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In einer Partnerschaft, schwanger und finanziell alleine dastehen

15. Februar 2018 um 10:27 Letzte Antwort: 17. Februar 2018 um 8:08

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe euch, weil ich mich in einer Lage befinde, die mir sehr zusetzt. 
Ich bin seit etwas über vier Monaten in einer Beziehung. Ich wollte immer Kinder, habe aber Endometriose und hatte in meiner letzten Beziehung 4 Jahre lang versucht schwanger zu werden. 
Nun bin ich es mit meinem neuen Partner ziemlich schnell geworden, obwohl nicht geplant bin ich nun in der 10ssw. Soviel zu dem grundlegenden Dingen. 
Wir haben uns Hals über Kopf ineinander verliebt und auch jetzt empfinde ich viel für ihn. Trotzdem habe ich Ängste und Bedenken, die ich euch nun schildern möchte. Ich bin seit 4,5 Monaten selbstständig, habe einen Nebenjob und verdiene jeden Monat unterschiedlich, aber bisher musste ich mir keine Sorgen machen. Nun ist es so, dass mein Freund Hartz 4 empfängt. Ich selber weiß erst seit zwei Wochen, dass er das seit bereits 8 Jahren bekommt. Er ist 30 und hat davor eine Ausbildung gemacht die er wegen Mobbing und einer daraus resultierenden sozialen Phobie abbrechen musste. 
Drei Jahre später hat er sich wohl erneut sehr um eine Ausbildungsstelle bemüht, aber keine bekommen. Im letzten Jahr hat er versucht auf eigene Faust etwas zu erreichen im homeoffice Bereich, was bisher keine Früchte getragen hat. Ich selbst habe studiert, eine Ausbildung und habe immer gearbeitet (einfach bloß als Info). 
Meiner Beobachtung nach, ist er kein fauler Mensch, er übernimmt viel im Haushalt und ist sich dafür nicht zu schade. 
Mein Problem ist nun, dass ich von ihm keinerlei Sicherheit bekomme, wenn ich zb nach der Geburt eine Zeit in meinem Beruf ausfalle. Bisher übernehme ich die meisten finanziellen Dinge ohne zu murren, wir sind vor kurzem zusammen gezogen. Doch langsam frage ich mich eben, wie wird es zukünftig sein. Er scheint nicht wirklich daran interessiert, arbeiten zu gehen. Sein Wunsch war eigentlich ein Studium, welches erst noch vom Arbeitsamt bewilligt werden muss. Auch das zieht sich alles in die Länge weil er sich scheinbar nicht wirklich drum kümmern mag oder eben das Arbeitsamt ihm auch Steine in den Weg legt. Dazu kommt noch, dass ich evtl jetzt schon, aber spätestens in einem Jahr für ihn aufkommen muss, wenn er nicht selbst verdient. Dann bin ich selbstständig, mit Kind und Mann, die ich finanziell versorgen muss? Mir graut es davor. Und ich glaube ich setzte ihn auch hin und wieder deshalb unter Druck.. aber ich weiß momentan nicht wirklich wie das klappen soll. 
Er braucht eigentlich Arbeit, aber ich befürchte jetzt schon, dass er das nicht lang „aushält“. Zudem muss ich ihn da regelmäßig anschieben. Seine soziale Phobie hat er mittlerweile ganz gut im Griff, ich übernehme allerdings zum Beispiel Telefonate für ihn, weil er das nicht macht. 
Ich beobachte allerdings, das er sehr diszipliniert arbeitet, wenn es darum geht, das er selbstständig und „für sich“ arbeitet.

Ich weiß, dass auch er sich schlecht fühlt wegen der finanziellen Situation. Aber ich weiß leider auch, dass ich über viele Jahre nicht so leben möchte. 
Mir fehlt so sehr das Gefühl mich auch finanziell für eine Zeit auf meinen Partner verlassen zu können (zB kurz vor der Geburt oder danach). 

Ich habe Angst das sich nichts ändert und wenn ich es wieder und wieder anspreche, setzte ich ihn sicher zu viel unter Druck. 

Nun frage ich mich, was ist der richtige Weg? Ihm innerlich eine bestimmte Zeit einrichten, ihn beobachten, was passiert und dann entscheiden? 

