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Jetzt schon Differenzen (lang, sorry)

12. September 2008 um 19:10

Hallo liebe werdende Mamis! Ich bin Sara, 23 Jahre alt und im fünften Monat schwanger. Ich bin schon länger stille Mitleserin, aber jetzt habe ich selbst mal etwas auf dem Herzen und hätte gerne ein paar Meinungen...

Also, ich fange mal von vorne an. Mein Freund und ich sind Studenten; das Kind war nicht geplant, aber wir freuen uns trotzdem und ich denke, wir werden das insgesamt gut auf die Reihe bekommen. Aber mein Problem ist, dass ich irgendwie schon jetzt das Gefühl habe, dass wir uns später in einigen Erziehungsfragen überhaupt nicht einig sind. Ich weiß, es ist noch früh, vielleicht übertreibe ich auch - ich war noch nie so besonders einfach und bin es seit ein paar Monaten bestimmt noch weniger

Die erste Sahce ist die Religion. Ich muss dazu sagen, dass wir beide auf Lehramt studieren und mein Freund sich jetzt für das kommende Semester in den Kopf gesetzt hat, Religion als weiteres Fach dazuzunehmen - wo ich aus verschiedenen Gründen gegen bin; unter anderem, weil er in unserer dreijährigen Beziehung genau zwei Mal in der Kirche war^^. Jetzt hat sich aber rausgestellt, dass sowohl er als auch seine (auch nicht viel gläubigere) Familie ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass das Kind getauft wird. Ich will das aber nicht, einerseits, wie gesagt, weil wir beide nicht so viel damit am Hut haben(ich noch weniger, würde eigentlich gerne austreten)und auch , weil ich meinem Kind die Entscheidung irgendwie nicht "vorweg" nehmen möchte. Wir leben in einer Großstadt und ich glaube nicht, dass es später z.B in der Schule irgendwelche Nachteile davon hätte. Außerdem habe ich das Gefühl, dass mein Freund haupsächlich darauf besteht, weil er es nicht anders kennt und weil er sich sonst vor seiner Familie rechtfertigen müsste. Ich weiß auch nicht, wie handhabt ihr das? Sehe ich das vielleicht zu eng??

Dann ist da, wie schon angedeutet, seine Familie. Mein Freund ist ganz hingerissen von der Idee, dass seine Mutter, wenn ich weiter studiere, auf das Kind aufpassen kann und wir auch immer schön am WE die Großeltern und die Tante besuchen fahren. Die Familie wohnt aber eine 3/4 Stunde Autofahrt entfernt; er stellt sich das so vor, dass wir das Kind morgens hinbringen und abends abholen, Mama war ja schließlich früher Kinderpflegerin. Öhm, spinnt der?? Direkt neben der Uni ist ein Hort für Kinder von Studierenden, ich finde, das ist eine gute Lösung, aber er will nicht, dass das Kind von "Fremden" betreut wird. Dabei übersieht er, dass seine Mutter auch eine Fremde für mich ist; sie hat mir immer noch nicht das Du angeboten, ist ja auch ok, aber dann jeden Tag da hin mit dem Kind?? Und am WE??? Hilfe!
Der ganze Familien-Clan guckt mich eh seit ein paar Wochen an, als hätte ich sie nicht mehr alle. Als ich am Geburtstag von meinem Freund letzte Woche einen Schluck Bier aus seiner Flasche genommen habe (ich trinke sonst NIE und es war nur ein Schluck), hat mir seine Mutter vor allen Leuten einen derart panischen Vortrag gehalten, dass ich dachte, sie platzt gleich. Sonst redet übrigens weder sie noch die Schwester besonders viel mit mir, es wird immer nur er angerufen und gefragt, wie es dem Kind geht. Wie macht ihr das denn mit den Großeltern-Besuchen??

Vielleicht bin ich zu empfindlich, aber ich finde, er könnte ruhig ein wenig mehr zu mir halten; schließlich werde ich mein Leben für ein halbes Jahr komplett umstellen und nicht er, und irgendwie find ich einfach grad mal wieder alles scheiße .

