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Ich will so gerne ein Baby

24. Dezember 2014 um 17:38

Hallöchen,

jetzt ist Weihnachten und meine Sehnsucht wird immer grösser, darum schreibe ich mal hier.

Mein Freund und ich (beide 21) sind seit über anderthalb Jahren zusammen, wohnen auch seit über einem Jahr zusammen und wollen nächsten April auch heiraten. Das sind mal so die Eckdaten.

Nun wollte ich immer recht jung Kinder, da meine Eltern uns auch recht jung bekommen haben und ich auch denke, dass ein Kleinkind weniger davon hat, wenn man ihm teure Geschenke kauft, als wenn man Zeit und Liebe dafür hat. Also hätte ich diesen August mit 21 meine Ausbildung begonnen und dank Abi auch noch das erste Jahr wegfallen lassen, also ab 2016 mit 23 hätten wir hibbeln können.

Aber dann wurde ich ungeplant schwanger. Das war natürlich erstmal ein Schock, aber mein Freund war direkt Feuer und Flamme und meinte, dass wir alles schaffen. Ich habe dann auch (mit etwas Angst) mit meiner Chefin direkt darüber gesprochen (fand die Ehrlichkeit da sehr wichtig und auch, dass ich direkt ankomme) und auch die meinte: Kein Problem, keine Angst, irgendwie schaffen wir das. Also habe ich meine Ausbildung nach hinten geschoben und auch angefangen mich auf das Kind zu freuen.

Und dann der Hammer: Etwas stimmte beim ersten grossen Screening nicht mit dem Baby! Um das ganze jetzt mal abzukürzen: In der 21. Woche habe ich im September meine kleine Maus still zur Welt gebracht. Da wir die Beerdigung dem Krankenhaus überlassen haben hat das etwas gedauert und erst letzten Donnerstag war sie. Der Sarg war sehr schön und wir wollen ihr auch bald noch etwas an ihr Grab bringen.

Und jetzt ist es halt so: Erstmal mache ich die Ausbildung (weiterhin verkürzt, also 2017, mit 24, bin ich dann fertig) und dann die Kinder und es scheint mir aber soooo weit weg. Im Januar habe ich auch noch eine Metallentfernung, die ich wegen der ss aufgeschoben hatte.

Nun habe ich aber folgende Probleme:
1. Hatte ich zwar immer schon im Hintergrund meinen Kinderwunsch, konnte ihn aber trotzdem noch etwas auf Abstand halten. Durch die Schwangerschaft wurde ich halt direkt damit konfrontiert und ich habe das Gefühl langsam daran kaputtzugehen, dass ich noch 3 Jahre warten muss.
2. Habe ich irgendwie das Gefühl, obwohl ich mich gut verabschieden konnte und viel verarbeitet habe, dass ich nicht ganz damit abschliessen kann, solange sie mein einziges Kind ist. Das klingt jetzt total doof, aber immer wieder denke ich darüber nach, dass ich fast dieses wundervolle kleine Mäuschen hatte und jetzt nicht mehr und das schmerzt so sehr einfach irgendwie ohne alles dazustehen.
3. Ich habe seitdem andauernd (und wenn ich andauernd sage meine ich auch andauernd) das Gefühl bzw die Angst wieder schwanger zu sein, nichtmal meine Periode kann mich ganz von dem Gefühl abbringen
4. ich habe irgendwie das Gefühl was zu verpassen. Es ist nämlich so, dass laut Statisiken 1:2500 ss Turner-Syndrom aufweisen (was meine kleine Maus hatte) und das verdirbt mir so ein bisschen die Statistiken von allem, ich habe grosse Angst, dass wenn ich es weiter aufschiebe irgendetwas passiert und ich nie die Chance hatte Mutter zu werden und das will ich nicht. Ich meine wer sagt mir, dass mein Freund nicht nächste Woche einen schlimmen Unfall hat? Oder das ich irgendeine Krankheit bekomme weswegen ich unfruchtbar werde?

Und ich wollte einfach wissen, ob es Frauen gibt denen es ähnlich geht und die mir evtl irgendwie mit Rat und Tipps zur Seite stehen könnten wie ich das irgendwie ausahlten kann ohne irgendeine Kurzschlussreaktion?

P.S.: Es ist nicht so, als würde ich alleine mit dem KiWu dastehen, mein Freund spricht es auch in unregelmässigen Abständen an.