Ich wäre über Ratschläge sehr froh. 

Wenn ich etwas vergessen habe, tut mir das leid. Dann einfach gerne nachfragen. 

Liebe Grüße 
 

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15. Februar 2018 um 17:09

Also ich bin auch leider vom Amt abhängig weil ich arbeitsunfähig bin und ich leider nicht darf auch wenn ich gern würde. Aber wenn es um Ausbildung oder Studium geht oder Schule also das man was macht ist das Arbeitsamt sehr schnell. Er müsste sich nur mal auf "den Arsch" setzen und sich dahinter klemmen. Es hört sich etwas so an als wenn er keine Lust hat sich was zu suchen weil du ja alles bezahlst für ihn. So bald du aber komplett selbststädig bist bezahlt das Amt nichts mehr für weil ihr zusammen wohnt und du ja dann für ihn aufkommen könntest. 

Ich selbst hab das auch schon durch das mein ex damals selbstständig war und ich nur freiwilliges Jahr gemacht habe und er musste dann den Rest alles bezahlen was ich von dem Geld nicht bezahlen konnte.

Es ist zwar doof aber bitte Treib ihn an das er außen Knick kommt sonst lebt er auf deine kosten und macht sich einen bunten weil du alles bezahlst.

Liebe Grüße und viel Freude an der babykugel die bald kommt🙂ps. bin auch schwanger 🙂

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15. Februar 2018 um 18:01

Hallo Puderzuckerfee,

ohje, das ist wirklich eine schwierige, verzwickte Situation!
Um meine Antwort zu erklären: Ich bin Psychologin UND habe eine Weile bei der Arbeitsagentur gearbeitet.

Ich sehe in dem was du beschreibst mehrere Schwierigkeiten. Das eine ist die psychische Erkrankung deines Partners, die offenbar nicht vollständig überwunden ist und es ihm sehr schwer macht, in beruflicher Hinsicht aktiv zu werden. Weißt du, ob er in Therapie ist/war? Hat er einen Therapeuten, der ihn bei dem Thema Job/Ausbildung unterstützen kann?

Das zweite ist die nun schon seeeehr lange Arbeitslosigkeit und seine Inaktivität was das angeht. Nach so einer langen Zeit mit psychischer Erkrankung von 0 auf 100 wieder loszulegen und zb. ein Studium zu beginnen ist aus psychologischer Sicht vollig unrealistitsch. Er müsste sich erstmal kleine Ziele setzen und sich langsam an die Belastung, die eine Vollzeit-Berufstätigkeit mit sich bringt, herantasten. Das kann zb. über eine Maßnahme der Arbeitsagentur geschehen (am besten eine, die sich speziell an psychisch Erkrankte richtet!) oder über einen 450€ Job, der ihn nicht zu sehr fordert. Irgendwann später kann man dann evtl. über eine Ausbildung/Umschulung nachdenken. Ein Studium ist mit sozialer Phobie noch erheblich schwieriger zu realisieren und es wundert mich nicht, dass das bisher nicht geklappt hat. (Sorry für die deutlichen Worte) Ich denke nicht, dass die Arbeitsagentur ihm da böswillig Steine in den Weg legt, sondern eher, dass sie erkennen, dass dieser Plan im Moment unrealistisch ist.

Die dritte Schwierigkeit ist tatsächlich das Finanzielle. Du hast völlig recht, dass du über kurz oder lang für ihn wirst mit aufkommen müssen - da ihr jetzt zusammen lebt bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Eine Lösung gute habe ich dafür nicht - entweder nimmst du die Situation so hin und er wird Hausmann oder ihr überlegt, ob getrennte Wohnungen nicht besser sind, solange er nicht gewinnbringend arbeitet.

Die vierte Schwierigkeit ist, dass du was seine Erkrankung und die Jobsituation angeht tatsächlich nur wenig Einflussmöglichkeit hast und sich ein Prozess wahrscheinlich auch erheblich länger als ein Jahr hinziehen wird. Dauerndes Meckern, Antreiben etc. funktioniert schon bei den meisten Menschen sowieso nicht, bei jemandem mit psychischer Erkrankung, der seit so langer Zeit langzeitarbeitslos ist, ist es nahezu aussichtslos dass sich dadurch was tut.

