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Jobbewerbung und Unfruchtbarkeit erwähnen

13. September 2010 um 22:36 Letzte Antwort: 7. Juli 2013 um 14:03

Liebe Forum-Mädels,


ich möchte mich beruflich verändern. Logischer Weise geht das kaum ohne eine Bewerbung. Wir sind unfruchtbar und werden auch keine weiter ICSI starten. Ich bin verheiratet und mit 34 im besten Alter für Kinder.

Einerseits möchte ich in der Bewerbung nicht auf private Probleme eingehen. Auf der anderen Seite habe ich Bedenken überhaupt mal zu einem Gespräch eingeladen zu werden. Die denken bestimmt: Verheiratet und noch keine Kinder in dem Alter... Die bleibt nicht lange. Und zack, landet meine Bewerbung auf dem Absagestapel.

Ich hätte gerne eure Meinung gewusst. Unfruchtbarkeit geschickt "verpacken" oder gar nicht erwähnen? Ich weiß es nicht und bin total unsicher.

Danke für eure Meinungen
LG Tini

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13. September 2010 um 22:57

Etwas feiner ausdrücken...
Hi Tini,
ich würde schreiben: Familienplanung ist abgeschlossen.

Da machst Du den arbeitgeber schon neugierig mit Deinem jungen alter.
Und falls eingeladen wirst auch feiner reden. Du sollst Deine persönlichkeit wertschätzen und mit Deinen geheimnissen fein umgehen. Darauf legen viele arbeitgeber wert aus vielen-vielen gründen,z.B. wie gut kannst Du betriebsgeheimnisse behalten.

Viel ERFOLG und ALLES GUTE!!!
kiwuki

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14. September 2010 um 8:02

Hi
"Familienplanung abgeschlossen" finde ich schwierig, könnte auch heißen, habe schon 3 kleine Kinder zu Hause und muß ständig freimachen, weil eins krank ist.
Ich würde in der Bewerbung herausstellen, daß Job/Karriere Prioritätsstellung hat, im Bewerbungsgespräch wird dann ja meist auch mehr oder weniger direkt nach Kinderwunsch gefragt. Dann würde ich schon sagen, daß ihr gerne welche gehabt hättet, aber leider medizinische Gründe entgegenstehen. Zu privat finde ich das jetzt eigentlich nicht. Dann ist es für den AG zumindest klar und er weiß, daß er mit Dir langfristig planen kann.

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14. September 2010 um 10:21

Hallo ihr,
ich finde auch, dass "Familienplanung abgeschlossen" zu viel Spielraum offen lässt. Adoptieren wollen wir nicht, evtl. noch mal eine Zellspende in Tchechen.

Ich werde mich mal schlau machen, ob man im Lebenslauf solche Dinge überhaupt angeben muss. Ich denke, dass man solche Details erst im Vorstellungsgespräch erwähnen muss. In erster Linie sollen die ja nach Qualifikation aussuchen, oder? Wenn sie dann mehr über mich erfahren möchten, sollen sie mich halt einladen.

Danke für euer Feedback.

LG Tini

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14. September 2010 um 11:09
In Antwort auf marge_11985620

Hallo ihr,
ich finde auch, dass "Familienplanung abgeschlossen" zu viel Spielraum offen lässt. Adoptieren wollen wir nicht, evtl. noch mal eine Zellspende in Tchechen.

Ich werde mich mal schlau machen, ob man im Lebenslauf solche Dinge überhaupt angeben muss. Ich denke, dass man solche Details erst im Vorstellungsgespräch erwähnen muss. In erster Linie sollen die ja nach Qualifikation aussuchen, oder? Wenn sie dann mehr über mich erfahren möchten, sollen sie mich halt einladen.

Danke für euer Feedback.