So, das wars erstmal, es tat schon gut, sich einfach mal auszuquatschen, hab mich ein bisschen in Rage geschrieben . Vielleicht kann mir ja mal jemand schreiben, ob ich hier eigentlich spinne oder mein Freund, und wann meine Hormone sich so weit einkriegen, dass ich nicht mehr wegen allem an die Decke gehe

Danke und liebe Grüße! Sara

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12. September 2008 um 19:26

Hallo...
sara! erstmal glückwunsch zur schwangerschaft...also ich würde mich an deiner stelle nochmal mit meinem freund zusammensetzen und ausführlich alles besprechen.
da gibt es ja doch einiges an uneinigkeit...

zum thema religion: ich finde nicht,daß man seine kinder unbedingt taufen lassen muß. ich werde das auch nicht tun (und das im katholischen bayern ),da ich auch nicht getauft bin und keiner religion angehöre. das darf mein kind später selbst entscheiden. die eltern meines freundes sind auch katholisch und sehen das nicht gern,daß wir das kind nicht taufen lassen wollen. aber es ist unser kind und wir machen das so,wie wir meinen. ich glaube nicht,daß das kind dadurch nachteile hat.

zum thema familie: willst du denn gleich weiter studieren,wenn das kind erstmal da ist?
das problem mit der betreuung durch fremde personen kann ich nachvollziehen,kann mir auch vorstellen,daß er es ganz toll findet,daß sich seine mutter drum kümmern will/kann,aber ihr solltet euch da einig sein. jeden tag (?) ne dreiviertel stunde erstmal fahren,um dann das kind bei seiner mutter abzugeben??? das läßt sich in der praxis nicht so bequem umsetzen,wie es sich für ihn vielleicht anhört. und wieso will er,daß ihr jedes wo.ende auch noch seine familie besucht? oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

ich kann dir nur sagen,daß wir bisher die eltern meines freundes (die übrigens nur 15min von uns entfernt wohnen) vielleicht alle 2-3 wochen mal besuchen oder überhaupt sehen. wenn das kind dann da ist,ist es sicher schön,daß man es mal dort "abgeben" kann für ein paar stunden. aber das reicht dann auch schon wieder. wir führen doch unser eigenes leben...

daß dir die mutter noch nicht mal das "du" angeboten hat,find ich aber auch schon bißchen schade. immerhin bekommst du ihr enkelkind!

bist du denn schon länger mit deinem freund zusammen oder eher noch nicht so lange? interessiert mich jetzt in dem ganzen zusammenhang mal.

übrigens glaube ich nicht,daß du überreagierst oder die hormone mit dir durchgehen. das sind ganz normale und verständliche gedanken,die du dir machst!!!

lg
lila

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12. September 2008 um 19:40

HI du
Hallo Sara,

also ich bin nicht der Meinung, dass du überreagierst. In einigen Punkten würde ich haargenauso handeln wie du.

Ersteinmal will ich dir natürlich zur Schwangerschaft gratulieren.
Auch wenn euer Kind nicht geplant war, es scheint doch so, dass ihr euch sehr drauf freut, euch Gedanken macht usw. Sonst wärst du ja jetzt wohl kaum in dieser "Zwickmühle".. die übrigens super normal ist.

@religion: ich finde nicht, dass man den Glauben vom Kirchgang abhängig machen kann. Dies ist ja an sich nur eine weitere Sache, um dem Glauben zu dienen... aber daneben gibt es ja noch so viel mehr.

Bei mir wird das wohl auch noch so ein Thema sein. Religion + Taufe... und sowohl in meiner, als auch in der Familie meines Freundes gibt es keine "Einheitsreligion". Da ist echt so ziemlich alles vertreten, was es so gibt auf der Welt.. (mal ausgenommen die Naturvölker.. )
Geh da offen an die Sache ran und erkundige dich auch, wie es so ist - jetzt als Kind aufzuwachsen mit oder ohne Religion.
Ich bin da auch noch gespalten. Einerseits wünsche ich mir eine Taufe, aber dann kommt halt doch immer der Gedanke, dass ich das mache "weil man's halt so macht".. und nicht wg. der Religion an sich... also ist die Taufe ja dann doch eigentlich unsinnig.

