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Keine Ahnung was ich machen soll

10. April 2012 um 16:02 Letzte Antwort: 17. April 2012 um 19:36

Ich bin schwanger, laut meiner Rechnung in der 7. Woche. Dazu gekommen ist es, weil der Nuvaring anscheinend aus mir verschwunden ist, ohne dass ich es bemerkt habe. Als ich den Ring raus ziehen wollte nach 21 Tagen, war nichts da. Ich kann mir nicht erklären, wann und wie das passiert sein kann. Wir hatten in dem Monat auch nur 1x mal Sex, da muss es passiert sein. Klingt total nach Ausrede, hab auch immer gedacht, wer "aus Versehen" schwanger wird ist doof, aber nun ist es mir selbst passiert. Es ist für uns persönlich ein total ungünstiger Zeitpunkt.
Ich bin 30 Jahre alt, verheiratet und habe einen 7 Monate alten Sohn. Im Januar sind wir in unser Haus gezogen, was wir vorher monatelang renoviert haben. Gerade in der ersten Zeit, als unser Sohn noch sehr klein war und in der Schwangerschaft, war ich viel allein, da mein Mann im Haus gearbeitet hat nach der Arbeit. Dann kam der Umzug, dann das Chaos danach, finanzielle Sorgen, wir waren wochenlang am Stück krank vermutlich als Resultat der monatelangen Überarbeitung. Jetzt sind wir gerade so wieder gesund, da mache ich eher um es auszuschließen den Test und er ist postiv. Mein Mann und ich haben gestern den ganzen Tag nur geheult. Schon mit einem Baby merken wir, dass wir oft an unsere Belastungs- und Nervengrenzen stoßen, unser Kleiner ist ein Kind, dass sehr viel Zuwendung braucht. Dazu noch der Haushalt und andere anfallende Sachen wie Papierkram überfordern mich zeitweise. Man muss dazu sagen, dass mein Mann und ich aus beruflichen Gründen vor ein paar Jahren her gezogen sind und unsere Familien weit weg sind. Wir haben zwar Kontakte und Freundschaften hier, die sind aber auch mit ihrem Leben beschäftigt, haben selbst Kinder oder sind berufstätig, also keine Möglichkeit der Unterstützung. Meine Mutter kam zur Not schon angereist, aber die muss auch arbeiten und kann natürlich nicht immer und auch nicht mal nur kurz für ne Stunde kommen und ich den Kleinen zu ihr bringen. Also wuppen wir das alleine. Mit einem Kind war es heftig, als wir alle drei krank waren und wir beide durch Fieber so schlapp waren, dass wir Mühe und Not hatten unseren Sohn zu versorgen. Wie sollen wir da bloß mit zwei Kindern klar kommen???
Ich hätte niemals gedacht, dass ich jemals über eine Abtreibung nachdenken würde, habe Frauen dafür insgeheim auch verurteilt. Wenn ich daran denke, dass ich es tun muss, laufen mir die Tränen. Aber ich sehe keine Wege, ohne dass mein Sohn auf der Strecke bleibt oder ich psychisch als Wrack ende, was wiederum für meinen Sohn katastrophal wäre. Ich bin selbst mit einer überforderten, depressiven Mutter groß geworden und habe mir geschworen, dass ich das meinem Kind niemals antun werde. Mit einem Abbruch würde ich mich letztendlich für meinen Sohn und meine Familie und gegen einen Zellhaufen entscheiden. Rational geshen. Emotional ist das was ganz anderes. Ich habe so angst, dass ich mir das niemas werde verzeihen können. Ich glaube, dass man sehr wohl einen Abbruch verkraften kann, wenn man voller Überzeugung dahinter steht. Aber wie man sieht tue ich das nicht. Rational ist es aber die einzig gehbare Lösung, Hilfe gibt es in Deutschland anscheinend nur für Sozialfälle, "besserverdiener" wie wir müssen klar kommen. Vom Geld her gesehen kommen wir aber gerade so über die Runden, weil die Raten fürs Haus uns kaum Luft lassen. Geld für eine Tagesmutter ist nicht da und die Krippe ab 1 Jahr würde auch zu viel kosten. Ich stände also mit einem 1 1/2 jährigen und einem Neugeborenen mutterseelenallein da und dieser Situation fühle ich mich gar nicht gewachsen.
Einen Frauenarzttermin zu bekommen ist auch ein Ding der Unmöglichkeit, meine FÄ ist im Osterurlaub und bei den 5 anderen die ich angerufen habe, ist man mit einem SS Test kein Notfall und frühestens in einer Woche dran. Ohne Arzttermin kein Beratungsgespräch bei profamilia und das Baby in mir wird immer größer und größer. Ich bin echt am verzweifeln.
Das war jetzt lang, danke fürs Lesen

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10. April 2012 um 17:07

Hallo
Hi nelly, wenn du dich schon bei der Vorstellung einen Abbruch durchzuführen schlecht fühlst...rate ich dir von einer Abtreibung ab.

