Home / Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch / Irgendwie geht es immer....

Irgendwie geht es immer....

14. März 2011 um 19:18 Letzte Antwort: 18. März 2011 um 11:05

....kann man hier immer wieder lesen. Es geht immer irgendwie mit Kind. Egal ob man sechzehn ist, oder schon genug Kinder hat, man krank ist, es unbedingt nicht will, andere Pläne hat, ob es behindert ist usw.
Es geht immer und um JEDEN Preis!

Ja, es geht immer. Aber dass es immer geht, liegt genau daran, dass man die letztenendlich Betroffenen nicht fragt wie sie gerne leben wollen.

Wenn wir doch schon beim fühlenden, denkenden Fötus sind. und man würde ihn fragen. Du ich bekomm dich, aber bei mir kannst du nicht bleiben. Ich habe schon ne ganz tolle Lösung für dich parat. Tagesmutter, Hort, Adoption, Behindertentagesstätte. Vielleicht würde das dieses Lebewesen garnicht wollen und sagen- oh- schlechte Aussichten. WILL ICH NICHT!

So kenne ich kein aber auch gar kein Kind, das gerne täglich im Hort hockt. Aber es wird ja nicht gefragt.
Wäre ein Schwerstbehinderter nicht lieber zuhause betreut?
Wird er gefragt? Ich kenne nur eine Mutter die das durchzieht und die steht in der Kritik eine Glucke zu sein.

Lieben es Kinder verwarlost zu werden? Wer fragt die?
Im Adoptionsforum kann man ja mal schmökern wieviele dort Probleme mit ihrer Identität haben.
Alleine das schon und dann rät man hier noch Frauen nach einer Vergewaltigung das Kind doch zu bekommen. Toll, viele suchen ihre leiblichen Eltern. Dann ist dieser Mensch nicht nur adoptiert sondern hat noch einen Vergewaltiger als Vater. Auch Ausschweigen sagt mehr als Worte.

Ein Bekannter von mir berichtete letzens über seine Arbeitsstelle und meinte: "Ich weiss ja auch nicht, die Frauen gehen nur noch zum Kinder "werfen" weg und zack sind sie wieder da- eine Schande ist das."

Nur das Problem ist hier, dass es sich um Menschen handelt und nicht um Kätzchen. Um einen Menschen und nicht um ein Problem das "versorgt" werden muss. Am besten schon geplant vor der Geburt.
Das wird hier alles ein bischen arglos hingestellt. Geht schon, gibst es halt weg oder in einen Hort usw.usw.

Doch es sind Menschen die Fragen stellen nach ihrer Identiät und nach dem Warum in ihrem Leben.
Warum wurde ich gewollt, warum bin ich hier, wo komme ich her.

Mir ist immer mehr aufgefallen, dass gerade in der Familienpolitik und im wachsenden Anspruch von Fremdbetreuung jemand nie gefragt wird. Die Kinder selbst.
Also geht es immer irgendwie. Irgendwie ist aber zu wenig.

Es geht nur wenn man mit Herz und Seele zum Kind und zu seiner Entscheidung steht und dafür auch zurückstecken kann.

Bei solchen Zuständen muss man Frauen die einen Abbruch machen lange nicht mehr verurteilen. Für viele ist das "krank". Für mich sind Elter die ihre Kinder so früh wie möglich ganztägig in Fremdbetreuung geben auch "krank", auch Eltern, die ihre Kinder verwarlosen oder schlagen sind für mich "krank"- und Eltern die ihre Kinder so zu Höchstleistungen zwingen bis sie zusammenbrechen.
In den Jahren als Mutter durfte ich einige Eltern kennen lernen die gelinde gesagt einen Dachschaden haben.

Ich habe zwar einen Abbruch hinter mir, aber mein Sohn hat die bestmögliche Betreuung, Essen, Spass und Erziehung genossen hier bei mir zuhause. Und das habe ich richtig gut gemacht.
Und da ich das in diesem Rahmen jetzt nicht mehr geschafft hätte, war die Entscheidung für den Abbruch genau die Richtige. Und ich bin bis jetzt täglich dankbar dafür, dass ich in einem Land lebe wo das möglich ist.

Liebe Grüße

Mehr lesen

15. März 2011 um 11:12

Hallo Grimama...
...schön dass du dich meldest.
Ich bezeichne ein Fötus in den ersten drei Monaten im Bauch zwar nicht als Zellklumpen, aber sehe ihn auch noch nicht als richtiges Kind.
Aber schon ein Säugling ist aber sehr wohl in der Lage seinem Unmut Luft zu machen. Und es gibt Länder und es gibt Leute die das einfach ignorieren. Nach sechs Wochen arbeiten gehen. Schon ein bisschen mit schlechtem Gewissen aber mit einem: " Da muss es jetzt eben durch."
Das Baby und das Kind wird da selten gefragt.
Meine Freundin hatte gerade in neun Monate altes mongolides Mädchen zu Betreuung. Sie ist Tagesmutter. Sie wird Kinder unter drei in Zukunft ablehnen, weil das garnicht geht. Die gehören nach hause- basta.
Hier nehmen Kindergärten die Kinder wieder ab zwei Jahren.
Was soll das? Frag ich mich.
Kann man den Hintern nichteinmal drei Jahre zuhause behalten?

Habe ich auf die Tränendrüse gedrückt??? Toll. War mir garnicht bewusst, weil ich alles was ich geschrieben habe selbst so empfinde und erlebt habe und nicht irgendwelche Halbwarheiten aus einem Fremdtext kopiert habe.
Stimmt- und das ist manchmal schon zum heulen.
Du meinst nicht jeder wünschte sich deshalb nicht geboren zu werden.
Wir wissen es ja nicht. Aber es gibt ja auch genügend die geboren wurden und es später wünschen nie geboren geworden zu sein.

Du kannst auf der Welt sein- aber du kannst immer das Gefühl haben nie gewollt geworden zu sein. Von deinen leiblichen Eltern, die dich weggaben. Und im schlimmsten Fall von deinen leiblichen Eltern die dich mehr schlecht wie recht aufziehen.
Ich wurde z.B. von meinen Eltern wirklich geliebt. Aber ich brauchte eben eine Dosis mehr Liebe und so durften sie mich aus dem Kindergarten rausnehmen, weil ich richtig krank wurde. Ich bekam Neurodermitis weil ich es nicht ertragen habe. Ich war ein Mamakind. Und ich sage immer, wenn du ein Kind hast, kannst du dein Leben nicht einfach so weiter planen wie es dir behagt und passt. Im schlimmsten Fall macht dir dann das Kleine einen dicken Strich durch die Rechnung. Wo es auch recht hat.
Ich habe ein Jahr im Kindergarten gearbeitet. Es war noch in der Zeit wo viele Mütter zuhause waren.
Wir hatten drei Fälle von voll Berufstätigen. Die Kinder waren IMMER da. Mit einer Pause mittags.
Mit dem einen Mädel kam schon die Oma nicht mehr klar, geschweige denn die Kigaschwester. Das nächste Mädel hatte schon die fünfte Tagesmütter verschlissen- die sie mittags betreuen sollte.
Und unser liebste, zuverlässigste Junge der morgens wie mittags da war brach irgendwann einfach zusammen und hat nur noch geheult.
Das waren die 80er und heute wird von den Kleinen noch viel mehr abverlangt.
Die Kita ist für solche Kinder warscheinlich noch das Beste, weil alle Kinder dort das gleiche bescheidene Schicksal teilen. Bei unserer Kita müssen Eltern übrigens unterschreiben, dass sie ihre Kinder zwei Wochen im Jahr im Sommer zuhause lassen. Damit es nicht ausartet.

Grausam am Hort ist. Die einen Kinder dürfen nach hause und werden abgeholt und die andern müssen bleiben. Die einen Kinder haben Ferien- die anderen müssen in den Hort. Egal welches tolle Programm dort geboten wird. Die meisten wären lieber zuhause. Das machen die meisten Kinder ne ganze Weile mit- aber dann ist auch mal Schluss.
Alleine der Gedanke, dass man nicht nachhause könnte wenn man wollte macht es so schlimm.
Mein Sohn ist auch ab und zu gerne im Hort gewesen, weil er wusste- er muss nicht. Lass es fünfmal in drei Jahren gewesen sein.
Von Ganztagsschulen nach denen viele schreien ja mal ganz abgesehen. Ab der ersten Klasse.
O-Ton Lehrerin aus Frankreich: Dann stehst du vor ne Klasse von total übermüdeten Kindern die fertig sind. Die packen das einfach noch nicht. Es ist einfach zum k.....
Der Trend greift hier auch um sich. Welches Kind schreit da schon juhuu?

Klar entscheidet sich eine Frau aufgrund der jetztigen Situation, die vielleicht nicht rosig ist für den Abbruch. Klar kann das in fünf Jahren anders aussehen. Es kann- muss aber nicht. Und wenn ich dann halbherzig ein Baby bekomme, ist das für mich ein Spekulieren mit einem Menschenleben mit allen möglichen Spätfolgen mit dem dieser Mensch zu kämpfen hat.
Und genau das wird von den Gegnern unter allen Umständen oft gefordert.

Hier bei uns kommen - zum Glück auch noch die meisten Kinder mit drei in den Kindergarten. Wo es nicht schnell genug gehen kann eben zur Tagesmutter oder ab zwei - wech damit.
Das sind hier noch die seltensten Fälle.

Grimama- ich schätze, dass du dein Baby hast. Das ist eine stressige aber schöne Zeit, die du genießen solltest. Aber du wirst sehen. Die Maus wird größer und du wirst immer mehr mit ihr in diese Gesellschaft reinwachsen und andere Eltern kennenlernen.
Am besten ist die:- Ich liebe meine Kinder über alles- Fraktion.... aaaaaber.....
Das sind die Allerbesten.

Du, ich muss das nicht immer rumdönsen, weil es bei mir selbstverständlich ist und man es sehen kann.
Du glaubst nicht wieviele "gewollte" Kinder es gibt, deren Eltern sie am liebsten auf ewig wegstecken würden weil sie nicht ins gepflegte Ambiente passen.
Dann frag ich mich immer: "Warum will ich Kinder, warum muss ich Kinder haben wenn ich es nicht laut haben kann, wenn ich es immer blitzeblank haben will, wenn ich einen supergepflegten 3mm Rasen brauche, wenn ich meine Wohnung weiss einrichten muss, wenn ich es nicht haben kann, dass jemand in meinem Haus schnibbelt, malt, schreit, quitscht, mit Farben schmiert, knetet und einfach Kind ist."

Ich denke dass du deshalb trotzdem nie für Abtreibung sein wirst. Was auch gut ist.
Aber warscheinlich wirst du auch so einiges anders sehen und vielleicht an meine Zeilen denken.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
15. März 2011 um 11:52


@terrorkitten: Das kann ich mir wirklich bildlich vorstellen. Das passt wirklich zum Thema und bringt es auf den Punkt. Da hätte ich mir meinen langen Beitrag sparen können.

