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Kaiserschnitt - welche Betäubung?

14. Januar 2010 um 13:01

Hallöchen!

Ich bin jetzt in der 33. SSW. Da mein Baby sich nicht drehen will, werde ich wohl einen Kaiserschnitt bekommen.

Ich habe nun viele Fragen wegen der Betäubung und würde mich über viele hilfreiche Antworten von euch freuen.

1. Was genau ist der Unterschied zwischen einer PDA und Spinalanästhesie? Hat man bei beiden einen Katheter im Rücken? Und wie lange hält die Betäubung an? Wann wird der Schlauch wieder entfernt?
2. Kann die Betäubung auch während der OP nachlassen?
3. Stimmt es, dass man bei einer Vollnarkose während einer Intubation auch Zähne verlieren kann?
4. Wie genau wird man auf die OP vorbereitet - was gehört da alles dazu? Bekommt man IMMER einen Einlauf vorher? Und wird man während der PDA bzw. Spinal. auch beatmet und mit Sauerstoff versorgt? Kann man sowas auch verweigern, wenn es nicht dringend notwendig ist?
5. Darf der Partner auch bei Vollnarkose dabei sein?

Danke schon mal für eure Hilfe.

LG... Anja

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15. Januar 2010 um 7:47

Danke....
Hallo!

Vielen Dank für die Antwort. Hast mir wirklich sehr weiter geholfen.

