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Kinder in diese Zukunft setzen?

25. November 2019 um 21:35 Letzte Antwort: 26. November 2019 um 15:45

Hallo
Ich bin 21 und hatte im April einen Schwangerschaftsabbruch. Ist alles körperlich wie psychisch gut verlaufen.
Davor hatte ich (offensichtlich) keinen konkreten kinderwunsch sondern "irgendwann halt mal. Vielleicht."

In den letzten paar Monaten geht mir das Thema schwanger zu sein/Kinder kriegen nicht mehr so wirklich aus dem Kopf, vor allem dann nicht, wenn ich schwangere Frauen (Bekannte/Verwandte oder in Filmen) sehe. Was ja auch ganz normal ist.
Mit der klimakrise (ich versuche mich auch etwas zu engagieren 😅) bin ich allerdings schon seit deutlich längerer Zeit am Überlegen ob ich überhaupt Kinder in diese Zukunft bringen möchte. Wie gesagt, bevor ich schwanger war (wenn auch nur relativ kurz) hatte ich das Bedürfnis noch überhaupt nicht. Jetzt scheint sich mein Körper und meine Gefühle diesbezüglich um 180° gewandelt zu haben und ich fühl mich wie in einer Zwickmühle: das "Bedürfnis" ein Kind zu bekommen ist da. Aber mal abgesehen vom Klimawandel - 9 und mehr Milliarden Menschen sind einfach zu viel. Irgendwann ist kein Platz mehr da. Vielleicht kommt es auch nicht so schlimm, vielleicht schlimmer.
Kennt jemand dieses Dilemma und wie geht ihr damit um? 

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25. November 2019 um 22:02
In Antwort auf ro

Hallo
Ich bin 21 und hatte im April einen Schwangerschaftsabbruch. Ist alles körperlich wie psychisch gut verlaufen.
Davor hatte ich (offensichtlich) keinen konkreten kinderwunsch sondern "irgendwann halt mal. Vielleicht."

In den letzten paar Monaten geht mir das Thema schwanger zu sein/Kinder kriegen nicht mehr so wirklich aus dem Kopf, vor allem dann nicht, wenn ich schwangere Frauen (Bekannte/Verwandte oder in Filmen) sehe. Was ja auch ganz normal ist.
Mit der klimakrise (ich versuche mich auch etwas zu engagieren 😅) bin ich allerdings schon seit deutlich längerer Zeit am Überlegen ob ich überhaupt Kinder in diese Zukunft bringen möchte. Wie gesagt, bevor ich schwanger war (wenn auch nur relativ kurz) hatte ich das Bedürfnis noch überhaupt nicht. Jetzt scheint sich mein Körper und meine Gefühle diesbezüglich um 180° gewandelt zu haben und ich fühl mich wie in einer Zwickmühle: das "Bedürfnis" ein Kind zu bekommen ist da. Aber mal abgesehen vom Klimawandel - 9 und mehr Milliarden Menschen sind einfach zu viel. Irgendwann ist kein Platz mehr da. Vielleicht kommt es auch nicht so schlimm, vielleicht schlimmer.
Kennt jemand dieses Dilemma und wie geht ihr damit um? 

Glaube da sollte eher im 3. Welt Land was geschehen,  wo viele über 10 Kinder haben...

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25. November 2019 um 22:30
In Antwort auf ro

Hallo
Ich bin 21 und hatte im April einen Schwangerschaftsabbruch. Ist alles körperlich wie psychisch gut verlaufen.
Davor hatte ich (offensichtlich) keinen konkreten kinderwunsch sondern "irgendwann halt mal. Vielleicht."