@Winterzauber:
Hat deine Mutter auch so eine schwere Kindheit hinter sich wie meine? Meine war das ungeliebte Mädel, dass hinter ihren Brüdern zurückstecken musste. Sie hatte kein schönes Leben zuhause.

Was die Ganztagsunterbringung betrifft bin ich absolut radikal. Das darf nur die allerletzte Notlösung sein, wenn es dann doch später schief läuft mit dem Partner. Ein Kind bewusst für mich da hineinzubekommen finde ich z.B. inhuman. Vorher würde ich mich einschränken.
Das Schlimme ist ja nichteinmal nur die Betreuung. Hier in der Pfalz treibt das gerade seine ganz große Blüte. Kinder bis abends wech. Und wenn sie dann zuhause sind nerven sie auch noch. Viele werden vor der Glotze geparkt und am Wochenende brauchen die Eltern ihre Ruhe. D.h. Man verfällt so ein ein Trott, wo man gar keinen Bock mehr hat mit den Kindern was zu unternehmen. Wie denn auch, wenn man so aus der Übung ist?
Das ganze Gewäsch mit- die Mütter sind dann ausgefüllt und glücklich und haben mehr Lust auf die Kinder
Würde ich das so erleben, würde ich das auch glauben.
Das ist alles nur miese Propaganda der jetzigen Familienpolitik und nach meinen Eindrücken nach einfach nur erstunken und erlogen.
Bei den wenigstens klappt es optimal und viele sind eher gereizt als ausgefüllt.

Das Problem ist, dass den Frauen die einen Abbruch machen Egosimus vorgeworfen wird. Machen wir uns doch nichts vor. Es gibt egoistische Eltern ohne Ende.
Nehmen wir doch mal die Papas. Würden die sich auch mehr einbringen, wären die Zustände lange nicht so verhehrend bei der Erziehung.
In denen Familien wo sich der Vater nämlich mit einbringt und das Paar es zusammen stemmt klappt es oft sehr gut.
Aber die Herren der Schöpfung bleiben bei der ganzen Diskussion mal wieder unangetastet.

So wie es übrigens dir mit der ungeplanten Schwangerschaft ergangen wäre, wäre es mir zu 100% mir auch ergangen. Wir wären alle kreuzunglücklich geworden. Ich wollte das nicht mehr und ich nöchte auch nicht als Brutkasten für andere missbraucht werden.
Ich bewundere Mütter die sich in einer Schar Kinder wohlfühlen und jedes gleich gern haben können, die Schwangerschaft genießen und sich immer wieder aufs das neue Kind freuen.
Ich wäre sogar sehr gerne so. Aber- bin ich nicht. Ich bin jemand anderes und so will ich auch bleiben. Denn ich denke, dass es mein Recht ist das zu sein was ich bin.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
15. März 2011 um 14:58


Bei Abtreibungsgegnern und -befürwortern gibt es entweder NUR Schwarz oder Weiß. Dazwischen scheint es nichts zu geben.

O-Ton vieler Befürworter:
Entweder das Kind kriegt nen Dachschaden, mit komplett versautem Leben (Kind ausgetragen, obwohl nicht gewollt), oder es wird mal Präsident (Kind ausgetragen und gewollt).

O-Ton vieler Gegner:
Entweder es wird ermordet, die Mutter bekommt ne Psychose (Abgetrieben) oder die Entscheidung Pro-Kind öffnet ihr alle Pforten im Himmel (Nicht abgetrieben, obwohl ungewollt).

Ich bin der Meinung, es gibt da noch viele Grauabstufungen. Mein Sohn ist ungewollt, ich war 17 und nach seiner Geburt mußte ich ihn leider Gottes auch
zu einer Tagesmutti geben (ca. 1,5 Jahre alt), damit ich mein und auch seine finanzielle Zukunft sichern konnte, was mir gelungen ist. Er war immer gerne da und hat jetzt
mit fast 13 keine mir bekannten, bleibenden Schäden davon getragen.

Eine Bekannte hat im ungefähr selben Alter ihr Kind abgetrieben und wurde von niemanden als Mörderin beschimpft, weil ihre Sit. einfach echt beschissen war, und hat
auch heute weder 'ne Psychose noch Reue. Ihre Entscheidung war auf jeden Fall richtig. Nur meine Meinung.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
15. März 2011 um 14:59

Ganz deiner Meinung
Das ist doch kein Leben, wenn man immer zurückstecken muss. Wenn man keinen Vater hat, immer alleine zu Hause/in der Kita hockt. Ganz zu schweigen davon, dass diese Kinder niemand erzieht.
Was meinst du wie wahnsinnig froh ich bin, dass mein Mann genug Geld verdient um seine Frau und sein Kind versorgen zu können, so dass ich ab August zu Hause bleiben kann? Dass er einen sicheren Job hat? Wer kann das heutzutage schon noch von sich behaupten?
Aber wozu denn überhaupt arbeiten, wenn man mit 16 und einem 2-steligen IQ das dritte Kind bekommen kann und trotzdem einen Plasmafernseher im Schlafzimmer stehen hat... das ist doch zum kotzen.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
15. März 2011 um 22:07
In Antwort auf yasin_11932966


Bei Abtreibungsgegnern und -befürwortern gibt es entweder NUR Schwarz oder Weiß. Dazwischen scheint es nichts zu geben.

O-Ton vieler Befürworter:
Entweder das Kind kriegt nen Dachschaden, mit komplett versautem Leben (Kind ausgetragen, obwohl nicht gewollt), oder es wird mal Präsident (Kind ausgetragen und gewollt).

O-Ton vieler Gegner:
Entweder es wird ermordet, die Mutter bekommt ne Psychose (Abgetrieben) oder die Entscheidung Pro-Kind öffnet ihr alle Pforten im Himmel (Nicht abgetrieben, obwohl ungewollt).

Ich bin der Meinung, es gibt da noch viele Grauabstufungen. Mein Sohn ist ungewollt, ich war 17 und nach seiner Geburt mußte ich ihn leider Gottes auch
zu einer Tagesmutti geben (ca. 1,5 Jahre alt), damit ich mein und auch seine finanzielle Zukunft sichern konnte, was mir gelungen ist. Er war immer gerne da und hat jetzt
mit fast 13 keine mir bekannten, bleibenden Schäden davon getragen.

Eine Bekannte hat im ungefähr selben Alter ihr Kind abgetrieben und wurde von niemanden als Mörderin beschimpft, weil ihre Sit. einfach echt beschissen war, und hat
auch heute weder 'ne Psychose noch Reue. Ihre Entscheidung war auf jeden Fall richtig. Nur meine Meinung.

Da hast du natürlich recht,
es soll ja auch kein Schwarzweis denken sein.

Bedenke bitte, dass auch einige Abtreibungsbefürworter Kinder haben.
Ich war mit meinem Sohn auch ungewollt schwanger und habe mich für ihn entschieden. Mit allen Konsequenzen. Und ich liebe ihn.

Es geht um das Thema, dass man um jeden Preis das Kind bekommen soll ohne wenn und aber.

Wichtig ist es, dass wenn man sein Kind weg geben muss nicht dabei vergisst, dass man eben noch ein Kind hat. Und die restliche Zeit auch mal mit ihm verbringt.
Wenn dein Sohn glücklich ist hast du ja vieles richtig gemacht.
Nur der Trend geht immer mehr da hin Kinder einfach mal in die Welt zu werfen - und dann - lass mal machen.
Und das kann nicht sein.

He - und da braucht sich mal keiner nen Kopf über die die sich für einen Abbruch entscheiden machen- oder?

Die meisten Beführworter wollen ja auch keine Abtreibungen ohne Ende, sondern nur den Recht auf den Selbstentscheid der Frau ohne Anfeindungen.
Das heisst nicht, dass jeder dafür sein muss.

Und das ist für mich kein Schwarz - Weiss- Denken.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
15. März 2011 um 22:26

Liebe Lina,
du hast geschrieben: Wenn man nun rumfragen würde, wer ein schweres Leben lieber gegen Tod tauschen würde, da würde sich bestimmt fast niemand melden.

Klar, es bringt sich ja auch nie jemand freiwillig um oder so

Ich hatte am Sonntag ein Gespräch mit einer Bekannten die ein Jungen kennt der mit 17 Dauergast in der Jugendpsychiatrie ist. Und die Abteilung der Kinder und Jugendpsychiatrie ist gut besucht- also gefüllt.
Ein sehr erfolgreicher Dozent meiner Freundin hat sich letztes Jahr erhängt mit 31. Ein Jahr vor seinem Abschluss.
Hast du solche Leute damit gemeint?

Und es stimmt mal überhaupt nicht, dass man nur ganz alleine fürs Glück verantwortlich ist. Manche Leute haben einfach nur übelstes Pech von Kindheit an.
Und es ist die Frage ob sie irgendwie aufgefangen werden können.
Und wenn deine adoptierten Freundinnen so glücklich sind, hatten sie vielleicht auch das Glück in eine gute Familie zu geraten. Andere haben das nicht und kommen damit ihr ganzes Leben nicht klar.

Du meinst jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, sein Leben zu gestalten.. toll. Das nenne ich eben Spekulation mit Menschenleben.
Und wenns nicht klappt, hat er ja noch die Möglichkeit durchzudrehen oder sich umzubringen.

Die andere Seite muss man ja auch noch sehen. Vielleicht wäre für mein Nachzügler das Leben lebenswert geworden, da ich ja sehr verantwortungsvoll bin.
Wer weiss, aber vielleicht hätte ich wieder eine Wochenbettdepression bekommen, von der man sich wirklich lange erholen muss.
Fakt ist. Mein Leben, das Leben meiner Familie wäre dadurch nicht lebenswerter geworden. Da bin ich mir sicher.
Haben wir da nicht auch ein Recht darauf?
So kann auch niemand bestimmen wie es einer Frau die ungewollt schwanger ist, zu gehen hat. Und es kann ihr auch niemand versprechen, dass ihr Leben ohne Abtreibung lebenswerter verlaufen wird.

Man kann dagegen sein und seine Meinung kund tun. Aber man sollte sich Anschuldigungen und Verachtung sparen und nicht ständig versuchen das schlechte Gewissen zu schüren.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 8:23
In Antwort auf schleckschnute

Da hast du natürlich recht,
es soll ja auch kein Schwarzweis denken sein.

Bedenke bitte, dass auch einige Abtreibungsbefürworter Kinder haben.
Ich war mit meinem Sohn auch ungewollt schwanger und habe mich für ihn entschieden. Mit allen Konsequenzen. Und ich liebe ihn.

Es geht um das Thema, dass man um jeden Preis das Kind bekommen soll ohne wenn und aber.

Wichtig ist es, dass wenn man sein Kind weg geben muss nicht dabei vergisst, dass man eben noch ein Kind hat. Und die restliche Zeit auch mal mit ihm verbringt.
Wenn dein Sohn glücklich ist hast du ja vieles richtig gemacht.
Nur der Trend geht immer mehr da hin Kinder einfach mal in die Welt zu werfen - und dann - lass mal machen.
Und das kann nicht sein.