LG... Anja

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15. Januar 2010 um 12:12

Erfahrungsbericht
Hallo,

ich hoffe meine Antwort kann dir weiterhelfen. Ich habe meine wunderschöne kleine Tochter Anfang Dezember auch per KS zur Welt gebracht in der 38.+1 SSW. Der KS war geplant wegen meiner Augen und der Termin wurde ca. 2 Wochen vor den ET gelegt. Einen Tag vor der OP hatte ich in der Klinik ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Bis zu dem Zeitpunkt war ich der Überzeugung, nur mit einer Vollnarkose werde ich das ganze überstehen, denn ich bin schmermäßig ein ziemlicher Schisser! Die Ärzte haben mich allerdings von einer Spinalanästhesie überzeugt. Was genau der Unterschied zur PDA ist, weiß ich nicht mehr, es wird in eine andere Region gestochen, aber letzten Endes kommt es aufs selbe raus. Man ist nicht bewegungsunfähig wie in der anderen Antwort beschrieben!!! Jetzt aber erstmal der Reihe nach: Man wird ins KH bestellt, im Kreißsaal OP-fertig gemacht durch eine Hebamme, dh. man bekommt die Strümpfe an, ein Katheder wird gelegt (ist echt aushaltbar, und das will was heißen, wenn ich das sage ), und dann gehts in den OP. Mein Mann durfte nicht mit (ist in der Uni in DD so, er hätte allerdings nachgeholt werden können wenn ich es nervlich nicht ausgehalten hätte unter der OP). Im OP selbst muss man sich erst auf den Tisch setzen und der Anästhesist spritzt erst ein kleines Beäubungsmittel in den Rücken (kurzes Autsch) und danach die eigentliche Anästhesie die man aber durch die Betäubung vorher fast gar nicht mehr merkt, was mich wirklich erstaunt hat (aber nichts mit Katheder - nur Spritze). Im Übrigen wurde mir gesagt vorher dass es jederzeit möglich ist ein Schlafmittel gespritzt zu bekommen, wenn man es überhaupt nicht aushalten sollte. Danach wird man hingelegt und der Tisch wird mit einem etwas bewegt, da bei der Spinal das Mittel im Körper fließt und es wird getestet mit Kälte ob es wirkt und wenn die richtige Position erreicht ist wird der Tisch festgestellt. Bei mir waren alle super nett so dass mir mein Mann fast gar nicht gefehlt hat. Die einzige Nebenwirkung war nur das mir übel wurde, was aber normal ist wenn man hochschwanger auf dem Rücken liegt. Als die OP losging, war ich so ins Gespräch mit meinem Narkosearzt vertieft, der an meinem Kopf saß und mir ganz lieb die Hand gehalten hat, dass ich sogar das Aufschneiden verpasst habe. Und plötzlich war sie da, das ging so schnell, gut und der Moment dann, der ist eh nicht zu beschreiben . Als mein Engelchen dann weg war zur Untersuchung wurde ich zugenäht aber auch das merkte ich nicht. Wie gesagt, weiterhin lockere und lustige Gespräche. Ich konnte mich vom Bauch aufwärts voll bewegen, eine Hand wird auch angeschnallt und selbst die Beine sind nicht komplett taub sondern kitzeln leicht, also vergiss das was im anderen Artikel stand! Aber ich habe NULL gespürt von der OP, lediglich das Drücken auf dem Bauch bevor das Baby geholt wird um Wehen zu imitieren, aber das tut NICHT weh, man merkt es nur. Einen Einlauf gibt es übrigens nicht. Braucht man in der Regel auch nicht. Hinterher liegt man wieder im Kreißsaal, ich hatte einen 4kg Sandsack auf meiner Wunde (hilft bei der besseren Wundheilung für 4 h) und mir ging es soweit gut. Außer die Nachwehen, die setzten so nach 2 h ein, da wirkte die Narkose schon nicht mehr richtig, die waren schlimm. Aber sobald die anfangen bekommt man Schmerzmittel gespritzt dann merkt man wieder gar nichts mehr. Aufstehen musste ich am nächsten Tag, ist machbar, und dann auf Toilette, ist auch machbar, dann kommt auch der Katheder raus, merkt man nicht mal!! Duschen dann am 3.Tag (hatte ich auch Schiss vor, geht aber auch - dann kommt der Verband ab, man glaubt es nicht aber es ist schon zugeheilt - Wahnsinn). Alles in allem kann ich die Spinal-Methode nur empfehlen und würde allen die wählen können von einer Vollnarkose dringend abraten. Das Baby bekommt nichts von der Betäubung ab und die Möglichkeit in dem Moment wenn dein Kind geboren wird wach dabei zu sein, die ist unbezahlbar und erhält man nie zurück wenn es nicht so war. Ich habe sie gesehen, schreien gehört, gefühlt, konnte sie küssen, um nichts in der Welt möchte ich diesen Augenblick missen. Es gibt Frauen, die haben nach einer VN Probleme zu begreifen, dass das Kind was ihnen da so angezogen präsentiert wird, als ihres zu betrachten. Das mein Mann nicht dabei war war ok im Nachhinein. Er war dafür draußen für die Maus da und hat dann mit ihr die ersten Minuten verbracht. Das gönn ich den beiden. Mach dich nicht verrückt vorher, wer weiß ob es überhaupt zum KS kommt und wenn, das schöne Erlebnis der Geburt steht doch über dem ganzen. Jetzt 6 Wochen später, geht es mir wirklich super für solch eine Bauch OP! Meine Kleine lag übrigens wegen einer angeborenen Lungenentzündung auf der Intensivstation und ich wurde 5 Tage nach der Geburt ohne sie entlassen. DAS sind Dinge die kaum aushaltbar sind. Allerdings bin ich ab dann jeden Tag morgens in die Klinik und erst spät abends wieder nach Hause und war den ganzen Tag trotz KS und schlecht Laufen können auf den Beinen. Wenn man will kann man.
Ich wünsch dir alles GUTE!!

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15. Januar 2010 um 12:17

Wo hast du denn den Schmarr her??
zu 1. - PDA wird auch beim KS gesetzt, ist unterschiedlich. Wie gelähmt ist man bei einer Spinal NICHT. Ich hatte eine und kann es deswegen sehr gut einschätzen. Wo du allerdings diese komischen Aussagen her hast ist fragwürdig. zu 2. Nachspritzen geht z.B. bei einer Spinal NICHT - einer der Nachteile dabei! Es liegt auch KEIN Katheder im Rücken. Es ist nicht schön falsche Aussagen als Tipps weiterzugeben. VG!

