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Ich kann meine SS nicht genießen

18. März 2015 um 19:52

Hallo, liebe (werdende) Mamis!

Ich bin in der 6. SSW und freue mich riesig, dass es so schnell geklappt hat (im zweiten Zyklus nach Verhütungsende).
Leider kann ich es gar nicht recht genießen... vor knapp zehn Jahren, also vor wirklich langer Zeit, hatte ich einen späten Abgang. Bei der Nachuntersuchung wurden Tumore an meinen Eierstöcken entdeckt und als "Borderline-Tumore" identifiziert, ich wurde schnell operiert und war lange mit der Nachsorge beschäftigt. Auch hatte ich da schon meine erste Tochter, die ebenfalls viel Zeit von mir verlangte, ich musste die Krankenhausaufenthalte organisieren und irgendwie alles auf die Reihe kriegen. Was ich nicht konnte, war den Verlust des Babys verarbeitet. Irgendwann habe ich weniger drüber nachgedacht, es hat weniger wehgetan - aber Kinder wollte ich eigentlich keine mehr. Es war ja auch dann irgendwann so viel Zeit vorbei und naja - meine Große wird dieses Jahr 12 - irgendwann will man ja auch nicht mehr "von vorn anfangen" und die Freiheit genießen und so weiter.
Aber dann habe ich Martin kennengelernt, wir haben uns verliebt, sind zusammengezogen, er spricht das Thema "Kinder" an und plötzlich ist er da: Der Kinderwunsch. Und nun, kurze Zeit später staunen wir gemeinsam über dem positiven Test, freuen uns, achten auf unsere Ernährung - alles ist super.
Aber eines ist so gar nicht super: Ich habe schreckliche Angst. Bei jedem zwacken im Bauch fürchte ich, das Baby könnte nicht ok sein, sein Herz könnte nicht schlagen wie bei dem Kind damals. Ich lege mich ständig hin, traue mich nicht mich anzustrengen, versuche mich nicht aufzuregen - aber eigentlich bin ich gar nicht mehr ich, sondern nur noch ein Häufchen Elend. Mir ist klar, dass all das gar nicht hilft, dass ich mich nicht aufregen sollte und dass, sollte es so sein, ich eh nichts machen kann, aber es raubt mit den Schlaf.
Auf solche Ängste war ich nicht vorbereitet, ich denke dauernd daran wie mir die Frauenärztin damals gesagt hat das Herz meines Babys würde nicht mehr schlagen und nach dem Entwicklungsstand schon seit mindestens 3 Wochen nicht mehr. Ich denke daran, dass ich 3 Wochen mit einem toten Baby im Bauch rumgelaufen bin ohne was zu ahnen. Es geht mir nicht aus dem Kopf, wie ich in der Frauenklinik im Wartezimmer saß und wie eni "normaler" Patient behandelt wurde. Jahrelang habe ich kaum darüber nachgedacht, aber jetzt ist alles plötzlich wieder so nah da, als wäre das erst kürzlich gewesen. Es fühlt sich schrecklich an, wenn ich daran denke, dass sowas wieder passieren kann wird mir richtig schlecht und eigentlich will ich gar nicht mehr schwanger sein. Aber das kann ich ja schlecht meinem Partner sagen, wir haben uns doch so gefreut!
Habt ihr einen Rat für mich? Ich weiß gar nicht mehr was ich machen soll

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18. März 2015 um 20:39

Dass
durch diese Schwangerschaft alte Wunden aufgerissen werden ist verständlich. Bleibe mit dieser Not nicht alleine, denn allein geht man ein.
VLG Yankho

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18. März 2015 um 20:47

Sprich
mit deiner Ärztin über deine Sorgen und vereinbare wöchentliche Kintrolltermine. Nur wenn du dich sicher versorgt fühlst, kannst du lernen die Angst zu kintrollieren.
Denk nicht drüber nach ob andere es übertrieben finden könnten, andere müssen auch nicht mit deiner Situation umgehen. Hol dir soviel Unterstützung wie du kriegen kannst, um den Kopf frei zu bekommen.

Alles Gute
Plici

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18. März 2015 um 21:29

Mitgefühl
Hallo Mammamiraculi,

zunächst einmal will ich dir sagen, dass mir das was du erlebt hast sehr leid tut. Schon beim Lesen macht es mich so traurig, dass ich mir erst gar nicht vorstellen mag, wie es dir damit geht. Aber ich freue mich auch sehr, dass du wieder schwanger bist und mit deinem neuen Partner eine Familie gründen wirst. Diesen Wunsch habe ich auch mit meinem neuen Partner, leider üben wir seit anderthalb Jahren vergeblich (wir sind beide 38, haben beide jeweils 1 Tochter).
Aber das nur nebenbei. Ich denke, du solltest dir dringend psychologische Hilfe holen. Jemand, der sich durch die Zeit der Schwangerschaft begleitet. Sprich mit deiner Frauenärztin darüber, vielleicht kann sie jemnd. empfehlen. Und wenn es Wartezeiten gibt, würde ich zunächst eine Beratungsstelle in Anspruch nehmen. Dort arbeiten oft auch gute Psychologen. Ich hoffe und wünsche dir sehr, dass du es mit deren Hilfe schaffst, diese wunderbare Zeit zu genießen, denke aber, ohne diese wird es schwierig. Liebe Grüße

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18. März 2015 um 21:35

Hatte auch
Einen MA vor drei Jahren. Herzchen hatte schon zwei Wochen nicht mehr geschlagen. War meine erste schwangerschaft. 11. ssw. Ich hab es relativ gut verkraftet, trotzdem hatte ich bei den nächsten ss auch furchtbare angst. Gerade die frühschwangerschafts bis zu 12. woche war furchtbar. Ich war nur unsicher und hab gewartet. Immer dieses warten und hoffen auf den nächsten Termin... Ich hab diese Angst als Teil des großen ganzen gesehn. Das letzte baby hat's nicht geschafft und das hatte nen Grund. Eine schwangerschaft dauert soooo lange, da wächst man rein. Bei mir ging's von Unsicherkeit und Angst, zu Ungläubigkeit, zu Freude, zurück zur Angst, zu völlig genervt sein. Haha und dann hat man erst ungefähr die Hälfte geschafft
Ich hab mir gerade wegen der herz Geschichte ein Angel Sound zugelegt. Hab so ab der 12 Woche das Herz zu Hause schlagen gehört. Hab alle drei Tage mal reingehört und danach ging's mir immer besser. In der ganz frühen Zeit hab ich's auch mal nicht gefunden und dann einen Tag später aber schon. Musst du selbst wissen ob es was für dich ist. Manche mögen es gar nicht.
Viel weniger Angst und eine erste Beziehung zu meinem Sohn hatte ich ab der 16. Woche, ab dann hab ich ihn gespürt und jetzt ist er 3 Monate alt und schnarcht neben mir

Eine schwangerschaft ist nicht immer nur eine absolut glückliche Zeit. Unsicherheit, Angst, gerade bei schlechten Erfahrungen sind normal. Lass es zu und rede darüber, das hat mir geholfen!

Ich wünsch dir alles Gute!

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