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Ist von euch jemand froh abgetrieben zu haben?

22. November 2006 um 17:49

möchte mal ein paar meinungen anhören die froh sind eine abtreibung gemacht zu haben.. würde mich sehr über ein paar berichte freuen.. =))))

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23. November 2006 um 14:37

Also ich glaube
Das keiner froh ist eine Abtreibung hintersich zu haben... das ich voll das beschissene Gefühl und man will das am liebsten zurückdrehen...
hast du etwa ne abtreibung gemacht und freurst dich darüber?

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23. November 2006 um 16:29

......... ...
ich glaube sie meint eher das gefühl das man das richtige gemacht hat. Also meine tante und meine schwiegermutter sind solchen fälle)

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23. November 2006 um 17:13

Ja gibt's genug...
die danach erleichtert sind. es gibt genug denen es danach gar nicht schlecht geht (psychisch) und die ihre entscheidung nicht bereuen...

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25. November 2006 um 22:12

Nein Niemals!!!
Nein für mich war es der größte Fehler den ich gemacht habe. Hätte ich vorher gewusst wie schlecht es mir gehen würde hätte ich nie gemacht!!!! gerli02

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26. November 2006 um 21:08

Ich
hallöchen,

ja ich bin mit der entscheidung absolut zufrieden.
warum gibt es die möglichkeit der abtreibung wenn doch alle sooooooooooo dagegen sind?
wo keine nachfrage, da kein angebot!

habe ein kind und bin jetzt wieder schwanger und werde dieses kind auch austragen, weil es ein wunschkind ist.

aber es gibt halt situationen wo eine schwangerschaft nicht tragbar ist.
ist es dann verantwortungsvoll trotzdem das kind zur welt zu bringen?
für wen ist das gut? für die nachbarn, den pastor oder für das kind, das es zwangsläufig spüren wird, das es eigentlich nicht gewollt ist?

habe 2 mal abgetrieben und nein es tat mir nicht leid. ganz im gegenteil, es war das richtige. mag herzlos klingen und brutal aber ich kann dazu stehen, weil ich weiß das es das beste für mich und für die kinder war.

und alle die damit nicht fertig werden, haben meiner meinung nach nicht gründlich darüber nachgedacht und dem druck der umwelt zuschnell nachgegeben.

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26. November 2006 um 23:04
In Antwort auf latifa_12172947

Ich
hallöchen,

ja ich bin mit der entscheidung absolut zufrieden.
warum gibt es die möglichkeit der abtreibung wenn doch alle sooooooooooo dagegen sind?
wo keine nachfrage, da kein angebot!

habe ein kind und bin jetzt wieder schwanger und werde dieses kind auch austragen, weil es ein wunschkind ist.

aber es gibt halt situationen wo eine schwangerschaft nicht tragbar ist.
ist es dann verantwortungsvoll trotzdem das kind zur welt zu bringen?
für wen ist das gut? für die nachbarn, den pastor oder für das kind, das es zwangsläufig spüren wird, das es eigentlich nicht gewollt ist?

habe 2 mal abgetrieben und nein es tat mir nicht leid. ganz im gegenteil, es war das richtige. mag herzlos klingen und brutal aber ich kann dazu stehen, weil ich weiß das es das beste für mich und für die kinder war.

und alle die damit nicht fertig werden, haben meiner meinung nach nicht gründlich darüber nachgedacht und dem druck der umwelt zuschnell nachgegeben.

Oh mann
Ich versteh nicht wie du 2 mal abtreiben konntest^^..
hat dir das nicht alles weh getan?!
auch wenn Kinder ungewollt zur Welt kommen werden sie doch nicht wie abschaum behandelt.. jedes kind hat liebe verdient und immerhin ist es auch ein teil von dir oder nicht...
wie alt warst du denn bei der Abtreibung?
Ich hatte ne Abtreibung hinter mir und es ist das schlimmste was ich in meinen Leben getan habe..und gestern hatte ich eine Ausschabung(wegen Fehlgeburt) hinter mir.. und das Gefühl ist echt scheiße..
du hast echt glück das du noch Kinder bekommen kannst.. ich glaube nämlich das ich keine mehr bekommen kann..und das nur wegen der Abtreibung!!

lG

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27. November 2006 um 10:53

Ich bin erleichtert
Ich habe vor 2 Wochen in der zehnten Woche abgetrieben.
Einerseitz tat es mir leid, wenn ich überlege, dass es schon die zehnte Woche war. Ich habe mich aber zehn Wochen mit dem Thema auseinander gesetzt und jedes Mal wenn ich mich für die Schwangerschaft entschieden habe, habe ich mich irgendwie "unwirklich" gefreut. Mein Mann stand immer zu mir, egal wie ich mich entscheide. Ich konnte mich schließlich doch nicht mit dem Gedanken abfinden, dass ich jetzt mit 24 ein Kind bekomme, mein Studium kurz vor Schluss abbreche und mein Leben ganz umkrempele. Als ich mich dann mal mit meinem Mann hingesetzt habe und das erste Mal in seiner Gegenwart diesen Satzt "ich möchte abtreiben" ausgesprochen habe, war ich sehr sehr sehr erleichtert. Ich habe auch immer gedacht, dass er sich dann zurückzieht und mich auch nicht mehr so sehr lieb hat.

Jetzt nach der Abtreibung fühle ich mich irgendwie freier. Ich kann nicht sagen, dass ich mich freue abgetrieben zu haben, aber ich bin sehr erleichtert. Es ist auch nicht so, dass ich jetzt daran denke wie es jetzt wäre, wie sich mein Körper und das Baby entwickeln würden. Ich denke garnicht daran. Wahrscheinlich auch deswegen, weil es mir jetzt körperlich viel besser geht, denn die 10 Wochen war mir permanent über, ich habe sogar abgenommen, da ich mich dauernd übergeben musste und kaum was gegessen hatte.

Mir geht es jetzt sehr gut und die Beziehung hat darunter nicht gelitten.

LG, Nina

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30. November 2006 um 11:25

Nein, total unglücklich
ich habe anfang diesen jahres auch abgetrieben...für mich war es vorher allerdings klar, ich kann sowas nicht...ich würde soetwas nie tun...und dann hatte ich es doch gemacht.dazu muss ich sagen es waren die umstände...ich habe es nicht gemacht weil mein freund eh von anfang an dagegen war.was ja bei vielen der fall ist.eigentlich war uns beiden klar das wir das kind bekommen, hatten uns beide gefreut.vielleicht waren es die hormone...oder ich hab einfach doch nur panik bekommen.man kann sagen es war eine kurzschlussreaktion.innerhalb von 3 tagen war alles vorbei.mir geht es jetzt ziemlich oft schlecht...ich träume schlecht und jedesmal wenn ich kleine kinder sehe denke ich, ich hätte jetzt auch mutter sein können...es ist schon hart...aber ich denke jeder muss seine entscheidung selber treffen.ob es besser gewesen wäre kann man nie sagen...man weiß ja nicht wie es wäre wenn man es nicht gemacht hätte. ich weiß nur ich werde es nie wieder machen, egal wie die umstände sind!

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10. Dezember 2006 um 15:43

Eure
Antworten sind wirklich interessant, weil so unterschiedlich.
Ich habe auch eine Abtreibung vor mir, freuen tu ich mich natürlich nicht drauf.
Aber ich bin psychisch nicht in der Lage ein Kind großzuziehen, der Vater is ein Vollidiot und natürlich hab ich verhütet und sogar noch zu Sicherheit (es war ein ONS) die Pille danach genommen. Naja, es half alles nichts.

