Forum / Schwangerschaft & Kinderwunsch

Ich muss eine schwere Entscheidung treffen. Brauche Rat

28. August 2008 um 12:17 Letzte Antwort: 29. August 2008 um 22:20

Hallo ich halt mich mal kurz.
Ich bin 18, seit 2 Monaten mit meinem Freund zusammen und in der 6.ssw, das Kondom ist wahrscheinlcih gerissen. Mein Freund steht zu mir und dem Kind. Leben beide noch bei unseren Eltern. Meine Eltern wollen UNBEDINGT eine Abtreibung. mein freund und ich sind noch unschlüssig. Ich stecke mitten in der Ausbildung und durch Insolvenz habe ich momentan kein Geld und weiß auch so schon nicht wie es finanziell mit mir und meiner ausbildung weitergehen soll. er ist im januar fertig und muss dann zivi machen,kriegt also auch nicht viel raus. ich stehe in einem inneren Konflikt mit mir selbst, versteht ihr?

Wie haben am Montag einen Termin bei einer Beratung.Am Freitag müssen wir uns entschieden haben.
Kennt jmd so eine Situation?
Was kann ich tun?

Vielen Dank,eure paulinchen

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28. August 2008 um 14:44

Ich...
...schliesse mich meiner Vorrednerin an.
Du wirsd im Falle einer Falles vom Staat super unterstützt.
Überleg es Dir gut, nicht dass Du Dir im Nachhinein Vorwürfe machst wenn Du`s wegmachen lässt.
Die Entscheidung ist schwierig, klar. Aber red noch mal mit Deinen Eltern!
Den Segen Deines Freundes hast Du ja schon mal und dass finde ich sehr wichtig!

marsydarsy

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28. August 2008 um 15:27

2 Monate das sind 8 Wochen....
da kann ich deine Eltern verstehen...

Ihr kennt euch ja noch nicht einmal richtig...und wer kümmert sich um das Kind während du deine Ausbildung machst?? Du wirst kein Geld für die Wohnung haben, wer wird dich und das Kind finanzieren?? Nicht nur das welche Einschränkungen kommen auf deine Eltern zu??

Was verdient dein Freund?

Kann er euch ernähren, wenn er das Kind haben will??

Weil von Staat zu leben, bzw. auf Kosten der Allgemeinheit oder von den Eltern.. Nein...

Es ist Eurer Kind, also kommt auch finanziell für euer Kind auf....

Und wenn Ihr dann merkt, ihr packt es nicht, dann seit ihr nicht fähig für ein Kind zu sorgen.... dann würde ich mir das mit der Abtreibung ganz schnell überlegen.....



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28. August 2008 um 17:03

Find
ich irgendwie traurig wie deine Eltern reagieren.

Aber du darfst es ja zum Glück ganz allein entscheiden.

Wenn dein Freund Vater wird, muss er keinen Zivildienst machen, heisst also er kann Geld für euch verdienen...

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28. August 2008 um 17:06

Okay,
das Wichtigste wurde eigentlich schon gesagt.
Ich schließe mich dem an, dass ich es nicht an dem Finanziellen abhängig machen würde.
Du brauchst dir kein schlechtes Gewissen zu machen, falls du finanzielle Hilfe vom Staat brauchen wirst. Es stimmt zwar, dass im Prinzip das Geld aus den Taschen der Arbeitnehmer kommt, aaaaber GEGENARGUMENT: es ist unter anderem DEIN Kind, welches später zur Finanzierung der Renten beitragen wird - und das 40-50 Jahre lang! (wenn man mal vom Normal-Arbeitnehmer ausgeht).
Deine Eltern sind vielleicht im Moment erstmal geschockt oder können die Situation einfach nicht nachvollziehen. Sind evt. auch überfordert damit. Gib ihnen einfach ein wenig Zeit. Normalerweise müsste es sich wieder einrenken. Und wie schon gesagt wurde.. wenn das Kind erstmal da ist, werden sie es bestimmt auch lieben und gern haben.
Außerdem kann die Zeit (auch wenns wirklich nur eine Woche sein sollte) dir die Entscheidung fast schon abnehmen, nämlich dann, wenn du tatsächlich schon dabei bist, Muttergefühle zu entwickeln, welche dann bewusster und stärker werden und Deine Entscheidung festigen werden.
Ich würde dir raten, mich so genau wie möglich über den Eingriff einer Abtreibung, sowie die möglichen Folgen und alles was dazu gehört, zu informieren.
Ich kann nur sagen.. das Wissen über den Vorgang und alles drum und dran + die Beschäftigung mit dem Thema hat mir selber sehr geholfen, meine Entscheidung zu treffen und dazu zu stehen - sogar glücklich darüber zu sein - obwohl alles eigentlich gegen ein Kind spricht(denn ich weiß genau, ich hätte fast die falsche Entscheidung getroffen, welche wahrscheinlich mein Leben ruiniert hätte)
Hm.. ich will dir eigentlich keine Meinung aufdrängen.. aber ich habe das Gefühl, dass du eigentlich keine Abtreibung willst - so wie du schreibst.. ich kann mich natürlich irren.

