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Ich will ein Kind, er aber nicht

23. März 2012 um 9:56

Hallo,

kurze Infos vorab:
Wir (in 3 Wochen 28, er in 2 Monaten 32) haben uns im August 2010 im Internet kennengelernt, kurz darauf kam ich in die Psychatrie (Diagnose später: Emotionale instabile Persönlichkeitsstörung Typ Borderline und Impulsiv), trotz allem wollte er mich kennen lernen. Zwischen uns lagen ca. 600 km (ich Rheinland-Pfalz er Harz/Niedersachsen) und trotzdem kam er nach unserem ersten Treffen im September 2010 (seit dem sind wir ein Paar) regelmäßig zu Besuch. Dezember 2010 haben wir uns dann eine gemeinsame Wohnung in der Nähe seiner Kaserne in Niedersachsen gesucht, dort wohnen wir jetzt auch seit Dez. 2010. Es läuft immer noch sehr harmonisch, trotz meiner am anfang ständigen Ausraster zwecks meiner Störung. Nach noch einem 3-monatigen Klinikaufenthalt (wieder 200km Entfernung) und meiner jetztigen Therapie bin ich auf sehr guten Wege laut meiner Therapetin und meinem Gefühl. Zur Zeit bin ich NOCH arbeitsunfähig und bekomme im Moment Arbeitslosengeld 1 ab nächsten Monat Erwerbsminderungsrente. Hoffe aber das ich Ende des Jahres zumindest für 2-3 Stunden am Tag arbeiten kann.

Mein Kinderwunsch mit eigener Familie war schon sehr früh da, weil ich selbst nur eine Familie hatte die aus Gewalt bestand.
Mein Freund hat "leider" mit seiner Ex-Freundin schon ein Kind, der Kleine ist jetzt mittlerweile 6 Jahre. Ich habe ihn auch schon total in Herz geschlossen und sehe ihn mittlerweile wie mein eigenes an, aber es ist nicht das selbe wie selbst eins zubekommen.
Das Problem ist auch wir sehen den kleinen viel zu selten, da zwischen uns knapp 200 km liegen.
Ich habe dieses Thema mit Kinderwunsch schon sehr oft angesprochen, am Ende streiten wir uns nur.
Sein Argument er hat schon ein Kind und will auch keins mehr.
Mein Argument: meine eigene Familie ohne Gewalt, Fortschritt in meiner Therapie (Bestätigung von Therapeutin bekommen), Verpflichtungen haben (wenn man 7 Tage die Woche zu Hause sitzt und nichts zutun hat->öde)

Ich sage ja auch nicht das ich heute eins möchte, selbst wenn es würde nicht gehen. Ich nehm die 3-Monatsspritze, heißt 1 Jahr warten wenn ich sie abgesetzt habe. Dann ca. 9 Monate Schwangerschaft, dann noch schwanger werden... das sind zusammen schon mal mindestens 2 Jahre das heißt ich bin 30 und nur wenn ich jetzt im April sie nicht mehr nehme. Also immer wenn ein Jahr vergeht werde ich 2 Jahre drauf rechnen.
Die 3-Monatsspritze muß ich wegen meinen vielen Medikamenten nehmen, also Pille geht nicht.

Mein Freund meinte letztens zu mir , das ich mich für ihn oder das Kind entscheiden müßte, nur ich weiß das ich immer unglücklich in der Beziehung sein werde, wenn mir was fehlt und für mich ist das dann keine Familie.
Ich liebe ihn über alles, vor allem alleine deswegen, weil wir soviel schon in dem ersten halben Jahr durchstanden haben.
Ich will mich nicht entscheiden müßen.
Kurz noch am Montag, haben wir zusammen ein Gespräch bei meiner Therapeutin.

Ich möchte euch nun fragen, was würdet ihr tun oder habt ihr einen Rat, ich weiß nicht mehr weiter. Der Kinderwunsch nimmt immer mehr zu mittlerweile ist er schon über 100%.

Danke schon mal für eure Antworten.

LG Lophi

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23. März 2012 um 10:03

Hallo,
das ist wirklich schwierig.
Die Entscheidung deines Freundes hat ja scheinbar nichts mit deiner Erkrankung zu tun. Das bedeutet, dass du nichts machen kannst, damit er seine Meinung ändert. Und das ist wohl recht unwahrscheinlich, denn er weiß, was es bedeutet Vater zu sein.
Ich denke, dass du leider doch irgendwann eine Entscheidung treffen musst. Allerdings solltest du dir dafür noch etwas Zeit lassen. Werde erst einmal richtig gesund und nehme wieder am Alltagsleben teil.
Dann hast du auf jeden Fall mehr Ruhe, solch eine Entscheidung zu treffen.
Mit deiner Therapeutin über dieses Thema zu sprechen, ist sicherlich nicht verkehrt.

Alles Gute, Phenyce

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23. März 2012 um 10:30
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo,
das ist wirklich schwierig.
Die Entscheidung deines Freundes hat ja scheinbar nichts mit deiner Erkrankung zu tun. Das bedeutet, dass du nichts machen kannst, damit er seine Meinung ändert. Und das ist wohl recht unwahrscheinlich, denn er weiß, was es bedeutet Vater zu sein.
Ich denke, dass du leider doch irgendwann eine Entscheidung treffen musst. Allerdings solltest du dir dafür noch etwas Zeit lassen. Werde erst einmal richtig gesund und nehme wieder am Alltagsleben teil.
Dann hast du auf jeden Fall mehr Ruhe, solch eine Entscheidung zu treffen.
Mit deiner Therapeutin über dieses Thema zu sprechen, ist sicherlich nicht verkehrt.

Alles Gute, Phenyce

Hallo
Ich muß dazu sagen ich war 2002 schon einmal Schwanger, hatte damals in der 8 Woche eine Fehlgeburt. Heute sage ich zum Glück, damals war ich am Boden zerstört.
Eine Entscheidung für mich zutreffen, kann ich nicht. Ich habe sogar schon an künstliche Befruchtung gedacht, aber dann ist er auch weg. Also egal wie ich mich entscheide, unglücklich werde ich so oder so.

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24. März 2012 um 19:24
In Antwort auf merida_12050736

Hallo
Ich muß dazu sagen ich war 2002 schon einmal Schwanger, hatte damals in der 8 Woche eine Fehlgeburt. Heute sage ich zum Glück, damals war ich am Boden zerstört.
Eine Entscheidung für mich zutreffen, kann ich nicht. Ich habe sogar schon an künstliche Befruchtung gedacht, aber dann ist er auch weg. Also egal wie ich mich entscheide, unglücklich werde ich so oder so.

Hallo,
deswegen musst du überlegen, mit welcher Lösung du weniger unglücklich wärst. Und überlege auch, wie du eventuell in 10/20/30 Jahren über die genutzte oder verpasste Chance denken würdest.

Das ist eine blöde Situation, aber glücklicherweise hast du noch ausreichend Zeit, um in Ruhe darüber nachzudenken.

Alles Gute, Phenyce

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