, nachdem mein Freund fertig ist mit dem Studium (auch nachdem er schon 1, 2 Jahre gearbeitet hat) mit Kindern anfangen wollen oder ob ich, wenn mein Freund schon arbeiten geht dann, studieren gehen soll. Damit würde sich die Kinder Planung halt nach hinten verschieben.

Soweit würde es uns finanziell gut gehen, denn falls wir uns in 2 Jahren ca. beschließen mit Kindern anzufangen, habe ich schon einige Jahre gearbeitet und er dann auch. Die ursprüngliche Frage war halt nur, ob es besser ist gleich Kinder zu bekommen (auf der Basis, dass man schon einen Beruf hat) oder zuerst noch zu studieren um einen anderen Beruf zu erlernen und dann erst mit so 28 Kinder zu bekommen. 

Alles klar jetzt.
Also was würde ich sagen. Wenn Kinderwunsch wirklich groß ist, dann könnt ihr schon starten.
W​enn es wirklich finanziell  passt jetzt dann warum denn nicht. Wenn du auch schon nen guten Job hast, dann gibt es keine Probleme damit. Aber dir Frage ist, wie lange du schon arbeitest? Reagiert dein Chef gut, wenn er erfährt, dass du schwanger bist? Manchaml ist das wirklich ein Problem für einige Arbeitgeber. Besonders wenn Frau nicht so lange hier arbeitet.  Nicht so dass du ne gute Stelle verlierst. Warum willst du weiter Studium machen? Wird das das zweite sein? Oder wie. Bist du mit dieser Arbeit nicht zufrieden? Und ja, bist du sicher, dass dein Freund in einem Jahr euch ne gute Stelle findet? Es ist jetzt nicht so leicht. Wenn ja, dann natürlich kannst du schon jetzt starten. Du musst ja auch darüber denken, dass es nicht immer vom ersten Mal klappt. Also kann dauern.
 
 

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