Du hast bestimmt schon einen Mutterkindpass.
Den Mukipass kriegste ja jetzt schon und net erst nach der Geburt.
Du bist jetzt schon Mama dieses Kindes, dass sich sicher und geborgen in dir fühlt.
Denk daran du bist jetzt schon Mutter, eine Abtreibung macht dich zu einer Mutter eines toten Kindes

Wenn deine Eltern sterben, dann verlierst du deine Vergangenheit.
Stirbt dein Kind, so verlierst du deine Zukunft.

Handle nur nicht überstürzt und höre nur auf dein Herz.

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10. April 2012 um 17:09

Danke...
... ja, das Problem ist, nur wir können es einschätzen, oder auch nicht Mein Mann möchte das Kind nicht haben, sagt aber bevor ich meines Lebens nicht mehr froh werde bekommen wir's. Nur weiß ich nicht, ob ich auch total unglücklich weil überfordert mit 2 Kindern da hängen werde.

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10. April 2012 um 17:21

Hallo
Wie ich unten schon geschrieben habe, wenn du dir nicht sicher bist höre auf dein Herz.

Du bist die Mama dieses Kindes, dass dich über alles liebt.
Ich meine klar ist es mit zwei anstrengender, aber auch nicht unmöglich. Gib deinem Kind eine Chance fühl dich gaaaaanz
arg gedrückt

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10. April 2012 um 18:24

Hallo
Ich habe meinen in der dritten Woche bekommen.
Meine Ärztin hat gesagt, sie sind jetzt Mutter und nicht erst nach der Geburt !
Willst du jetzt behaupten du hast mehr Ahnung wie eine Gynäkologin?

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10. April 2012 um 18:53

Wenn man ein Wunschkind im Bauch hat...
...bekommt man vielleicht den Mupa schon früher. Hatte ich bei meinem ersten Kind auch. Da war ich ganz heiß drauf. Aber wenn man das nicht will, bekommt man auch keinen.
Solche Dinge wie "gib dem Leben eine Chance" sind schnell gesagt, aber wenn das ganze Leben den Bach runter geht und man weder sich selbst, noch dem ersten Kind oder dem Partner und geschweige denn dem neuen Leben gerecht werden kann, endet das alles im Zusammenbruch.
Ich denke, damit ist keinem geholfen.
Wenn ich meinen Sohn und meinen Mann ansehe, fühle ich großes Glück über meine kleine Familie und denke, ich sollte es dabei belassen und nicht alles wieder aufmischen nach der krassen Zeit die wir hinter uns haben. Einfach mal das vorhandene Glück genießen. Und nicht wieder in eine unsichere Zukunft blicken und Ängste ausstehen wie das alles werden soll. Das ist wieder die rationale Seite. Ob ich emotional noch da hin komme werden die nächsten Tage zeigen.

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10. April 2012 um 21:39


Wie du willst, du musst damit leben!
Komm aber dann später nicht damit, dass du es bereust.
Weil du diese Gründe nennst. Kenne Frauen die haben viel weniger Geld und n paar mehr Kinder sind aber trotzdem glücklich.
Also hab dann mit dir kein Mitleid, sondern mit dein Kind.

Ich mein ein SSA kannst du nie mehr rückgängig machen.