He - und da braucht sich mal keiner nen Kopf über die die sich für einen Abbruch entscheiden machen- oder?

Die meisten Beführworter wollen ja auch keine Abtreibungen ohne Ende, sondern nur den Recht auf den Selbstentscheid der Frau ohne Anfeindungen.
Das heisst nicht, dass jeder dafür sein muss.

Und das ist für mich kein Schwarz - Weiss- Denken.

Liebe Grüße!

Es klang nur so..
...als seien alle Mütter verantwortungsfaul, die ihre kinder früh in Betreuung geben. Es ist genau wie mit Abtreibung: Manchmal lässt die Situation eben nichts anderes zu.

Um jeden Preis ein Kind bekommen, ist natürlich auch verkehrt, da pflichte ich dir bei. Denn nicht jede Frau hat die Stärke, den Mut und das Selbstvertrauen die Erziehung eines (ungewollten) Kindes erfolgreich durchzuziehen. Menschen sind nun mal nicht alle gleich. Egal ob Befürworter oder nicht, das sollte man berücksichtigen.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 11:31

Respekt,
ich finde es gut, dass Du die Sorgen und Nöte von fremdbetreuten Kindern siehst. Die meisten Menschen in unserem Lend merken wirklich nicht, wieviel da schief läuft. Und wie sehr Fremdbetreuung kleinen Kindern schaden kann. Wie viele Kinder emotional verwahrlosen und zur Psychotherapie müssen, nur weil die Mütter sich nicht um sie gekümmert haben... das sind echt schlimme Zustände. Es müsste mehr Leute geben, die sich für die Erziehung zu Hause stark machen, so wie Du! Die Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen, müssen unbedingt bestärkt werden.

Ich denke aber, dass die zunehmende Verwahrlosung unserer Kinder mit anderen Mitteln bekämpft werden sollte, nicht mit Abtreibung. Seit Abtreibung in unserem Land straffrei ist, steigen die Zahlen der Kinder, es werden sehr viele abgetrieben. Aber sinken deshalb die Zahlen der vernachlässigten/cerwahrlosten Kinder? Nein, leider nicht. Im Gegenteil: Tendenz steigend. Also treiben vielleicht immer die falschen ab?
Ich weiß nicht. Leider kann eben niemand vorher sagen, ob ein Kind später mal glücklich wird oder verwahrlost.

Vielleicht liegt ja das Grundproblem ganz woanders?

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 13:29

Ich bin sooo froh,
dass es noch andere gibt die so denken. Das kann ich garnicht sagen wie glücklich mich das macht.
Ich habe mich bei einer privaten Elternbeiratssitzung schon dafür rechtfertigen müssen warum ich zuhause bleibe.
So weit ist es schon.
Da wäre man doch nicht ausgelastet und solches Geschwätz.
Ich antwortete nur: "Wenn man genug Eigentmotivation und Interessen besitzt, kann man sehr wohl ausgelastet sein "
War glaube ich ne gute Antwort. Danach war Ruhe.
Ich kenne zum Glück noch einige Mütter die so denken wie ich.

Ja, ich frage mich auch immer warum manche zwei oder mehr Kinder brauchen, die mit einem schon nicht klar kommen. Ein weiterer großer Vorteil ist heute: Ritalin
Hier sind einige Kandidaten die ihre Kinder damit ruhigstellen lassen. Besonders solche die mehr als ein Kind haben und die du niee mit ihren Kindern siehst.
Gerade hier um die Ecke. Ein Junge. So ein netter Kerl. Wenn man seiner Familie sagt (auch der Oma) was für einen netten und höflichen Jungen sie haben, wollen sie das garnicht hören.
Er ist nuuur schlecht, böse und die Mutter hat auch schon gemeint, dass es ihnen am liebsten wäre, wenn sie ihn garnicht hätten. Gratuliere- das Mädel, das jetzt zwei Jahre sein dürft ebrüllt fast den ganzen Tag. Mal schauen ob sie es noch ein drittes Mal probieren.

Bei dem Thema Abtreibung und den steigenden Zahlen, denke ich - lass ein dreiviertel davon auf die Welt kommen. Ich glaube nicht, dass es gut gehen würde. Echt nicht.

Ich finde es völlig falsch nur aus einer radikalen oder christlichen Grundüberzeugung auf Gedeih und Verderben Kinder zu bekommen.
Wir hatten so ein Fall, wo wir wohnten.
Eine liebe Frau -sehr christlich und katholisch. Mit einem Mann, der voll der Heuler ist. (Aber keine Scheidung wegen ihrem Glauben).
Die Frau hat drei Kinder bekommen und war in all den Jahren gerade mal vier Jahre zuhause. Sonst Fulltimejob, weil ihr Mann eben ein Heuler ist.
Wenn ihr nun denkt, dass er derweilen den Haushalt geschmissen hat und sich um die Kinder gekümmert?
Fehlanzeige. Alles nicht sein Ding.

Und nun sage ich es ganz ehrlich. Die hätte es lieber dreimal bleiben lassen sollen.
Die Größere ist auch früh Mutter geworden. Die mittlere versucht was aus dem Leben zu machen - aber zu kämpfen haben alle drei. Und das nicht zuwenig. Ihre Kindheit fanden sie alle sch....lecht.
Und der Nachzügler ist nun ganz arm dran, weil die großen Schwestern nur sagen, dass sie total den Schuss ab hätte.
Die hat sich eine Phantasiewelt gebaut und lebt darin.
Ansonsten würde sie das nicht packen.
Der Vater hatte die Kleine mal während der Ferien, weil die Mutter arbeiten war. Der schleppte die Kleine von neun Uhr morgens bis mittags um vier durch die Stadt. Sie war da sechs Jahre alt. Dann brachte sie uns das Kind auf den Kindergeburtstag. Das Mädchen hatte den ganzen Tag nichts gegessen und hat bei uns nur geheult.
Als sie zum Abholen kam, meinte ich: "So brauchst du mir dein Kind nieee mehr zu bringen." Ich war stinkesauer.

Was meint ihr was ich der antworten würde, wenn sie mir was wegen dem Abbruch stecken würde?`
Glaubt mir. Der könnte ich offen und ehrlich in die Augen schaun und sagen:"Toll, und das sagst DU? Schau du dir doch mal dein Mistleben an, dass du dir und deiner Familie bescherst. Und nur weil du es nicht schaffst deiner armen Wurst von Mann einen Tritt zu verpassen, leiden vier Menschen darunter."
Aber sie betet jeden Tag wenigstens intensiv. Na wenns hilft.

Ich denke, wenn man Frauen für einen Abbruch verurteilt
muss man wenigstens so fair sein und die Augen nicht davor zu verschließen, dass es schon richtige traurige Schicksale gibt und auch echt mieße Eltern.

Und wenn eine Frau zuvor schon sagt: "Ich könnte das Kind niemals lieben oder versorgen und lasse es deshalb weg machen ist es immer noch besser als diese Lieblosigkeit danach am Kind auszulassen."

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 13:51

Ich weiss...
...dass du nicht zu der Anfeindungsfratkion gehörst. Es ist schön, dass du trotz deinen Erlebnissen in der Kindheit so optimistisch bist. Vielleicht auch gerade deshalb, weil du es geschafft hast aus eigener Kraft das durchzustehen?

Obwohl ich auch zwei Depressionen durch habe bin ich ein absoluter Optimist und ich denke oft: "Oh mann, was bin ich eigentlich für ein zufriedener Mensch."
Wenn ich da andere so höre über was die sich alles so aufregen???
Kann ich garnicht nachvollziehen.

Trotzdem schlummert diese genetische Anlage leider in mir. Meine Mutter hatte auch schon Depressionen. Und das Schlimmste sind dann wirklich die Suizidgedanken. Egal wie gerne du lebst, diese Gedanken machen dir wirklich Angst.
Da gibt es auch nichts zu Beschönigen.

Ich denke eben man hat schon von Anfang an viel in sich drinne, wo nicht beeinflussbar ist. So hast du eben deinen ungebrochenen Otimissmus und deine Willensstärke. Und ich denke, dass du auch vielleicht eine absolut beneidenswerte Ausnahme bist.
Viele würden mit dem nicht so gut klar kommen und solche Bedingungen würde ihnen dann noch den Rest geben.

Andere arbeiten die Ereignisse wieder ganz anders auf.
Ich kenne eine, die eine ganz, ganz schlimme Kindheit hatte.
Die Frau ist sehr glücklich. Hat zwei Kinder, hockt den ganzen Tag vorm PC und spielt. Hat eine Helferin vom Jugendamt. Ihr Großer ist entwicklungsverzögert.
Den Kindern geht es nicht gut, aber sie findet dass sie ein wunderbares Leben hat.
Da würde ich z.B. ja schon Depressionen deshalb bekommen weil ich so ein faules Stück bin. So verschieden sind eben die Menschen.
Und- klar - natürlich finde ich es unfair, dass so jemand glücklicher ist, als ich es manchmal bin. Das gebe ich gerne zu.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 13:58

Das kommt mir echt bekannt vor.
Meine Mutter hat versucht sich mit Tabletten umzubringen als ich ca. acht Jahre alt war. Da hatte sie sechs Kinder und einen Tyrann als Ehemann. Auch sie hatte von Anfang bis zum Ende kein schönes Leben. Geldsorgen haben auch immer eine Rolle gespielt.

Und da ich schon gelesen habe liebe Winterzauber, dass wir uns in Vielem sehr ähneln, sind wir warscheinlich auch von dem Leben unserer Mütter geprägt geworden. Kann das sein?

Das zeigt doch, wie gut es für ein Kind ist, wenn die Mutter ein glückliches Leben führt.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 14:15
In Antwort auf schleckschnute

Ich bin sooo froh,
dass es noch andere gibt die so denken. Das kann ich garnicht sagen wie glücklich mich das macht.
Ich habe mich bei einer privaten Elternbeiratssitzung schon dafür rechtfertigen müssen warum ich zuhause bleibe.
So weit ist es schon.
Da wäre man doch nicht ausgelastet und solches Geschwätz.
Ich antwortete nur: "Wenn man genug Eigentmotivation und Interessen besitzt, kann man sehr wohl ausgelastet sein "
War glaube ich ne gute Antwort. Danach war Ruhe.
Ich kenne zum Glück noch einige Mütter die so denken wie ich.

Ja, ich frage mich auch immer warum manche zwei oder mehr Kinder brauchen, die mit einem schon nicht klar kommen. Ein weiterer großer Vorteil ist heute: Ritalin
Hier sind einige Kandidaten die ihre Kinder damit ruhigstellen lassen. Besonders solche die mehr als ein Kind haben und die du niee mit ihren Kindern siehst.
Gerade hier um die Ecke. Ein Junge. So ein netter Kerl. Wenn man seiner Familie sagt (auch der Oma) was für einen netten und höflichen Jungen sie haben, wollen sie das garnicht hören.
Er ist nuuur schlecht, böse und die Mutter hat auch schon gemeint, dass es ihnen am liebsten wäre, wenn sie ihn garnicht hätten. Gratuliere- das Mädel, das jetzt zwei Jahre sein dürft ebrüllt fast den ganzen Tag. Mal schauen ob sie es noch ein drittes Mal probieren.