LG Tini

Liebe Tini
Ich habe mit 30 Jahren damals meinen alten Job verloren und mußte mich neu bewerben. Das Thema wurde in den meisten Bewerbungsgesprächen nicht angesprochen, mein zukünftiger Chef hat mich jedoch direkt gefragt, weil seine Sekretärinnen zuvor alle kurz hintereinander wegen SS ausgeschieden sind und er nun (verständlicherweise) etwas längerfristiges suchte. Ich habe ihm offen und ehrlich gesagt, dass ich gerne Kinder gehabt hätte, es aber leider von der Natur aus wohl nicht gewollt war. Er war betroffen, fragte mich, wie ich damit klar komme und ich habe ihm noch von meinen Patenkindern erzählt, die mir die "Lücke etwas schließen". Damit war er glücklich und ich habe den Job bekommen. Wäre ich kurz darauf schwanger geworden durch KiWu-Behandlung, hätte mich das natürlich meinem Chef gegenüber schon in Gewissenskonflikte gebracht. Aber wenn es so gewesen wäre, hätte er auch nichts machen können.
Ironie des Schicksals: nach 3 Jahren kam meine Vorgängerin, die eigentlich nach dem 2. Kind nicht mehr zurückkehren wollte und beanspruchte ihren Arbeitsplatz wieder für sich. Mein Chef war völlig überrascht, da ich keinen befristeten Vertrag hatte und er mir leider keinen anderen Posten anbieten konnte (kleine Firma). So mußte er mich mit einer Abfindung entlassen. Danach fing ich bei meinem Mann im Büro an und konnte mich ungestört der KiWu-Behandlung widmen...geklappt hat es allerdings nicht, wie Du ja weißt.

Aber einer neuen Arbeitsstelle steht dieses Thema meines Erachtens nicht im Weg. Würde halt bis nach der Probezeit warten mit einem neuen Versuch. Fair ist es nicht, dem neuen AG gegenüber, aber ist es von der Natur fair, was wir auferlegt bekommen.....?? Wenn es so sein soll, dann ist es so!

LG

Krokant

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14. September 2010 um 11:53

Liebe Tini,
in erster Reihe möchte ich dir schreiben, dass mir es unheimlich leidtut, dass ihr zu diesem Schluss kommen musstet Mir ist wohl bewusst, wie viel Kraft, so eine Entscheidung kosten muss. Ich wünsche dir und deinem Mann trotzdem viel Liebe, Zuversicht und ein wunderschönes Leben!
Nun zu deiner Frage: Ich war im Sommer 2009 "gezwungen" einen neuen Job zu suchen, weil uns mein AG mitgeteilt hat, dass die Fa verkauft wird und viel von uns die Plätze verlieren werden. Es war schlimm, weil wir mit IVF beginnen wollten...und es ist schwierig, es mit neuem Job zu verbinden. Als ich mich beworben habe, habe ich es in der schriftlichen Bewerbung NICHT erwähnt, denn für mich war wichtig, dass ich in einen Betrieb komme, der familienfreundlich ist. Und so dachte ich, etweder oder. Ich hatte trotz meines Alters (34 J.) einige Einladungen bekommen. Sicher weißt du, dass der neue AG dich nach deinem KW nicht fragen darf. Ich wusste es auch, und erstaunlicherweise haben die meisten keine Rücksicht genommen und trotzdem gefragt. Und in dem Moment habe ich immer gesagt: "Ich kann KEINE KInder bekommen, also ist der KW für uns abgeschlossen". Weil es geht keinen was an !!! Sonst lüge ich wirklich ungern, aber ich fand es wirklich frech. Den meisten war es dann peinlich und haben dann schnell vom Thema abgeblockt Also ICH würde es nicht erwähnen, ich trenne komplett Arbeit und Privat.

Ich wünsche dir alles erdenkliche Gute!

olomouc

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14. September 2010 um 15:29

Sowas musst du weder...
...in der bewerung erwähnen, noch im vorstellungsgespräch. solche fragen sind nicht gestattet und alles was du dies bezüglich erwähnst, kommt sicher nicht gut an...seriöse firmen wissen wie sie mit frauen in unserem alter umgehen...es zählt die quali.