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10. April 2012 um 21:53

Hallo
Ich weis wie du dich fühlst und in was für einer situation du dich befindest.fühl dich ganz feste von mir gedrückt und lass dich von denen die dich versuchen hier runter zu machen nicht kaputt machen.es ist deine entscheidung und niemand kann dir da rein reden.ich selbst war bzw.bin auch gegen abtreibung.aber manchmal geht es nicht anderst. Lg

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10. April 2012 um 22:50

Nelly
Hallo Nelly,
dass Du bei so einer ungeplanten Schwangerschaft zunächst am Verzweifeln bist ist verständlich.
Dass Du während des Hausbaus mit 1 Kind an Grenzen kommst ist verständlich, aber wir wachsen mit und an unseren Aufgaben. Und das 1. Kind bringt immer allen Rhytmus durcheinander. Beim 2. Kind ist dies dann schon alles erledigt und Du hast einen großen Erfahrungsschatz, unterschätze den nicht.
Es kann jedoch nicht darum gehen, was Du tun sollst, sondern darum, dass Du eine Entscheidung treffen kannst auf die Du in vielen Jahren stolz sein kannst.
Deine Angst, dass Du eine Abtreibung nicht verkraftest, halte ich für berechtigt, denn es kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belasten kann. Weil die logischen Argumente des Verstandes anschließend wenig zählen, wenn das Herz weh tut. Gerne kannst Du Dich an ausweg-pforzheim.de wenden, die helfen nicht nur Besserverdienern oder Sozialhilfeempfängern. Die werden Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn Deine Mutter so weit weg wohnt, dann kannst Du Dir Ersatzgroßeltern besorgen. Dies sind Ehepaare die hätten gerne Enkel, haben dies aber nicht.
Die machen dies dann kostenlos und mit Freude und Euch wäre weitergeholfen.
LG itemba

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10. April 2012 um 23:03

Nach dem Stress
ist es doch normal, dass Ihr am Ende Eurer Kräfte seid. Allerdings dauert es noch 7 Monate, bis der Nachwuchs kommt. In der Zeit könnt Ihr Euch einleben, mehr Bekanntschaften knüpfen und Euer Sohn wird auch älter. Wir haben auch zwei Kinder und die Umstellung von 0 auf 1 war bedeutend grösser als von 1 auf 2. Denkt mal über einen Babysitter nach. Ein Mädchen aus dem Dorf, das sich ein paar Euro verdienen möchte. Die kann man sich leisten und die nehmen einem die Kinder gerne mal für ein paar Std. ab. Wie schon mal jemand gesagt hat, andere schaffen mehr Kinder mit weniger Geld. Auch Ihr schafft das. Kinder bringen ja nicht nur Negatives mit sich.

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11. April 2012 um 14:54

Hallo
Also ich hab in in der dritten Woche gekriegt... und als ich im vierten Monat war hat die Frauenärztin gesagt, sie sind jetzt schon Mama dieses Kindes, auch wenn es noch im Bauch ist.

Immerhin hat man ja auch schon von vorherein, auch wenn es im Bauch ist für das Kind Verantwortung zu tragen, wie zum Bsp.kein Alkohol trinken usw.
Eine Gynäkologin weiß bestimmt was sie sagt!!!!

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11. April 2012 um 15:16

Hallo
Sie hat zu mir gesagt, denn Mukipass muss eine schwangere Frau immer mit sich tragen, falls was wäre oder so...
und ja ich hab ihn ziemlich früh gekriegt, weiß net wie s deiner gemacht hat?

Es geht mir nur darum, dass sie mir von vornerein erklärt hat, dass ich jetzt schon Mama bin und darauf aufpassen soll.
Kein Alkohol,Stress usw., da es dem Kind schadet.
Ein Arzt der sein Geld verdient redet von Schwangerschaft, Frauenärzte die nicht damit Geld verdienen sagen Kind, Baby.