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29. August 2008 um 22:12

Rat
Hallo Paulinchen101,
ich kann es nachvollziehen, daß Du gerade in einem sehr schwierigen Konflikt stehst. Da wächst seit 6 Wochen ein Kind in Dir heran und nun sitzt Du zwischen 3 Stühlen. Dem Stuhl, daß Dein Freund zu Dir stehen würde mit Kind. Dies ist mehr wert, als alles Geld dieser Welt.
Auf der anderen Seite stehen Deine Eltern, die unbedingt eine Abtreibung wollen. Du bist 18, Du bist volljährig. Es geht nicht darum was andere Leute wollen, es geht darum was Du willst, denn das kInd wächst in Dir heran, es ist Dein Kind und Deine Schwangerschaft. Und niemand hat das Recht eine Abtreibung von Dir zu erwarten.Denn die körperlichen und psychischen Folgen, die bei einer Abtreibung auftreten können, würdest Du dann vermutlich alleine tragen (www.vor-abtreibung.de; Knopf Risiko)
Und der 3. Stuhl ist Dein Kind, dieses will leben.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Leben mit Kind aussehen könnte, dazu kannst Du Dich an www.profemina.de wenden, die helfen Dir an diesem Punkt sicher gut weiter.
Es gibt auch Mutter-Kind-Häuser wo Du zunächst einige Zeit wohnen könntest, bis eine Zusammenziehne mit Deinem Freund möglich wäre.
Und Du hättest die Chance mit anderen, die in ähnlichen Situationen stehen zusammenzusein und könntest an manchen Punkten Hilfe in Anspruch nehmen. Mit Deinen Eltern ist übringes noch nicht aller Tage Abend. Mir sind schon manche Eltern begegnet, die ihrer schwangeren Tochter sehr viele Steine in den Weg gelegt haben. Als sie ihr Enkelchen zum 1.Mal sahen, war alles wie vom Wind weggeweht und sie wurden großartige Helfer. Laß Dich an diesem Punkt nicht entmutigen.
LG Itemba

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29. August 2008 um 22:20

Liebes Paulinchen
Liebes Paulinchen,
traurig wie Deine Eltern reagieren.
Aber: es ist Dein Kind und das Deines Freundes!
Es wächst in Dir und ist auf Deinen Schutz angewiesen.
Stell Dir doch mal das evl. Leben Deines Kindes vor, die Geburt, das erste lächeln, dass erste lachen, krabbeln, gehen, sprechen und all die vielen Jahre die Dein Kind an Leben vor sich haben könnte.
Stelle Dir alle erdenklichen eventuellen Entbehrungen vor und dann frage Dich: ist mein Kind nicht unendlich mal mehr Wert als alle möglichen "Unannehmlichkeiten"?
Dein Kind wird leben, wenn Du Dich dafür entscheidest.
Und was meinst Du, wenn das Kind seine Großeltern das erste mal anlächelt? Ich glaube dann würden sie sich wünschen, niemals von Abtreibung geredet zu haben und sich dafür evl. sogar schämen.

Ich habe ein fast einjähriges Kind. Ein Wunschkind, und ich erwartete das es schön wird mit ihm. Aber so wirklich unbeschreiblich schön wie es jetzt mit Kind ist, hätte ich niemals im Leben gedacht.

Im Notfall: was spricht gegen eine Adoptionsfreigabe? Doch höchstens die Angst davor die Adoptionsfreigabe zu bereuen.
Aber auch hier: ist das Leben Deines Kindes nicht unendlich wichtiger als die Angst vor dem Bereuen oder das Bereuen der Adoptionsfreigabe selbst?

Schau doch mal auf http://www.pro-leben.de/abtr/abtreibung_hilfe.php
Dort gibt es eine Liste, auch nach PLZ zu sortieren, von sehr vielen Hilfsorganisationen.

Ich wünsche Euch alles Gute,
infanstueri

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