Bei dem Thema Abtreibung und den steigenden Zahlen, denke ich - lass ein dreiviertel davon auf die Welt kommen. Ich glaube nicht, dass es gut gehen würde. Echt nicht.

Ich finde es völlig falsch nur aus einer radikalen oder christlichen Grundüberzeugung auf Gedeih und Verderben Kinder zu bekommen.
Wir hatten so ein Fall, wo wir wohnten.
Eine liebe Frau -sehr christlich und katholisch. Mit einem Mann, der voll der Heuler ist. (Aber keine Scheidung wegen ihrem Glauben).
Die Frau hat drei Kinder bekommen und war in all den Jahren gerade mal vier Jahre zuhause. Sonst Fulltimejob, weil ihr Mann eben ein Heuler ist.
Wenn ihr nun denkt, dass er derweilen den Haushalt geschmissen hat und sich um die Kinder gekümmert?
Fehlanzeige. Alles nicht sein Ding.

Und nun sage ich es ganz ehrlich. Die hätte es lieber dreimal bleiben lassen sollen.
Die Größere ist auch früh Mutter geworden. Die mittlere versucht was aus dem Leben zu machen - aber zu kämpfen haben alle drei. Und das nicht zuwenig. Ihre Kindheit fanden sie alle sch....lecht.
Und der Nachzügler ist nun ganz arm dran, weil die großen Schwestern nur sagen, dass sie total den Schuss ab hätte.
Die hat sich eine Phantasiewelt gebaut und lebt darin.
Ansonsten würde sie das nicht packen.
Der Vater hatte die Kleine mal während der Ferien, weil die Mutter arbeiten war. Der schleppte die Kleine von neun Uhr morgens bis mittags um vier durch die Stadt. Sie war da sechs Jahre alt. Dann brachte sie uns das Kind auf den Kindergeburtstag. Das Mädchen hatte den ganzen Tag nichts gegessen und hat bei uns nur geheult.
Als sie zum Abholen kam, meinte ich: "So brauchst du mir dein Kind nieee mehr zu bringen." Ich war stinkesauer.

Was meint ihr was ich der antworten würde, wenn sie mir was wegen dem Abbruch stecken würde?`
Glaubt mir. Der könnte ich offen und ehrlich in die Augen schaun und sagen:"Toll, und das sagst DU? Schau du dir doch mal dein Mistleben an, dass du dir und deiner Familie bescherst. Und nur weil du es nicht schaffst deiner armen Wurst von Mann einen Tritt zu verpassen, leiden vier Menschen darunter."
Aber sie betet jeden Tag wenigstens intensiv. Na wenns hilft.

Ich denke, wenn man Frauen für einen Abbruch verurteilt
muss man wenigstens so fair sein und die Augen nicht davor zu verschließen, dass es schon richtige traurige Schicksale gibt und auch echt mieße Eltern.

Und wenn eine Frau zuvor schon sagt: "Ich könnte das Kind niemals lieben oder versorgen und lasse es deshalb weg machen ist es immer noch besser als diese Lieblosigkeit danach am Kind auszulassen."

Liebe Grüße!

Hmm...
ich denke auch, dass wir niemanden verurteilen dürfen, egal, was andere Leute so machen, und egal ob wir das richtig oder falsch, gut oder schlecht finden. Es ist nicht unsere Aufgabe, andere zu verurteilen oder zu richten. Auch nicht Frauen, die abtreiben wollen oder abgetrieben haben. Wir dürfen ehrlich unsere Meinung sagen, aber nicht davon ausgehen, dass alle sich nach dieser Meinung zu richten haben.
Ich finde es gut, dass Du (schleckschnute) hier so sehr dafür kämpfst, dass Frauen, die abtreiben wollen, nicht beleidigt oder verurteilt werden!
Aber etwas verwirrend finde ich, wie Du gleichzeitig über die Frauen in Deiner Nachbarschaft mit vielen Kindern (s.o.) dermaßen ablästerst, dass mir echt die Spucke weg bleibt. Ich finde, Du kannst ruhig sagen, dass Du das falsch und schlecht für die Kinder findest. Es ist ja wirklich nicht in Ordnung, wenn sie ihre Kinder dermaßen vernachlässigen. Aber sie deswegen hier so mit ironisch-verurteilendem Unterton durch den Dreck zu ziehen, finde ich auch wieder nicht okay. Sorry, das musste ich einfach mal loswerden.

Ach ja: Deine Antwort an den Elternbeirat finde ich echt

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 14:20
In Antwort auf yasin_11932966

Es klang nur so..
...als seien alle Mütter verantwortungsfaul, die ihre kinder früh in Betreuung geben. Es ist genau wie mit Abtreibung: Manchmal lässt die Situation eben nichts anderes zu.

Um jeden Preis ein Kind bekommen, ist natürlich auch verkehrt, da pflichte ich dir bei. Denn nicht jede Frau hat die Stärke, den Mut und das Selbstvertrauen die Erziehung eines (ungewollten) Kindes erfolgreich durchzuziehen. Menschen sind nun mal nicht alle gleich. Egal ob Befürworter oder nicht, das sollte man berücksichtigen.

Hallo,
wenn Mütter ihre Kinder abgeben MÜSSEN finde ich das schon schade genug.
Und ich frage mich manchmal, was denken diese Mütter wenn dann eine Vollzeit arbeiten geht, weil sie sich unausgelastet fühlt. Und das obwohl sie zuhause bleiben könnte?
Oder weil man einen zweiten Minivan braucht oder überall bunte Lichtschalterrahmen im Haus haben will, das postmodern renoviert wird. Die italienischen Fliesen im Bad nicht zu vergessen und lauter so Firlefanz.
Habe ich alles schon erlebt und gesehen.
Und ich habe auch schon Mütter erlebt die direkt damit angeben, dass sie so gar keine Mütter sind, weil ihnen das zu blöde sei.
Die sagen dann noch stolz: "Ich war noch nie beim Elternabend, noch nie schwimmen mit meinen Kindern, noch nie Schlitten fahren."
Und dann frage ich mich: Kenne eigentlich nur ich solche bescheuerte Exemplare oder kennt ihr auch so welche?
Wenn ich doch schon keinen Bock auf Muttersein habe und Kinder habe, bin ich doch nicht so doof und dönse das noch überall herum.

Ich zum Beispiel hasse Freibad wie die Pest, aber ich quäle mich jedes Jahr aufs Neue mit meinem Sohn dahin. Andere sind da schnell fertig: Will ich nicht, mach ich nicht- heisst es da.
Ich dagegen lerne mit der Zeit, dass es doch bei 30 angenehmer ist im kühlen Nass zu baden, als daheim rumzuhocken.

Und dann denke ich. Sag mal, geht da den Müttern die ihre Kinder abgeben müssen um über die Runden zu kommen nicht manchmal die Hutschnur hoch?
Ich glaube, ich könnte mich da manchmal nicht zusammenreisen.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 14:21

Mach Dir nichts draus..
wenn sie Dich so angucken.
Du machst das schon richtig!!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 18:55
In Antwort auf jahel_12242510

Hmm...
ich denke auch, dass wir niemanden verurteilen dürfen, egal, was andere Leute so machen, und egal ob wir das richtig oder falsch, gut oder schlecht finden. Es ist nicht unsere Aufgabe, andere zu verurteilen oder zu richten. Auch nicht Frauen, die abtreiben wollen oder abgetrieben haben. Wir dürfen ehrlich unsere Meinung sagen, aber nicht davon ausgehen, dass alle sich nach dieser Meinung zu richten haben.
Ich finde es gut, dass Du (schleckschnute) hier so sehr dafür kämpfst, dass Frauen, die abtreiben wollen, nicht beleidigt oder verurteilt werden!
Aber etwas verwirrend finde ich, wie Du gleichzeitig über die Frauen in Deiner Nachbarschaft mit vielen Kindern (s.o.) dermaßen ablästerst, dass mir echt die Spucke weg bleibt. Ich finde, Du kannst ruhig sagen, dass Du das falsch und schlecht für die Kinder findest. Es ist ja wirklich nicht in Ordnung, wenn sie ihre Kinder dermaßen vernachlässigen. Aber sie deswegen hier so mit ironisch-verurteilendem Unterton durch den Dreck zu ziehen, finde ich auch wieder nicht okay. Sorry, das musste ich einfach mal loswerden.

Ach ja: Deine Antwort an den Elternbeirat finde ich echt

Nur die eine....
...ist in der Nachbarschaft. Wir haben keinen Kontakt. Ein Gespräch reichte da für mich.
Die anderen waren aus dem ehemaligen Wohnort.
Wir haben auch den Kontakt abgebrochen oder nie großen Kontakt gehabt. Und sie kennen meine Meinung.
Das Beste ist, die eine weiss auch noch alles besser und
kann dir auch sagen, dass dein Kind zu anstregend ist.
Und die, die ich nun meine haben maximal drei Kinder.
Ich kenne Leute mit viel mehr Kindern, die sich da mehr bemühen und es besser machen.

Hier müssen sich ja auch viele Luft machen gegen Abtreibung und nutzen dieses Forum dafür.
Und das sind eben ein paar extreme Negativbeispiele (also habe ich mich sogar noch zurückgehalten ) wo ich mich frage- warum muss man dann um alles in der Welt gegen Abtreibung sein und sich so über die Frauen aufregen.
Mich regen solche Beispiele auch derart auf, dass ich da vielleicht auch übereifrig werde.
Hier wird rumgemacht, weil die Krankenkassen die Kosten für viele Abbrüche übernehmen.
He, aber ich zahle auch für Jugendämter, für Integrationsmasnahmen, für Logopäden oder Ergos und psychologische Hilfen usw.usw.usw, die einige Kinder aufgrund der Patzerei der Eltern brauchen. (D.h. nicht alle)

Ich finde einfach- wer kein Bock drauf hat sich um Kinder zu kümmern sollte sich das vorher überlegen.
Gestern traf ich eine Frau deren Tochter auf der Säuglingsintensiv arbeitet, wo auch Babies von Drogenabhängigen und alkoholkranken Müttern behandelt werden. Frag mal die, warum sie für Schwangerschaftsabbrüche ist. Sie meinte auch: Und es sind meistens die, wo ein Kind nicht reicht.

Ich habe mich deshalb nicht für ein zweites Kind mit 42 Jahren entschieden, weil ich nicht wusste ob ich das nochmal hinbekommen würde oder eher hinbekommen wollte. So lala geht bei mir einfach nicht.

Und weisst du wem ich wirklich dankbar bin?