Jetzt bin ich in der 7 SSW und hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht...aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist!

Kann mir vielleicht jemand sagen, wie der Eingriff abläuft?

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10. Dezember 2006 um 22:33
In Antwort auf grusha_12111898

Eure
Antworten sind wirklich interessant, weil so unterschiedlich.
Ich habe auch eine Abtreibung vor mir, freuen tu ich mich natürlich nicht drauf.
Aber ich bin psychisch nicht in der Lage ein Kind großzuziehen, der Vater is ein Vollidiot und natürlich hab ich verhütet und sogar noch zu Sicherheit (es war ein ONS) die Pille danach genommen. Naja, es half alles nichts.

Jetzt bin ich in der 7 SSW und hab mir die Entscheidung nicht leicht gemacht...aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist!

Kann mir vielleicht jemand sagen, wie der Eingriff abläuft?

Abbruch..
hallo badkitty3
Ich hoffe diese entscheidung triffst du für dich..denn wenn nicht würde ich dir raten nciht den gleichen Fehler wie ich zu machen!
also bei mir lief der abbruch so ab..
an anfang wurde mir ein Zäpfen ein gesetzt damit sich der Muttermund richtig öffnet..dann wirst du auf den frauenstuhl gesetzt und du bekommst eine vollnakose... ja den rest bekommst du auch gar nicht mit.. wenn du aufwachst ist das baby weg..
Überleg dir die Sache echt gut denn das wird dich echt dein leen lang verfolgen..
ich wünsch dir alles gute..Hoffe ich konnte dir helfen...

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13. Dezember 2006 um 22:45
In Antwort auf klio_12317419

Nein, total unglücklich
ich habe anfang diesen jahres auch abgetrieben...für mich war es vorher allerdings klar, ich kann sowas nicht...ich würde soetwas nie tun...und dann hatte ich es doch gemacht.dazu muss ich sagen es waren die umstände...ich habe es nicht gemacht weil mein freund eh von anfang an dagegen war.was ja bei vielen der fall ist.eigentlich war uns beiden klar das wir das kind bekommen, hatten uns beide gefreut.vielleicht waren es die hormone...oder ich hab einfach doch nur panik bekommen.man kann sagen es war eine kurzschlussreaktion.innerhalb von 3 tagen war alles vorbei.mir geht es jetzt ziemlich oft schlecht...ich träume schlecht und jedesmal wenn ich kleine kinder sehe denke ich, ich hätte jetzt auch mutter sein können...es ist schon hart...aber ich denke jeder muss seine entscheidung selber treffen.ob es besser gewesen wäre kann man nie sagen...man weiß ja nicht wie es wäre wenn man es nicht gemacht hätte. ich weiß nur ich werde es nie wieder machen, egal wie die umstände sind!

Keine Ahnung!
Bei mir ist der Sachverhalt ein Bißchen anders, aber vielleicht gibt es jemanden, der in der selben Situation war und mir helfen kann. Ich bin nun in der 11 Woche schwanger und mir eigentlich relativ sicher, das ich kein weiteres Kind möchte. Ich kann mich mit der Vorstellung einfach irgendwie nicht abfinden, da ich schon 3 Kinder habe (7,10 und 1,5 Jahre alt). Genausowenig kann ich mich aber mit der Entscheidung abfinden, es einfach zu "entsorgen". Ich hatte vor 3,5 Jahren eine Fehlgeburt und nach der Ausschabung riesen Schuldgefühle, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, das Kind abgetrieben zu haben.Ich konnte nicht realisieren, das es schon tot war.Nun wird die Zeit wirklich eng und ich hab keine Ahnung, was ich machen soll, weil ich mich wirklich mit keiner von beiden Situationen abfinden kann.

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17. Dezember 2006 um 18:57

Letztendlich würd' ich sagen, ja...

ich weiss nicht, ob froh das richtige Wort ist, aber wenn Du es so ausdrücken willst, okay.

Ich bin nicht unglücklich, dass ich abgetrieben habe; natürlich ist es etwas, was mir lieber erspart geblieben wäre, aber das hat ja mehr damit zu tun, dass ich ungewollt schwanger war und nicht damit, dass ich abgetrieben habe.
Ich wollte nie in der Situation sein, ungewollt schwanger zu sein, aber ich wurd's trotzdem. Und es war schrecklich. Ich habe mich für eine Abtreibung entschieden und bin nachwievor glücklich mit dieser Entscheidung.

Gewiss ist es auch mir schwer gefallen, nicht aber, weil ich irgendwie dieses Kind vielleicht doch wollte - es war von Anfang an eindeutig, dass ich nicht schwanger sein wollte und ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt von der entsprechenden Person absolut undenkbar war; sondern weil der Schwangerschaftsabbruch in unserer Kultur noch immer ein brisantes Thema ist und ich den Druck auf mir spürte, dieses Kind - *gegen meinen Willen * - bekommen zu "müssen".

Zudem kamen dann noch die Horrorgeschichten die man im Internet liest oder die Garantie, die einem gegeben wird, man würde es nachher bereuen oder ein psychisches Wrack sein.
Heisst, ich spürte jede Menge Druck und hatte jede Menge Angst.

Die, die *nachher* die Schuldgefühle oder Probleme haben, sind die, die sich vielleicht insgeheim das Kind doch gewünscht haben (welche mir sehr leid tun, ich kann mir vorstellen, dass es schrecklich ist, ein Kind, das man wollte, abtreiben zu müssen) oder die, die irgendwann den ganzen Unkenrufen der Gegner erliegen oder die, die sich wohler in der Opferrolle fühlen oder sonst Probleme mit sich haben und mit der Abtreibung eine gute Möglichkeit haben, sich selbst nieder zu machen.
Allen Frauen, die in eine der Kategorien fallen, würde ich eine gute Therapie empfehlen, jenachdem um zu klären, wieso sie sich nicht gegen den äusseren Druck, der sie zu einer ungewollten Abtreibung drängte, wehren konnten, oder um genug Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und Stärke zu entwickeln, sich nicht von den radikalen Ideologisten kirre machen zu lassen oder (eben je nach Fall) zu klären, für was dieses Kind gestanden hätte, was sie im Nachhinnein glauben, welche Lücke es in ihrem Leben geschlossen hätte. Vielleicht fehlt diesen Frauen einfach allgemein Liebe in ihrem Leben und sie trauern um die Liebe von der sie glauben, welche ihnen diese Kind gegeben hätte.
Manche sind vielleicht auch einfach allgemein unglücklich oder unzufrieden mit ihrem Leben und da ist natürlich der Gedanke verführerisch, dass, wenn sie das Kind bekommen hätten, nun ja alles anders wäre.. Und in der Vorstellung ist "anders" dann in der Regel gleichzusetzen mit "besser". Denen ist zu raten, ihr Leben in bessere Bahnen zu lenken, für ihr eigenes Leben zu kämpfen, es zu ändern,.., anstatt sich in der Selbstmitleid-, Opfer- und Schuldgefühlposition zu verschanzen, welche zwar unangenehm - aber bequem ist.. Denn so muss man ja nichts ändern...

