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Kaiserschnitt - Erfahrungsberichte zum Thema Narkose gesucht

21. Juni 2012 um 15:23

Hallo ihr Lieben,
ich bin momentan in der 28.ssw und mach mir des öfteren viele Gedanken um den bevorstehenden Kaiserschnitt Ich weiss, ich hab noch etwas Zeit aber ein paar Erfahrungen von anderen Mama's würden mir sehr helfen.

Zu mir:
Ich habe im Januar 2007 meine Tochter Carina per Notkaiserschnitt in der 28.ssw nach vorzeitigen Blasensprung mit Vollnarkose entbunden und bekam einen T-förmigen Schnitt, weil die kleine Maus total eingeklemmt war. Ich durfte gleich nach der OP im Kreissaal bleiben, hatte keine Schmerzen und bekam ein Foto von ihr in die Hand. Danach haben mir die Ärzte gesagt, dass ich niemals natürlich entbinden darf, weil sonst die Narbe bei den Geburtswehen reisst. Ich beneide zwar bis heute alle Mama's die natürlich entbinden dürfen aber das wichtigste ist, dass mein Kind gesund ist und alles ohne Komplikationen überstanden hat.

Im Dezember 2009 kam dann meine Tochter Celine in der 38.ssw ebenfalls per Kaiserschnitt zur Welt. Wir hatten alles geplant und freuten uns auf eine unvergessliche Geburt die ich dank Teilnarkose miterleben wollte. Dann der Horror: Als die Ärzte mir die Spinale gesetzt hatten betonte ich immerwieder, dass ich die Kältetests an meinem Unterleib und Oberschenkel noch spüre. Plötzlich bekam ich tierische Kopfschmerzen und es wurde etwas hektisch im OP-Saal. Ich sah noch wie die Hebamme mit meinem Mann in die Tür kam da spürte ich auch schon hinterm OP-Tuch, dass der Arzt anfing zu schneiden... Ich hab geschrien, dass ich das alles komplett spüre aber keiner interessiere sich dafür Als meine Hebi dann sah, dass mir das Wasser die Augen runterrann ist sie zum Arzt geeilt und schrie ihn an ob er denn taub sei und das ich alles mitbekomme!!! Mein Mann wurde rausgeschickt und ich bekam sofort eine Vollnarkose. Als ich aufwachte bekam ich keine Luft und wurde ohne Schmerzmittel erstmal mit dem Fahrstuhl einen Stockwerk höher in den Aufwachraum zur Beobachtung geschoben. Es war so eine wahnsinnige Erlösung, als die Schmerzmittel endlich wirkten und ich 1 Stunde später von meinem Mann meine kleine Tochter in die Arme bekam und sie stillen konnte.

Nun stehe ich wieder vor einem Kaiserschnitt der voraussichtlich am 10.September stattfinden soll, wenn der kleine Mann so lange drinbleiben möchte. Ich würde sooo gerne die Geburt per Teilnarkose miterleben aber mich plagt durch die zweite Entbindung eine schreckliche Angst, dass wieder etwas schief geht. Habe zur Feindiagnostik auch mit dem Oberarzt geredet, der damals meine beiden Kaiserschnitte machte und der sagte ganz locker : "Das kommt eben ab und an mal vor und eine Garantie, dass ihnen das nicht wieder passiert kann ich ihnen leider nicht geben. Wir sind damals davon ausgegangen, dass die Narkose richtig angeschlagen hat durch den Blutdruckabfall und die Kopfschmerzen..."
Mir ist schon klar das Ärzte keine Götter sind aber ich hoffe durch ein paar Erfahrungsberichte ein wenig Hilfe zu bekommen bei meiner Entscheidung. Ist halt auch fürs Baby leichter, wenn es eine Teilnarkose wird und ich es gleich begrüssen und stillen kann....