@seine Familie: ich finde es schade, dass dir deine Schwiegermutter in spe noch nicht mal das DU angeboten hat. Irgendwie echt traurig; du bist ja jetzt wirklich irgendwie ein Teil der Familie... bringst zumindest den Enkel auf die Welt. Und dass sie sonst kaum mit dir reden, lässt ja dann auch zu wünschen übrig.
Wie verhältst du dich denn gegenüber seiner Familie?

Und wie steht dein Freund eigentlich zu deiner Familie? Gäbe es da nicht auch einen Vorschlag, euer Kind viell. bei deiner Mutter zu lassen? (*g* ist nur so ein Gedankengang..)

Jedes WE die Familie besuchen wäre mir persönlich viel zu anstrengend. *phew* wo soll denn da noch Erholung her? Studium, Beziehung, Mutter sein, Vater sein, Kind da...

im Allgemeinen kann ich aber sagen: ALL diese Sachen lassen sich jetzt eh nicht vollständig klären. Eine Beziehung lebt immer nur mit solchen "Auseinanderstzungen" und Gesprächen und vor Allem, wenn ein Kleines unterwegs ist.. die Beziehungsfragen werden nie aufhören.

Wichtig ist, dass ihr am Ball bleibt!

lg, Alamea (33. ssw)

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12. September 2008 um 20:13

Ich nochmal
Huhu! Nach so kurzer zeit schon so viele Antworten ! Danke! Tut gut zu wissen, dass mich jemand versteht!

@Lila: Wir sind seit fast drei Jahren zusammen, und wenn das Kind da ist, würde ich gerne ein Semester pausieren und dann weiter machen. Passt sogar einigermaßen mit den Vorlesungszeiten *freu*.
Mein Freund ist halt so ein Familienmensch, ich fnde, dass er sich von seiner Mutter zu sehr einspannen lässt. Er fährt jetzt schon fast jede Woche einmal nach hause, und trotzdem beschwert sie sich ständig lautstark, dass sie ihn ja gaaar nicht mehr zu Gesicht bekommt, seit er mit mir zusammen gezogen ist . Das soll sich natürlich ändern, wenn ihr Enkel auf der Welt ist. Mein Freund will natürlich nicht jedes WE bei denen auf der Matte stehen, aber garantiert öfter, als ich will, und mir ist das jetzt schon zu viel . Und das mit dem jeden Tag hinbringen (oder immer wenn Vorlesungen sind) meint er natürlich ernst^^.

@Elemama: Mein Freund weiß schon, wie ich zu seinen Eltern stehe, meint aber, dass ich übertreibe und ihnen einfach keine Chance geben will. Dabei stimmt das gar nicht, ich will nur nicht, dass sich "andere" so stark in die Erziehung etc. einmischen. Das mit deiner Ex-Schwiegermutter ist echt heftig, so etwas würde meine in spe glaub ich nie sagen. Aber sie fragt auch nie nach mir und wie es mir geht, sonder wie es ihrem Enkel geht. Ganz toll Aber wie du sagst, könnte mein Freund das Kind gegen meinen Willen taufen lassen??

@Alamea: Ich weiß schon, dass mein Freund gläubig ist, aber wie du schon gesagt hast, kann das auch von der Kirche unabhängig sein, und ich möchte meinem Kind auch gerne die Entscheidungsfreiheit lassen. Das Problem ist, dass mein Freund es unbedingt taufen lassen möchte.
Der Familie gegenüber verhalte ich mich meiner Meinung nach ganz normal; ich habe mir am Anfang wirklich Mühe gegeben, mit allen gut auszukommen, aber hatte immer das Gefühl, dass ich nicht so recht "reinpasse" und einige nach anfänglicher Neugier irgendwie kalt zu mir geworden sind. Weiß auch nicht so recht, wie ich das beschreiben soll. Man sieht es ja schon an so kleinen Dingen wie dem "Du". Meine Familie wohnt leider zwei Stunden Autofahrt entfernt, die scheiden als Babysitter aus

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12. September 2008 um 20:24

Hallo Sara
Also ich schließe mich da meinen Vorrednerinnen an, Du machst Dir schon nicht zuviele Gedanken, das ist echt verständlich.