Was ich dir raten soll? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Vielleicht erstmal ein langes, offenes Gespräch mit deinem Partner zu führen über die Sorgen und Gedanken die du hier geschildert hast. Ich finde beispielsweise sehr bedenklich, dass du erst seit zwei Wochen von dem Hartz 4 weißt... 

Ich hoffe, dass sich für dich und das Baby alles zum Guten wendet!

Liebe Grüße
wertgeschätzt

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15. Februar 2018 um 19:59

Hallöchen und erstmal Danke für deine Antwort! 
Ich habe auch schon darüber nachgedacht, dass ich besonders viel Arbeit und er den Haushalt und das Kind übernimmt. Traurig ist für mich in der Hinsicht, dass ich mir das gerne anders gewünscht hätte. Gut.. wenn es eben nicht anders geht, muss ich da wohl durch. Allerdings, kann ich eben nicht sagen ob ich entsprechend verdienen werde, dass ich wirklich drei Menschen damit verpflegen kann und die Miete bezahlen etc. 

Seine soziale Phobie hat er relativ gut im Griff, sagt er selber. Er kauft ein, trifft sich mit Freunden und geht sogar auf Messen die er gerne anschauen mag. Trotzdem hat er noch gewisse Ängste wie telefonieren, im Supermarkt nach etwas fragen oder auch die Angst bei der Arbeit wieder schlechte Erfahrungen zu machen. Ich schätze seine Angst noch manchmal größer ein, als er zugeben mag, aber im allgemeinen kann ich sagen, dass er sich keines falls extrem zurück zieht. 

Liebe Grüße und vielen Dank!! 
 

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15. Februar 2018 um 20:03
In Antwort auf darkprincess1998

Also ich bin auch leider vom Amt abhängig weil ich arbeitsunfähig bin und ich leider nicht darf auch wenn ich gern würde. Aber wenn es um Ausbildung oder Studium geht oder Schule also das man was macht ist das Arbeitsamt sehr schnell. Er müsste sich nur mal auf "den Arsch" setzen und sich dahinter klemmen. Es hört sich etwas so an als wenn er keine Lust hat sich was zu suchen weil du ja alles bezahlst für ihn. So bald du aber komplett selbststädig bist bezahlt das Amt nichts mehr für weil ihr zusammen wohnt und du ja dann für ihn aufkommen könntest. 

Ich selbst hab das auch schon durch das mein ex damals selbstständig war und ich nur freiwilliges Jahr gemacht habe und er musste dann den Rest alles bezahlen was ich von dem Geld nicht bezahlen konnte.

Es ist zwar doof aber bitte Treib ihn an das er außen Knick kommt sonst lebt er auf deine kosten und macht sich einen bunten weil du alles bezahlst.

Liebe Grüße und viel Freude an der babykugel die bald kommt🙂ps. bin auch schwanger 🙂

Hallo und danke für deine Antwort! 
Ich wünsche dir erstmal auch viel Freude mit der Babykugel und hoffe dass bei dir alles gut wird. 
Mich hab eben genau davor Angst, nämlich dass ich nicht einschätzen kann, ob er kein Bock hat, oder ob es von seiner sozialen Phobie kommt. Sollte es von der sozialen Phobie kommen, kann ich mir Druck nur vieles schlimmer machen.. 
Morgen ist er beim Amt, mal sehen was dabei rum kommt. 


Danke erstmal  

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15. Februar 2018 um 20:07

Ohje, nein, da hab ich wohl etwas missverständlich formuliert, er hat mich nicht angelogen. Ich wusste von seiner Arbeitslosigkeit. Allerdings nicht davon, dass sie schon seit 8 Jahren andauert. 

Er sagt, er wird sein bestes geben..

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15. Februar 2018 um 20:12
In Antwort auf puderzuckerfee

Hallo und danke für deine Antwort! 
Ich wünsche dir erstmal auch viel Freude mit der Babykugel und hoffe dass bei dir alles gut wird. 
Mich hab eben genau davor Angst, nämlich dass ich nicht einschätzen kann, ob er kein Bock hat, oder ob es von seiner sozialen Phobie kommt. Sollte es von der sozialen Phobie kommen, kann ich mir Druck nur vieles schlimmer machen.. 
Morgen ist er beim Amt, mal sehen was dabei rum kommt. 