Ich habe keinerlei Schuldgefühle.
Und die, die mich als Mörderin bezeichnen wollen, sollen sich mal vor Augen halten, dass man auch keinen Baum fällt, wenn man eine Nuss vom Boden aufhebt.
Auch in einer Nuss liegt das ganze Potential für einen ausgewachsenen Baum, sie entsteht nach der Befruchtung, man muss sie nur keimen lassen und dann entsteht ein Schattenspender, der die Luft reinigt und Vögeln einen Ort für ihre Nester bietet und der manchmal auch sehr schützenswert ist.
Trotzdem essen Umweltschützer ihr Müsli gern mit Haselnüssen..

Mit dem Keim in mir verhielt es sich nicht anders. Wobei angemerkt sein soll, dass ich zu einem Zeitpunkt abgetrieben habe, wo noch kein Herzschlag und kein Nervensystem vorhanden war. Natürlich lag in dieser Frucht das ganze Potential für einen ausgewachsenen Menschen - aber eben nur das Potential. Nicht mehr, nicht weniger. Und das tut es fast schon in meinen Eizellen, von der ich jeden Monat eine verliere, das einzige, was dazu fehlt, ist eine Samenzelle, und an nichts ist leichter dranzukommen, als an das...

Ein Kind muss zwar nicht geplant sein, aber es sollte gewünscht sein und in eine willkommene und nach Möglichkeit sichere Umgebung geboren werden, in der es gute Vorraussetzungen hat, sich zu entwickeln und nicht innerhalb einer Lebensplanung irgendwie dazwischen gequetscht werden.
Auch ist ein Kind in meinen Augen nichts, womit man mit der Einstellung umgehen kann "jetzt ist es nunmal da".
Wenn das in mancher Leute Augen okay ist, bitte. Für mein Kind stelle ich aber höhere Ansprüche. Und ja, ich möchte sehr gerne Kinder.
Auch freue ich mich über jede Schwangerschaft in meinem Umfeld und liebe Kleinkinder.

Versteht mich nicht falsch, meiner Meinung nach sollte jede Frau, die ein Kind bekommen möchte, alle nur erdenkliche Unterstützung bekommen - und das eben auch, wenn das Kind da ist. Keine Frau soll das Gefühl haben, sie *müsse* abtreiben.

Aber ebenso soll jede Frau, die eine Schwangerschaft nicht austragen möchte, jedes Recht dazu haben und jede Unterstützung bekommen. Und wenn sie nachher Schwierigketen damit haben, ebenso Unterstützung, verständnis und Trost. Ganz im Sinne der Nächstenliebe.

Die Gegner machen es sich viel zu leicht, denn sie schützen kein Leben, sie zerstören welches. Anstatt Frauen, die abtreiben wollen, die Hölle heiss zu machen, sollten sie sich lieber für bessere Bedingungen für z.B. allein erziehende Mütter einsetzen, damit wäre viel mehr getan.

Sie sorgen mit ihren Anschuldigungen nur dafür, dass Frauen den Umstand ihrer Schwangerschaft verdrängen, es erst vor sich selbst und dann vor anderen verheimlichen, wegen dem Druck, wegen der Angst. Was dann wieder dazu führt, dass diese Frauen erst sehr spät abtreiben, was psychisch mit Sicherheit eine viel grössere Belastung darstellt, und ethisch möglicherweise auch erst dann fragwürdig wird.
Im noch schlimmeren Falle kommen diese Kinder dann zur Welt und verdursten, wie z.B. erst kürzlich geschehen.

Zudem degradieren sie die Frau zu einem Gebärautomat, zu einem Brutkasten auf Beinen und berücksichtigen weder ihre Wünsche noch ihre Situation.
Na ihr seid mir ja tolle "Lebensschützer"...

Und wenn die Kinder dann erst mal da sind, wollen sie davon auch nichts mehr wissen..
Wird die Frau den Anforderungen nicht gerecht, kann man ja nochmal schön mit dem Finger zeigen und sie als Rabenmütter beschimpfen.

Ich hadere nicht mit meiner Erfahrung. Ich habe sehr viel daraus gelernt und es hat mich letztendlich stärker gemacht.
Denn ich habe festgestellt, dass ich, trotz des moralischen Gegenwinds, die richtige Entscheidung für mich treffen konnte, dass ich auch eine solche Extremsitution durchstehe und verkrafte, dass ich in der Lage bin, verantwortungsvoll zu handeln und für meine Interessen zu kämpfen und diese durchzusetzen.
Denn im Gegensatz zu der Meinung, die hier manche vertreten, treiben schwache Charaktere nicht ab. Denn man muss Verantwortung übernehmen, eine endgültige Entscheidung treffen, in Aktion treten, damit rechnen, stigmatisiert zu werden, sich ins Ungewisse stürzen und vieles mehr... - Und das unter Zeitdruck. Im Gegensatz zu sich zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Und für die, die vom religiösen Aspekt aus argumentieren (ich bin übrigens auch religiös): ich bin Gott dankbar, dass er mich mit diesen Eigenschaften ausgestattet hat, dass er mich stark gemacht hat und all' diese Eigenschaften (neben einigen anderen) werden mich, wenn die Zeit dafür gekommen ist, zu einer guten Mutter machen, denn ich bin in der Lage für mich und meine Familie zu kämpfen und nicht irgendeinem äusseren Druck zu erliegen.

Und für alle, die nun den Verhütungsvorwurf anbringen wollen: ich denke, man kann mir glauben, dass ich gebildet und umfassend aufgeklärt bin, immerhin habe ich es über 10 Jahre geschafft, erfolgreich zu verhüten - und ich bin ein großer Freund von Verhütung und kläre auch selber auf. Aber in er Realität verläuft nunmal nicht alles nach Plan und es gibt keine hundertprozentige Zuverlässigkeit.
125.000 Abtreibungen pro Jahr bezeugen das. Und hinzu kommen nochmal die vierfache Menge der Schwangerschaften, die zwar ebenso durch Unfall entstehen aber nicht abgebrochen werden. Und das sind nicht alles Teenager-Schwangerschaften, die zu "dumm" waren, zu verhüten.

Ich wünsche allen besinnliche Feiertage, falls Schwangerschaftsabbruch ein Thema ist, ist nun vielleicht auch eine gute Zeit, mal in sich zu gehen und seine Haltung zu überdenken.. Denn Anschuldigungen bis hin zum Psychoterror, den so mancher "Schützer" so von sich gibt und Fingerzeige sind im übrigen nämlich höchst unchristlich...

Alles Liebe!

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24. Dezember 2006 um 12:48
In Antwort auf renaissance26

Letztendlich würd' ich sagen, ja...

ich weiss nicht, ob froh das richtige Wort ist, aber wenn Du es so ausdrücken willst, okay.

Ich bin nicht unglücklich, dass ich abgetrieben habe; natürlich ist es etwas, was mir lieber erspart geblieben wäre, aber das hat ja mehr damit zu tun, dass ich ungewollt schwanger war und nicht damit, dass ich abgetrieben habe.
Ich wollte nie in der Situation sein, ungewollt schwanger zu sein, aber ich wurd's trotzdem. Und es war schrecklich. Ich habe mich für eine Abtreibung entschieden und bin nachwievor glücklich mit dieser Entscheidung.

Gewiss ist es auch mir schwer gefallen, nicht aber, weil ich irgendwie dieses Kind vielleicht doch wollte - es war von Anfang an eindeutig, dass ich nicht schwanger sein wollte und ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt von der entsprechenden Person absolut undenkbar war; sondern weil der Schwangerschaftsabbruch in unserer Kultur noch immer ein brisantes Thema ist und ich den Druck auf mir spürte, dieses Kind - *gegen meinen Willen * - bekommen zu "müssen".