Sorry für den langen Text

Liebe Grüsse Klaudi mit Carina 5, Celine 2 und Colin im Bauch 28.ssw

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21. Juni 2012 um 16:40

Hi tattoo
wir kennen uns ja aus unserer gruppe . ich kann dich verstehen,dass du nun nagst hast,dass es wieder genauso schrecklich wird wie bei der zweiten kaiserschnitt-entbindung.

kann dir nur von der positiven erfahrung einer meiner freundinnen erzählen. beim ersten kaiserschnitt erging es ihr ebenso wie dir. sie spürte wie geschnitten wurde und man gab ihr dann eine vollnarkose. sie hatte dann bei der zweiten geburt (musste wie bei dir auch wieder ein kaiserschnitt sein) natürlich angst,dass es wieder so kommen könnte. aber diesesmal lief alles nach plan und sie erlebte die geburt ihres sohnes hellwach mit und spürte wirklich gar nichts.

es soll wohl wirklich sehr selten vorkommen. vielleicht machst du einfach mit dem arzt dieses mal aus,dass er sofort auf dich hören und dementsprechend reagieren soll. würde klipp und klar sagen,dass du sowas nicht nochmal mit machst.

hoffe du bekommst hier noch viele positive erfahrungen zu lesen,die dir helfen werden und dir die angst nehmen. zumindest etwas.


liebe grüße,dali

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23. August 2012 um 21:05

Unglaublich
Hallo Klaudi,

eventuell bin ich schon zu spät mit meiner Antwort und dein kleiner Sonnenschein ist schon geboren. Trotzdem möchte ich dir meine Erfahrung schildern, die alles andere als ermutigend für dich ist. Ich habe im April 2012 mein erstes Kind bekommen und die Geburt endete nach 2 Tagen Einleitung, da sieben Tage über ET, im Notkaiserschnitt, ebenfalls mit einer Teilnarkose.
Auch ich habe fast ALLES gespürt, zwar nicht den Schnitt, aber dafür alles was danach kam, Ausschabung, vernähen und jede einzelne Klammer. Ich hab zig mal gesagt, so wie du, dass ich etwas spüre und es allmählich RICHTIG schmerzt. Interessierte aber so lange niemanden, bis ich die Beine bewegt habe und plötzlich starrten die Ärzte über das Trenntuch und fragten die Anästhesistin ob sie denn noch was nachgespritzt habe....Mich hat man NICHT in Vollnarkose gesetzt und ich dachte jeden Moment kollabiere ich und das wars. Nachspritzen bringt nämlich gar nix, da es wohl zu lang dauert bis es wieder wirkt!
Konnte mich ebenfalls nicht so recht freuen als ich meinen kleinen Wurm auf die Brust gelegt bekam! Es war der absolute HORROR für mich und ich bin nach mittlerweile 5 Monaten immer noch am überlegen ob ich die Klinik verklage oder zumindest einen Beschwerdebrief an die Klinikleitung schreibe.
Meine Hebamme, Frauenärztin sowie Famile und Freunde, jeder hat mir nahegelegt UNBEDINGT einen Brief an die Klinik zu schreiben, aber man vergisst ja so schnell wieder. Dennoch ist es vermutlich für die nachfolgenden Mamis hilfreich, wenn man solche Erfahrungen NICHT unter den Teppich kehrt und als Einzelschicksal abtut!
Wenn ich jetzt deine Erfahrung so lese, dann bestärkt es mich umso mehr, einen Brief zu schreiben, da es scheinbar doch öfter vorkommt, als wir vermuten!

Ich habe es zwar bei der Abschlussuntersuchung dem diensthabenden Arzt gesagt, dass das schön aus dem Ruder gelaufen ist und er hatte sich im Namen der Kollegen entschuldigt und gemeint, dass so etwas eigentlich NICHT passieren dürfe! Der bittere Nachgeschmack bleibt dennoch.
Immerhin nicht arrogant wie der Oberarzt der deine Kaiserschnitte gemacht hat. Das ist ja echt der Oberknaller so `ne Aussage! "Shit happens" oder wie? Unglaublich!

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute, egal wie du dich entscheidest (vielleicht schon entschieden hast).
Sorry, dass ich dir keine positive Erfahrung berichten konnte. Wäre schön wenn du nochmal was postest, ob nun doch Teilnarkose gewählt hast oder nicht, bzw. wenn du`s schon hinter dir hast, wie es abgelaufen ist diesmal.