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25. Dezember 2014 um 12:38

...
Niemand, der mir da irgendwie helfen kann?

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26. Dezember 2014 um 23:48

Oh je
...ich weiß nicht wie ich dir helfen kann aber das mit deiner Maus tut mir so sehr leid.... ich finde es klingt aber arg danach, dass du eben noch nicht richtig verarbeitet hättest... vllt musst du erstmal schauen dass du deine ängste irgendwie in den griff bekommst? ich bin ganz ehrlich zu dir.. ich habe meinen kinderwunsch vor die ausbildung gestellt.. ausbildungen kann man immer irgendwie noch machen auch wenn man älter ist, aber kinder kriegen ist begrenzt. das ist MEINE ansicht. ich hatte es nicht leicht schwanger zu werden habe auch ein kind verloren (aber "erst" in der 7.woche) ...das tat mir auch trotzdem sehr weh. bin mit 23 dann das erste mal mutter geworden und mit 25 das zweite mal. das war alles so geplant weil mein lebenszeil war es immer kinder zu haben und mutter zu sein. die kleinen dinge, für mich sind es kleine dinge- wie ausbildung etc.. das kann ich noch tun wenn meine kinder in der kita oder der schule sind.

du darfst dich jedenfalls nicht in die ängste reinsteigern, damit erschwerst du dir nur zusätzlich alles...

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27. Dezember 2014 um 0:17
In Antwort auf nissa_12183043

Oh je
...ich weiß nicht wie ich dir helfen kann aber das mit deiner Maus tut mir so sehr leid.... ich finde es klingt aber arg danach, dass du eben noch nicht richtig verarbeitet hättest... vllt musst du erstmal schauen dass du deine ängste irgendwie in den griff bekommst? ich bin ganz ehrlich zu dir.. ich habe meinen kinderwunsch vor die ausbildung gestellt.. ausbildungen kann man immer irgendwie noch machen auch wenn man älter ist, aber kinder kriegen ist begrenzt. das ist MEINE ansicht. ich hatte es nicht leicht schwanger zu werden habe auch ein kind verloren (aber "erst" in der 7.woche) ...das tat mir auch trotzdem sehr weh. bin mit 23 dann das erste mal mutter geworden und mit 25 das zweite mal. das war alles so geplant weil mein lebenszeil war es immer kinder zu haben und mutter zu sein. die kleinen dinge, für mich sind es kleine dinge- wie ausbildung etc.. das kann ich noch tun wenn meine kinder in der kita oder der schule sind.

du darfst dich jedenfalls nicht in die ängste reinsteigern, damit erschwerst du dir nur zusätzlich alles...

Ja also
ich habe mehrere Gründe da jetzt die Ausbildung etwas vorzuschieben.
1. Bei meiner ungeplanten Schwangerschaft war meine Chefin absolut super und hat mir den Platz für nächstes Jahr direkt gegeben und alles und war auch sehr lieb zu mir, ich will das ungern ausnutzen.
2. Wird eine Ausbildung mit Kind nicht unbedingt leichter.
3. Meinem Freund wurde wenige Wochen nach der stillen Geburt noch in der Probezeit seiner Ausbildung gekündigt und da es dort keine Berufsschule, sondern Seminare gab konnte er die Ausbildung nicht woanders fortsetzen. Aktuell hat er wieder eine Zusage und beginnt im Januar, allerdings stehen wir finanziell miserabel da und ich will ihm nicht die Bürde aufgeben, dass er mit seinem (dann schon) recht kleinen der Alleinverdiener ist.
4. Wohnen wir in der Dachwohnung meiner Eltern, da wir ja noch in Ausbildung und alles sind. Auch ihre Unterstützung mag ich ungerne ausnutzen.
Aber grundsätzlich will ich auch unbedingt eine Familie gründen und ich liebe Kinder und alles.

Ja, ich versuche mich da nicht zus ehr reinzusteigern, es ist nur so wie mit dem Fahrradfahren: Sobald man stürzt sollte man sofort zurück in den Sattel, sonst wird es nur schlimmer, da man ja alles sonst zu sehr zerdenkt auch einfach.