Den nicht wenigen stöhnenden Müttern, die mir manchmal sagen: "Ohhh-nee. Die zweiten sind sooo schlimm. Wenn ich das gewusst hätte."
Eine sagte mir mal knallhart:" Weisst du, mit einem Kind hätten wir das schönste Leben gehabt. Aber die Kleine ist sooo ein Racker."
Aber bei jeder weiss ich, dass sie sich Mühe geben es gut zu schaffen und dass sie bemühen versuchen gute Mütter zu sein.
Jammern darf man schließlich auch mal.
Ich weiss was sie trotzdem für ihre Kinder leisten und bin jeder von Ihnen sehr dankbar für ihre Ehrlichkeit und Offenheit.
Und deshalb sind das für mich keine schlecht Mütter.

Ich finde, dass Mütter einfach mehr Anerkennung bekommen sollten. Wie ich schon geschrieben hatte. Eine alleinerziehende Mutter (da hatte ich auch schon mehrere Beispiele genannt- ich lästere also nicht nur)- die es schafft ihr Kind gut zu erziehen hat meinen allergrößten Respekt hier in der Gesellschaft. Ich kenne sehr privat drei solche Prachtesxemplare. Es ist erstaunlich, was sie leisten.
Ich lästere z.B. auch nicht über Mütter die Stütze bekommen. Wenn ich das Mädel meiner Freundin sehe, wie toll die entwickelt ist und wie glücklich, ist mir jeder Cent wert der so einer Frau zukommt.

Bei mir kommt es immer auf die Umstände an. Und solange es den Kindern gut geht, kann von mir aus jeder machen wie er will

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 19:10
In Antwort auf schleckschnute

Nur die eine....
...ist in der Nachbarschaft. Wir haben keinen Kontakt. Ein Gespräch reichte da für mich.
Die anderen waren aus dem ehemaligen Wohnort.
Wir haben auch den Kontakt abgebrochen oder nie großen Kontakt gehabt. Und sie kennen meine Meinung.
Das Beste ist, die eine weiss auch noch alles besser und
kann dir auch sagen, dass dein Kind zu anstregend ist.
Und die, die ich nun meine haben maximal drei Kinder.
Ich kenne Leute mit viel mehr Kindern, die sich da mehr bemühen und es besser machen.

Hier müssen sich ja auch viele Luft machen gegen Abtreibung und nutzen dieses Forum dafür.
Und das sind eben ein paar extreme Negativbeispiele (also habe ich mich sogar noch zurückgehalten ) wo ich mich frage- warum muss man dann um alles in der Welt gegen Abtreibung sein und sich so über die Frauen aufregen.
Mich regen solche Beispiele auch derart auf, dass ich da vielleicht auch übereifrig werde.
Hier wird rumgemacht, weil die Krankenkassen die Kosten für viele Abbrüche übernehmen.
He, aber ich zahle auch für Jugendämter, für Integrationsmasnahmen, für Logopäden oder Ergos und psychologische Hilfen usw.usw.usw, die einige Kinder aufgrund der Patzerei der Eltern brauchen. (D.h. nicht alle)

Ich finde einfach- wer kein Bock drauf hat sich um Kinder zu kümmern sollte sich das vorher überlegen.
Gestern traf ich eine Frau deren Tochter auf der Säuglingsintensiv arbeitet, wo auch Babies von Drogenabhängigen und alkoholkranken Müttern behandelt werden. Frag mal die, warum sie für Schwangerschaftsabbrüche ist. Sie meinte auch: Und es sind meistens die, wo ein Kind nicht reicht.

Ich habe mich deshalb nicht für ein zweites Kind mit 42 Jahren entschieden, weil ich nicht wusste ob ich das nochmal hinbekommen würde oder eher hinbekommen wollte. So lala geht bei mir einfach nicht.

Und weisst du wem ich wirklich dankbar bin?

Den nicht wenigen stöhnenden Müttern, die mir manchmal sagen: "Ohhh-nee. Die zweiten sind sooo schlimm. Wenn ich das gewusst hätte."
Eine sagte mir mal knallhart:" Weisst du, mit einem Kind hätten wir das schönste Leben gehabt. Aber die Kleine ist sooo ein Racker."
Aber bei jeder weiss ich, dass sie sich Mühe geben es gut zu schaffen und dass sie bemühen versuchen gute Mütter zu sein.
Jammern darf man schließlich auch mal.
Ich weiss was sie trotzdem für ihre Kinder leisten und bin jeder von Ihnen sehr dankbar für ihre Ehrlichkeit und Offenheit.
Und deshalb sind das für mich keine schlecht Mütter.

Ich finde, dass Mütter einfach mehr Anerkennung bekommen sollten. Wie ich schon geschrieben hatte. Eine alleinerziehende Mutter (da hatte ich auch schon mehrere Beispiele genannt- ich lästere also nicht nur)- die es schafft ihr Kind gut zu erziehen hat meinen allergrößten Respekt hier in der Gesellschaft. Ich kenne sehr privat drei solche Prachtesxemplare. Es ist erstaunlich, was sie leisten.
Ich lästere z.B. auch nicht über Mütter die Stütze bekommen. Wenn ich das Mädel meiner Freundin sehe, wie toll die entwickelt ist und wie glücklich, ist mir jeder Cent wert der so einer Frau zukommt.

Bei mir kommt es immer auf die Umstände an. Und solange es den Kindern gut geht, kann von mir aus jeder machen wie er will

Liebe Grüße!

Ach ja, noch was...
.... und was mir wirklich wichtig war bei diesen Beispielen, dass man mal konkret sieht wie so was in der Realität aussieht und zwar auch in näherer Umgebung.
Nicht nur hier in Foren so lapidar, in Berichten und Heftchen.
Es wird ja immer nur aufgezählt. Jaaa, Kinder von Alkoholikern, Kinder die geschlagen werden, Kinder die verwarlost werden.
Und ich finde es nicht so schlimm mal aufzuzeigen wie so etwas in Realität aussieht, wenn jemand sein Kind garnicht mag oder sich nicht darum kümmern will.
Und wenn man es mal so sieht, sind meine Beispiele ja "nur" die unverschärfte Version von dem was es sonst noch so gibt.

Was das Ritalin betrifft, hat mein Kinderarzt mal gesagt.
Die Eltern wollen das und wenn sie es nicht bekommen gehen suchen sie einen anderen Arzt. Irgendeiner verschreibt es dann doch.

Das ist ein riesen Problem, dass nicht zu unterschätzen ist.
Was meint ihr was da noch auf uns zukommt.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
16. März 2011 um 20:02
In Antwort auf schleckschnute

Ach ja, noch was...
.... und was mir wirklich wichtig war bei diesen Beispielen, dass man mal konkret sieht wie so was in der Realität aussieht und zwar auch in näherer Umgebung.
Nicht nur hier in Foren so lapidar, in Berichten und Heftchen.
Es wird ja immer nur aufgezählt. Jaaa, Kinder von Alkoholikern, Kinder die geschlagen werden, Kinder die verwarlost werden.
Und ich finde es nicht so schlimm mal aufzuzeigen wie so etwas in Realität aussieht, wenn jemand sein Kind garnicht mag oder sich nicht darum kümmern will.
Und wenn man es mal so sieht, sind meine Beispiele ja "nur" die unverschärfte Version von dem was es sonst noch so gibt.

Was das Ritalin betrifft, hat mein Kinderarzt mal gesagt.
Die Eltern wollen das und wenn sie es nicht bekommen gehen suchen sie einen anderen Arzt. Irgendeiner verschreibt es dann doch.

Das ist ein riesen Problem, dass nicht zu unterschätzen ist.
Was meint ihr was da noch auf uns zukommt.

Liebe Grüße!

Ja,
wirklich schlimm, unser Land wird irgendwie immer kinderfeindlicher. Sieht man ja auch an den Geburtenzahlen/Bevölkerungspyramide. Ich hab mal irgendwo gelesen, auf der Weltrangliste für Kinderfreundlichkeit stehen wir auf Platz 77 - von 78!!! konnte das kaum glauben.

In anderen Kulturen werden/wurden Mütter verehrt, einfach nur deshalb, weil sie Mütter sind. Und Kinder gelten dort in erster Linie als ein sehr wertvolles Geschenk. Wenn dort eine Frau ein Kind bekommt, bekommt sie von allen Seiten Gratulationen, Glückwünsche und wird hoch geachtet. Und sie bekommt ganz selbstverständlich von anderen Müttern/Großmüttern Unterstützung, wenn sie mal nicht weiter weiß.
Wenn aber bei uns eine Frau schwanger ist, wird sie erstmal gefragt: "War das denn gewollt? Bist Du Dir sicher? Wie willst Du das denn mit Deiner Ausbildung/ Deinem Beruf vereinbaren? Habt Ihr auch genug Geld, um dem Kind was zu bieten?" Und wenn sie dann nicht gleich alles perfekt macht, wird sie als "Rabenmutter" beschimpft und irgendjemand sagt vielleicht noch: "Hättest besser abtreiben sollen!"
Kein Wunder, dass die Frauen sich so unter Druck fühlen und denken, sie könnten vielleicht doch nicht gut genug für ihr Kind sein, könnten es vielleicht nicht schaffen... Oder denken, es wäre am besten, das Kind so schnell wie möglich in die Kita zu stecken und arbeiten zu gehen. Denn nur eine arbeitende Frau hat bei uns anscheinend das Recht, anerkannt und beliebt zu sein. "Nur-Hausfrauen-und-Mütter" werden oft als ein bisschen "dumm, fett und faul" abgestempelt. Echt traurig.

Ich kann schon verstehen, dass Dich das Schicksal von den vernachlässigten Kindern betroffen macht, und es ist auch okay, darauf aufmerksam zu machen.
Ich meine nur: Wir wissen ja nichts über die wahren Umstände, in denen diese Frauen sich befinden. Und ich fände es besser, einer Frau, die offensichtlich nicht klarkommt mit ihren Kindern, Hilfe anzubieten - anstatt sie noch runterzumachen, zu verurteilen und zu sagen: "Die hätte besser abtreiben sollen!" Oder uns selbst auf die Schulter zu klopfen "Siehste, ich habs besser gemacht als die, ich hab gleich abgetrieben, ach ja wie bin ich stolz drauf, dass ich besser bin!"
Ich glaube, mal gelesen zu haben, dass Du christlich bist(?) Wenn ja, kennst Du bestimmt auch Lukas18,9ff und Johannes8,3ff. Diese Stellen finde ich in dem Zusammenhang sehr wichtig.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
17. März 2011 um 10:07
In Antwort auf jahel_12242510

Ja,
wirklich schlimm, unser Land wird irgendwie immer kinderfeindlicher. Sieht man ja auch an den Geburtenzahlen/Bevölkerungspyramide. Ich hab mal irgendwo gelesen, auf der Weltrangliste für Kinderfreundlichkeit stehen wir auf Platz 77 - von 78!!! konnte das kaum glauben.

