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Kaiserschnitt vs. normaler Geburt - Einleitung

26. Mai 2014 um 9:05 Letzte Antwort: 27. Mai 2014 um 17:27

Hallo zusammen,

ich wollte mal meinen Erfahrungsbericht runterschreiben, da ich dazu soviele Fragen lese. Meine 1. Schwangerschaft liegt schon ein bißchen zurück, bin derzeit in der 2.ten und daher wieder vermehrt an dem Thema dran.

Ich hatte damals das Glück, dass ich eine sehr sehr gute ältere (mitt-50er) Hebamme hatte, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Es ist nämlich so, dass die Krankenhäuser und Kliniken heutzutage sehr gerne einen Kaiserschnitt machen und die Mütter in dem Glauben lassen, sie könnten aufgrund dem Gewicht des Kindes usw.. nicht normal gebären. Faktisch dauert ein Kaiserschnitt ca. 30min... und bringt dem Krankenhaus ca. 3000 Euro von der Krankenkasse... eine normale Geburt nur etwas die Hälfte mit offener Zeit natürlich.... daher würde ich mich immer auch von eurer Hebamme, Frauenarzt oder wie auch immer beraten lassen, ob ein Kaiserschnitt wirklich nötig ist. Ich persönlich würde mir NUR einen machen lassen, wenn ich aufgrund der Lage des Kindes keine andere Wahl hätte.

Gleiches gilt für die Einleitung der Geburt. Meine Hebamme meinte damals, das Kind kommt, wenn es soweit ist und nur wenn du mehr als 1 Woche drüber bist (Fruchtwasser zB nicht mehr ausreicht, Kind nicht mehr ausreichend versorgt wird usw.), müssen wir schauen, ob wir einleiten. Nicht wie von so vielen Krankenhäusern gleich mal vorweg genommen spätestens am errechneten ET... das nimmt dem Kind auch wieder Zeit sich richtig zu drehen, sofern nicht schon geschehen und die Chance wird wieder erhöht, dass ihr einen KS braucht... alles weitgehend eine Frage des Gewinns...

Ich war mit meiner Tochter ET+7 damals als ich morgens um 9:30 Uhr im KH war bei meiner Hebamme zum CTG (sie ist dort angestellt). Da sagte sie mir bereits, dass Wehentätigkeit vorliegt, der Gebärmutterhals aber noch verkürzt werden müsse und meine Kleine heute gegen Abend 18 Uhr sowas spätestens loslegen sollte. Ich solle mich schon einmal darauf vorbereiten. Daher fuhr ich wieder nach Hause und... kam daheim angekommen nicht mehr aus dem Auto ^^ Die Wehen gingen los, aber wie... sodass ich mich zwischen 2 Wehen irgendwie aus dem Auto quälte, meinen Eltern (Haus gegenüber) sofort Bescheid gab und mich mein Papa wieder ins KH fuhr. Um 10:30 Uhr war ich also wieder drin und meine Kleine hatte es auf einmal eilig... die Wehen waren sehr sehr schlimm... Schmerzen ohne Ende gehabt, sodass ich um 11:30 Uhr eine PDA gesetzt bekam (auch damit ich wohl aufhörte das Personal anzufahren sie mögen endlich mal was gegen diese Schmerzen machen ). Ich spürte dann von diesen Wehen Gott sei Dank kaum mehr was und konnte wieder etwas Luft holen. Um 13:15 Uhr sowas fuhren sie aber die Dosis wieder herunter, damit ich die Presswehen später auch spüren würde und mitarbeiten könne. Zudem platzte meine Fruchtblase auch einfach nicht, sodass sie diese aufstechen mussten.

Um 13:45 Uhr verpasste mir meine Hebamme einen Dammschnitt damit ich nicht riss und dann dann durfte ich auch pressen anfangen. Um 13:54 Uhr war sie dann auch schon endlich da.

Später meinte meine Hebi die Schmerzen wären auch nur so extrem gewesen, weil es meine Kleine auf einmal so eilig gehabt hätte, der Gebärmutterhals noch verkürzt werden musste uuuund dann auch noch der Muttermund gedehnt. Und das alles in 3 Std... ich war flott.

Ich wurde dann noch genäht, meine Kleine untersucht und ich lief - ja ich meinte zum Personal lasst mich bitte laufen, ich brauch etwas Bewegung - dann nach oben in die Säuglingsstation und meine Kleine wurde mir dann gebracht.

Die Betreuung im Krankenhaus war 1A. Blieb 3 Tage drin und hatte die Wahl mein Kind den ganzen Tag (auch nachts) im Zimmer zu behalten oder nachts in die Station vorne zu geben, damit ich schlafen könnte.

Der Dammschnitt verheilte im Übrigen ruck zuck... hatte auch keine Schmerzen. Genausowenig wie die PDA (das setzen) weh tat.

Ach ja unter Schmerzen jammerte ich übrigens auch meine Hebi an, sie möge nen Kaiserschnitt anordnen. Antwort: "Nö, es besteht dazu kein Grund, deine Tochter liegt richtig und einer normalen Geburt steht absolut nichts im Wege."

Ich nunmehr für meinen Teil hoffe, dass meine nächste Geburt im September genauso verläuft und das ich auch so wieder so liebes Personal an meiner Seite habe

Kann euch nur den Rat geben, lasst euch nicht soviel verunsichern... klar ist ein KS leichter und schmerzfreier... aber dafür habt ihr eine Narbe und evtl Taubheitsgefühle. Und nichts... aber auch gar nichts... kann das Erlebnis einer normalen Geburt aufwiegen.

Alles Liebe euch

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26. Mai 2014 um 13:38

Kann Dir
absolut zustimmen, guter Beitrag!

Nur die Sache mit dem prophylaktischen Schnitt fand ich seltsam - zumindest wenn es nicht einen Grund gab.
Da solltest Du nochmal hintergragen

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27. Mai 2014 um 17:27
In Antwort auf florina911

Kann Dir
absolut zustimmen, guter Beitrag!

Nur die Sache mit dem prophylaktischen Schnitt fand ich seltsam - zumindest wenn es nicht einen Grund gab.
Da solltest Du nochmal hintergragen

Nee Hebi
meinte zu mir, dass sie mich nun ein bißchen schneiden müsste, da ich sonst reiße. Hat sowas draufgesprüht und ich habe echt nichts gespürt. Denke besser als reißen, oder? xD Bin leider umgezogen sonst würde ich die Hebi sofort wieder anheuern ^^ LG

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