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Ich werde niemals eine Mami werden

10. November um 14:36

Vom Schicksal gebeutelt.
Mit Mitte 20 wurde ich unerwartet schwanger.
Ich stand, gerade am Anfang meines Studiums, 300 Km entfernt von meiner Familie und nach 5 Jahren Beziehungen frisch getrennt, vollkommen überfordert und alleine vor einer Entscheidung.
Da die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten war musste ich schnell handeln. Ich entschied mich gegen das Kind. Aus unterschiedlichen Gründen und der naiven, herablassenden Sicherheit irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt noch Kinder bekommen zu können.
Ich wurde nie wieder schwanger.
Mit Anfang 30 ereilten mich zwei schwerer Schicksalsschläge. Es endete in einer Depression und einer langwierigen Therapie. Ein mühsamer Weg der mich viele Jahre gekostet hat um zurück in mein Leben zu finden. Danach habe ich nur schwierig Beziehungen eingehen können, die alle nicht sehr tief waren. Als ich dann endlich einen Mann traf von dem ich unendlich viel Liebe bekam und auch zurück geben konnte, war es zu spät. Schon mit Anfang 40 bekam ich bereits die ersten Zyklusstörungen , frühe Anzeichen der Wechseljahre. Jetzt mit 47 haben sich meine Eierstöcke bereits verkleinert, es sind keine Follikel mehr vorhanden und seit 4 Monaten habe ich keine Blutungen mehr. Es macht mich sprachlos und gefühlt drohe ich daran zu zerbrechen. Es macht mich so unendlich traurig und ich stehe der Enttäuschung, dem Schmerz, der Wut und dem Neid hilflos gegenüber. Nachts liege ich wach und dann quälen mich die Gedanke der Reue, hätte ich doch damals nur anders entschieden...
Ich suche tröstende und mutmachende Worte von gleichgesinnten und Tipps der Trauerverarbeitung und würde mir gerne nur Antworten von Kinderlosen wünschen. Danke.
 

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10. November um 22:26
In Antwort auf emma.2

Vom Schicksal gebeutelt.
Mit Mitte 20 wurde ich unerwartet schwanger.
Ich stand, gerade am Anfang meines Studiums, 300 Km entfernt von meiner Familie und nach 5 Jahren Beziehungen frisch getrennt, vollkommen überfordert und alleine vor einer Entscheidung.
Da die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten war musste ich schnell handeln. Ich entschied mich gegen das Kind. Aus unterschiedlichen Gründen und der naiven, herablassenden Sicherheit irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt noch Kinder bekommen zu können.
Ich wurde nie wieder schwanger.
Mit Anfang 30 ereilten mich zwei schwerer Schicksalsschläge. Es endete in einer Depression und einer langwierigen Therapie. Ein mühsamer Weg der mich viele Jahre gekostet hat um zurück in mein Leben zu finden. Danach habe ich nur schwierig Beziehungen eingehen können, die alle nicht sehr tief waren. Als ich dann endlich einen Mann traf von dem ich unendlich viel Liebe bekam und auch zurück geben konnte, war es zu spät. Schon mit Anfang 40 bekam ich bereits die ersten Zyklusstörungen , frühe Anzeichen der Wechseljahre. Jetzt mit 47 haben sich meine Eierstöcke bereits verkleinert, es sind keine Follikel mehr vorhanden und seit 4 Monaten habe ich keine Blutungen mehr. Es macht mich sprachlos und gefühlt drohe ich daran zu zerbrechen. Es macht mich so unendlich traurig und ich stehe der Enttäuschung, dem Schmerz, der Wut und dem Neid hilflos gegenüber. Nachts liege ich wach und dann quälen mich die Gedanke der Reue, hätte ich doch damals nur anders entschieden...
Ich suche tröstende und mutmachende Worte von gleichgesinnten und Tipps der Trauerverarbeitung und würde mir gerne nur Antworten von Kinderlosen wünschen. Danke.
 

Liebe Emma.2,soweit ich weiss gibt es Selbsthilfegruppen von Leuten mit einer aehnlichen Geschichte bzw dem gemeinsamen Problem ungewollter Kinderlosigkeit. Zunaechst geht es darum den Schmerz, die Trauer und den Verlust einer Lebensmoeglichkeit zu akzeptieren-das ist nicht leicht. Wie gesagt kann der Austausch mit ebenfalls Betroffenen hilfreich sein. Da du ausserdem mit Depressionen zu kaempfen hast/hattest und auch sonstige Lebensschwierigkeiten in der Vergangenheit angedeutet hast wie z.B die Neigung schaedliche Beziehungen einzugehen etablieren sich sozusagen "Ersatzkinder", indem sie kreativ werden, sich sozial engagieren, ein eigenes Unternehmen aufbauen, in das sie ihr ganzes Herzblut stecken o.ae... Ein sinnvolles, gelungenes Leben muss nicht zwangslaeufig an Fortpflanzung geknuepft sein! Gluecklicherweise leben wir in Zeiten, in denen es so viele andere Moeglichkeiten gibt ein erfuelltes Leben jenseits von Mutterschaft zu leben! Ich bin sicher, dass du es hinbekommst, deinem Leben eine neue Richtung zu geben, wenn du den Schmerz ueber das, was eben nicht mehr geht, verarbeitet hast! Das braucht Zeit und wahrscheinlich auch etwas Hilfe von anderen-aber es lohnt sich, glaub mir, du bist nicht allein!!! Ich wuensche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg und den Mit neues auszuprobieren! Alles Gute!