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15. Januar 2010 um 13:51

Halli hallo ...
Meine kleine Prinzessin ist auch per KS geboren, sie wollte sich auch nicht drehen.
Soweit ich es verstanden hab liegt der Unterschied bei einer PDA und einer Spinalanästhesie darin, dass man bei der PDA Brustabwärts bis zu den Oberschenkeln betäubt ist und bei der Spinalanästhesie sind die Beine mit betäubt und das Narkosemittel mit in andere Bereiche gespritz, also in den Peridualraum bei der PDA und bei Spinalanästhesie in den Spinalkanal. Bei mir sollte es es eigentlich eine PDA werden aber es wure eine Spinalanästhesie. Weder die örtliche Betäubung, noch das Katheter legen im Rücken tat weh. Die Betäubung in den Beinen ließ ca. 40 min nach dem KS nach und die restliche Narkose war so ca. 4 Std später vollständig weg. Der Schlauch wurde mir noch am selben Abend entfernt, auch das spürte ich kein bisschen. Ich denke nicht, dass die Betäubung während der OP nachlässt, die Dosis wird genau auf deinen Körper abgestimmt. Während der OP sind viele Ärzte und Anästhesisten dabei, diese überwachen genau was in deinem Körper vor sich geht und du wirst auch immer wieder gefragt ob alles ok ist. Ich hab noch nichts gehört das jemanden die Zähne bei einer Intubation "ausgeschlagen" wurden, aber sollte es sehr grob zugehen, kann dies sicher auch mal passieren, was es natürlich nicht sollte. Mir wurde einen Tag vor dem KS Blut abgenommen, ein CTG gemacht, Blutdruck und Puls gemessen, die Beine für die schicken Thrombosestrümpfe gemessen und ich bekam eine Thrombosespritze, welche du auch die Tage nnach der OP bekommst, da du ja noch eingeschränkt bist in der Bewegung. Am Tag der OP wurde wieder CTG gemacht, Puls, Blutdruck gemessen, evtl. wirst nochmal aan der Bikinizone rassiert, die Flexülen werden gelegt, du bekommst eine Infusion umd en Kreislauf zu stabilisieren. Im OP-Saal bekam ich noch ein Beruhigungsschnäppschen und nachdem die Betäubung wirkte, wurde mir der Blasenkatheter gelegt. Das merkte ich kaum und darüber machte ich mir die meisten Gedanken, komischerweise. Dann wurde ich an sämtliche Überwachungsgeräte angeschlossen, bekam Sauerstoffzufuhr über die Nase und dann wurde immer wieder getestet wie weit die Narkose schon wirkte. Ob du die Sauerstoffzufuhr verweigern kannst, weiß ich nicht, ich hätte sie auch nicht gebraucht aber es ist auch nichts schlimmes oder unangenehmes. Als nun alles fertig vorbereitet war, was ca. 1,5 Std dauert und ich auf dem OP-Tisch festgeschnallt war an Händen und Beinen, durfte endlich mein Freund zu mir. Bei einer Vollnarkose darf der Partner nicht dabei sein. Vom Schnitt bis zur Geburt unserer kleinen Prinzessin dauerte es nur 7 Minuten ... was für ein Gefühl als ich sie schreien hörte, mir kullerten nur so die Tränen vor Freude! Das Vernähen der Hautshichten dauerte ca. 45 min., danach kam ich in den Aufwachraum, doch dort blieb ich nicht lange, ich wollte schnell zu meinen beiden Schätzen. Nach der OP ging es mir wirklich ziemlich gut, ich war noch an eine Schmerzpumpe ageschlossen und konnte mir nach Bedarf Schmerzmittel spritzen, dieses geht allerdings ziemlich auf den Kreislauf. Das merkte ich als ich 6 Std. nach der OP aufgestanden bin. Die Schmerzen beim Aufstehen verringert man, indem man sich ein Handtuch auf die Narbe drückt und seitlich aus dem Bett aufsteht, aber das zeigen dir die Schwestern wie's geht. Alles in allem muss ich sagen war es kein bisschen schlimm...weder die Betäubung, noch die Op, vom Ruckeln, Wackeln und Drücken auf dem Bauch merkte ich nichts bzw weiß ich es nicht mehr durch den tollen Leck mich am A****-Trunk, auch meine Narbe verheilte super schnell und ich hatte keine Probleme hinterher.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Viel Glück und alles Gute

LG

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18. Januar 2010 um 8:59
In Antwort auf amie_12282801