Liebe Grüße
Manu und Julian 5 Monate

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21. Juni 2013 um 10:05
In Antwort auf terra_12670541

Unglaublich
Hallo Klaudi,

eventuell bin ich schon zu spät mit meiner Antwort und dein kleiner Sonnenschein ist schon geboren. Trotzdem möchte ich dir meine Erfahrung schildern, die alles andere als ermutigend für dich ist. Ich habe im April 2012 mein erstes Kind bekommen und die Geburt endete nach 2 Tagen Einleitung, da sieben Tage über ET, im Notkaiserschnitt, ebenfalls mit einer Teilnarkose.
Auch ich habe fast ALLES gespürt, zwar nicht den Schnitt, aber dafür alles was danach kam, Ausschabung, vernähen und jede einzelne Klammer. Ich hab zig mal gesagt, so wie du, dass ich etwas spüre und es allmählich RICHTIG schmerzt. Interessierte aber so lange niemanden, bis ich die Beine bewegt habe und plötzlich starrten die Ärzte über das Trenntuch und fragten die Anästhesistin ob sie denn noch was nachgespritzt habe....Mich hat man NICHT in Vollnarkose gesetzt und ich dachte jeden Moment kollabiere ich und das wars. Nachspritzen bringt nämlich gar nix, da es wohl zu lang dauert bis es wieder wirkt!
Konnte mich ebenfalls nicht so recht freuen als ich meinen kleinen Wurm auf die Brust gelegt bekam! Es war der absolute HORROR für mich und ich bin nach mittlerweile 5 Monaten immer noch am überlegen ob ich die Klinik verklage oder zumindest einen Beschwerdebrief an die Klinikleitung schreibe.
Meine Hebamme, Frauenärztin sowie Famile und Freunde, jeder hat mir nahegelegt UNBEDINGT einen Brief an die Klinik zu schreiben, aber man vergisst ja so schnell wieder. Dennoch ist es vermutlich für die nachfolgenden Mamis hilfreich, wenn man solche Erfahrungen NICHT unter den Teppich kehrt und als Einzelschicksal abtut!
Wenn ich jetzt deine Erfahrung so lese, dann bestärkt es mich umso mehr, einen Brief zu schreiben, da es scheinbar doch öfter vorkommt, als wir vermuten!

Ich habe es zwar bei der Abschlussuntersuchung dem diensthabenden Arzt gesagt, dass das schön aus dem Ruder gelaufen ist und er hatte sich im Namen der Kollegen entschuldigt und gemeint, dass so etwas eigentlich NICHT passieren dürfe! Der bittere Nachgeschmack bleibt dennoch.
Immerhin nicht arrogant wie der Oberarzt der deine Kaiserschnitte gemacht hat. Das ist ja echt der Oberknaller so `ne Aussage! "Shit happens" oder wie? Unglaublich!

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute, egal wie du dich entscheidest (vielleicht schon entschieden hast).
Sorry, dass ich dir keine positive Erfahrung berichten konnte. Wäre schön wenn du nochmal was postest, ob nun doch Teilnarkose gewählt hast oder nicht, bzw. wenn du`s schon hinter dir hast, wie es abgelaufen ist diesmal.

Liebe Grüße
Manu und Julian 5 Monate

Schlimme geburt
hallo manu und julian
ich hatte beim notkaiserschnitt auch schlimme schmerzen habe jeden schnitt erlebt als hätte ich keine betäubung habe geschrien und keiner hat was getan die ärzte waren sogar noch so dreist trotz meinem sagen das ich alles merke zu lachen und miteinander zu diskutieren was es den zu mittag gab usw. ich kann das auch fast 2 jahre später nicht verarbeiten will seitdem keine kinder mehr dieser war mein 2ter kaiserschnitt der erste war super hab nix gemerkt habe jetzt einen jungen und ein mädchen aber ich würde gerne von dir wissen wie du das verarbeitet hast ? lg kristine

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