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11. November um 18:12
In Antwort auf emma.2

Vom Schicksal gebeutelt.
Mit Mitte 20 wurde ich unerwartet schwanger.
Ich stand, gerade am Anfang meines Studiums, 300 Km entfernt von meiner Familie und nach 5 Jahren Beziehungen frisch getrennt, vollkommen überfordert und alleine vor einer Entscheidung.
Da die Schwangerschaft schon weit fortgeschritten war musste ich schnell handeln. Ich entschied mich gegen das Kind. Aus unterschiedlichen Gründen und der naiven, herablassenden Sicherheit irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt noch Kinder bekommen zu können.
Ich wurde nie wieder schwanger.
Mit Anfang 30 ereilten mich zwei schwerer Schicksalsschläge. Es endete in einer Depression und einer langwierigen Therapie. Ein mühsamer Weg der mich viele Jahre gekostet hat um zurück in mein Leben zu finden. Danach habe ich nur schwierig Beziehungen eingehen können, die alle nicht sehr tief waren. Als ich dann endlich einen Mann traf von dem ich unendlich viel Liebe bekam und auch zurück geben konnte, war es zu spät. Schon mit Anfang 40 bekam ich bereits die ersten Zyklusstörungen , frühe Anzeichen der Wechseljahre. Jetzt mit 47 haben sich meine Eierstöcke bereits verkleinert, es sind keine Follikel mehr vorhanden und seit 4 Monaten habe ich keine Blutungen mehr. Es macht mich sprachlos und gefühlt drohe ich daran zu zerbrechen. Es macht mich so unendlich traurig und ich stehe der Enttäuschung, dem Schmerz, der Wut und dem Neid hilflos gegenüber. Nachts liege ich wach und dann quälen mich die Gedanke der Reue, hätte ich doch damals nur anders entschieden...
Ich suche tröstende und mutmachende Worte von gleichgesinnten und Tipps der Trauerverarbeitung und würde mir gerne nur Antworten von Kinderlosen wünschen. Danke.
 

Kinderlosigkeit ist ein furchtbares Schicksal. Ich empfehle dir eine Selbsthilfegruppe und dass du dich einem Psychologen anvertraust. Wenn du das Gefühl hast, mit dem Thema der Kinderlosigkeit gut umgehen zu können.... dann.... könnte das ein guter Zeitpunkt sein, dich an ein Jugendamt zu wenden. Es gibt ja nicht nur Frauen die bedauern, keine Familie zu haben...... sondern viele Kinder, die leiden, weil sie keine Familie haben, die sich adäquat kümmert. Pflegeeltern werden händeringend gesucht. Dein Alter spielt dabei eine untergeordnete Rolle, erst Recht, wenn du bereit wärst, ein Kind aufzunehmen, das kein Baby mehr ist. Lass dich beraten. Wichtig ist, dass du deine Traurigkeit bearbeitest und ein Pflegekind nicht als Ersatz siehst, dass deine Verarbeitung ersetzt und als Trostpflaster dient. Ich wünsche dir alles Liebe

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11. November um 18:54

Da das wichtigste bereits gesagt wurde, noch ein kleines Beispiel, nur zum Mut machen.
Die Schwester einer guten Freundin meiner Mutter war in ihren 40ern (jetzt Mitte 50) als es sich ergab, dass sie einen Jugendlichen adoptieren konnte, der es zu Hause sehr schwer hatte.
Die beiden sind seit einigen Jahren überglücklich - sie, einen Sohn zu haben, und er, eine Mutter zu haben. Sie sagt, sie könnte einen biologischen Sohn nicht mehr lieben.

Was user14131 angesprochen hat, ist daher sicher in vielerlei Hinsicht noch eine Überlegung wert. Vielleicht gibt es für dich keine Möglichkeit mehr, über Schwangerschaft Mutter zu werden - aber Mutter werden könntest du theoretisch durchaus noch.
Es gibt wirklich viele Kinder, die keine Eltern haben und über ein liebevolles zu Hause mehr als dankbar wären... es gibt auch Pflegekinder mit der Option auf Adoption.
Bei Pflegekindern ohne Option auf Adoption bestünde - nach Eintritt der Volljährigkeit - sicherlich auch die Möglichkeit einer Erwachsenen-Adoption, wenn beide Seiten das gerne möchten.


Ich wünsche dir alles erdenklich Gute!

 

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12. November um 21:10

Und eizellspende wäre keine option?

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