In den letzten paar Monaten geht mir das Thema schwanger zu sein/Kinder kriegen nicht mehr so wirklich aus dem Kopf, vor allem dann nicht, wenn ich schwangere Frauen (Bekannte/Verwandte oder in Filmen) sehe. Was ja auch ganz normal ist.
Mit der klimakrise (ich versuche mich auch etwas zu engagieren 😅) bin ich allerdings schon seit deutlich längerer Zeit am Überlegen ob ich überhaupt Kinder in diese Zukunft bringen möchte. Wie gesagt, bevor ich schwanger war (wenn auch nur relativ kurz) hatte ich das Bedürfnis noch überhaupt nicht. Jetzt scheint sich mein Körper und meine Gefühle diesbezüglich um 180° gewandelt zu haben und ich fühl mich wie in einer Zwickmühle: das "Bedürfnis" ein Kind zu bekommen ist da. Aber mal abgesehen vom Klimawandel - 9 und mehr Milliarden Menschen sind einfach zu viel. Irgendwann ist kein Platz mehr da. Vielleicht kommt es auch nicht so schlimm, vielleicht schlimmer.
Kennt jemand dieses Dilemma und wie geht ihr damit um? 

Hat das erst nach Deinem Schwangerschaftsabbruch angefangen (also, dass Du solche Zukunftsängste entwickelt hast) oder war das schon vorher so? Könnte es evtl. was Hormonelles sein?

Ich kann das auch nachvollziehen. Früher habe ich mir tatsächlich nicht so viele Gedanken gemacht, nach der Geburt meines Kindes habe ich dann erstmal ein Jahr lang die Krise bekommen und hatte schlimme Depressionen und Angstzustände, war ständig in "Weltuntergangsstimung". Ich glaube heute, dass das hormonell bedingt war. Könnte es bei Dir auch so sein? Immerhin warst Du ja auch schwanger.

Heute ist es nicht mehr so schlimm, auch wenn ich die Probleme in der Welt natürlich sehe. Ich würde deswegen trotzdem nicht auf einen Kinderwunsch verzichten. Ich habe für mich akzeptiert, dass das zwei unterschiedliche Dinge sind und ich trenne das - Die Welt und ihre Probleme, ich und mein persönliches Glück. Es ist nicht meine Aufgabe, die Welt zu retten und die Weltbevölkerung wird auch nciht explodieren, nur weil ich ein Kind bekomme. Ich lebe so, dass ich es mit mir und meinem Gewissen vereinbaren kann und tu, was mir mit meinen bescheidenen Mitteln möglich ist, um die Lage zu verbessern (kein Fleisch, kein Plastik, kein Auto, was man halt so macht) - Gleichzeitig möchte ich aber auch so leben, dass ich glücklich bin.

Es gibt Dinge, auf die ich gut verzichten kann (Fernreisen, übermäßiger Konsum, Südfrüchte...) - Eine eigene Familie gehört für mich nicht dazu. Ich denke, das ist eine individuelle Entscheidung, die jeder selbst treffen muss.

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25. November 2019 um 23:24
In Antwort auf nikita...

Hat das erst nach Deinem Schwangerschaftsabbruch angefangen (also, dass Du solche Zukunftsängste entwickelt hast) oder war das schon vorher so? Könnte es evtl. was Hormonelles sein?

Ich kann das auch nachvollziehen. Früher habe ich mir tatsächlich nicht so viele Gedanken gemacht, nach der Geburt meines Kindes habe ich dann erstmal ein Jahr lang die Krise bekommen und hatte schlimme Depressionen und Angstzustände, war ständig in "Weltuntergangsstimung". Ich glaube heute, dass das hormonell bedingt war. Könnte es bei Dir auch so sein? Immerhin warst Du ja auch schwanger.

Heute ist es nicht mehr so schlimm, auch wenn ich die Probleme in der Welt natürlich sehe. Ich würde deswegen trotzdem nicht auf einen Kinderwunsch verzichten. Ich habe für mich akzeptiert, dass das zwei unterschiedliche Dinge sind und ich trenne das - Die Welt und ihre Probleme, ich und mein persönliches Glück. Es ist nicht meine Aufgabe, die Welt zu retten und die Weltbevölkerung wird auch nciht explodieren, nur weil ich ein Kind bekomme. Ich lebe so, dass ich es mit mir und meinem Gewissen vereinbaren kann und tu, was mir mit meinen bescheidenen Mitteln möglich ist, um die Lage zu verbessern (kein Fleisch, kein Plastik, kein Auto, was man halt so macht) - Gleichzeitig möchte ich aber auch so leben, dass ich glücklich bin.

