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Kind jetzt oder erst nach Abschluss der Promotion?

26. September 2009 um 0:18 Letzte Antwort: 28. September 2009 um 9:18

Hallo!

Ich bin 23 und studiere Chemie. Momentan bin ich in meinem Auslandssemester. Wenn ich wieder zuhause bin, überlegen mein Freund und ich schon seit langem, ob wir ein Kind zeugen sollen (oder es zumindest mal versuchen). Wir sind schon lange zusammen und ich bin mir sicher, dass ich ihn auch als Vater meiner Kinder haben möchte. Er würde auch gerne Kinder haben, am liebsten gestern .
Jetzt meine Frage: ist es besser jetzt oder später? Mein Freund promoviert momentan und ich bin im Masterstudium. Nachdem ich Chemikerin bin, würde ich auf jeden Fall noch bis nächsten Sommer warten, um alle Laborarbeiten vorher zu machen (ist schwanger und stillend unmöglich). Aber mein eigener Plan ist auch, fertig zu studieren und dann zu promovieren. Und Kinder möchte ich auch .. darum hatten wir gedacht, es ist von der Karriere Perspektive auf jeden Fall einfacher, eine Promotionsstelle zu finden nachdem man eine Pause gemacht hat, als einen Job zu finden. Also in anderen Worten, es wäre schlauer am Ende oder nach dem Master das Baby zu bekommen, als nach der Promotion. Dazu hätte ich gerne Einschätzungen. Ich bin außerdem in einer Studienstiftung, das heißt ich würde pro Monat knapp 1300 Euro bekommen, wenn ich das Kind vor Ende des Studiums bekomm. Ist das machbar? Und ist das gut? Soll man lieber vorher alles geregelt haben? Wir haben auch beide junge Mamas (beide 46), die auch noch arbeiten und deshalb nicht als Vollzeitomas einspringen können. Allerdings würden sie beide helfen, wo es geht ... haben sie gesagt. Und Omas haben wir auch noch (66, 66 und 70). Die haben Zeit aber vielleicht nicht mehr soo viele Nerven.

Danke für eure Beiträge!
Lala

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27. September 2009 um 20:07

Hallo Lala
Ich bin Molekularbiologin und habe mich für den späten Weg entschieden - d.h. ich habe erst promoviert und PostDoc gemacht und bin dann SS geworden. Somit bin ich keine junge Mama, bei der Geburt war ich 31, ich würde es aber immer wieder so machen. Bei mir und auch bei vielen meiner Studienkollegen war die Promotion eine harte Zeit mit viel, viel Arbeit und noch mehr Überstunden, "dafür" aber eben mit mickriger Bezahlung. Gerade im Labor kann man nicht die Pipette fallen lassen nur weil die KiTa schließt, manchmal hängen Versuche daran, an denen man vielleicht schon Tage pipettiert. Während meiner PostDoc-Zeit war ich auch in die Auswahl der PhD-Studenten involviert und ich muss sagen, auch wenn man das so offiziell nicht zugeben kann, ein Kind wäre eher ein negatives Kriterium gewesen.

Ich wurde nachdem ich drei Jahre PostDoc war SS und habe dann nach der Geburt 1 Jahr pausiert um jetzt wieder 20 h zu arbeiten, für mich die ideale Lösung. Wir können unserem Sohn ohne finanzielle Sorgen alles bieten was wir möchten. Auf der anderen Seite weiß ich, dass wenn der KiWu schon so groß ist so viele Jahre zu warten vielleicht eigentlich nicht durchzuhalten ist und kann verstehen, wenn man es anders plant.

Vielleicht hilft Dir das ja weiter!

Viele Grüße, Martina

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27. September 2009 um 23:14
In Antwort auf ran_12510551

Hallo Lala
Ich bin Molekularbiologin und habe mich für den späten Weg entschieden - d.h. ich habe erst promoviert und PostDoc gemacht und bin dann SS geworden. Somit bin ich keine junge Mama, bei der Geburt war ich 31, ich würde es aber immer wieder so machen. Bei mir und auch bei vielen meiner Studienkollegen war die Promotion eine harte Zeit mit viel, viel Arbeit und noch mehr Überstunden, "dafür" aber eben mit mickriger Bezahlung. Gerade im Labor kann man nicht die Pipette fallen lassen nur weil die KiTa schließt, manchmal hängen Versuche daran, an denen man vielleicht schon Tage pipettiert. Während meiner PostDoc-Zeit war ich auch in die Auswahl der PhD-Studenten involviert und ich muss sagen, auch wenn man das so offiziell nicht zugeben kann, ein Kind wäre eher ein negatives Kriterium gewesen.

Ich wurde nachdem ich drei Jahre PostDoc war SS und habe dann nach der Geburt 1 Jahr pausiert um jetzt wieder 20 h zu arbeiten, für mich die ideale Lösung. Wir können unserem Sohn ohne finanzielle Sorgen alles bieten was wir möchten. Auf der anderen Seite weiß ich, dass wenn der KiWu schon so groß ist so viele Jahre zu warten vielleicht eigentlich nicht durchzuhalten ist und kann verstehen, wenn man es anders plant.

Vielleicht hilft Dir das ja weiter!

Viele Grüße, Martina

Stimmt ... das Labor
Hallo Martina!

Danke für die Antwort. Ich hab damals für meine Bachelor Arbeit schon ewige Zeit im Labor verbracht und zwar echt gerne . Ich muss mich mal umhören, wie viele bei uns in der Uni schon Kinder haben. Ich weiß von einer, aber die hat ihr Kind quasi die ganze Woche bei der Oma. Die steht also auch ewig im Labor und hat damit kein Problem. Ja, darüber muss ich mir noch Gedanken machen. Keine Stelle zu bekommen wäre echt sehr dumm!

Hat mir weitergeholfen, danke
Lala

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28. September 2009 um 9:18


wir haben uns eine ähnliche frage gestellt, da wir auch noch nicht ganz fertig mit promotion/referendariat sind. aber::::: kinder plant man nicht, die kommen. macht euch nicht verrückt mit dieser planerei!!!!!
das meine ich wirklich ernst. was ist, wenn du den perfekten zeitpunkt abwartest und du nicht schwanger wirst? oder das kind verlierst? oder es krank ist? was nützt dir dann alles geld der welt?
wir haben auch mal so gedacht. nachdem ich eine fehlgeburt hatte denken wir ganz anders. ich bin dankbar, wenn ich ein gesundes kind bekomme-es ist mir egal, ob wir geld haben oder nicht(momentan ja eher nicht). und vor allem: wir haben ja eine perspektive-ihr ja auch. sie ist nur noch nicht da.

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