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17. April 2012 um 17:54

Danke für eure lieben Worte
Ich war inzwischen zur Beratung bei profamilia. Das hat mir sehr geholfen. Leider gibt es keine ausreichenden Hilfen für uns, zumindest nichts was bezahlbar wäre. Ich bräuchte irgendwen in der Nähe, der mir den Kleinen abnehmen kann, wenn ich nicht mehr kann. Und den gibt es nunmal nicht. Und dass wir noch Ersatzgroßeltern finden, darauf kann man sich nicht verlassen. Gerade, wenn wir oder die Kinder krank wären, nimmt doch niemand einem etwas ab aus Angst sich anzustecken. Was auch verständlich ist, sowas machen nur wirkliche Verwandte.
Und was mir die Beratung vor allem gebracht hat war, dass ich das kaputte Rollenvorbild was mir meine Mutter mitgegeben hat, als Grund für meine Ängste klar geworden ist. Ich werde an mir arbeiten müssen, ein anderes Selbstbild zu entwickeln, dann bin ich auch bereit, eine fröhliche, zupackende Mama zu werden. In ein paar Jahren. Jetzt muss ich erstmal meine Grenzen erkennen und akzeptieren.
Auch die körperlichen, meine letzte SS war so kompliziert, dass ich ziemlich sicher sogar am Ende liegen müsste. Auch, weil ich leider per Kaiserschnitt entbinden musste vor 7 Monaten und die Narbe wahrscheinlich am Ende nicht halten würde. Wer versorgt meinen Sohn, wer trägt ihn die Treppe rauf und runter... All das wird mir rein körperlich wahrscheinlich nicht möglich sein.
Deshalb hat mir meine Frauenärztin heute eine Überweisung ausgestellt, in der der Abbruch als medizinisch notwendig bzw ratsam beschrieben ist. So zahlt auch die Krankenkasse den Eingriff. Am Freitag habe ich den OP Termin, ich hoffe ich kann auch weiterhin hinter der Entscheidung stehen, ich bin mir aber immer sicherer. Das Kind wird immer unser Sternenkind sein, ich werde es nicht vergessen. Wenn seine Seele irgendwo da draußen herum schwirrt, wird es verstehen, dass es momentan einfach nicht geht.

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17. April 2012 um 19:36
In Antwort auf adhara_12673294

Danke für eure lieben Worte
Ich war inzwischen zur Beratung bei profamilia. Das hat mir sehr geholfen. Leider gibt es keine ausreichenden Hilfen für uns, zumindest nichts was bezahlbar wäre. Ich bräuchte irgendwen in der Nähe, der mir den Kleinen abnehmen kann, wenn ich nicht mehr kann. Und den gibt es nunmal nicht. Und dass wir noch Ersatzgroßeltern finden, darauf kann man sich nicht verlassen. Gerade, wenn wir oder die Kinder krank wären, nimmt doch niemand einem etwas ab aus Angst sich anzustecken. Was auch verständlich ist, sowas machen nur wirkliche Verwandte.
Und was mir die Beratung vor allem gebracht hat war, dass ich das kaputte Rollenvorbild was mir meine Mutter mitgegeben hat, als Grund für meine Ängste klar geworden ist. Ich werde an mir arbeiten müssen, ein anderes Selbstbild zu entwickeln, dann bin ich auch bereit, eine fröhliche, zupackende Mama zu werden. In ein paar Jahren. Jetzt muss ich erstmal meine Grenzen erkennen und akzeptieren.
Auch die körperlichen, meine letzte SS war so kompliziert, dass ich ziemlich sicher sogar am Ende liegen müsste. Auch, weil ich leider per Kaiserschnitt entbinden musste vor 7 Monaten und die Narbe wahrscheinlich am Ende nicht halten würde. Wer versorgt meinen Sohn, wer trägt ihn die Treppe rauf und runter... All das wird mir rein körperlich wahrscheinlich nicht möglich sein.
Deshalb hat mir meine Frauenärztin heute eine Überweisung ausgestellt, in der der Abbruch als medizinisch notwendig bzw ratsam beschrieben ist. So zahlt auch die Krankenkasse den Eingriff. Am Freitag habe ich den OP Termin, ich hoffe ich kann auch weiterhin hinter der Entscheidung stehen, ich bin mir aber immer sicherer. Das Kind wird immer unser Sternenkind sein, ich werde es nicht vergessen. Wenn seine Seele irgendwo da draußen herum schwirrt, wird es verstehen, dass es momentan einfach nicht geht.

Tue Dich doch mit jemandem zusammen
Eine andere Mutter, so dass Ihr Euch gegenseitig unterstützen könnt. Oder such Dir ein Schulmädchen, das gerne hie und da Deine Kinder hütet. Sowas findet man schnell mal über eine Anzeige in der Zeitung! Und keiner wird Deinen Sohn tragen müssen. Der kann nämlich gehen, wenn das Kleine da ist. Ich habe auch zwei Kleinkinder und einen kaputten Rücken. Die Grosse muss halt auch ihre eigenen Füsse benutzen und tut das sogar freiwillig.

Das mit der Seele ist so ein Ding. Wenn jemand tatsächlich glaubt, dass das Kind soviel Bewusstsein besitzt, dass es als Engel weiss, dass es abgetrieben worden ist und dann auch noch von wem, dann sollte Abtreibung eigentlich gar nicht in Frage kommen, oder?

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