Danke erstmal  

Ich hab eben gelesen das er auf Messen und so geht. Das hört sich für mich so an als wenn er keine Phobie hat sondern etwas "lügt"  ich würde mir sehr für dich wünschen das er außen Arsch kommt und endlich arbeiten geht. Es wäre echt das beste wenn nicht setz ihn unter Druck oder er soll dir eine Bescheinigung vom Arzt geben das du es ihm auch glauben kannst oder er soll dann in Therapie gehen.

Und klar kein Problem 🙂

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15. Februar 2018 um 20:37
In Antwort auf wertgeschaetzt

Hallo Puderzuckerfee,

ohje, das ist wirklich eine schwierige, verzwickte Situation!
Um meine Antwort zu erklären: Ich bin Psychologin UND habe eine Weile bei der Arbeitsagentur gearbeitet.

Ich sehe in dem was du beschreibst mehrere Schwierigkeiten. Das eine ist die psychische Erkrankung deines Partners, die offenbar nicht vollständig überwunden ist und es ihm sehr schwer macht, in beruflicher Hinsicht aktiv zu werden. Weißt du, ob er in Therapie ist/war? Hat er einen Therapeuten, der ihn bei dem Thema Job/Ausbildung unterstützen kann?

Das zweite ist die nun schon seeeehr lange Arbeitslosigkeit und seine Inaktivität was das angeht. Nach so einer langen Zeit mit psychischer Erkrankung von 0 auf 100 wieder loszulegen und zb. ein Studium zu beginnen ist aus psychologischer Sicht vollig unrealistitsch. Er müsste sich erstmal kleine Ziele setzen und sich langsam an die Belastung, die eine Vollzeit-Berufstätigkeit mit sich bringt, herantasten. Das kann zb. über eine Maßnahme der Arbeitsagentur geschehen (am besten eine, die sich speziell an psychisch Erkrankte richtet!) oder über einen 450€ Job, der ihn nicht zu sehr fordert. Irgendwann später kann man dann evtl. über eine Ausbildung/Umschulung nachdenken. Ein Studium ist mit sozialer Phobie noch erheblich schwieriger zu realisieren und es wundert mich nicht, dass das bisher nicht geklappt hat. (Sorry für die deutlichen Worte) Ich denke nicht, dass die Arbeitsagentur ihm da böswillig Steine in den Weg legt, sondern eher, dass sie erkennen, dass dieser Plan im Moment unrealistisch ist.

Die dritte Schwierigkeit ist tatsächlich das Finanzielle. Du hast völlig recht, dass du über kurz oder lang für ihn wirst mit aufkommen müssen - da ihr jetzt zusammen lebt bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Eine Lösung gute habe ich dafür nicht - entweder nimmst du die Situation so hin und er wird Hausmann oder ihr überlegt, ob getrennte Wohnungen nicht besser sind, solange er nicht gewinnbringend arbeitet.

Die vierte Schwierigkeit ist, dass du was seine Erkrankung und die Jobsituation angeht tatsächlich nur wenig Einflussmöglichkeit hast und sich ein Prozess wahrscheinlich auch erheblich länger als ein Jahr hinziehen wird. Dauerndes Meckern, Antreiben etc. funktioniert schon bei den meisten Menschen sowieso nicht, bei jemandem mit psychischer Erkrankung, der seit so langer Zeit langzeitarbeitslos ist, ist es nahezu aussichtslos dass sich dadurch was tut.

Was ich dir raten soll? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Vielleicht erstmal ein langes, offenes Gespräch mit deinem Partner zu führen über die Sorgen und Gedanken die du hier geschildert hast. Ich finde beispielsweise sehr bedenklich, dass du erst seit zwei Wochen von dem Hartz 4 weißt... 

Ich hoffe, dass sich für dich und das Baby alles zum Guten wendet!

Liebe Grüße
wertgeschätzt

Hallo wertgeschätzt,
der Name ist Programm! Ich habe nie mit so ausführlichen Antworten gerechnet und bin umso dankbarer. 
Erstmal muss ich etwas richtig stellen, er hat mir nicht die Situation mit dem Hartz 4 verschwiegen, ich weiß nur erst seit zwei Wochen, dass das schon 8 Jahre so geht. Er lässt sich da viel aus der Nase ziehen, weil es ihm mit Sicherheit unangenehm ist. 

