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ICSI-Kostenübernahme bei gemischter Ehe / zeitlicher Ablauf

25. Juli 2008 um 17:13

Hallo, wer kann mir aus eigener Erfahrung Eckdaten zu folgender Situation nennen:

mein Mann (PKV-versichert) ist Verursacher unserer Kinderlosigkeit. Ich bin GKV-versichert und mir wird volle Fruchtbarkeit bescheinigt. Nun habe ich gerade den ersten Kontakt zur PKV hergestellt, daß die uns mal sagen sollen, was die alles an Unterlagen benötigen, um uns die Kostenübernahme (IVF+ICSI) zuzusichern (so das Ziel von uns).
Wie lange wird denn das alles dauern? Werden die noch zig Gutachten haben wollen? 2 Spermiogramme + eine ärztliche Bescheinigung vom KiWu-Zenter haben die jetzt. Muß ich da auch mit meiner GKV ins Gefecht gehen? Wieviele Monate werden vergehen, bis ich endlich mit einer Behandlung anfangen?

Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte!
Anita

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2. Oktober 2008 um 13:49

PKV / GKV
Hallo Anita,
wir haben ein ähnliches Problem, nur das mein Mann zusätzlich noch Beihilfeberechtigt ist (was toll klingt, aber am Ende bedeutet, dass wir eine Deckungslücke von 50% der Kosten haben).
- wenn ihr die Kostenaufstellung für private Kassen + Gutachten des Arztes + zugehörige Spermiogramme eingereicht habt, dann haben die genügend Unterlagen von Euch bekommen.
- bei uns hat die PKV nach etwa 6 Wochen ihr OK gegeben (problemlos). In eurem Fall sind damit dann ja 100% der Kosten gedeckt. Wenn sie nicht 100% anerkennen, legt Widerspruch ein. Evtl. kann die PKV mit der GKV noch irgendwas verrechnen, aber das müssen die unter sich ausmachen und braucht euch nicht zu kümmern.

Unser Fall war der, dass die PKV wie gesagt problemlos ihre 50% anerkannt hat, die Beihilfekasse sich aber auf den Standpunkt stellt, dass alles was nicht direkt an meinem Mann oder seinen Sekreten durchgeführt wird, auch nicht bezahlt wird. Also fast alles. Macht 50% Deckungslücke.
Meine wunderbare GKV hat daraufhin zwar gesagt, kein Problem, wir übernehmen den Rest (juhu!) - aber die Klinik darf gesetzlich nicht gleichzeitig mit der GKV UND der PKV abrechnen, auch wenn bei beiden nur 50% zum Ansatz gebracht werden. Argh. Bleiben wieder 50% an uns kleben.
Wir haben jetzt parallel Kontakt mit dem Landesfinanzministerium, das der Beihilfekasse vorsteht, und einem Anwalt, der sich auf solche Fälle spezialisiert hat. Vielleicht muss das Beihilferecht geändert werden!! Außerdem versucht die Klinik noch, sich irgendwie mit der GKV über einen Abrechen-Modus zu einigen, der funktioniert. Krieg an allen Fronten, aber bisher kein Fortschritt. Wir fangen trotzdem nächste Woche mit dem Vorzyklus an, mir wird es langsam zu blöd. Deutschland, deine Bürokraten.

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4. Oktober 2008 um 13:00
In Antwort auf olwyn_11889203

PKV / GKV
Hallo Anita,
wir haben ein ähnliches Problem, nur das mein Mann zusätzlich noch Beihilfeberechtigt ist (was toll klingt, aber am Ende bedeutet, dass wir eine Deckungslücke von 50% der Kosten haben).
- wenn ihr die Kostenaufstellung für private Kassen + Gutachten des Arztes + zugehörige Spermiogramme eingereicht habt, dann haben die genügend Unterlagen von Euch bekommen.
- bei uns hat die PKV nach etwa 6 Wochen ihr OK gegeben (problemlos). In eurem Fall sind damit dann ja 100% der Kosten gedeckt. Wenn sie nicht 100% anerkennen, legt Widerspruch ein. Evtl. kann die PKV mit der GKV noch irgendwas verrechnen, aber das müssen die unter sich ausmachen und braucht euch nicht zu kümmern.