Halli hallo ...
Meine kleine Prinzessin ist auch per KS geboren, sie wollte sich auch nicht drehen.
Soweit ich es verstanden hab liegt der Unterschied bei einer PDA und einer Spinalanästhesie darin, dass man bei der PDA Brustabwärts bis zu den Oberschenkeln betäubt ist und bei der Spinalanästhesie sind die Beine mit betäubt und das Narkosemittel mit in andere Bereiche gespritz, also in den Peridualraum bei der PDA und bei Spinalanästhesie in den Spinalkanal. Bei mir sollte es es eigentlich eine PDA werden aber es wure eine Spinalanästhesie. Weder die örtliche Betäubung, noch das Katheter legen im Rücken tat weh. Die Betäubung in den Beinen ließ ca. 40 min nach dem KS nach und die restliche Narkose war so ca. 4 Std später vollständig weg. Der Schlauch wurde mir noch am selben Abend entfernt, auch das spürte ich kein bisschen. Ich denke nicht, dass die Betäubung während der OP nachlässt, die Dosis wird genau auf deinen Körper abgestimmt. Während der OP sind viele Ärzte und Anästhesisten dabei, diese überwachen genau was in deinem Körper vor sich geht und du wirst auch immer wieder gefragt ob alles ok ist. Ich hab noch nichts gehört das jemanden die Zähne bei einer Intubation "ausgeschlagen" wurden, aber sollte es sehr grob zugehen, kann dies sicher auch mal passieren, was es natürlich nicht sollte. Mir wurde einen Tag vor dem KS Blut abgenommen, ein CTG gemacht, Blutdruck und Puls gemessen, die Beine für die schicken Thrombosestrümpfe gemessen und ich bekam eine Thrombosespritze, welche du auch die Tage nnach der OP bekommst, da du ja noch eingeschränkt bist in der Bewegung. Am Tag der OP wurde wieder CTG gemacht, Puls, Blutdruck gemessen, evtl. wirst nochmal aan der Bikinizone rassiert, die Flexülen werden gelegt, du bekommst eine Infusion umd en Kreislauf zu stabilisieren. Im OP-Saal bekam ich noch ein Beruhigungsschnäppschen und nachdem die Betäubung wirkte, wurde mir der Blasenkatheter gelegt. Das merkte ich kaum und darüber machte ich mir die meisten Gedanken, komischerweise. Dann wurde ich an sämtliche Überwachungsgeräte angeschlossen, bekam Sauerstoffzufuhr über die Nase und dann wurde immer wieder getestet wie weit die Narkose schon wirkte. Ob du die Sauerstoffzufuhr verweigern kannst, weiß ich nicht, ich hätte sie auch nicht gebraucht aber es ist auch nichts schlimmes oder unangenehmes. Als nun alles fertig vorbereitet war, was ca. 1,5 Std dauert und ich auf dem OP-Tisch festgeschnallt war an Händen und Beinen, durfte endlich mein Freund zu mir. Bei einer Vollnarkose darf der Partner nicht dabei sein. Vom Schnitt bis zur Geburt unserer kleinen Prinzessin dauerte es nur 7 Minuten ... was für ein Gefühl als ich sie schreien hörte, mir kullerten nur so die Tränen vor Freude! Das Vernähen der Hautshichten dauerte ca. 45 min., danach kam ich in den Aufwachraum, doch dort blieb ich nicht lange, ich wollte schnell zu meinen beiden Schätzen. Nach der OP ging es mir wirklich ziemlich gut, ich war noch an eine Schmerzpumpe ageschlossen und konnte mir nach Bedarf Schmerzmittel spritzen, dieses geht allerdings ziemlich auf den Kreislauf. Das merkte ich als ich 6 Std. nach der OP aufgestanden bin. Die Schmerzen beim Aufstehen verringert man, indem man sich ein Handtuch auf die Narbe drückt und seitlich aus dem Bett aufsteht, aber das zeigen dir die Schwestern wie's geht. Alles in allem muss ich sagen war es kein bisschen schlimm...weder die Betäubung, noch die Op, vom Ruckeln, Wackeln und Drücken auf dem Bauch merkte ich nichts bzw weiß ich es nicht mehr durch den tollen Leck mich am A****-Trunk, auch meine Narbe verheilte super schnell und ich hatte keine Probleme hinterher.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Viel Glück und alles Gute

LG

...
Hallöchen!

Eure Berichte sind wirklich toll. Vielen Dank. Jetzt hab ich gar nicht mehr allzu große Angst. Mir ist es auch lieber, wenn ich vorher weiß, dass ein Kaiserschnitt gemacht wird und ich weiß was auf mich zukommt. Bei einem Notkaiserschnitt wüsste ich glaub ich gar nicht wie ich das hinterher alles verarbeiten soll.

LG... Anja

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