Das du nochmal auf die soziale Phobie angesprochen hast, hilft mir viel, denn du hast recht, ich habe sie vor lauter Sorgen wohl etwas missachtet. 
Trotzdem habe ich Angst, dass er nicht nur deswegen nichts machen will, sondern auch aus Bequemlichkeit. Er ist zumindest soweit, dass er zB auf eigenen Wunsch auf Messen geht und dort mit fremden Menschen redet etc. 
Allerdings gibt es auch noch Dinge wie telefonieren, die er nur mit Menschen macht, die er kennt. 
Soweitich weiß hat er keine Therapie gemacht, da er keinen Therapeuten gefunden hat, der zu ihm gepasst hat. Nur einen, aber der konnte ihn nicht betreuen. Ich glaube, auch da war er nicht sonderlich stark hinterher. 

Ich selbst habe allerdings eine Therapie hinter mir, da ich Verlustängste habe und auch hin und wieder unter Depressionen leide, welche ich aber bisher von alleine in den Griff bekomme. 
Was für mich allerdings sehr schwer ist, dass ich momentan nicht die Kraft habe ihm meinen ganzen Support zu geben. Ich weiß ich muss arbeiten, kann nicht durch die Schwangerschaft ausfallen und habe natürlich auch entsprechende Symtome, wie Übelkeit. Weiterhin meine eigenen Ängste zu bewältigen und ich habe tatsächlich Angst dass ich durch das alles, wieder in ein tieferes Loch falle. Das bin ich seit 1,5 Jahren eigentlich los. 

Sein studium sollte ein Fernstudium werden, aus seinen Wunsch. Ich denke dass hat er sicher bewusst ausgesucht. Er will gerne Sport studieren und ist auch in dem Bereich privat aktiv. 
Ich muss auch sagen, er hat mich jetzt in der letzten Zeit mit Umzug und Schwangerschaft sehr arg unterstützt und viel Last auf sich genommen. Man kann also sagen: privat kann er alles sehr gut und ist diszipliniert, sobald es darum geht irgendwo angestellt zu sein, fühle ich bei ihm einfach diese Angst. Angst an der Arbeit keinen Spaß zu haben, weil er sie nur wegen dem Geld macht und Angst das er irgendwie scheitert. 
Bis dahin muss es aber erstmal dazu kommen, dass er überhaupt eine Möglichkeit bekommt, nach so vielen Jahren. Seine ganze Familie bezieht Hartz 4 und für ihn ist das nichts ungewöhnliches. Trotzdem träumt er immer von Selbstständigkeit. 

Ich werde mich nun erstmal entschuldigend für den Druck den ich gemacht habe, meine Sorgen kennt er seit gestern Abend. 
 

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15. Februar 2018 um 20:44
In Antwort auf wertgeschaetzt

Hallo Puderzuckerfee,

ohje, das ist wirklich eine schwierige, verzwickte Situation!
Um meine Antwort zu erklären: Ich bin Psychologin UND habe eine Weile bei der Arbeitsagentur gearbeitet.

Ich sehe in dem was du beschreibst mehrere Schwierigkeiten. Das eine ist die psychische Erkrankung deines Partners, die offenbar nicht vollständig überwunden ist und es ihm sehr schwer macht, in beruflicher Hinsicht aktiv zu werden. Weißt du, ob er in Therapie ist/war? Hat er einen Therapeuten, der ihn bei dem Thema Job/Ausbildung unterstützen kann?

Das zweite ist die nun schon seeeehr lange Arbeitslosigkeit und seine Inaktivität was das angeht. Nach so einer langen Zeit mit psychischer Erkrankung von 0 auf 100 wieder loszulegen und zb. ein Studium zu beginnen ist aus psychologischer Sicht vollig unrealistitsch. Er müsste sich erstmal kleine Ziele setzen und sich langsam an die Belastung, die eine Vollzeit-Berufstätigkeit mit sich bringt, herantasten. Das kann zb. über eine Maßnahme der Arbeitsagentur geschehen (am besten eine, die sich speziell an psychisch Erkrankte richtet!) oder über einen 450€ Job, der ihn nicht zu sehr fordert. Irgendwann später kann man dann evtl. über eine Ausbildung/Umschulung nachdenken. Ein Studium ist mit sozialer Phobie noch erheblich schwieriger zu realisieren und es wundert mich nicht, dass das bisher nicht geklappt hat. (Sorry für die deutlichen Worte) Ich denke nicht, dass die Arbeitsagentur ihm da böswillig Steine in den Weg legt, sondern eher, dass sie erkennen, dass dieser Plan im Moment unrealistisch ist.