Es gibt Dinge, auf die ich gut verzichten kann (Fernreisen, übermäßiger Konsum, Südfrüchte...) - Eine eigene Familie gehört für mich nicht dazu. Ich denke, das ist eine individuelle Entscheidung, die jeder selbst treffen muss.

Ja das stimmt, mit dem Welt retten und eigenem Glück. Sehr gut gesagt
Nein, das war definitiv schon vor der Schwangerschaft da. Nur ist es mir dadurch noch mal bewusster geworden. Ich bin generell kein großer Entscheidungsfreudiger Mensch und man fühlt sich so machtlos. Vielleicht sehe ich das ganze im Moment doch etwas zu Schwarz, aber allein die heutzutage haben die Kinder kaum mehr einen richtigen Winter um Schlittenfahren, etc.
Aber die Entscheidung für mich eilt ja auch noch nicht. Um auf mein ursprüngliches Problem zurück zu kommen: vorher wäre die Entscheidung keine Kinder - dass sie nicht mit den Folgen des Klimawandels leben müssen (wie auch immer diese dann in der Zukunft aussehen werden) zu bekommen, deutlich einfacher gewesen. Jetzt denke ich mir, Mist ich wünsche mir schon ein Kind. 

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26. November 2019 um 9:48
Beste Antwort

Nein, es wird nicht so kommen, dass irgendwann kein Platz ist sondern die Geburtenrate wird irgendwann stagnieren und dann wieder rückläufig sein. Die 3. Welt entwickelt sich weiter, auch ärmere Länder werden mehr und mehr Zugriff auf Verhütungsmittel haben, so ist die derzeitige Prognose.

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26. November 2019 um 10:08
Beste Antwort

Grundsätzlich sind diese Gedanken nicht unnormal. Die hatten auch unsere Eltern teilweise schon - kalter Krieg, Waldsterben,...
Aber letztenendes siegt dann doch der Wunsch ein Kind zu bekommen und damit die Welt ja auch wieder ein bisschen besser zu machen, indem man die richtigen Werte usw. mitgibt. 

Trotzdem frage ich mich manchmal auch, was mein Kind wohl so alles mitmachen muss, wenn man bedenkt, dass es vielleicht 100 jahre alt wird!

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26. November 2019 um 10:20
In Antwort auf ro

Ja das stimmt, mit dem Welt retten und eigenem Glück. Sehr gut gesagt
Nein, das war definitiv schon vor der Schwangerschaft da. Nur ist es mir dadurch noch mal bewusster geworden. Ich bin generell kein großer Entscheidungsfreudiger Mensch und man fühlt sich so machtlos. Vielleicht sehe ich das ganze im Moment doch etwas zu Schwarz, aber allein die heutzutage haben die Kinder kaum mehr einen richtigen Winter um Schlittenfahren, etc.
Aber die Entscheidung für mich eilt ja auch noch nicht. Um auf mein ursprüngliches Problem zurück zu kommen: vorher wäre die Entscheidung keine Kinder - dass sie nicht mit den Folgen des Klimawandels leben müssen (wie auch immer diese dann in der Zukunft aussehen werden) zu bekommen, deutlich einfacher gewesen. Jetzt denke ich mir, Mist ich wünsche mir schon ein Kind. 

Ich versteh Dich schon. Und es ist ja auch gut, dass Du Dir so viele Gedanken machst und die sind auch nicht verkehrt. Ich kann auch den Gedanken verstehen: "Oh Gott, mein armes Kind, was wird das mal alles erleben müssen!"
Die habe ich auch.

Auf der anderen Seite ist es aber doch auch so: Wir leben (möglicherweise) nur einmal. Und sterben müssen wir alle irgendwann. Ob das jetz an Krebs ist, an einem Unfall, einer Klimakatastrophe, am Alter... Irgendwann ist es halt vorbei. Wir haben keine Garantie auf ein langes oder glückliches Leben und wir haben auch keine Garantie darauf, dass unsere Kinder es mal gut haben werden, so war das schon immer. Wir allein können die Welt auch nicht retten.