Zum Thema Religion kann ich Dir sagen, dass wir unseren Krümel taufen lassen. Auch weil immernoch viele Einrichtungen, gerade wenn sie kirchlich sind, noch sehr darauf achten. Und wenn euer Kind später garnicht damit einverstanden ist, kann er/sie immernoch austreten oder konvertieren. Aber wenn er/sie getauft ist, kann er/sie auch kirchlich heiraten - falls das später mal gewünscht wird, das ist doch auch was.
Und wenn es katholisch wird, gibt es zur Kommunion und Firmung noch viele Geschenke *g* das sind zwar jetzt keine Gründe dafür, aber vielleicht hilft es ja ein wenig.

Das mit der Familie kenne ich im Übrigen auch seeeehr gut. Mein Mann will auch nicht, dass das Kind von fremden betreut wird. Am liebsten hätte er auch, dass es von seiner Mutter/Schwester betreut wird. Ich studiere auch und er ist oft auf Montage, also brauchen wir eine Betreuung. Aber seine Familie wohnt 20 Min (mit dem Auto!) von uns entfernt, ich habe allerdings kein Auto, fahre auch nicht. Also müsste ich - rein theoretisch- jeden Morgen VOR der Uni auch ca. 45 Minuten dahinfahren, das Kind abgeben und von da aus 2,5 std. zur Uni fahren. Und das jeden Tag...
Also ne, echt nicht.
Zumal ich zwar mit ihnen soweit klarkomme, wir aber teilweise wahnsinnig unterschiedliche Einstellungen haben, um es mal so zu sagen.
Naja, die Frage werden wir auch noch klären müssen und ich hoffe, Dein Freund ist da etwas einsichtiger, als meiner. Zeig ihm einfach auf, was es für euch beide für Vorteile hat, wenn das Kind in der Nähe abgeben werden kann.
Wenn z.B. etwas passiert oder es krank ist, seid ihr schnell vor Ort, das ist wichtig.

Und jedes WE noch zusätzlich zu seiner Familie zu fahren ist echt übertrieben, finde ich. Was ist denn mit Deiner Familie, sie haben doch auch ein Recht auf euer Kind. Das sollten schon gerecht verteilt sein, die Zeit.

LG

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12. September 2008 um 21:09
In Antwort auf elfchenausderblume

Ich nochmal
Huhu! Nach so kurzer zeit schon so viele Antworten ! Danke! Tut gut zu wissen, dass mich jemand versteht!

@Lila: Wir sind seit fast drei Jahren zusammen, und wenn das Kind da ist, würde ich gerne ein Semester pausieren und dann weiter machen. Passt sogar einigermaßen mit den Vorlesungszeiten *freu*.
Mein Freund ist halt so ein Familienmensch, ich fnde, dass er sich von seiner Mutter zu sehr einspannen lässt. Er fährt jetzt schon fast jede Woche einmal nach hause, und trotzdem beschwert sie sich ständig lautstark, dass sie ihn ja gaaar nicht mehr zu Gesicht bekommt, seit er mit mir zusammen gezogen ist . Das soll sich natürlich ändern, wenn ihr Enkel auf der Welt ist. Mein Freund will natürlich nicht jedes WE bei denen auf der Matte stehen, aber garantiert öfter, als ich will, und mir ist das jetzt schon zu viel . Und das mit dem jeden Tag hinbringen (oder immer wenn Vorlesungen sind) meint er natürlich ernst^^.

@Elemama: Mein Freund weiß schon, wie ich zu seinen Eltern stehe, meint aber, dass ich übertreibe und ihnen einfach keine Chance geben will. Dabei stimmt das gar nicht, ich will nur nicht, dass sich "andere" so stark in die Erziehung etc. einmischen. Das mit deiner Ex-Schwiegermutter ist echt heftig, so etwas würde meine in spe glaub ich nie sagen. Aber sie fragt auch nie nach mir und wie es mir geht, sonder wie es ihrem Enkel geht. Ganz toll Aber wie du sagst, könnte mein Freund das Kind gegen meinen Willen taufen lassen??