In anderen Kulturen werden/wurden Mütter verehrt, einfach nur deshalb, weil sie Mütter sind. Und Kinder gelten dort in erster Linie als ein sehr wertvolles Geschenk. Wenn dort eine Frau ein Kind bekommt, bekommt sie von allen Seiten Gratulationen, Glückwünsche und wird hoch geachtet. Und sie bekommt ganz selbstverständlich von anderen Müttern/Großmüttern Unterstützung, wenn sie mal nicht weiter weiß.
Wenn aber bei uns eine Frau schwanger ist, wird sie erstmal gefragt: "War das denn gewollt? Bist Du Dir sicher? Wie willst Du das denn mit Deiner Ausbildung/ Deinem Beruf vereinbaren? Habt Ihr auch genug Geld, um dem Kind was zu bieten?" Und wenn sie dann nicht gleich alles perfekt macht, wird sie als "Rabenmutter" beschimpft und irgendjemand sagt vielleicht noch: "Hättest besser abtreiben sollen!"
Kein Wunder, dass die Frauen sich so unter Druck fühlen und denken, sie könnten vielleicht doch nicht gut genug für ihr Kind sein, könnten es vielleicht nicht schaffen... Oder denken, es wäre am besten, das Kind so schnell wie möglich in die Kita zu stecken und arbeiten zu gehen. Denn nur eine arbeitende Frau hat bei uns anscheinend das Recht, anerkannt und beliebt zu sein. "Nur-Hausfrauen-und-Mütter" werden oft als ein bisschen "dumm, fett und faul" abgestempelt. Echt traurig.

Ich kann schon verstehen, dass Dich das Schicksal von den vernachlässigten Kindern betroffen macht, und es ist auch okay, darauf aufmerksam zu machen.
Ich meine nur: Wir wissen ja nichts über die wahren Umstände, in denen diese Frauen sich befinden. Und ich fände es besser, einer Frau, die offensichtlich nicht klarkommt mit ihren Kindern, Hilfe anzubieten - anstatt sie noch runterzumachen, zu verurteilen und zu sagen: "Die hätte besser abtreiben sollen!" Oder uns selbst auf die Schulter zu klopfen "Siehste, ich habs besser gemacht als die, ich hab gleich abgetrieben, ach ja wie bin ich stolz drauf, dass ich besser bin!"
Ich glaube, mal gelesen zu haben, dass Du christlich bist(?) Wenn ja, kennst Du bestimmt auch Lukas18,9ff und Johannes8,3ff. Diese Stellen finde ich in dem Zusammenhang sehr wichtig.

Ja, ich merke schon....
...dass du irgendwie meine Beweggründe nachvolziehen kannst, warum ich so schreibe, aber die Art nicht schätzen kannst. Das verstehe ich auch. Deshalb ist ein Forum für diese Art von Angriffen auch wohl nicht so die richtige Wahl. Muss ich zugeben.

Jedoch genau bei zwei von den drei Beispielen kenne ich die wahren Umstände leider nur zu gut.
Und- ich biete immer Hilfe an.
Wenn ich nun z.B. einer verzweifelten Mutter die ihren Sohn proper alleine schaukelt und schon einen patenten, jungen Mann großgezogen hat und ihr Geld durch Arbeit halbtags verdient, eine Finanzspritze gebe (obwohl ich das Geld auch gut brauchen könnte) - dass sie sich den Umzug leisten kann, dann gibt mir und ihr das ein super Gefühl. Da helfe ich auch noch gerne beim Umzug usw.usw.
Wenn ich aber die genannten Beispiele nehme und da helfe, dann habe ich das Kind da ne Woche und dort ne Woche, und jederzeit wenn es überhaupt geht. Und wenn ich es nicht habe, hat es irgendjemand anderes. "Man muss sein Kind nur richtig verteilen": sagt die Mutter.
Jeder weiss aber, dass da noch ein Mann zuhause rumhockt, der nicht arbeitet.
Und dann komme ich mir einfach gelinde gesagt verarscht vor und habe ein schlechtes Gefühl dabei.
Wenn ein Kind die ganzen Ferien im Hort verbringt und am Freitag frei hätte und dann die Mutti um zehn hier anruft, ob ich den Junior nehmen könnte, weil sie wo helfen müsste, sage ich zwar auch: Wir haben andere Pläne und der Junge war doch jetzt schon die ganze Woche wech. Aber ich nehme es als Notlage hin und nehme das Kind- bis vier Uhr. Dann wird es fünf und zum Schluss halb sieben. Sowas nervt mich dann.
Und wenn ein Kind abends um fünf erst nachhause kommt und dann noch hier anruft, ob es vorbei kommen kann kriege ich bald zuviel
Kannst du verstehen was ich meine?
Ich helfe sehr gerne und jedem, aber leider habe ich in einigen Fällen schnell gemerkt, dass die Hilfe nieee reicht. Dass manche ihre Kinder garnicht oft genug weghaben können. Weil sie ja die restliche Zeit auch "ein wenig" an sich denken wollen.
Winterzauber hat es ja auch geschrieben, dass diskutiert wird die Kinder über nacht weg zu geben.
Da frage ich mich: Hallo- wo leben wir?

Ich weiss ja nicht was dir dazu einfällt. Mich haut sowas um.

Auf meinen Abbruch bin ich natürlich überhaupt nicht stolz und ich bin auch bestimmt nicht die perfekte Mutter. Aber ich würde mir z.B. von solchen Leuten bestimmt auch keine Vorwürfe machen lassen. Darum geht es mir.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
17. März 2011 um 10:19
In Antwort auf schleckschnute

Hallo,
wenn Mütter ihre Kinder abgeben MÜSSEN finde ich das schon schade genug.
Und ich frage mich manchmal, was denken diese Mütter wenn dann eine Vollzeit arbeiten geht, weil sie sich unausgelastet fühlt. Und das obwohl sie zuhause bleiben könnte?
Oder weil man einen zweiten Minivan braucht oder überall bunte Lichtschalterrahmen im Haus haben will, das postmodern renoviert wird. Die italienischen Fliesen im Bad nicht zu vergessen und lauter so Firlefanz.
Habe ich alles schon erlebt und gesehen.
Und ich habe auch schon Mütter erlebt die direkt damit angeben, dass sie so gar keine Mütter sind, weil ihnen das zu blöde sei.
Die sagen dann noch stolz: "Ich war noch nie beim Elternabend, noch nie schwimmen mit meinen Kindern, noch nie Schlitten fahren."
Und dann frage ich mich: Kenne eigentlich nur ich solche bescheuerte Exemplare oder kennt ihr auch so welche?
Wenn ich doch schon keinen Bock auf Muttersein habe und Kinder habe, bin ich doch nicht so doof und dönse das noch überall herum.

Ich zum Beispiel hasse Freibad wie die Pest, aber ich quäle mich jedes Jahr aufs Neue mit meinem Sohn dahin. Andere sind da schnell fertig: Will ich nicht, mach ich nicht- heisst es da.
Ich dagegen lerne mit der Zeit, dass es doch bei 30 angenehmer ist im kühlen Nass zu baden, als daheim rumzuhocken.

Und dann denke ich. Sag mal, geht da den Müttern die ihre Kinder abgeben müssen um über die Runden zu kommen nicht manchmal die Hutschnur hoch?
Ich glaube, ich könnte mich da manchmal nicht zusammenreisen.

Liebe Grüße!

Ich war..
...alleinerziehend und unter 20, ohne Ausbildung und sonstiges. Ich MUSSTE meinen Sohn tatsächlich abgeben, denn mit Liebe allein bekomme ich ihn nicht satt. Wenn andere Frauen für sich entscheiden zu arbeiten, obwohl der Mann auch arbeiten geht, ja selbst dann möchte ich mir keine pauschalen Verurteilungen erlauben, weil es ist nun mal nicht mehr so wie vor 50 Jahren, wo das Einkommen des Ehegatten komplett ausreichte, um die Familie zu ernähren. Wer was anderes behauptet, lebt in einer Traumwelt. Und sollte Kinderkriegen nur den Privilegierten vorbehalten sein?

Seltsamerweise kenne ich Mütter, wie du sie beschreibst und verteufelst, kaum, ja eigentlich gar nicht. Ich gebe zu, dass ich auch sehr ungerne auf Elternabenden bin, weil die ganzen Übermütter dort sinnbefreite Fragen stellen, die so uninteressant und banal sind, dass ich mich meiner kostbaren Zeit beraubt fühle. Hauptsache irgendwie die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Ich kenne Mütter aus der Klasse meines Sohnes, die ihre Kinder beglucken, ihnen alles hinterher tragen und ihnen kaum etwas zutrauen.

Du siehst, man kann es betrachten wie man will, zu pupen findet man immer etwas. Wenn ich will finde ich Mütter, die so verantwortungslos sind, wie du sie beschreibst und wenn ich will, finde ich Mütter die so "Übermutter" sind, wie ich es grad beschrieben habe. Und da hätten wir wieder das Schwarzweiß-Denken, denn 90% aller restl. Mütter die ich kenne, machen ihren Mutterjob einfach super! Kann ich nicht anders sagen.

LG

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
17. März 2011 um 10:46

Tut mir leid....
... wenn ich es pauschalisiert habe. Und es so rüberkam. Stimmt!
Man muss immer die persönlichen Umstände mit berücksichtigen. Was ich natürlich auch tu.

Unten habe ich geschrieben: "Solange es den Kindern gut dabei geht, kann jeder machen was er will!"

Das ist so meine Grundeinstellung zu der ich stehe. Ich kenne auch Paare wo beide Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen und wo man in der Freizeit immer jemand mit den Knöpfen sieht oder oft auch beide.
Je mehr sich da die Väter einbringen umso besser klappt es in Familien.Auch Alleinerziehende schaukeln das oft super.
Unfair finde ich auch, dass ständig den Müttern der schwarze Peter zugeschoben wird, während die meisten Männer sich fein raushalten.
Wenn inzwischen die Kinder schon kommen und sagen: Ohhh, mein Papa ist soo faul und macht nix zuhause ausser schlafen und rauchen wenn er frei hat. Und Wochenende Fussballplatz und Party.
Wie kann man dann der arbeitenden Mutter Vorwürfe machen.
Wobei ich da auch immer sage: "Geb doch dem Gatten mal nen richtigen Tritt in den Hintern." Mensch, das kann doch nicht sein.

Und wenn eine Frau sehr lange studiert hat um ihren Job zu haben wäre ich die letzte die ihr einen Vorwurf macht, weil sie darin auch arbeiten will. Aber wie gesagt. Die haben auch oft den Partner dazu und den Kindern geht es super.
Oder die Partner wechseln sich eben ab.

Nun ist es aber so. Ich lebe hier in Rheinland-Pfalz und da nimmt die Ganztagesbetreuung einen rasanten Umfang an.
Hier ist es inzwischen so, dass arbeitende Mütter die "heiligen Kühe" (ist jetzt keine Beleidigung) der Gesellschaft sind. Jeder muss Rücksicht nehmen und ja keiner darf was sagen.

Der Schuldirektor nennt Hausfrauen: Frustrierte Weiber die zuhause hocken!
Inzwischen muss man sich überall dafür rechtfertigen warum man nicht arbeitet und statt - "Wie geht es dem Kind", wird gefragt: Und, wann gehst du wieder arbeiten?