Zudem kamen dann noch die Horrorgeschichten die man im Internet liest oder die Garantie, die einem gegeben wird, man würde es nachher bereuen oder ein psychisches Wrack sein.
Heisst, ich spürte jede Menge Druck und hatte jede Menge Angst.

Die, die *nachher* die Schuldgefühle oder Probleme haben, sind die, die sich vielleicht insgeheim das Kind doch gewünscht haben (welche mir sehr leid tun, ich kann mir vorstellen, dass es schrecklich ist, ein Kind, das man wollte, abtreiben zu müssen) oder die, die irgendwann den ganzen Unkenrufen der Gegner erliegen oder die, die sich wohler in der Opferrolle fühlen oder sonst Probleme mit sich haben und mit der Abtreibung eine gute Möglichkeit haben, sich selbst nieder zu machen.
Allen Frauen, die in eine der Kategorien fallen, würde ich eine gute Therapie empfehlen, jenachdem um zu klären, wieso sie sich nicht gegen den äusseren Druck, der sie zu einer ungewollten Abtreibung drängte, wehren konnten, oder um genug Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und Stärke zu entwickeln, sich nicht von den radikalen Ideologisten kirre machen zu lassen oder (eben je nach Fall) zu klären, für was dieses Kind gestanden hätte, was sie im Nachhinnein glauben, welche Lücke es in ihrem Leben geschlossen hätte. Vielleicht fehlt diesen Frauen einfach allgemein Liebe in ihrem Leben und sie trauern um die Liebe von der sie glauben, welche ihnen diese Kind gegeben hätte.
Manche sind vielleicht auch einfach allgemein unglücklich oder unzufrieden mit ihrem Leben und da ist natürlich der Gedanke verführerisch, dass, wenn sie das Kind bekommen hätten, nun ja alles anders wäre.. Und in der Vorstellung ist "anders" dann in der Regel gleichzusetzen mit "besser". Denen ist zu raten, ihr Leben in bessere Bahnen zu lenken, für ihr eigenes Leben zu kämpfen, es zu ändern,.., anstatt sich in der Selbstmitleid-, Opfer- und Schuldgefühlposition zu verschanzen, welche zwar unangenehm - aber bequem ist.. Denn so muss man ja nichts ändern...

Ich habe keinerlei Schuldgefühle.
Und die, die mich als Mörderin bezeichnen wollen, sollen sich mal vor Augen halten, dass man auch keinen Baum fällt, wenn man eine Nuss vom Boden aufhebt.
Auch in einer Nuss liegt das ganze Potential für einen ausgewachsenen Baum, sie entsteht nach der Befruchtung, man muss sie nur keimen lassen und dann entsteht ein Schattenspender, der die Luft reinigt und Vögeln einen Ort für ihre Nester bietet und der manchmal auch sehr schützenswert ist.
Trotzdem essen Umweltschützer ihr Müsli gern mit Haselnüssen..

Mit dem Keim in mir verhielt es sich nicht anders. Wobei angemerkt sein soll, dass ich zu einem Zeitpunkt abgetrieben habe, wo noch kein Herzschlag und kein Nervensystem vorhanden war. Natürlich lag in dieser Frucht das ganze Potential für einen ausgewachsenen Menschen - aber eben nur das Potential. Nicht mehr, nicht weniger. Und das tut es fast schon in meinen Eizellen, von der ich jeden Monat eine verliere, das einzige, was dazu fehlt, ist eine Samenzelle, und an nichts ist leichter dranzukommen, als an das...

Ein Kind muss zwar nicht geplant sein, aber es sollte gewünscht sein und in eine willkommene und nach Möglichkeit sichere Umgebung geboren werden, in der es gute Vorraussetzungen hat, sich zu entwickeln und nicht innerhalb einer Lebensplanung irgendwie dazwischen gequetscht werden.
Auch ist ein Kind in meinen Augen nichts, womit man mit der Einstellung umgehen kann "jetzt ist es nunmal da".
Wenn das in mancher Leute Augen okay ist, bitte. Für mein Kind stelle ich aber höhere Ansprüche. Und ja, ich möchte sehr gerne Kinder.
Auch freue ich mich über jede Schwangerschaft in meinem Umfeld und liebe Kleinkinder.

Versteht mich nicht falsch, meiner Meinung nach sollte jede Frau, die ein Kind bekommen möchte, alle nur erdenkliche Unterstützung bekommen - und das eben auch, wenn das Kind da ist. Keine Frau soll das Gefühl haben, sie *müsse* abtreiben.

Aber ebenso soll jede Frau, die eine Schwangerschaft nicht austragen möchte, jedes Recht dazu haben und jede Unterstützung bekommen. Und wenn sie nachher Schwierigketen damit haben, ebenso Unterstützung, verständnis und Trost. Ganz im Sinne der Nächstenliebe.

Die Gegner machen es sich viel zu leicht, denn sie schützen kein Leben, sie zerstören welches. Anstatt Frauen, die abtreiben wollen, die Hölle heiss zu machen, sollten sie sich lieber für bessere Bedingungen für z.B. allein erziehende Mütter einsetzen, damit wäre viel mehr getan.

Sie sorgen mit ihren Anschuldigungen nur dafür, dass Frauen den Umstand ihrer Schwangerschaft verdrängen, es erst vor sich selbst und dann vor anderen verheimlichen, wegen dem Druck, wegen der Angst. Was dann wieder dazu führt, dass diese Frauen erst sehr spät abtreiben, was psychisch mit Sicherheit eine viel grössere Belastung darstellt, und ethisch möglicherweise auch erst dann fragwürdig wird.
Im noch schlimmeren Falle kommen diese Kinder dann zur Welt und verdursten, wie z.B. erst kürzlich geschehen.

Zudem degradieren sie die Frau zu einem Gebärautomat, zu einem Brutkasten auf Beinen und berücksichtigen weder ihre Wünsche noch ihre Situation.
Na ihr seid mir ja tolle "Lebensschützer"...

Und wenn die Kinder dann erst mal da sind, wollen sie davon auch nichts mehr wissen..
Wird die Frau den Anforderungen nicht gerecht, kann man ja nochmal schön mit dem Finger zeigen und sie als Rabenmütter beschimpfen.

Ich hadere nicht mit meiner Erfahrung. Ich habe sehr viel daraus gelernt und es hat mich letztendlich stärker gemacht.
Denn ich habe festgestellt, dass ich, trotz des moralischen Gegenwinds, die richtige Entscheidung für mich treffen konnte, dass ich auch eine solche Extremsitution durchstehe und verkrafte, dass ich in der Lage bin, verantwortungsvoll zu handeln und für meine Interessen zu kämpfen und diese durchzusetzen.
Denn im Gegensatz zu der Meinung, die hier manche vertreten, treiben schwache Charaktere nicht ab. Denn man muss Verantwortung übernehmen, eine endgültige Entscheidung treffen, in Aktion treten, damit rechnen, stigmatisiert zu werden, sich ins Ungewisse stürzen und vieles mehr... - Und das unter Zeitdruck. Im Gegensatz zu sich zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Und für die, die vom religiösen Aspekt aus argumentieren (ich bin übrigens auch religiös): ich bin Gott dankbar, dass er mich mit diesen Eigenschaften ausgestattet hat, dass er mich stark gemacht hat und all' diese Eigenschaften (neben einigen anderen) werden mich, wenn die Zeit dafür gekommen ist, zu einer guten Mutter machen, denn ich bin in der Lage für mich und meine Familie zu kämpfen und nicht irgendeinem äusseren Druck zu erliegen.