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14. September 2010 um 16:13

Also...
...mir ist schon klar, dass ich das nicht sagen muss und dass ich bei Nachfragen zu diesem Thema auch lügen darf. Worum es mir geht ist, dass ich einfach befürchte, dass ich auf Grund meines Familienstandes und meines Alters von vielen potentiellen Arbeitgebern gleich aussortiert werde und gar nicht die Möglichkeit eines Gespräches bekomme. Na und um dem vorzubeugen, war es eine Überlegung so etwas ganz geschickt und beiläufig kurz mit unterzubringen.

Inzwischen habe ich mich aber entschieden es nicht zu tun und dann zu sehen, wie ich so auf dem Arbeitsmarkt ankomme.

LG Tini

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16. September 2010 um 11:17

In meinen Augen
In meinen Augen wäre es Diskriminierung,wenn Sie Dich auf Grund keiner oder gar Kind/ er nicht Einstellen würden ! Es ist Dein Privatleben und hat in einer Bewerbung nichts zu suchen, Du willst ja von Deinem Potenziellen neuen Chef eine Arbeitstelle und kein Kind, oder ?

Wünsche Dir auf all Deinen Wegen viel Glück !

GLG

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16. September 2010 um 12:25

Klar...
...wäre das Diskriminierung, aber das ist auch ganz schwer zu beweisen...

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16. September 2010 um 12:59
In Antwort auf marge_11985620

Klar...
...wäre das Diskriminierung, aber das ist auch ganz schwer zu beweisen...

Ag und Folgen
Da hast Du natürlich Recht,aber man sollte sich dann eh gut überlegen, wenn es soweit schon fortgeschritten ist, ob so ein Arbeitgeber überhaupt in Frage kommen würde ?!
ich würde es garnicht erwähnen, denn die Menschen mit 20 Schreiben ja auch eigentlich nicht rein, das Sie später mal Kninder haben wollen...ausserdem, selbst wenn Du den Job bekommen würdest, und Du würdest danach SS werden, muss er Dir nachweisen, das Du es mit " Absicht" getan hast. Wenn Du Ein Eisprung hast, und Fruchtbar im Allgemeinen bist, bist Du es und Ende
Ich würde mir nicht sooo viele Gedanken darum machen, obwohl ich Sie aber auch Deinerseits verstehen kann...Bewerbe Dich einfach, so wie Du möchtest, und Du wirst sehen, was dabei raus kommt.

Ich Drück Dir auf jedenfall ganz Fest die Daumen, Du Packst das !

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7. Juli 2013 um 13:52

Dazuschreiben
so nun bin ich in der selben situation allerdings mit 24 jahren. ich bin unfruchtbar und habe dies nicht in meinen bewerbungen erwähnt.
so nun habe ich trotz wirklich guter schulbildung einer sehr guten ausbildung und jahrelanger berufserfahrung 15 absagen bekommen. ich bin übrigens nicht arbeitslos weshalb ich das ganze auch nicht so schlimm ansehen, aber ich wollte mein arbeitsstelle wechseln. habe daraufhin bei zweien angerufen die mir eine absage geschickt haben und um den ehrlichen grund hierfür gebeten. Die Information war hierzu: ich sei in einem sehr heiklem alter was das thema familienplanung angeht! und ja mir ist klar das es diskriminierung ist..aber was bringt mir das..vor gericht gehen und die verklagen dafür habe ich weder zeit noch die nerven und das ist blödsinn..also ich werde in zukunft medizinisch nachweisbar unfruchtbar in meinen lebenslauf unter familienstand ebenfalls erwähnen..ich trenne eigentlich auch mein privat und berufsleben und normalerweise ist das nichts was irgendjemanden etwas angeht aber wenn man abgelehnt wird weil sie denken " oh die ist in dem kinder-kriege-alter" dann bleibt einem ja fast nichts anderes übrig..außer vielleicht 100 bewerbungen zu schicken und hoffen dass es einen mal nicht interessiert...

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7. Juli 2013 um 14:03

Ich würde es nicht erwähnen...
Ich kenne zig Paare, die auch für unfruchtbar erklärt wurden und prompt nach einer Veränderung hat es unerwartet und ganz natürlich geklappt.....

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