Mütter reden hier schon oft garnicht mehr über die Kinder. Das ist ja uncool und langweilig.

Sogar im Hort wird man schon blöd angeschaut, wenn man sein Kind nicht dort ganztags lässt.
Nur die Erzieherinnen schätzen noch die Zuhause-Betreuung.

Und ich finde, das kann einfach nicht mehr sein.

Ich sage nicht, dass die Betreuung nicht funktionieren kann, aber bei vielen reicht ja die Betreuung nichteinmal mehr aus und die Kinder werden die wenigen Stunden wo sie zuhause sind vor der Glotze geparkt oder nochmal weg gegeben. Und das immer früher - am besten gleich nach der Geburt.
Dann braucht man noch sein kinderfreies Wochenende und da frage ich mich.
Warum brauche ich dann Kinder?

Eigentlich geht es mir nicht so sehr um die Fremdbetreuung sondern um die schlechte Betreuung bei vielen zuhause.
Und hier nimmt das langsam Überhand. Und ich glaube es liegt an einer sogenanten Entfremdung der Familienmitglieder. Jeder wurschtelt eben so sein Leben vor sich hin.

Meine Schwiegermutter war vor drei Jahren noch ein großer Fan von Ganztagsschulen. Ganz toll und praktisch fand sie das.
Heute sagt sie: "Da hocken die Kinder ja den ganzen Tag und den Rest der Zeit machen die Eltern ja auch nix mit denen."
Und inzwischen findet sie das Modell Halbtagsbetreuung garnicht mehr so schlecht, damit sich Kinder und Eltern überhaupt mal wieder miteinander beschäftigen müssen.

Und meine Meinung ist, wenn ein Kind wirklich nicht WILL sollte man ihm die Option wenigstens lassen nicht in den Hort zu gehen. Und evtl. eine Tagesmutter suchen.
Aber manche Kinder müssen ja wirklich da rein- und wenn nicht, rede ich halt mit meiner Tochter drei Tage nichts mehr. Das hat gezogen.

Hier herrscht auf jeden Fall bei vielen so eine - wir nehmen alles mit- Stimmung.
Party, Feste, Kinder, Geld, Haus, Arbeit, Freizeit und wenn alles Stricke reisen gibt es Ritalin und Fernsehen usw.

Ich sehe das eben mit Bedenken. Und da wollte ich nicht Kind sein. Ganz ehrlich.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
17. März 2011 um 10:53

Ich finde auch...
.... dass du das goldrichtig machst. Lass dich nicht irre machen von denen. Jetzt gehst du doch dann wieder arbeiten oder? Das ist doch dann okay.

Und genau bei dir und bei der anderen Schreiberin, die als 17 jährige Mutter ihr Kind abgeben musste, habe ich ein super Gefühl, dass ihr Kind und Job optimal geregelt bekommt. Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute zusammen.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
17. März 2011 um 12:35
In Antwort auf schleckschnute

Ja, ich merke schon....
...dass du irgendwie meine Beweggründe nachvolziehen kannst, warum ich so schreibe, aber die Art nicht schätzen kannst. Das verstehe ich auch. Deshalb ist ein Forum für diese Art von Angriffen auch wohl nicht so die richtige Wahl. Muss ich zugeben.

Jedoch genau bei zwei von den drei Beispielen kenne ich die wahren Umstände leider nur zu gut.
Und- ich biete immer Hilfe an.
Wenn ich nun z.B. einer verzweifelten Mutter die ihren Sohn proper alleine schaukelt und schon einen patenten, jungen Mann großgezogen hat und ihr Geld durch Arbeit halbtags verdient, eine Finanzspritze gebe (obwohl ich das Geld auch gut brauchen könnte) - dass sie sich den Umzug leisten kann, dann gibt mir und ihr das ein super Gefühl. Da helfe ich auch noch gerne beim Umzug usw.usw.
Wenn ich aber die genannten Beispiele nehme und da helfe, dann habe ich das Kind da ne Woche und dort ne Woche, und jederzeit wenn es überhaupt geht. Und wenn ich es nicht habe, hat es irgendjemand anderes. "Man muss sein Kind nur richtig verteilen": sagt die Mutter.
Jeder weiss aber, dass da noch ein Mann zuhause rumhockt, der nicht arbeitet.
Und dann komme ich mir einfach gelinde gesagt verarscht vor und habe ein schlechtes Gefühl dabei.
Wenn ein Kind die ganzen Ferien im Hort verbringt und am Freitag frei hätte und dann die Mutti um zehn hier anruft, ob ich den Junior nehmen könnte, weil sie wo helfen müsste, sage ich zwar auch: Wir haben andere Pläne und der Junge war doch jetzt schon die ganze Woche wech. Aber ich nehme es als Notlage hin und nehme das Kind- bis vier Uhr. Dann wird es fünf und zum Schluss halb sieben. Sowas nervt mich dann.
Und wenn ein Kind abends um fünf erst nachhause kommt und dann noch hier anruft, ob es vorbei kommen kann kriege ich bald zuviel
Kannst du verstehen was ich meine?
Ich helfe sehr gerne und jedem, aber leider habe ich in einigen Fällen schnell gemerkt, dass die Hilfe nieee reicht. Dass manche ihre Kinder garnicht oft genug weghaben können. Weil sie ja die restliche Zeit auch "ein wenig" an sich denken wollen.
Winterzauber hat es ja auch geschrieben, dass diskutiert wird die Kinder über nacht weg zu geben.
Da frage ich mich: Hallo- wo leben wir?

Ich weiss ja nicht was dir dazu einfällt. Mich haut sowas um.

Auf meinen Abbruch bin ich natürlich überhaupt nicht stolz und ich bin auch bestimmt nicht die perfekte Mutter. Aber ich würde mir z.B. von solchen Leuten bestimmt auch keine Vorwürfe machen lassen. Darum geht es mir.

Liebe Grüße!

Okay,
das kann ich verstehen. Ich denke auch, Du solltest nur soviel helfen, wie es körperlich und nervlich gut geht. Wenn's Dir zu viel wird, lieber nein sagen, statt Frust zu schieben... Ja es gibt immer wieder Leute, die Hilfsbereitschaft ausnutzen. Bei uns kam mal eine Frau, der man die Alkoholikerin deutlich ansah, und hat um Geld gebettelt... Geld haben wir ihr nicht gegeben, aber z.B. si mal zum Essen eingeladen, mit ihr gemeinsam Essen für sie eingekauft und das dann bezahlt, oder sie ab und zu mal mit dem Auto irgendwo hin gefahren, weil sie selber kein Auto hatte... aber das wurde dann mit der Zeit immer mehr, irgendwann stand sie fast jeden Tag vor unserer Tür, da mussten wir ihr dann auch verklickern, dass das so nicht geht. Haben ihr dann aber eine Hilfe bei der Diakonie vermittelt, seitdem war sie nicht mehr hier. Man muss da schon sehr aufpassen, dass man vor lauter Hilfsbereitschaft auch die eigenen Grenzen nicht vergisst.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
17. März 2011 um 12:47

Das stimmt!
ich denke auch, dass es Mütter gibt, die arbeiten gehen und ("trotzdem") ihr Kinder sehr lieben, und sich gut um sie kümmern - vielleicht sogar besser, als wenn sie als gefrustete Hausfrauen zwangsweise zu Hause bleiben müssten . Man kann einfach nicht als außenstehende Person wissen, wie es in anderen Familien zugeht oder was die Hintergründe sind. Niemand sieht einer Mutter an der Nasenspitze an, ob sie eine gute Mutter für ihre Kinder ist. Deshalb sollte man sie auch nicht verurteilen.

Also, meiner Meinung nach ist Kinderkrippe für das Kind auf jeden Fall weniger optimal als zu-Hause-bleiben mit glücklicher Mutter. Aber es gibt bestimmt genug Frauen, die als "Nur-Hausfrau" total unglücklich wären, und das überträgt sich dann auch auf die Kinder... dann sollen sie lieber arbeiten gehen und versuchen, die restliche Zeit so gut wie möglich mit ihren Kindern zu teilen.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
18. März 2011 um 8:54
In Antwort auf yasin_11932966

Ich war..
...alleinerziehend und unter 20, ohne Ausbildung und sonstiges. Ich MUSSTE meinen Sohn tatsächlich abgeben, denn mit Liebe allein bekomme ich ihn nicht satt. Wenn andere Frauen für sich entscheiden zu arbeiten, obwohl der Mann auch arbeiten geht, ja selbst dann möchte ich mir keine pauschalen Verurteilungen erlauben, weil es ist nun mal nicht mehr so wie vor 50 Jahren, wo das Einkommen des Ehegatten komplett ausreichte, um die Familie zu ernähren. Wer was anderes behauptet, lebt in einer Traumwelt. Und sollte Kinderkriegen nur den Privilegierten vorbehalten sein?

Seltsamerweise kenne ich Mütter, wie du sie beschreibst und verteufelst, kaum, ja eigentlich gar nicht. Ich gebe zu, dass ich auch sehr ungerne auf Elternabenden bin, weil die ganzen Übermütter dort sinnbefreite Fragen stellen, die so uninteressant und banal sind, dass ich mich meiner kostbaren Zeit beraubt fühle. Hauptsache irgendwie die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Ich kenne Mütter aus der Klasse meines Sohnes, die ihre Kinder beglucken, ihnen alles hinterher tragen und ihnen kaum etwas zutrauen.

Du siehst, man kann es betrachten wie man will, zu pupen findet man immer etwas. Wenn ich will finde ich Mütter, die so verantwortungslos sind, wie du sie beschreibst und wenn ich will, finde ich Mütter die so "Übermutter" sind, wie ich es grad beschrieben habe. Und da hätten wir wieder das Schwarzweiß-Denken, denn 90% aller restl. Mütter die ich kenne, machen ihren Mutterjob einfach super! Kann ich nicht anders sagen.

LG

Ich denke....
.....sehr viel liegt einfach an dein Eindrücken die man mitbekommt und die Umgebung in der man so lebt.

Wir sind natürlich auch überhaupt nicht Privilegiert. Aber zufrieden. Ich brauch keinen großen Van und auch keinen schicken Neubau. Wir haben uns bewusst darauf eingelassen uns so einzuschränken, dass ein normales Gehalt reicht. Und dass unser Haus uns nicht auffrisst.
Dafür backe ich das Brot selbst und koche fast alles in Handarbeit. Mir macht das als gelernte Köchin natürlich einen Heidenspass. Doch bin ich mir bewusst, dass ich das nicht von jeder Frau erwarten kann. So wie mir Putzen z.B. null Spass macht.

Also auf 90% der tollen Eltern komme ich leider überhaupt nicht. Allerdings komme ich bei ganz vielen Müttern die ich kenne, die ihre Kinder beglucken gerade mal auf vier.
(ein Kind ist schwerst behindert- da ist es auch notwendig) Und ich kenne jede Menge Eltern weil ich ja auch lange Elternbeirat war.

Ja, ich nenne hier Beispiele und Zahlen weil ich das einfach damit exakt konkretisieren kann.