Unser Fall war der, dass die PKV wie gesagt problemlos ihre 50% anerkannt hat, die Beihilfekasse sich aber auf den Standpunkt stellt, dass alles was nicht direkt an meinem Mann oder seinen Sekreten durchgeführt wird, auch nicht bezahlt wird. Also fast alles. Macht 50% Deckungslücke.
Meine wunderbare GKV hat daraufhin zwar gesagt, kein Problem, wir übernehmen den Rest (juhu!) - aber die Klinik darf gesetzlich nicht gleichzeitig mit der GKV UND der PKV abrechnen, auch wenn bei beiden nur 50% zum Ansatz gebracht werden. Argh. Bleiben wieder 50% an uns kleben.
Wir haben jetzt parallel Kontakt mit dem Landesfinanzministerium, das der Beihilfekasse vorsteht, und einem Anwalt, der sich auf solche Fälle spezialisiert hat. Vielleicht muss das Beihilferecht geändert werden!! Außerdem versucht die Klinik noch, sich irgendwie mit der GKV über einen Abrechen-Modus zu einigen, der funktioniert. Krieg an allen Fronten, aber bisher kein Fortschritt. Wir fangen trotzdem nächste Woche mit dem Vorzyklus an, mir wird es langsam zu blöd. Deutschland, deine Bürokraten.

IVF, ICSI und Co. - schreibt mir doch bitte eure Erfahrungen
Hallo Teetasse,
habe ganz interessiert deinen Beitrag gelesen und wußte sofort, was du meinst. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass PKV und Beihilfestelle darauf aus sind, es den Versicherten so schwer wie möglich zu machen, in der Hoffnung, dass man aufgibt und die Kosten selbst trägt.
Ich bin zu 50 % PKV und 50 % Beihilfe-erstattungsfähig. Mein Mann hat zu 100 % die Freie Heilfürsorge und bekommt keinen einzigen verdammten Cent, egal was wir in Punkto künstliche Befruchtung auch machen
Da es an mir liegt (hatte irgendwann mal, bedingt durch einen Auslandsaufenthalt Clamydien und seitdem sehen meine Eileiter aus wie Kraterlandschaften! Ein normales Weitertransportieren von Eizellen ist somit schier unmöglich) müsste die Heilfürsorge lediglich die geringen Kosten für die Spermiogramme oder Blutabnahmen bezahlen, aber ne, natürlich nicht, was ich für eine absolute Frechheit finde. Die von ihm verursachten Kosten übernimmt natürlich meine Kasse/Beihilfe auch nicht. Bin langsam echt am Verzweifeln
Hatte im August eine erfolglose Insemination und seitdem streite ich mich ständig mit beiden Parteien wegen der Kostenübernahme. Die legen mir nur Steine in den Weg, es ist echt zum brechen! Erst fehlte eine Bescheinigung, dann ein Attest, dann erkannten sie die Medizin nicht an, dann wiederum fehlte ein Stempel.... usw. und so fort. Langsam geht mir die Puste aus
Und das Schlimmste steht uns ja noch bevor, wir planen eine IVF - Behandlung mit ICSI-Erweiterung, d.h. die IVF wird zu 50 % (wenn alles gut geht) gezahlt und die Zusatzbehandlung muss ich selbst tragen. Wir haben erst unseren Hausbau abgeschlossen und da ist man finanziell natürlich nicht mehr so gut dabei und kann sich mehrere Behandlungen nicht wirlklich leisten, deshalb die Zusatzbehandlung, damit wir auf Nummer sicher gehen kann. Wobei ich ganz schön entmutigt bin, denn wenn ich so die ganzen Erfahrungsberichte lese, dann klappt es in den wenigsten Fällen beim ersten Mal. Woran liegt das denn? Ist das Abzocke der Kinderwunsch-Zentren? Kann mir irgendjemand in etwa sagen, wie hoch in unserem Fall der Eigenkostenanteil sein würde?
Wir können uns echt nur 1 Behandlung leisten und setzen natürlich alles auf eine Karte! Wenn es nicht funktionieren sollte, dann wird es das wohl mit dem Nachwuchs gewesen sein, was uns natürlich echt traurig macht. Es ist so schlimm, dass unser Land förmlich nach Kindern schreit, es einem aber so schwer gemacht wird Es liegt mittlerweile echt an den finanziellen Mitteln, ob man als "Normalbürger" Kinder bekommt oder nicht!
Würde mich tierisch freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen und Ratschläge mitteilen würdet!!!!