Die dritte Schwierigkeit ist tatsächlich das Finanzielle. Du hast völlig recht, dass du über kurz oder lang für ihn wirst mit aufkommen müssen - da ihr jetzt zusammen lebt bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Eine Lösung gute habe ich dafür nicht - entweder nimmst du die Situation so hin und er wird Hausmann oder ihr überlegt, ob getrennte Wohnungen nicht besser sind, solange er nicht gewinnbringend arbeitet.

Die vierte Schwierigkeit ist, dass du was seine Erkrankung und die Jobsituation angeht tatsächlich nur wenig Einflussmöglichkeit hast und sich ein Prozess wahrscheinlich auch erheblich länger als ein Jahr hinziehen wird. Dauerndes Meckern, Antreiben etc. funktioniert schon bei den meisten Menschen sowieso nicht, bei jemandem mit psychischer Erkrankung, der seit so langer Zeit langzeitarbeitslos ist, ist es nahezu aussichtslos dass sich dadurch was tut.

Was ich dir raten soll? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Vielleicht erstmal ein langes, offenes Gespräch mit deinem Partner zu führen über die Sorgen und Gedanken die du hier geschildert hast. Ich finde beispielsweise sehr bedenklich, dass du erst seit zwei Wochen von dem Hartz 4 weißt... 

Ich hoffe, dass sich für dich und das Baby alles zum Guten wendet!

Liebe Grüße
wertgeschätzt

Mein Handy spinnt grade, deshalb hier der Rest, der Antwort: 

Getrennte Wohnungen kommt grade leider nicht in frage, wir sind quasi noch dabei hier richtig einzuziehen. Ich bin in letzter Zeit oft umgezogen, dass ich das nervlich nicht nochmal in so kurzer Zeit wegstecken könnte. Ich fühle mich bei dem Gedanken auch eher unwohl. 

Er geht morgen zum Arbeitsamt und lässt sich von seiner Mutter begleiten. Ich warte den Termin mal ab und werde Info geben  

liebe Grüße und nochmal vielen Dank für die Antwort! 

Puderzuckerfee

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16. Februar 2018 um 0:21

Da gebe ich @sofiasmum recht. Ich meine es gibt auch Leute wie mich z.b. die nicht arbeiten dürfen und harz4 beziehen müssen deswegen. Ich würde sehr gern arbeiten gehen darf aus gesundheitlichen Gründen leider nicht arbeiten. Ich würde ihn ein Limit setzen und sagen wenn er sich nicht dreht für dich und das Kind soll er sich dann einen Kopf machen wie es für ihn weiter geht weil ich an deiner Stelle ihn nicht mehr unterstützen würde so lange er nichts macht und sich nicht um Arbeit kümmert. Oder wie sie schon gesagt hat ihn gehen lassen so hart es klingt weil so was hast du nicht verdient der dir nur auf der Tasche liegt und sich kaum um eure Familie bemüht. 

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und ganz viel Glück. :/ 

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16. Februar 2018 um 6:56
In Antwort auf wertgeschaetzt

Hallo Puderzuckerfee,

ohje, das ist wirklich eine schwierige, verzwickte Situation!
Um meine Antwort zu erklären: Ich bin Psychologin UND habe eine Weile bei der Arbeitsagentur gearbeitet.

Ich sehe in dem was du beschreibst mehrere Schwierigkeiten. Das eine ist die psychische Erkrankung deines Partners, die offenbar nicht vollständig überwunden ist und es ihm sehr schwer macht, in beruflicher Hinsicht aktiv zu werden. Weißt du, ob er in Therapie ist/war? Hat er einen Therapeuten, der ihn bei dem Thema Job/Ausbildung unterstützen kann?

Das zweite ist die nun schon seeeehr lange Arbeitslosigkeit und seine Inaktivität was das angeht. Nach so einer langen Zeit mit psychischer Erkrankung von 0 auf 100 wieder loszulegen und zb. ein Studium zu beginnen ist aus psychologischer Sicht vollig unrealistitsch. Er müsste sich erstmal kleine Ziele setzen und sich langsam an die Belastung, die eine Vollzeit-Berufstätigkeit mit sich bringt, herantasten. Das kann zb. über eine Maßnahme der Arbeitsagentur geschehen (am besten eine, die sich speziell an psychisch Erkrankte richtet!) oder über einen 450€ Job, der ihn nicht zu sehr fordert. Irgendwann später kann man dann evtl. über eine Ausbildung/Umschulung nachdenken. Ein Studium ist mit sozialer Phobie noch erheblich schwieriger zu realisieren und es wundert mich nicht, dass das bisher nicht geklappt hat. (Sorry für die deutlichen Worte) Ich denke nicht, dass die Arbeitsagentur ihm da böswillig Steine in den Weg legt, sondern eher, dass sie erkennen, dass dieser Plan im Moment unrealistisch ist.

Die dritte Schwierigkeit ist tatsächlich das Finanzielle. Du hast völlig recht, dass du über kurz oder lang für ihn wirst mit aufkommen müssen - da ihr jetzt zusammen lebt bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Eine Lösung gute habe ich dafür nicht - entweder nimmst du die Situation so hin und er wird Hausmann oder ihr überlegt, ob getrennte Wohnungen nicht besser sind, solange er nicht gewinnbringend arbeitet.

Die vierte Schwierigkeit ist, dass du was seine Erkrankung und die Jobsituation angeht tatsächlich nur wenig Einflussmöglichkeit hast und sich ein Prozess wahrscheinlich auch erheblich länger als ein Jahr hinziehen wird. Dauerndes Meckern, Antreiben etc. funktioniert schon bei den meisten Menschen sowieso nicht, bei jemandem mit psychischer Erkrankung, der seit so langer Zeit langzeitarbeitslos ist, ist es nahezu aussichtslos dass sich dadurch was tut.

Was ich dir raten soll? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Vielleicht erstmal ein langes, offenes Gespräch mit deinem Partner zu führen über die Sorgen und Gedanken die du hier geschildert hast. Ich finde beispielsweise sehr bedenklich, dass du erst seit zwei Wochen von dem Hartz 4 weißt... 

Ich hoffe, dass sich für dich und das Baby alles zum Guten wendet!

Liebe Grüße
wertgeschätzt

Dies ist ein wunderbarer Kommentar!

Dem bleibt nichts hinzuzufügen. 

@TE:

Ich möchte es einmal so sagen:

Du brauchst jetzt deine ganze Kraft für dein Baby. 

Und du kommst in deinem Post als toughe, tüchtige Person rüber!

An deiner Stelle würde ich mich keinesfalls mit einem „2.Kind“ belasten. 

Ich würde eure Wohngemeinschaft auflösen. 

Und mal ganz ehtlich:

Solch einen antriebslosen, unstrukturierten „ Partner“ wollte ich perdönlich nicht als Hausmann haben!

Sieh zu, dass du von ihm den Unterhalt gür das Baby bekommst. 

Alles andere muss er auf die Reihe kriegen!
 

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16. Februar 2018 um 6:59
In Antwort auf puderzuckerfee

Ohje, nein, da hab ich wohl etwas missverständlich formuliert, er hat mich nicht angelogen. Ich wusste von seiner Arbeitslosigkeit. Allerdings nicht davon, dass sie schon seit 8 Jahren andauert. 

Er sagt, er wird sein bestes geben..

Er belog dich, so möchte ich behaupten, da er in dir den „Rettungsanker“ sieht. 

Und „sein Bestes....“ ist ein weites Feld. 

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16. Februar 2018 um 7:03
In Antwort auf puderzuckerfee

Mein Handy spinnt grade, deshalb hier der Rest, der Antwort: 

Getrennte Wohnungen kommt grade leider nicht in frage, wir sind quasi noch dabei hier richtig einzuziehen. Ich bin in letzter Zeit oft umgezogen, dass ich das nervlich nicht nochmal in so kurzer Zeit wegstecken könnte. Ich fühle mich bei dem Gedanken auch eher unwohl. 

Er geht morgen zum Arbeitsamt und lässt sich von seiner Mutter begleiten. Ich warte den Termin mal ab und werde Info geben  

liebe Grüße und nochmal vielen Dank für die Antwort! 

Puderzuckerfee

Lässt sich von seiner Mutter !! begleiten!?! 

Wie alt ist der Mann?

“ Du kannst ihm nicht deinen ganzen Support geben?“ 

Aber genau umgekehrt sollte es sein: 
Er sollte dich unterstützen. 

Getrennte Wohnungen: An deiner Stelle würde ich ihn bitten, nicht mit einzuziehen. 

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16. Februar 2018 um 7:04

Prima Kommentar!

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16. Februar 2018 um 8:46

Hallo Sofiasmum,

vielen Dank für deine Antwort. 
Natürlich versuche ich auch realistisch an die Sache dran zu gehen, deshalb höre ich mir gerne den Rat von außen an. 

Für mich ist eigentlich sehr wichtig, dass ich das noch vor der Geburt entscheide. Denn ich möchte ungern eine Trennung von dem Kind erleben, ich selber habe davon „Schäden“ getragen und möchte nicht dass meinem Kind das selbe passiert. Dann lieber vorher, demnach bleiben mir jetzt noch Max 6-7 Monate um zu sehen wie er sich macht. 

Allerdings möchte ich auch nochmal sagen, weil das scheint untergegangen zu sein, er ist definitiv nicht durchweg faul. Kümmert sich wirklich auch um mich und unterstützt wo er nur kann. 
Genau deshalb möchte ich ihn noch nicht ganz abschreiben, er bekommt die Chance zu zeigen wie er gedenkt auch finanziell in irgendeiner Weise seinen Teil beizutragen. 

Sollte er sich damit nicht mehr von alleine beschäftigen, werde ich mich wohl oder übel  von ihm trennen.

Liebe Grüße 

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16. Februar 2018 um 9:16
In Antwort auf umminti

Dies ist ein wunderbarer Kommentar!

Dem bleibt nichts hinzuzufügen. 

@TE:

Ich möchte es einmal so sagen:

Du brauchst jetzt deine ganze Kraft für dein Baby. 

Und du kommst in deinem Post als toughe, tüchtige Person rüber!

An deiner Stelle würde ich mich keinesfalls mit einem „2.Kind“ belasten. 

Ich würde eure Wohngemeinschaft auflösen. 

Und mal ganz ehtlich:

Solch einen antriebslosen, unstrukturierten „ Partner“ wollte ich perdönlich nicht als Hausmann haben!

Sieh zu, dass du von ihm den Unterhalt gür das Baby bekommst. 

Alles andere muss er auf die Reihe kriegen!
 

Danke für deinen Kommentar, 
ich werde die nächste Zeit beobachten wie er sich macht und dementsprechend handeln. Allerdings hat er eine Schande verdient wie ich finde  

Er ist 30 und lässt sich von seiner Mutter begleiten, da er die soziale Phobie hat und Situationen beim Arbeitsamt meistens auch gesunde Menschen nervös werden lassen, unterstützt sie ihn da. 

Sie sind um 8 Uhr heute dort, mal sehen wann er wieder kommt und was daraus wird  

Lieben Gruß 

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17. Februar 2018 um 8:08

Ich schließe mich den meisten Vorrednern an, sei auf der Hut, gerade was das Zusammenziehen betrifft. Sonst landest Du ganz schnell in einer Spirale, dass Du ihn unterhalten musst ( Bedarfsgemeinschaft), dafür wie irre malochen musst, um Partner und Kind (und ggf Haushalt) zu Suppen, während der Herr sich bequemt. Und falls es dann zur Trennung kommt, hat Dein Partner als daheimgebliebener Elternteil bessere Chancen auf das Sorgerecht als Du als die stets arbeitende, aber dadurch abwesende Mutter. Wenn er aus einer Sozialhilfedynastie stammt, wird ihn seine Familie da auch sicher gut bei Behördengängen zum Jugendamt unterstützen (die wissen wie man die Karten spielt) und schwupps hast Du Dein Kind verloren.

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