Das Elternabende ätzend sein können weiss ich und das man kein Bock darauf hat verstehe ich auch. Ich habe abends auch kein Bock drauf, aber gehe und viele Alleinerziehende die buckeln, haben auch kein Bock drauf und gehen trotzdem.

Der Punkt was micht stört ist: Wenn man noch damit angibt, dass man nicht geht und die anderen so quasi als übereifig und dumm hinstellt.
Warum soll ich so jemand bewundern???

Jetzt habe ich gerade mal in deinem Profil geschmökert und sehe dass du aus Schleswig-Holstein kommst.
Klar. Ich bin mir ganz ganz sicher, dass sich die Zustände auch regional total verschieden sind.
Und natürlich kann dieses Modell in eurem Bundesland wieder ganz anders funktionieren wie z.B. hier oder in BaWü.

Und somit glaube ich dir gerne dass du rundum gute Erfahrungen machst.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
18. März 2011 um 9:56

Frustration...
Hallo Jule!

Ich werde mich etwas kurz fassen weil ich noch Arbeit habe. Aber ich habe den Thread gestartet und möchte auch gern antworten.

Frustration ist hier im Forum immer ein gutes Schlagwort, wenn jemand eine radikalere Meinung von sich gibt, die man nicht gerne teilt.
Habe ich auch einmal einer Abtreibungsgegnerin angedichtet, und werde es nicht mehr tun.

Klar kann der Eindruck entstehn. Aber jetzt habe ich begriffen, dass auch sie einfach nur eine leidenschaftlich Meinung zu Dingen hat- so wie ich. Das hat mit Frustration nicht viel zu tun.

Natürlich hat bestimmt jede Hausfrau frustrierte Phasen.
Und da ich nicht nur andere Beispiele nenne, sondern auch sehr ehrlich bin gestehe ich. Meine frustigste Phase war als mein Kleiner eins bis zwei war. Ohhh neee, war der da anstrengend.
Und ich stand oft kurz davor und sagte: Nein, nein- das halt ich nicht aus- da gehe ich lieber arbeiten.
Aber ich dachte auch. Da musst du jetzt durch und habe mir jede Menge Kraftspeck angefuttert. Aber die Phase ging vorbei und es hat sich gelohnt.

Der Speck ist weg und seit Jahren bin ich so unfrustriert wie schon ewig nicht. Klar gute Tage hat man, und ein paar schlechte Tage. Kann ja sein, dass sich das nur auf Hausfrauen beschränkt. Dann habe ich wirklich das große Glück verpasst.

Nun kommt aber der große Unterschied um was es eigentlich essenziell hier in diesem Thema geht.

Ich lästere vielleicht über Beispiele (die man ruhig auch mal konkret sehen darf- finde ich). Über Menschen die hier kein Schwein kennt und nie kennen wird.
Ich habe aus meiner Meinung zu der Art wie Ganztagsberufstätigkeit teilweise abläuft hier noch nie ein Geheimniss gemacht.

Aaaber ich habe auch gesagt: Deshalb werde ich nicht ins Babyforum gehen und Frauen dort direkt beschimpfen und runtermachen. Ich habe kein Baby mehr und kein Kleinkind.
Also habe ich dort nicht in Themen einzumischen, die mich nichts angehen.
Ich war auch noch nie drinne, weil ich weiss wie es mich aufregen würde, wenn sie dort über Nachtbetreuung reden. So wie es Winterzauber beschrieben hat.

Ich werde auch dort keinen Thread eröffnen mit der Überschrift: Einige hier spinnen echt.....
Und ich glaube auch, die meisten dort würden dir dafür die Rübe runtermachen. Aber hier darf man das alles und das kann nicht sein.

Übermütter kenn ich konkret wie ich schon gesagt habe nur vier. Die meisten Hausfrauen, die ich kenne sind genauso cool drauf und haben breitgefächerte Interessen wie andere auch. Auch da wird oft auch noch ein falsches Bild wie vor fünfzig Jahren vermittelt. Die Kaffeekränzchenfraktion existiert nicht mehr. Da hätte ich null Zeit dafür und kenne auch sonst keine die da Zeit dafür hat. Es sei denn, man ist mit den Kiddis unterwegs und bestellt sich halt nen Kaffee und quatscht miteinander. Lange ist es gerade wieder her.
Und wird jetzt wo die Kinder größer werden immer weniger.

Was du allerdings über die Zustände hier schreibst, kann ich absolut hundert Prozent mit dir teilen.
Wenn ich gesagt habe, dass mir die berufstätigen Mütter wie heilige Kühe vorkommen. Kann ich das mit den Männern noch absolut toppen. Dann sind das die unantastbaren Halbgötter.
Ich habe übrigens in meinem Bericht oben die Meinung geschrieben: Wenn ein Vater seine Freizeit wie ein fauler Sack verbringt, kann ich der berustätigen Mutter auch keine Vorwürfe machen, weil ich weiss: Wo die Väter sich viel einbringen läuft das Modell für die ganze Familie sehr gut.
Die Männer und die Akzeptanz den Müttern gegenüber ist für mich das allergrößte Manko der Gesellschaft.
Steht das Thema Arbeit mit Kind an, sieht das leider bei den meisten immer noch so aus.
Mann sagt zur Frau:
"Das musst Du wissen wie Du das geregelt bekommst!"
Suuuper- oder??? Da könnte ich doch gerade.....
Die Arbeitgeber sind immernoch super unflexibel und fast alles bleibt an Mutter und Kind hängen.

Und nur so kann es sein, dass du als dumme Glucke angesehen wirst die zuhause rumhockt, während der
ARME Mann arbeiten muss und das arme Kind verwöhnt wird.

Und nur so kann es sein, dass du eine verantwortungslose Rabenmutter bist, die ihr Kind abdrückt, zuhause nichts geregelt bekommt worunter natürlich auch wieder der ARME Mann leidet.

Und am ärmsten sind ja dann auch die Helden des Alltags die sich mit um Kind und Haushalt kümmern müssen.

Hast du das damit gemeint Jule? Das sehe ich genauso.

Wenigstens hat sich auf den Ämtern die Einstellung geändert.
Vor Jahren ging eine Freundin meiner Schwester aufs Arbeitsamt und suchte einen Job.
Sie meinte, aufgrund dass sie Kinder hätte kämen nur die und die Arbeitszeiten in Frage.
Er antwortete: "Immer diese scheiss Kinder!"

Heute sagt das Arbeitsamt: Nicht die Mütter sind unflexibel sondern unsere Arbeitgeber.

Na, voila- wir sind auf dem Weg der Besserung.

Liebe Grüße!!!



Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
18. März 2011 um 11:05
In Antwort auf schleckschnute

Ich denke....
.....sehr viel liegt einfach an dein Eindrücken die man mitbekommt und die Umgebung in der man so lebt.

Wir sind natürlich auch überhaupt nicht Privilegiert. Aber zufrieden. Ich brauch keinen großen Van und auch keinen schicken Neubau. Wir haben uns bewusst darauf eingelassen uns so einzuschränken, dass ein normales Gehalt reicht. Und dass unser Haus uns nicht auffrisst.
Dafür backe ich das Brot selbst und koche fast alles in Handarbeit. Mir macht das als gelernte Köchin natürlich einen Heidenspass. Doch bin ich mir bewusst, dass ich das nicht von jeder Frau erwarten kann. So wie mir Putzen z.B. null Spass macht.

Also auf 90% der tollen Eltern komme ich leider überhaupt nicht. Allerdings komme ich bei ganz vielen Müttern die ich kenne, die ihre Kinder beglucken gerade mal auf vier.
(ein Kind ist schwerst behindert- da ist es auch notwendig) Und ich kenne jede Menge Eltern weil ich ja auch lange Elternbeirat war.

Ja, ich nenne hier Beispiele und Zahlen weil ich das einfach damit exakt konkretisieren kann.

Das Elternabende ätzend sein können weiss ich und das man kein Bock darauf hat verstehe ich auch. Ich habe abends auch kein Bock drauf, aber gehe und viele Alleinerziehende die buckeln, haben auch kein Bock drauf und gehen trotzdem.

Der Punkt was micht stört ist: Wenn man noch damit angibt, dass man nicht geht und die anderen so quasi als übereifig und dumm hinstellt.
Warum soll ich so jemand bewundern???

Jetzt habe ich gerade mal in deinem Profil geschmökert und sehe dass du aus Schleswig-Holstein kommst.
Klar. Ich bin mir ganz ganz sicher, dass sich die Zustände auch regional total verschieden sind.
Und natürlich kann dieses Modell in eurem Bundesland wieder ganz anders funktionieren wie z.B. hier oder in BaWü.

Und somit glaube ich dir gerne dass du rundum gute Erfahrungen machst.

Liebe Grüße!

Damit hat noch nie jemand angegeben...
...in meinem Hör- und Aufmerksamkeitsbereich, dass er/sie als Mutter/Vater nicht zu wichtigen Veranstaltungen respektive Unternehmungen zusammen mit dem Kind geht, nur um cool zu wirken. Aversionen solcher Art sollte man m.M.n. definitiv für sich behalten.

Wie du dir schon denken kannst, bin ich auch eine Mutter die sich nicht sonderlich für die Belange anderer Eltern interessiert, insbesondere wenn sie meinen damit der ganzen Welt in den Ohren liegen zu müssen, die mir ständig die selben Fragen stellen und denen ich ständig die selbe Antwort geben muss. Und trotzdem gehe ich auf jeden Elternabend, bin bei jedem Bastelabend im KiGa dabei gewesen, habe Eltern-Kind-Wanderungen mit dem KiGa mitgemacht und bin mit der Hockey-Mannschaft meines Sohnes zu sämtlichen Spielen gefahren (die seltsamerweise immer Sonntags stattfanden) und habe mit total übermotivierten Eltern am Spielfeldrand gestanden. Auch ich halte so manche Mutter für einfach total überkandidelt und belächle sie innerlich. Ich tue das für mein Kind, meine Güte, es wird ja nicht ewig so weiter gehen. Und ich tue das gern für mein Kind, denn er fand das immer alles total spannend und aufregend und ich werde all das wieder über mich ergehen lassen für mein zweites Kind.

Nur weil ich deren Einstellung zur Erziehung und Fürsorge nicht teile und mich trotzdem für eine gute Mutter halte, heißt es noch lange nicht, dass sie es nicht sind. Und das solltest du auch mal bedenken. Ich kann mir nämlich echt schwer vorstellen, dass in BaWü nur Eltern rumlaufen die alle Interessen ihrer Kinder ignorieren um besonders cool dazustehen.

PS: Ich kann ganz schrecklich kochen, dafür gut backen und ich putze auch echt ungerne, besonders die Fenster

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
Frühere Diskussionen
434 Antworten 434
|
18. März 2011 um 11:04
5 Antworten 5
|
18. März 2011 um 10:35
3 Antworten 3
|
18. März 2011 um 10:18
5 Antworten 5
|
18. März 2011 um 10:07
2 Antworten 2
|
18. März 2011 um 9:28
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram