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Kind zur Adoption freigegeben (vorsicht lang)

26. Dezember 2017 um 23:07

Hallo,

ich bin neu hier und frage auch nicht für mich selbst an sondern suche dringend ein paar Ratschläge um einer sehr guten Freundin zu helfen.

Meine Freundin hat im Dezember vollkommen überraschend ein Kind bekommen. Sie wusste nichts von einer Schwangerschaft und ging von einem Tumor aus (hat auch eine Überweisung vom Hausarzt an den Facharzt bekommen deswegen). Periode kam noch aber wie immer unregelmäßig. Die Geburt war ein Schock für sie und sie hat das Kind direkt am nächsten Tag zur Adoption freigegeben. Meiner Meinung nach noch immer unter Schock.
Sie geht auf die 40 zu, hat noch mal eine neue Ausbildung angefangen (den alten Beruf kann sie aus gesundheitlichen Gründen wegen der körperlichen Belastung nicht mehr ausüben), wohnt in einer WG, hat keine Familie oder Freunde in der Nähe zur Unterstützung und lebt gerade nur vom Ausbildungsgehalt und kennt sich mit Säuglingen nicht aus. Wer der Vater ist weiß sie nicht (außer, dass er vermutlich Tom oder ähnlich heißt, es war ein typischer ONS). Also halt keine guten Grundvoraussetzungen weswegen sie sich auch für die Adoption entschieden hat. Außerdem lag sie mit einer anderen Mama (+Baby) im Zimmer die zwar auch eine schwere Situation hatte aber eben Unterstützung hatte. Sie wollte das beste für das Kind aber als sie dann entlassen wurde und daheim nicht für die andere Mama sich nichts anmerken lassen musste um sie und deren Baby nicht irgendwie zu beeinträchtigen und Zeit hatte um nachzudenken und das zu verarbeiten ist sie komplett zusammengeklappt. Ich glaub wenn sie erst ein paar Tage nach der Geburt mit der Frau vom Adoptionsamt gesprochen hätte dann hätte sie auch Zeit gehabt nachzudenken und vor allem auch zuzuhören was es sonst noch für Möglichkeiten geben könnte. Ich weiß gar nicht wie sie das machen konnte. Sie ist eine unheimlich warmherzige und liebevolle Frau die auch mit meinen 3 Quälgeistern super toll und geduldig umgeht auch wenn ich sie mal ein paar Tage bei ihr abladen muss. Und sie hat eine enorme Power. Ich bin sicher auch mit der Ausbildung könnte sie ihrem Kind eine tolle Mama sein.

Es ist ihre Entscheidung aber ich glaube sie wird sie Zeit ihres Lebens bereuen und ich mache mir Sorgen das sie daran zugrunde geht. Ich bin dafür das Kinder nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen wenn die sich bewusst so entscheiden und es für das Kind einfach das beste ist weil die Eltern einfach keine Kinder haben sollten (Gewalt, Drogen, ... was auch immer). Aber für ihre "Hindernisse" muss es doch auch irgendwie Lösungen geben und ich glaube ein paar Tage später hätte sie niemals so entschieden oder wenn sie Zeit gehabt hätte sich auf ein Leben mit Kind vorzubereiten. Also suche ich Lösungen. Ich habe schon von Mutter-Kind-Heimen gelesen in der sie auch Austausch mit anderen Muttis hätte und vor allem Hilfe mit ihrem Kind hätte durch Leute die sich auskennen. Ausbildung geht auch in Teilzeit soweit ich herausgefunden habe. Und man kann wohl sogar vom Jugendamt Hilfe bekommen um eine Tagesmutter mitzufinanzieren während der Ausbildung? Weiß da jemand mehr oder kann mir gute Links oder Ansprechpartner nennen? Wenn ich richtig gelesen habe hat sie 8 Wochen Zeit ihre Entscheidung zu überdenken und ihr Kind doch selbst großzuziehen. Ihre Reaktion war zwar das sie das ihrer Maus nicht antun wird sie hin und her zu zerren wie eine Puppe aber ich möchte dennoch das sie weiß was vielleicht möglich wäre wenn sie sich doch entschließt sie aufzuziehen. 

Ich suche Hilfestellungen keine Verurteilungen von mir und ihr vollkommen fremden Personen.

Grüße
Mira
 

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