@Alamea: Ich weiß schon, dass mein Freund gläubig ist, aber wie du schon gesagt hast, kann das auch von der Kirche unabhängig sein, und ich möchte meinem Kind auch gerne die Entscheidungsfreiheit lassen. Das Problem ist, dass mein Freund es unbedingt taufen lassen möchte.
Der Familie gegenüber verhalte ich mich meiner Meinung nach ganz normal; ich habe mir am Anfang wirklich Mühe gegeben, mit allen gut auszukommen, aber hatte immer das Gefühl, dass ich nicht so recht "reinpasse" und einige nach anfänglicher Neugier irgendwie kalt zu mir geworden sind. Weiß auch nicht so recht, wie ich das beschreiben soll. Man sieht es ja schon an so kleinen Dingen wie dem "Du". Meine Familie wohnt leider zwei Stunden Autofahrt entfernt, die scheiden als Babysitter aus

Hallo
@Taufe + Religion: ich denke, da haben schon auch beide mit zu entscheiden. Wir stehen da ja auch noch vor der Entscheidung. Wobei ich ehrlich gesagt noch gar keine so richtige Stelle bezogen habe... muss mir da auch noch mal ruhige Minuten geben und mich ein bisschen umhören, vorallem auch in mich reinhören.

@Familie: allgemein muss da schon einiges geklärt werden. Wie das in meiner Familie ist, weiß ich gar nicht soo genau... einerseits hat meine Mutter so gar keine Lust auf Oma-Sein und Enkel-hüten, aber dann kommt immer wieder mal so ne Aussage "ich brauch aber noch ein Bettchen, damit wir den Kleinen auch mal bei uns am WE schlafen lassen können" ... ich denke, dass ich ihn vorallem am Anfang überhaupt an keinen geben werde.. außer natürlich dem Papa. Da ich stillen werde (ich habe es vor), ist das ja ein sehr guter Grund.. aber auch so werde ich es klar stellen, dass ich von Anfang an hauptsächlich für die Erziehung und Betreuung meines Kleinen verantwortlich bin.

Du musst da nochmal - und wohl auch öfters - mit deinem Freund reden. Ich denke, dass eine gütliche Einigung auf jeden Fall machbar ist. Die erste Zeit geht mit Fremdbetreuung natürlich gar nichts... aber mit der Zeit. Warum denn nicht in diesem Hort? Find ich dann auch ganz praktisch, weil - > MAMA ist jederzeit leicht zu erreichen! und ist irgendwas.. bist du auf jeden Fall schneller da, als wenn du erst zur Schwiegermutter in spe fahren müsstest oder umgekehrt.

und mal davon abgesehen... vieles, was man VOR der Geburt bespricht oder beschließt, entpuppt sich NACH der Geburt als total sinnlos oder überhaupt nicht machbar.

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13. September 2008 um 9:03

Hallo
nur ganz kurz:

ich finde oma und opa sollte oma und opa bleiben und nicht erziehungstechnisch tätig werden müssen.dann ist stret schon vorprogrmmiert.

ich kann nur sagen,das meine eltern ihr großeltern sein total genießen.endlich können sie die kleinen verwöhnen ohne großartig auf die erziehung zu achten.was ich damit sagen will:bei oma und opa darf man immer länger aufbleiben und da gibts auch mal ne milchschnitte zum frühstück

wenn die oma jetzt aber immer aufpasst,kann es passieren,das entweder das kind ständig verwöhnt wird,oder aber es streit um erziehungsfragen gibt.ich glaube sowas geht nur selten gut.

ich würds lassen.

die sache mit der taufe ist schwierig,aber ich wed mein kleines taufen lassen,weils für mich dazu gehört.nicht weil ich gläubig bin,oder mein freund,aber ich finds schön.ich werd meinem freund zuliebe auch kirchlich heiraten,obwohl ich das gelaber dort immer etwas seltsam finde....

ich glaube,wie tun vieles nur,weil es eben so geacht wird.warum sollte ich da bei der taufe aufhören???

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13. September 2008 um 9:29

Hi Sara
Hallo Sara,

Ja, die Sache mit der Religion...

Erstmal zum Studium: Heutzutage ist Religionsunterricht ja nicht mehr nur auf eine Religion ausgelegt, und gehört eher zur Allgemeinbildung, sodass ich nicht denke, dass Du Dir deswegen Sorgen machen musst.

Ansonsten würd ich wegen der Taufe einen Kompromiss eingehen: Das Kind wird getauft, dafür werden seine Eltern nur einmal im Monat besucht. Maximal können die Eltern selbst noch einmal im Monat zu Euch kommen. Warum sollt Ihr denn fahren? Würd ich gar nicht einsehen.