Und für alle, die nun den Verhütungsvorwurf anbringen wollen: ich denke, man kann mir glauben, dass ich gebildet und umfassend aufgeklärt bin, immerhin habe ich es über 10 Jahre geschafft, erfolgreich zu verhüten - und ich bin ein großer Freund von Verhütung und kläre auch selber auf. Aber in er Realität verläuft nunmal nicht alles nach Plan und es gibt keine hundertprozentige Zuverlässigkeit.
125.000 Abtreibungen pro Jahr bezeugen das. Und hinzu kommen nochmal die vierfache Menge der Schwangerschaften, die zwar ebenso durch Unfall entstehen aber nicht abgebrochen werden. Und das sind nicht alles Teenager-Schwangerschaften, die zu "dumm" waren, zu verhüten.

Ich wünsche allen besinnliche Feiertage, falls Schwangerschaftsabbruch ein Thema ist, ist nun vielleicht auch eine gute Zeit, mal in sich zu gehen und seine Haltung zu überdenken.. Denn Anschuldigungen bis hin zum Psychoterror, den so mancher "Schützer" so von sich gibt und Fingerzeige sind im übrigen nämlich höchst unchristlich...

Alles Liebe!

!!! LOB !!!
Einer der tollesten Beträge die ich bisher gelesen habe - und er spricht mir zu 1000% aus der Seele!!!

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25. Dezember 2006 um 1:49
In Antwort auf renaissance26

Letztendlich würd' ich sagen, ja...

ich weiss nicht, ob froh das richtige Wort ist, aber wenn Du es so ausdrücken willst, okay.

Ich bin nicht unglücklich, dass ich abgetrieben habe; natürlich ist es etwas, was mir lieber erspart geblieben wäre, aber das hat ja mehr damit zu tun, dass ich ungewollt schwanger war und nicht damit, dass ich abgetrieben habe.
Ich wollte nie in der Situation sein, ungewollt schwanger zu sein, aber ich wurd's trotzdem. Und es war schrecklich. Ich habe mich für eine Abtreibung entschieden und bin nachwievor glücklich mit dieser Entscheidung.

Gewiss ist es auch mir schwer gefallen, nicht aber, weil ich irgendwie dieses Kind vielleicht doch wollte - es war von Anfang an eindeutig, dass ich nicht schwanger sein wollte und ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt von der entsprechenden Person absolut undenkbar war; sondern weil der Schwangerschaftsabbruch in unserer Kultur noch immer ein brisantes Thema ist und ich den Druck auf mir spürte, dieses Kind - *gegen meinen Willen * - bekommen zu "müssen".

Zudem kamen dann noch die Horrorgeschichten die man im Internet liest oder die Garantie, die einem gegeben wird, man würde es nachher bereuen oder ein psychisches Wrack sein.
Heisst, ich spürte jede Menge Druck und hatte jede Menge Angst.

Die, die *nachher* die Schuldgefühle oder Probleme haben, sind die, die sich vielleicht insgeheim das Kind doch gewünscht haben (welche mir sehr leid tun, ich kann mir vorstellen, dass es schrecklich ist, ein Kind, das man wollte, abtreiben zu müssen) oder die, die irgendwann den ganzen Unkenrufen der Gegner erliegen oder die, die sich wohler in der Opferrolle fühlen oder sonst Probleme mit sich haben und mit der Abtreibung eine gute Möglichkeit haben, sich selbst nieder zu machen.
Allen Frauen, die in eine der Kategorien fallen, würde ich eine gute Therapie empfehlen, jenachdem um zu klären, wieso sie sich nicht gegen den äusseren Druck, der sie zu einer ungewollten Abtreibung drängte, wehren konnten, oder um genug Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und Stärke zu entwickeln, sich nicht von den radikalen Ideologisten kirre machen zu lassen oder (eben je nach Fall) zu klären, für was dieses Kind gestanden hätte, was sie im Nachhinnein glauben, welche Lücke es in ihrem Leben geschlossen hätte. Vielleicht fehlt diesen Frauen einfach allgemein Liebe in ihrem Leben und sie trauern um die Liebe von der sie glauben, welche ihnen diese Kind gegeben hätte.
Manche sind vielleicht auch einfach allgemein unglücklich oder unzufrieden mit ihrem Leben und da ist natürlich der Gedanke verführerisch, dass, wenn sie das Kind bekommen hätten, nun ja alles anders wäre.. Und in der Vorstellung ist "anders" dann in der Regel gleichzusetzen mit "besser". Denen ist zu raten, ihr Leben in bessere Bahnen zu lenken, für ihr eigenes Leben zu kämpfen, es zu ändern,.., anstatt sich in der Selbstmitleid-, Opfer- und Schuldgefühlposition zu verschanzen, welche zwar unangenehm - aber bequem ist.. Denn so muss man ja nichts ändern...

Ich habe keinerlei Schuldgefühle.
Und die, die mich als Mörderin bezeichnen wollen, sollen sich mal vor Augen halten, dass man auch keinen Baum fällt, wenn man eine Nuss vom Boden aufhebt.
Auch in einer Nuss liegt das ganze Potential für einen ausgewachsenen Baum, sie entsteht nach der Befruchtung, man muss sie nur keimen lassen und dann entsteht ein Schattenspender, der die Luft reinigt und Vögeln einen Ort für ihre Nester bietet und der manchmal auch sehr schützenswert ist.
Trotzdem essen Umweltschützer ihr Müsli gern mit Haselnüssen..

Mit dem Keim in mir verhielt es sich nicht anders. Wobei angemerkt sein soll, dass ich zu einem Zeitpunkt abgetrieben habe, wo noch kein Herzschlag und kein Nervensystem vorhanden war. Natürlich lag in dieser Frucht das ganze Potential für einen ausgewachsenen Menschen - aber eben nur das Potential. Nicht mehr, nicht weniger. Und das tut es fast schon in meinen Eizellen, von der ich jeden Monat eine verliere, das einzige, was dazu fehlt, ist eine Samenzelle, und an nichts ist leichter dranzukommen, als an das...

Ein Kind muss zwar nicht geplant sein, aber es sollte gewünscht sein und in eine willkommene und nach Möglichkeit sichere Umgebung geboren werden, in der es gute Vorraussetzungen hat, sich zu entwickeln und nicht innerhalb einer Lebensplanung irgendwie dazwischen gequetscht werden.
Auch ist ein Kind in meinen Augen nichts, womit man mit der Einstellung umgehen kann "jetzt ist es nunmal da".
Wenn das in mancher Leute Augen okay ist, bitte. Für mein Kind stelle ich aber höhere Ansprüche. Und ja, ich möchte sehr gerne Kinder.
Auch freue ich mich über jede Schwangerschaft in meinem Umfeld und liebe Kleinkinder.

Versteht mich nicht falsch, meiner Meinung nach sollte jede Frau, die ein Kind bekommen möchte, alle nur erdenkliche Unterstützung bekommen - und das eben auch, wenn das Kind da ist. Keine Frau soll das Gefühl haben, sie *müsse* abtreiben.

Aber ebenso soll jede Frau, die eine Schwangerschaft nicht austragen möchte, jedes Recht dazu haben und jede Unterstützung bekommen. Und wenn sie nachher Schwierigketen damit haben, ebenso Unterstützung, verständnis und Trost. Ganz im Sinne der Nächstenliebe.

Die Gegner machen es sich viel zu leicht, denn sie schützen kein Leben, sie zerstören welches. Anstatt Frauen, die abtreiben wollen, die Hölle heiss zu machen, sollten sie sich lieber für bessere Bedingungen für z.B. allein erziehende Mütter einsetzen, damit wäre viel mehr getan.

Sie sorgen mit ihren Anschuldigungen nur dafür, dass Frauen den Umstand ihrer Schwangerschaft verdrängen, es erst vor sich selbst und dann vor anderen verheimlichen, wegen dem Druck, wegen der Angst. Was dann wieder dazu führt, dass diese Frauen erst sehr spät abtreiben, was psychisch mit Sicherheit eine viel grössere Belastung darstellt, und ethisch möglicherweise auch erst dann fragwürdig wird.
Im noch schlimmeren Falle kommen diese Kinder dann zur Welt und verdursten, wie z.B. erst kürzlich geschehen.

Zudem degradieren sie die Frau zu einem Gebärautomat, zu einem Brutkasten auf Beinen und berücksichtigen weder ihre Wünsche noch ihre Situation.
Na ihr seid mir ja tolle "Lebensschützer"...

Und wenn die Kinder dann erst mal da sind, wollen sie davon auch nichts mehr wissen..
Wird die Frau den Anforderungen nicht gerecht, kann man ja nochmal schön mit dem Finger zeigen und sie als Rabenmütter beschimpfen.

Ich hadere nicht mit meiner Erfahrung. Ich habe sehr viel daraus gelernt und es hat mich letztendlich stärker gemacht.
Denn ich habe festgestellt, dass ich, trotz des moralischen Gegenwinds, die richtige Entscheidung für mich treffen konnte, dass ich auch eine solche Extremsitution durchstehe und verkrafte, dass ich in der Lage bin, verantwortungsvoll zu handeln und für meine Interessen zu kämpfen und diese durchzusetzen.
Denn im Gegensatz zu der Meinung, die hier manche vertreten, treiben schwache Charaktere nicht ab. Denn man muss Verantwortung übernehmen, eine endgültige Entscheidung treffen, in Aktion treten, damit rechnen, stigmatisiert zu werden, sich ins Ungewisse stürzen und vieles mehr... - Und das unter Zeitdruck. Im Gegensatz zu sich zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Und für die, die vom religiösen Aspekt aus argumentieren (ich bin übrigens auch religiös): ich bin Gott dankbar, dass er mich mit diesen Eigenschaften ausgestattet hat, dass er mich stark gemacht hat und all' diese Eigenschaften (neben einigen anderen) werden mich, wenn die Zeit dafür gekommen ist, zu einer guten Mutter machen, denn ich bin in der Lage für mich und meine Familie zu kämpfen und nicht irgendeinem äusseren Druck zu erliegen.

Und für alle, die nun den Verhütungsvorwurf anbringen wollen: ich denke, man kann mir glauben, dass ich gebildet und umfassend aufgeklärt bin, immerhin habe ich es über 10 Jahre geschafft, erfolgreich zu verhüten - und ich bin ein großer Freund von Verhütung und kläre auch selber auf. Aber in er Realität verläuft nunmal nicht alles nach Plan und es gibt keine hundertprozentige Zuverlässigkeit.
125.000 Abtreibungen pro Jahr bezeugen das. Und hinzu kommen nochmal die vierfache Menge der Schwangerschaften, die zwar ebenso durch Unfall entstehen aber nicht abgebrochen werden. Und das sind nicht alles Teenager-Schwangerschaften, die zu "dumm" waren, zu verhüten.

Ich wünsche allen besinnliche Feiertage, falls Schwangerschaftsabbruch ein Thema ist, ist nun vielleicht auch eine gute Zeit, mal in sich zu gehen und seine Haltung zu überdenken.. Denn Anschuldigungen bis hin zum Psychoterror, den so mancher "Schützer" so von sich gibt und Fingerzeige sind im übrigen nämlich höchst unchristlich...

Alles Liebe!

Den
Beitrag von renaissance26 kann ich nur unterschreiben.

Ich finde froh, ist nicht der ganz passende Ausdruck, aber ich kann mir nicht vorstellen nun ein 6 Monatiges Baby zu haben. Es wäre für meine Lebensplannung unmöglich gewesen. Für MICH persönlich. Noch mal möchte ich das aber nicht erleben. Ich hätte auch gerne aufs erste Mal verzichtet.

Schade finde ich das man nicht richtig offen darüber reden kann und das viele mich nicht verstehen...

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25. Januar 2007 um 21:28

...
also ich bin überaus froh.

ich bin zum falschen zeitpunkt schwanger geworden.

jetzt bin ich sehr, sehr erleichtert!

lasst euch von anderen nichts einreden oder überreden das kind zu behalten!

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25. Januar 2007 um 22:38
In Antwort auf emmy_12150406

...
also ich bin überaus froh.

ich bin zum falschen zeitpunkt schwanger geworden.

jetzt bin ich sehr, sehr erleichtert!

lasst euch von anderen nichts einreden oder überreden das kind zu behalten!

Ich bin froh
ich und mein partner sind froh das gemacht zu haben!
bei mir ist es grad mal 2 tage her! und mir geht es supergut!
wir sind nämlich grad erst zusammen gezogen und was noch
dazu kommt ist das wir erst vor nem halben jahr erfahren haben
das er vater von einem 3 jährigem kind ist und über 2500 euro
für den vaterschaftstest zahlen musste und jetzt noch die 2 1/2
jahre der alimente nachzahlen muss! wir hätten das finanziell nie
geschafft!

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12. Februar 2007 um 1:31

Hi,
ich...Bin 28 und habe letztes Jahr abgetrieben.

Ich bin absolut kein Kinderfan, kann mir auch immer noch nicht vorstellen, ein Kind zu bekommen.

Wenn sich das in den nächsten 5 Jahren nicht noch gravierend ändert (ich glaub nicht dran) lasse ich mich unterbinden.

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23. Februar 2007 um 23:11

Ich bin auch froh
Der Abbruch selber war scheiße, und auch hinterher ging es mir nicht gut. (Unbändiger Kinderwunsch und Trauer).Ich hatte richtig Mühe, das zu verdauen, weil ich im Grunde das Kind gern bekommen hätte. Der Abbruch ist jetzt 6 Monate her, aber es fühlt sich zunehmend leichter an, und die richtige Entscheidung war es sowieso, weil die Umstände einfach so schlecht waren und sind für ein Kind. Mir wäre es mit einem Kind in dieser Situation einfach schlecht gegangen. Letzten Endes bin ich froh und dankbar über den Abbruch.

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24. Februar 2007 um 10:26
In Antwort auf renaissance26

Letztendlich würd' ich sagen, ja...

ich weiss nicht, ob froh das richtige Wort ist, aber wenn Du es so ausdrücken willst, okay.