Wir können also nur versuchen, so zu leben, dass wir möglichst keinen Schaden anrichten (also auf die Umwelt und unsere Mitmenschen achten) und dabei dafür sorgen, dass wir zufrieden sind. Ein Kinderwunsch ist ein egoistischer Wunsch, aber deswegen ist er nicht verkehrt. Jeder muss schauen, dass er das aus seinem Leben macht, was ihn glücklich macht. Aus Angst sollte man sich nicht davon abhalten lassen.


PS: Was Smitee sagt, stimmt. Das habe ich auch gelesen, die Prognosen sagen, dass die Zahlen in den nächsten Jahrzehten zurückgehen werden.

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26. November 2019 um 11:55
In Antwort auf sina2000

Grundsätzlich sind diese Gedanken nicht unnormal. Die hatten auch unsere Eltern teilweise schon - kalter Krieg, Waldsterben,...
Aber letztenendes siegt dann doch der Wunsch ein Kind zu bekommen und damit die Welt ja auch wieder ein bisschen besser zu machen, indem man die richtigen Werte usw. mitgibt. 

Trotzdem frage ich mich manchmal auch, was mein Kind wohl so alles mitmachen muss, wenn man bedenkt, dass es vielleicht 100 jahre alt wird!

Ja das stimmt schon. Es gab ja auch Menschen die den ersten UND zweiten Weltkrieg miterleben mussten. Schlimme Umstände hat und wird es immer geben. 
man will wahrscheinlich nur das beste für sein Kind - auch wenn es noch gar keins gibt 😃😉

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26. November 2019 um 11:58
In Antwort auf nikita...

Ich versteh Dich schon. Und es ist ja auch gut, dass Du Dir so viele Gedanken machst und die sind auch nicht verkehrt. Ich kann auch den Gedanken verstehen: "Oh Gott, mein armes Kind, was wird das mal alles erleben müssen!"
Die habe ich auch.

Auf der anderen Seite ist es aber doch auch so: Wir leben (möglicherweise) nur einmal. Und sterben müssen wir alle irgendwann. Ob das jetz an Krebs ist, an einem Unfall, einer Klimakatastrophe, am Alter... Irgendwann ist es halt vorbei. Wir haben keine Garantie auf ein langes oder glückliches Leben und wir haben auch keine Garantie darauf, dass unsere Kinder es mal gut haben werden, so war das schon immer. Wir allein können die Welt auch nicht retten.

Wir können also nur versuchen, so zu leben, dass wir möglichst keinen Schaden anrichten (also auf die Umwelt und unsere Mitmenschen achten) und dabei dafür sorgen, dass wir zufrieden sind. Ein Kinderwunsch ist ein egoistischer Wunsch, aber deswegen ist er nicht verkehrt. Jeder muss schauen, dass er das aus seinem Leben macht, was ihn glücklich macht. Aus Angst sollte man sich nicht davon abhalten lassen.


PS: Was Smitee sagt, stimmt. Das habe ich auch gelesen, die Prognosen sagen, dass die Zahlen in den nächsten Jahrzehten zurückgehen werden.

Danke, das sind ermutigende Worte und der Tritt in den Arsch die ich vermutlich gebraucht habe.  

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26. November 2019 um 13:51

aber wieso lässt man vor einem halb jahr ein kind wegmachen um jetzt eines zu wollen?

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26. November 2019 um 15:40
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In Antwort auf carina2019

aber wieso lässt man vor einem halb jahr ein kind wegmachen um jetzt eines zu wollen?

Wo steht denn, dass sie jetzt eins will?

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26. November 2019 um 15:45
Beste Antwort
In Antwort auf carina2019

aber wieso lässt man vor einem halb jahr ein kind wegmachen um jetzt eines zu wollen?

Naja ich will ja jetzt nicht sofort eins. Und die Umstände warum ich die Abtreibung gemacht hab, haben sich seitdem auch nicht geändert. (diese Umstände hatten nichts mit Klimawandel etc zu tun falls du das denkst). Allerdings hat sich seitdem gefühlsmäßig in mir etwas getan. Vorher / während der Schwangerschaft war der Wunsch Kinder zu bekommen noch weeeit weg - emotional gesehen. 

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