Ach, das fällt mir grade alles so schwer - ich bin total hin- und hergerissen
Auf der einen Seite steht dieser riesige Wunsch eine Familie zu gründen - auf der anderen ist da die Stimme die sagt: Warte noch 3 Jahre, dann hast du auch mehr Zeit für dein Kind und dein Partner ist auch nicht mehr allzu belastet. (wir beginnen dann ab Oktober nämlich eine halbe Fernebziehung, weil er dual studieren wird)

Wie habt ihr das dann gemacht? Hast du vor der Schwangerschaft gearbeitet? Verdient er gut/mittelmässig/schlecht (weil er ja alleine verdient) und wie schafft ihr das dann? (wenn das zu indiskret ist musst du natürlich nicht antworten - es interessiert mich nur, weil mein Freund jetzt nicht den bestbezahltesten Beruf anpeilt) Seid ihr altersmässig weit auseinander?

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27. Dezember 2014 um 9:56

Also
ich habe mich in der Situation ja auch informiert und das rein theoretische ist mir klar - obwohl ich überall gelesen habe und die Ärzti,n die die FWU gemacht hat, gesagt hat, dass es meistens die Frau ist (3% ihrer Eizellen sind wohl ohne oder mit fehlerhaften X-Chromosom).

Ausserdem wurde uns gesagt bei der nächsten Schwangerschaft ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Turner-Syndrom ist gleich hoch wie vorher (wobei es, wenn man die Rekursion zum Mittelwert mit einbezieht eher unwahrscheinlicher ist)

Aber darum geht es jetzt letztendlich nicht. Es geht darum, dass ich nächstes Jahr meine Ausbildung freigehalten bekommen habe und auch eig immer erst eine Ausbildung machen wollte, da es ja mit Kind nicht wirklich leichter ist, zumal es sich um eine Vollzeit Ausbildung handelt. Und nun bin ich hin- und hergerissen, weil ich mir JETZT ein Kind wünsche.
Meine Eltern würden mich zwar unterstützen, aber ob mein Arbeitgeber das weiter mitmacht weiss ich nicht und ich will schon auf jeden Fall diese AUsbildung machen und auf jeden Fall bei ihnen...

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27. Dezember 2014 um 20:49

Naja
aber es wurde bei mir eine FWU gemacht und da sieht man ja ob es grundsätzliche Probleme gab, die auf uns zurückzuführen wären. Und es wurde uns immer wieder gesagt, dass bei unserer nächsten Schwangerschaft alles neu gemischt wird, wäre ja nicht so, dass sie das gesagt hätten, wenn etwas fehlerhaft wäre, was auf uns zurückzuführen ist, die hatten ja alle die Ergebnisse der FWU.

Ja, da wirst du wohl Recht haben, ich versuche den Wunsch einfach erstmal nach hinten zu schieben. Es ist halt nicht immer einfach...

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27. Dezember 2014 um 23:12

Oh
Entschuldigung, eine Fruchtwasseruntersuchung.

Mein Ultraschall war in der 12. Woche so auffällig, dass ich direkt eine Überweisung zu einem Ersttrimesterscreening hatte und da die Nackenfalte 8,2mm hatte und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gendefekt vorlag war deswegen riesig und in der 15. Woche habe ich eine Punktion machen lassen...

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28. Dezember 2014 um 1:28

Also
ich habe gerade mal gegoogelt, weil ich mir auf einmal ziemlich unsicher war und Turner-Syndrom ist definittiv nicht vererbbar. Das heisst, dass man diese Genmutation nicht vermeiden kann, wenn es passiert, dann passiert es und man kann auch nichts dagegen tun. Und das wurde uns nach der Geburt auch von mehr als einer Ärztin bestätigt, das heisst aber nicht, dass es uns nun nie wieder passieren kann und das ist das, was mir Angst macht.
Es gibt soooo viele Gendefekte, die nicht vererbbar sind und auftreten können (Trisomie 18 oder 13 zB) und natürlich sind die Wahrscheinlichkeiten nicht allzu hoch, dass das passiert, letztendlich war die Wahrscheinlichkeit für meine Maus auch nicht hoch, dass etwas ist und trotzdem hatte sie am Ende Turner-Syndrom. Irgendwen trifft es immer und warum sollte es das nächste Mal nicht schon wieder passieren. Und die Wahrscheinlichkeit von irgendeinem Auto/Bus/ sonstwas überfahren zu werden liegen bei 1:5170 (habe es eben gegoogelt) wer sagt mir, dass das nicht passieren wird? Und das ist für mich ein grosses Problem im Moment, ich werde mir total unserer Vergänglichkeit bewusst - also warum warten?