Ich bin nicht unglücklich, dass ich abgetrieben habe; natürlich ist es etwas, was mir lieber erspart geblieben wäre, aber das hat ja mehr damit zu tun, dass ich ungewollt schwanger war und nicht damit, dass ich abgetrieben habe.
Ich wollte nie in der Situation sein, ungewollt schwanger zu sein, aber ich wurd's trotzdem. Und es war schrecklich. Ich habe mich für eine Abtreibung entschieden und bin nachwievor glücklich mit dieser Entscheidung.

Gewiss ist es auch mir schwer gefallen, nicht aber, weil ich irgendwie dieses Kind vielleicht doch wollte - es war von Anfang an eindeutig, dass ich nicht schwanger sein wollte und ein Kind zum jetzigen Zeitpunkt von der entsprechenden Person absolut undenkbar war; sondern weil der Schwangerschaftsabbruch in unserer Kultur noch immer ein brisantes Thema ist und ich den Druck auf mir spürte, dieses Kind - *gegen meinen Willen * - bekommen zu "müssen".

Zudem kamen dann noch die Horrorgeschichten die man im Internet liest oder die Garantie, die einem gegeben wird, man würde es nachher bereuen oder ein psychisches Wrack sein.
Heisst, ich spürte jede Menge Druck und hatte jede Menge Angst.

Die, die *nachher* die Schuldgefühle oder Probleme haben, sind die, die sich vielleicht insgeheim das Kind doch gewünscht haben (welche mir sehr leid tun, ich kann mir vorstellen, dass es schrecklich ist, ein Kind, das man wollte, abtreiben zu müssen) oder die, die irgendwann den ganzen Unkenrufen der Gegner erliegen oder die, die sich wohler in der Opferrolle fühlen oder sonst Probleme mit sich haben und mit der Abtreibung eine gute Möglichkeit haben, sich selbst nieder zu machen.
Allen Frauen, die in eine der Kategorien fallen, würde ich eine gute Therapie empfehlen, jenachdem um zu klären, wieso sie sich nicht gegen den äusseren Druck, der sie zu einer ungewollten Abtreibung drängte, wehren konnten, oder um genug Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und Stärke zu entwickeln, sich nicht von den radikalen Ideologisten kirre machen zu lassen oder (eben je nach Fall) zu klären, für was dieses Kind gestanden hätte, was sie im Nachhinnein glauben, welche Lücke es in ihrem Leben geschlossen hätte. Vielleicht fehlt diesen Frauen einfach allgemein Liebe in ihrem Leben und sie trauern um die Liebe von der sie glauben, welche ihnen diese Kind gegeben hätte.
Manche sind vielleicht auch einfach allgemein unglücklich oder unzufrieden mit ihrem Leben und da ist natürlich der Gedanke verführerisch, dass, wenn sie das Kind bekommen hätten, nun ja alles anders wäre.. Und in der Vorstellung ist "anders" dann in der Regel gleichzusetzen mit "besser". Denen ist zu raten, ihr Leben in bessere Bahnen zu lenken, für ihr eigenes Leben zu kämpfen, es zu ändern,.., anstatt sich in der Selbstmitleid-, Opfer- und Schuldgefühlposition zu verschanzen, welche zwar unangenehm - aber bequem ist.. Denn so muss man ja nichts ändern...

Ich habe keinerlei Schuldgefühle.
Und die, die mich als Mörderin bezeichnen wollen, sollen sich mal vor Augen halten, dass man auch keinen Baum fällt, wenn man eine Nuss vom Boden aufhebt.
Auch in einer Nuss liegt das ganze Potential für einen ausgewachsenen Baum, sie entsteht nach der Befruchtung, man muss sie nur keimen lassen und dann entsteht ein Schattenspender, der die Luft reinigt und Vögeln einen Ort für ihre Nester bietet und der manchmal auch sehr schützenswert ist.
Trotzdem essen Umweltschützer ihr Müsli gern mit Haselnüssen..

Mit dem Keim in mir verhielt es sich nicht anders. Wobei angemerkt sein soll, dass ich zu einem Zeitpunkt abgetrieben habe, wo noch kein Herzschlag und kein Nervensystem vorhanden war. Natürlich lag in dieser Frucht das ganze Potential für einen ausgewachsenen Menschen - aber eben nur das Potential. Nicht mehr, nicht weniger. Und das tut es fast schon in meinen Eizellen, von der ich jeden Monat eine verliere, das einzige, was dazu fehlt, ist eine Samenzelle, und an nichts ist leichter dranzukommen, als an das...

Ein Kind muss zwar nicht geplant sein, aber es sollte gewünscht sein und in eine willkommene und nach Möglichkeit sichere Umgebung geboren werden, in der es gute Vorraussetzungen hat, sich zu entwickeln und nicht innerhalb einer Lebensplanung irgendwie dazwischen gequetscht werden.
Auch ist ein Kind in meinen Augen nichts, womit man mit der Einstellung umgehen kann "jetzt ist es nunmal da".
Wenn das in mancher Leute Augen okay ist, bitte. Für mein Kind stelle ich aber höhere Ansprüche. Und ja, ich möchte sehr gerne Kinder.
Auch freue ich mich über jede Schwangerschaft in meinem Umfeld und liebe Kleinkinder.

Versteht mich nicht falsch, meiner Meinung nach sollte jede Frau, die ein Kind bekommen möchte, alle nur erdenkliche Unterstützung bekommen - und das eben auch, wenn das Kind da ist. Keine Frau soll das Gefühl haben, sie *müsse* abtreiben.

Aber ebenso soll jede Frau, die eine Schwangerschaft nicht austragen möchte, jedes Recht dazu haben und jede Unterstützung bekommen. Und wenn sie nachher Schwierigketen damit haben, ebenso Unterstützung, verständnis und Trost. Ganz im Sinne der Nächstenliebe.

Die Gegner machen es sich viel zu leicht, denn sie schützen kein Leben, sie zerstören welches. Anstatt Frauen, die abtreiben wollen, die Hölle heiss zu machen, sollten sie sich lieber für bessere Bedingungen für z.B. allein erziehende Mütter einsetzen, damit wäre viel mehr getan.

Sie sorgen mit ihren Anschuldigungen nur dafür, dass Frauen den Umstand ihrer Schwangerschaft verdrängen, es erst vor sich selbst und dann vor anderen verheimlichen, wegen dem Druck, wegen der Angst. Was dann wieder dazu führt, dass diese Frauen erst sehr spät abtreiben, was psychisch mit Sicherheit eine viel grössere Belastung darstellt, und ethisch möglicherweise auch erst dann fragwürdig wird.
Im noch schlimmeren Falle kommen diese Kinder dann zur Welt und verdursten, wie z.B. erst kürzlich geschehen.

Zudem degradieren sie die Frau zu einem Gebärautomat, zu einem Brutkasten auf Beinen und berücksichtigen weder ihre Wünsche noch ihre Situation.
Na ihr seid mir ja tolle "Lebensschützer"...

Und wenn die Kinder dann erst mal da sind, wollen sie davon auch nichts mehr wissen..
Wird die Frau den Anforderungen nicht gerecht, kann man ja nochmal schön mit dem Finger zeigen und sie als Rabenmütter beschimpfen.

Ich hadere nicht mit meiner Erfahrung. Ich habe sehr viel daraus gelernt und es hat mich letztendlich stärker gemacht.
Denn ich habe festgestellt, dass ich, trotz des moralischen Gegenwinds, die richtige Entscheidung für mich treffen konnte, dass ich auch eine solche Extremsitution durchstehe und verkrafte, dass ich in der Lage bin, verantwortungsvoll zu handeln und für meine Interessen zu kämpfen und diese durchzusetzen.
Denn im Gegensatz zu der Meinung, die hier manche vertreten, treiben schwache Charaktere nicht ab. Denn man muss Verantwortung übernehmen, eine endgültige Entscheidung treffen, in Aktion treten, damit rechnen, stigmatisiert zu werden, sich ins Ungewisse stürzen und vieles mehr... - Und das unter Zeitdruck. Im Gegensatz zu sich zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Und für die, die vom religiösen Aspekt aus argumentieren (ich bin übrigens auch religiös): ich bin Gott dankbar, dass er mich mit diesen Eigenschaften ausgestattet hat, dass er mich stark gemacht hat und all' diese Eigenschaften (neben einigen anderen) werden mich, wenn die Zeit dafür gekommen ist, zu einer guten Mutter machen, denn ich bin in der Lage für mich und meine Familie zu kämpfen und nicht irgendeinem äusseren Druck zu erliegen.

Und für alle, die nun den Verhütungsvorwurf anbringen wollen: ich denke, man kann mir glauben, dass ich gebildet und umfassend aufgeklärt bin, immerhin habe ich es über 10 Jahre geschafft, erfolgreich zu verhüten - und ich bin ein großer Freund von Verhütung und kläre auch selber auf. Aber in er Realität verläuft nunmal nicht alles nach Plan und es gibt keine hundertprozentige Zuverlässigkeit.
125.000 Abtreibungen pro Jahr bezeugen das. Und hinzu kommen nochmal die vierfache Menge der Schwangerschaften, die zwar ebenso durch Unfall entstehen aber nicht abgebrochen werden. Und das sind nicht alles Teenager-Schwangerschaften, die zu "dumm" waren, zu verhüten.

Ich wünsche allen besinnliche Feiertage, falls Schwangerschaftsabbruch ein Thema ist, ist nun vielleicht auch eine gute Zeit, mal in sich zu gehen und seine Haltung zu überdenken.. Denn Anschuldigungen bis hin zum Psychoterror, den so mancher "Schützer" so von sich gibt und Fingerzeige sind im übrigen nämlich höchst unchristlich...

Alles Liebe!

...
und doch meinst du, dich sogar bei so nem allgemeinen thema wos nicht mal darum geht ob abtreibung gut oder schlecht ist, rechtfertigen zu müssen. komisch!

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1. März 2007 um 4:12

@renaissance26
"... die sich wohler in der Opferrolle fühlen oder sonst Probleme mit sich haben und mit der Abtreibung eine gute Möglichkeit haben, sich selbst nieder zu machen.
Allen Frauen, die in eine der Kategorien fallen, würde ich eine gute Therapie empfehlen, jenachdem um zu klären, wieso sie sich nicht gegen den äusseren Druck, der sie zu einer ungewollten Abtreibung drängte, wehren konnten, oder um genug Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und Stärke zu entwickeln, sich nicht von den radikalen Ideologisten kirre machen zu lassen oder (eben je nach Fall) zu klären, für was dieses Kind gestanden hätte, was sie im Nachhinnein glauben, welche Lücke es in ihrem Leben geschlossen hätte. Vielleicht fehlt diesen Frauen einfach allgemein Liebe in ihrem Leben und sie trauern um die Liebe von der sie glauben, welche ihnen diese Kind gegeben hätte.
Manche sind vielleicht auch einfach allgemein unglücklich oder unzufrieden mit ihrem Leben und da ist natürlich der Gedanke verführerisch, dass, wenn sie das Kind bekommen hätten, nun ja alles anders wäre.. Und in der Vorstellung ist "anders" dann in der Regel gleichzusetzen mit "besser". Denen ist zu raten, ihr Leben in bessere Bahnen zu lenken, für ihr eigenes Leben zu kämpfen, es zu ändern,.., anstatt sich in der Selbstmitleid-, Opfer- und Schuldgefühlposition zu verschanzen, welche zwar unangenehm - aber bequem ist.. Denn so muss man ja nichts ändern..."

Diesen Teil Deines Beitrages finde ich ziemlich anmaßend.

Ich bin eine Frau, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht und sich von niemandem die Butter vom Brot nehmen läßt-und trotzdem leide ich unter dieser Sache. Mehr, als ich mir je hätte vorstellen können. Mehr, als man mir gesagt hat vorher!
Ich bin weder Teenie, noch lebe ich in in irgendwelchen schrägen Verhältnissen-im Gegenteil.
Keiner hat mich dazu gezwungen und ich war/bin auch nicht psychisch labil, niemand auf dieser Erde würde von mir vermuten, daß ich so etwas getan habe.
Es ist viele Jahre her, ich bin inzwischen Mutter eines Kindes-und es wird nicht besser mit den Jahren!

Ich behaupte zu wissen, daß KEINE Frau einen SSA dazu mißbraucht, sich in Selbstmitleid zu suhlen oder ihr verkorkstes Leben zu rechtfertigen und was Du sonst noch an Unsinn in die Runde wirfst.

Die schlechten Gefühle - die Schuldgefühle - kommen früher oder später ganz von selbst, wenn man auch nur einen Funken Emotion in sich trägt und nicht zum herzlosen Mannweib mutiert ist.Ob man will, oder nicht!
Das, was Du beschreibst mag allenfalls noch bei 16jährigen Girlies der Fall sein (denen einfach die Reife fehlt, die Tragweite dieser Sache zu erkennen) oder Frauen, denen man eine gewisse Einfalt nicht absprechen kann-erwachsene Frauen, die in der Lage sind, LIEBE zu empfinden, werden jedoch niemals sagen, daß sie "froh", "erleichtert" oder etwas in der Art über den Abbruch sind und das locker weggesteckt haben.
Zahlreiche Postings hier beweisen das.

Es ist sicherlich schön für Dich, daß Du diese Einstellung vertrittst und macht das, was Du getan hast, leichter für Dich persönlich-dennoch frage ich mich, wie hartgesotten man sein muß, Frauen so als unmündige Psychos "abzustempeln". Genau das tust Du indirekt mit diesen Zeilen und es wundert mich sehr, daß noch kein Gegenwind kam..
Alice Schwarzer hätte ihre helle Freude an Deinen Worten, schätze ich.
An Dir ist irgendwo ein Mann verloren gegangen. Oder bist Du gar einer???

Ansonsten frage auch ich mich, warum Du Dich hier dermaßen ausführlich RECHTFERTIGST...? Ich glaube, DU hast damit ein viel größeres Problem, als die meisten anderen hier!

Abgesehen davon, daß es in meinen Augen unverantwortlich ist, die Thematik hier so zu verharmlosen, wie es in manchen Postings der Fall ist.
Schrecklich..und sehr traurig für alle, die sich davon in ihrer Entscheidung beeinflussen lassen, weil ja alles "so easy" ist und nur Psychos ein Problem damit haben..

Deine Abgeklärtheit hat jedenfalls Respekt verdient..und eine Nuß mit einem Menschenleben zu vergleichen ist schlicht und ergreifend OHNE WORTE!

Wenn Dein Nick Deinem Alter entspricht, sei Dir noch einmal verziehen..andernfalls ist bei Dir wohl alles zu spät.
Dann lebst Du wohl besser gänzlich ohne Kinder, denn Menschen wie Dir spreche ich einfach ab, ihren Erziehungsauftrag vernünftig erfüllen zu können.

Dani
(die es NIE WIEDER tun würde)

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