Bei der Kinder-Hütung nach dem halben Jahr Pause würd ich gar keine Diskussionen eingehen. Das Kind wird in der Nähe untergebracht und fertig. Ansonsten würd ich Deinem Freund sagen, dass ER das Kind ja jeden Tag zu seinen Eltern bringen kann. Nach spätestens einer Woche wird er auf die täglich 3-5 Stunden Autofahrt keinen Bock mehr haben, darauf kannst Du wetten. Desweiteren würd ich auch sagen, dass Ihr dann nicht noch diverse Einkäufe an Windeln, Babybrei usw bei seinen Eltern anliefert.

Übrigens: Unsere Familien wohnen zwar auf einem Fleck (in und um Berlin herum), aber wir wohnen ca 500km weit weg. UND meine Schwiegermutter wollte mir gestern weismachen, dass es doch besser wäre in Berlin zu entbinden, weil mir dann jemand mit dem Kind helfen kann. Das hab ich kategorisch abgelehnt. Ich werde weder mit Wehen in den Zug steigen, noch werde ich 2-3 Wochen vor der Geburt und 2 Monate nach der Geburt getrennt vom werdenden Vater verbringen, denn der bekommt gar nicht so viel Urlaub. Manchmal fässt Du Dir echt an den Kopf. Ist ja nicht so, dass mir hier niemand helfen würde. Ich hab hier im Haus 4 frisch gebackene Mamas, die mir bestimmt nicht die Tür vor der Nase zuschlagen, wenn ich mal Hilfe brauche. Und meine beste Freundin kennt sich ebenfalls gut aus, und wird zum Zeitpunkt der Entbindung Semesterferien haben - und damit massig Zeit mir zu helfen. Ausserdem hab ich noch ganz viele liebe Arbeitskolleginnen und Kollegen, die sich drum reissen würden, mir mal das Baby aus dem Arm zu nehmen, und selbst zu halten, oder mit mir einkaufen zu fahren (wir haben nämlich kein Auto).

Oh, jetzt hab ich mich auch wieder in Rage geschrieben. Sorry

Liebe Grüße
Diana
14+3

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13. September 2008 um 12:11

Hi Sara,
kann ich mir vorstellen, dass Du säuerlich bist Ich komme auch schlecht mit Bevormundungen klar, wer nicht? Bleib mal gaaaaanz entspannt, laß Euer Baby erst mal da sein, dann ändert sich die Meinung Deines Freundes sicherlich. Auch das Schwiegermonster wird mit der Zeit sicherlich umgänglicher
Was die Religionssache betrifft, dass ist eben Einstellungssache. Ich finde es allerdings nicht wirklich schlimm, wenn Euer Kind einer Konfession angehören soll, was solls? Wenn Dir die Kirche so egal ist, wo ist das Problem Dein Kind zu taufen, wenn dem Kindsvater so viel dran liegt? Sollte sich Dein Kind irgendwann nicht mehr mit dem Glauben identifizieren können, kann es immer noch selbst entscheiden, was das richtige ist. Wenn ihr eh nicht soooo gläubig seit, ist es doch nur ein Ding auf dem Papier oder. Ich würde es dem lieben Frieden willen tun
Anders sieht es mit der Betreuung des Kindes aus. Du solltest Deinem Freund klarmachen, dass es in dem Hort besser aufgehoben ist. Die Erzieherinnen da erziehen "fremde Kinder", also gut, aber ohne persönliches Nutzen
Wenn Deine Schwiegermutter das Kind erzieht, wird sie es so machen, wie sie es für richtig hält. Das führt unweigerlich zu Problemen und Streitereien, die sich auch auf die Beziehung zu Deinem Freund auswirken werden. Außerdem würde ich einer Frau, zu der ich noch gar keine richtige freundschaftliche oder familiäre Beziehung habe, sowieso nicht die Erziehung meines Kindes überlassen. Die Geschichte mit dem Schluck Bier mußt Du so hinnehmen. Wenn eine Schwangere so was in der Öffentlichkeit macht, muß sie mit Vorträgen etc. rechnen Ist halt so... Mach Deinem Freund auf jeden Fall mal Deinen Standpunkt klar, sicher werdet ihr eine adäquate Lösung finden

LG Ninusch

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