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29. Dezember 2014 um 0:49
In Antwort auf rundp

Ja also
ich habe mehrere Gründe da jetzt die Ausbildung etwas vorzuschieben.
1. Bei meiner ungeplanten Schwangerschaft war meine Chefin absolut super und hat mir den Platz für nächstes Jahr direkt gegeben und alles und war auch sehr lieb zu mir, ich will das ungern ausnutzen.
2. Wird eine Ausbildung mit Kind nicht unbedingt leichter.
3. Meinem Freund wurde wenige Wochen nach der stillen Geburt noch in der Probezeit seiner Ausbildung gekündigt und da es dort keine Berufsschule, sondern Seminare gab konnte er die Ausbildung nicht woanders fortsetzen. Aktuell hat er wieder eine Zusage und beginnt im Januar, allerdings stehen wir finanziell miserabel da und ich will ihm nicht die Bürde aufgeben, dass er mit seinem (dann schon) recht kleinen der Alleinverdiener ist.
4. Wohnen wir in der Dachwohnung meiner Eltern, da wir ja noch in Ausbildung und alles sind. Auch ihre Unterstützung mag ich ungerne ausnutzen.
Aber grundsätzlich will ich auch unbedingt eine Familie gründen und ich liebe Kinder und alles.

Ja, ich versuche mich da nicht zus ehr reinzusteigern, es ist nur so wie mit dem Fahrradfahren: Sobald man stürzt sollte man sofort zurück in den Sattel, sonst wird es nur schlimmer, da man ja alles sonst zu sehr zerdenkt auch einfach.

Ach, das fällt mir grade alles so schwer - ich bin total hin- und hergerissen
Auf der einen Seite steht dieser riesige Wunsch eine Familie zu gründen - auf der anderen ist da die Stimme die sagt: Warte noch 3 Jahre, dann hast du auch mehr Zeit für dein Kind und dein Partner ist auch nicht mehr allzu belastet. (wir beginnen dann ab Oktober nämlich eine halbe Fernebziehung, weil er dual studieren wird)

Wie habt ihr das dann gemacht? Hast du vor der Schwangerschaft gearbeitet? Verdient er gut/mittelmässig/schlecht (weil er ja alleine verdient) und wie schafft ihr das dann? (wenn das zu indiskret ist musst du natürlich nicht antworten - es interessiert mich nur, weil mein Freund jetzt nicht den bestbezahltesten Beruf anpeilt) Seid ihr altersmässig weit auseinander?

Also
mein Mann macht jetzt gerade eine Umschulung. Er hat leider wenige Monate vor der Geburt seine Arbeit verloren und danach nichts mehr gefunden. Schön ist das nicht, aber sowas kann leider immer passieren!
Wichtig ist, dass einer wieder arbeiten geht, aber das wird bald der Fall sein. Vor plötzlicher Arbeitslosigkeit ist man leider nicht 100% geschützt.
Davor war es gut, haben gut gelebt. Auch jetzt geht es, klar ALG ist natürlich nicht so viel wie vorher aber es geht. Man kann anständig leben. Aber das Feeling ist halt doof wenn man weiß man "schnorrt" sich durchs Leben.
Da ich ja in Elternzeit bin falle ich erstmal weg.
Aber wie gesagt, bald ist wieder Land in Sicht und mein Mann kann wieder arbeiten.

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29. Dezember 2014 um 22:44
In Antwort auf nissa_12183043

Also
mein Mann macht jetzt gerade eine Umschulung. Er hat leider wenige Monate vor der Geburt seine Arbeit verloren und danach nichts mehr gefunden. Schön ist das nicht, aber sowas kann leider immer passieren!
Wichtig ist, dass einer wieder arbeiten geht, aber das wird bald der Fall sein. Vor plötzlicher Arbeitslosigkeit ist man leider nicht 100% geschützt.
Davor war es gut, haben gut gelebt. Auch jetzt geht es, klar ALG ist natürlich nicht so viel wie vorher aber es geht. Man kann anständig leben. Aber das Feeling ist halt doof wenn man weiß man "schnorrt" sich durchs Leben.
Da ich ja in Elternzeit bin falle ich erstmal weg.
Aber wie gesagt, bald ist wieder Land in Sicht und mein Mann kann wieder arbeiten.

Oh
das kenne ich...

Mein Freund hat auch ca 2 Wochen nach der Entbindung die Kündigung in der Probezeit bekommen... Wir sind auch froh, dass er ab Januar wieder anfängt zu arbeiten und wir nicht vom Amt abhängig sind...

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