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6. Oktober 2008 um 13:03
In Antwort auf rocio_12721715

IVF, ICSI und Co. - schreibt mir doch bitte eure Erfahrungen
Hallo Teetasse,
habe ganz interessiert deinen Beitrag gelesen und wußte sofort, was du meinst. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass PKV und Beihilfestelle darauf aus sind, es den Versicherten so schwer wie möglich zu machen, in der Hoffnung, dass man aufgibt und die Kosten selbst trägt.
Ich bin zu 50 % PKV und 50 % Beihilfe-erstattungsfähig. Mein Mann hat zu 100 % die Freie Heilfürsorge und bekommt keinen einzigen verdammten Cent, egal was wir in Punkto künstliche Befruchtung auch machen
Da es an mir liegt (hatte irgendwann mal, bedingt durch einen Auslandsaufenthalt Clamydien und seitdem sehen meine Eileiter aus wie Kraterlandschaften! Ein normales Weitertransportieren von Eizellen ist somit schier unmöglich) müsste die Heilfürsorge lediglich die geringen Kosten für die Spermiogramme oder Blutabnahmen bezahlen, aber ne, natürlich nicht, was ich für eine absolute Frechheit finde. Die von ihm verursachten Kosten übernimmt natürlich meine Kasse/Beihilfe auch nicht. Bin langsam echt am Verzweifeln
Hatte im August eine erfolglose Insemination und seitdem streite ich mich ständig mit beiden Parteien wegen der Kostenübernahme. Die legen mir nur Steine in den Weg, es ist echt zum brechen! Erst fehlte eine Bescheinigung, dann ein Attest, dann erkannten sie die Medizin nicht an, dann wiederum fehlte ein Stempel.... usw. und so fort. Langsam geht mir die Puste aus
Und das Schlimmste steht uns ja noch bevor, wir planen eine IVF - Behandlung mit ICSI-Erweiterung, d.h. die IVF wird zu 50 % (wenn alles gut geht) gezahlt und die Zusatzbehandlung muss ich selbst tragen. Wir haben erst unseren Hausbau abgeschlossen und da ist man finanziell natürlich nicht mehr so gut dabei und kann sich mehrere Behandlungen nicht wirlklich leisten, deshalb die Zusatzbehandlung, damit wir auf Nummer sicher gehen kann. Wobei ich ganz schön entmutigt bin, denn wenn ich so die ganzen Erfahrungsberichte lese, dann klappt es in den wenigsten Fällen beim ersten Mal. Woran liegt das denn? Ist das Abzocke der Kinderwunsch-Zentren? Kann mir irgendjemand in etwa sagen, wie hoch in unserem Fall der Eigenkostenanteil sein würde?
Wir können uns echt nur 1 Behandlung leisten und setzen natürlich alles auf eine Karte! Wenn es nicht funktionieren sollte, dann wird es das wohl mit dem Nachwuchs gewesen sein, was uns natürlich echt traurig macht. Es ist so schlimm, dass unser Land förmlich nach Kindern schreit, es einem aber so schwer gemacht wird Es liegt mittlerweile echt an den finanziellen Mitteln, ob man als "Normalbürger" Kinder bekommt oder nicht!
Würde mich tierisch freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen und Ratschläge mitteilen würdet!!!!

Aber...
Hallo Milla,
Du Ärmste, ich kann verstehen, dass Dich das fertig macht. Mir gehts genauso - an ein kinder- und familienfreundliches Deutschland kann ich nicht mehr glauben.

Was mir bei Deiner Schilderung aufgefallen ist: Du bist doch VErursacherin des Problems und PKV + Beihilfe-versichert? Dann müsste eigentlich die PKV 50% der vom Arzt empfohlenen BEhandlung tragen, also auch der ICSI. Sprich doch nochmal mit eurer Klinik, die sind in aller Regel echt hilfsbereit!
Und für meine Begriffe müsste natürlich die BEihilfe den Rest zahlen, aber das ist ja auch genau unser Problem... Ihr wohnt nicht zufällig in S.-H.??
Freunde von uns haben gerade eine ICSI in einer anderen Klinik gemacht, da haben wir jetzt einen interessanten Kostenvergleich. Bei unserer (ziemliche Schicki-Micki wirkenden) Klinik haben wir eine Kostenaufstellung über rund 2.700 Euro bekommen zzgl. MEdikamentenkosten. Unsere Freunde sollen satte 7.000 Euro für die gleiche Behandlung zahlen. Wir wollen das jetzt vergleichen + unsere Freunde wollen ihren Arzt dazu mal kritisch befragen. Also vielleicht nicht einfach alles so hinnehmen + verschiedene Kliniken befragen.
Lass Dich nicht unterkriegen!!

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